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aufgefangen (5.C)

5. Sonntag im Jahreskreis C

Sonntag, 10. Februar 2019

Liturgische Texte zum 5. Sonntag im Jahreskreis (C)

Eröffnungsvers (Ps 95,6-7)
Kommt, lasst uns niederfallen,
uns verneigen vor dem HERRN, unserem Schöpfer!
Denn er ist unser Gott.

Tagesgebet
Gott, unser Vater,
wir sind dein Eigentum
und setzen unsere Hoffnung
allein auf deine Gnade.
Bleibe uns nahe in jeder Not und Gefahr
und schütze uns.
Darum bitten wir durch Jesus Christus…

1. Lesung: aus dem Buch Jesaja (Jes 6,1-2a.3-8)
„Hier bin ich, sende mich!“

Antwortpsalm: Ps 138,1-2b.2c-3.4-5.7c-8 
„Vor den Engeln will ich dir singen und spielen, o HERR.“

2. Lesung: aus dem 1. Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth (1 Kor 15,1-11) oder: (1 Kor 15,3-8.11)
„Das ist unsere Botschaft, und das ist der Glaube, den ihr angenommen habt“ 

Ruf vor dem Evangelium (Mt 4,19)
Halleluja. Halleluja.
(So spricht der Herr):
Folgt mir nach!
Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
Halleluja!

Evangelium aus dem Evangelium nach Lukas (Lk 5,1-11)
Sie ließen alles zurück und folgten ihm nach

* * *

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EvangelientextÜbersetzung G. M. Ehlert

5,1. Es geschah aber,
indem die Menge (dabei war) Ihn (= Jesus) zu bedrängen
und zu hören das Wort des Gottes
und Er selbst war stehend bei dem See Genezareth

2. Und er sah zwei Boote (ab-)gestellt beim Ufer
die Fischer aber – aus ihnen ausgestiegen – wuschen die Netze.

3. Hineinsteigend aber in eines der Boote
– das war Simons –
bat er ihn von dem Erdland hinauszufahren ein wenig
sich niedersetzend aber
aus dem Boot lehrte er die (Volks-)Menge.

4. Wie er aber aufgehört hatte ein Redender (zu sein)
sprach er zu dem Simon:
fahr hinaus – hinein in die Tiefe
und lasst herunter die – eure – Netze zum Fang.

5. Und es antwortet Simon – er sprach:
Meister! Durch (die) ganze Nacht Abarbeitende/ Erschöpfte (sind wir)
nicht
eines haben wir genommen
aber auf deine Rede hin
ich werde herunterlassen das Netz.

6. Und dieses machten sie
zusammenschließend eine Vielheit der Fische
– (so) zahlreich
zerrissen wurde aber (fast) das Netz von ihnen.

7. Und sie winkten zu den Teilhabern in dem anderen Boot
(als) gekommen Seiende mitzumachen mit ihnen
und sie kamen und füllten an beide der Boote
derart, dass sie zu versinken (drohten)

8. (Dies) sehend aber Simon (Petrus) –
fiel er nieder (zu) den Knien Jesu sagend:
komme heraus – (weg) von mir,
denn: ein Mensch – ein sündiger – bin ich, HERR!

9. Verwunderung/Schrecken nämlich hatte ihn umschlossen
und alle, die mit ihm (waren),
über den Fang der Fische,
den sie zusammengefasst hatten.

10. Gleichermaßen aber auch Jakobus und Johannes – Söhne (des) Zebedäus,
die Teilhaber waren dem Simon,

und es sprach zu dem Simon der Jesus:
nicht gerate in Furcht!
Von dem Jetzt (an):
du wirst sein einMenschen-leben-fangender“*.

* griechisch: anthroopous … zoo-groon;
anthroopos = Mensch; zoo = Leben/ lebendig; agreoo = fangen
= ein „Menschenfischer“
= einer, der Menschen auffängt

11. Und herabführend die Boote auf das Erdland
fortgelassen habend alles,
gingen sie zusammen (den) Weg mit ihm.

* * *

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Bild zur MeditationVom Fische fangen zum Menschen auf-fangen

„Menschen auf-fangen“ (c) G. M. Ehlert, 04.02.2013

* * *

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Impulse

Menschenfischer sein:
nicht listig einfangen, sondern rettend auffangen“

1. umsonst – vergeblich

Petrus = erfahrener Fischer – zur besten Fangzeit – nichts (!) gefangen… er ist frustriert…

Jesus = begnadeter Redner – fordert auf mitten am Tag zum Fischfang auszufahren = er hat vom Fischen keine Ahnung – tags lässt sich doch nichts fangen – sagt die Erfahrung des Fischers – Und wie reagiert Petrus auf Jesu Aufforderung?

2. Jesus lehrt u. fordert auf, gegen alle Vernunft erneut anzufangen:

Petrus hört Jesu Aufforderung:
Fahr hinaus und werft eure Netze aus! –

Er überwindet seine Zweifel und vertraut:
Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen; u. er überwindet die Angst vor Blamage u. gehorcht.

Was könnte das heute bedeuten? –
Ausgangssituation: alles war umsonst = vergeblich

– nach der 50. Absage erneut sich bewerben
– nach einem misslungenen Projekt ein weiteres beginnen
– nach vielen entmutigenden Äußerungen („das schaffst du doch nicht…“) es trotzdem wagen…

Petrus riskiert sich vor den Augen aller lächerlich zu machen:
Am Tag erneut fischen zu wollen.
Doch er riskiert es: – und macht den Fang seines Lebens.

Auch heute gilt:
Wer sich auf Jesu Wort hin erneut aufmacht – macht den Fang seines Lebens.

Petrus erkennt nun: wer Jesus in Wahrheit ist:
nicht nur ein begnadeter Redner, sondern Jesus hat schöpferische Macht über die Fische in der Tiefe; er ist in Wahrheit der göttliche „Herr“.
und er erkennt: „Wer bin ich? – Dass Jesus gerade mir dieses Geschenk eines überreichen Fanges macht?

3. Angesichts der übermäßigen Gnade Gottes
bin ich ein armseliger Mensch

Petrus wird reich beschenkt, als Jesus mit in seinem Boot ist.
Doch anstatt zu sagen: Bleibe nun für immer bei mir,
sagt er: „Herr, geh weg von mir; ich bin ein sündiger Mensch.“

eine merkwürdige Reaktion – oder?
– wo das Licht stärker ist, da ist auch der Schatten kräftiger
– wenn einer ein überraschendes Geschenk bekommt: „Womit hab ich denn das verdient?“
– der Hauptmann von Kafarnaum: „Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach…“

4. Doch gerade so – im Erkennen u. Anerkennen seiner Schwäche – wird der Mensch fähig für den Ruf Jesu:

„Ich bin gekommen Sünder zu berufen – nicht Gerechte.“

Auch Paulus bezeichnet sich nach der Erscheinung des Auferstandenen als „Missgeburt“, der es nicht wert ist, Apostel genannt zu werden. „Doch durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und sein gnädiges Handeln an mir ist nicht ohne Wirkung geblieben.“
Und er ermutigt jeden von uns, darauf zu vertrauen, was er als Zusage Gottes erfahren hat: „Lass dir an meiner Gnade genügen, denn sie ist gerade in den Schwachen mächtig.“

Jesu Verheißung nicht nur an Petrus:
„Fürchte dich nicht!
Von nun an wirst du Menschen fangen!“

Menschen fangen?

– nicht wie Geheimdienste und Polizisten Terroristen einfangen und gefangen nehmen;
– sondern eher wie Freunde einen ins Straucheln geratenen Menschen auffangen.
– Oder einen, der im Begriff ist, etwas Schlimmes zu tun, abzufangen, damit er es nicht tut.
– Mit einem Menschen wieder etwas Neues anfangen

5. Mit Jesus etwas anfangen – was bedeutet das heute für uns?

– wenn wir meinen alles ist umsonst = vergeblich,
gerade dann vertrauen: „Auf dein Wort hin…“
– wenn wir überraschend einen guten Fang gemacht haben,
gerade dann erkennen: es ist umsonst = ein Geschenk der Liebe Gottes
– wenn wir angesichts eines guten Fanges daran denken, uns gut einzurichten,
gerade dann sich von Jesus losschicken lassen,
um andere aufzufangen und mit ihnen auf Jesu Wort hin
etwas Neues anzufangen.

* * *

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Links:

–> zur 1. Lesung Jesaja 6,1-2a. 3-8 „Hier bin ich, sende mich!“ –>  Jes 6.1-8

–> zum Antwortpsalm: Psalm 138: Alle Könige der Erde werden Gott lobpreisen

–> 2. Lesung: –

–> Evangelium: siehe auch: „Menschenfischer

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott: 5. Sonntag C

Gedenktage:

  • 14. Februar: Cyrill u. Methodius = F
    u. Valentin von Rom = g

* * *

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

.

Stand: 28. Januar 2019

 

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Christus-Bekenntnis (24.B)

„Christus-Bekenntnis“

Sonntag, 16. September 2018

Liturgische Texte zum 24. Sonntag im Jahreskreis B

Eröffnungsvers: (vgl. Sir 36,18.21-22)
HERR, gib Frieden denen, die auf dich hoffen,
und erweise deine Propheten als zuverlässig.
Erhöre das Gebt deiner Diener und deines Volkes.

Tagesgebet
Gott, du Schöpfer und Lenker aller Dinge,
sieh gnädig auf uns.
Gib, dass wir dir mit ganzem Herzen dienen
und die Macht deiner Liebe an uns erfahren.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

ERSTE Lesung aus dem Buch Jesaja (Jes 50,5-9a)
Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen

Antwortpsalm: Psalm 116,1-2.3-4.5-6.8-9
Ich gehe meinen Weg vor Gott im Land der Lebenden.

ZWEITE Lesung aus dem Jakobusbrief (Jak 2,14-18)
Der Glaube für sich allein ist tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat  

Ruf vor dem Evangelium (Gal 6,14)
Halleluja. Halleluja.
Ich will mich allein des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus rühmen,
durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.
Halleluja.

Evangelium aus dem Markusevangelium (Mk 8,27-35)
Du bist der Messias. – Der Menschensohn muss vieles erleiden

* * *
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EvangelientextÜbersetzung G. M. Ehlert

Markus 8,27 – 35 (= Evangelium vom 24. Sonntag im Jahreskreis B)

Ihr aber – was sagt ihr, dass ich sei?

Und es kamen heraus der Jesus
und die Lernenden von ihm
in die Dörfer (bei der Stadt) Cäsarea des Philippus*;
     
(= die erst 2/1 v. Chr. gegründete Hauptstadt der Tetrarchie des Herodes Philippus)
und in dem Weg
fragte er die Lernenden von ihm
sagend zu ihnen:
„Was (über) mich sagen die Menschen,
wer ich sei?“

die aber sprachen zu ihm sagend (folgendes):
(für) Johannes den Täufer*,  (z.B. Meinung des Herodes vgl. Mk 6,14)
und andere (für) Elias*,
(= die verbreitete Überzeugung, dass vor dem Messias der Prophet Elia wiederkommen werde vgl. Mk 6,15)

andere aber (folgendes): (für) einen der Propheten*.
(= besonders gedacht wird an einen neuen Mose, vgl. Dtn 18,15)

Und ER fragte sie (selbst):
ihr aber was (über) mich saget ihr, wer ich sei?
antwortend der Petrus sagt er (zu) ihm:
du bist der Gesalbte*
(= Christos = der (von Gott zum König) Gesalbte = der verheißene Messias = der König aus dem Geschlecht Davids)
(der Sohn des lebendigen Gottes).

Und er verwarnte sie
auf dass sie nicht einem (so) sagen sollten
über ihn.

Erste Leidensankündigung Jesu

Und er fing an sie zu lehren (folgendes)
„es ist nötig (für) den Sohn des Menschen
vieles zu (er-)leiden
und hinweggeprüft (= verworfen) zu werden
   von den Ältesten
   und den Hohenpriestern
   und den Schriftgelehrten
und umgebracht zu werden
und nach drei Tagen aufzuerstehen.“

Und in aller Offenheit das Wort sagte er.

Zurechtweisung des Petrus

Und zu-sich-her-nehmend der Petrus ihn
fing er an zu verwarnen ihn.

Der aber, gewendet worden
und gewahrt habend die Lernenden (von) ihm
verwarnte den Petrus
und sagte: Hinweg, hinter mich, Widersacher,
weil du nicht bedacht bist (auf) das des Gottes
sondern (auf) das der Menschen.

Jesu Wort von der Kreuzesnachfolge

Und herzurufend die Menge
samt den Lernenden (von) ihm,
sprach er zu ihnen:
„wenn jemand willens ist, mir nachzufolgen,
verleugne er sich selbst
und nehme auf das Kreuz – sein eigenes
und folge mir nach.

Welcher nämlich sooft er will
seine Seele (Psyche) retten
vernichten wird er sie;
welcher aber gleichsam
vernichten wird seine Seele
um meinet- und des Evangeliums willen,
retten wird er sie.

 

Wen nämlich fördert es,
wenn ein Mensch den ganzen Kosmos gewinnt
und seine Seele verliert?

Wen nämlich könnte geben ein Mensch
als Eintausch für seine Seele?

Welcher nämlich
sooft er beschämt werden sollte
(in Bezug auf) mich
und die von mir kommenden Worte
in der Generation
welche ehebrecherisch und sündhaft (ist)
auch der Sohn des Menschen
wird beschämt werden
(in Bezug auf) ihn
wann er kommt
in der Herrlichkeit seines Vaters
mit den Boten der Himmel.“

Und er sagte zu ihnen:
„Amen ich sage euch (folgendes):
es sind einige der hier Stehenden
welche gewiss nicht schmecken den Tod,
bis sie gewahren
die Königsherrschaft des Gottes,
gekommen seiend in Dynamik.“

(Mk 8,27-35.36-37 u. 9,1)

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Bild zur Meditation:

Jesus = der messianische König + leidender Gottesknecht

Mk 8,27-35

Christus-Bekenntnis u. Zurecht-Weisung – Grafik (c) G. M. Ehlert, 10.09.2018

 

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Impuls zum Evangelium

Das Christusbild des Jesus von Nazaret u. des Simon bar Jona (= Petrus)
oder: Über Selbst- und Fremdeinschätzung

Khalil Gibran (*1883 – +1931) – ein libanesischer Philosoph und Dichter schrieb einmal:

Einmal, alle hundert Jahre, trifft Jesus von Nazareth den Jesus der Christen
in einem Garten zwischen den Hügeln des Libanon.
Und sie sprechen lange,
und jedes Mal geht Jesus von Nazareth fort,
indem er zum Jesus der Christen sagt:
„Mein Freund, ich fürchte, wir werden niemals, niemals übereinstimmen.“

(Aus: Khalil Gibran, Sand und Schaum, Walter-Verlag, Olten u. Freiburg)

* * *
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Links:

–> zur 1. Lesung: Jes 50,4-9: – III. Gottesknechtslied

–> zum Antwortpsalm: Psalm 116: Erinnerung u. Dank für die Errettung

–> Bildmeditation zu Mk 8,29-34: Du-Christus

–> Predigt zu Mk 8,27-35: „Du bist der Christus – ein Bekenntnis mit Konsequenzen“

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott 24.S.i.J. B

* * *

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 12. Sept. 2018

Jesus der Heiland (5.B)

4. Sonntag i.J. B – Mk 1,21-28: Ent-dämonisiert

Mittwoch, 31. Januar – Gedenktag des Heiligen Johannes Bosco

Freitag, 2. Februar – Fest der Darstellung des Herrn

Samstag, 3. Februar – Gedenktag des Heiligen Blasius (Blasiussegen)

5. Sonntag im Jahreskreis B

 4. Februar 2018

Eröffnungsvers (Ps 95,6-7)
Kommt, lasst uns niederfallen,
uns verneigen vor dem HERRN, unserem Schöpfer!
Denn er ist unser Gott.

Tagesgebet
Gott, unser Vater,
wir sind dein Eigentum
und setzen unsere Hoffnung
allein auf deine Gnade.
Bleibe uns nahe in jeder not und Gefahr
und schütze uns.
Darum bitten wir durch Jesus Christus…

1. Lesung: Ijob 78,1-4.6-7 
Nächte voller Mühsal teilte man mir zu

Antwortpsalm: Ps 147,1-2.3-4.5-6
Lobet den Herrn, er heilt die gebrochenen Herzen

–> zu Psalm 147: Lobpreis auf Gottes besondere Fürsorge für Jerusalem

2. Lesung: 1. Korintherbrief 9,16-19.22-23 
Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde!

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Mt 8,17)
Halleluja. Halleluja.
Christus hat unsere Leiden auf sich genommen,
unsere Krankheiten hat er getragen.
Halleluja!

Evangelium: Mk 1,29-39 
Christus heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten

–> Liturgische Texte siehe auch Schott-Messbuch 5. Sonntag im Jahreskreis B

 

Evangelium: Markus 1,29-39

Und sogleich (= geradewegs) aus der Synagoge herausgehend
kamen sie in das Haus (des) Simon und Andreas
mit Jakobus und Johannes.

Aber die Schwiegermutter (des) Simon
lag darnieder fiebernd
und sogleich redeten sie mit ihm über sie.

Und herangekommen weckte/richtete er sie auf
kraftvoll anfassend die Hand
und es verließ sie das Fieber
und sie war dienstbar ihnen.

Spät aber war es geworden,
nachdem untergegangen war die Sonne
trugen sie zu ihm alle die Übel Habenden und die Dämonenbesessenen

und es war (die) ganze Stadt vor der Tür versammelt

und er therapierte viele Übel Habende an verschiedenartigen Krankheiten
und er warf heraus viele Dämonen,
und nicht ließ er zu, dass die Dämonen Laute gaben (= von ihm sprachen),
denn: sie hatten ihn erkannt [dass er der Christus ist].

Und früh – (als es noch) ganz Nacht (war) aufgestanden – ging er hinaus
und er ging weg an einen einsamen Ort
und dort betete er.

Und es eilten ihm nach Simon und die mit ihm (waren),
und sie fanden ihn und sagten ihm (folgendes):
„Alle suchen dich!“

Und er sagt zu ihnen:
„Lasst uns gehen anderswohin, in die in Reichweite seienden Ortschaften,
damit ich auch dort verkündige, dazu nämlich bin ich herausgekommen.“

Und er kam verkündigend hinein in ihre Synagogen
im ganzen (Gebiet) Galiläas,
und die Dämonen warf er heraus.

Jesus lehrt + befreit + heilt + betet + zieht weiter (Mk 1,21-39)

Ein Arbeitstag Jesu (Mk 1,21-39) – (c) G. M. Ehlert, 29.01.2012

Ein (Arbeits-)Tag in Kafarnaum (Mk 1,21-39)

Am Sabbat – Gottesdienst in der Synagoge:
Jesus lehrt in Vollmacht
–> und sie sind betroffen von seiner Lehre
Jesus befreit von einem unreinen Geist

Nach dem Sabbatgottesdienst – im Haus des Petrus
Jesus heilt die Schwiegermutter des Petrus
–> und sie dient ihnen
Am Abend (= nach dem Sabbat):
Jesus heilt viele von ihren Krankheiten u. treibt viele Dämonen aus

Am frühen Morgen – in der Einsamkeit
Jesus betet
–> Alle suchen dich! – sagen die Apostel
Doch Jesus zieht weiter, um das Evangelium zu verkünden.

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Himmelsschlüssel (21.A)

21. Sonntag im Jahreskreis A

Sonntag, 27. August 2017

Eröffnungsvers (Ps 86,1-3 )
Wende dein Ohr mir zu, erhöre mich, HERR,
hilf deinem Knecht, der dir vertraut, sei mir gnädig, o HERR:
Den ganzen Tag rufe ich zu dir.

Erste Lesung: Jes 22,19-23
Ich lege ihm (= dem neuen Tempelvorsteher) den Schlüssel des Hauses David auf die Schulter

Antwortpsalm Ps 138,1-2b.2c-3.6.u.8

Zweite Lesung: Röm 11,33-36
Aus ihm (= Christus) und durch ihn und auf ihn hin ist die ganze Schöpfung

Ruf vor dem Evangelium (Mt 16,18)
Halleluja. Halleluja.
Du bist Petrus – der Fels -,
und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen,
und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.
Halleluja.

Evangelium: Matthäus 16,13-20
Du bist Petrus, ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben 

Linktipp: Schott – 21. Sonntag im Jahreskreis A

Gedanken zum Evangelium vom 21. Sonntag im Jahreskreis A
= Mt 16,13-20

Text (Mt 16,13-20) in einer Arbeits-Übersetzung von G. M. Ehlert:

Es kam aber (der) Jesus in die Gegend
Cäsarea Philippis
er fragte seine Jünger sagend:
„Was sagen die Menschen
wer der Menschensohn sei?“
Diese aber sprachen:
„Die einen – Johannes der Täufer;
andere – Elija;
weitere aber – Jeremia
oder sonst einer der Propheten.“
Sagt er zu ihnen:
„Ihr aber – was sagt ihr, wer ich sei?“
Es antwortete aber Simon Petrus
sprechend (zu ihm):
„Du bist der Christus (= der Messias = der Gesalbte)

der Sohn des Gottes, des Lebendigen.“
Es antwortete aber der Jesus sprechend zu ihm:
„Selig bist du, Simon, Sohn des Jona,
denn nicht Fleisch und Blut hat dir das enthüllt,
sondern mein Vater – der in den Himmeln.“
Und ich aber – dir sage ich:
„Du bist Petrus (= der Fels)

und auf diesen Felsen will ich erbauen
meine Kirche (= Versammlung der Herausgerufenen).
Und die Tore des Hades (= Unterwelt)
werden sie nicht überwältigen.
Ich werde geben dir
die Schlüssel zum Königtum der Himmel,
und was immer auch du bindest auf Erden –
gebunden wird es sein in den Himmeln.
Und was immer auch du lösest auf Erden –
gelöst wird es sein in den Himmeln.“
Darauf herrschte er die Jünger an:
Niemandem sollten sie sagen,
dass er (= Jesus) der Christus sei.

Gedanken zum Evangelium:

Die Schlüsselfrage: Wer bin ich für dich – wer bist du für mich?

Eine Schlüsselfrage: wer bekommt einen eigenen Haustürschlüssel?

  • Einen Zugang zum Evangelium erschließen

– Eine Schlüsselszene im Matthäusevangelium ist dieser Abschnitt (Mt 16,13-20), der so etwas wie einen Wendepunkt im Evangelium bildet – von nun an geht Jesus gezielt nach Jerusalem = dem Ort, wo er sterben und auferstehen wird.

– Die Schlüsselfrage:
Wer bin ich für dich – wer bist du für mich?

– 3 Schlüsselworte:
Christus – Petrus – Schlüssel des Himmelreiches –
geben Aufschluss

  • Das 1. Schlüsselwort: Christus = der Gesalbte – der Messias

Das Bekenntnis des Petrus:
„Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes.“
= der ersehnte Befreier / Retter / Erlöser Israels
jedoch nicht als politischer Befreier u. strahlender Held
sondern als leidender Gottesknecht. (Doch das erkennt Petrus noch nicht)

  • Das 2. Schlüsselwort: Petrus = der Fels – Fundament der Kirche

Das Bekenntnis Jesu über Petrus:
„Du bist Petrus = der Fels und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen…“
= Festigkeit, beständiges Fundament – Charakteristik Gottes
Fels in Jerusalem = Ort des Tempels,
Abraham als Fels der Welt
Petrus jedoch ist alles andere als standhaft und zuverlässig,
er wird geschildert als leidenschaftlicher und wankelmütiger Mensch.

  • Das 3. Schlüsselwort: Die Schlüssel des Himmelreiches

Die Vollmacht und der Auftrag Jesu an Petrus:
„Ich werde dir die Schüssel des Himmelreiches geben.
Was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein.
Was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.“

vgl. Jes 22,19-23 Schlüsselübergabe an den neuen Palastvorsteher

aufschließen – einen Zugang eröffnen – in Verbindung bringen mit dem Himmelreich Gottes – „binden“ an den Bund Gottes mit uns Menschen.

= Schlüssel der WahrheitSchlüssel-Wahrheit

verschließen – abschließen – von dem Bereich der Bedrohung/des Bösen trennen – „lösen“ von Verstrickungen in Schuld und Sünde.

= Schlüssel der LiebeSchlüssel-Liebe

  • Zum Abschluss: Ein Schlüsselsatz:

Die Schlüsselfrage lautet:
„Wer Jesus für mich ist? – Einer der für mich ist!
Was ich von Jesus halte? – Dass er mich hält!“ (Lothar Zenetti)

Aus einem aufrichtigen Bekenntnis zu Jesus kann dann ein glaubwürdiges Bekenntnis Jesu vor den Menschen folgen, wenn auch wir mit den Schlüsseln der Wahrheit und der Liebe anderen Menschen einen Zugang zu Jesus Christus und seinem Reich der Liebe erschließen.

vgl. auch: „Sich zu Christus bekennen“ und
Du König auf dem Kreuzesthron

siehe auch: „Jesus und Petrus

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Menschenfischer


5. Sonntag im Jahreskreis C – (7. Februar 2016)

1. Lesung: Jesaja 6,1-2a. 3-8 „Hier bin ich, sende mich!“ –>  Jes 6.1-8

Antwortpsalm 138 (137) 1-2b.2c-3.4-5.7c-8 „Vor den Engeln will ich dir singen und spielen, o Herr“

2. Lesung: 1. Korintherbrief 15,1-11: „Das ist unsere Botschaft, und das ist der Glaube, den ihr angenommen habt“

Evangelium: Lukas 5,1-11: Vom Fische fangen zum Menschen auf-fangen

"Menschen auf-fangen" (c) G. M. Ehlert, 04.02.2013

„Menschen auf-fangen“ (c) G. M. Ehlert, 04.02.2013

1. Es geschah aber,
indem die Menge (dabei war) Ihn (= Jesus) zu bedrängen
und zu hören das Wort des Gottes
und Er selbst war stehend bei dem See Gennesaret

2. Und er sah zwei Boote (ab-)gestellt beim Ufer
die Fischer aber – aus ihnen ausgestiegen – wuschen die Netze.

3. Hineinsteigend aber in eines der Boote
– das war Simons –
bat er ihn von dem Erdland hinauszufahren ein wenig
sich niedersetzend aber
aus dem Boot lehrte er die (Volks-)Menge.

4. Wie er aber aufgehört hatte ein Redender (zu sein)
sprach er zu dem Simon:
fahr hinaus – hinein in die Tiefe
und lasst herunter die – eure – Netze zum Fang.

5. Und es antwortet Simon – er sprach:
Meister! Durch (die) ganze Nacht Abarbeitende/Erschöpfte
nicht
eines haben wir genommen
aber auf deine Rede hin
ich werde herunterlassen das Netz.

6. Und dieses machten sie
zusammenschließend eine Vielheit der Fische
– (so) zahlreich
zerrissen wurde aber (fast) das Netz von ihnen.

7. Und sie winkten zu den Teilhabern in dem anderen Boot
(als) gekommen Seiende mitzumachen mit ihnen
und sie kamen und füllten an beide der Boote
derart, dass sie zu versinken (drohten)

8. (Dies) sehend aber Simon (Petrus) –
fiel er nieder (zu) den Knien Jesu sagend:
komme heraus – (weg) von mir,
denn: ein Mensch – ein sündiger – bin ich, HERR!

9. Verwunderung/Schrecken nämlich hatte ihn umschlossen
und alle, die mit ihm (waren),
über den Fang der Fische,
den sie zusammengefasst hatten.

10. Gleichermaßen aber auch Jakobus und Johannes – Söhne (des) Zebedäus,
die Teilhaber waren dem Simon,

und es sprach zu dem Simon der Jesus:
nicht gerate in Furcht!
Von dem Jetzt(an):
du wirst sein einMenschen-leben-fangender“*.

* griechisch: zoo-greoo zoo = Leben/lebendig agreoo = fangen
= ein „Menschenfischer“
= einer, der Menschen auffängt

11. Und herabführend die Boote auf das Erdland
fortgelassen habend alles,
gingen sie zusammen (den) Weg mit ihm.

(Lk 5,1-11 Übersetzung: G. M. Ehlert)

Menschenfischer sein:
nicht listig einfangen sondern rettend auffangen“

1. umsonst – vergeblich

Petrus = erfahrener Fischer – zur besten Fangzeit – nichts (!) gefangen… er ist frustriert…

Jesus = begnadeter Redner – fordert auf mitten am Tag zum Fischfang auszufahren = er hat vom Fischen keine Ahnung – tags lässt sich doch nichts fangen – sagt die Erfahrung des Fischers – Und wie reagiert Petrus auf Jesu Aufforderung?

2. Jesus lehrt u. fordert auf, gegen alle Vernunft erneut anzufangen:

Petrus hört Jesu Aufforderung:
Fahr hinaus und werft eure Netze aus! –

Er überwindet seine Zweifel und vertraut:
Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen; u. er überwindet die Angst vor Blamage u. gehorcht.

Was könnte das heute bedeuten? –
Ausgangssituation: alles war umsonst = vergeblich

– nach der 50sten Absage erneut sich bewerben
– nach einem misslungenen Projekt ein weiteres beginnen
– nach vielen entmutigenden Äußerungen („das schaffst du doch nicht…“) es trotzdem wagen…

Petrus riskiert sich vor den Augen aller lächerlich zu machen:
Am Tag erneut fischen zu wollen.
Doch er riskiert es: – und macht den Fang seines Lebens.

Auch heute gilt: Wer sich auf Jesu Wort hin erneut aufmacht – macht den Fang seines Lebens.

Petrus erkennt nun: wer Jesus in Wahrheit ist:
nicht nur ein begnadeter Redner, sondern Jesus hat schöpferische Macht über die Fische in der Tiefe; er ist in Wahrheit der göttliche „Herr“.
und er erkennt: „Wer bin ich? – Dass Jesus gerade mir dieses Geschenk eines überreichen Fanges macht?

3. Angesichts der übermäßigen Gnade Gottes
bin ich ein armseliger Mensch

Petrus wird reich beschenkt, als Jesus mit in seinem Boot ist. Doch anstatt zu sagen: Bleibe nun für immer bei mir, sagt er: „Herr, geh weg von mir; ich bin ein sündiger Mensch.“

eine merkwürdige Reaktion – oder?
– wo das Licht stärker ist, da ist auch der Schatten kräftiger
– wenn einer ein überraschendes Geschenk bekommt: „Womit hab ich denn das verdient?“
– der Hauptmann von Kafarnaum: „Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach…“

4. Doch gerade so – im Erkennen u. Anerkennen seiner Schwäche – wird der Mensch fähig für den Ruf Jesu:

„Ich bin gekommen Sünder zu berufen – nicht Gerechte.“

Auch Paulus bezeichnet sich nach der Erscheinung des Auferstandenen als „Missgeburt“, der es nicht wert ist, Apostel genannt zu werden. „Doch durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und sein gnädiges Handeln an mir ist nicht ohne Wirkung geblieben.“
Und er ermutigt jeden von uns, darauf zu vertrauen, was er als Zusage Gottes erfahren hat: „Lass dir an meiner Gnade genügen, denn sie ist gerade in den Schwachen mächtig.“

Jesu Verheißung nicht nur an Petrus:
„Fürchte dich nicht!
Von nun an wirst du Menschen fangen!“

Menschen fangen?

– nicht wie Geheimdienste und Polizisten Terroristen einfangen und gefangen nehmen;
– sondern eher wie Freunde einen ins Straucheln geratenen Menschen auffangen.
– Oder einen, der im Begriff ist, etwas Schlimmes zu tun, abzufangen, damit er es nicht tut.
– Mit einem Menschen wieder etwas Neues anfangen

5. Mit Jesus etwas anfangen – was bedeutet das heute für uns?

– wenn wir meinen alles ist umsonst = vergeblich,
gerade dann vertrauen: „Auf dein Wort hin…“
– wenn wir überraschend einen guten Fang gemacht haben,
gerade dann erkennen: es ist umsonst = ein Geschenk der Liebe Gottes
– wenn wir angesichts eines guten Fanges daran denken, uns gut einzurichten,
gerade dann sich von Jesus losschicken lassen,
um andere aufzufangen und mit ihnen auf Jesu Wort hin
etwas Neues anzufangen.

siehe auch: „Menschenfischer

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Christus – Messias


zum 24. Sonntag im Jahreskreis B (= 13. September 2015)

1. Lesung: Jes 50,5-9a Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen (aus dem 3. Lied vom Gottesknecht)

2. Lesung: Jak 2,14-18 Der Glaube für sich allein ist tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat

Evangelium: Markus 8,27 – 35
1. Übersetzung
2. Bild von G. M. Ehlert
3. Links

1. Markus 8,27 – 35

Ihr aber – was sagt ihr, dass ich sei?

Und es kamen heraus der Jesus
und die Lernenden von ihm
in die Dörfer (bei der Stadt) Cäsarea Philippi;
und in/ auf dem Weg
fragte er die Lernenden von ihm
sagend zu ihnen:
Was (über) mich sagen die Menschen,
wer ich sei?

Die aber sprachen zu ihm sagend (folgendes):
(für) Johannes den Täufer,
und andere (für) Elias,
andere aber (folgendes): (für) einen der Propheten.

Und ER fragte sie (selbst):
ihr aber was (über) mich saget ihr, wer ich sei?
antwortend der Petrus sagt er (zu) ihm:
du bist der Christus (= Messias, Gesalbte)
(der Sohn des lebendigen Gottes).*

Und er verwarnte sie
auf dass sie nicht einem (so) sagen sollten
über ihn.

Erste Leidensankündigung Jesu

Und er fing an sie zu lehren (folgendes)
es ist nötig (für) den Sohn des Menschen
vieles zu (er-)leiden
und hinweggeprüft (= verworfen) zu werden
von den Ältesten
und den Hohen-priestern
und den Schriftgelehrten
und umgebracht zu werden
und nach drei Tagen aufzuerstehen.

Und in aller Offenheit das Wort sagte er.

Zurechtweisung des Petrus

Und zu-sich-her-nehmend der Petrus ihn
fing er an zu verwarnen ihn.

Der aber, gewendetworden
und gewahrthabend die Lernenden (von) ihm
verwarnte den Petrus
und sagte: Hinweg, hinter mich, Widersacher,
weil du nicht bedacht bist (auf) das des Gottes
sondern (auf) das der Menschen.

Jesu Wort von der Kreuzesnachfolge

Und herzurufend die Menge
samt den Lernenden (von) ihm,
sprach er zu ihnen:
wenn jemand willens ist, mir nachzufolgen,
verleugne er sich selbst
und nehme auf das Kreuz – sein eigenes
und folge mir nach.

Welcher nämlich sooft er will
seine Seele (Psyche) retten
vernichten* wird er sie;
welcher aber gleichsam
vernichten wird seine Seele
um meinet- und des Evangeliums willen,
retten wird er sie.

Wen nämlich fördert es,
wenn ein Mensch den ganzen Kosmos gewinnt
und seine Seele verliert?

Wen nämlich könnte geben ein Mensch
als Eintausch für seine Seele?

Welcher nämlich
sooft er beschämt werden sollte
(in Bezug auf) mich
und die von mir kommenden Worte
in der Generation
welche ehebrecherisch und sündhaft (ist)
auch der Sohn des Menschen
wird beschämt werden
(in Bezug auf) ihn
wann er kommt
in der Herrlichkeit seines Vaters
mit den Boten der Himmel.

Und er sagte zu ihnen:
Amen ich sage euch (folgendes):
es sind einige der hier Hingestellthabenden
welche gewiss nicht schmecken den Tod,
bis sie gewahren
die Königsherrschaft des Gottes,
gekommen seiend in Dynamik.

2. Jesus = der messianische König + leidender Gottesknecht

Grafik:

Grafik: „Christus = König auf dem Kreuzesthron“, (c) G. M. Ehlert, 12. Sept. 2009

Christen = wahrhaft Königskinder + Bereitschaft zur Kreuzesnachfolge

3. Links

zur –> Bildmeditation zu Mk 8,29-34: Du-Christus

zur –> Predigt zu Mk 8,27-35: „Du bist der Christus – ein Bekenntnis mit Konsequenzen“

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Christus nachfolgen (22.S. A)

Gedanken zum Evangelium vom 22. Sonntag im Jahreskreis A
= Mt 16,21-27(28)
(= 31. August 2014)

Text (Mt 16,21-28) in der Übersetzung von G. M. Ehlert:

16,21 Von da/damals an begann der Jesus [Christus]
zu zeigen den Jüngern von ihm, (folgendes):
es ist nötig für ihn
nach Jerusalem wegzukommen
und vieles zu leiden von den Ältesten und Hohepriestern
und Schriftgelehrten [des Volkes]
und umgebracht zu werden
und des dritten Tages erweckt zu werden /
[am dritten Tag aufzuerstehen]. 
22 Und ihn zu sich /beiseite genommen habend
der Petrus begann ihn zu verwarnen – sagend:
ausgesühnt (bist) du, Herr
nicht – ja nicht – wird/soll dir dieses werden.  23 Der aber umgewendet worden
sprach zu dem Petrus:
hinter mich, folge mir, Widersacher (=Satan)
ein Ärgernis/Fallstrick (=Skandal) bist du mir
denn nicht denkst/urteilst du das des Gottes
sondern das der Menschen. 
24 Dann sprach der Jesus (zu) seinen Jüngern,
wenn irgendwer willens ist
hinter mir her zu kommen,
ableugne er sich selbst (= sage er sich los von sich selbst),
und erhebe (für/auf sich) den Pfahl (= Kreuz) – seinen –
und gehe zusammen mit mir. 
 25 Welcher nämlich wenn/falls/sooft er sein (psychisches) Leben retten wollte,
wird er es weglösen/ verlieren/ zu Grunde richten/ vernichten,
welcher aber sein (psychisches) Leben weglöst/ verliert/
zu Grunde richtet/ vernichtet
um meinetwillen,
der wird es (auf)finden.

26 Was nämlich fördert/ nützt/ unterstützt es einem Menschen,
wenn er den ganzen Kosmos gewänne,
das aber (psychische) Leben von ihm Schaden erleiden würde?
oder was wird geben ein Mensch (
als)
Austausch (für) sein (psychisches) Leben? 

27 Es „schickt sich an“/ ist im Begriff nämlich
der Sohn des Menschen
zu kommen/ heimzukehren / in Erscheinung zu treten…
in/ mit der Herrlichkeit des Vaters von ihm
mit den Engeln von ihm
und dann wird er geben einem jeglichen
gemäß seines Gewirkten. 
28 Amen/ wahrlich ich sage euch (folgendes):
Es sind einige der hier Stehenden,
welche nicht – ja nicht – vom Tod schmecken werden,
solange bis sie gewahren den Sohn des Menschen
heimkommend/ wiederkommend in/ mit seinem Königreich.

Christus zu Petrus:
„… Du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen“

Grafik: "Christus zu Petrus: mir nach!  (c) G. M. Ehlert, 12. Sept. 2009

Grafik: „Christus zu Petrus: mir nach! (c) G. M. Ehlert, 12. Sept. 2009

Wer leben will wie Gott auf dieser Erde…

Wer möchte nicht „leben wie Gott (in Frankreich)“ – d.h. unbeschwert und voller Genuss?
Doch das Leben Gottes auf unserer Erde sieht anders aus.

In Jesus von Nazaret ist Gott wahrhaftig auf diese Erde gekommen, um das Leben der Menschen zu teilen.
Verschiedene Menschen haben sich ihm angeschlossen.
Doch eines Tages sagt er zu ihnen:

„Wer leben will wie Gott auf dieser Erde…
… muss sterben wie ein Weizenkorn…“ 

Petrus, der zuvor bekannt hat, dass Jesus der Sohn des lebendigen Gottes ist und der ersehnte Messias – dieser Petrus stellt sich Jesus in den Weg und will ihn von seinem Weg ans Kreuz abbringen.

Würden wir das nicht genauso tun? – Wenn z.B. der schwerkranke Opa vom Sterben spricht, dass wir zu ihm sagen: „Sprich doch nicht vom Sterben – du wirst wieder gesund werden“…

Doch Jesus weist den Petrus mit unmissverständlichen Worten zurecht: „Du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.“ (Mt 16,23)
Er erklärt denen, die ihm folgen wollen jene Lebenshaltung, die einem Leben aus dem Glauben an den lebendigen Gott entspricht:

Wer ihm folgen will, der sage sich los von all seinen eigenen Lebensentwürfen und Plänen, er akzeptiere, dass er in den Augen anderer als verrückt angesehen wird, (oder sogar verfolgt wird) weil er sich in seinem Leben zu Christus bekennt – dann wird er leben wie Gott auf dieser Erde.

„Wer leben will wie Gott auf dieser Erde,
muss sterben wie ein Weizenkorn,
… muss sterben, um zu leben.
(siehe Gotteslob Nr. 460)