Karwoche 2020

Die “Heilige Woche”die Karwoche:

Die „Karwoche“ – die „große Woche“ – die „Heilige Woche“ –

  • PALMSONNTAG
  • Montag, Dienstag u. Mittwoch der KARWOCHE
  • Das „TRIDUUM PASCHALE“
    1 Gründonnerstagabend = der Vorabend von Karfreitag
    Die Feier des Letzten Abendmahls (nach Einbruch der Dunkelheit)
    – Karfreitag
    Die Feier vom Leiden und Sterben Christi (15.00 Uhr)
    2 Karsamstag – „der Große Sabbat“ – Ruhetag
    3. Ostern – beginnend mit Einbruch der Dunkelheit

Was feiern wir da eigentlich?

Kar- und Ostertage: Vom Einzug Jesu in Jerusalem über sein Sterben bis zur Auferstehung. Die Gottesdienste dauern häufig länger als sonst und sie sind voller Symbole. Worum geht es an Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und in der Osternacht?

Der Auftakt: Die Tränen Jesu
– Als Jesus die Stadt Jerusalem sieht – weint er über sie
–> siehe auch: „Ach – Jerusalem

Der Palmsonntag:

  1. Teil: Der feierliche Einzug Jesu in Jerusalem
    – Jesus zieht auf einem Esel in Jerusalem ein – begleitet von den Hosianna-Rufen einer erwartungsvollen Volksmenge, die mit schwenkenden Palmzweigen Jesus begleitet.
    –> siehe auch:
    Palmsonntag A = 05.04.2020
    Palmsonntag B = 2018
    Palmsonntag C = 14.04.2019
  2. Teil: Eine Vorausschau auf das, was ihn in Jerusalem erwartet
    – Die Passion Christi vom Letzten Abendmahl bis zum Begräbnis

Die Kartage:

– Montag:

  • Jes 42,1-9: – I. Gottesknechtslied
  • Joh 12,1-11: Die Salbung Jesu in Betanien – im Hinblick auf Jesu Tod

– Dienstag

  • Jes 49,1-9: – II. Gottesknechtslied
  • Joh 13,21-33.36-38: Ankündigung Jesu von Verrat und Verleugnung

– Mittwoch

  • Jes 50,4-9: – III. Gottesknechtslied
  • Mt 26,14-25: Vorbereitung des Paschamahles u. Ankündigung des Verrates

( Karfreitag: Jes 52,13 – 53,12: – IV. Gottesknechtslied )

Das „Triduum paschale“ –
die Feier des „Übergangs vom Tod zum Leben“

  • 1. Gründonnerstagabend – der Vorabend des Karfreitages
  1. Teil: Die Messe vom Letzten Abendmahl
    Weiße Messgewänder – feierlicher Beginn mit Glocken und Orgel und Gloria – danach schweigen Glocken, Orgel bis zum Gloria in der Osternacht – Erinnerung an das 1. Pas-chafest vor dem Auszug Israels aus Ägypten – Zeugnis von der Einsetzung der Eucharistie (1 Kor…) – Evangelium von der Fußwaschung als Auftrag Jesu, einander aus Liebe zu dienen – Kommunion unter den Gestalten von Brot und Wein – Abräumen des Altares – kein Segen (!) – stiller Auszug –
  2. Teil: nächtliche Betstunden:
    innere Teilnahme an Jesu einsamem Gebet auf dem Ölberg.
  • 2. Karfreitag

III. Teil: Die Passion Christi – seinen Kreuzweg mitgehen

  1. Teil: Die Feier vom Leiden und Sterben Christi
    … wo der Gottesdienst am Gründonnerstagabend endete, geht es nun weiter
    – stiller Einzug von Priester (in rotem Gewand – Farbe des Martyriums) und Altardiensten in die leer geräumte Kirche
    – sie werfen sich im Altarraum in Stille zu Boden, die Gemeinde kniet schweigend – still bewegt von dem, was es zu gedenken gilt: Leiden, Sterben, Tod Christi.
    – die ersten Worte des Priesters richten sich nicht wie sonst an die versammelte Gemeinde, sondern an Gott: „Gedenke Herr, der großen Taten, die dein Erbarmen gewirkt hat…“
    – Lesungen vom leidenden Gottesknecht, aus dem Hebräerbrief, der Jesus als den wahren Hohepriester vorstellt, dann die Passionsgeschichte aus dem Johannesevangelium bis zur „Erhöhung Jesu“ am Kreuz.
    – es folgen die „Großen Fürbitten“ für Kirche, Religionen und Welt…
    – anschließend wird das verhüllte Kreuz in die Kirche hereingetragen – an drei Stationen – enthüllt und von den Anwesenden verehrt: „Wir beten dich an Herr Jesus Christus und preisen dich, denn durch dein Heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.“
    – (nach einer schlichten Kommunionspendung) – stiller Auszug, ohne Segen…
    – es bleibt das Kreuz – zur persönlichen Andacht vor dem Gekreuzigten…
  2. Teil: Betrachtungen über den Tod Christi
    –> die Schmerzen Mariens – Pieta
  • 3. Karsamstag – der große Sabbat – Ruhetag
  1. Teil: („… hinabgestiegen in das Reich des Todes…“)
    – an diesem Samstag finden keine besonderen liturgischen Gottesdienste statt
    – mancherorts wird in der Karwoche jeden Morgen – auch am Karsamstag – die sog. Karmette mit den Klageliedern des Propheten Jeremia gebetet.
  • 4. Die Ostervigil – zugleich der Auftakt zum Hohen Osterfest/ und zur Osterwoche:

VII. Teil: Die Feier der Osternacht:
– die größte liturgische Feier des gesamten Kirchenjahres beginnt am Karsamstag nach Sonnenuntergang (liturgisch beginnt damit schon der Ostersonntag) und endet vor Sonnenaufgang am Ostermorgen. – In verschiedenen Gemeinden folgt danach die Osteragape – ein stärkendes Zusammensein der Feiernden bei Brot, Wein, Ostereiern…

————————————

Die “Heilige Woche“ – ein Überblick über verschiedene Meditationen:

1. Palmsonntag: Leben zwischen “Hosianna” und “Kreuzige IHN!”

– Texte der Liturgie im „Lesejahr A“ (2017)
– siehe auch Palmsonntag Lesejahr C (2016)
– Bild und Gedanken zum Einzug Jesu in Jerusalem – Hoch die Tür
– Evangelium vom Einzug Jesu in Jerusalem: zu Palmsonntag
zu Palmsonntag
Psalm-118 = der “Palmsonntagspsalm”

vom Einzug Jesu in Jerusalem am Palmsonntag bis zum Gründonnerstag:
1. Synopse ab Palmsonntag “Die letzten Tage Jesu in Jerusalem”

–> siehe auch: Psalm 24: Einzug des “Königs der Herrlichkeit” in sein Eigentum

2. Gründonnerstag: das Letzte Abendmahl Jesu im Kreis seiner Apostel:

– Texte der Liturgie „Gründonnerstag“ (2019)

Aus den Abschiedsreden Jesu:

siehe auch: Paschalamm – Opferlamm – Osterlamm

vom Letzten Abendmahl Jesu im Kreis seiner Apostel:
2. Synopse Abendmahl “Das letzte Abendmahl Christi”

3. Karfreitag – von der Gebetsnacht auf dem Ölberg bis zu Tod und Begräbnis:

– Texte der Liturgie „vom Leiden und Sterben Christi“

von der Gebetsnacht auf dem Ölberg bis zu Tod und Begräbnis Jesu:
3. Synopse Passion “Die Passion Christi”

Jesus vor Pilatus: Joh 18,33-37
Die Passion Jesu Christi nach Johannes: Joh 18,1 – 19,42
psalm-22 =
der “Karfreitagspsalm”
Psalm 22 – der „Karfreitagspsalm und das Geschehen auf Golgotha

Die Sieben Worte Christi am Kreuz
Todesanzeige Jesu
siehe auch: „Schmerzen Mariens“

Der Vollendung entgegen“ – ein Passionsweg Jesu in 14 + 1 Stationen:
Passionsweg Jesu

4. Karsamstag – Der „große Sabbat“ – der Tag der Grabesruhe

Das Geheimnis des Karsamstags: „hinabgestiegen in das Reich des Todes

OSTERN – das Hochfest der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus

– Texte der Liturgie der „Osternacht A“ (2017)

Das Lob des österlichen Lichtes – das Exsultet (Das Osterlob): Der Osterjubel

Das Ostergeschehen – im Zeugnis der vier Evangelien

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Palmsonntag:
Leben zwischen “Hosianna” und “Kreuzige IHN!”

Sonntag, 14. April 2019

FEIER DES EINZUGS CHRISTI IN JERUSALEM

Lk 19,28-40 Gesegnet sei der König, der kommt im Namen es Herrn!

Messfeier:

Jes 50,4-7
Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen, doch ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate. –> siehe: Drittes Lied vom Gottesknecht

Ps 22 (21),8-9.17-20.23-24
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
–> siehe zu Psalm 22: Geschehen auf Golgatha

Phil 2,6-11
Christus Jesus erniedrigte sich; darum hat ihn Gott über alle erhöht.
–> siehe zu Phil 2,5-11 Hymnus von Entäußerung u. Erhöhung des Sohnes Gottes

Lk 22,14 – 23,56 (oder Kurzfassung: Lk 23,1-49)
Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus
–> siehe zur Passion Christi:
3. Synopse Passion

siehe auch Schott: Palmsonntag C

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*****

Montag der Karwoche:

Jesaja 42,5a.1-7 Mein Knecht schreit nicht und lässt seine Stimme nicht auf der Straße erschallen (Erstes Lied vom Gottesknecht)
–> Jes 42,1-9: – I. Gottesknechtslied

Psalm 27 Geborgenheit in Gott

Johannesevangelium 12,1-11 Salbung Jesu in Betanien

Dienstag der Karwoche:

Jesaja 49,1-6 Ich mache dich zum Licht für die Völker, damit mein Heil bis an das Ende der Erde reicht (Zweites Lied vom Gottesknecht)
–> Jes 49,1-9: – II. Gottesknechtslied

Psalm 71: Gott – Zuflucht im Alter

Johannesevangelium 13,24-33.36-38 Einer von euch wird mich verraten. – Noch bevor der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen

Mittwoch der Karwoche:

Jesaja 50,4-9a Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen (Drittes Lied vom Gottesknecht)
–> Jes 50,4-9: – III. Gottesknechtslied

Psalm 69 –

Matthäusevangelium Mt 26,14-25 Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch wehe dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird

*****

DIE DREI ÖSTERLICHEN TAGE VOM LEIDEN, VOM TOD
UND VON DER AUFERSTEHUNG DES HERRN

Gründonnerstag:

Donnerstag, 18. April 2019

MESSE VOM LETZTEN ABENDMAHL

Ex 12,1-8.11-14 Die Feier des Paschamahles

Ps 116 (115),12-13.15-18 Der Kelch des Segens gibt uns Anteil an Christi Blut.
–>
zu Psalm 116: Erinnerung u. Dank für die Errettung

1 Kor 11,23-26 Sooft ihr von diesem Brot esst und aus diesem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des HERRN, bis er kommt.

Joh 13,1-15 Er erwies ihnen seine Liebe bis zur Vollendung.
–> siehe:Joh 13.1-38

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*****

Karfreitag

Freitag, 19. April 2019

XII. Station – aus dem Passionsweg: „Der Vollendung entgegen“ (c) G. M. Ehlert

Jes 52,13 – 53,12 Er wurde durchbohrt wegen unserer Verbrechen (Viertes Lied vom Gottesknecht)
–> Jes 52,13 – 53,12: – IV.
Gottesknechtslied

Ps 31 (30),2.6.12-13.15-17.25 Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.
–>
Psalm 31: In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist

Hebr 4,14-16; 5,7-9 Er hat den Gehorsam gelernt und ist für alle, die ihm
gehorchen, der Urheber des ewigen Heils geworden.

Joh 18,1 – 19,42 Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus.
–> Joh 18,1 – 19,42

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Das Kreuzesopfer Christi:

. Jesus war bereit
. getreu seiner göttlichen Sendung

. in seinem Lebenseinsatz
. aus Liebe zu Gott
. und zu den Menschen

. angesichts der Verblendung dieser Welt
. den höchsten Preis zu zahlen:
. verurteilt zu werden
. wie ein von Gott verfluchter Verbrecher
. am Kreuz zu sterben.

. In dieser äußersten Erniedrigung
. offenbart sich die äußerste Wucht der Liebe Gottes

. und in dieser äußersten Ohnmacht
. ergreift uns die totale Hingabe der Barmherzigkeit Gottes

. und in dieser äußersten Finsternis
. leuchtet uns die Wahrheit des Wesens Gottes auf.

Karsamstag – Tag der Grabesruhe Jesu

Samstag, 11. April 2020

“Hinabgestiegen in das Reich des Todes” –


Das Geheimnis des Karsamstags

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Ostern

Ostervigil zwischen Samstag, 11. April 2020 (nach Einbruch der Dunkelheit)
– und Sonntag, 12. April 2020 (vor Sonnenaufgang)

DIE FEIER DER OSTERNACHT

  1. Gen 1,1 – 2,2 Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut.
    Oder: Gen 1,1.26-31a Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut.
    –> siehe Gen 1,1 – 2,4: Gedanken zum Schöpfungshymnus

Ps 104 (103),1-2.5-6.10.12.13-14b.24.1ab Sende aus deinen Geist und das Antlitz der Erde wird neu.
–> siehe: Psalm 104: Ein Loblied auf die herrliche Schöpfung Gottes

Oder: Ps 33 (32),4-7.12-13.20.22 Von deiner Huld, o Herr, ist die Erde erfüllt.
–> siehe: Psalm 33: Gottes Wirken in Schöpfung, Geschichte im eigenen Leben

  1. Gen 22,1-18 Das Opfer unseres Vaters Abraham
    Oder: Gen 22,1-2.9a.10-13.15-18 Das Opfer unseres Vaters Abraham
    –> siehe: Gen 22,1-19: Prüfung Abrahams

Ps 16 (15),5.8-10.2.11 Behüte mich Gott, denn ich vertraue auf dich.
–> siehe: Psalm 16: Vom wahren Lebensglück – und wie ich es erlange

III. Ex 14,15 – 15,1 Die Israeliten zogen auf trockenem Boden mitten durch das Meer.

Cant. Ex 15,1b-6.13.17-18 Dem Herrn will ich singen, machtvoll hat er sich kundgetan.
–> siehe: Ex 15,1-21: Das Siegeslied der Mirjam

  1. Jes 54,5-14 Mit ewiger Huld habe ich Erbarmen mit dir, spricht dein Erlöser, der HERR.

Ps 30 (29),2.4-6.12a.13b Herr, du zogst mich empor aus der Tiefe; ich will dich rühmen in Ewigkeit.

  1. Jes 55,1-11 Kommt zu mir, dann werdet ihr leben. Ich will einen ewigen Bund mit euch schließen.

Cant. Jes 12,2-3.4bcd-6 Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude aus den Quellen des Heils.

  1. Bar 3,9-15.32 – 4,4 Geh deinen Weg im Licht der Weisheit Gottes!

Ps 19 (18),8-12 Herr, du hast Worte des ewigen Lebens.
–> siehe: zu Psalm 19: Wie am Himmel so auf Erden – geschehe dein Wille u.
Psalm 19

VII. Ez 36,16-17a.18-28 Ich gieße reines Wasser über euch aus und schenke euch ein reines Herz
–> siehe: Ez 36,16-38 Das neue Herz

Ps 42 (41),3.5.10a; 43 (42),3-4 Wie der Hirsch verlangt nach frischem Wasser, so verlangt meine Seele, Gott, nach dir.
–> siehe:
zu Psalm 42 u. 43: Dürstendes Harren auf Gott u. Bitte um Hilfe

Falls eine Taufe gespendet wird: Cant. Jes 12,2-3.4bcd-6 Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude aus den Quellen des Heils.
Oder: Ps 51 (50),12-15.18-19 Ein reines Herz erschaffe mir, o Gott!
–> siehe:
zu Psalm 51: (nicht nur) Davids Bitte um Vergebung u. Neuschaffung

Epistel: Röm 6,3-11 Sind wir mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden
–> siehe
Röm 6,1-14:  Eins werden mit Jesu Tod und Leben durch die Taufe

Ps 118 (117),1-2.16-17.22-23 Halleluja, halleluja, halleluja.
–> siehe zu Psalm 118: Der „Palmsonntagspsalm

Evangelium: Lk 24,1-12: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten
–> siehe
Lk 24,1-12: Reaktionen der Frauen u. der Apostel auf die Auferstehungsbotschaft

 

Das Lob des österlichen Lichtes – das Exsultet (Das Osterlob): Der Osterjubel

Das Ostergeschehen – im Zeugnis der vier Evangelien

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*****

Das Heilsgeschehen Jesu Christi
von seinem Einzug in Jerusalem (= Palmsonntag)
bis zu seinem Tod und Begräbnis (= Karfreitag)

im Zeugnis der vier Evangelisten (Matthäus, Markus, Lukas, Johannes)

eine Zusammenschau (= Synopse)

– zusammengestellt von G. M. Ehlert

vom Einzug Jesu in Jerusalem am Palmsonntag bis zum Gründonnerstag:
1. Synopse ab Palmsonntag „Die letzten Tage Jesu in Jerusalem“

vom Letzten Abendmahl Jesu im Kreis seiner Apostel:
2. Synopse Abendmahl „Das letzte Abendmahl Christi“

von der Gebetsnacht auf dem Ölberg bis zu Tod und Begräbnis:
3. Synopse Passion „Die Passion Christi“

+

„Der Vollendung entgegen“ – ein Passionsweg Christi in 14 + 1 Stationen
von Georg Michael Ehlert
–> zu den 14 + 1 Stationen des Passionsweges Jesu Passionsweg Jesu

Ein Vorgeschmack auf Ostern: Das Exsultet: Der Osterjubel

 

Palmsonntag

Impulse zu einem Hausgottesdienst am Palmsonntag, 05. April 2020

Vorbereitung:

Wir versammeln uns als „kleine Hauskirche“ in unserem Wohnraum.
Wir stellen ein Kreuz auf unseren Tisch und
zünden eine Kerze an. Sie erinnert uns an die Gemeinschaft mit Jesus Christus.
Wir legen – wenn es möglich ist – einen Palmzweig dazu.
Wer singen möchte – zwei Lieder aus dem Gotteslob (Anhang Bistum Münster):
GL 770: Sion, singe Jubelpsalmen… und 772: Jesus zieht in Jerusalem ein, Hosianna!

Dann beginnen wir mit dem Kreuzzeichen:

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ – „Amen!“

Einführung:

Am Palmsonntag feiern wir, dass Jesus in die Stadt Jerusalem einzog.
Wir stellen uns einmal folgendes vor: Wir – unsere Hausgemeinschaft –
Ja jeder einzelne ist diese Stadt Jerusalem.

Jerusalem heißt: „Stätte des Friedens“ – Sind wir – ist unser Herz eine „Stätte des Friedens?

Auch in der Stadt Jerusalem gab es damals viel Streit und Unfrieden.
Manchmal ist es ja auch so, dass in unserer Hausgemeinschaft – in unserem Herzen  Unfrieden herrscht.

Doch gerade auch in unsere Hausgemeinschaft, und in unser Herz
will Jesus jetzt einziehen.
Wir können für ihn unser Herz  öffnen mit einem Gebet:

Gebet:

Jesus, du bist der Heiland und Retter der Menschen.
Wir vertrauen dir.
Du bist damals in Jerusalem eingezogen, in eine Stadt voller Unfrieden und Angst.
Heute willst du bei uns einziehen – in unsere Hausgemeinschaft und in unser Herz.
Die Menschen damals riefen laut: „Hosanna, dem Sohne Davids, Hosanna in der Höhe!“
Das gleiche rufen auch wir heute: „Komm uns zu Hilfe! – Jesus, du bist wahrhaft ein guter Helfer.“ Jetzt und in Ewigkeit.

Amen.

(( Wir können nun auch einen Psalm beten, den schon die gläubigen Menschen des Volkes Israel gebetet haben lange bevor Jesus auf die Welt kam. In diesen Gebet zeigt sich ihre – und unsere – Hoffnung, dass Gottes Helfer und Retter zu uns kommt. (Der „HERR“ – mit großen Buchstaben geschrieben ist der gute Gott, der immer liebend bei uns ist.)

Psalm 118: Dankbares Bekenntnis zur Hilfe Gottes

Danket dem HERRN, denn er ist gütig. –
Ja, seine Huld währt ewig.

So soll Israel sagen: –
Ja, seine Huld währt ewig.

So soll das Haus Aaron sagen: –
Ja, seine Huld währt ewig.

So sollen alle sagen, die den HERRN fürchten und ehren: –
Ja, seine Huld währt ewig.

In der Bedrängnis rief ich zum HERRN; –
der HERR hat mich erhört und mich frei gemacht.

Der HERR ist bei mir, ich fürchte mich nicht.
– Was können Menschen mir antun?

Der HERR ist bei mir, er ist mein Helfer, –
ich aber schaue auf meine Hasser herab.

Besser, sich zu bergen beim HERRN, –
als auf Menschen zu bauen.

Besser, sich zu bergen beim HERRN; –
als auf Fürsten zu bauen.

Alle Völker umringen mich; –
ich wehre sie ab im Namen des HERRN.

Sie umringen, ja, sie umringen mich; –
ich wehre sie ab im Namen des HERRN.

Sie umschwirren mich wie Bienen,
wie ein Strohfeuer verlösen sie; –
ich wehre sie ab im Namen des HERRN.

Sie stießen mich hart, sie wollten mich strüzen;
– der HERR aber hat mir geholfen.

Meine Stärke und mein Lied ist der HERR; –
er ist für mich zum Retter geworden.

Frohlocken und Jubel erschallt in den Zelten der Gerechten:
– „Die Rechte des HERRN wirkt mit Macht!

Die Rechte des HERRN ist erhoben, –
die Rechte des HERRN wirkt mit Macht!“

Ich werde nicht sterben, sondern leben, –
um die Taten des HERRN zu verkünden.

Der HERR hat mich hart gezüchtigt, –
doch er hat mich nicht dem Tod übergeben.

Öffnet mir die Tore zur Gerechtigkeit, –
damit ich eintrete, um dem HERRN zu danken.

Das ist das Tor zum HERRN, –
nur Gerechte treten hier ein.

Ich danke dir, dass du mich erhört hast; –
du bist für mich zum Retter geworden.

Der Stein, den die Bauleute verwarfen, –
er ist zum Eckstein geworden.

Das hat der HERR vollbracht, –
vor unseren Augen geschah dieses Wunder.

Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat; –
wir wollen jubeln und uns an ihm freuen.

Ach, HERR, bring doch Hilfe! –
Ach, HERR, gib doch Gelingen!

Gesegnet sei er, – der kommt im Namen des HERRN. –
Wir segnen euch, vom Haus des HERRN her.
Gott, der HERR, erleuchte uns. –

Mit Zweigen in den Händen schließt euch zusammen zum Reigen, –
bis zu den Hörnern des Altars!

Du bist mein Gott, dir will ich danken; –
mein Gott, dich will ich rühmen.

Danket dem HERRN, ja er ist gütig; –
ja seine Huld währt ewig.

Wir hören nun aus dem Evangelium
– der frohmachenden Botschaft von Jesus Christus, so wie es uns der Evangelist Matthäus im 21. Kapitel in den Versen 1 bis 11 aufgeschrieben hat:

Als sich Jesus mit seinen Begleitern Jerusalem näherte und nach Betfage am Ölberg kam,  schickte er zwei Jünger voraus und sagte zu ihnen:
Geht in das Dorf, das vor euch liegt;
dort werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr.
Bindet sie los, und bringt sie zu mir!
Und wenn euch jemand zur Rede stellt,
dann sagt: Der Herr braucht sie, er lässt sie aber bald zurückbringen.

Das ist geschehen, damit sich erfüllte,
was durch den Propheten gesagt worden ist:
Sagt der Tochter Zion:
Siehe, dein König kommt zu dir.
Er ist friedfertig,
und er reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers.

Die Jünger gingen und taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte.
Sie brachten die Eselin und das Fohlen,
legten ihre Kleider auf sie,
und er setzte sich darauf.

Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf der Straße aus,
andere schnitten Zweige von den Bäumen
und streuten sie auf den Weg.
Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die ihm folgten,
riefen:

Hosanna dem Sohn Davids!
Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn.
Hosanna in der Höhe!

Als er in Jerusalem einzog,
geriet die ganze Stadt in Aufregung,
und man fragte:
Wer ist das?
Die Leute sagten:
Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa.

 

Bild und Meditation
(Wir können nun folgendes Bild zuerst in Stille anschauen
und dann einander mitteilen, was wir entdeckt haben)

Palmsonntag1a

Gedanken des „Palmesels“

Wenn der Palmesel sprechen könnte…
dann könnte er uns erzählen,
wie er zu einem ‚Christophorus‘ geworden ist

„Wer sagt denn, dass ich nicht sprechen kann??? –
Schon einer meiner Vorgänger konnte sprechen – so steht es in der Bibel geschrieben.
Ich meine Bileams Esel, der den warnenden Engel sah und vor ihm auf die Knie ging,
obwohl ihn der Seher Bileam dreimal schlug, weil er den Engel Gottes nicht sah… (vgl. Num 22,21ff)

Ja, mein Schicksal ist es, dass ich vom Menschen oft geschlagen werde wie ein Sklave…

„Futter, Stock und Last für den Esel,
Brot, Schläge und Arbeit für den Sklaven.“ –
sagt der Weisheitslehrer Jesus Sirach (Sir 33,25).

Doch Gott hat Erbarmen auch mit uns geplagten Eseln.
Er spricht zum Menschen von dessen Liebespflicht,
sogar dem Esel seines Gegners Gutes zu tun:

„Wenn du siehst, wie der Esel deines Gegners unter der Last zusammenbricht,
dann lass ihn nicht im Stich, sondern leiste ihm Hilfe.“ (Ex 23,5)

Gottes Wille ist es auch, dass das Gebot der Sabbatruhe auch für uns Esel gilt. (Ex 23,12)

Doch ich will ja von etwas ganz anderem erzählen:
Ich durfte nicht nur Abraham und andere menschliche Größen tragen,
sondern sogar den „König der Könige“ –
Auf dem Weg von Nazaret nach Betlehem, als Maria ihn unter ihrem Herzen trug.
Auch bei seiner Geburt durfte ich – zusammen mit dem Ochsen – dabei sein,
denn anders als viele dummen und störrischen Menschen hat der Prophet Jesaja richtig erkannt:

„Der Ochse kennt seinen Besitzer
und der Esel die Krippe seines Herrn.“ (Jes 1,3)

Und wie hätte die Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten und später zurück nach Nazaret gelingen können – ohne meinen demütigen Dienst.

Den „König des Friedens“ habe ich tragen dürfen bei seiner feierlichen Prozession zum Heiligtum in Jerusalem – kurz vor dem Pas-chafest, das in besonderer Weise in die Geschichte der Menschheit einging.
Mit Kleidern geschmückt, zog Jesus auf meinem Rücken thronend in Jerusalem ein,
genau so, wie es der Prophet Sacharja Jahrhunderte zuvor geweissagt hat:

„Juble laut, Tochter Zion!
Jauchze, Tochter Jerusalem!
Siehe, dein König kommt zu dir.
Er ist gerecht und hilft;
er ist demütig
und reitet auf einem Esel,
auf einem Fohlen,
dem Jungen einer Eselin.“ (Sach 9,9)

So bin ich demütiger Esel zu einem „Christo-phorus“ d.h. zu einem Christus-Träger geworden.“

Fürbitten:

Die Menschen, die damals Jesus auf dem Weg nach Jerusalem mit ihren Palmzweigen begleiteten, haben gerufen: Hosianna, dem Sohne David!
So rufen auch wir: Jesus, komm uns zu Hilfe!
(Jeder, der mag, kann nun ein Gebetsanliegen nennen. –
Nach jedem Anliegen rufen wir: Jesus, komm uns zu Hilfe!)

Vater unser

Wir beten gemeinsam, wie Jesus seine Freunde zu beten gelehrt hat:

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. – Amen.

Segensgebet

Guter Gott, mit dem heutigen Palmsonntag beginnt die Karwoche,
die Woche in der wir uns besonders an das Leiden Jesu bis zu seinem Tod am Kreuz erinnern.
Steh auch uns – und allen Menschen, an die wir nun denken – in dieser Zeit bei.
Und so segne und beschütze uns der gute Gott
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. – Amen.

Zum Abschluss

Wir können nun unseren Palmzweig an das Kreuz Jesu stecken…
und danach etwas Schönes miteinander tun (gemeinsam essen, spielen…)

Links:

  • zur Statio: Lk 19,28-40 Gesegnet sei der König, der kommt im Namen es Herrn!
    –> siehe: Lk 19.28-40
  • zur 1. Lesung: Jes 50,4-7 Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen, doch ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate.
    –> siehe: Drittes Lied vom Gottesknecht
  • zum Antwortpsalm: Ps 22 (21),8-9.17-20.23-24 Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
    –> siehe zu Psalm 22: Geschehen auf Golgatha
  • zur 2. Lesung: Phil 2,6-11 Christus Jesus erniedrigte sich; darum hat ihn Gott über alle erhöht.
    –> siehe zu Phil 2,5-11 Hymnus von Entäußerung u. Erhöhung des Sohnes Gottes
  • zur Passion nach Lukas:  Lk 22,14 – 23,56 Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus
    –> siehe zur Passion Christi:
    3. Synopse Passion

-> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott: Palmsonntag i.J. C

siehe auch:

–> Palmsonntag

–> Psalm 118: Der “Palmsonntagspsalm

–> zum Bitt- bzw. Huldigungsruf: Hosianna

–> Psalm 24: Einzug des “Königs der Herrlichkeit” in sein Eigentum

–> Der Palmesel

–> Die Heilige Woche (= Karwoche)

 

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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.Stand: 04. April 2020

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5. Fastensonntag A

5. Fastensonntag A

Sonntag, 29. März 2020

1. Lesung: (Ez 37,12b-14) Gott haucht den Menschen neuen Lebensgeist ein…
2. Lesung: (Röm 8,8-11) Wer aus Gottes Geist lebt, hat teil am Leben Christi…
Evangelium: (Joh 11,1-45) Wer an Christus glaubt, wird leben…

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4. Fastensonntag A

4. Fastensonntag A – Laetare

Sonntag, 22. März 2020

1. Lesung: (1 Sam 16,1-13) Der Mensch sieht, was vor Augen ist…
2. Lesung: (Eph 5,8-14) Lebt als Kinder des Lichts…
Evangelium: (Joh 9,1-41) Blinde werden sehend und Sehende werden blind…

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3. Fastensonntag A

3. Fastensonntag A

Sonntag,  15. März 2020

1. Lesung: (Ex 17,3-7) Wasser aus dem Felsen…
2. Lesung: (Röm 5,1-2.5-8) die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen…
Evangelium: (Joh 4,5-42) lebendiges Wasser, das zur sprudelnden Quelle wird… 

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2. Fastensonntag A

2. Fastensonntag A

Sonntag, 8. März 2020

1. Lesung: (Gen 12,1-4a) Abram! Zieh weg!
2. Lesung: (2 Tim 1,8b-10) Mit einem heiligen Ruf hat Gott uns gerufen…
Evangelium: (Mt 17,1-9) Christus wurde vor ihren Augen verwandelt…

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1. Fastensonntag A

1. Fastensonntag A

Sonntag, 1. März 2020

1. Lesung: (Gen 2,7-9; 3,1-7) …ihr werdet sein wie Gott
2. Lesung: (Röm 5,12-19) …durch einen Menschen kam die todbringende Sünde in die Welt…
Evangelium: (Mt 4,1-11) auch Jesus – vom Teufel in Versuchung geführt… 

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