Archiv der Kategorie: Feste

Palmsonntag

Impulse zu einem Hausgottesdienst am Palmsonntag, 05. April 2020

Vorbereitung:

Wir versammeln uns als „kleine Hauskirche“ in unserem Wohnraum.
Wir stellen ein Kreuz auf unseren Tisch und
zünden eine Kerze an. Sie erinnert uns an die Gemeinschaft mit Jesus Christus.
Wir legen – wenn es möglich ist – einen Palmzweig dazu.
Wer singen möchte – zwei Lieder aus dem Gotteslob (Anhang Bistum Münster):
GL 770: Sion, singe Jubelpsalmen… und 772: Jesus zieht in Jerusalem ein, Hosianna!

Dann beginnen wir mit dem Kreuzzeichen:

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ – „Amen!“

Einführung:

Am Palmsonntag feiern wir, dass Jesus in die Stadt Jerusalem einzog.
Wir stellen uns einmal folgendes vor: Wir – unsere Hausgemeinschaft –
Ja jeder einzelne ist diese Stadt Jerusalem.

Jerusalem heißt: „Stätte des Friedens“ – Sind wir – ist unser Herz eine „Stätte des Friedens?

Auch in der Stadt Jerusalem gab es damals viel Streit und Unfrieden.
Manchmal ist es ja auch so, dass in unserer Hausgemeinschaft – in unserem Herzen  Unfrieden herrscht.

Doch gerade auch in unsere Hausgemeinschaft, und in unser Herz
will Jesus jetzt einziehen.
Wir können für ihn unser Herz  öffnen mit einem Gebet:

Gebet:

Jesus, du bist der Heiland und Retter der Menschen.
Wir vertrauen dir.
Du bist damals in Jerusalem eingezogen, in eine Stadt voller Unfrieden und Angst.
Heute willst du bei uns einziehen – in unsere Hausgemeinschaft und in unser Herz.
Die Menschen damals riefen laut: „Hosanna, dem Sohne Davids, Hosanna in der Höhe!“
Das gleiche rufen auch wir heute: „Komm uns zu Hilfe! – Jesus, du bist wahrhaft ein guter Helfer.“ Jetzt und in Ewigkeit.

Amen.

(( Wir können nun auch einen Psalm beten, den schon die gläubigen Menschen des Volkes Israel gebetet haben lange bevor Jesus auf die Welt kam. In diesen Gebet zeigt sich ihre – und unsere – Hoffnung, dass Gottes Helfer und Retter zu uns kommt. (Der „HERR“ – mit großen Buchstaben geschrieben ist der gute Gott, der immer liebend bei uns ist.)

Psalm 118: Dankbares Bekenntnis zur Hilfe Gottes

Danket dem HERRN, denn er ist gütig. –
Ja, seine Huld währt ewig.

So soll Israel sagen: –
Ja, seine Huld währt ewig.

So soll das Haus Aaron sagen: –
Ja, seine Huld währt ewig.

So sollen alle sagen, die den HERRN fürchten und ehren: –
Ja, seine Huld währt ewig.

In der Bedrängnis rief ich zum HERRN; –
der HERR hat mich erhört und mich frei gemacht.

Der HERR ist bei mir, ich fürchte mich nicht.
– Was können Menschen mir antun?

Der HERR ist bei mir, er ist mein Helfer, –
ich aber schaue auf meine Hasser herab.

Besser, sich zu bergen beim HERRN, –
als auf Menschen zu bauen.

Besser, sich zu bergen beim HERRN; –
als auf Fürsten zu bauen.

Alle Völker umringen mich; –
ich wehre sie ab im Namen des HERRN.

Sie umringen, ja, sie umringen mich; –
ich wehre sie ab im Namen des HERRN.

Sie umschwirren mich wie Bienen,
wie ein Strohfeuer verlösen sie; –
ich wehre sie ab im Namen des HERRN.

Sie stießen mich hart, sie wollten mich strüzen;
– der HERR aber hat mir geholfen.

Meine Stärke und mein Lied ist der HERR; –
er ist für mich zum Retter geworden.

Frohlocken und Jubel erschallt in den Zelten der Gerechten:
– „Die Rechte des HERRN wirkt mit Macht!

Die Rechte des HERRN ist erhoben, –
die Rechte des HERRN wirkt mit Macht!“

Ich werde nicht sterben, sondern leben, –
um die Taten des HERRN zu verkünden.

Der HERR hat mich hart gezüchtigt, –
doch er hat mich nicht dem Tod übergeben.

Öffnet mir die Tore zur Gerechtigkeit, –
damit ich eintrete, um dem HERRN zu danken.

Das ist das Tor zum HERRN, –
nur Gerechte treten hier ein.

Ich danke dir, dass du mich erhört hast; –
du bist für mich zum Retter geworden.

Der Stein, den die Bauleute verwarfen, –
er ist zum Eckstein geworden.

Das hat der HERR vollbracht, –
vor unseren Augen geschah dieses Wunder.

Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat; –
wir wollen jubeln und uns an ihm freuen.

Ach, HERR, bring doch Hilfe! –
Ach, HERR, gib doch Gelingen!

Gesegnet sei er, – der kommt im Namen des HERRN. –
Wir segnen euch, vom Haus des HERRN her.
Gott, der HERR, erleuchte uns. –

Mit Zweigen in den Händen schließt euch zusammen zum Reigen, –
bis zu den Hörnern des Altars!

Du bist mein Gott, dir will ich danken; –
mein Gott, dich will ich rühmen.

Danket dem HERRN, ja er ist gütig; –
ja seine Huld währt ewig.

Wir hören nun aus dem Evangelium
– der frohmachenden Botschaft von Jesus Christus, so wie es uns der Evangelist Matthäus im 21. Kapitel in den Versen 1 bis 11 aufgeschrieben hat:

Als sich Jesus mit seinen Begleitern Jerusalem näherte und nach Betfage am Ölberg kam,  schickte er zwei Jünger voraus und sagte zu ihnen:
Geht in das Dorf, das vor euch liegt;
dort werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr.
Bindet sie los, und bringt sie zu mir!
Und wenn euch jemand zur Rede stellt,
dann sagt: Der Herr braucht sie, er lässt sie aber bald zurückbringen.

Das ist geschehen, damit sich erfüllte,
was durch den Propheten gesagt worden ist:
Sagt der Tochter Zion:
Siehe, dein König kommt zu dir.
Er ist friedfertig,
und er reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers.

Die Jünger gingen und taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte.
Sie brachten die Eselin und das Fohlen,
legten ihre Kleider auf sie,
und er setzte sich darauf.

Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf der Straße aus,
andere schnitten Zweige von den Bäumen
und streuten sie auf den Weg.
Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die ihm folgten,
riefen:

Hosanna dem Sohn Davids!
Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn.
Hosanna in der Höhe!

Als er in Jerusalem einzog,
geriet die ganze Stadt in Aufregung,
und man fragte:
Wer ist das?
Die Leute sagten:
Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa.

 

Bild und Meditation
(Wir können nun folgendes Bild zuerst in Stille anschauen
und dann einander mitteilen, was wir entdeckt haben)

Palmsonntag1a

Gedanken des „Palmesels“

Wenn der Palmesel sprechen könnte…
dann könnte er uns erzählen,
wie er zu einem ‚Christophorus‘ geworden ist

„Wer sagt denn, dass ich nicht sprechen kann??? –
Schon einer meiner Vorgänger konnte sprechen – so steht es in der Bibel geschrieben.
Ich meine Bileams Esel, der den warnenden Engel sah und vor ihm auf die Knie ging,
obwohl ihn der Seher Bileam dreimal schlug, weil er den Engel Gottes nicht sah… (vgl. Num 22,21ff)

Ja, mein Schicksal ist es, dass ich vom Menschen oft geschlagen werde wie ein Sklave…

„Futter, Stock und Last für den Esel,
Brot, Schläge und Arbeit für den Sklaven.“ –
sagt der Weisheitslehrer Jesus Sirach (Sir 33,25).

Doch Gott hat Erbarmen auch mit uns geplagten Eseln.
Er spricht zum Menschen von dessen Liebespflicht,
sogar dem Esel seines Gegners Gutes zu tun:

„Wenn du siehst, wie der Esel deines Gegners unter der Last zusammenbricht,
dann lass ihn nicht im Stich, sondern leiste ihm Hilfe.“ (Ex 23,5)

Gottes Wille ist es auch, dass das Gebot der Sabbatruhe auch für uns Esel gilt. (Ex 23,12)

Doch ich will ja von etwas ganz anderem erzählen:
Ich durfte nicht nur Abraham und andere menschliche Größen tragen,
sondern sogar den „König der Könige“ –
Auf dem Weg von Nazaret nach Betlehem, als Maria ihn unter ihrem Herzen trug.
Auch bei seiner Geburt durfte ich – zusammen mit dem Ochsen – dabei sein,
denn anders als viele dummen und störrischen Menschen hat der Prophet Jesaja richtig erkannt:

„Der Ochse kennt seinen Besitzer
und der Esel die Krippe seines Herrn.“ (Jes 1,3)

Und wie hätte die Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten und später zurück nach Nazaret gelingen können – ohne meinen demütigen Dienst.

Den „König des Friedens“ habe ich tragen dürfen bei seiner feierlichen Prozession zum Heiligtum in Jerusalem – kurz vor dem Pas-chafest, das in besonderer Weise in die Geschichte der Menschheit einging.
Mit Kleidern geschmückt, zog Jesus auf meinem Rücken thronend in Jerusalem ein,
genau so, wie es der Prophet Sacharja Jahrhunderte zuvor geweissagt hat:

„Juble laut, Tochter Zion!
Jauchze, Tochter Jerusalem!
Siehe, dein König kommt zu dir.
Er ist gerecht und hilft;
er ist demütig
und reitet auf einem Esel,
auf einem Fohlen,
dem Jungen einer Eselin.“ (Sach 9,9)

So bin ich demütiger Esel zu einem „Christo-phorus“ d.h. zu einem Christus-Träger geworden.“

Fürbitten:

Die Menschen, die damals Jesus auf dem Weg nach Jerusalem mit ihren Palmzweigen begleiteten, haben gerufen: Hosianna, dem Sohne David!
So rufen auch wir: Jesus, komm uns zu Hilfe!
(Jeder, der mag, kann nun ein Gebetsanliegen nennen. –
Nach jedem Anliegen rufen wir: Jesus, komm uns zu Hilfe!)

Vater unser

Wir beten gemeinsam, wie Jesus seine Freunde zu beten gelehrt hat:

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. – Amen.

Segensgebet

Guter Gott, mit dem heutigen Palmsonntag beginnt die Karwoche,
die Woche in der wir uns besonders an das Leiden Jesu bis zu seinem Tod am Kreuz erinnern.
Steh auch uns – und allen Menschen, an die wir nun denken – in dieser Zeit bei.
Und so segne und beschütze uns der gute Gott
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. – Amen.

Zum Abschluss

Wir können nun unseren Palmzweig an das Kreuz Jesu stecken…
und danach etwas Schönes miteinander tun (gemeinsam essen, spielen…)

Links:

  • zur Statio: Lk 19,28-40 Gesegnet sei der König, der kommt im Namen es Herrn!
    –> siehe: Lk 19.28-40
  • zur 1. Lesung: Jes 50,4-7 Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen, doch ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate.
    –> siehe: Drittes Lied vom Gottesknecht
  • zum Antwortpsalm: Ps 22 (21),8-9.17-20.23-24 Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
    –> siehe zu Psalm 22: Geschehen auf Golgatha
  • zur 2. Lesung: Phil 2,6-11 Christus Jesus erniedrigte sich; darum hat ihn Gott über alle erhöht.
    –> siehe zu Phil 2,5-11 Hymnus von Entäußerung u. Erhöhung des Sohnes Gottes
  • zur Passion nach Lukas:  Lk 22,14 – 23,56 Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus
    –> siehe zur Passion Christi:
    3. Synopse Passion

-> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott: Palmsonntag i.J. C

siehe auch:

–> Palmsonntag

–> Psalm 118: Der “Palmsonntagspsalm

–> zum Bitt- bzw. Huldigungsruf: Hosianna

–> Psalm 24: Einzug des “Königs der Herrlichkeit” in sein Eigentum

–> Der Palmesel

–> Die Heilige Woche (= Karwoche)

 

* * *

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

.

.Stand: 04. April 2020

.

Darstellung des Herrn – 2. Febr.


Fest der Darstellung des Herrn

2. Februar (= 40 Tage nach Weihnachten)
(da das Fest im Jahr 2020 auf einen Sonntag fällt,
entfällt der 4. Sonntag i. J. A)

1. Lesung: (Mal 3,1-4) Dann kommt zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht
2. Lesung: (Hebr 2,11-12.13c-18)  Christus – in allem uns gleich außer der Sünde...
Evangelium: (Lk 2,22-40) Meine Augen haben das Heil gesehen…   

Weiterlesen

Taufe des Herrn – A

Taufe des Herrn –
1. Sonntag im Jahreskreis A

Sonntag, 12. Januar 2020

1. Lesung: (Jes 42,5a.1-4.6-7) Ein Bekenntnis Gottes zu seinem Gottesknecht…
2. Lesung: (Apg 10,34-38) Das Bekenntnis des Petrus von Jesus, den Gott gesalbt hat…
Evangelium: (Mt 3,13-17) Das Bekenntnis Gottes zu Jesus, seinem geliebten Sohn…   

Weiterlesen

Neujahr 2020

Neujahr –
Oktavtag von Weihnachten –
Hochfest der Gottesmutter Maria –
Weltfriedenstag

Mittwoch, 1. Januar 2020

Liturgische Texte zum Hochfest der Gottesmutter Maria

Eröffnungsvers: (vgl. Jer 29,11.12.14)
Gruß dir, heilige Mutter, du hast den König geboren,
der in Ewigkeit herrscht über Himmel und Erde.

Tagesgebet
Barmherziger Gott,
durch die Geburt deines Sohnes
aus der Jungfrau Maria
hast du der Menschheit das ewige Heil geschenkt.
Lass uns (auch im neuen Kalenderjahr) immer und überall
die Fürbitte der gnadenvollen Mutter erfahren,
die uns den Urheber des Lebens geboren hat,
Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Gott;
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ERSTE Lesung aus dem Buch Numeri (Num 6,22-27)
So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen und ich werde sie segnen

–> zur 1. Lesung: Num 6,22-27 Der Aaronitische Segen

Antwortpsalm: Psalm 67,2-3.5.6 u. 8
Gott sei uns gnädig und segne uns.  

–> zum Psalm 67: Bitte um Gottes Segen – im Blick auf alle Völker

ZWEITE Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Galater (Gal 4,4-7)
Gott sandte seinen Sohn, geboren von einer Frau, damit wir die Sohnschaft erlangen  

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Lk 21,36)
Halleluja. Halleluja.
Einst hat Gott zu den Vätern gesprochen durch die Propheten;
heute aber hat er zu uns gesprochen durch den Sohn.
Halleluja.

Evangelium aus dem Lukasevangelium (Lk 2,16-21)
Als acht Tage vorüber waren, gab man dem Kind den Namen Jesus

–> zum Evangelium:
Lk 2,16-21 Beschneidung u. Namensgebung Jesu (Neujahr ABC)

* * *

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EvangelientextÜbersetzung G. M. Ehlert

Der 8. Tag nach der Geburt – Beschneidung und Namensgebung Jesu

2,21 Und als erfüllt wurde der achte Tag des Beschneidens* von ihm
und es wurde gerufen sein Name Jesus (= Gott rettet),
der gerufen wurde von dem Engel/ Boten
bevor sie (= Maria) ihn aufgenommen hatte in die Leibeshöhle.

* vgl. Gen 17,9-14: Beschneidung als Bundeszeichen
„Und Gott sprach zu Abraham: Du aber halte meinen Bund, du und deine Nachkommen, Generation um Generation. Das ist mein Bund zwischen mir und euch samt deinen nachkommen, den ihr halten sollt: Alles, was männlich ist unter euch, muss beschnitten werden. Am Fleisch eurer Vorhaut müsst ihr euch beschneiden lassen. Das soll geschehen zum Zeichen des Bundes zwischen mir und euch. Alle männlichen Kinder bei euch müssen, sobald sie acht Tage alt sind, beschnitten werden in jeder eurer Generationen, seien sie im Haus geboren oder um Geld von irgendeinem Fremden erworben, der nicht vor dir abstammt. Beschnitten muss sein der in deinem Haus Geborene und der um Geld Erworbene. So soll mein Bund, dessen Zeichen ihr an eurem Fleisch tragt, ein ewiger Bund sein. Ein Unbeschnittener, eine männliche Person, die am Fleisch ihrer Vorhaut nicht beschnitten ist, soll aus ihrem Stammesverband ausgemerzt werden. Er hat meinen Bund gebrochen.“

An diesem geheiligten Ritus (als äußeres Zeichen des Bundes und als ein Akt ritueller Reinigung) hingen die Juden mit ganzer Seele, mehr als an allem andern, mehr als an ihrem Leben, wie man zur Zeit der Makkabäer sah, als sich die jüdischen Mütter lieber töten ließen, als dass sie darauf verzichteten, ihre Söhne beschneiden zu lassen. (vgl. 1 Makk 1,63; 2,46)

–> zur Bedeutung der Beschneidung Jesu

* * *

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Bild zur Meditation:

„Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn,
geboren von einer Frau und geboren unter dem Gesetz …

Gal4.4-7a

Durch Gottes Sohn – erlangen wir die „Sohnschaft“; Grafik zu Gal 4,4-7 von G. M. Ehlert, 31. Dez. 2018

„… damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen
und damit wir die Sohnschaft erlangen.“
(Gal 4,4-5)

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Impuls zum  1. Januar:

Goodbye 2019 + Welcome 2020

„FÜR DAS VERGANGENE: DANK – FÜR DAS KOMMENDE: JA!“
(Dag Hammarskjöld)

Goodbye – ein „gutes Tschüss“ sagen – im Blick auf das vergangene Jahr 2019:

Was hatten wir für Hoffnungen in das Jahr 2019 gesetzt?

– im Blick auf die noch junge Bewegung „Friday for future“ …
– im Blick auf das „Superwahljahr“ und unsere Demokratie…
– im Blick auf einen Ausweg aus der Krise der Kirche…
– im Blick auf persönlich gesetzte Ziele…

Goodbye sagen – trotz unerfüllter Erwartungen
– im Blick auf die Schöpfung Gottes und ihre Bewahrung…
– im Blick auf die Konflikte in der Welt und das Handeln der Verantwortlichen…
– im Blick auf die Kirche und der Zaghaftigkeit in der Aufarbeitung von Missbräuchen und anstehender Reformen…
– im Blick auf Unerreichtes und persönliches Versagen…

Ein „gutes Tschüss“ sagen können wir,
– wenn wir für persönliches Versagen um Verzeihung bitten können…
– wenn wir das Gewordene mit der Bitte um Vollendung in Gottes Hand zurücklegen können…
– wenn wir für das Gute und Beglückende von ganzem Herzen DANK sagen können…

In diesem Sinne „Goodbye 2019“.

Welcome – ein „Willkommen“ sagen – im Blick auf das kommende Jahr 2020:

Wir können planen und uns Gutes vornehmen…
Wir können viel von anderen erwarten…
Wir können auf viel Glück hoffen…
Können wir auch jeden neuen Augenblick so annehmen, wie er kommt
und darin einen Anruf Gottes entdecken – der auf unsere Antwort wartet?

Erbitten wir Gottes Segen
und sagen wir dann zu dem – wer und was im Jahr 2020 kommen will – ein herzliches „welcome“.

* * *

  • Die meisten feiern am 1. Januar den Beginn eines neuen Kalenderjahres.
  • Am „Oktavtag“ von Weihnachten feierte die katholische Kirche (bis 1960) den Tag der Beschneidung Jesu.
    (siehe auch: Beschneidung-Jesu)
  • Seitdem feiert die katholische Kirche an diesem Tag das Hochfest der Gottesmutter Maria.  (siehe auch: 1. Januar)

Der Festtag der Gottesmutter Maria war wohl das erste Marienfest der römischen Kirche und geht auf die Zeit vor dem Konzil von Ephesus (431) zurück. Im Laufe der Zeit geriet es aber wegen der zunehmenden Bedeutung der Marienfeste am 25. März und am 15. August wieder in den Hintergrund.

  • Seit 1968 ist der erste Tag des Jahres auch der Weltfriedenstag.Die Päpste veröffentlichen jeweils am 8. Dezember eine Botschaft für diesen Tag.

Am 1. Januar 2020 gibt es zum 53.sten Mal diese Friedensbotschaft.

Im Jahr 2020 steht die Botschaft von Papst Franziskus unter dem Thema:

Der Frieden als Weg der Hoffnung:
Dialog, Versöhnung und ökologische Umkehr

(–> die Botschaft des Papstes im Wortlaut)

Jahreslosung 2020:

Ein schöner Brauch ist in der evangelischen Herrnhuter Brüdergemeine vor vielen Jahren entstanden: das Jahr unter einen bestimmten biblischen Gedanken zu stellen, der jeweils ausgelost wird.

Die Jahreslosung für 2020 ist aus dem Markusevangelium aus einer Heilungsgeschichte Jesu entnommen und lautet:

„Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“
(Mk 9,24)

zur Jahreslosung siehe auch: „Jahreslosung 2020

* * *

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Links:

–> zu den Liturgischen Texten siehe Schott: Hochfest der Gottesmutter Maria

–> verschiedene Neujahrswünsche

–> Neuer Anfang

–> für die Zeit zwischen Weihnachten und Epiphanie (6. Januar) siehe Bild-Meditation: Zwölf heilige Nächte

–> Gedenktage:

Der heiligste Name Jesu ist seit 2002 ein nicht gebotener Gedenktag, der am 3. Januar gefeiert wird. (siehe: Namen Jesu)

Vor allem in der Ostkirche wird die Anrufung des Namens Jesu gepflegt; im Westen wird er seit dem 15. Jahrhundert verehrt – insbesondere von Franziskanern. Das 1721 eigeführte Fest wurde zunächst an unterschiedlichen Tagen begangen. In der Anrufung des Namens Jesu erbitten Christen die helfende Gegenwart Jesu in den Anliegen unserer Zeit.

* * *

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

.

Stand: 30. Dez. 2019

Heilige Familie

Fest der Heiligen Familie

Sonntag, 29. Dezember 2019

Evangelium: Mt 2,13-15.19-23
Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten
und Rückkehr nach Nazaret

Image138

traumfolgend beschützt

aus-
geträumt
friedvolle Weihnacht das Kind
von hohem Besuch königlich verehrt 

an-
gekündet
tödliche Bedrohung durch
machtvoll sich gebärdende Angst 

auf-
gerufen
entweiche vor dem Zugrundegehen
mit Mutter und Kind 

zwischen
Bedrohung und Zuflucht
traumfolgend der Botschaft
von Gottes Hand beschützt 

an-
gekommen
als Asylsuchende
im Zufluchtsland

 bleiben
bis auf weitere
traumvermittelte Einsichten
in noch verborgene Wegstationen

 und
dann
ein neuer
Exodus 

Georg Michael Ehlert
zu Mt. 2
Januar 1996

Advent A – 2019


Advent – Lesejahr A

Vom vierfachen Advent Christi
Advent – ABC
Adventskalender
Liturgische Texte zu den 4 Adventssonntagen
. – 1. Advent
. – 2. Advent
. – 3. Advent
. – 4. Advent
Frieden – in Wahrheit + Gerechtigkeit + Liebe + Freiheit

zu den Lesungen aus dem Buch Jesaja an den 4 Adventssonntagen:
siehe: Jesajas Hoffnungsbilder

1. Advent: Jes 2,1-5:
Schwerter zu Pflugscharen umschmieden – Hoffnungsvision
2. Advent: Jes 11,1-10:
Der Spross aus der Wurzel Isais – Hoffnungsvision
3. Advent: Jes 35,1-10:
Was Menschen zum Aufblühen bringen kann – Hoffnungsvision
4. Advent: Jes 7,10-14:
Die Jungfrauengeburt des Immanuel – als Zeichen

und Power-Point-Präsentation:
Jesaja – Hoffnungsbilder im Advent

zu 4 besonderen Heiligen im Advent: Barbara, Nikolaus, Lucia, Maria
siehe: „Lichtgestalten im Advent“

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Vom vierfachen Advent Christi

4xAdvent-a

„Advent = Ankunft“ eine Zeit hingebender und freudiger Erwartung.

Davon spricht der mittelalterliche Dichter Jacobus de Voragine in folgender Weise:

„Es sind vier Wochen des Advents,
die bezeichnen die vier Ankünfte unseres Herrn:
die erste,
dass er zu uns gekommen ist in der Menschheit Christi,
die zweite,
dass er mit Gnaden gekommen ist in der Menschen Herzen,
die dritte, dass er zu uns kommt im Tod,
die vierte, dass er wiederkommen wird zum Jüngsten Gericht.

Die letzte Woche des Advents wird selten geendet,
zu einem Zeichen, dass die Herrlichkeit kein Ende hat,
zu der die Heiligen am jüngsten Tag kommen werden.“

–> siehe auch: „Vierfacher Advent“

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Advents-ABC

Advent kommt von „advenire“ = Ankunft
= die Ankunft – das Erscheinen – eines Königs

Advent
heißt Ankommen:

Kann Gott bei mir und dir ankommen?
Werde ich am Ende meines Lebens bei Gott ankommen?

Advent
bedeutet auch: „adventure

= Abenteuer, dem Ankommenden den Weg zu bereiten.

Advent
und Adveniat gehören zusammen:

Gottes Ankunft und unsere Weihnachtsgabe

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Dezember

1 Advent – Ankunft
2 Bereit werden, dem Herrn den Weg zu bereiten
3 Choräle singen
4 Die Nacht ist vorgedrungen…
5 Erwartungsvoll
6 Freude für Kinder: der Nikolaus kommt
7 Geschenke besorgen, Glühwein trinken
8 Herbergssuche
9 Immanuel = Gott ist mit uns
10 Johannes – der Wegbereiter Jesu
11 Kündet allen in der Not…
12 Licht, das die Nacht erhellt…
13 Macht hoch die Tür…
14 Nachtwache halten
15 O Heiland reiß die Himmel auf…
16 Plätzchen backen
17 Quellen brechen in der Wüste auf
18 Rorate-Messe
19 Stern über Betlehem, zeig uns den Weg…
20 Tauet Himmel den Gerechten…
21 unterwegs sein
22 Vorfreude
23 Wurzel Jesse
24 „X-mas-party“(?) – nein, lieber: Christmette feiern
25 Ziel: „Heute ist euch in der Stadt Davids
der Retter geboren; Christus, der Herr“

***

Advent 2013 (c) G. M. Ehlert

Advent:

Wachen,
warten,
Aufbruch wagen,
dem Wunder Gottes Raum geben –
und so vorbereitet:

Weihnachten feiern!

G. M. Ehlert, 28.11.2009

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Adventskalender 2019

30.11. Hl. Andreas (F)
1.12. Advent – Ankunft 1. Adventssonntag
Charles de Foucauld
Welt-Aids-Tag
2. Bereit sein, dem Herrn den Weg zu bereiten Hl. Luzius (g) Tag für die Abschaffung der Sklaverei
3. Choräle singen Hl. Franz Xaver (G) Internat. Tag der M. mit Behinderungen
4. Die Nacht ist vorgedrungen…  Hl. Barbara (g)
Adolf Kolping (g)
5. Erwartungsvoll Hl. Anno (g) Internat. Tag des Ehrenamtes
6. Freude für Kinder: der Nikolaus kommt Hl. Nikolaus (g)
7. Geschenke besorgen, Glühwein trinken Hl. Ambrosius (G) Tag der Internat. Zivilluftfahrt
8. Herbergssuche 2. Adventssonntag
Mariä Empfängnis
(H)
9. Immanuel = Gott ist mit uns Juan Diego (g) Welt-Anti-Korruptionstag
10. Johannes – der Wegbereiter Jesu Übertragung des Hauses in Nazaret Loreto Internat. Tag der Menschenrechte
11. Kündet allen in der Not…   Damasus I. Weltweiter Gedenktag für verstorbene Kinder
12. Licht, das die Nacht erhellt… U.L.F. von Guadelupe
13. Macht hoch die Tür… Hl. Lucia (g)
14. Nachtwache halten Johannes vom Kreuz (G)
15. O Heiland reiß die Himmel auf… 3. Adventssonntag (Gaudete)
16. Plätzchen backen Hl. Adelheid
17. Quellen brechen in der Wüste auf O Weisheit
18. Rorate-Messe O Adonai Internat. Tag der Migranten
19. Stern über Betlehem, zeig uns den Weg… O Wurzel Jesse
20. Tauet Himmel den Gerechten… O Schlüssel Davids
21. unterwegs sein O Aufgang
22. Vorfreude 4. Adventssonntag
O König
23. Wurzel Jesse O Gott mit uns, Immanuel
24. X-mas-party“(?) – nein, lieber: Christmette feiern (O Virgo Virginis) Adam u. Eva
25. Ziel: „Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren Christus, der HERR.“ WEIHNACHTEN (H)

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Advent – Lesejahr A

„… und richte unsere Schritte

auf den Weg des Friedens“

1. Adventssonntag A

(= 1. Dezember 2019)

1. Schritt:

im Licht der Wahrheit gehen
advent-2016-f1a

Eröffnungsvers (Jes 30,19.30)
„Zu dir, HERR, erhebe ich meine Seele.
Mein Gott, dir vertraue ich.
Lass mich nicht scheitern,
lass meine Feinde nicht triumphieren!
Denn niemand, der auf dich hofft, wird zuschanden.“

Tagesgebet:
Herr, unser Gott,
alles steht in deiner Macht;
du schenkst das Wollen und das Vollbringen.
Hilf uns, dass wir auf dem Weg der Gerechtigkeit
Christus entgegengehen
und uns durch Taten der Liebe
auf seine Ankunft vorbereiten,
damit wir den Platz zu seiner Rechten erhalten,
wenn er wiederkommt in Herrlichkeit.
Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung: Jes 2,1-5: Schwerter zu Pflugscharen umschmieden – Hoffnungsvision
„Kommt, wir ziehen hinauf zum Berg des Herrn…
… denn vom Zion kommt die Weisung des Herrn…
Dann schmieden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern…
–> Bilder der Hoffnung im Advent

Antwortpsalm: Psalm 122,1-3.4-5.6-7.8-9
Zum Haus des HERRN wollen wir pilgern

2. Lesung: Röm 13,11-14a
„… lasst uns anlegen die Waffen des Lichts“

Ruf vor dem Evangelium (Ps 85,8)
Halleluja. Halleluja.
Erweise uns, HERR, deine Huld,
und gewähre uns dein Heil!
Halleluja.

Evangelium: Matthäus 24,29-44
Sie werden den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels kommen sehen. –
Seid wachsam, und haltet euch bereit!

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„Vom Zion kommt die Weisung des Herrn“ u. „Sie werden den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels kommen sehen“ – Grafik zu Jes 2,1-5 u. Mt 24,29-44 von G. M. Ehlert, 23.11.2016

Liturgische Texte – siehe auch Schott: Erster Adventssonntag A

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2. Adventssonntag A

(= 8. Dezember 2019)

2. Schritt:

sich in Gerechtigkeit für die Armen entscheiden
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Eröffnungsvers (vgl. Jes 30,19.30)
„Der HERR wird kommen, um die Welt zu erlösen.
Volk Gottes, mach dich bereit.
Höre auf ihn, und dein Herz wird sich freuen.“

Tagesgebet:
Allmächtiger und barmherziger Gott,
deine Weisheit allein zeigt uns den rechten Weg.
Lass nicht zu,
dass irdische Aufgaben und Sorgen uns hindern,
deinem Sohn entgegenzugehen.
Führe uns durch dein Wort und deine Gnade
zur Gemeinschaft mit ihm,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung: Jes 11,1-10: Der Spross aus der Wurzel Isais – Hoffnungsvision
„Aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor…
Der Geist des HERRN lässt sich nieder auf ihm…
Dann wohnt der Wolf beim Lamm…“
–> Bilder der Hoffnung im Advent

Antwortpsalm: Psalm 72,1-2.7-8.12-13.17
Gerechtigkeit blüht auf in seinen Tagen
und Friede ohne Ende.

2. Lesung: Röm 15,4-9
Christus rettet alle Menschen

Ruf vor dem Evangelium (Ps 85,8)
Halleluja. Halleluja.
Bereitet dem HERRN den Weg!
Ebnet ihm die Straßen!
Und alle Menschen werden das Heil sehen, das von Gott kommt.
Halleluja.

Evangelium: Mt 3,1-12
„Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. –
Bringt Frucht hervor, die eure Umkehr zeigt.“

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zum 2. Advent „… er richtet die Hilflosen gerecht…“ u. „Bringt Frucht hervor, die eure Umkehr zeigt“ – Grafik zu Jes 11,1-11 u. Mt 3,1-12 von G. M. Ehlert, 27.11.2016

Liturgische Texte – siehe auch Schott: Zweiter Adventssonntag A

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3. Adventssonntag A (Gaudete)

(= 15. Dezember 2019)

3. Schritt:

in geduldiger Liebe andere ermutigen
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Eröffnungsvers (vgl. Jes 30,19.30)
„Freut euch im HERRN zu jeder Zeit!
Noch einmal sage ich: Freut euch!
Denn der HERR ist nahe.“

1. Lesung: Jes 35,1-6a.10: Was Menschen zum Aufblühen bringen kann
„Die Steppe soll jubeln und blühen…
Sagt den Verzagten: Habt Mut, fürchtet euch nicht!
Dann werden die Augen der Blinden geöffnet…“

–> Bilder der Hoffnung im Advent

Antwortpsalm: Psalm 146,6-7.8-9b.9c-10

2. Lesung: Jak 5,7-10
Macht euer Herz stark, denn die Ankunft des HERRN steht nahe bevor

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Jes 61,1)
Halleluja. Halleluja.
Der Geist des HERRN ruht auf mir.
Der HERR hat mich gesandt,
den Armen die Frohe Botschaft zu bringen.
Halleluja.

Evangelium: Mt 11,2-11
„Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen andern warten?“

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zum 3. Advent: Jes 35,1-6a.10: die Steppe soll jubeln und blühen… – Sagt den Verzagten: Habt Mut, fürchtet euch nicht! – Dann werden die Augen der Blinden geöffnet… – u. Geht und berichtet Johannes, was ihr hört und seht – Grafik zu Jes 35,1-6 u. Mt 11,2-11 von G. M. Ehlert, 27.11.2016

Liturgische Texte – siehe auch Schott: Dritter Adventssonntag A

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4. Adventssonntag A

(= 22. Dezember 2019)

4. Schritt:
in Freiheit offen sein Gottes Gnade zu empfangen
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Eröffnungsvers (vgl. Jes 45,8)
„Tauet, ihr Himmel, von oben!
Ihr Wolken, regnet herab den Gerechten!
Tu dich auf, o Erde, und sprosse den Heiland hervor!“

1. Lesung: Jes 7,10-14: Die Jungfrauengeburt des Immanuel – als Zeichen
„Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen;
sie wird ihm den Namen Immanuel – Gott mit uns – geben“

–> Bilder der Hoffnung im Advent

Antwortpsalm: Psalm 24,1-2.3-4.5-6

2. Lesung: Röm 1,1-7
„Das Evangelium von Jesus Christus, dem Nachkommen Davids, dem Sohn Gottes“

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Mt 1,23)
Halleluja. Halleluja.
Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen,
einen Sohn wird sie gebären,
sein Name wird sein: Immanuel – Gott mit uns.
Halleluja.

Evangelium: Mt 1,18-24 (siehe Mt 1,1-25)
„Jesus wird geboren werden von Maria, die verlobt ist mit Josef, dem Sohn Davids“

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zum 4. Advent: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären, und sie wird ihm den Namen Immanuel – Gott mit uns – geben. – u. Josef, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen – Grafik zu Jes 7,10-14 u. Mt 1,18-24 von G. M. Ehlert, 27.11.2016

Liturgische Texte – siehe auch Schott: Vierter Adventssonntag A

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Weihnachten

(= 25. Dezember 2019)

„verherrlicht ist Gott in der Höhe
und Frieden den Menschen seiner Gnade“

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(Hier folgen bald Texte zum Weihnachtsfest)

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Frieden –
getragen von Wahrheit + Gerechtigkeit + Liebe + Freiheit

Frieden – getragen von Wahrheit, Gerechtigkeit, Liebe und Freiheit; Grafik von G. M. Ehlert zum Advent 2016

Papst Johannes XXIII. schreibt 1963 in seinem Weltrundschreiben „Pacem in terris“
an alle Menschen guten Willens:
„über den Frieden unter allen Völkern
in Wahrheit, Gerechtigkeit, Liebe und Freiheit“:

Zusammenleben in Wahrheit, Gerechtigkeit, Liebe und Freiheit

  1. Das bürgerliche Zusammenleben ist deshalb dann als gut geordnet, fruchtbar und der menschlichen Würde entsprechend anzusehen, wenn es auf der Wahrheit gründet, wie der Apostel Paulus mahnt: „Darum leget ab die Lüge, ein jeder rede die Wahrheit mit seinem Nächsten; denn wir sind Glieder untereinander“ (Eph 4, 25). Das wird dann sicher der Fall sein, wenn jeder seine Rechte und besonders seine Pflichten gegenüber den anderen anerkennt. Überdies wird das Zusammenleben so sein, wie Wir es soeben gezeichnet haben, wenn die Menschen, von der Gerechtigkeit geleitet, sich bemühen, sowohl die Rechte anderer zu achten, als auch die eigenen Pflichten zu erfüllen; wenn sie in solchem Bemühen von der Liebe beseelt sind, daß sie die Nöte der anderen wie ihre eigenen empfinden und die anderen an ihren Gütern teilnehmen lassen, und somit danach streben, daß auf der Welt die höchsten geistigen Werte unter alten verbreitet werden. Aber auch das genügt noch nicht; denn die menschliche Gemeinschaft wächst durch die Freiheit zusammen, und zwar in Formen, die der Würde der Menschen angemessen sind. Da diese von Natur aus vernunftbegabt sind, tragen sie deshalb auch die Verantwortung für ihr Tun.

Papst Johannes Paul II. griff diese Gedanken auf
in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag am 1. Januar 2003:

Die Wahrheit – sagte er – wird die Grundlage des Friedens sein, wenn jeder einzelne außer seinen Rechten auch seine Pflichten gegenüber den anderen ehrlich anerkennt.

Die Gerechtigkeit wird den Frieden aufbauen, wenn jeder die Rechte der anderen konkret respektiert und sich bemüht, seine Pflichten gegenüber den anderen voll zu erfüllen.

Die Liebe wird der Sauerteig des Friedens sein, wenn die Menschen die Nöte und Bedürfnisse der anderen als ihre eigenen empfinden und ihren Besitz, angefangen bei den geistigen Werten, mit den anderen teilen.

Die Freiheit schließlich wird den Frieden nähren und Früchte tragen lassen, wenn die einzelnen bei der Wahl der Mittel zu seiner Erreichung der Vernunft folgen und mutig die Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen.

Letztendlich sagt Johannes Paul II., indem er seinen Vorgänger zitiert, müsse der Frieden „durch die Verteidigung und die Förderung der grundlegenden Menschenrechte geschehen“.

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 04.12. 2019

Christkönigssonntag C

34. Sonntag im Jahreskreis C

Sonntag, 24. November 2019
Christkönigssonntag

1. Lesung: (2 Sam 5,1-3) Die Stämme Israels salbten David zu ihrem König.
2. Lesung: (Kol 1,12-20) Gott hat uns aufgenommen in das Reich Christi…
Evangelium: (Lk 23,35-43) Jesus, denk an mich, wenn du in deiner Macht als König kommst.

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