Archiv der Kategorie: Feste

Taufe des Herrn (1.C)

Fest der Taufe des Herrn

Sonntag, 13. Januar 2019

Abschluss der Weihnachtszeit

Liturgische Texte zum Fest der Taufe des Herrn (C)

Eröffnungsvers (vgl. Mt 3,16-17)
Als Jesus getauft war, öffnete sich der Himmel,
und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen.
Und die Stimme des Vaters aus dem Himmel sprach:
Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen habe.

Tagesgebet
Allmächtiger, ewiger Gott,
bei der Taufe im Jordan
kam der Heilige Geist auf unseren Herrn Jesus Christus herab,
und du hast ihn als deinen geliebten Sohn geoffenbart.
Gib, dass auch wir,
die aus dem Wasser und dem Heiligen Geist wiedergeboren sind,
in deinem Wohlgefallen stehen
und als deine Kinder aus der Fülle dieses Geistes leben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus…

1. Lesung Jes 42,5a.1-4.6-7
Seht, das ist mein Knecht, an ihm finde ich Gefallen

Antwortpsalm Ps 29,1-2.3ac-4.3b. u. 9b-10
Der HERR schenkt seinem Volk den Frieden

(oder:
1. Lesung Jes 40,1-5.9-11
Dann offenbart sich die Herrlichkeit des HERRN, alle Sterblichen werden sie sehen

Antwortpsalm Ps 104,1-2.3-4.24-25.27-28.29-30
Lobe den HERRN, meine Seele! HERR, mein Gott, wie groß bist du!)

2. Lesung aus der Apostelgeschichte (Apg 10,34-38)  
Gott hat Jesus gesalbt mit dem Heiligen Geist

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Mt 3,16-17; Mk 9,7)
Halleluja. Halleluja.
Der Himmel öffnete sich, und eine Stimme sprach:
Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören!
Halleluja!

(oder:
2. Lesung aus dem Paulusbrief an Titus (Tit 2,11-14; 3,4-7)
Er hat uns gerettet durch das Bad der Wiedergeburt und die Erneuerung im Heiligen Geist

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Lk 3,16)
Halleluja. Halleluja.
Johannes sagte:
Es kommt einer, der stärker ist als ich.
Mit dem Heiligen Geist und mit Feuer wird er euch taufeen.
Halleluja.)

Evangelium aus dem Lukasevangelium (Lk 3,15-16.21-22)  
Jesus ließ sich taufen; und während er betete, öffnete sich der Himmel 

* * *

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EvangelientextÜbersetzung G. M. Ehlert

Evangelium im Lesejahr C: Lukas 3,15-16. 21-22

15 Erwartend aber (war) das Volk
und alle (waren) Durchdenkende in ihrem Herzen
betreffend den Johannes,
ob nicht etwa er selbst der Christus sei, 

16 Es gab zur Antwort ihnen sagend der Johannes:
„Ich – nur (ins) Wasser tauche ich euch ein,
es kommt aber der Stärkere als ich,
          welchem ich nicht groß genug bin
          zu lösen die Riemen der Sandalen von ihm,
er selbst wird euch eintauchen in heiligem Geist und Feuer. 

((Verse 17 – 20))

21 Es geschah aber
in dem sich eintauchen lassend all das Volk,
auch Jesus (wird) eingetaucht
und betend
wird geöffnet der Himmel 

22 und herab steigt der Geist der Heilige
          in Gestalt sichtbar wie eine Taube
auf ihn

Und eine Stimme aus dem Himmel geschah:
„Du bist mein Sohn, der Geliebte,
an dir (habe ich) Wohlgefallen.“

* * *

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Bild zur Meditation:
Taufe-Jesu1

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Impulse zum Fest der Taufe des Herrn:

„Das ganze Volk war voller Erwartung!“
Zu Hunderten, vielleicht zu Tausenden sind damals die Menschen aus Jerusalem und von überall her zum Jordan geströmt, um Johannes zu hören.
„Das ganze Volk war voller Erwartung!“
Und im Stillen dachten sie: Ob Johannes nicht vielleicht selber der Messias ist?

Kurz eine Zwischenfrage: Gilt das für uns auch, dass wir voller Erwartung sind?
Voller Erwartung, dass wir damit rechnen: Wann tut Gott endlich etwas?
Wenn wir sonntags zur heiligen Messe kommen, sind wir dann voller Erwartung, dass Gott uns heute trifft, dass er uns anspricht?

„Das ganze Volk war voller Erwartung.“
Wenn wir nichts mehr erwarten, dann ist das so, als wenn wir dem Wirken Gottes einen Riegel vorschieben, ihm die Hände binden. Wer nichts mehr erwartet, der darf sich nicht wundern, dass letztlich das ganze Christenleben furchtbar langweilig wird.

„Ich taufe mit Wasser…“
Die Menschen damals haben große Erwartungen gehabt an Johannes.
„Ob er vielleicht selbst der Messias ist…?“
Doch er wehrt ab: „Ich taufe mit Wasser.“
Wir kennen die Redensart: „Der kocht auch nur mit Wasser.“
Johannes will damit sagen. Ich bin ein Mensch wie ihr. Wenn ihr von mir etwas erwartet, dann werdet ihr immer irgendwo enttäuscht.
Das gilt heute auch. Wenn wir von Menschen etwas erwarten, dann werden wir wechselseitig enttäuscht sein, weil wir alle „mit Wasser kochen“.

Und darum wird diese falsche Erwartung der Menschen im Evangelium umgebogen. Johannes sagt: „Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich. Und er wird nicht mit Wasser taufen, sondern er wird mit Heiligem Geist und mit Feuer taufen.“

Was bei der Taufe Jesu geschieht:
Wenige Tage später kommt Jesus an den Jordan und lässt sich selber von Johannes taufen.

Er – der Gottessohn – steigt hinab zum Jordan – er steigt hinab, dorthin, wo wir Menschen sind;
Er – der Sündenlose – stellt sich in die Reihe der Sünder, die von Johannes die Taufe der Umkehr empfangen wollen;
Er – der Reine – unterzieht sich dem Taufbad der Reinigung.

Und dann geschieht das, was man mit einer „Gottesoffenbarung“ umschreiben kann.
„Während er betete (= die Verbindung mit Gott pflegte)
– öffnete sich der Himmel –
– und der Heilige Geist kam sichtbar in Gestalt einer Taube auf ihn herab, –
wie am Anfang der Schöpfung, wo Gottes Geist über den Wassern schwebte;
– und eine Stimme aus dem Himmel sprach: – wie bei der Gottesoffenbarung am Sinai…
– „Du bist mein geliebter Sohn, – vgl. Ps 2
– an dir habe ich Gefallen gefunden.“ – vgl. Gottesknechtslied bei Jesaja.

Bei der Taufe Jesu geschahen entscheidende Dinge.
Mich erstaunt, dass auf diese göttliche Offenbarung hin überhaupt keine Reaktion berichtet wird. Nur Johannes scheint sie wahrgenommen zu haben.
Er bezeugt an anderer Stelle von diesem Erlebnis:
„ Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb. …
Das habe ich gesehen, und ich bezeuge: Er ist der Sohn Gottes.“ (Joh 1,33f).

Auch für uns Getaufte gelten diese drei Aussagen dieser Gottesoffenbarung.
1. Auch bei unserer Taufe öffnet sich der Himmel und Gottes Geist kommt auf uns herab
Das ist ein Bild dafür, dass Gott selbst die Verbindung mit uns aufnimmt.
Israel, das Volk Gottes hatte im Laufe der Geschichte den Eindruck gewonnen: Durch unsere Sünde ist der Himmel verschlossen. Wir kommen nicht mehr zu Gott durch. Gott hört uns nicht. Er greift auch nicht ein.
Doch das Evangelium sagt: Der Himmel öffnet sich über dir.
Du kannst mit Gott Verbindung aufnehmen durch das Gebet.
(Das griechische Wort für beten bedeutet: seine Wünsche zu Gott hin richten).
Wenn wir unsere Wünsche zu dem lebendigen Gott hin richten, dann öffnet sich der Himmel und Gottes Geist steht uns bei.

2. Gott sagt als erstes auch zu uns: Du bist mein geliebter Sohn / du bist meine geliebte Tochter.
Das gilt für jede und jeden von uns, denn durch die Taufe sind wir in die große Gottesfamilie aufgenommen worden.
„Wir heißen Kinder Gottes und wir sind es.“
Und an anderer Stelle: „Wir haben den Geist empfangen, der uns zu Kindern Gottes macht, den Geist, in dem wir rufen: ABBA, guter Vater…“
Das heißt auch: das verheißene Erbe – die Gemeinschaft mit Gott im Himmel – kann uns keiner mehr nehmen.

3. Und auch uns wird zugesagt aufgrund der Taufe: an dir habe ich Gefallen gefunden.
Und das sagt Gott zu jeder und jedem: „Du bist ein Mensch, an dem ich Wohlgefallen habe.“ Mit allen Macken und Kanten, so wie Du bist. Wenn Gott Dich anschaut, wenn er in Dein Gesicht schaut, dann ist es gleichsam so, als wenn er in einen Spiegel schaut, weil Du sein Ebenbild bist. Darum bist Du ihm ungeheuer wichtig. „Ich habe an dir Wohlgefallen.“ Das tut so gut, wenn man weiß: Gott hat an mir Wohlgefallen. Es kann nämlich sein, dass wir in Situationen kommen, wo kein Mensch mehr an uns Wohlgefallen hat, wo ich mich selber vielleicht nicht mehr ausstehen kann. Aber dann gilt immer noch. Gott hat an mir Wohlgefallen.

All das Große, das am Jordan seinen Anfang nimmt, beginnt mit dieser Haltung: „Das ganze Volk war voller Erwartung.“ Und ich wünschte mir dies Eine: Wenn wir schon keine große Erwartung haben, dann doch wenigstens eine kleine Erwartung, aber an einen großen Gott.

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Links:

–> zum Antwortpsalm: Psalm 29: Erscheinen der Herrlichkeit Gottes in Naturgewalten

–> zum Evangelium: –

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott: Fest Taufe des Herrn

–> zu Johannes d. Täufer: siehe auch: – “Zeuge für das Licht

–> zum Afrikatag (im Bistum Münster = 13. Januar 2019): missio – Afrikatag 2019

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 10. Januar 2019

 

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Epiphanie 2019

Hochfest der Erscheinung des Herrn
(Epiphanias)

Sonntag, 6. Januar 2019

allgemein bekannt unter dem Festtag der „Heiligen Drei Könige

Liturgische Texte zum Hochfest der Erscheinung des Herrn

Eröffnungsvers (vgl. Mal 3,1; 1 Chr 19,12)
Seht, gekommen ist der Herrscher, der HERR.
In seiner Hand ist die Macht und das Reich.

Tagesgebet
Allherrschender Gott,
durch den Stern, dem die Weisen gefolgt sind,
hast du am heutigen Tag
den Heidenvölkern deinen Sohn geoffenbart.
Auch wir haben dich schon im Glauben erkannt.
Führe uns vom Glauben
zur unverhüllten Anschauung deiner Herrlichkeit.
Darum bitten wir durch Jesus Christus…

1. Lesung Jes 60,1-6
Die Herrlichkeit des HERRN geht leuchtend auf über dir

Antwortpsalm    Ps 72, 1-2.7-8.10-11.12-13
Alle Könige müssen ihm huldigen, alle Völker ihm dienen

2. Lesung Eph 3,2-3a.5-6
Jetzt ist offenbart worden: Auch die Heiden haben an der Verheißung in Christus Jesus teil

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Mt 2,2)
Halleluja. Halleluja.
Wir haben seinen Stern gesehen
und sind gekommen, dem HERRN zu huldigen.
Halleluja!

Evangelium Mt 2,1-12
Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen

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EvangelientextÜbersetzung G. M. Ehlert

–> Mt 2,1-12     

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Bild zur Meditation:

Das Hochfest Epiphanias am 6. Januar

– zeigt, wie die Völker zu Christus finden können.

Es ist „das zweite Weihnachtsfest“.

Kweg-a

zu einer Bild-Meditation: Der Königsweg – Bild u. Gedanken zu Mt 2,1-12
(Eine Power-Point-Präsentation – Klicken Sie sich durch!
Zur Beendigung das Präsentationsfenster schließen)

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Impulse zum 6. Januar:

Hochfest der Erscheinung des Herrn
und die „heiligen drei Könige“

Das Hochfest der „Erscheinung des Herrn“ (Epiphanias) – im allgemeinen Sprachgebrauch auch Fest der „Heiligen Drei Könige“ ist ein „zweites Weihnachtsfest.

Während an Weihnachten (25. Dezember) das Geheimnis der Geburt des Gottessohnes Jesus den Hirten – als Vertretern des jüdischen Volkes – durch Engel erschlossen wird,

kommen am Hochfest der Erscheinung des Herrn (6. Januar) mit den Sterndeuter aus dem Osten die Vertreter der Völker zu der Erkenntnis, dass in der Geburt Jesu der wahre Friedenskönig auf die Welt gekommen ist.

Das Evangelium von den Sterndeutern aus dem Osten, die den “neugeborenen König der Juden” in Jerusalem suchen und in Betlehem finden:

Mt 2,1-12

Wie aus den “Magoi” (aus dem Matthäusevangelium) die “heiligen Drei Könige” wurden:

  • Sie waren “Magoi” (Magier)

= Mitglieder einer persischen Priesterkaste, die dem persischen Gott des Lichtes (Mithras) dienten. Sie waren zugleich Astrologen und wirkten oft als Berater von Königen, Fürsten und reichen Leuten.

Magier = Menschen, die im Blick auf den nächtlichen Sternenhimmel sehnsüchtig nach der Erfüllung göttlicher Verheißung Ausschau hielten.

  • Sie waren “Sterndeuter” – so nennt sie das Matthäusevangelium

d.h. Menschen, die aus dem Erkennen der Sterne die richtigen Schlüsse ziehen können.

Sterndeuter = Menschen, die in der Sternstunde ihres Lebens aufbrechen auf einen weiten Weg, um das Verheißene zu finden, im Vertrauen auf die Zeichen, die Gott gibt.

  • Es waren “Drei“ – so bezeugen es alte Traditionen

Die Dreizahl leitet sich wohl von den drei Gaben Gold, Weihrauch und Myrrhe her

  • Es waren 3 Männer – so in alten Schriften = Menschen mit Manneskraft – Tapferkeit und Ausdauer
  • Sie werden “Könige” genannt – seit dem 6. Jahrhundert
  • Sie bekommen die Namen: Caspar, Melchior, Balthasar – seit dem 9. Jahrhundert
  • Den “Mohrenkönig” gibt es seit dem 12. Jahrhundert.

Sie gelten als Vertreter – der drei Rassen (Inder, Europäer, Afrikaner) – der drei Erdteile (Asien, Europa, Afrika) – der drei Lebensalter (Jugend, Mannesalter, Greis)

  • Die Reliquien der Heiligen Drei Könige wurden in Mailand verehrt und 1164 nach Köln überführt, wo sie in einem Goldschrein im Dom aufbewahrt werden.
  • Sie gelten als die Patrone der Reisenden.

Die Gasthausnamen Mohr, Stern, Krone erinnern daran.

 

 

Erscheinung des Herrn – Taufe des Herrn – Hochzeit zu Kana

Das Hochfest, das die Kirche jedes Jahr am 6. Januar feiert, hat offiziell die Bezeichnung: „Epiphania Domini“ = Erscheinung des Herrn.

Mit „Erscheinung“ ist hier gemeint, dass durch Jesus die Herrlichkeit Gottes in der Welt erschienen ist.
Im Festevangelium dieses Tages (Mt 2,1-12) wird berichtet, wie Magoi (= Sterndeuter) aus dem Osten (d.h. aus heidnischen Völkern) zu Christus, dem „König der Juden“ finden und in Ihm den verheißenen König des Friedens erkennen. – Im Volksmund ist dieses Fest bekannter unter der Bezeichnung: „Heilige Drei Könige“ / „Dreikönigstag“.

Der Kehrvers zum Benediktus und zum Magnifikat an diesem Festtag (6. Januar) im kirchlichen Stundengebet deutet neben der Erscheinung des Herrn vor den Vertretern der nicht jüdischen Völkern auch auf die Erscheinung des Herrn bei der Taufe und bei der Hochzeit zu Kana hin.

Benedictus-Antiphon am 6. Januar:

„Heute wurde die Kirche dem himmlischen Bräutigam vermählt:
Im Jordan wusch Christus sie rein von ihren Sünden.
Die Weisen eilen mit Geschenken zur königlichen Hochzeit.
Wasser wird in Wein gewandelt und erfreut die Gäste.
Halleluja.“

Magnificat-Antiphon am 6. Januar:

„Drei Wunder heiligen diesen Tag:
Heute führte der Stern die Weisen zum Kind in der Krippe.
Heute wurde Wasser zu Wein bei der Hochzeit.
Heute wurde Christus im Jordan getauft, uns zum Heil.
Halleluja.“

An all diese 3 Erscheinungsweisen der Herrlichkeit Gottes im menschgewordenen Sohn Gottes wurde lange Zeit in der Kirche an diesem einen Festtag gedacht.

Erst die Liturgiereform der katholischen Kirche im Jahr 1969 hat auf den Sonntag nach dem 6. Januar das Fest der Taufe des Herrn gelegt, mit dem nun der weihnachtliche Festkreis endet und die Zeit des Jahreskreises beginnt.

An die Hochzeit zu Kana wird seither alle drei Jahre am 2. Sonntag im Jahreskreis im Sonntagsevangelium (= Joh 2,1-12) erinnert.

Erscheinung der Göttlichkeit Jesu: a) in der Begegnung mit den Sterndeutern aus dem Morgenland; b) bei der Taufe Jesu im Jordan u. c) bei der Hochzeit in Kana - Grafik: (c) G. M. Ehlert, 13.01.2013

Erscheinung der Göttlichkeit Jesu: a) in der Begegnung mit den Sterndeutern aus dem Morgenland; b) bei der Taufe Jesu im Jordan u. c) bei der Hochzeit in Kana – Grafik: (c) G. M. Ehlert, 13.01.2013

Weihnachtliche Impulse von Bischof Lettmann
(gestorben am 16.04.2013 in Betlehem, dem Geburtsort Jesu)

Was bleibt?

In der zweiten Vesper am Fest der Erscheinung des Herrn heißt es in der Antiphon zum Magnifikat:
„Drei Wunder heiligen diesen Tag:
Heute führte der Stern die Weisen zum Kind in der Krippe.
Heute wurde Wasser zu Wein bei der Hochzeit.
Heute wurde Christus im Jordan getauft uns zum Heil. Halleluja.“

Drei Bilder lässt uns diese Antiphon schauen, die die Herrlichkeit Jesu Christi offenbaren.

Die Weisen haben den Stern des neugeborenen Königs der Juden aufgehen sehen und sind gekommen, ihm zu huldigen: „Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar(Mt 2,11).

Bei der Hochzeit zu Kana wurde das Wasser zu Wein verwandelt.
Im Johannesevangelium heißt es: „So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit, und sein Jünger glaubten an ihn“ (Joh 2,11).

Bei der Taufe Jesu „öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden haben“ (Mt 3,16-17).

Ein Hymnus im französischen „Magnificat“ nimmt Bezug auf diese dreifache Offenbarung der Herrlichkeit des Herrn. Doch er stellt fest: Der Stern, dem die Weisen gefolgt sind, ist erloschen. Die Stimme, die bei der Taufe Jesu erscholl, ist verstummt. Die sechs großen irdenen Krüge, die mit Wein gefüllt waren, sind leer.

Was bleibt?

Der Hymnus antwortet darauf:

Der Stern ist erloschen.
Doch der, auf den er hinweist, bleibt.
In seinem Sohn ist Gott bleibend in die Geschichte der Menschen eingetreten.

Die Stimme ist verstummt.
Doch Jesus, das Wort Gottes, bleibt.
Er ist unter uns in seinem Wort, im Wort des Evangeliums.

Die großen irdenen Krüge, die die Hochzeitsfreude aufkommen ließen, sind leer.
Doch Jesus bleibt bei uns im Sakrament,
im Wein, der in sein Blut verwandelt wird.
Im Wort und im Sakrament können wir dem Herrn begegnen.

Text: Bischof Reinhard Lettmann, 08.01.2006

 

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Links:

–> zum Antwortpsalm: Psalm 72: Gebet des Königs David für seinen Sohn Salomo

–> zum Evangelium: Mt 2,1-12

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott: Erscheinung des Herrn

 

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 4. Januar 2019

 

 

Weihnachtszeit

Die Weihnachtszeit

beginnt mit der 1. Vesper zum Weihnachtsfest am 24. Dezember.

(Für viele ist das Feiern am Heiligen Abend bzw. in der Heiligen Nacht schon der Höhepunkt)

Das Weihnachtsfest (=25. Dezember)

ist das Hochfest von der Geburt des Herrn Jesus Christus

Die katholische Liturgie kennt unterschiedliche Messtexte für die Eucharistiefeiern
– am Heiligen Abend,
– in der Heiligen Nacht (= Christmette)
– am Morgen (= Hirtenamt)
– am Tag (= Hochamt).

(siehe: Hochfest Geburt Christi)

Am Abend des 1. Weihnachtstages ist wie in den Geschäften für manch einen gefühlsmäßig Weihnachten schon vorbei. –

Doch im Stundengebet der katholischen Kirche wird eine ganze Woche lang „Weihnachten gefeiert“ – und zugleich der besonderen Heiligen und Feste in der Weihnachtsoktav gedacht:

Fest des Heiligen Stephanus (= 26. Dezember)

Nach dem ersten Feiertag folgt am 26. Dezember der Stephanustag.

Direkt nach der festlichen Besinnlichkeit geht es hier um den gewaltsamen Tod eines Diakons, des ersten Christen, der wegen seines Glaubens umgebracht wurde.

(siehe: Hl. Stephanus)

In Deutschland nahmen viele Christen den Tag zum Anlass, für die Märtyrer von heute zu beten. Seit 2012 begehen auch die Katholiken den Stephanustag als Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen. Die Nähe des Märtyrerfestes zum Weihnachtsfest zeigt, dass der christliche Glaube auch an Weihnachten das Kreuz nicht ausblendet. Weihnachten selbst ist nicht nur ein Fest der Geburt Jesu, sondern auch all dessen, für das Jesus steht: der Sohn Gottes, der den Tod erlitt und am dritten Tag auferstanden ist.

Fest des Heiligen Evangelisten Johannes (= 27. Dezember)

Am 27. Dezember gedenkt die Kirche des Evangelisten Johannes.

Fest der Unschuldigen Kinder (= 28. Dezember)

Am 28. Dezember begeht die Kirche das Fest der unschuldigen Kinder, das auf einen Bericht aus dem Matthäusevangelium (Mt 2,13-18) zurückgeht: Nachdem König Herodes von der Geburt Jesu gehört hatte, schickte er die Sterndeuter los, um nach ihm zu suchen. Als sie nicht zu ihm zurückkehrten, wurde der König zornig. Er ließ aus Angst um seinen Thron alle Jungen bis zum Alter von zwei Jahren in Bethlehem und Umgebung töten. Josef aber war nach der Warnung eines Engels mit Maria und Jesus nach Ägypten geflohen, um den Sohn Gottes in Sicherheit zu bringen.

Die alten Kirchenväter bezeichneten die Kinder später als erste Märtyrer, die an Jesu Stelle gestorben seien.

Seit den vergangenen Jahren wird an diesem Festtag auch besonders für den Schutz des ungeborenen Lebens gebetet.

Am Sonntag in der Weihnachtsoktav ist das
Fest der Heiligen Familie

Es handelt sich hierbei um ein jüngeres Fest. Im 19. Jahrhundert hatte die Verehrung der Heiligen Familie von Nazaret stark zugenommen. Von Kanada ging sie schließlich um die Welt, bis das Fest 1921 von Benedikt XV. für die Weltkirche verbindlich eingeführt wurde.

Da auch die Heilige Familie gesellschaftlichen Herausforderungen ausgesetzt war – ein Beispiel ist die Flucht nach Ägypten –, kann sie heute ein Vorbild für guten Umgang miteinander sein.

Wenn alle am 31. Dezember Silvester feiern, kommt nur wenigen in den Sinn, dass an dem Tag auch an einen heiligen Papst Silvester I. gedacht wird.

1. Januar

  • Die meisten feiern am 1. Januar den Beginn eines neuen Kalenderjahres.
  • Am „Oktavtag“ von Weihnachten feierte die katholische Kirche (bis 1960) den Tag der Beschneidung Jesu.  
    (siehe auch: Beschneidung-Jesu)
  • Seitdem feiert die katholische Kirche an diesem Tag das

    Hochfest der Gottesmutter Maria.

    (siehe auch: 1. Januar)

Der Festtag der Gottesmutter Maria war wohl das erste Marienfest der römischen Kirche und geht auf die Zeit vor dem Konzil von Ephesus (431) zurück. Im Laufe der Zeit geriet es aber wegen der zunehmenden Bedeutung der Marienfeste am 25. März und am 15. August wieder in den Hintergrund.

  • Seit 1968 ist der erste Tag des Jahres auch der Weltfriedenstag.

    Die Päpste veröffentlichen jeweils am 8. Dezember eine Botschaft für diesen Tag.

Am 1. Januar 2019 gibt es zum 52.sten Mal diese Friedensbotschaft.

Im Jahr 2019 steht die Botschaft von Papst Franziskus unter dem Thema:

„Gute Politik steht im Dienste des Friedens“

(hier die Botschaft des Papstes im Wortlaut)

Jahreslosung 2019:

Ein schöner Brauch ist in der evangelischen Herrnhuter Brüdergemeine vor vielen Jahren entstanden: das Jahr unter einen bestimmten biblischen Gedanken zu stellen, der jeweils ausgelost wird.

Die Jahreslosung für 2019 ist aus Psalm 35,14 entnommen und lautet:

„Suche FRIEDEN und jage ihm nach!“

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„Suche Frieden und jage ihm nach“ (Psalm 35,14) = Jahreslosung 2019, (c) G. M. Ehlert


Der heiligste Name Jesu ist seit 2002 ein nicht gebotener Gedenktag, der am 3. Januar gefeiert wird. (siehe: Namen Jesu)

Vor allem in der Ostkirche wird die Anrufung des Namens Jesu gepflegt; im Westen wird er seit dem 15. Jahrhundert verehrt – insbesondere von Franziskanern. Das 1721 eigeführte Fest wurde zunächst an unterschiedlichen Tagen begangen. In der Anrufung des Namens Jesu erbitten Christen die helfende Gegenwart Jesu in den Anliegen unserer Zeit.

Das Hochfest der Erscheinung des Herrn (= 6. Januar)

ist landläufig als „Dreikönigsfest“ bekannt. (siehe: Epiphanie)

Ein Fest, das vor allem deshalb bekannt ist, weil Kinder als Sternsinger verkleidet durch die Straßen gehen und die Häuser und deren Bewohner segnen. Früher sprach man auch von der „Epiphanie“. Es wird noch einmal an die menschliche Gegenwart Gottes in der Person Jesu Christi erinnert – und an den Besuch der drei Sterndeuter oder Könige, die das Jesuskind an der Krippe verehrten (Mt 2,1-11).

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„Der Königsweg“ – (c) G. M. Ehlert

Am Sonntag nach dem Hochfest der Erscheinung des Herrn feiert die Kirche

das Fest der „Taufe des Herrn“
(im Jahr 2019 = 13. Januar)

An diesem Fest erinnert die Kirche an die Taufe Jesu durch Johannes im Jordan. Damit beginnt Jesu öffentliches Wirken – nach ca. 30 Jahren verborgener Wirksamkeit in Nazaret.

Mit diesem Fest, das zwischen dem 7. und 13. Januar liegt, endet auch die Weihnachtszeit.

Während bis dahin die liturgische Farbe festliches Weiß ist, ziehen Geistliche tags darauf in Grün in die Kirche ein, der Farbe für gewöhnliche Sonn- und Werktage.

Zwei weitere Festtage, die außerhalb des weihnachtlichen Festkreises liegen, haben einen engen Zusammenhang zum Weihnachtfest:

Fest der Darstellung des Herrn 
(auch Mariä Lichtmess genannt)

am 2. Februar

und das

Hochfest der Verkündigung des Herrn 
(auch Mariä Verkündigung genannt)

am 25. März

– der „Tag der Menschwerdung des Sohnes Gottes“ mit dem Beginn der Schwangerschaft Mariens. Genau neun Monate später feiern wir wieder Christi Geburt.

Weitere Gedanken zum Weihnachtsfest:

„Gloria et Pax“ – ein Weihnachtsbild = Power-Point-Präsentation (5,28 MB)

Woher erlangen Menschen ihr Heil?

Zwischen Ochs und Esel

Gottes schönstes Wort

Die geweihte Nacht der Christgeburt

Ein neuer Anfang

Ein Lied vom göttlichen Liebeswort (Der Johannesprolog)

Krippe + Kreuz + Krone

Christus kommt – kann er bei uns ankommen?

Zwölf Heilige Nächte – Die Zeit zwischen Weihnachten u. Epiphanie

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Stand: 30. Dezember 2018

Weihnachtsfest

Weihnachten – 25. Dezember

–> zu den Liturgischen Texten zum Weihnachtsfest

Gottes Nähe auf der Erde…

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„Ankunft Gottes auf der Erde“ – (c) G. M. Ehlert, Dez. 2018

Gottes Nähe auf der Erde!

Gott hat in seiner überquellenden Liebe eine Idee…
Er will vom Menschen – „seinem Ebenbild“ (vgl. Gen 1,26) – geliebt werden.

Deshalb erschafft er seit ca. 14 Milliarden Jahren das Weltall mit all seinen Galaxien.

Er wählt unser Sonnensystem aus und erschafft seit ca. 4,6 Milliarden Jahren unseren Planeten Erde, der vom Weltall gesehen der „blaue Planet“ genannt wird. Er schafft alles so, dass Leben auf der Erde sich entwickeln kann: die Welt der Mineralien und Pflanzen, die Welt der Meerestiere und der Vögel, die Welt der Landtiere und schließlich den MENSCHEN – ihm bläst er seinen Lebensatem ein.

Er schließt mit Noach einen Bund, gibt sich Abraham zu erkennen, erwählt sich ein Volk, führt es unter Mose in die Freiheit, lässt unter David ein Königreich erstehen. Er geht mit seinem Volk ins Exil und weckt in ihm die Hoffnung auf einen Messias.

So vorbereitet, ist schließlich in der Friedenszeit unter der römischen Herrschaft des Augustus „die Zeit erfüllt“ (vgl. Gal 4,4), so dass er in seinem auserwählten Volk MENSCH werden kann.

Die Jungfrau Maria sagt JA zu Gottes Plan,– und sie empfängt das ewige Wort Gottes vom Heiligen Geist; auch ihr Bräutigam Josef, sagt Ja dazu und nimmt sie zu sich; und 9 Monate später kommt Jesus in Betlehem – der Stadt Davids – zur Welt und wird – in Windeln gewickelt – in eine Krippe gelegt. Die ersten Zeugen dieser wunderbaren Geburt sind Ochse und Esel, entsprechend der alten Verheißung: „Der Ochs kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herrn“ (Jes 1,3).

Und nun entspricht es Gottes Plan, dass alle Menschen in Christus „die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater sehen, voll Gnade und Wahrheit.“ (vgl. Joh 1,14)

Mit seiner Botschaft an die Hirten auf den Feldern von Betlehem fängt er an…

„Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine große Freude,
die dem ganzen Volk zuteilwerden soll:
Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren;
er ist der Christus, der Herr.

Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden,
das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.“
(Lk 2,10-12)


Am Heiligen Abend: (24. Dezember)

Eröffnungsvers: (vgl. Ex 16,6-7)
„Heute sollt ihr es erfahren:
Der HERR kommt, um uns zu erlösen,
und morgen werdet ihr seine Herrlichkeit schauen.“

1. Lesung: Jes 62,1-5
Der Herr hat an dir seine Freude

2. Lesung: Apg 13,16-17.22-25
Aus Davids Geschlecht hat Gott dem Volk Israel Jesus als Retter geschickt

Evangelium: Mt 1,1-25
Stammbaum Jesu und seine Geburt aus der Jungfrau

In der Heiligen Nacht
(Christmette oder Engelamt):

Eröffnungsvers: (Ps 2,7)
„Der HERR sprach zu mir:
Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt.“

1. Lesung: Jes 9,1-6
Ein Sohn ist uns geschenkt; man nennt ihn: Fürst des Friedens

2. Lesung: Tit 2,11-14
Die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten

Evangelium: Lk 2,1-14
Geburt Jesu in Betlehem u. Botschaft der Engel an die Hirten

Am Morgen (Hirtenamt)

Eröffnungsvers (vgl. Jes 9,1.5)
„Ein Licht strahlt heute über uns auf,
denn geboren ist uns der HERR.
Und man nennt ihn: Starker Gott, Friedensfürst,
Vater der kommenden Welt.
Seine Herrschaft wird kein Ende haben.“

1. Lesung: Jes 62,11-12
Sieh her, jetzt kommt deine Rettung

2. Lesung: Tit 3,4-7
Gott hat uns gerettet aufgrund seines Erbarmens

Evangelium: Lk 2,15-20
Die Hirten an der Krippe


Am Tag (Hochamt)

Eröffnungsvers (vgl. Jes 9,5)
„Ein Kind ist uns geboren,
ein Sohn ist uns geschenkt.
Auf seinen Schultern ruht die Herrschaft.“

1. Lesung: Jes 52,7-10
Alle Enden der Erde sehen das Heil unseres Gottes

2. Lesung: Hebr 1,1-6
Gott hat zu uns gesprochen durch den Sohn

Evangelium: Joh 1,1-18 (Wortgetreue Übersetzung)

Meditation zum Johannesprolog


Fest des Heiligen Märtyrers Stephanus
(26. Dezember):

siehe: „den Himmel offen sehen


Weitere Gedanken zum Weihnachtsfest:

„Gloria et Pax“ – ein Weihnachtsbild

Power-Point-Präsentation (5,28 MB)

Woher erlangen Menschen ihr Heil?

Zwischen Ochs und Esel

Gottes schönstes Wort

Die geweihte Nacht der Christgeburt

Ein neuer Anfang

Ein Lied vom göttlichen Liebeswort (Der Johannesprolog)

Krippe + Kreuz + Krone

Christus kommt – kann er bei uns ankommen?

Zwölf Heilige Nächte – Die Zeit zwischen Weihnachten u. Epiphanie

.

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Advent 2018


Advent 2018 – Lesejahr C

Vom vierfachen Advent Christi
Advent – ABC
Adventskalender 2018
Liturgische Texte zu den 4 Adventssonntagen
.      – 1. Advent – 2. Dez. 2018
.      – 2. Advent – 9. Dez. 2018
.      – 3. Advent – Gaudete – 16. Dez. 2018
.      – 4. Advent – 23. Dez. 2018
.      – Weihnachten – 25. Dez. 2018

Weitere Gedanken zum Advent

siehe: Jesajas Hoffnungsbilder
und „Jesaja – Hoffnungsbilder im Advent“ (Power-Point-Präsentation)

zu vier besonderen Heiligen im Advent:
Barbara, Nikolaus, Lucia, Maria
siehe: „Lichtgestalten im Advent“

zum Lied: „Macht hoch die Tür, die Tor‘ macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit“ – mit Bildern von Türen und Toren im Heiligen Land

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Vom vierfachen Advent Christi

„Advent = Ankunft“ eine Zeit hingebender und freudiger Erwartung.

Davon spricht der mittelalterliche Dichter Jacobus de Voragine in folgender Weise:

„Es sind vier Wochen des Advents,
die bezeichnen die vier Ankünfte unseres Herrn:

die erste, dass er zu uns gekommen ist in der Menschheit Christi,

die zweite, dass er mit Gnaden gekommen ist in der Menschen Herzen,

die dritte, dass er zu uns kommt im Tod,

die vierte, dass er wiederkommen wird zum Jüngsten Gericht.

Die letzte Woche des Advents wird selten geendet,
zu einem Zeichen, dass die Herrlichkeit kein Ende hat,
zu der die Heiligen am jüngsten Tag kommen werden.“

–> siehe auch: „Vierfacher Advent“

Advent bis Epiphanie – Zeichnung (c) G. M. Ehlert, Nov. 2018

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Advents-ABC

Advent kommt von „advenire“ = Ankunft
= die Ankunft – das Erscheinen – eines Königs

Advent
heißt Ankommen:

Kann Gott bei mir und dir ankommen?
Werde ich am Ende meines Lebens bei Gott ankommen?

Advent
bedeutet auch: „adventure

= Abenteuer, dem Ankommenden den Weg zu bereiten.

Advent
und Adveniat gehören zusammen:

Gottes Ankunft und unsere Weihnachtsgabe

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Dezember

1 Advent – Ankunft
2 Bereit werden, dem Herrn den Weg zu bereiten
3 Choräle singen
4 Die Nacht ist vorgedrungen…
5 Erwartungsvoll
6 Freude für Kinder: der Nikolaus kommt
7 Geschenke besorgen, Glühwein trinken
8 Herbergssuche
9 Immanuel = Gott ist mit uns
10 Johannes – der Wegbereiter Jesu
11 Kündet allen in der Not…
12 Licht, das die Nacht erhellt…
13 Macht hoch die Tür…
14 Nachtwache halten
15 O Heiland reiß die Himmel auf…
16 Plätzchen backen
17 Quellen brechen in der Wüste auf
18 Rorate-Messe
19 Stern über Betlehem, zeig uns den Weg…
20 Tauet Himmel den Gerechten…
21 unterwegs sein
22 Vorfreude
23 Wurzel Jesse
24 „X-mas-party“(?) – nein, lieber: Christmette feiern
25 Ziel: „Heute ist euch in der Stadt Davids
der Retter geboren; Christus, der Herr“

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Advent 2013 (c) G. M. Ehlert

Advent:

Wachen,
warten,
Aufbruch wagen,
dem Wunder Gottes Raum geben –
und so vorbereitet:

Weihnachten feiern!

© G. M. Ehlert, 28.11.2009

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Adventskalender 2018

1.12. Advent – Ankunft Charles de Foucauld Welt-Aids-Tag
2 Bereit sein, dem Herrn den Weg zu bereiten 1. Adventssonntag
Hl. Luzius (g)
Tag für die Abschaffung der Sklaverei
3 Choräle singen Hl. Franz Xaver (G) Internat. Tag der M. mit Behinderungen
4 Die Nacht ist vorgedrungen…  Hl. Barbara (g)
Adolph Kolping (g)
5 Erwartungsvoll Hl. Anno (g) Internat. Tag des Ehrenamtes
6 Freude für Kinder: der Nikolaus kommt Hl. Nikolaus (g)
7 Geschenke besorgen, Glühwein trinken Hl. Ambrosius (G) Tag der Internat. Zivilluftfahrt
8 Herbergssuche Mariä Empfängnis (H)
9 Immanuel = Gott ist mit uns 2. Adventssonntag
Juan Diego (g)
Welt-Anti-Korruptionstag
10 Johannes – der Wegbereiter Jesu Übertragung des Hauses in Nazaret nach Loreto Internat. Tag der Menschenrechte

Gedenktag für verstorbene Kinder

11 Kündet allen in der Not…   Damasus I. (g)
12 Licht, das die Nacht erhellt… U.L.F. von Guadalupe (g)
13 Macht hoch die Tür… Hl. Lucia (g)
14 Nachtwache halten Johannes vom Kreuz (G)
15 O Heiland reiß die Himmel auf…
16 Plätzchen backen 3. Adventssonntag (Gaudete)
Hl. Adelheid (g)
17 Quellen brechen in der Wüste auf O Weisheit
18 Rorate-Messe O Adonai Internat. Tag der Migranten
19 Stern über Betlehem, zeig uns den Weg… O Wurzel Jesse
20 Tauet Himmel den Gerechten… O Schlüssel Davids
21 unterwegs sein O Aufgang
22 Vorfreude O König der Völker
23 Wurzel Jesse 4. Adventssonntag
O Gott mit uns, Immanuel
24 X-mas-party“(?) – nein, lieber: Christmette feiern (O Virgo Virginis)
Adam u. Eva
25 Ziel: „Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren Christus, der HERR.“ WEIHNACHTEN (H)

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Advent – Lesejahr C

1. Adventssonntag C

(= 2. Dezember 2018)

Eröffnungsvers (Ps 25,1-3)
„Zu dir, HERR, erhebe ich meine Seele.
Mein Gott, dir vertraue ich.
Lass mich nicht scheitern,
lass meine Feinde nicht triumphieren!
Denn niemand, der auf dich hofft, wird zuschanden.“

–> Zum Introitus: „Ad te levavi animam meam
–> zu Psalm 25: Das ABC der Bitten an Gott

Tagesgebet
Herr, unser Gott,
alles steht in deiner Macht;
du schenkst das Wollen und das Vollbringen.
Hilf uns, dass wir auf dem Weg der Gerechtigkeit
Christus entgegengehen
und uns durch Taten der Liebe
auf seine Ankunft vorbereiten,
damit wir den Platz zu seiner Rechten erhalten,
wenn er wiederkommt in Herrlichkeit.
Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in Ewigkeit.

1. Lesung: Jeremia (Jer 33,14-16):
Ich werde für David einen gerechten Spross aufsprießen lassen 

Antwortpsalm: Psalm 25,4-5.8-9.10 u. 14:

–> zu Psalm 25: Das ABC der Bitten an Gott

2. Lesung: 1 Thessalonicherbrief (1 Thess 3,12 – 4,2) 
„Der HERR möge euer Herz festigen, damit ihr ohne Tadel seid, wenn Jesus, unser Herr, kommt“

Ruf vor dem Evangelium (Ps 85,8)
Halleluja. Halleluja.
Erweise uns, HERR, deine Huld,
und gewähre uns dein Heil!
Halleluja.

Evangelium: Lukas (Lk 21,25-28.34-36)
Eure Erlösung ist nahe

Liturgische Texte – siehe auch Schott: Erster Adventssonntag C

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2. Adventssonntag C

(= 9. Dezember 2018)

Eröffnungsvers (vgl. Jes 30,19.30)
„Der HERR wird kommen, um die Welt zu erlösen.
Volk Gottes, mach dich bereit.
Höre auf ihn, und dein Herz wird sich freuen.“

–> zum Introitus:
Populus Sion, ecce Dominus veniet ad salvandas gentes

Tagesgebet:
Allmächtiger und barmherziger Gott,
deine Weisheit allein zeigt uns den rechten Weg.
Lass nicht zu,
dass irdische Aufgaben und Sorgen uns hindern,
deinem Sohn entgegenzugehen.
Führe uns durch dein Wort und deine Gnade
zur Gemeinschaft mit ihm,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung: Baruch (Bar 5,1-9):
„Gott will deinen Glanz dem ganzen Erdkreis zeigen“

Antwortpsalm: Psalm 126,1-2b.2c-3.4-5.6
Großes hat der HERR an uns getan. – Da waren wir fröhlich

–> zu Psalm 126: Heimkehrer – mit Tränen säen – mit Jubel ernten

2. Lesung: Philipperbrief (Phil 1,4-6.8-11)
Seid rein und ohne Tadel für den Tag Christi 

Ruf vor dem Evangelium (Ps 85,8)
Halleluja. Halleluja.
Bereitet dem HERRN den Weg!
Ebnet ihm die Straßen!
Und alle Menschen werden das Heil sehen, das von Gott kommt.
Halleluja.

Evangelium: Lukas (Lk 3,1-6)
„Alle Menschen werden das Heil sehen, das von Gott kommt“

–> siehe Studienübersetzung: Lk 3,1-6

Liturgische Texte – siehe auch Schott: Zweiter Adventssonntag C

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3. Adventssonntag C (Gaudete)

(= 16. Dezember 2018)

Eröffnungsvers (Phil 4,4-5)
„Freut euch im HERRN zu jeder Zeit!
Noch einmal sage ich: Freut euch!
Denn der HERR ist nahe.“

–> zum Introitus: „Gaudete in Domino semper!“

Tagesgebet: 
Allmächtiger Gott,
sieh gütig auf dein Volk,
das mit gläubigem Verlangen
das Fest der Geburt Christi erwartet.
Mache unser Herz bereit
für das Geschenk der Erlösung,
damit Weihnachten für uns alle
ein Tag der Freude und der Zuversicht werde.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

1. Lesung: Zefanja (Zef 3,14-17):
„Dein Gott jubelt über dich und frohlockt“

Antwortpsalm: Jes 12,2.3 u. 4bcd.5-6
Freut euch und jubelt; in eurer Mitte ist der HERR

2. Lesung: Philipperbrief (Phil 4,4-7)
Der HERR ist nahe

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Jes 61,1)
Halleluja. Halleluja.
Der Geist des HERRN ruht auf mir.
Der HERR hat mich gesandt,
den Armen die Frohe Botschaft zu bringen.
Halleluja.

Evangelium: Lukas (Lk 3,10-18)
„Was sollen wir also tun?“

Liturgische Texte – siehe auch Schott: Dritter Adventssonntag C

Gedanken zum 3. Advent C – GAUDETE!

„Würdige Früchte des Mitdenkens!“

„Laut dein Lob wir heben an, Sankt Johannes, großer Mann!
Christi Verkünder, Mahner der Sünder,
heiliger Täufer, bitte für uns!“
(GL 870 Anhang Bistum Münster)

1. Umkehrbotschaft des Johannes
Er verkündete eine „Taufe des Mitdenkens zur Vergebung der Sünden“ – und rief dazu auf, „würdige Früchte des Mitdenkens“ hervorzubringen.

2. Was sollen wir daher tun?
Antwort: Mitmenschlichkeit und Gerechtigkeit ausüben.
Jeder – so wie es ihm möglich ist.

3. Vergleich Johannes und Christus:
„Ja, ich tauche hinein euch ins Wasser“ (= Reinigung, Umdenken)
ER – der Stärkere – der kommen wird
(in Bezug auf ihn ich nicht geeignet/ tauglich/ genügend 
ihm die Riemen seiner Sandalen zu lösen)
Ja, er wird hineintauchen euch
in den Geist – den heiligen (= den Geist der Kindschaft Gottes)
– und in Feuer (= Feuer der Liebe Gottes)

4. Christus – mit dem Worfschaufel in der Hand
Er hält die Schaufel in seiner Hand,
um die Tenne zu reinigen;
(siehe 2 Sam 24,16ff Tenne des Arauna – Ort für Altar des Tempels; Jesus erfüllt diese Ankündigung bei seiner Tempelreinigung)
um das Getreide/ Weizen in der „Apotheke“ (= Aufbewahrungsort/ Speicher/ Scheune) zu versammeln (= Synagoge)
und die Spreu zu verbrennen.

„Drohbotschaft“ – gegen „Frohbotschaft“?
nicht: hier die Guten (= der Weizen) – dort die Bösen (= der Spreu);
sondern: hinein zur Vollendung das Gute – verbrannt wird das Untaugliche eines jeden Menschen.

Die Botschaft des Johannes des Täufers falsch verstanden,
kann zu Fanatismus u. Rigorismus führen;
richtig verstanden ist sie eine frohmachende Botschaft zum Heil.

5. Die Heilsbotschaft des Johannes
„Mit diesen und vielen anderen Worten ermahnte er das Volk und verkündete die frohe Botschaft.“ (Lk 3,14)

Vielfach nun – auch anderes – heranrufend
verkündete er das Evangelium an das Volk.
(jedem so, wie es gut für ihn ist):

die Mutlosen ermutigte er
die Traurigen tröstete er
die Verstockten ermahnte er
die Verzagten ermunterte er
den Zornigen redete er gütlich zu
Niedergedrückte richtete er auf
Ausgestoßene lud er ein
statt zu fordern bat er (um Verständnis)

auf vielfältige Weise also evangelisierte er das Volk.
verkündete so die gute, frohmachende
und heilsame Botschaft.

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4. Adventssonntag C

(= 23. Dezember 2018)

Eröffnungsvers (vgl. Jes 45,8)
„Tauet, ihr Himmel, von oben!
Ihr Wolken, regnet herab den Gerechten!
Tu dich auf, o Erde, und sprosse den Heiland hervor!“

–> zum Introitus: Rorate caeli desuper, et nubes pluant iustum: aperiatur terra, et germinet Salvatorem.

Tagesgebet:
Allmächtiger Gott,
gieße deine Gnade in unsere Herzen ein.
Durch die Botschaft des Engels
haben wir die Menschwerdung Christi,
deines Sohnes, erkannt.
Führe uns durch sein Leiden und Kreuz
zur Herrlichkeit der Auferstehung.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus, unseren Herrn…

1. Lesung: Micha (Mi 5,1-4a):
„Aus dir wird der hervorgehen, der über Israel herrschen soll“

Antwortpsalm: Psalm 80,2ac u. 3bc.15-16.18-19
Richte uns wieder auf, o Gott! –
Lass dein Angesicht leuchten, und wir sind gerettet

–> zu Psalm 80: Bitte für Israel – den Weinstock Gottes

2. Lesung: Hebräerbrief (Hebr 10,5-10)
„Ja, ich komme, um deinen Willen, Gott, zu tun“

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Lk 1,38)
Halleluja. Halleluja.
Maria sagte:
Siehe, ich bin die Magd des HERRN;
mir geschehe nach deinem Wort.
Halleluja.

Evangelium: Lukas 1,39-4526-38
„Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“

Liturgische Texte – siehe auch Schott: Vierter Adventssonntag C

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Weihnachten

(= 25. Dezember 2018)

„verherrlicht ist Gott in der Höhe
und Frieden den Menschen seiner Gnade“

advent-2016-f5a

 Bald folgen weitere Texte zum Weihnachtsfest
–> siehe auch Weihnachten 2017:
a) Geburt Christi u. b) Weihnachtszeit

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Stand: 26. Nov. 2018

Pfingstfest

Pfingstfest – Geburtstag der Sendung der Kirche


Zum Abschluss der Osterzeit feiern die Christen am 50. Tag nach dem Osterfest das Pfingstfest. –

*Die Seiten 7 Sonntage der Osterzeit
und re-qu-ie-m c-r-e-s(cit)
geben einen Überblick über die 50 Tage der Osterzeit

Die Bezeichnung Pfingsten kommt vom griechischen Wort „pentecoste“ = „der Fünfzigste“. Gefeiert wird an diesem Fest die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Jünger und Jüngerinnen Jesu fünfzig Tage nach der Auferstehung Jesu.
Über dieses Ereignis berichtet die Apostelgeschichte.

* zu Apg 2,1-13 siehe: Das Pfingstgeschehen

Mit diesem Ereignis beginnt die Sendung der Kirche, zu Menschen aus allen Völkern zu gehen und sie mit dem Geist der Liebe Gottes vertraut zu machen.

Die Juden feierten (und feiern es bis heute) an diesem Tag das Erntefest „Shawuot“. An diesem Festtag erinnern sie sich auch an die Gabe der Tora fünfzig Tage nach dem Auszug aus Ägypten am Gottesberg Horeb.

* Wurzeln und Früchte von Pfingsten
– Zusammenhang des jüdischen Festes Shawuot und dem christlichen Pfingstfest

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Besondere Gottesdienste zur Einstimmung auf das Pfingstfest

Zur Einstimmung auf das Pfingstfest empfiehlt es sich, jeden Tag zwischen Christi Himmelfahrt und dem Pfingstsonntag in einem besonderen Gebet um die Kraft des Heiligen Geistes zu beten. d.h. eine Pfingstnovene zu beten – nach dem Vorbild der Apostel, die zusammen mit der Gottesmutter Maria in diesen 9 Tagen „einmütig im Gebet“ im Abendmahlssaal in Jerusalem versammelt waren.

* Hinweise zum 9-tägigen Gebet:
Pfingstnovene
(oder eine weitere Seite zu Meditationen zur Pfingstnovene)

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Die katholische Kirche kennt in ihrer Gottesdiensttradition die Feier von Vigilien = Nachtwachen. Besonders vor den großen Festen Weihnachten, Ostern und Pfingsten wurden solche nächtlichen Gebets- und Meditationsgottesdienste gehalten. Daraus hat sich zum einen die Christmette in der Heiligen Nacht vor dem Weihnachtstag und die Osternachtfeier vor dem Ostersonntag entwickelt.
Die Vigil vor dem Pfingstfest ist jedoch weitgehend in Vergessenheit geraten.

* Aufbau und Texte für eine Pfingstvigil

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Liturgische Texte zum Pfingstsonntag

Eröffnungsvers:

„Spiritus Domini replevit orbem terrarum, Alleluia,
et hoc quod continet omnia, scientiam habet vocis, Alleluia.“

„Der Geist des Herrn erfüllt den Erdkreis. Halleluja!
In ihm hat alles Bestand. Nichts bleibt verborgen vor ihm. Halleluja.“ (Weish. 1,7)

1. Lesung: Apostelgeschichte 2,1-11
Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen zu reden

–> Apg 2,1-13 „Der Pfingsttag“

Antwortpsalm Ps 104,1-2.24-25.29-30.31 u. 34
Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu

–> zu Psalm 104: Ein Loblied auf die herrliche Schöpfung Gottes

2. Lesung: 1. Korintherbrief 12,3b-7.12-13
Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen

oder: Galaterbrief 5,16-25

Pfingstsequenz:

  1. Komm herab, o Heil’ger Geist,
    der die finst’re Nacht zerreißt,
    strahle Licht in diese Welt.
  2. Komm, der alle Armen liebt,
    komm, der gute Gaben gibt,
    komm, der jedes Herz erhellt.
  3. Höchster Tröster in der Zeit,
    Gast, der Herz und Sinn erfreut,
    köstlich Labsal in der Not.
  4. In der Unrast schenkst du Ruh,
    hauchst in Hitze Kühlung zu,
    spendest Trost in Leid und Tod.
  5. Komm, o du glückselig Licht,
    fülle Herz und Angesicht,
    dring bis auf der Seele Grund.
  6. Ohne dein lebendig Weh’n
    kann im Menschen nichts besteh’n,
    kann nichts heil sein noch gesund.
  7. Was befleckt ist, wasche rein,
    Dürrem gieße Leben ein,
    heile du, wo Krankheit quält.
  8. Wärme du, was kalt und hart,
    löse, was in sich erstarrt,
    lenke, was den Weg verfehlt.
  9. Gib dem Volk, das dir vertraut,
    das auf deine Hilfe baut,
    deine Gaben zum Geleit.
  10. Lass es in der Zeit besteh’n,
    deines Heils Vollendung seh’n
    und der Freuden Ewigkeit.
    (Amen. Halleluja!)

Evangelium: Joh 20,19-23*
Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch: Empfangt den Heiligen Geist!

oder Joh 15,26-27; 16,12-15

* siehe: Joh 20,19-23 (siehe Ostersonntag)

zu den liturgischen Texten von Pfingstfest siehe auch:
am Vorabend
Pfingstsonntag (B)
am Pfingstmontag (B)

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Gebete zum Heiligen Geist

Sammlung von Gebeten zum Heiligen Geist

Komm, du Heiliger Geist
und erneuere in uns
das göttliche Leben
dein Geschenk in der Taufe.

Komm, du Atem Gottes
und erfülle uns neu
mit deiner Frische
und Lebenskraft.

Komm, du frischer Wind
und bringe in Bewegung
jede und jeden von uns
und deine oft träge Kirche.

Komm, du Feuer der Liebe
und entflamme uns neu
den Armen Gerechtigkeit
und Freude zu bringen.

Komm, du Taube des Friedens
und beflüg’le unser Leben
als deine Friedensboten
in unserer Welt zu wirken.

(Georg Michael Ehlert)

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Meditationen in Wort und Bild zum Pfingstfest

Dornbusch-Pfingsten-5a

Dynamik der Liebe Gottes – Pfingstikone (c) G. M. Ehlert, Mai 2017

Pfingsten –
Wenn die Liebe Gottes
das Herz des Menschen entflammt

Pfingsten heißt: „Der fünfzigste (Tag)“ –
eine Meditation in 50 Worten zum Pfingstfest:

Pfingsten

Wind entfacht
Feuersglut
Herz entbrennt

Maria sagt JA
und sie empfing
vom Heiligen Geist…

Jesu Passion –
im Tod am Kreuz
haucht er den Geist aus…

An Ostern
haucht der Auferstandene
den Jüngern den Geist ein…

Seit Pfingsten
entfachen sie das Feuer des Geistes
damit das Herz vor Liebe brennt.

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Ein Impuls zum Pfingstfest:

Am Fest der Pfingsten
– sind die Geschenke am Geringsten?!?

• Weihnachten = ein „sehr großes Fest“:
viele Geschenke und 3 Wochen Schulferien…
• Ostern = ein „großes Fest“:
Ostereier und Osterhase und 2 Wochen Schulferien…
• Doch Pfingsten:
gerade mal 1-2 Tage Pfingstferien –

„Am Fest der Pfingsten –
da sind die Geschenke am geringsten.“

Was feiern wir Christen?
• Weihnachten:
Gott schenkt uns in Jesus seinen Sohn…
• Ostern:
Durch Tod und Auferstehung Jesu werden wir erlöst und bekommen Anteil am ewigen Leben
• Und Pfingsten?
Das jüdische Volk feiert am 50-sten Tag nach dem Pessachfest (= Erinnerung an die Befreiung aus Ägypten) Shawuot = den fünfzigsten Tag, an dem Gott auf dem Gottesberg Horeb dem Volk die Tora als die Gabe der Lebensweisungen Gottes schenkte;
und wir Christen feiern 50 Tage nach Ostern das Geschenk des Heiligen Geistes.

Das Feuer seiner Liebe befähigt uns, die Tora im Sinne Jesu zu verstehen, zu leben und liebend weiterzugeben.

„Sind am Fest der Pfingsten –
die Geschenke am geringsten?

Es liegt an uns!
Das Pfingstfest sagt:
Wir sind Gottes Geschenk für die Welt!

Wenn wir uns durch Gottes Geist entflammen lassen…
wenn wir aus dem Evangelium leben und davon Zeugnis geben…
wenn wir die empfangenen Gaben Gottes liebend weitergeben…
dann wird Pfingsten zu einem „großartigen Fest“ der Liebe Gottes für alle Menschen in dieser Welt.

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Volksbrauchtum zum Pfingstfest:

Ein religiöses Brauchtum wie die Bescherung unterm Weihnachtsbaum oder das Ostereiersuchen hat sich rund um das Pfingstfest kaum entwickelt.

Schön wäre es z.B.

  • an Pfingsten Pfingstrosen zu verschenken

Pfingstrosen (eine Art der Hahnenfußgewächse) sind eine beliebte Zierpflanze, die nach dem Pfingstfest benannt ist – sie steht vor allem wegen ihrer Blütezeit mit diesem Fest in zeitlichem Zusammenhang.

Sie sind ausdauernde Pflanzen mit krautigen oder verholzenden Stengeln ohne Dornen, zusammengesetzten Blättern und großen weißen, gelben, rosafarbenen oder roten Blüten, denen heilende Wirkung zugeschrieben wird.

  • Pfingsttauben basteln…
    z.B. eine Pfingst-Taube aus Papier falten (Origamitechnik):
    Origami-taube-a

Die Taube galt im alten Orient eine (göttliche) Liebesbotin. Auch die Brieftauben brachten früher Botschaften zu den Menschen. Gottes Botschaft am Pfingstfest: Ich habe dir meine Liebeskraft zum weitergeben geschenkt.

Der Pfingstenkranz – ist ein besonderes Brauchtum zu Pfingsten in Oelde

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

 

Taufe Jesu

Taufe des Herrn (1 B) – Fest

zum Festevangelium Mk 1,7-11 siehe Arbeitsübersetzung von G. M. Ehlert zu Mk 1,9-15.

Mit dem Fest der „Taufe des Herrn“ am Sonntag nach der Erscheinung des Herrn (Epiphanias / Hl. Drei Könige) schließt der Weihnachtsfestkreis und beginnen die Sonntage im Jahreskreis. (Im Jahr 2018 ist dies der Jahreskreis B).

Mit der Taufe Jesu im Jordan durch Johannes den Täufer beginnt nach ca. 30 Jahren des verborgenen Lebens in Nazaret nun sein ca. 3-jähriges öffentliches Wirken in Galiläa und Judäa.

Taufe-Jesu1

Eine Bildmeditation zur Taufe Jesu im Jorden

Jesus setzt eine symbolträchtige Handlung an den Beginn seines öffentlichen Wirkens.
Er lässt sich von Johannes dem Täufer taufen d.h. er stellt sich in eine Reihe mit all denen, die bereit sind, zu Gott zurückzukehren.

Diese Taufe findet statt am tiefsten Punkt der Erdoberfläche. (ca. 395 m unter dem Meeresspiegel).

Hier zog einst das Volk Israel „über den Jordan“ hinein ins gelobte Land – angeführt durch Joschua. Nun zieht das „neue Volk Israel“ unter dem neuen Joschua = Jesus hinein ins Reich Gottes, das in der Gemeinschaft mit Jesus seinen Anfang nimmt.

Gedanken zum Festtag – die Antiphonen zu Magnificat u. Benedictus aus dem Stundengebet der Kirche:

„Der uns im Wasser der Taufe von der alten Verderbnis reinigt,
uns neu schafft und mit Unvergänglichkeit bekleidet,
er, unser Heiland, kommt heute zum Jordan und erbittet von Johannes die Taufe.“
(Magnificat-Antiphon, 1. Vesper)

„Christus wird getauft, und die Welt wird geheiligt.
Er schenkt uns Nachlass der Sünden;
wir werden gereinigt durch Wasser und Geist.“
(Benedictus-Antiphon, Laudes)

„Christus hat uns geliebt und durch sein Blut von unseren Sünden erlöst.
Er machte uns zu Königen und zu Priestern für Gott, seinen Vater.
Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht in alle Ewigkeit. Amen.“
(Magnificat-Antiphon, 2. Vesper)

zum Fest „Taufe des Herrn“ siehe auch weitere Blogbeiträge:


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Gedanken – Meditationen – Einblicke

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