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Pfingstnovene

Pfingstnovene

Am Pfingstfest sandte der auferstandene und in den Himmel Gottes aufgefahrene Herr Jesus Christus seinen Jüngerinnen und Jüngern den Heiligen Geist.

Dieser Geist formte die Gemeinde Jesu zu seiner Kirche,
begleitete die Kirche durch die Zeit
und ließ sie zu einer weltweiten großen Gemeinschaft wachsen.

Dieser Geist Gottes stärkt auch heute unseren Glauben,
belebt unsere Hoffnung,
vertieft unsere Liebe,
als einzelne, vor allem aber als Gemeinschaft, als Kirche.

Die Jüngerinnen und Jünger Jesu hatten sich auf das Kommen des Heiligen Geistes vorbereitet:
gemeinsam – im Gebet – im Abendmahlssaal in Jerusalem.

Von Christi Himmelfahrt bis Pfingsten haben sie
neun Tage lang
um den Geist gebetet
– die erste Pfingstnovene –
das Neun-Tage-Gebet. (vgl. Apg 1,13-14)

Gleichbleibender Teil der Pfingstnovene:

Eröffnung:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Ehre sei dem Vater
und dem Sohn
und dem Heiligen Geist

wie im Anfang
so auch jetzt und alle Zeit
und in Ewigkeit. Amen. Halleluja!


Gebet:
Atme in mir, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges denke.
Treibe mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges tue.
Locke mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges liebe.
Stärke mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges hüte.
Hüte mich, du Heiliger Geist, dass ich das Heilige nimmer verliere.

(dem Heiligen Augustinus zugeschrieben)


wechselnder Teil:

an Christi Himmelfahrt:
Komm herab, o Heiliger Geist, der die finstre Nacht zerreißt, strahle Licht in diese Welt.

am Freitag (1.Tag):
Komm, der alle Armen liebt, komm der gute Gaben gibt, komm, der jedes Herz erhellt.

am Samstag (2.Tag):
Höchster Tröster in der Zeit, Gast der Herz und Sinn erfreut, köstlich Labsal in der Not.

am Sonntag (3.Tag):
In der Unrast schenkst du Ruh, hauchst in Hitze Kühlung zu, spendest Trost in Leid und Tod.

am Montag (4.Tag):
Komm, o du glückselig Licht, fülle Herz und Angesicht, dring bis auf der Seele Grund.

am Dienstag (5.Tag):
Ohne dein lebendig Wehn kann im Menschen nichts bestehn, kann nichts heil sein noch gesund.

am Mittwoch (6.Tag):
Was befleckt ist, wasche rein, Dürrem gieße Leben ein, heile du wo Krankheit quält.

am Donnerstag (7.Tag):
Wärme du, was kalt und hart, löse, was in sich erstarrt, lenke, was den Weg verfehlt.

am Freitag (8.Tag):
Gib dem Volk, das dir vertraut, das auf deine Hilfe baut, deine Gaben zum Geleit.

am Samstag (9.Tag):
Lass es in der Zeit bestehn, deines Heils Vollendung sehn und der Freuden Ewigkeit.

am Pfingstfest:
Amen. Halleluja

Gebet:
Komm heiliger Geist, heilige uns.
Erfülle unsere Herzen mit brennender Sehnsucht nach Wahrheit,
nach dem rechten Weg und nach dem vollen Leben.
Entzünde in uns dein Feuer,
dass wir selber davon zum Licht werden,
das leuchtet und wärmt und tröstet.
Lass unsere schwerfälligen Zungen Worte finden,
die von deiner Liebe und Schönheit sprechen.
Schaffe uns neu,

dass wir Menschen der Liebe werden,
deine Heiligen, sichtbare Worte Gottes.
Dann werden wir das Antlitz der Erde erneuern
und alles wird neu geschaffen.

Komm, heiliger Geist, heilige uns, stärke uns, bleibe bei uns. Amen.

(aus der Ostkirche)


Vater unser

Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.


Segenswort:
Es erfülle uns der Vater mit seiner Liebe.

Es erfülle uns der Sohn mit seinem Leben.
Es erfülle uns der Heilige Geist mit seiner Kraft.

Es segne uns und alle Menschen der gütige Gott:
der Vater und der Sohn + und der Heilige Geist. Amen.

* * *

–> Weitere Gebete zum Heiligen Geist

Gedanken am Fest Christi Himmelfahrt:

Komm herab, o Heil’ger Geist
der die finstre Nacht zerreißt,
strahle Licht in diese Welt.

I

Symbol des Hl. Geistes:

  • Wolke und Licht

Sichtbare Zeichen für Erscheinungen des unsichtbaren Gottes

Am Anfang der Schöpfung schwebte Gottes Geist über den Wassern.
Er brütete die gute Schöpfung Gottes aus. Als erstes strahlte sein Licht und es zerriss die finstre Nacht. Am Anfang der Neuen Schöpfung empfing Maria Gottes Sohn durch das Wirken des Heiligen Geistes. Er überschattete sie mit der Kraft Gottes und sie brachte Jesus Christus, das menschgewordene Wort Gottes zur Welt. Der Heilige Geist vermag auch heute in das „Tohu-wa-bohu“ unseres Lebens Licht hinein zu strahlen, so dass durch uns etwas Neues zur Welt kommen kann. Komm, heiliger Geist!

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Pfingstnovene (1. Tag):

Gedanken am Freitag nach Christi Himmelfahrt:

Komm, der alle Armen liebt,
komm, der gute Gaben gibt,
komm, der jedes Herz erhellt.

II

Symbol des Hl. Geistes:

  • Finger an der Hand Gottes
    Zeichen für das kraftvolle Handeln Gottes

Durch den „Finger Gottes“ – d.h. in der Kraft des Geistes treibt Jesus die Dämonen aus (Lk 11,20).
Während des Gesetz Gottes vom „Finger Gottes“ auf steinerne Tafeln geschrieben wurde (Ex 31,18), sind wir – der „Brief Christi“ (2 Kor 3,3) – geschrieben mit dem Finger Gottes in Herzen von Fleisch. Christus eröffnet seine Verkündigung der Frohbotschaft damit, dass er folgendes Wort des Propheten Jesaja mit seinem Kommen erfüllt sieht:
„Der Geist des Herrn ruht auf mir;

denn der Herr hat mich gesalbt.
Er hat mich gesandt,
damit ich den Armen Frohbotschaft bringe;
damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde
und den Blinden das Augenlicht;
damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze
und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.“ (Lk 4,18-19)

Auch wir dürfen dieses Gotteswort auf uns übertragen.
Dort, wo wir leben, können wir „ein Fingerzeig“ Gottes für die Menschen sein.

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Pfingstnovene (2. Tag):

Gedanken am Samstag nach Christi Himmelfahrt:

Höchster Tröster in der Zeit,
Gast, der Herz und Sinn erfreut,
köstlich Labsal in der Not.

III

Symbol des Hl. Geistes:

  • Taube

Symbol des Friedens

Am Ende der Sintflut kehrte die Taube, die von Noah aus der Arche herausgelassen worden war, mit einem frischen Ölzweig im Schnabel zurück als Zeichen dafür, dass die Erde wieder fruchtbar und somit bewohnbar war. Sie kündigt den Frieden an, den Gott mit der Menschheit in einem feierlichen Bund schließt.Als Christus aus dem Wasser seiner Taufe steigt, lässt sich der Heilige Geist in Gestalt einer Taube auf ihn nieder und bleibt auf ihm.

Seit alters her gilt die (weiße) Taube auch als ein Friedenssymbol.

Dieser Geist des Friedens komme auch auf uns herab und bleibe allezeit bei uns.

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Pfingstnovene (3. Tag):

Gedanken am 7. Sonntag der Osterzeit

In der Unrast schenkst du Ruh,
hauchst in Hitze Kühlung zu,
spendest Trost in Leid und Tod.

IV

Symbol des Hl. Geistes:

  • Hand(auflegung)
  • Darreichung
  • göttl. Macht

Durch die Hand = Macht Gottes ergriffen zu sein, bedeutet Empfang des Geistes Gottes.
Jesus heilt Kranke und segnet Kinder, indem er ihnen die Hände auflegt.

Durch Handauflegung geschieht auch heute Verwandlung der Gaben von Brot und Wein durch Gottes Geist in Leib und Blut Christi – für uns gegeben.
Handauflegung vermittelt auch heute Segen, Beruhigung und Trost.

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Pfingstnovene (4. Tag):

Montag vor Pfingsten:

Komm, o du glückselig Licht,
fülle Herz und Angesicht,
dring bis auf der Seele Grund.

V

Symbol des Hl. Geistes:

  • Feuer

verwandelnde Kraft der Liebe Gottes

Das Feuer symbolisiert die verwandelnde Kraft des Heiligen Geistes.
Gott selbst verwandelt das Herz der Menschen, das steinhart geworden ist, in ein Herz, das sich erwärmt für andere. (vgl Ez 36,26-28: „Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch…).
Johannes der Täufer kündet an, dass Jesus „mit dem Heiligen Geist und mit Feuer“ tauft (Lk 3,16).

Jesus selbst sagt von sich: „Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!“ (Lk 12,49)
In „Zungen wie von Feuer“ (Apg 2,3) kommt der Heilige Geist am Pfingstmorgen auf die Jünger herab und verwandelt sie zu furchtlosen Zeugen der Botschaft Christi.

Auch wir können „Feuer und Flamme“ sein für das Evangelium und andere mit der Botschaft vom Heil „anstecken“.

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Pfingstnovene (5. Tag):

Dienstag vor Pfingsten:

Ohne dein lebendig Weh’n
kann im Menschen nichts besteh’n
kann nichts heil sein noch gesund.

VI

Symbol des Hl. Geistes:

  • Atem

belebend

Der Mensch kommt zum Leben, indem Gott ihm seinen Lebensatem = seinen Geist einhaucht. (vgl. Gen 2,7)
Die Jünger Jesu erhalten Anteil am neuen, österlichen Leben, indem der Auferstandene ihnen seinen Lebensatem einhaucht: „Empfangt Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, ist sie verweigert.“ (Joh 20,22f).

Alle Geschöpfe warten auf dich, Gott:
„nimmst du ihnen den Atem, so schwinden sie hin…
Sendest du deinen Geist aus,
so werden sie alle erschaffen,
und du erneuerst das Antlitz der Erde.“ (Psalm 104,29-30)

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Pfingstnovene (6. Tag):

Mittwoch vor Pfingsten:

Was befleckt ist, wasche rein,
Dürrem gieße Leben ein,
heile du, wo Krankheit quält.

VII

Symbol des Hl. Geistes:

  • Öl
  • Salbung

Sinnbild des Geistes Gottes ist auch die Salbung mit Öl.
Christus heißt „der Gesalbte“. Er ist der Messias, der Retter und Heiland der Menschen, denn er bringt uns das Heil Gottes, das alle Heilung von Krankheiten umfasst.
Durch die Salbung mit dem Heiligen Geist in Taufe und Firmung werden auch wir dazu gerufen, in unserem Leben zur Heilung der Menschen und zum Heil der Welt beizutragen.

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Pfingstnovene (7. Tag):

Donnerstag vor Pfingsten:

Wärme du, was kalt und hart,
löse, was in sich erstarrt,
lenke, was den Weg verfehlt.

VIII

Symbol des Hl. Geistes:

  • Wind
    dynamische Kraft
    Bewegung
    Unberechenbarkeit

Das deutsche Wort „Geist“ gibt das hebräische Grundwort „ruach“ wieder, das ursprünglich Hauch, bewegte Luft, Wind bedeutet.

Jesus gebraucht das eindrucksvolle Bild vom Wind, um Nikodemus das ganz Neue dessen verspüren zu lassen, das mit Jesu Geist in die Welt gekommen ist.
„Der Wind weht, wo er will; du hörst sein Brausen, weißt aber nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es mit jedem, der aus dem Geist geboren ist.“ (Joh 3,8)

Am Pfingsttag kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem die JüngerInnen Jesu waren. (vgl. Apg 2,2)

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Pfingstnovene (8. Tag):

Freitag vor Pfingsten:

Gib dem Volk, das dir vertraut,
das auf deine Hilfe baut,
deine Gaben zum Geleit.

IX

Symbol des Hl. Geistes:

  • Wasser
    neugeboren
    fruchtbares Leben

Bei der Taufe ist das Wasser ein Sinnbild des Wirkens des Heiligen Geistes. Ein Zeichen für die neue Geburt, durch die uns Anteil am göttlichen Leben geschenkt wird.

Der Geist ist das „lebendige Wasser“, von dem Jesus spricht (vgl. Joh 7,37ff)
und das aus dem durchbohrten Herzen Jesu am Kreuz hervorquillt (vgl. Joh 19,34)
und uns das ewige Leben schenkt. (vgl. Joh 4,10-14)

In den 7 Sakramenten entfaltet sich das göttliche Leben, das uns geschenkt ist in dieser Zeit der irdischen Pilgerschaft.

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Pfingstnovene (9. Tag):

Samstag vor Pfingsten:

Lass es in der Zeit besteh’n,
deines Heils Vollendung sehn
und der Freuden Ewigkeit.
Amen. Halleluja.

X

Symbol des Hl. Geistes:

  • Siegel(ring)

unauslöschlicher Charakter

Gott hat Christus „mit seinem Siegel beglaubigt“. (Joh 6,27)
Gott selbst, schreibt der Apostel Paulus, „der uns und euch in der Treue zu Christus festigt und der uns alle gesalbt hat, er ist es auch, der uns sein Siegel aufgedrückt und als ersten Anteil (am verheißenen Heil) den Geist in unser Herz gegeben hat.“ (2 Kor 1,21-22)

Wir haben von Christus „Brief und Siegel“ dafür, dass uns am Ende der Zeiten das Himmlische Jerusalem mit seinen Freuden erwartet.

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Gesamtbild der Pfingstnovene zum Pfingstfest:

1. Komm, o Geist der Heiligkeit,
aus des Himmels Herrlichkeit,
sende Deines Lichtes Strahl.

2. Vater aller Armen Du,
aller Herzen Licht und Ruh‘,
komm mit deiner Gaben Zahl.

3. Tröster in Verlassenheit,
Labsal voll der Lieblichkeit,
komm, o süßer Seelenfreund.

4. In Ermüdung schenke Ruh‘,
in der Glut hauch Kühlung zu,
tröste den, der trostlos weint.

5. O Du Licht der Seligkeit,
mach Dir unser Herz bereit,
dring in uns’re Seelen ein.
Pfingsten-01-c 10. Gib Verdienst in dieser Zeit
und dereinst die Seligkeit
nach vollbrachter Wanderschaft.

9. Heil’ger Geist, wir bitten Dich,
gib uns allen gnädiglich
Deiner sieben Gaben Kraft.

8. Beuge, was verhärtet ist,
wärme, was erkaltet ist,
lenke, was da irre geht.

7. Wasche, was beflecket ist,
heile, was verwundet ist,
tränke, was da dürre steht.

6.Ohne Deinen Gnadenschein
steht der arme Mensch allein,
kann nicht gut und sicher sein.

Wurzeln und Früchte von Pfingsten

PFINGSTEN-11a

„Wenn das Weizenkorn in die Erde fällt und stirbt… …bringt es reiche Frucht.“ (Joh 12,24)
Nach dem ersten Frühlingsvollmond feierten die alten Völker ein Frühlingsfest:

Neues Leben in der Natur beginnt.

50 Tage danach… – ein Tag der Freude – feierten die alten Völker ein erstes Erntefest:

Dank für das Geschenk der ersten Früchte die Gabe Gottes zum Leben.

Das jüdische Volk fügte eine neue Bedeutung hinzu:

sie feiern Pesach = das Überschreitungsfest:

in Erinnerung daran, dass Gott sein Volk hinausführte aus dem Land der Sklaverei:

Neues Leben in Freiheit beginnt.

das jüdische Volk fügte eine neue Bedeutung hinzu:

sie feiern Schawuoth = das Wochenfest:

in Erinnerung daran, dass Gott durch Mose mit seinem Volk einen Bund schloss und ihnen die Tafeln mit den Lebensregeln schenkte:

ein Fest des Dankes für die Thora – die Gabe Gottes für das Leben als sein auserwähltes Volk.

Für die Christen kommt Neues hinzu:

sie feiern Karfreitag, Karsamstag und Ostern:

zum Gedenken des Leidens – Sterbens – und Auferstehens Jesu, des Herrn: Der „Gesalbte Gottes“ – das Weizenkorn, stirbt am Kreuz und haucht seinen Geist aus. – Im Dunkel der Erde keimt die neue Frucht der Erlösung heran. – Christus, durchbricht die Grenze des Todes:

Neues österliches Leben – befreit von der Macht der Sünde und des Todes – beginnt.

für die Christen kommt Neues hinzu:

sie feiern Pfingsten = das Geburtsfest der Kirche

zum Gedenken daran, dass Gott mit Menschen aus allen Völkern einen Neuen Bund schloss und sie mit dem Geist seines Sohnes erfüllte:

ein Fest des Dankes für die Gabe(n) des Heiligen Geistes –

die Gabe Gottes für das Leben als missionarische Kirche des Herrn.

Gesamtbild zum Pfingstfest:

PFINGSTEN

1. Komm, o Geist der Heiligkeit,
aus des Himmels Herrlichkeit,
sende Deines Lichtes Strahl.

2. Vater aller Armen Du,
aller Herzen Licht und Ruh‘,
komm mit deiner Gaben Zahl.

3. Tröster in Verlassenheit,
Labsal voll der Lieblichkeit,
komm, o süßer Seelenfreund.

4. In Ermüdung schenke Ruh‘,
in der Glut hauch Kühlung zu,
tröste den, der trostlos weint.

5. O Du Licht der Seligkeit,
mach Dir unser Herz bereit,
dring in uns’re Seelen ein.

6.Ohne Deinen Gnadenschein
steht der arme Mensch allein,
kann nicht gut und sicher sein.

7. Wasche, was beflecket ist,
heile, was verwundet ist,
tränke, was da dürre steht.

8. Beuge, was verhärtet ist,
wärme, was erkaltet ist,
lenke, was da irre geht

9. Heil’ger Geist, wir bitten Dich,
gib uns allen gnädiglich
Deiner sieben Gaben Kraft.

10. Gib Verdienst in dieser Zeit
und dereinst die Seligkeit
nach vollbrachter Wanderschaft.

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* * *

Weitere Gebete zum Heiligen Geist:

„Um die dritte Stunde soll man sich zum Gebet erheben und die Bruderschaft versammeln…
Dabei sollen sie sich an die Herabkunft des Heiligen Geistes erinnern, der zur dritten Stunde den Aposteln geschenkt wurde.
Einmütig sollen sie ihn anbeten, damit auch sie gewürdigt werden, an der Heiligung Anteil zu erlangen, dass er sie leite und zu dem hinführe, was ihnen nützlich ist.“

(Basileios der Große, aus den Längeren Regeln, 37,3)


Bevor uns die Geschäfte des Tages ganz in Anspruch nehmen, wollen wir uns Gott öffnen. Woher nehmen wir die Kraft für unser Tagewerk, wenn nicht von Gott? Wer beschenkt uns mit Liebe zu anderen Menschen, zur Arbeit, wenn nicht Gott durch seinen guten Heiligen Geist? Er ist uns Beistand, Tröster, Fürsprecher, Geist der Wahrheit und der Versöhnung, der die Verbindung zu Jesus und den Schwestern und Brüdern schafft. Ohne ihn sind wir ohne rechte Orientierung, ohne Leitung und Hoffnung für uns selbst und für die Menschen, mit denen wir leben. Unsere leeren Hände will er mit seinen guten Gaben füllen, damit wir sie weiterschenken können.


Gebet um die Gaben des Heiligen Geistes

Komm, Heiliger Geist, Du Geist der Weisheit:
Dein Feuer prüft alle Weisheit dieser Welt.
Dein Sturm stürzt, was mächtig,
und erhebt, was niedrig ist.

Komm, Heiliger Geist, Du Geist der Einsicht:
Nur in Dir erfassen wir die göttlichen Geheimnisse.
Nur durch dich erkennen wir den Weg,
auf den wir gerufen sind.

Komm, Heiliger Geist, du Geist des Rates:
Du vertreibst Zweifel und Unsicherheit.
In dir wird uns der Wille des Herrn offenbar.

Komm, Heiliger Geist, du Geist der Stärke:
In deiner Kraft haben die Apostel, Märtyrer und Bekenner
den Mut zum Zeugnis für Christus aufgebracht.

Komm, Heiliger Geist, du Geist der Erkenntnis:
In der Schöpfung erkennen wir deine Macht,
in der Offenbarung deine Weisheit,
in der Erlösung deine Liebe.

Komm, Heiliger Geist, du Geist der Frömmigkeit:
In dir haben wir den Geist empfangen, der uns zu Söhnen Gottes macht,
und dürfen voll Freude rufen:
Abba, lieber Vater!

Komm, Heiliger Geist, du Geist der Gottesfurcht:
Du allein machst uns fähig,
die menschliche Sünde
und die göttliche Heiligkeit zu erkennen.


Heiliger Geist,

Du erfüllst die Engel,
heiligst die Gewalten
und belebst alles.
Du teilst dich in je verschiedener Weise
der ganzen Schöpfung mit.

Du schenkst uns die Gnade,
Du erleuchtest uns zur Erkenntnis Gottes.
Du vollendest die Gerechtren,
machst die Toten lebendig
und Fremdlinge zu Kindern Gottes.

Durch Dich werden die Schwachen stark,
die Armen reich,
die Unmündigen und Ungebildeten
weiser als die Gelehrten.

Du bist im Himmel und erfüllst die Erde.
Du bist überall zugegen und nirgends kennst Du Schranken.
Du wohnst in jedem Menschen
und bist ganz Gott.

Wir bitten Dich:
Nimm Wohnung in unseren Herzen
und verlass uns zu keiner Zeit.

Amen.

(Basileios der Große ca. 330 – 379)


Komm, Heiliger Geist,

und entzünde unsere Herzen in Liebe zu Dir.
Komm, Du Geist der Kraft,
und bewege unsere Seelen,
dass sie hungern und dürsten nach Dir.

Erfülle mit Deiner Gegenwart die Kirche,
dass Dein Friede nicht von ihr weiche.
Segne in ihr jede Verkündigung des Wortes,
jeden Dienst der Liebe,
jedes Amt der Leitung.
Schenke uns für die Erneuerung Deiner Kirche
Weisheit, Zucht und Frieden.

Du Tröster in aller Not,
erbarme Dich über uns;
wende Deinen Segen nicht von uns ab;
und tue mehr,
als wir zu bitten vermögen.

Amen.

(Gerhard Tersteegen, 1697 – 1769)


Komm, Heiliger Geist,

der Du im Glück die Seele bewahrst
und Beistand bist in der Not;

der Du von Missetat reinigst
und Wunden heilst.

Komm, Du Lehrer der Demütigen
und Richter der Hoffärtigen.

Komm, Du Hoffnung der Armen,
Du Kraft der Müden.

Komm, Heiliger Geist,
und erbarme Dich unser.

(Abt Johannes von Fécamp, 990 – 1078)


Du Heiliger Geist des lebendigen Gottes,

durch den Glauben darf ich jetzt dankbar erkennen,
dass Du in mir gegenwärtig bist.

In der Tiefe meines Wesens,
tiefer als alle meine Gedanken,
tiefer als meine Gefühle,
tiefer als mein Wille
hast Du Wohnung genommen.

Ich preise Dich,
ich bete Dich an,
ich liebe Dich,
ich danke Dir,
dass Du Dich so tief herabgelassen
und meinen Leib zu Deiner Herberge gemacht hast,
ja dass Du ihn Deinen Tempel nennst.

Vor allem danke ich Dir,
dass Du mir den Herrn Jesus Christus,
meinen Heiland geoffenbart hast
und mir alle Segnungen
seines Sühnetodes zugeeignet hast.

Ich möchte mich nun
für diesen neuen Tag
Deinem Vorhaben mit mir
und Deiner Führung ganz und gar ausliefern.

Leite mich
und bereite mich auf jegliche Gelegenheit vor,
Deine mächtige Kraft zu erfahren.

Lege mir heute mein Kreuz auf,
und gib mir eine besondere Möglichkeit,
meinem Ich abzusagen und abzusterben,
damit Jesus Christus in mir leben kann.

Lass mich ein Kanal
der Liebe und der Heilung,
der Kraft und des Segens
für jeden werden,
den Du mir heute in den Weg stellst
und begegnen lässt.

Das alles, o Heiliger Geist, geschehe,
damit unser liebender Vater im Himmel
verherrlicht werde
und heute an mir sein Wohlgefallen habe.

Amen.

(Larry Christenson)


Heiliger Geist,

Du Tröster,
Du liebevoller Fürsprecher und Beistand,
Dein Licht durchbricht den Nebel meines Misstrauens,
erhellt die Nacht meiner Angst.
Deine Kraft sprengt das Gefängnis meiner Selbstanklagen,
reißt die Mauern meiner Zweifel nieder,
öffnet den Teufelskreis meiner gefangenen Gedanken und Blicke.

Mit zärtlicher Hand schriebst Du
die heilenden Worte des Vaters in mein Herz:
„Mein Kind, du bist erwählt, geliebt, gerechtgesprochen.“
Du malst mir Jesus vor Augen:
sein Leben, sein Lieben, sein Leiden…
In seinem Gesicht erkenne ich den Vater:
aus dem gnadenlosen Richter
wird der Gott,
der bedingungslos für mich ist,
der mir seinen Sohn schenkt,
seinen einzigen Sohn,
sein Innerstes und Liebstes,
sein Herz.

Und endlich löst sich mein verkrampftes Herz.
Ich lasse mich fallen in Deine liebenden Arme, Vater!
Du hältst mich,
auch da noch, wo ich versage,
auch da noch, wo ich keine Worte mehr finden kann,
auch da noch, wo ich mit Deiner ganzen Schöpfung leide
an allem Unheil, Gequälten, Zerstörten, Verzerrten,
auch da noch, wo ich zu verzweifeln drohe am „Noch-Nicht“,
auch da noch, wo ich nichts mehr sehen kann
von Deinem Heil und Deiner Erlösung.

Deine Liebe hält mich.
Sie greift tiefer, als ich fallen kann,
sie ist mächtig über alle Mächte dieser Welt,
sie ist gegenwärtig in meiner Gegenwart,
in meiner Vergangenheit und Zukunft,
sie ist realer als alles Sichtbare und Vordergründige.
Sie rief mich ins Leben,
sie erwartet mich an der Schwelle des Todes.
Deine Liebe ist grenzenlos –
und doch verstehbar geworden in Jesus.
Nichts kann mich von Deiner Liebe trennen.
Nichts – nichts.

(Dorette Constam)


Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du Feuerflamme Gottes des Allerhöchsten,
der Du hernieder kommst
auf uns sündige Menschenkinder,
uns zu entzünden
zur Glut der Gottesliebe.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du Geist des Lebens,
der Du Totengebeine lebendig machst
und als Odem Gottes
unsere toten Herzen anhauchst,
dass wir zum Leben erwachen
und unseren Heiland und Erretter preisen.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du Geist der kraft und der Stärke,
der Du zerbrichst das Hohe und Erhabene
und erniedrigst die Stolzen,
dass der Eine, Gott,
allein hoch sei.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du Gottesgeist,
der Du aus Gott kommst
und die Tiefen der Gottheit erforschst
und sie denen kundtust,
die Gott lieben.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du Geist der Freude,
der Du die Traurigen tröstest,
bekümmerte Herzen voll Lebens machst
und sie erfüllst
mit dem Glanz Gottes.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du Geist der Wahrheit,
der Du dem Schwerte gleich
scheidest Mark und Bein
und richtest die Gedanken
und bringst das Verborgene
ans Licht.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du strahlst in der Finsternis
als das helle Gotteslicht
und erleuchtest uns,
dass wir den Weg Gottes finden
und nicht zu irren brauchen.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du schöpferischer Geist,
der Du Menschenkinder
von neuem geboren werden lässt
und Sünder
zu Kindern Gottes machst.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du Geist der Vollendung,
der Du das Bild Gottes,
in uns sündigen Menschen gestaltest
und vollendest zur göttlichen Klarheit.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du fährst wie Windesbrausen
durch Himmel und Erde
und erfüllst Deine Gemeinde
mit dem Geist der Anbetung
und des Dankes.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du ewiger Geist,
der Du bist und warst.
Du bist dem Vater und dem Sohne gleich
und eins mit ihnen
als ewige Gottheit.

Amen.

(M. Basilea Schlink, * 1904)


O Heiliger Geist, am Anfang Du,

der sinnende, die große Ruh‘
hoch überm Ungestalten!
Du, als der Schöpfungsmorgen kam,
Dein Brausen seinen Anfang nahm
Du Sturm, nicht aufzuhalten.

Du Leben, Odem, Gotteshauch,
Du warst der Brand im Dornenstrauch,
das Feuer der Propheten!
Du bist die Sehnsucht im Advent,
Du bist die Glut, die dann noch brennt,
wenn alle Glut zertreten.

Komm, Himmelsschiff, dein Feuerbord
durchfahr‘ erleuchtend Gotteswort,
lehr seine Lieb‘ uns denken.
Und dass er nur noch göttlich heißt,
pflüg um den alten Menschengeist,
den Deinen einzusenken.

Dein Siebenkorn der Gaben streu‘.
Gieß Deinen Tau und sprieße neu,
o Wachstum, Du unbändig!
Du guter Keim in jedem Kern,
Du Güte und Du Zorn des Herrn,
Du Freude tief inwendig!

Du Jubel, der das All durchbraust,
o komm, wo Furcht und Schrecken graust,
wo einer friert und schauert.
O komm, Du Licht, Du Feuerschein,
Du unser tiefstes Fröhlichsein,
wo einer trübt und trauert.

O komm, wo Hass den goldnen Krug,
der Deine Fülle hält, zerschlug,
rett‘ die vom Tod Verneigten.
O Wort, voll Macht zur rechten Zeit,
Du Mut im Sterben, Kraft im Leid,
komm, Trost der Hergebeugten!

Komm, Liebe, sprich durch unsern mund,
nur Deine Sprache töne rund,
die Babylon vernichtet.
Davor erhebt der Höllengrund,
davon die kranke Welt gesund!
Dein Reich sei aufgerichtet.

(Franz Johannes Weinrich)


Komm, Geist, Geist des Vaters und des Sohnes.

Komm, Geist der Liebe, Geist der Kindschaft,
Geist des Friedens, der Zuversicht,
der Kraft und der heiligen Freude.
Komm, du geheimer Jubel in den Tränen der Welt.
Komm, du siegreiches Leben im Tod der Erde.
Komm, du Vater der Armen,
du Beistand der Bedrängten.
Komm, du Licht der ewigen Wahrheit.
Komm, du Liebe,
die in unsere Herzen ausgegossen ist

So komm, komm täglich neu und mehr.
Auf dich vertrauen wir.
Worauf könnten wir sonst vertrauen?
Dich lieben wir, weil du die Liebe selber bist.
In dir haben wir Gott zum Vater,
weil du in uns rufst: Abba, lieber Vater.
Wir danken dir, du Lebendigmacher,
du Heiliger Geist, der du in uns wohnst,
dass du selbst das Siegel des lebendigen Gottes
in uns hast sein wollen,
das Siegel, dass wir sein Eigentum sind.
Bleib bei uns.
Verlass uns nicht.
Nicht im bitteren Kampf des Lebens.
Und nicht am Ende, wo uns alles verlässt.
Veni, Sancte Spiritus.

(Karl Rahner, 1904-1984, Jesuit, katholischer Theologe)


Gebet um die Kraft des Heiligen Geistes

Atme in mir, du Heiliger Geist,
dass ich Heiliges denke.

Treibe mich, du Heiliger Geist,
dass ich Heiliges tue.

Locke mich, du Heiliger Geist,
dass ich Heiliges liebe.

Stärke mich, du Heiliger Geist,
dass ich Heiliges hüte.

Hüte mich, du Heiliger Geist,
dass ich das Heilige nimmer verliere.

(dem Hl. Augustinus zugeschrieben)


Pfingstlied

Komme, geheimnisvoller Atem,
leiser zärtlicher Wind,
hauche uns an, damit wir leben,
ohne dich sind wir tot!

Komme, in Feuer und in Flammen,
zünd uns an wie ein Licht,
mache und trunken von der Liebe,
wir sind starr, tau uns auf!

Komme, Erfinder neuer Sprachen,
gieß dich aus über uns,
rede in uns mit neuen Zungen,
komm, begeistere uns!

Komme, du Hoffnung aller Armen,
schaff den Wehrlosen Recht,
dass die Gebeugten sich erheben,
dass sich Völker befrein!

Komme, du Tröster aller Müden,
Stille mitten im Lärm,
in den Terminen schaff uns Pausen,
lass uns ausruhn in dir.

Komme, du Taube übers Wasser,
bring den Ölzweig herbei,
bring uns das Zeichen für den Frieden,
den die Erde ersehnt!

Komme vom Vater und vom Sohne,
komme du schaffende Kraft,
mache uns neu, und unsre Erde
hat ein neues Gesicht!

(Lothar Zenetti)


Komm Heiliger Geist,

Du Geist der Wahrheit,
die uns frei macht.

Du Geist des Sturmes,
der uns unruhig macht.

Du Geist des Mutes,
der uns stark macht.

Du Geist des Feuers,
das uns glaubhaft macht.

Komm Heiliger Geist,

Du Geist der Liebe,
die uns einig macht.

Du Geist der Freude,
die uns glücklich macht.

Du Geist des Friedens,
der uns versöhnlich macht.

Du Geist der Hoffnung,
die uns gütig macht.

Komm Heiliger Geist!

(Theo Schmidkonz SJ)


Komm, Du Geist des Vaters und des Sohnes!

Komm, Du Geist der Freude
in die Müdigkeit unserer Herzen!

Komm, Du Geist der Befreiung
und weite unseren Blick über die eigene Enge hinaus!

Komm, Du Geist der Versöhnung
und löse die Verhärtung unserer Gedanken!

Komm, Du Geist der Hoffnung,
wenn Zweifel und Ängste uns quälen!

Komm, Du Geist des Lebens
und wecke die tiefsten Wurzeln des Vertrauens!

Komm, du Geist der Liebe
und entzünde in uns das Feuer Deiner Begeisterung!

Komm, Du Geist der Schöpfungsfreude
und lass die Strahlen deines Lebenslichtes uns treffen,
damit wir – angesteckt von dieser Glückseligkeit –
mitbauen an der Vollendung der Welt in Liebe!

Komm, Heiliger Geist.
Amen. Halleluja!


Komm, du Heiliger Geist
und erneuere in uns
das göttliche Leben
dein Geschenk in der Taufe.

Komm, du Atem Gottes
und erfülle uns neu
mit deiner Frische
und Lebenskraft.

Komm, du frischer Wind
und bringe in Bewegung
jede und jeden von uns
und deine oft träge Kirche.

Komm, du Feuer der Liebe
und entflamme uns neu
den Armen Gerechtigkeit
und Freude zu bringen.

Komm, du Taube des Friedens
und beflüg’le unser Leben
als deine Friedensboten
in unserer Welt zu wirken.

(Georg Michael Ehlert)

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

.

Stand: 03.06.2019

 

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Taufe im Jordan


Zum Fest der Taufe des Herrn
(Abschluss der Weihnachtszeit)
(10. Januar 2016)

Evangelium im Lesejahr C: Lukas 3,15-16. 21-22

15 Erwartend aber (war) das Volk
und alle (waren) Durchdenkende in ihrem Herzen
betreffend den Johannes,
ob nicht etwa er selbst der Christus (= Christus/ Gesalbter) sei,

16 Es gab zur Antwort ihnen
sagend der Johannes:

„Ich – nur (ins) Wasser tauche ich euch ein,
es kommt aber der Stärkere als ich,
welchem ich nicht groß genug bin
zu lösen die Riemen der Sandalen von ihm,
er selbst wird euch eintauchen in heiligem Geist und Feuer.

((Verse 17 – 20))

21 Es geschah aber
in dem sich eintauchen lassend all das Volk,
auch Jesus (wird) eingetaucht
und betend
wird geöffnet der Himmel

22 und herab steigt der Geist der Heilige
in Gestalt sichtbar wie eine Taube
auf ihn

Und eine Stimme aus dem Himmel geschah:
„Du bist mein Sohn, der Geliebte,
an dir (habe ich) Wohlgefallen.“

Taufe-Jesu1

Taufe-Jesu – Grafik: (c) G. M. Ehlert, 12.01.2013

Mit Jesus „über den Jordan gehen“

Wenn etwas „über den Jordan geht„, dann denken viele bei dieser Redensart, dass etwas untergeht oder zerstört wird.
Und wenn jemand „über den Jordan geht„, dann soll damit oft zum Ausdruck gebracht werden, dass die Grenze zum Jenseits überschritten ist, dass jemand gestorben ist.

Die Bezeichnung „über den Jordan gehen“ taucht in der Bibel zum ersten Mal auf, als das Volk Israel nach 40-jähriger Wüstenzeit nun endlich „über den Jordan geht“, um in das verheißene Land zu gelangen. (Jos 1,1-18).
– „Über den Jordan gehen“ bedeutet hier gerade nicht sterben, sondern hinein gehen in das Land, das dem Volk Leben verheißt.

Beim ersten öffentlichen Auftreten (nach ca. 30 Jahren verborgenen Lebens in Nazaret) steigt Jesus an die Stelle hinab, wo das Volk Israel damals „über den Jordan ging“ hinein ins gelobte Land.
– Übrigens ist das die tiefste Stelle der Erdoberfläche. –

Bis in diese Tiefen der Erde steigt Jesus hinab, um die Menschen erneut in das „Land der Verheißung“ – das Reich Gottes zu führen.

Auch wir sind eingeladen mit Jesus, dem geliebten Sohn Gottes, „über den Jordan zu gehen„, hinein ins Land des Lebens, um mit ihm das Reich Gottes aufzubauen.

siehe auch: Taufe des Herrn

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Taufe Jesu

Mit dem Fest der „Taufe des Herrn“ am Sonntag nach Epiphanias (Hl. Drei Könige) schließt der Weihnachtsfestkreis

Mit der Taufe Jesu im Jordan durch Johannes den Täufer beginnt nach ca. 30 Jahren des verborgenen Lebens nun sein ca. 3-jähriges öffentliches Wirken.

Jesus setzt eine symbolträchtige Handlung an den Beginn seines öffentlichen Wirkens. Er lässt sich von Johannes dem Täufer taufen d.h. er stellt sich in eine Reihe mit all denen, die bereit sind, zu Gott zurückzukehren.

Diese Taufe findet statt am tiefsten Punkt der Erdoberfläche. (ca. 395 m unter dem Meeresspiegel.

Hier zog einst das Volk Israel „über den Jordan“ hinein ins gelobte Land – angeführt durch Joschua. Nun zieht das „neue Volk Israel“ unter dem neuen Joschua = Jesus hinein ins Reich Gottes, das in der Gemeinschaft mit Jesus seinen Anfang nimmt.

Das Evangelium vom Fest „Taufe des Herrn“ (im Lesejahr B = 11.01.2015):

Mk 1,1 Anfang*
des Evangeliums*
Jesu*
Christi*
(des) Sohnes Gottes

2 Genauso wie geschrieben worden ist
in dem (Buch des) Jesaja,
dem Propheten

3 „Siehe,
ich werde absenden meinen Boten
vor deinem Angesicht
welcher bereiten wird
deinen Weg (= Highway = Prachtstraße).

4 Stimme (eines laut) Rufenden
in der Ödnis:
stellt her den Weg des Herrn (= Herrscher, Gebieter),
gerade machet seine Tretpfade.“

5 (Genauso) geschah es* /es wurde (geboren)* Johannes,
der Eintauchende,
in der Ödnis
und (laut) verkündend
(das) Eintauchen (des) Umdenkens*
hinein in (die) Erlassung (der) Sünden/Verfehlungen.

6 Und es ging hinaus zu ihm
jedweder des judäischen Landes
und die Jerusalemer jedweder
und wurden eingetaucht von ihm
in dem Jordan-Fluss
herausbekennend der eigenen Sünden/Verfehlungen.

7 Und es war der Johannes
bekleidet mit (einem Gewand aus) Haaren (der) Kamele
und (mit einem) ledernen Gürtel
um seine Hüften
und verzehrend
Heuschrecken und Honig (der) Wildnis.

8 Und (laut) verkündete er sagend:
„es kehrt wieder der Stärkere als ich
nach/hinter mir
welcher ich bin nicht hinlänglich,
niederbeugend zu lösen
die Riemen der Sandalen von ihm.

9 Ich tauche euch ein (im) Wasser,
er aber, er wird eintauchen euch
in Heiligem Geist.“

10 Und es geschah in jenen Tagen
Jesus aus Nazaret (in) Galiläa kam
und er ließ sich untertauchen in den Jordan
von Johannes.

11 Und sogleich heraufsteigend aus dem Wasser
sah er die Himmel zerrissen
und den Geist wie (eine) Taube herabsteigend
und auf ihn bleibend.

12 Und (eine) Stimme wurde aus den Himmeln:
„Du, du bist mein der Sohn der geliebte,
an dir wohlmeine ich.“

Johannes tauft Jesus im Jordan
(= Fest Taufe des Herrn = 11. Januar 2015)
+
Er sagt: Seht, das Lamm Gottes,
das die Sünde der Welt hinwegnimmt.
(= 2. Sonntag im Jahreskreis A = 19. Januar 2014)
Gedanken zum Evangelium Johannes 1,29-34: siehe „Zeugnistag

Zwei Begegnungen zwischen Jesus mit Johannes in einem Bild:

Johannes tauft Jesus im Jordan  +  Seht, das Lamm Gottes,  das die Sünde der Welt hinwegnimmt. Bild von G.M. Ehlert 2002

1. Johannes, der Täufer wirkt in der Wüste Juda am Unterlauf des Jordan und verkündet Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden.
So kommt auch Jesus zu Beginn seines öffentlichen Wirkens zu ihm und lässt sich von ihm im Jordan taufen.

Davon berichten Matthäus, Markus und Lukas in ihren Evangelien.

z.B. Mt 3,13-17: (Evangelium am Fest der Taufe des Herrn – Lesejahr A)

Zu dieser Zeit kam Jesus von Galiläa
an den Jordan zu Johannes,
um sich von ihm taufen zu lassen.

Johannes aber wollte es nicht zu lassen
und sagte zu ihm:

„Ich müsste von dir getauft werden,
und du kommst zu mir?“

Jesus antwortete ihm:

„Lass es nur zu,
denn nur so können wir die Gerechtigkeit,
die Gott fordert, ganz erfüllen.“

Da ließ Johannes es zu.

Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen,
da öffnete sich der Himmel,
und er sah den Geist Gottes wie eine Taube
auf sich herabkommen.

Und eine Stimme aus dem Himmel sprach:

„Das ist mein Sohn, der Geliebte,
an dem ich Gefallen gefunden habe.“

2. Ein weiteres Mal begegnet Jesus Johannes wieder
als Johannes sich in Betanien, jenseits des Jordans (in der Nähe vom See von Galiläa) aufhält.
Von dieser weiteren Begegnung berichtet der Evangelist Johannes in seinem Evangelium. Joh 1,29-34 (= Evangelium am 2. Sonntag im Jahreskreis A)

Am folgenden Tag sieht er Jesus auf sich zukommen und sagt:

„Seht, das Lamm Gottes,
das die Sünde der Welt hinwegnimmt.
Dieser ist es, von dem ich gesagt habe:
Nach mir kommt einer, der mir voraus ist,
weil er vor mir war.
Auch ich kannte ihn nicht.
Aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser,
um Israel mit ihm bekanntzumachen.“

Und Johannes bezeugte:

Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam
wie eine Taube
und auf ihm blieb.

Auch ich kannte ihn nicht;
aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen,
er hat mir gesagt:
Auf wen du den Geist herabkommen siehst
und auf wem er bleibt,
der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft.

Das habe ich gesehen,
und ich bezeuge:

Er ist der Sohn/der Erwählte Gottes.

3.
Am folgenden Tag stand Johannes wieder
da
und zwei von seinen Jüngern.

Indem er auf Jesus blickte,
der vorüberging,
sagte er:
„Seht, das Lamm Gottes.“

Und die beiden Jünger hörten ihn so reden
und folgten Jesus.

(Joh 1,35-37)

Bild von Georg Michael Ehlert
zum Fest der Taufe des Herrn.
Januar 2002
siehe auch:
Taufe des Herrn (2013)- „Mit Jesus über den Jordan gehen“
siehe zu Johannes d.T. auch:

Taufe Jesu im Jordan

Johannes tauft Jesus im Jordan
(= Fest Taufe des Herrn = 12. Januar 2014)
+
Er sagt: Seht, das Lamm Gottes,
das die Sünde der Welt hinwegnimmt.
(= 2. Sonntag im Jahreskreis A = 19. Januar 2014)
Gedanken zum Evangelium Johannes 1,29-34: siehe „Zeugnistag

Zwei Begegnungen zwischen Jesus mit Johannes in einem Bild:

Johannes tauft Jesus im Jordan  +  Seht, das Lamm Gottes,  das die Sünde der Welt hinwegnimmt. Bild von G.M. Ehlert 2002

1. Johannes, der Täufer wirkt in der Wüste Juda am Unterlauf des Jordan und verkündet Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden.
So kommt auch Jesus zu Beginn seines öffentlichen Wirkens zu ihm und lässt sich von ihm im Jordan taufen.

Davon berichten Matthäus, Markus und Lukas in ihren Evangelien.

z.B. Mt 3,13-17: (Evangelium am Fest der Taufe des Herrn – Lesejahr A)

Zu dieser Zeit kam Jesus von Galiläa
an den Jordan zu Johannes,
um sich von ihm taufen zu lassen.

Johannes aber wollte es nicht zu lassen
und sagte zu ihm:

„Ich müsste von dir getauft werden,
und du kommst zu mir?“

Jesus antwortete ihm:

„Lass es nur zu,
denn nur so können wir die Gerechtigkeit,
die Gott fordert, ganz erfüllen.“

Da ließ Johannes es zu.

Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen,
da öffnete sich der Himmel,
und er sah den Geist Gottes wie eine Taube
auf sich herabkommen.

Und eine Stimme aus dem Himmel sprach:

„Das ist mein Sohn, der Geliebte,
an dem ich Gefallen gefunden habe.“

2. Ein weiteres Mal begegnet Jesus Johannes wieder
als Johannes sich in Betanien, jenseits des Jordans (in der Nähe vom See von Galiläa) aufhält.
Von dieser weiteren Begegnung berichtet der Evangelist Johannes in seinem Evangelium. Joh 1,29-34 (= Evangelium am 2. Sonntag im Jahreskreis A)

Am folgenden Tag sieht er Jesus auf sich zukommen und sagt:

„Seht, das Lamm Gottes,
das die Sünde der Welt hinwegnimmt.
Dieser ist es, von dem ich gesagt habe:
Nach mir kommt einer, der mir voraus ist,
weil er vor mir war.
Auch ich kannte ihn nicht.
Aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser,
um Israel mit ihm bekanntzumachen.“

Und Johannes bezeugte:

Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam
wie eine Taube
und auf ihm blieb.

Auch ich kannte ihn nicht;
aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen,
er hat mir gesagt:
Auf wen du den Geist herabkommen siehst
und auf wem er bleibt,
der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft.

Das habe ich gesehen,
und ich bezeuge:

Er ist der Sohn/der Erwählte Gottes.

3.
Am folgenden Tag stand Johannes wieder
da
und zwei von seinen Jüngern.

Indem er auf Jesus blickte,
der vorüberging,
sagte er:
„Seht, das Lamm Gottes.“

Und die beiden Jünger hörten ihn so reden
und folgten Jesus.

(Joh 1,35-37)

Bild von Georg Michael Ehlert
zum Fest der Taufe des Herrn.
Januar 2002
siehe auch:
Taufe des Herrn (2013)- „Mit Jesus über den Jordan gehen“
siehe zu Johannes d.T. auch:

Taufe Jesu im Jordan

Mit dem Fest der „Taufe des Herrn“ am Sonntag nach Epiphanias (Hl. Drei Könige) schließt der Weihnachtsfestkreis

Mit der Taufe Jesu im Jordan durch Johannes den Täufer beginnt nach ca. 30 Jahren des verborgenen Lebens  nun sein ca. 3-jähriges öffentliches Wirken.

Eine Bildmeditation zur Taufe Jesu im Jorden

Jesus setzt einen symbolträchtige Handlung an den Beginn seines öffentlichen Wirkens. Er lässt sich von Johannes dem Täufer taufen d.h. er stellt sich in eine Reihe mit all denen, die bereit sind, zu Gott zurückzukehren.

Diese Taufe findet statt am tiefsten Punkt der Erdoberfläche. (ca. 395 m unter dem Meeresspiegel.

Hier zog einst das Volk Israel „über den Jordan“ hinein ins gelobte Land – angeführt durch Joschua. Nun zieht das „neue Volk Israel“ unter dem neuen Joschua = Jesus hinein ins Reich Gottes, das in der Gemeinschaft mit Jesus seinen Anfang nimmt.

Taufe des Herrn

Mit dem Fest der „Taufe des Herrn“ am Sonntag nach Epiphanias (Hl. Drei Könige) schließt der Weihnachtsfestkreis

Mit der Taufe Jesu im Jordan durch Johannes den Täufer beginnt nach ca. 30 Jahren des verborgenen Lebens Jesu nun sein ca. 3-jähriges öffentliches Wirken.

Eine Bildmeditation zur Taufe Jesu im Jorden

7 Sakramente im Licht von Ostern

 

Die 7 Sakramente im Licht von Ostern

 

Eine Predigtreihe im Jahr 2007:

 

Osternacht/Ostersonntag

= zur Taufe

2. Sonntag der Osterzeit (Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit

= zur Buße/Beichte

3. Sonntag der Osterzeit (Beginn der Woche für das Leben)

= zur Krankensalbung

4. Sonntag der Osterzeit (Guter-Hirte-Sonntag)

= zur (Priester-)Weihe

5. Sonntag der Osterzeit

= zum Sakrament der Ehe

6. Sonntag der Osterzeit

= zur Firmung

7. Sonntag der Osterzeit

= zur Eucharistie, dem Sakrament der Einheit

 

 

Taufe:

         Abwaschen von der „Erbschuld“ – sagen viele Ältere von uns. – Das heißt übersetzt: All das, was uns von der Gemeinschaft mit Gott trennen kann, das wird abgewaschen. Anders ausgedrückt: durch die Taufe wird uns jetzt schon – nicht erst nach dem Tod – der Zugang zu der Gemeinschaft mit dem dreifaltigen Gott eröffnet.

         Durch die Taufe werden wir wahrhaft Kinder Gottes und damit Miterben seines himmlischen Reiches. – So wie bei einer Adoption ein Kind Mitglied einer neuen Familie wird, werden wir durch die Taufe Mitglieder der Gottesfamilie.

         Der Apostel Paulus beschreibt den Zusammenhang von Ostern und Taufe so:

„Wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, sind auf seinen Tod getauft worden. Wir wurden mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod; und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben.“

 

Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes Ostern – „ausa“ = „Wasser schöpfen, begießen“ erinnert daran, dass wir an Ostern – dem Fest der Auferstehung Jesu Christi – auch unsere Auferstehung feiern, den Beginn des neuen Lebens.

Und wie alles Lebendige, so muss auch dieses Leben immer wieder neu „Wasser schöpfen“ und „begossen“ werden, damit es wachsen und Frucht bringen kann.

 

 

Buße:

 

·       

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

 

 


Die Beichte – das Sakrament der göttlichen Barmherzigkeit

Die Beichte – ist vielfach ein vergessenes oder missverstandenes Geschenk des Auferstandenen bei uns.

Schon das Wort klingt altmodisch und weckt in manch einem unangenehme Erinnerungen.

Schade, wenn dabei nur das Dunkle in den Blick kommt: in Sünde leben, Buße tun müssen, Angst, beim Beichten etwas zu vergessen – unwirksame Werke der Buße…

 

Dabei meint „Beichte“ etwas Befreiendes und Erlösendes.

Das Wort, mit dem wir im Deutschen dieses Sakrament der göttlichen Barmherzigkeit bezeichnen – „Beichte“ – meint den Vorgang des Bekennens:

 

Ein erstes Bekenntnis: Gott bekennt sich zu uns. Er weiß schon längst, dass wir schwache, ängstliche sündige Wesen sind und er schenkt uns in diesem Sakrament der Versöhnung, die Möglichkeit, den inneren Frieden zu finden.

 

Ein zweites Bekenntnis ist unser „Schuldbekenntnis“, in dem unser Leben vor Gott ungeschminkt zur Sprache kommen darf. Unsere Schuld ist im letzten mangelnder Glaube. Wie beim Thomas: „Wenn ich nicht sehe, glaube ich nicht!“

 

Ein weiteres Bekenntnis: Gott spricht uns persönlich zu, dass er in seiner Liebe uns schon längst vergeben hat. „Durch Jesu Wunden sind wir geheilt.“

 

Das Wasser, das uns reinwäscht von unserer Schuld, das dürfen wir schöpfen aus den österlichen Quellen des Heils. – Die Wundmale Jesu werden für uns zur Quelle der göttlichen Barmherzigkeit.

 

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

 

 

 


zur Krankensalbung

 

Hauptsache Gesundheit! – Wirklich?

·        Bei Glückwünschen höre ich oft den gut gemeinten Wunsch: „Hauptsache Gesundheit!“ – Wirklich? Ist es das, worauf es im menschlichen Leben ankommt – gesund zu bleiben oder gesund zu werden??? –

·        Oder kommt es nicht viel mehr darauf an, ein sinnvolles Leben zu führen – auch mit einer unheilbaren Krankheit?

·        Gesundheit ist aus christlicher Sicht ein hohes Gut und doch kann es nicht das höchste sein. An höchster Stelle steht immer das Heil des ganzen Menschen. Der Umgang mit der Krankheit ist Teil einer Lebensaufgabe, die es zu bewältigen gilt.

 

Wer ist eigentlich gesund?

Gesundheit und Krankheit – beides gehört zum menschlichen Leben. – Doch wer ist gesund? – wer ist krank?

Was gehört für Sie dazu, wenn Sie sagen: „Ich bin gesund!?“

 

Zwar wird kaum ein Wort häufiger verwendet und höher bewertet als die Gesundheit, doch weiß kein Mensch, was Gesundheit eigentlich ist. Krankheiten, die hat man immer wieder abgegrenzt und bis in die letzten Einzelheiten klassifiziert, aber Gesundheit?

·        Heißt gesund sein = normal sein???

·        Oder ist Gesundheit als „Zustand völligen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens“ zu verstehen??? – so definiert es die Weltgesundheitsorganisation. –

Kann dann überhaupt jemand als „gesund“ bezeichnet werden???

·        Oder ist nur der gesund, „der noch nicht ausreichend untersucht wurde???

·        Oder ist gesund, wer mit seinen Krankheiten einigermaßen glücklich leben kann???

 

Krankheiten heilen oder sie annehmen

Krankheiten heilen, aber auch Behinderungen bzw. unheilbare Krankheiten annehmen,

         beides ist eine Herausforderung auch für uns Christen.

Der medizinische Fortschritt, der grundsätzlich gut ist, birgt Chancen und Grenzen zugleich.

         Die Chancen, dass bisher unheilbare Krankheiten geheilt oder gelindert werden können;

         doch auch die Gefahr, dass wir irrtümlich meinen, menschliche Krankheiten irgendwann einmal ganz beseitigen zu können. –

Doch Gesundheit und Krankheit, beides gehört zum menschlichen Leben hier auf Erden dazu.

 

In der Krankheit will Gott uns aufrichten – an Leib und Seele

Das Erleben von Krankheit und Leid gehört zu den Grunderfahrungen menschlichen Lebens. Oft sind Krankheiten mit Schmerzen verbunden und machen uns unsere Hinfälligkeit und Sterblichkeit bewusst.
Der erkrankte Mensch braucht in dieser Situation nicht nur ärztliche Hilfe und Pflege, sondern auch den Beistand und die Begleitung von Menschen und Stärkung im Glauben.
 

 

Neben der Verkündigung der Heilsbotschaft gehört das heilende und aufrichtende Moment von Anfang an zum Zeugnis der Apostel und der Christen zusammen. – Wir hörten in der Lesung aus der Apostelgeschichte davon.

 

Der Apostel Jakobus hat diesen Heilsauftrag Jesu in seinem Brief wie folgt aufgeschrieben:

„Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben“(Jak 5,13-15)

Neben dem fürbittenden Gebet und der hl. Eucharistie gibt es in der Kirche auch ein eigenes Sakrament zur Stärkung der Kranken: die Krankensalbung.

Sie ist eine liturgische und gemeinschaftliche Feier, die zuhause, im Spital oder in der Kirche gefeiert werden kann.

 

(Nach der Betrachtung der Taufe am Osterfest und dem Sakrament der Beichte am vergangenen „Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit“ möchte ich heute – zu Beginn der Woche für das Leben – mit Ihnen ein drittes Geschenk von Ostern betrachten: das Sakrament der Krankensalbung).

 

Im Laufe der Jahre wurde die Krankensalbung immer mehr nur noch Sterbenden gespendet, sodass sie dann als „Letzte Ölung“ bezeichnet wurde.
Sie soll aber nicht nur in äußerster Lebensgefahr gespendet werden, sondern auch bei schwerer Erkrankung oder Altersschwäche und kann im Laufe des Lebens auch mehrmals empfangen werden – zur Stärkung und Ermutigung aus dem Glauben. –

 

Bei manchen Schwerkranken jedoch scheint sie das Gegenteil zu bewirken:

Am Freitag noch war ich zu einer Krankensalbung ins Krankenhaus gerufen worden. Nach der Feier der Krankensalbung am Krankenbett fing die Frau auf einmal an zu weinen und sagte mit schwacher Stimme: „Muss ich jetzt sterben?“ – Ich versuchte sie zu trösten und sagte, dass die Krankensalbung nicht als „Letzte Ölung“ verstanden werden soll, sondern eine Zusage Gottes ist, dass er Sie aufrichten möchte. – „Dann ist ja gut!“ sagte sie lächelnd.

 

Es ist Christus, der den Kranken mit dem Öl als Zeichen seiner heilenden Liebe salbt, wenn der Priester dem Kranken das Kreuz auf Stirn und Hände zeichnet. Diese Begegnung vermag die Krankheit zu verwandeln, ein Prozess des Heilwerdens kann beginnen.

 

Die Krankensalbung ist eine Herausforderung, eine Einladung, mit dem Kranken so umzugehen, dass der erkrankte Mensch die heilende Kraft Jesu spürt, die seine Krankheit zu wandeln vermag, die ihm die Hoffnung gibt, dass ihm Gott gerade jetzt ganz nahe ist.

 

Die Erfahrung von Krankheit als Chance

Haben Sie sich schon einmal der folgenden Frage gestellt:

·        wozu ruft Gott mich mit dieser (vielleicht sogar unheilbaren) Krankheit heraus? –

·        Welche Lebenschance steckt darin?

 

Der Benediktinermönch Anselm Grün schrieb zu dieser Frage einmal folgende bedenkenswerte Gedanken:

 

„In der Krankheit reagiert mein Leib auf die Erfahrungen meines Lebens, auf meine Enttäuschungen, meinen Ärger, meine Überforderung.

Die Krankheit zwingt mich, mein Lebenskonzept zu überprüfen, mich zu fragen, ob ich an der Wahrheit vorbeilebe. …

Die Krankheit muss nicht in erster Linie bekämpft werden, sondern sie will befragt werden, was sie mir sagen und wohin sie mich führen will.

Wenn ich mich mit meiner Krankheit aussöhne, kann sie in mir einen Wandlungsprozess hervorrufen, an dessen Ende der geläuterte und befreite, der erlöste und heile, der barmherzige und liebende Mensch stehen wird….

Meine Krankheit ist auch meine größte Chance. Dort , wo ich ohnmächtig bin, wo ich mich nicht anders machen kann, da komme ich auch in Berührung mit meinem inneren Kern, mit meinem wahren Wesen, mit dem unverfälschten Bild, das Gott sich von mir gemacht hat und das in mir Gestalt werden will….

 (Anselm Grün, Im Schweigen bei mir sein/Grünewald 2002)
 

 

Bitten wir Gott, dass wir die Gesundheit als großes Geschenk betrachten, aber auch, dass er uns aufrichte, wenn uns eine Krankheit trifft, dass er uns nahe bleibe, damit wir ihn auch in der Krankheit bezeugen können.

Ist das nicht die Hauptsache?

 

 

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

 

 

 


zur (Priester-)Weihe

„Guter-Hirte-Sonntag“

 

Weltgebetstag für geistliche Berufe:

„Dem Evangelium dein Gesicht geben

 

Ich bin der gute Hirt – wer sind die schlechten?

Vor längerer Zeit habe ich einmal in einer Zeitschrift gelesen: Es gibt zwei Sorten von Hirten. Die einen sind an der Wolle interessiert, die anderen sind am Fleisch interessiert. An den Schafen selbst liegt ihnen nichts. Wolle oder Fleisch.

 

So ist Jesus nicht! Wenn er sich heute im Evangelium als den guten Hirten bezeichnet, dann geht es ihm nicht um Wolle oder Fleisch, sondern ihm geht es um die Schafe selbst. Und er ist auch nicht daran interessiert, etwas von den Schafen zu bekommen. Ganz im Gegenteil! Das Kennzeichen dieses guten Hirten, sein typisches Kennzeichen ist, dass er selber sein Leben ganz für die Schafe einsetzt.

 

Dies war für die jüdischen Zuhörer im Tempel von Jerusalem

vor allem für die Pastore und Oberhirten damals eine kritische Anfrage an ihr Verhalten, wenn Jesus sich an die Stelle Gottes stellt und sagt: Ich bin der gute Hirt = der gute Pastor.

 

Das heutige Evangelium ist auch eine kritische Anfrage an die Pastores heute: – verdunkeln sie eher das Bild des guten Pastors oder geben sie dem Evangelium in unserer Zeit ein Gesicht?

 

Kennzeichen des Guten Hirten –

 

·        Ein erstes Kennzeichen dieses guten Hirten, sein typisches Kennzeichen ist, dass er selber sein Leben ganz für die Schafe einsetzt.

 

·        Ein weiteres Kennzeichen dieses Hirten ist, dass er die Herde an die Wasserquellen führt, dass er weiß, wo die saftigen Weiden sind. Oder ohne Bild gesprochen: Jesus führt die Menschen dahin, wo sie ein erfülltes Leben haben.

 

·        Ein drittes Kennzeichen: Diesem guten Hirten gehören die Schafe ; er hat mit seinem Leben dafür bezahlt. In der Taufe ist jeder von uns Christi Eigentum geworden; wir gehören ihm.

 

·        Und schließlich: Jesus sagt: „Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich. Das „Kennen“, von dem Jesus hier spricht, ist nicht nur ein Kennen mit dem Verstand, sondern das ist ein Kennen mit dem Herzen, ein Kennen, das aus der Liebe geboren ist.

 

Kennzeichen einer guten Pastoral heute

Das Kennzeichen eines guten Hirten – eines guten Pastors – einer guten pastoralen Mitarbeiterin lässt sich an dem Urbild des guten Hirten – an Jesus Christus ablesen:

         Einsatz seines Lebens für die ihm anvertrauten Menschen

         die ihm anvertrauten Menschen kennen mit ihren Freuden und Sorgen und lieben – auch mit ihren Macken…

         und die Bereitschaft, über den Tellerrand der eigenen Familie, Gruppe oder der eigenen Gemeinde hinaus zu schauen (=missionarische Dimension)

 

Von Mutter Teresa stammt das bedenkenswerte Wort: „Früher habe ich geglaubt, ich müsse die Menschen bekehren. Jetzt weiß ich, ich muss sie lieben. Und die Liebe bekehrt, wen sie will.“

Für eine gute Pastoral = Hirtensorge im Sinne Jesu braucht es daher auch heute

         Mütter (!) und Väter, die durch ihre liebende Sorge für ihre Kinder ihnen eine Ahnung von Gottes Liebe nahe bringen.

         es braucht: Menschen, die bereit sind, die ihnen anvertrauten Menschen zu lieben, die sich auch mal über die Dienstzeiten hinaus für die Gemeinde engagieren;

         es braucht Menschen, denen nicht primär eine Zählsorge (wie viele kommen noch?), sondern eine Seelsorge (was brauchen die Menschen heute?) am Herzen liegt.

         es braucht Menschen, die den Blick auch über die einzelne Gemeindegrenzen hinaus richten – auf die Seelsorgeeinheit, auf das Bistum, auf die Weltkirche

         die Kirche braucht auch heute Menschen, die sich ganz für Gott und sein Evangelium zur Verfügung stellen als pastorale Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, als Ordensfrauen und -männer, und als Diakone, Priester und Bischöfe.

         Für die letztgenannten Dienste kennt die Kirche ein eigenes Sakrament: Das Weihesakrament.

(nach Taufe, Beichtsakrament und Krankensalbung möchte ich heute mit Ihnen dieses Weihesakrament in den Blick nehmen)

 

Das Weihesakrament …

Bestimmte Sakramente, die mir an markanten Lebenskreuzungen begegnen, stellen mich auch vor die Entscheidung, eine neue Richtung auf meinem Lebensweg einzuschlagen, in der Bejahung einer neuen Lebensform: sei es in der Besiegelung der Ehe vor und mit Gott oder in der Weihe zum Diakon – Priester oder Bischof.

 

Ein paar Gedanken zum besseren Verständnis des Weihesakramentes:

         wir kennen im Deutschen die unterschiedliche Bezeichnung: „Segnen“ und „Weihen“. Oft werden beide Bezeichnungen durcheinander gebraucht.

         Segnen meint: eine Person oder einen Gegenstand unter ein gutes Wort Gottes stellen für den normalen Dienst oder Gebrauch…

         Weihen meint dagegen eine Person oder einen Gegenstand (Kelch, Kirche, Altar) für immer aus dem alltäglichen Gebrauch herausnehmen und ganz in den Dienst Gottes stellen.

 

So wird ein Mensch bei der Weihe zum Diakon, zum Priester oder zum Bischof in besonderer Weise ganz in den Dienst Gottes gestellt.

 

im Dienst am gemeinsamen Priestertum aller Gläubigen

Das Entscheidende ist das gemeinsame Priestertum aller Getauften und Gefirmten. Als Söhne und Töchter Gottes gehören wir zu der großen Gottesfamilie und haben Anteil bekommen am ewigen Leben. Als Getaufte und Gefirmte haben wir auch Anteil bekommen am Priestertum Jesu Christi: Wir sind beauftragt in unserem Leben Opfer des Lobes zu bringen, d.h. durch einen jeden von uns soll das Evangelium von der Liebe Gottes in unserer Welt aufstrahlen und der Lobpreis Gottes nie verstummen.

 

Durch das Weihesakrament überträgt der Bischof durch Gebet und Handauflegung in der katholischen Kirche bestimmten Männern, die bereit sind ihr ganzes Leben in den Dienst Gottes zu stellen, die Aufgabe und die Vollmacht, die Getauften und Gefirmten zu motivieren und zu befähigen, ihre Teilhabe am Priester-, Propheten- und Hirtenamt Jesu Christi in der Welt zu erfüllen.

 

Der geweihte Priester kann und soll daher z.B. nicht allein die Katechese zu den Sakramenten durchführen, sondern er soll vor allem geeignete Leute finden, motivieren und für ihre Aufgabe befähigen.

 

Das gute Miteinander der verschiedenen Dienste dient der Stärkung der einzelnen, dem Aufbau einer lebendigen Gemeinde und befähigt für den Einsatz der Christen bei den Aufgaben in unserer Welt zum Heil der Menschen und zum Lobpreis Gottes, dem guten Pastor aller.

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zum Sakrament der Ehe

„Reben am Weinstock bringen Frucht…“

1.      Bedeutung von Bildern, Symbolen u. Sakramenten

über die tiefsten Geheimnisse unserer Glaubens kann man angemessen nur in Bildern und Symbolen sprechen.

Bilder, die etwas von der unsichtbaren Wirklichkeit Gottes erahnen lassen,

Symbole, die über das Sichtbare hinaus noch eine tiefere Botschaft haben,

Sakramente, die zugleich Bilder oder Zeichen als auch selber Werkzeuge Gottes sind, die seine Liebe zu uns in  dieser Welt konkret erfahrbar werden lassen.

 

So möchte ich an diesem 5. Ostersonntag die Reihe der Betrachtungen über die einzelnen 7 Sakramente fortsetzen mit Gedanken zu dem Sakrament der Ehe.

 

Neben den Sakramenten der Eingliederung in die Gemeinschaft mit Christus (Taufe, Firmung und Eucharistie)

und neben den Sakramenten der Heilung: Beichte und Krankensalbung, kennt die katholische Kirche zwei weitere Sakramente der Sendung: die Weihe und die Ehe.

2.      Die Verbindung von Weinstock und Rebzweigen

Das Sakrament der Ehe ist wie das Bildwort vom Weinstock und den Rebzweigen ein erfahrbarer Ausdruck dafür, wie Gott sich in Jesus Christus mit uns Menschen in einem neuen Bund mit uns verbunden hat.

 

In früheren Zeiten – z.B. beim Propheten Jesaja – war das Volk Israel als Weinstock Gottes bezeichnet worden. Aber es wurde vielfach beklagt, dass dieser Weinstock keine entsprechende Frucht brachte.

Mit Jesus Christus nimmt Gott auf neue Weise wieder die Verbindung mit den Menschen auf. – Wenn Jesus zu seinen Jüngern sagt: „ICH BIN der Weinstock, der wahre!, dann heißt das auch, es kommt nicht mehr darauf an, aus dem Volk Israel zu stammen, sondern das Heil ist für alle eröffnet.

 

Voraussetzung dafür, dass Gottes Kraft sich in uns entfalten und Frucht bringen kann, ist es jedoch, dass wir mit Christus in lebendiger Verbindung bleiben.

3.      Das Ziel: reiche Frucht bringen

Mit dem Bild der Weinpflanze beschreibt Jesus die Beziehung zwischen ihm und den Menschen, die ihm nachfolgen. Ich entdecke darin:

 

Eine Zusage

Der Weinstock ist die eigentliche Hauptpflanze. Die Seiten-Äste (die Reben) werden von ihr mit Wasser und allen Nährstoffen versorgt.

Das bedeutet: Jesus gibt uns alles Lebensnotwendige, schafft für uns die Lebensgrundlage. Wir Menschen sind die Reben. Reben können gar nicht anders als am Weinstock existieren, sie sind organisch unauflösbar mit ihm verbunden, sonst wären es keine Reben.

 

((Dies zeigt sich auch bei dem Versprechen der Eheleute, wenn sie einander versprechen, eine volle Lebensgemeinschaft einzugehen und in Treue, d.h. in guten und in bösen Tagen miteinander leben bis der Tod sie scheidet.))

 

So sind sie ein Bild für die Zusage Jesu, dass er durch seinen Geist unverbrüchlich mit uns verbunden bleibt. Spürbar und erfahrbar wird diese Verbundenheit, wenn auch wir in einem lebendigen Glauben mit ihm verbunden bleiben, und so aus seiner Lebenskraft schöpfen können.

 

Eine Aufforderung

Wenn Jesus also der Gebende ist, dann fordert er uns auf, auch das zu nehmen, was von ihm kommt („Wer bei mir bleibt,…“). Und das fällt uns/mir ja oft ganz schön schwer. Seine Zuwendung, seine Liebe, seine Vergebung, seine Worte, sie sollen mir gelten?

Ja! Nur wenn ich sie für mich persönlich in Anspruch nehme, entfalten sie ihre Wirkung. Nur im Ausprobieren und im Tun ereignet sich göttliche Lebensqualität.

 

Eine Verheißung

Ganz automatisch werden „Früchte“ wachsen, denn eine Rebe kann ja gar nicht anders als Weintrauben hervorzubringen. Früchte sind nie Selbstzweck, sondern dienen zur Erhaltung der Art oder als Nahrung für andere. Und Jesus fordert uns nicht auf „Früchte zu produzieren“, sondern nur bei Ihm zu bleiben, dann werden die Früchte wie von selbst entstehen.

 

Auch ist die Frucht eines Lebens nicht gleichzusetzen mit Erfolg oder äußerlich gelingendem Leben, sondern sie hat mehr mit einem gesegnet sein und zur Bestimmung gelangen zu tun. Von Jesus kommt Leben. Er will es uns weitergeben und fordert uns heraus, es immer wieder von Ihm zu nehmen. Er verheißt uns ein erfülltes, gelingendes und „fruchtiges“ Leben.

4.      Wie dieses Fruchtbringen aussehen kann

((Die vornehmste Frucht der Ehe ist es, wenn eigene Kinder aus der liebenden Verbundenheit der Ehepartner hervorgehen.))

 

Aber darüber hinaus gibt es auch ganz andere Früchte, die aus einer lebendigen Verbundenheit mit Christus erwachsen:

Wie diese Frucht aussieht, dafür gibt uns Paulus in seinem Brief an die Gemeinde in Galatien den entsprechenden Hinweis: „Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.. wir wollen nicht prahlen, nicht miteinander streiten und einander nichts nachtragen“ (Gal 5, 22-26).

 

5.     
Ausblick:

·        Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch.

·        Wer in mir bleibt, und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht.

·        Wenn ihr in mir bleibt, und wenn ich in euch bleibe, dann bittet, um was ihr wollt, ihr werdet es empfangen.

 

Die lebendige Verbundenheit der Reben mit dem Weinstock,

die liebende Verbundenheit der Ehepartner untereinander,

die glaubende Verbundenheit der Christen mit Christus in der Feier am Sonntag und im Leben des Alltages

sind Voraussetzung dafür, dass unser Leben auch für andere eine schöne, schmackhafte und erfreuliche Frucht bereithält, die – wie der Wein – das Herz der Menschen erfreut.

 

Auf solche Weise Frucht zu bringen ist zugleich die wahre „Eucharistie“ = Danksagung für erhaltene Fruchtbarkeit zur Ehre Gottes, des Vaters. Amen.

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zur Firmung

„Ich habe euch Freunde genannt…“

·        In Christus bleiben bringt reiche Frucht

„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Rebzweige. Wer in mir bleibt, und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht.“ Das war das Evangelium des letzten Sonntags. Das heutige Evangelium schließt unmittelbar an Evangelium des letzten Sonntags an. Noch einmal geht es um das Stichwort „bleiben“. „Bleibt in meiner Liebe!“ – Das Bleiben in der Liebe Gottes bringt bei uns Christen reiche Frucht hervor.

·        „Firm“ bleiben in der Verbundenheit mit Christus

Seit unserer Taufe gehören wir als Rebzweige zu Christus, dem wahren Weinstock. – In der Firmung wird besiegelt, dass wir nun firm – d.h. fest, sicher, geübt und gestärkt genug sind, um selber Zeugnis geben zu können von der Botschaft unseres Glaubens.

Der Markenartikel unserer „Firma“ ist die Liebe Gottes. Von dieser Liebe sollen wir Zeugnis geben in unserem Leben. Das ist unser Auftrag als gefirmter Christ.

Worin sich in unserem Leben erweisen kann, dass wir in der Firmung besiegelt wurden mit der Gabe Gottes, dem Heiligen Geist möchte ich in meiner heutigen Predigt mit Ihnen anschauen.

 

Drei dieser Früchte des Geistes Gottes schauen wir uns heute einmal an:

·        Die Frucht der Liebe

Die erste und grundlegende Frucht, die in uns wächst, wenn wir mit Jesus verbunden sind, ist die Liebe. Aber Liebe nicht in erster Linie als Gebot: „Liebt einander!“ Nein, Liebe bedeutet zunächst einmal etwas ganz anderes, nämlich die Tatsache: Du bist von Gott geliebt!

„Bleibt in meiner Liebe“, sagt Jesus. Es geht nicht darum, dass wir uns Liebe irgendwie aus den Fingern saugen, sondern dass wir zunächst das Geschenk annehmen, dass Gott uns liebt.

Erst derjenige, der sich so richtig „eingehüllt“ weiß in die Liebe Gottes, der kann überhaupt richtig den Anderen lieben.

 

Diese Liebe ist auch nicht etwas, das wir produzieren müssten. Sie ist eine Frucht, die wächst. Ein Zweig am Baum produziert ja auch nicht Früchte, sondern er ‚trägt’ gleichsam diese Früchte.

Die grundlegende Frucht liegt in der Tatsache: Du bist von Gott geliebt, ohne Wenn und Aber. Und wenn nichts Liebenswertes mehr in dir ist, wenn du dich selber schon nicht mehr ausstehen kannst, wenn alle mit dem Finger auf dich zeigen, dann gilt das immer noch, dass Gott dich liebt.

 

Der Apostel Paulus schreibt einmal im Römerbrief mit einem jubelndem Unterton: „Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes.“ Es kann mit uns passieren, was will. Gott wird nicht aufhören, uns zu lieben. Denn so sagt der erste Johannesbrief: „Gott ist die Liebe“ schlechthin! Er kann gar nicht anders, als lieben.

·        Die Frucht der Freude

Die zweite Frucht, die in unserem Evangelium genannt wird, die wächst, wenn wir mit Christus verbunden sind, ist die Freude. Es ist der erklärte Wille Gottes, dass unser Leben geprägt ist von einer überströmenden Freude, dass wir randvoll frohe Menschen sind. Nicht umsonst heißt die Botschaft, die wir zu verkünden haben, nicht „Liebesbotschaft“, obwohl die Liebe ganz wichtig ist, sondern sie heißt „Frohe Botschaft“. Es ist eine Nachricht der Freude.

Unser Leben soll geprägt sein von einer ganz tiefen Freude.

Aber damit wir uns nicht missverstehen: Freude, die hier gemeint ist, ist etwas anderes als Lustigkeit. Manche Menschen sind nicht froh, sie sind nur lustig.

 

Aber die Freude, die Jesus meint, die Frucht, die aus der Verbundenheit mit Jesus wächst, die existiert auch dann noch, wenn es – menschlich gesehen – nichts Frohes mehr gibt in unserem Leben. Wenn man vielleicht von Sorge niedergebeugt ist, wenn man Lasten zu tragen hat, dann gilt diese Freude Jesu immer noch.

Denn diese Freude hat ihre Wurzeln nicht in der Meisterschaft von Bayern München; diese Freude hat ihre Wurzeln in Jesus Christus.

 

Wenn ein Mensch in Christus ist, mit Christus verbunden ist, dann wächst diese Frucht der Freude. Und das Tiefste bei dieser Freude ist dies: Das ganz große Fragezeichen hinter jeder menschlichen Freude ist ja der Tod. Der Tod ist nur noch Schmerz, Mühsal und Trauer.

Aber die christliche Freude, die aus der Verbundenheit mit Jesus wächst, die bleibt auch dann noch, wenn Menschen dem Sterben in ins Auge sehen müssen. Ich habe das oft erlebt, wie Menschen, bei aller menschlichen Trauer einen tiefen Frieden hatten, ja sogar Freude.

·        Die Frucht der Freundschaft

Schließlich eine dritte Frucht die wächst, wenn man mit Christus verbunden ist. Diese Frucht ist die Freundschaft mit Jesus Christus. Jesus sagt heute im Evangelium: „Ich nenne euch nicht mehr Knechte, ich nenne euch Freunde.

 

Das typische Kennzeichen von Freunden ist, dass sie keine Geheimnisse vor einander haben. Jesus sagt: „Ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe.“ Jesus nimmt uns mit hinein in die ganz tiefe Beziehung, die zwischen ihm und seinem Vater besteht.

 

Und wenn jemand wirklich entdeckt: Mein Leben ist eine Freundschaft mit Christus, dann hat das Auswirkungen auf ganz viele praktische, christliche Lebensbereiche. Das hat Auswirkungen auf unser Beten. Dann ist Beten nicht mehr eine Pflichtübung, dann wird Beten eine Art „Freundschaftsverkehr mit Gott“, wie Theresa von Avila einmal sagt. Wie ein Freund mit seinem Freund redet.

 

Doch eine Freundschaft muss man pflegen.

Ein afrikanisches Sprichwort sagt es anschaulich:

„Auf dem Weg zu deinem Freund soll kein Gras wachsen.“

 

Jesus erwartet nicht, dass wir einen Katalog von religiösen Pflichten erfüllen. Nein, Jesus bietet uns seine Freundschaft an. Und er wirbt darum, dass wir uns auf seine Freundschaft einlassen.

·        Hingabe aus Liebe – ein Freundschaftsdienst

Im Evangelium sagt Jesus heute: „Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben hingibt für die Freunde.“ Jesus hat sein Leben in den Tod gegeben für uns, für seine Freunde. Sein Tod am Kreuz ist gleichsam das Siegel auf die Freundschaft, die er uns anbietet. Wenn wir in jeder Heiligen Messe den Leib Christi in die Hand gelegt bekommen, und wenn dann der Priester sagt: „Der Leib Christi“, und wenn wir dann unser „Amen“ dazu sagen, dann ist es gleichsam das Amen zur Freundschaft, die Jesus uns anbietet. Dieses Amen bedeutet dann: Ja Jesus, ich will auch dein Freund sein. Amen.

 

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zur Eucharistie = dem Sakrament der Einheit

„Vater, ich will, dass sie eins sind wie wir“

·        Zum Abschied Ermahnungen und gute Ratschläge

pass gut auf dich auf! – Haltet zusammen!

·        Bei Jesus zum Abschied ein fürbittendes Gebet für die Jünger

Jesus fasst im Johannesevangelium seine Abschiedsworte – sein geistliches Testament in einem Gebet zusammen. Er wird zu unserem Anwalt und Fürbitter bei Gott dem Vater.

·        Das Herzensanliegen Jesu: Dass die Christen eins sind

Zentrale Aussage Jesu: Joh 17,21: „Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.“

 

Meine österlichen Predigtreihe über die 7 Sakramente möchte ich heute am 7. Sonntag beschließen mit Gedanken zu dem Sakrament der Eucharistie. – Dem Sakrament der Einheit.

 

Gerade bei diesem Sakrament kommt es zwischen den Christen und den christlichen Konfessionen zu Spannungen und Uneinigkeit – und dies schon seit apostolischen Zeiten.

 

Für Medienwirbel hat der Gottesdienst in der evangelischen Getsemani-Kirche in Berlin gesorgt –

wegen der Einladung zur „offenen Kommunion“.

·        Die Eucharistie – das Sakrament der Einheit

Die Eucharistie „Quelle und Höhepunkt des christlichen und des kirchlichen Lebens“ ist auch das „Sakrament der Einheit“.

 

Die Eucharistie bezeichnet und bewirkt nicht nur die Einheit des einzelnen Gläubigen mit Christus, sondern auch die Einheit aller Gläubigen, die Einheit der Kirche in Jesus Christus. Durch die Teilnahme an dem einen eucharistischen Leib Christi werden wir zu dem einen Leib Christi, der die Kirche ist, zusammengefügt. (Nicht nur die Einheit mit den hier am Ort versammelten Christen, sondern auch mit der gesamten katholischen Kirche – weltweit; jedoch nicht nur mit den jetzt auf Erden lebenden Christen, sondern auch mit denen, die nun im Himmel die Gemeinschaft aller Heiligen bilden.)

 

Die Trennung am Tisch des Herrn wird seit vielen Jahren von vielen überzeugten Christen schmerzlich erfahren.

In der Tat, wenn die Eucharistie das Sakrament der Einheit und der Liebe ist, dann stellt die Trennung am Tisch des Herrn ein bleibendes Ärgernis dar, zu dessen Überwindung wir alles in unserer Macht Stehende tun müssen –

 

Dabei können wir jedoch nicht übergehen, dass nach katholischem Eucharistieverständnis Eucharistie- und bestehende Kirchengemeinschaft unlöslich zusammengehören.

Das konkrete Kriterium der Gemeinschaft in der Kirche ist die Einheit mit dem Ortsbischof und mit dem Papst.

Eine gültige Feier der Eucharistie liegt nach katholischem Verständnis nur dort vor, wo sie mit einem geweihten Bischof oder Priester gefeiert wird. Dies ist bei den Orthodoxen Kirchen der Fall, nicht jedoch bei den evangelischen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften.

 

Die eucharistische Feier setzt Versöhnung und Einheit innerhalb der Kirche voraus. Zugleich aber fördert und stärkt die Eucharistiefeier die beschädigte Gemeinschaft.

 

Hier nun gibt es unterschiedliche Auffassungen zwischen den Christen.

Setzt die Eucharistiegemeinschaft die Kirchengemeinschaft voraus – so die offizielle katholische Überzeugung;

oder kann die Gemeinschaft an der Eucharistie die noch nicht volle Kirchengemeinschaft herbeiführen – so die Auffassung derer, die von einer „eucharistischen Gastfreundschaft“ sprechen.

 

Zwei Gesichtspunkte gilt es in der Praxis bei der Zulassung von Christen anderer Konfessionen zur Eucharistie zu berücksichtigen:

zum einen der Gesichtspunkt der Eucharistie als Zeichen der vollen Kirchengemeinschaft

und zum anderen die Eucharistie als Mittel des Heils für den einzelnen Christen.

Dies jedoch kann nur im Einzelfall – nach gewissenhafter Überprüfung – im persönlichen Gespräch geklärt werden.

 

·        Für die Einheit beten und Schritte auf die Einheit hin tun

Pfingstnovene um den Heiligen Geist

auch Gebetszeit für die Einheit der Christen

und all das miteinander tun, was schon möglich ist, und noch lange nicht ausgeschöpft wird.

 

Die auf dem 1. Ökumenischen Kirchentag in Berlin von hochrangigen Vertretern von 16 verschiedenen christlichen Konfessionen unterzeichnete „Charta Oecumenica“ ist ein weiterer positiver Schritt auf dem ökumenischen Weg. In diesem Dokument verpflichten sich die Kirchen, ihren Beitrag zur Einheit Europas, für Frieden und Menschenrechte und zur Ökumenischen Kooperation zu leisten.

 

Meine Hoffnung ist, dass die „wesentlichen Unterschiede im Glauben, welche die sichtbare Einheit“ der Kirchen noch verhindern, Schritt für Schritt überwunden werden, damit mehr und mehr das Herzensanliegen Jesu in unserer Zeit verwirklicht wird:

 

„Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.“

 

 

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