Georg – 23. April

Hl. Georg, Märtyrer (nichtgebotener Gedenktag)

Tagesgebet:

Starker Gott,
am Gedenktag des heiligen Georg
preisen wir deine Macht.
Auf seine Fürsprache hin
stehe uns in jeder Not bei.
Hilf uns, deinem Sohn im Leiden nachzufolgen
und in der Kraft des Kreuzes das Böse zu besiegen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus…

Georg – der ritterliche Großmärtyrer

Georg

Heiliger Georg – Grafik (c) Georg Michael Ehlert

Bildlegende:
Die Ritterrüstung Georgs:

Epheser Aufruf zum Kampf: 6,10-20

10 Und schließlich: Werdet stark durch die Kraft und Macht des Herrn!
11 Zieht die Rüstung Gottes an, damit ihr den listigen Anschlägen des Teufels widerstehen könnt.
12 Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs.
13 Darum legt die Rüstung Gottes an, damit ihr am Tag des Unheils standhalten, alles vollbringen und den Kampf bestehen könnt.
14 Seid also standhaft: Gürtet euch mit Wahrheit, zieht als Panzer die Gerechtigkeit an
15 und als Schuhe die Bereitschaft, für das Evangelium vom Frieden zu kämpfen.
16 Vor allem greift zum Schild des Glaubens! Mit ihm könnt ihr alle feurigen Geschosse des Bösen auslöschen.
17 Nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, das ist das Wort Gottes.
18 Hört nicht auf, zu beten und zu flehen! Betet jederzeit im Geist; seid wachsam, harrt aus und bittet für alle Heiligen,
19 auch für mich: daß Gott mir das rechte Wort schenkt, wenn es darauf ankommt, mit Freimut das Geheimnis des Evangeliums zu verkünden,
20 als dessen Gesandter ich im Gefängnis bin. Bittet, daß ich in seiner Kraft freimütig zu reden vermag, wie es meine Pflicht ist.

Vorbild: Michael – der Drachentöter:

Offenbarung des Johannes Der Kampf des Satans gegen das Volk Gottes: 12,1 – 14,5

Die Frau und der Drache: 12,1-6
1 Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt.
2 Sie war schwanger und schrie vor Schmerz in ihren Geburtswehen.
3 Ein anderes Zeichen erschien am Himmel: ein Drache, groß und feuerrot, mit sieben Köpfen und zehn Hörnern und mit sieben Diademen auf seinen Köpfen.
4 Sein Schwanz fegte ein Drittel der Sterne vom Himmel und warf sie auf die Erde herab. Der Drache stand vor der Frau, die gebären sollte; er wollte ihr Kind verschlingen, sobald es geboren war.
5 Und sie gebar ein Kind, einen Sohn, der über alle Völker mit eisernem Zepter herrschen wird. Und ihr Kind wurde zu Gott und zu seinem Thron entrückt.
6 Die Frau aber floh in die Wüste, wo Gott ihr einen Zufluchtsort geschaffen hatte; dort wird man sie mit Nahrung versorgen, zwölfhundertsechzig Tage lang.

Der Sturz des Drachen: 12,7-12
7 Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel kämpften,
8 aber sie konnten sich nicht halten, und sie verloren ihren Platz im Himmel.
9 Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt, und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen.
10 Da hörte ich eine laute Stimme im Himmel rufen: Jetzt ist er da, der rettende Sieg, die Macht und die Herrschaft unseres Gottes und die Vollmacht seines Gesalbten; denn gestürzt wurde der Ankläger unserer Brüder, der sie bei Tag und bei Nacht vor unserem Gott verklagte.
11 Sie haben ihn besiegt durch das Blut des Lammes und durch ihr Wort und Zeugnis; sie hielten ihr Leben nicht fest, bis hinein in den Tod.
12 Darum jubelt, ihr Himmel und alle, die darin wohnen. Weh aber euch, Land und Meer! Denn der Teufel ist zu euch hinabgekommen; seine Wut ist groß, weil er weiß, daß ihm nur noch eine kurze Frist bleibt.

Der Kampf des Drachen gegen die Frau: 12,13-18
13 Als der Drache erkannte, daß er auf die Erde gestürzt war, verfolgte er die Frau, die den Sohn geboren hatte.
14 Aber der Frau wurden die beiden Flügel des großen Adlers gegeben, damit sie in die Wüste an ihren Ort fliegen konnte. Dort ist sie vor der Schlange sicher und wird eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit lang ernährt.
15 Die Schlange spie einen Strom von Wasser aus ihrem Rachen hinter der Frau her, damit sie von den Fluten fortgerissen werde.
16 Aber die Erde kam der Frau zu Hilfe; sie öffnete sich und verschlang den Strom, den der Drache aus seinem Rachen gespien hatte.
17 Da geriet der Drache in Zorn über die Frau, und er ging fort, um Krieg zu führen mit ihren übrigen Nachkommen, die den Geboten Gottes gehorchen und an dem Zeugnis für Jesus festhalten.
18 Und der Drache trat an den Strand des Meeres.

Georg auf einem weißen Pferd:

vgl. Offg. 6,2: „Da sah ich ein weißes Pferd: und der, der auf ihm saß, hatte einen Bogen. Ein Kranz wurde ihm gegeben, und als Sieger zog er aus, um zu siegen.“

vgl. Offg. 19,11-21: „Dann sah ich den Himmel offen, und siehe, da war ein weißes Pferd, und der, der auf ihm saß, heißt „Der Treue und Wahrhaftige“; gerecht richtet er und führt er Krieg. Seine Augen waren wie Feuerflammen, und auf dem Haupt trug er viele Diademe; und auf ihm stand ein Name, den er allein kennt. Bekleidet war er mit einem blutgetränkten Gewand; und sein Name heißt „Das Wort Gottes“.

(Die Vision vom Endkampf zwischen dem in die Macht Gottes eingesetzten Christus, dem Reiter auf dem weißen Pferd, und den gottfeindlichen Mächten schildert das endgültige Gericht über das Tier und den Lügenpropheten.
Das Blut, mit dem das Gewand Christi getränkt ist, ist das im Endkampf vergossene Blut der Feinde Gottes. Der Name „Das Wort Gottes“ verweist auf die durchschlagende Kraft des ausgesprochenen Wortes, des Willens Gottes;)

Das weiße Pferd:

  • Symbolische Bedeutung: Unter dem lichten Aspekt wurde das Pferd, vor allem als weißes Pferd, zum sonnenhaften Tier und Himmelstier, zum Reittier der Götter, zum Sinnbild der durch Vernunft gebändigten Kraft oder der Freude und des Sieges.
  • Als Symbol für Jugend, Kraft, Sexualität und Männlichkeit partizipiert das Pferd sowohl an der dunklen wie an der hellen SeiteDie Hand Gottes aus der Wolke:Der Paradiesesbaum und die Schlange…Die Schädel

Die Lanze:

  • wie alle Waffen Kriegs- u. Machtsymbol;
  • weiterhin Symbol des Sonnenstrahls.
  • im engeren Sinne ist die Lanze ein Attribut der Tapferkeit.

Die Jungfrau mit dem Lamm (dem geopferten Lamm)

  • Jungfrau: Symbol für Unschuld und Symbol für die Fülle noch nicht verwirklichter Möglichkeiten. Die christlichen Mystiker verglichen auch die gegenüber Gott aufnahmebereite Seele mit einer Jungfrau.

Der Drache am Gürtel der Jungfrau

  • Gürtel: Symbol der Kraft, der Macht, der Weihe, der Treue, des Schutzes und der Keuschheit.
  • Der feuerspeiende Drache…
  • Die Geisttaufe von König und Königin…
  • Symbol: In den mythischen Vorstellungen vieler Völker lebendes Mischwesen aus Schlange, Echse, Vogel, Löwe usw., häufig mit mehreren Köpfen. In vielen Religionen verkörpert er gottfeindliche Urmächte, die überwunden werden müssen.

Im Zusammenhang damit haben sich mehrere Drachentötermythen herausgebildet (Indra, Zeus, Apollo, Siegfried, Georg)Das Schild mit dem „Georgskreuz“ – Jerusalemkreuz…

siehe auch: Heiligenlegende  Georg  (= Bild u. Gedanken zu Sanct Georgus – Legenda aurea)

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

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