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Dreifaltigkeitssonntag C

Dreifaltigkeitssonntag C

Sonntag, 16. Juni 2019

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Pfingstfest

Pfingstfest – Geburtstag der Sendung der Kirche

Zum Abschluss der Osterzeit feiern die Christen am 50. Tag nach dem Osterfest das Pfingstfest. –

*Die Seiten 7 Sonntage der Osterzeit
und re-qu-ie-m c-r-e-s(ce)
geben einen Überblick über die 50 Tage der Osterzeit

Die Bezeichnung Pfingsten kommt vom griechischen Wort „pentecoste“ = „der Fünfzigste“. Gefeiert wird an diesem Fest die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Jünger und Jüngerinnen Jesu fünfzig Tage nach der Auferstehung Jesu.
Über dieses Ereignis berichtet die Apostelgeschichte.

* zu Apg 2,1-13 siehe: Das Pfingstgeschehen

Mit diesem Ereignis beginnt die Sendung der Kirche, zu Menschen aus allen Völkern zu gehen und sie mit dem Geist der Liebe Gottes vertraut zu machen.

Die Juden feierten (und feiern es bis heute) an diesem Tag das Erntefest „Shawuot“. An diesem Festtag erinnern sie sich auch an die Gabe der Tora fünfzig Tage nach dem Auszug aus Ägypten am Gottesberg Horeb.

* Wurzeln und Früchte von Pfingsten
– Zusammenhang des jüdischen Festes Shawuot und dem christlichen Pfingstfest

Besondere Gottesdienste zur Einstimmung auf das Pfingstfest

Zur Einstimmung auf das Pfingstfest empfiehlt es sich, jeden Tag zwischen Christi Himmelfahrt und dem Pfingstsonntag in einem besonderen Gebet um die Kraft des Heiligen Geistes zu beten. d.h. eine Pfingstnovene zu beten – nach dem Vorbild der Apostel, die zusammen mit der Gottesmutter Maria in diesen 9 Tagen „einmütig im Gebet“ im Abendmahlssaal in Jerusalem versammelt waren.

* Hinweise zum 9-tägigen Gebet:
Pfingstnovene

Die katholische Kirche kennt in ihrer Gottesdiensttradition die Feier von Vigilien = Nachtwachen. Besonders vor den großen Festen Weihnachten, Ostern und Pfingsten wurden solche nächtlichen Gebets- und Meditationsgottesdienste gehalten. Daraus hat sich zum einen die Christmette in der Heiligen Nacht vor dem Weihnachtstag und die Osternachtfeier vor dem Ostersonntag entwickelt.
Die Vigil vor dem Pfingstfest ist jedoch weitgehend in Vergessenheit geraten.

* Aufbau und Texte für eine Pfingstvigil

Liturgische Texte zum Pfingstsonntag

Eröffnungsvers:

„Spiritus Domini replevit orbem terrarum, Alleluia,
et hoc quod continet omnia, scientiam habet vocis, Alleluia.“

„Der Geist des Herrn erfüllt den Erdkreis. Halleluja!
In ihm hat alles Bestand. Nichts bleibt verborgen vor ihm. Halleluja.“ (Weish. 1,7)

1. Lesung: Apostelgeschichte 2,1-11
Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen zu reden

Antwortpsalm: Psalm 104,1-2.24-25.29-30.31 u. 34
Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu

2. Lesung: 1. Korintherbrief 12,3b-7.12-13
Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen

(oder Römerbrief 8,8-17: Alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Söhne Gottes)

Pfingst-Sequenz:

Komm herab, o Heil’ger Geist,
der die finst’re Nacht zerreißt,
strahle Licht in diese Welt.

Komm, der alle Armen liebt,
komm, der gute Gaben gibt,
komm, der jedes Herz erhellt.

Höchster Tröster in der Zeit,
Gast, der Herz und Sinn erfreut;
köstlich Labsal in der Not.

In der Unrast schenkst du Ruh‘,
hauchst in Hitze Kühlung zu,
spendest Trost in Leid und Tod.

Komm, o du glückselig Licht,
fülle Herz und Angesicht,
dring bis auf der Seele Grund.

Ohne dein lebendig‘ Weh’n
kann im Menschen nichts besteh’n,
kann nichts heil sein noch gesund.

Was befleckt ist, wasche rein,
Dürrem gieße Leben ein,
heile du, wo Krankheit quält.

Wärme du, was kalt und hart,
löse, was in sich erstarrt,
lenke, was den Weg verfehlt.

Gib dem Volk, das dir vertraut,
das auf deine Hilfe baut,
deine Gaben zum Geleit.

Lass es in der Zeit besteh’n,
deines Heils Vollendung seh’n
und der Freuden Ewigkeit.

Evangelium: Joh 20,19-23*
Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch: Empfangt den Heiligen Geist!

oder Joh 15,26-27; 16,12-15

* siehe: Joh 20,19-23 (siehe Ostersonntag)

zu den liturgischen Texten von Pfingstfest siehe auch:
–> Vorabend;
–> Pfingstsonntag:
–> Pfingstmontag

Gebete zum Heiligen Geist

–> Sammlung von Gebeten zum Heiligen Geist

Komm, du Heiliger Geist
und erneuere in uns
das göttliche Leben
dein Geschenk in der Taufe.

Komm, du Atem Gottes
und erfülle uns neu
mit deiner Frische
und Lebenskraft.

Komm, du frischer Wind
und bringe in Bewegung
jede und jeden von uns
und deine oft träge Kirche.

Komm, du Feuer der Liebe
und entflamme uns neu
den Armen Gerechtigkeit
und Freude zu bringen.

Komm, du Taube des Friedens
und beflüg’le unser Leben
als deine Friedensboten
in unserer Welt zu wirken.

(Georg Michael Ehlert)

Meditationen in Wort und Bild zum Pfingstfest

Dornbusch-Pfingsten-5a

Dynamik der Liebe Gottes – Pfingstikone (c) G. M. Ehlert, Mai 2017

Pfingsten –
Wenn die Liebe Gottes
das Herz des Menschen entflammt

Pfingsten heißt: „Der fünfzigste (Tag)“ –
eine Meditation in 50 Worten zum Pfingstfest:

Pfingsten

Wind entfacht
Feuersglut
Herz entbrennt

Maria sagt JA
und sie empfing
vom Heiligen Geist…

Jesu Passion –
im Tod am Kreuz
haucht er den Geist aus…

An Ostern
haucht der Auferstandene
den Jüngern den Geist ein…

Seit Pfingsten
entfachen sie das Feuer des Geistes
damit das Herz vor Liebe brennt.

Impuls zum Pfingstfest:

Am Fest der Pfingsten
– sind die Geschenke am Geringsten?!?

  • Weihnachten = ein „sehr großes Fest“:
    viele Geschenke und 3 Wochen Schulferien…
    • Ostern = ein „großes Fest“:
    Ostereier und Osterhase und 2 Wochen Schulferien…
    • Doch Pfingsten:
    gerade mal 1-2 Tage Pfingstferien –

„Am Fest der Pfingsten –
da sind die Geschenke am geringsten.“

Was feiern wir Christen?
• Weihnachten:
Gott schenkt uns in Jesus seinen Sohn…
• Ostern:
Durch Tod und Auferstehung Jesu werden wir erlöst und bekommen Anteil am ewigen Leben
• Und Pfingsten?
Das jüdische Volk feiert am 50-sten Tag nach dem Pessachfest (= Erinnerung an die Befreiung aus Ägypten) Shawuot = den fünfzigsten Tag, an dem Gott auf dem Gottesberg Horeb dem Volk die Tora als die Gabe der Lebensweisungen Gottes schenkte;
und wir Christen feiern 50 Tage nach Ostern das Geschenk des Heiligen Geistes.

Das Feuer seiner Liebe befähigt uns, die Tora im Sinne Jesu zu verstehen, zu leben und liebend weiterzugeben.

„Sind am Fest der Pfingsten –
die Geschenke am geringsten?

Es liegt an uns!
Das Pfingstfest sagt:
Wir sind Gottes Geschenk für die Welt!

Wenn wir uns durch Gottes Geist entflammen lassen…
wenn wir aus dem Evangelium leben und davon Zeugnis geben…
wenn wir die empfangenen Gaben Gottes liebend weitergeben…
dann wird Pfingsten zu einem „großartigen Fest“ der Liebe Gottes für alle Menschen in dieser Welt.

Brauchtum zum Pfingstfest:

Ein religiöses Brauchtum wie die Bescherung unterm Weihnachtsbaum oder das Ostereiersuchen hat sich rund um das Pfingstfest kaum entwickelt.

Schön wäre es z.B.

  • an Pfingsten Pfingstrosen zu verschenken

Pfingstrosen (eine Art der Hahnenfußgewächse) sind eine beliebte Zierpflanze, die nach dem Pfingstfest benannt ist – sie steht vor allem wegen ihrer Blütezeit mit diesem Fest in zeitlichem Zusammenhang.

Sie sind ausdauernde Pflanzen mit krautigen oder verholzenden Stengeln ohne Dornen, zusammengesetzten Blättern und großen weißen, gelben, rosafarbenen oder roten Blüten, denen heilende Wirkung zugeschrieben wird.

  • Pfingsttauben basteln…
    z.B. eine Pfingst-Taube aus Papier falten (Origamitechnik):Origami-taube-a

Die Taube galt im alten Orient eine (göttliche) Liebesbotin.
Auch die Brieftauben brachten früher Botschaften zu den Menschen.
Gottes Botschaft am Pfingstfest:
Ich habe dir meine Liebeskraft zum weitergeben geschenkt.

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 07.06.2019

Ostertag

Der Ostertag

OSTERTAG-a

zu Lk 24,13-35 (Lesejahr A = 2017)

siehe: Lk 24,13-35 (= Evangelium am Ostermontag )
(= Studienübersetzung G.M. Ehlert)

siehe auch: DER OSTERTAG – Lk 24,13-44  (= Meditation)  

+ aufbruch-aus-Begegnung

+ Brannte uns nicht das Herz in der Brust

Ostern 2019

Ostern –
Hochfest der Auferstehung des Herrn

Christus ist vom Tod erstanden!
Er ist wahrhaft auferstanden!
Halleluja!

Ostersonntag – am Tag

Sonntag, 21. April 2019

Eröffnungsvers: (vgl. Ps 139,18 u. 5-6)
Ich bin erstanden und bin immer bei dir. Halleluja.
Du hast deine Hand auf mich gelegt. Halleluja.
Wie wunderbar ist für mich dieses Wissen. Halleluja.

Tagesgebet:
Allmächtiger,ewiger Gott,
am heutigen Tag
hast du durch deinen Sohn den Tod besiegt
und uns den Zugang zum ewigen Leben erschlossen.
Darum begehen wir in Freude
das Fest seiner Auferstehung.
Schaffe uns neu durch deinen Geist,
damit auch wir auferstehen
und im Licht des Lebens wandeln.
Darum bitten wir durch Jesus Christus

1. Lesung aus der Apostelgeschichte (Apg 10,34a.37-43)
Wir haben mit ihm nach seiner Auferstehung gegessen und getrunken

Antwortpsalm (Ps 118,1-2.16-17.22-23)
Das ist der Tag, den der HERR gemacht;
lasst uns jubeln und seiner uns freuen.

2. Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Kolosser (Kol 3,1-4)
Strebt nach dem, was im Himmel ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt

Sequenz

Singt das Lob dem Osterlamme,
bringt es ihm dar, ihr Christen.

Das Lamm erlöst‘ die Schafe:
Christus, der ohne Schuld war,
versöhnte die Sünder mit dem Vater.

Tod und Leben, die kämpften
unbegreiflichen Zweikampf;
des lebens Fürst, der starb, herrscht nun lebend.

Maria Magdalena,
sag uns, was du gesehen.

Sah Engel in dem Grab,
die Binden und das Linnen.

Das Grab des Herrn sah ich offen
und Christus von Gottes Glanz umflossen.

Er lebt, der Herr, meine Hoffnung,
er geht euch voran nach Galiläa.

Lasst uns glauben, was Maria den Jüngern verkündet.
Sie sahen den Herrn, den Auferstanden.

Ja, der Herr ist auferstanden, ist wahrhaft erstanden.
Du Sieger, König, Herr, hab Erbarmen.

Ruf vor dem Evangelium (vgl 1 Kor 5,7b-8a)
Halleluja. Halleluja.
Unser Pas-chalamm ist geopfert: Christus.
So lasst uns das Festmahl feiern im Herrn.
Halluluja.

Evangelium nach Johannes (Joh 20,1-9)
Er sah und glaubte

 

Der Baum des Lebens

Ostern2019ca

Die neue Welt Gottes
… mit dem Baum des Lebens

Im himmlischen Jerusalem:
„… steht ein Baum des Lebens.
Zwölfmal trägt er Früchte, jeden Monat gibt er
seine Frucht; und die Blätter des Baumes
dienen zur Heilung der Völker.“ (Offb 22,2)

Der Farbenkreis
Jahreszeiten, Lebensalter, Tageslauf.
Sonnenscheibe, Weltenuhr, Erdenrund.
Kosmos, Kreuz, Monstranz.

Komplementärfarben:
Grün + rot; gelb + violett; orange + blau
Vier Teile bilden einen Kreis –
Auseinander gerissen vom Kreuz
Und doch zusammen gehalten von einer großen
Energie.

Frühling und Kindheit und Morgen
Grün
Sommer und Jugend und Mittag
Gelb
Herbst und Reife und Abend
Rot
Winter und Alter und Nacht
Blau

Natur und Leben, Wärme und Ähren,
Blut und Liebe, Himmel und Meer.
Säen und wachsen, blühen und reifen,
ernten und welken. Tiefe und Weite.

Seelenfarben wie vor Jahr und Tag
Alles geht ineinander über,
nichts hört für immer auf.
Ewig werden will das Leben.

Im Innern pulsierende Energie,
die nach außen drängt.
Licht!/ Wahrheit
Im Dazwischen ein helles Kreuz,
das den Durchblick bringt!
Leben/ Leiden!/
Außen überfließende Dynamik,
die nicht enden will.
Liebe/ Geist!/ Weg

Komplementärfarben –
Bilder in konzentrisch-durchkreuzten Kreisen.
Schöpfung und Erlösung.
LEBEN!

Gott,
„du hast das Heil der Welt
auf das Holz des Kreuzes
gegründet.
Vom Baum des Paradieses
kam der Tod,
vom Baum des Kreuzes
erstand das Leben.
Der Feind,
der am Holz gesiegt hat,
wurde auch am Holze besiegt
durch unseren Herrn Jesus Christus.“
(Präfation Kreuzerhöhung)

Der Baum des Lebens…
Ein Kreis… – eine Monstranz
Mit drei Ringen u. einem vollen Kreissegment
Durch ein Kreuz – vier Kreissegmente
Durch den Auferstanden – drei Kreissegmente
blau  +  grün/goldgelb  +  rot
Ineinander von
irdischer Wirklichkeit („vier“)
und himmlischer Wirklichkeit („drei“)

Unten:
Esel – Einzug Jesu in Jerusalem (Palmsonntag)
Lamm – Paschamahl/ Abendmahl (Gründonnerstag)
Hahn – Verleugnung des Petrus (Karfreitag)
Grab und Grabstein (Karsamstag)
Feuer mit 5 Broten u. 2 Fischen (Ostern)

Bild u. Gedanken: G. M. Ehlert

* * *

Die Osternacht – zur Liturgie der Osternachtsfeier
Das Lob des österlichen Lichtes – das Exsultet (Das Osterlob): Der Osterjubel

Das Ostergeschehen – im Zeugnis der vier Evangelien

Osterglaube: – Maria von Magdala am leeren Grab (Joh 20,11-18)

Ostertag– im Zeugnis des Lukasevangeliums (Lk 24,1-43)

Ostern entlarvt den Tod

Sonntag 28. April 2019 ist das Osterfest der orthodoxen Christen
–> siehe dazu: „Christus ist auferstanden!“ – „Er ist wahrhaft auferstanden!“

* * *

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 20.04.2019

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Taufe des Herrn (1.C)

Fest der Taufe des Herrn

Sonntag, 13. Januar 2019

Abschluss der Weihnachtszeit

Liturgische Texte zum Fest der Taufe des Herrn (C)

Eröffnungsvers (vgl. Mt 3,16-17)
Als Jesus getauft war, öffnete sich der Himmel,
und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen.
Und die Stimme des Vaters aus dem Himmel sprach:
Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen habe.

Tagesgebet
Allmächtiger, ewiger Gott,
bei der Taufe im Jordan
kam der Heilige Geist auf unseren Herrn Jesus Christus herab,
und du hast ihn als deinen geliebten Sohn geoffenbart.
Gib, dass auch wir,
die aus dem Wasser und dem Heiligen Geist wiedergeboren sind,
in deinem Wohlgefallen stehen
und als deine Kinder aus der Fülle dieses Geistes leben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus…

1. Lesung Jes 42,5a.1-4.6-7
Seht, das ist mein Knecht, an ihm finde ich Gefallen

Antwortpsalm Ps 29,1-2.3ac-4.3b. u. 9b-10
Der HERR schenkt seinem Volk den Frieden

(oder:
1. Lesung Jes 40,1-5.9-11
Dann offenbart sich die Herrlichkeit des HERRN, alle Sterblichen werden sie sehen

Antwortpsalm Ps 104,1-2.3-4.24-25.27-28.29-30
Lobe den HERRN, meine Seele! HERR, mein Gott, wie groß bist du!)

2. Lesung aus der Apostelgeschichte (Apg 10,34-38)  
Gott hat Jesus gesalbt mit dem Heiligen Geist

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Mt 3,16-17; Mk 9,7)
Halleluja. Halleluja.
Der Himmel öffnete sich, und eine Stimme sprach:
Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören!
Halleluja!

(oder:
2. Lesung aus dem Paulusbrief an Titus (Tit 2,11-14; 3,4-7)
Er hat uns gerettet durch das Bad der Wiedergeburt und die Erneuerung im Heiligen Geist

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Lk 3,16)
Halleluja. Halleluja.
Johannes sagte:
Es kommt einer, der stärker ist als ich.
Mit dem Heiligen Geist und mit Feuer wird er euch taufeen.
Halleluja.)

Evangelium aus dem Lukasevangelium (Lk 3,15-16.21-22)  
Jesus ließ sich taufen; und während er betete, öffnete sich der Himmel 

* * *

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EvangelientextÜbersetzung G. M. Ehlert

Evangelium im Lesejahr C: Lukas 3,15-16. 21-22

15 Erwartend aber (war) das Volk
und alle (waren) Durchdenkende in ihrem Herzen
betreffend den Johannes,
ob nicht etwa er selbst der Christus sei, 

16 Es gab zur Antwort ihnen sagend der Johannes:
„Ich – nur (ins) Wasser tauche ich euch ein,
es kommt aber der Stärkere als ich,
          welchem ich nicht groß genug bin
          zu lösen die Riemen der Sandalen von ihm,
er selbst wird euch eintauchen in heiligem Geist und Feuer. 

((Verse 17 – 20))

21 Es geschah aber
in dem sich eintauchen lassend all das Volk,
auch Jesus (wird) eingetaucht
und betend
wird geöffnet der Himmel 

22 und herab steigt der Geist der Heilige
          in Gestalt sichtbar wie eine Taube
auf ihn

Und eine Stimme aus dem Himmel geschah:
„Du bist mein Sohn, der Geliebte,
an dir (habe ich) Wohlgefallen.“

* * *

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Bild zur Meditation:
Taufe-Jesu1

* * *

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Impulse zum Fest der Taufe des Herrn:

„Das ganze Volk war voller Erwartung!“
Zu Hunderten, vielleicht zu Tausenden sind damals die Menschen aus Jerusalem und von überall her zum Jordan geströmt, um Johannes zu hören.
„Das ganze Volk war voller Erwartung!“
Und im Stillen dachten sie: Ob Johannes nicht vielleicht selber der Messias ist?

Kurz eine Zwischenfrage: Gilt das für uns auch, dass wir voller Erwartung sind?
Voller Erwartung, dass wir damit rechnen: Wann tut Gott endlich etwas?
Wenn wir sonntags zur heiligen Messe kommen, sind wir dann voller Erwartung, dass Gott uns heute trifft, dass er uns anspricht?

„Das ganze Volk war voller Erwartung.“
Wenn wir nichts mehr erwarten, dann ist das so, als wenn wir dem Wirken Gottes einen Riegel vorschieben, ihm die Hände binden. Wer nichts mehr erwartet, der darf sich nicht wundern, dass letztlich das ganze Christenleben furchtbar langweilig wird.

„Ich taufe mit Wasser…“
Die Menschen damals haben große Erwartungen gehabt an Johannes.
„Ob er vielleicht selbst der Messias ist…?“
Doch er wehrt ab: „Ich taufe mit Wasser.“
Wir kennen die Redensart: „Der kocht auch nur mit Wasser.“
Johannes will damit sagen. Ich bin ein Mensch wie ihr. Wenn ihr von mir etwas erwartet, dann werdet ihr immer irgendwo enttäuscht.
Das gilt heute auch. Wenn wir von Menschen etwas erwarten, dann werden wir wechselseitig enttäuscht sein, weil wir alle „mit Wasser kochen“.

Und darum wird diese falsche Erwartung der Menschen im Evangelium umgebogen. Johannes sagt: „Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich. Und er wird nicht mit Wasser taufen, sondern er wird mit Heiligem Geist und mit Feuer taufen.“

Was bei der Taufe Jesu geschieht:
Wenige Tage später kommt Jesus an den Jordan und lässt sich selber von Johannes taufen.

Er – der Gottessohn – steigt hinab zum Jordan – er steigt hinab, dorthin, wo wir Menschen sind;
Er – der Sündenlose – stellt sich in die Reihe der Sünder, die von Johannes die Taufe der Umkehr empfangen wollen;
Er – der Reine – unterzieht sich dem Taufbad der Reinigung.

Und dann geschieht das, was man mit einer „Gottesoffenbarung“ umschreiben kann.
„Während er betete (= die Verbindung mit Gott pflegte)
– öffnete sich der Himmel –
– und der Heilige Geist kam sichtbar in Gestalt einer Taube auf ihn herab, –
wie am Anfang der Schöpfung, wo Gottes Geist über den Wassern schwebte;
– und eine Stimme aus dem Himmel sprach: – wie bei der Gottesoffenbarung am Sinai…
– „Du bist mein geliebter Sohn, – vgl. Ps 2
– an dir habe ich Gefallen gefunden.“ – vgl. Gottesknechtslied bei Jesaja.

Bei der Taufe Jesu geschahen entscheidende Dinge.
Mich erstaunt, dass auf diese göttliche Offenbarung hin überhaupt keine Reaktion berichtet wird. Nur Johannes scheint sie wahrgenommen zu haben.
Er bezeugt an anderer Stelle von diesem Erlebnis:
„ Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb. …
Das habe ich gesehen, und ich bezeuge: Er ist der Sohn Gottes.“ (Joh 1,33f).

Auch für uns Getaufte gelten diese drei Aussagen dieser Gottesoffenbarung.
1. Auch bei unserer Taufe öffnet sich der Himmel und Gottes Geist kommt auf uns herab
Das ist ein Bild dafür, dass Gott selbst die Verbindung mit uns aufnimmt.
Israel, das Volk Gottes hatte im Laufe der Geschichte den Eindruck gewonnen: Durch unsere Sünde ist der Himmel verschlossen. Wir kommen nicht mehr zu Gott durch. Gott hört uns nicht. Er greift auch nicht ein.
Doch das Evangelium sagt: Der Himmel öffnet sich über dir.
Du kannst mit Gott Verbindung aufnehmen durch das Gebet.
(Das griechische Wort für beten bedeutet: seine Wünsche zu Gott hin richten).
Wenn wir unsere Wünsche zu dem lebendigen Gott hin richten, dann öffnet sich der Himmel und Gottes Geist steht uns bei.

2. Gott sagt als erstes auch zu uns: Du bist mein geliebter Sohn / du bist meine geliebte Tochter.
Das gilt für jede und jeden von uns, denn durch die Taufe sind wir in die große Gottesfamilie aufgenommen worden.
„Wir heißen Kinder Gottes und wir sind es.“
Und an anderer Stelle: „Wir haben den Geist empfangen, der uns zu Kindern Gottes macht, den Geist, in dem wir rufen: ABBA, guter Vater…“
Das heißt auch: das verheißene Erbe – die Gemeinschaft mit Gott im Himmel – kann uns keiner mehr nehmen.

3. Und auch uns wird zugesagt aufgrund der Taufe: an dir habe ich Gefallen gefunden.
Und das sagt Gott zu jeder und jedem: „Du bist ein Mensch, an dem ich Wohlgefallen habe.“ Mit allen Macken und Kanten, so wie Du bist. Wenn Gott Dich anschaut, wenn er in Dein Gesicht schaut, dann ist es gleichsam so, als wenn er in einen Spiegel schaut, weil Du sein Ebenbild bist. Darum bist Du ihm ungeheuer wichtig. „Ich habe an dir Wohlgefallen.“ Das tut so gut, wenn man weiß: Gott hat an mir Wohlgefallen. Es kann nämlich sein, dass wir in Situationen kommen, wo kein Mensch mehr an uns Wohlgefallen hat, wo ich mich selber vielleicht nicht mehr ausstehen kann. Aber dann gilt immer noch. Gott hat an mir Wohlgefallen.

All das Große, das am Jordan seinen Anfang nimmt, beginnt mit dieser Haltung: „Das ganze Volk war voller Erwartung.“ Und ich wünschte mir dies Eine: Wenn wir schon keine große Erwartung haben, dann doch wenigstens eine kleine Erwartung, aber an einen großen Gott.

* * *

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Links:

–> zum Antwortpsalm: Psalm 29: Erscheinen der Herrlichkeit Gottes in Naturgewalten

–> zum Evangelium: –

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott: Fest Taufe des Herrn

–> zu Johannes d. Täufer: siehe auch: – “Zeuge für das Licht

–> zum Afrikatag (im Bistum Münster = 13. Januar 2019): missio – Afrikatag 2019

* * *

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 10. Januar 2019

 

Epiphanie 2019

Hochfest der Erscheinung des Herrn
(Epiphanias)

Sonntag, 6. Januar 2019

allgemein bekannt unter dem Festtag der „Heiligen Drei Könige

Liturgische Texte zum Hochfest der Erscheinung des Herrn

Eröffnungsvers (vgl. Mal 3,1; 1 Chr 19,12)
Seht, gekommen ist der Herrscher, der HERR.
In seiner Hand ist die Macht und das Reich.

Tagesgebet
Allherrschender Gott,
durch den Stern, dem die Weisen gefolgt sind,
hast du am heutigen Tag
den Heidenvölkern deinen Sohn geoffenbart.
Auch wir haben dich schon im Glauben erkannt.
Führe uns vom Glauben
zur unverhüllten Anschauung deiner Herrlichkeit.
Darum bitten wir durch Jesus Christus…

1. Lesung Jes 60,1-6
Die Herrlichkeit des HERRN geht leuchtend auf über dir

Antwortpsalm    Ps 72, 1-2.7-8.10-11.12-13
Alle Könige müssen ihm huldigen, alle Völker ihm dienen

2. Lesung Eph 3,2-3a.5-6
Jetzt ist offenbart worden: Auch die Heiden haben an der Verheißung in Christus Jesus teil

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Mt 2,2)
Halleluja. Halleluja.
Wir haben seinen Stern gesehen
und sind gekommen, dem HERRN zu huldigen.
Halleluja!

Evangelium Mt 2,1-12
Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen

* * *

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EvangelientextÜbersetzung G. M. Ehlert

–> Mt 2,1-12     

* * *

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Bild zur Meditation:

Das Hochfest Epiphanias am 6. Januar

– zeigt, wie die Völker zu Christus finden können.

Es ist „das zweite Weihnachtsfest“.

Kweg-a

zu einer Bild-Meditation: Der Königsweg – Bild u. Gedanken zu Mt 2,1-12
(Eine Power-Point-Präsentation – Klicken Sie sich durch!
Zur Beendigung das Präsentationsfenster schließen)

* * *

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Impulse zum 6. Januar:

Hochfest der Erscheinung des Herrn
und die „heiligen drei Könige“

Das Hochfest der „Erscheinung des Herrn“ (Epiphanias) – im allgemeinen Sprachgebrauch auch Fest der „Heiligen Drei Könige“ ist ein „zweites Weihnachtsfest.

Während an Weihnachten (25. Dezember) das Geheimnis der Geburt des Gottessohnes Jesus den Hirten – als Vertretern des jüdischen Volkes – durch Engel erschlossen wird,

kommen am Hochfest der Erscheinung des Herrn (6. Januar) mit den Sterndeuter aus dem Osten die Vertreter der Völker zu der Erkenntnis, dass in der Geburt Jesu der wahre Friedenskönig auf die Welt gekommen ist.

Das Evangelium von den Sterndeutern aus dem Osten, die den “neugeborenen König der Juden” in Jerusalem suchen und in Betlehem finden:

Mt 2,1-12

Wie aus den “Magoi” (aus dem Matthäusevangelium) die “heiligen Drei Könige” wurden:

  • Sie waren “Magoi” (Magier)

= Mitglieder einer persischen Priesterkaste, die dem persischen Gott des Lichtes (Mithras) dienten. Sie waren zugleich Astrologen und wirkten oft als Berater von Königen, Fürsten und reichen Leuten.

Magier = Menschen, die im Blick auf den nächtlichen Sternenhimmel sehnsüchtig nach der Erfüllung göttlicher Verheißung Ausschau hielten.

  • Sie waren “Sterndeuter” – so nennt sie das Matthäusevangelium

d.h. Menschen, die aus dem Erkennen der Sterne die richtigen Schlüsse ziehen können.

Sterndeuter = Menschen, die in der Sternstunde ihres Lebens aufbrechen auf einen weiten Weg, um das Verheißene zu finden, im Vertrauen auf die Zeichen, die Gott gibt.

  • Es waren “Drei“ – so bezeugen es alte Traditionen

Die Dreizahl leitet sich wohl von den drei Gaben Gold, Weihrauch und Myrrhe her

  • Es waren 3 Männer – so in alten Schriften = Menschen mit Manneskraft – Tapferkeit und Ausdauer
  • Sie werden “Könige” genannt – seit dem 6. Jahrhundert
  • Sie bekommen die Namen: Caspar, Melchior, Balthasar – seit dem 9. Jahrhundert
  • Den “Mohrenkönig” gibt es seit dem 12. Jahrhundert.

Sie gelten als Vertreter – der drei Rassen (Inder, Europäer, Afrikaner) – der drei Erdteile (Asien, Europa, Afrika) – der drei Lebensalter (Jugend, Mannesalter, Greis)

  • Die Reliquien der Heiligen Drei Könige wurden in Mailand verehrt und 1164 nach Köln überführt, wo sie in einem Goldschrein im Dom aufbewahrt werden.
  • Sie gelten als die Patrone der Reisenden.

Die Gasthausnamen Mohr, Stern, Krone erinnern daran.

 

 

Erscheinung des Herrn – Taufe des Herrn – Hochzeit zu Kana

Das Hochfest, das die Kirche jedes Jahr am 6. Januar feiert, hat offiziell die Bezeichnung: „Epiphania Domini“ = Erscheinung des Herrn.

Mit „Erscheinung“ ist hier gemeint, dass durch Jesus die Herrlichkeit Gottes in der Welt erschienen ist.
Im Festevangelium dieses Tages (Mt 2,1-12) wird berichtet, wie Magoi (= Sterndeuter) aus dem Osten (d.h. aus heidnischen Völkern) zu Christus, dem „König der Juden“ finden und in Ihm den verheißenen König des Friedens erkennen. – Im Volksmund ist dieses Fest bekannter unter der Bezeichnung: „Heilige Drei Könige“ / „Dreikönigstag“.

Der Kehrvers zum Benediktus und zum Magnifikat an diesem Festtag (6. Januar) im kirchlichen Stundengebet deutet neben der Erscheinung des Herrn vor den Vertretern der nicht jüdischen Völkern auch auf die Erscheinung des Herrn bei der Taufe und bei der Hochzeit zu Kana hin.

Benedictus-Antiphon am 6. Januar:

„Heute wurde die Kirche dem himmlischen Bräutigam vermählt:
Im Jordan wusch Christus sie rein von ihren Sünden.
Die Weisen eilen mit Geschenken zur königlichen Hochzeit.
Wasser wird in Wein gewandelt und erfreut die Gäste.
Halleluja.“

Magnificat-Antiphon am 6. Januar:

„Drei Wunder heiligen diesen Tag:
Heute führte der Stern die Weisen zum Kind in der Krippe.
Heute wurde Wasser zu Wein bei der Hochzeit.
Heute wurde Christus im Jordan getauft, uns zum Heil.
Halleluja.“

An all diese 3 Erscheinungsweisen der Herrlichkeit Gottes im menschgewordenen Sohn Gottes wurde lange Zeit in der Kirche an diesem einen Festtag gedacht.

Erst die Liturgiereform der katholischen Kirche im Jahr 1969 hat auf den Sonntag nach dem 6. Januar das Fest der Taufe des Herrn gelegt, mit dem nun der weihnachtliche Festkreis endet und die Zeit des Jahreskreises beginnt.

An die Hochzeit zu Kana wird seither alle drei Jahre am 2. Sonntag im Jahreskreis im Sonntagsevangelium (= Joh 2,1-12) erinnert.

Erscheinung der Göttlichkeit Jesu: a) in der Begegnung mit den Sterndeutern aus dem Morgenland; b) bei der Taufe Jesu im Jordan u. c) bei der Hochzeit in Kana - Grafik: (c) G. M. Ehlert, 13.01.2013

Erscheinung der Göttlichkeit Jesu: a) in der Begegnung mit den Sterndeutern aus dem Morgenland; b) bei der Taufe Jesu im Jordan u. c) bei der Hochzeit in Kana – Grafik: (c) G. M. Ehlert, 13.01.2013

Weihnachtliche Impulse von Bischof Lettmann
(gestorben am 16.04.2013 in Betlehem, dem Geburtsort Jesu)

Was bleibt?

In der zweiten Vesper am Fest der Erscheinung des Herrn heißt es in der Antiphon zum Magnifikat:
„Drei Wunder heiligen diesen Tag:
Heute führte der Stern die Weisen zum Kind in der Krippe.
Heute wurde Wasser zu Wein bei der Hochzeit.
Heute wurde Christus im Jordan getauft uns zum Heil. Halleluja.“

Drei Bilder lässt uns diese Antiphon schauen, die die Herrlichkeit Jesu Christi offenbaren.

Die Weisen haben den Stern des neugeborenen Königs der Juden aufgehen sehen und sind gekommen, ihm zu huldigen: „Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar(Mt 2,11).

Bei der Hochzeit zu Kana wurde das Wasser zu Wein verwandelt.
Im Johannesevangelium heißt es: „So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit, und sein Jünger glaubten an ihn“ (Joh 2,11).

Bei der Taufe Jesu „öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden haben“ (Mt 3,16-17).

Ein Hymnus im französischen „Magnificat“ nimmt Bezug auf diese dreifache Offenbarung der Herrlichkeit des Herrn. Doch er stellt fest: Der Stern, dem die Weisen gefolgt sind, ist erloschen. Die Stimme, die bei der Taufe Jesu erscholl, ist verstummt. Die sechs großen irdenen Krüge, die mit Wein gefüllt waren, sind leer.

Was bleibt?

Der Hymnus antwortet darauf:

Der Stern ist erloschen.
Doch der, auf den er hinweist, bleibt.
In seinem Sohn ist Gott bleibend in die Geschichte der Menschen eingetreten.

Die Stimme ist verstummt.
Doch Jesus, das Wort Gottes, bleibt.
Er ist unter uns in seinem Wort, im Wort des Evangeliums.

Die großen irdenen Krüge, die die Hochzeitsfreude aufkommen ließen, sind leer.
Doch Jesus bleibt bei uns im Sakrament,
im Wein, der in sein Blut verwandelt wird.
Im Wort und im Sakrament können wir dem Herrn begegnen.

Text: Bischof Reinhard Lettmann, 08.01.2006

 

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Links:

–> zum Antwortpsalm: Psalm 72: Gebet des Königs David für seinen Sohn Salomo

–> zum Evangelium: Mt 2,1-12

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott: Erscheinung des Herrn

 

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 4. Januar 2019

 

 

Weihnachtszeit

Die Weihnachtszeit

beginnt mit der 1. Vesper zum Weihnachtsfest am 24. Dezember.

(Für viele ist das Feiern am Heiligen Abend bzw. in der Heiligen Nacht schon der Höhepunkt)

Das Weihnachtsfest (=25. Dezember)

ist das Hochfest von der Geburt des Herrn Jesus Christus

Die katholische Liturgie kennt unterschiedliche Messtexte für die Eucharistiefeiern
– am Heiligen Abend,
– in der Heiligen Nacht (= Christmette)
– am Morgen (= Hirtenamt)
– am Tag (= Hochamt).

(siehe: Hochfest Geburt Christi)

Am Abend des 1. Weihnachtstages ist wie in den Geschäften für manch einen gefühlsmäßig Weihnachten schon vorbei. –

Doch im Stundengebet der katholischen Kirche wird eine ganze Woche lang „Weihnachten gefeiert“ – und zugleich der besonderen Heiligen und Feste in der Weihnachtsoktav gedacht:

Fest des Heiligen Stephanus (= 26. Dezember)

Nach dem ersten Feiertag folgt am 26. Dezember der Stephanustag.

Direkt nach der festlichen Besinnlichkeit geht es hier um den gewaltsamen Tod eines Diakons, des ersten Christen, der wegen seines Glaubens umgebracht wurde.

(siehe: Hl. Stephanus)

In Deutschland nahmen viele Christen den Tag zum Anlass, für die Märtyrer von heute zu beten. Seit 2012 begehen auch die Katholiken den Stephanustag als Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen. Die Nähe des Märtyrerfestes zum Weihnachtsfest zeigt, dass der christliche Glaube auch an Weihnachten das Kreuz nicht ausblendet. Weihnachten selbst ist nicht nur ein Fest der Geburt Jesu, sondern auch all dessen, für das Jesus steht: der Sohn Gottes, der den Tod erlitt und am dritten Tag auferstanden ist.

Fest des Heiligen Evangelisten Johannes (= 27. Dezember)

Am 27. Dezember gedenkt die Kirche des Evangelisten Johannes.

Fest der Unschuldigen Kinder (= 28. Dezember)

Am 28. Dezember begeht die Kirche das Fest der unschuldigen Kinder, das auf einen Bericht aus dem Matthäusevangelium (Mt 2,13-18) zurückgeht: Nachdem König Herodes von der Geburt Jesu gehört hatte, schickte er die Sterndeuter los, um nach ihm zu suchen. Als sie nicht zu ihm zurückkehrten, wurde der König zornig. Er ließ aus Angst um seinen Thron alle Jungen bis zum Alter von zwei Jahren in Bethlehem und Umgebung töten. Josef aber war nach der Warnung eines Engels mit Maria und Jesus nach Ägypten geflohen, um den Sohn Gottes in Sicherheit zu bringen.

Die alten Kirchenväter bezeichneten die Kinder später als erste Märtyrer, die an Jesu Stelle gestorben seien.

Seit den vergangenen Jahren wird an diesem Festtag auch besonders für den Schutz des ungeborenen Lebens gebetet.

Am Sonntag in der Weihnachtsoktav ist das
Fest der Heiligen Familie

Es handelt sich hierbei um ein jüngeres Fest. Im 19. Jahrhundert hatte die Verehrung der Heiligen Familie von Nazaret stark zugenommen. Von Kanada ging sie schließlich um die Welt, bis das Fest 1921 von Benedikt XV. für die Weltkirche verbindlich eingeführt wurde.

Da auch die Heilige Familie gesellschaftlichen Herausforderungen ausgesetzt war – ein Beispiel ist die Flucht nach Ägypten –, kann sie heute ein Vorbild für guten Umgang miteinander sein.

Wenn alle am 31. Dezember Silvester feiern, kommt nur wenigen in den Sinn, dass an dem Tag auch an einen heiligen Papst Silvester I. gedacht wird.

1. Januar

  • Die meisten feiern am 1. Januar den Beginn eines neuen Kalenderjahres.
  • Am „Oktavtag“ von Weihnachten feierte die katholische Kirche (bis 1960) den Tag der Beschneidung Jesu.  
    (siehe auch: Beschneidung-Jesu)
  • Seitdem feiert die katholische Kirche an diesem Tag das

    Hochfest der Gottesmutter Maria.

    (siehe auch: 1. Januar)

Der Festtag der Gottesmutter Maria war wohl das erste Marienfest der römischen Kirche und geht auf die Zeit vor dem Konzil von Ephesus (431) zurück. Im Laufe der Zeit geriet es aber wegen der zunehmenden Bedeutung der Marienfeste am 25. März und am 15. August wieder in den Hintergrund.

  • Seit 1968 ist der erste Tag des Jahres auch der Weltfriedenstag.

    Die Päpste veröffentlichen jeweils am 8. Dezember eine Botschaft für diesen Tag.

Am 1. Januar 2019 gibt es zum 52.sten Mal diese Friedensbotschaft.

Im Jahr 2019 steht die Botschaft von Papst Franziskus unter dem Thema:

„Gute Politik steht im Dienste des Friedens“

(hier die Botschaft des Papstes im Wortlaut)

Jahreslosung 2019:

Ein schöner Brauch ist in der evangelischen Herrnhuter Brüdergemeine vor vielen Jahren entstanden: das Jahr unter einen bestimmten biblischen Gedanken zu stellen, der jeweils ausgelost wird.

Die Jahreslosung für 2019 ist aus Psalm 35,14 entnommen und lautet:

„Suche FRIEDEN und jage ihm nach!“

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„Suche Frieden und jage ihm nach“ (Psalm 35,14) = Jahreslosung 2019, (c) G. M. Ehlert


Der heiligste Name Jesu ist seit 2002 ein nicht gebotener Gedenktag, der am 3. Januar gefeiert wird. (siehe: Namen Jesu)

Vor allem in der Ostkirche wird die Anrufung des Namens Jesu gepflegt; im Westen wird er seit dem 15. Jahrhundert verehrt – insbesondere von Franziskanern. Das 1721 eigeführte Fest wurde zunächst an unterschiedlichen Tagen begangen. In der Anrufung des Namens Jesu erbitten Christen die helfende Gegenwart Jesu in den Anliegen unserer Zeit.

Das Hochfest der Erscheinung des Herrn (= 6. Januar)

ist landläufig als „Dreikönigsfest“ bekannt. (siehe: Epiphanie)

Ein Fest, das vor allem deshalb bekannt ist, weil Kinder als Sternsinger verkleidet durch die Straßen gehen und die Häuser und deren Bewohner segnen. Früher sprach man auch von der „Epiphanie“. Es wird noch einmal an die menschliche Gegenwart Gottes in der Person Jesu Christi erinnert – und an den Besuch der drei Sterndeuter oder Könige, die das Jesuskind an der Krippe verehrten (Mt 2,1-11).

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„Der Königsweg“ – (c) G. M. Ehlert

Am Sonntag nach dem Hochfest der Erscheinung des Herrn feiert die Kirche

das Fest der „Taufe des Herrn“
(im Jahr 2019 = 13. Januar)

An diesem Fest erinnert die Kirche an die Taufe Jesu durch Johannes im Jordan. Damit beginnt Jesu öffentliches Wirken – nach ca. 30 Jahren verborgener Wirksamkeit in Nazaret.

Mit diesem Fest, das zwischen dem 7. und 13. Januar liegt, endet auch die Weihnachtszeit.

Während bis dahin die liturgische Farbe festliches Weiß ist, ziehen Geistliche tags darauf in Grün in die Kirche ein, der Farbe für gewöhnliche Sonn- und Werktage.

Zwei weitere Festtage, die außerhalb des weihnachtlichen Festkreises liegen, haben einen engen Zusammenhang zum Weihnachtfest:

Fest der Darstellung des Herrn 
(auch Mariä Lichtmess genannt)

am 2. Februar

und das

Hochfest der Verkündigung des Herrn 
(auch Mariä Verkündigung genannt)

am 25. März

– der „Tag der Menschwerdung des Sohnes Gottes“ mit dem Beginn der Schwangerschaft Mariens. Genau neun Monate später feiern wir wieder Christi Geburt.

Weitere Gedanken zum Weihnachtsfest:

„Gloria et Pax“ – ein Weihnachtsbild = Power-Point-Präsentation (5,28 MB)

Woher erlangen Menschen ihr Heil?

Zwischen Ochs und Esel

Gottes schönstes Wort

Die geweihte Nacht der Christgeburt

Ein neuer Anfang

Ein Lied vom göttlichen Liebeswort (Der Johannesprolog)

Krippe + Kreuz + Krone

Christus kommt – kann er bei uns ankommen?

Zwölf Heilige Nächte – Die Zeit zwischen Weihnachten u. Epiphanie

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Stand: 30. Dezember 2018