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Pfingstnovene

Pfingstnovene

Am Pfingstfest sandte der auferstandene und in den Himmel Gottes aufgefahrene Herr Jesus Christus seinen Jüngerinnen und Jüngern den Heiligen Geist.

Dieser Geist formte die Gemeinde Jesu zu seiner Kirche,
begleitete die Kirche durch die Zeit
und ließ sie zu einer weltweiten großen Gemeinschaft wachsen.

Dieser Geist Gottes stärkt auch heute unseren Glauben,
belebt unsere Hoffnung,
vertieft unsere Liebe,
als einzelne, vor allem aber als Gemeinschaft, als Kirche.

Die Jüngerinnen und Jünger Jesu hatten sich auf das Kommen des Heiligen Geistes vorbereitet:
gemeinsam – im Gebet – im Abendmahlssaal in Jerusalem.

Von Christi Himmelfahrt bis Pfingsten haben sie
neun Tage lang
um den Geist gebetet
– die erste Pfingstnovene –
das Neun-Tage-Gebet. (vgl. Apg 1,13-14)

Gleichbleibender Teil der Pfingstnovene:

Eröffnung:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Ehre sei dem Vater
und dem Sohn
und dem Heiligen Geist

wie im Anfang
so auch jetzt und alle Zeit
und in Ewigkeit. Amen. Halleluja!


Gebet:
Atme in mir, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges denke.
Treibe mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges tue.
Locke mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges liebe.
Stärke mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges hüte.
Hüte mich, du Heiliger Geist, dass ich das Heilige nimmer verliere.

(dem Heiligen Augustinus zugeschrieben)


wechselnder Teil:

an Christi Himmelfahrt:
Komm herab, o Heiliger Geist, der die finstre Nacht zerreißt, strahle Licht in diese Welt.

am Freitag (1.Tag):
Komm, der alle Armen liebt, komm der gute Gaben gibt, komm, der jedes Herz erhellt.

am Samstag (2.Tag):
Höchster Tröster in der Zeit, Gast der Herz und Sinn erfreut, köstlich Labsal in der Not.

am Sonntag (3.Tag):
In der Unrast schenkst du Ruh, hauchst in Hitze Kühlung zu, spendest Trost in Leid und Tod.

am Montag (4.Tag):
Komm, o du glückselig Licht, fülle Herz und Angesicht, dring bis auf der Seele Grund.

am Dienstag (5.Tag):
Ohne dein lebendig Wehn kann im Menschen nichts bestehn, kann nichts heil sein noch gesund.

am Mittwoch (6.Tag):
Was befleckt ist, wasche rein, Dürrem gieße Leben ein, heile du wo Krankheit quält.

am Donnerstag (7.Tag):
Wärme du, was kalt und hart, löse, was in sich erstarrt, lenke, was den Weg verfehlt.

am Freitag (8.Tag):
Gib dem Volk, das dir vertraut, das auf deine Hilfe baut, deine Gaben zum Geleit.

am Samstag (9.Tag):
Lass es in der Zeit bestehn, deines Heils Vollendung sehn und der Freuden Ewigkeit.

am Pfingstfest:
Amen. Halleluja

Gebet:
Komm heiliger Geist, heilige uns.
Erfülle unsere Herzen mit brennender Sehnsucht nach Wahrheit,
nach dem rechten Weg und nach dem vollen Leben.
Entzünde in uns dein Feuer,
dass wir selber davon zum Licht werden,
das leuchtet und wärmt und tröstet.
Lass unsere schwerfälligen Zungen Worte finden,
die von deiner Liebe und Schönheit sprechen.
Schaffe uns neu,

dass wir Menschen der Liebe werden,
deine Heiligen, sichtbare Worte Gottes.
Dann werden wir das Antlitz der Erde erneuern
und alles wird neu geschaffen.

Komm, heiliger Geist, heilige uns, stärke uns, bleibe bei uns. Amen.

(aus der Ostkirche)


Vater unser

Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.


Segenswort:
Es erfülle uns der Vater mit seiner Liebe.

Es erfülle uns der Sohn mit seinem Leben.
Es erfülle uns der Heilige Geist mit seiner Kraft.

Es segne uns und alle Menschen der gütige Gott:
der Vater und der Sohn + und der Heilige Geist. Amen.

* * *

–> Weitere Gebete zum Heiligen Geist

Gedanken am Fest Christi Himmelfahrt:

Komm herab, o Heil’ger Geist
der die finstre Nacht zerreißt,
strahle Licht in diese Welt.

I

Symbol des Hl. Geistes:

  • Wolke und Licht

Sichtbare Zeichen für Erscheinungen des unsichtbaren Gottes

Am Anfang der Schöpfung schwebte Gottes Geist über den Wassern.
Er brütete die gute Schöpfung Gottes aus. Als erstes strahlte sein Licht und es zerriss die finstre Nacht. Am Anfang der Neuen Schöpfung empfing Maria Gottes Sohn durch das Wirken des Heiligen Geistes. Er überschattete sie mit der Kraft Gottes und sie brachte Jesus Christus, das menschgewordene Wort Gottes zur Welt. Der Heilige Geist vermag auch heute in das „Tohu-wa-bohu“ unseres Lebens Licht hinein zu strahlen, so dass durch uns etwas Neues zur Welt kommen kann. Komm, heiliger Geist!

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Pfingstnovene (1. Tag):

Gedanken am Freitag nach Christi Himmelfahrt:

Komm, der alle Armen liebt,
komm, der gute Gaben gibt,
komm, der jedes Herz erhellt.

II

Symbol des Hl. Geistes:

  • Finger an der Hand Gottes
    Zeichen für das kraftvolle Handeln Gottes

Durch den „Finger Gottes“ – d.h. in der Kraft des Geistes treibt Jesus die Dämonen aus (Lk 11,20).
Während des Gesetz Gottes vom „Finger Gottes“ auf steinerne Tafeln geschrieben wurde (Ex 31,18), sind wir – der „Brief Christi“ (2 Kor 3,3) – geschrieben mit dem Finger Gottes in Herzen von Fleisch. Christus eröffnet seine Verkündigung der Frohbotschaft damit, dass er folgendes Wort des Propheten Jesaja mit seinem Kommen erfüllt sieht:
„Der Geist des Herrn ruht auf mir;

denn der Herr hat mich gesalbt.
Er hat mich gesandt,
damit ich den Armen Frohbotschaft bringe;
damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde
und den Blinden das Augenlicht;
damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze
und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.“ (Lk 4,18-19)

Auch wir dürfen dieses Gotteswort auf uns übertragen.
Dort, wo wir leben, können wir „ein Fingerzeig“ Gottes für die Menschen sein.

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Pfingstnovene (2. Tag):

Gedanken am Samstag nach Christi Himmelfahrt:

Höchster Tröster in der Zeit,
Gast, der Herz und Sinn erfreut,
köstlich Labsal in der Not.

III

Symbol des Hl. Geistes:

  • Taube

Symbol des Friedens

Am Ende der Sintflut kehrte die Taube, die von Noah aus der Arche herausgelassen worden war, mit einem frischen Ölzweig im Schnabel zurück als Zeichen dafür, dass die Erde wieder fruchtbar und somit bewohnbar war. Sie kündigt den Frieden an, den Gott mit der Menschheit in einem feierlichen Bund schließt.Als Christus aus dem Wasser seiner Taufe steigt, lässt sich der Heilige Geist in Gestalt einer Taube auf ihn nieder und bleibt auf ihm.

Seit alters her gilt die (weiße) Taube auch als ein Friedenssymbol.

Dieser Geist des Friedens komme auch auf uns herab und bleibe allezeit bei uns.

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Pfingstnovene (3. Tag):

Gedanken am 7. Sonntag der Osterzeit

In der Unrast schenkst du Ruh,
hauchst in Hitze Kühlung zu,
spendest Trost in Leid und Tod.

IV

Symbol des Hl. Geistes:

  • Hand(auflegung)
  • Darreichung
  • göttl. Macht

Durch die Hand = Macht Gottes ergriffen zu sein, bedeutet Empfang des Geistes Gottes.
Jesus heilt Kranke und segnet Kinder, indem er ihnen die Hände auflegt.

Durch Handauflegung geschieht auch heute Verwandlung der Gaben von Brot und Wein durch Gottes Geist in Leib und Blut Christi – für uns gegeben.
Handauflegung vermittelt auch heute Segen, Beruhigung und Trost.

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Pfingstnovene (4. Tag):

Montag vor Pfingsten:

Komm, o du glückselig Licht,
fülle Herz und Angesicht,
dring bis auf der Seele Grund.

V

Symbol des Hl. Geistes:

  • Feuer

verwandelnde Kraft der Liebe Gottes

Das Feuer symbolisiert die verwandelnde Kraft des Heiligen Geistes.
Gott selbst verwandelt das Herz der Menschen, das steinhart geworden ist, in ein Herz, das sich erwärmt für andere. (vgl Ez 36,26-28: „Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch…).
Johannes der Täufer kündet an, dass Jesus „mit dem Heiligen Geist und mit Feuer“ tauft (Lk 3,16).

Jesus selbst sagt von sich: „Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!“ (Lk 12,49)
In „Zungen wie von Feuer“ (Apg 2,3) kommt der Heilige Geist am Pfingstmorgen auf die Jünger herab und verwandelt sie zu furchtlosen Zeugen der Botschaft Christi.

Auch wir können „Feuer und Flamme“ sein für das Evangelium und andere mit der Botschaft vom Heil „anstecken“.

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Pfingstnovene (5. Tag):

Dienstag vor Pfingsten:

Ohne dein lebendig Weh’n
kann im Menschen nichts besteh’n
kann nichts heil sein noch gesund.

VI

Symbol des Hl. Geistes:

  • Atem

belebend

Der Mensch kommt zum Leben, indem Gott ihm seinen Lebensatem = seinen Geist einhaucht. (vgl. Gen 2,7)
Die Jünger Jesu erhalten Anteil am neuen, österlichen Leben, indem der Auferstandene ihnen seinen Lebensatem einhaucht: „Empfangt Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, ist sie verweigert.“ (Joh 20,22f).

Alle Geschöpfe warten auf dich, Gott:
„nimmst du ihnen den Atem, so schwinden sie hin…
Sendest du deinen Geist aus,
so werden sie alle erschaffen,
und du erneuerst das Antlitz der Erde.“ (Psalm 104,29-30)

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Pfingstnovene (6. Tag):

Mittwoch vor Pfingsten:

Was befleckt ist, wasche rein,
Dürrem gieße Leben ein,
heile du, wo Krankheit quält.

VII

Symbol des Hl. Geistes:

  • Öl
  • Salbung

Sinnbild des Geistes Gottes ist auch die Salbung mit Öl.
Christus heißt „der Gesalbte“. Er ist der Messias, der Retter und Heiland der Menschen, denn er bringt uns das Heil Gottes, das alle Heilung von Krankheiten umfasst.
Durch die Salbung mit dem Heiligen Geist in Taufe und Firmung werden auch wir dazu gerufen, in unserem Leben zur Heilung der Menschen und zum Heil der Welt beizutragen.

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Pfingstnovene (7. Tag):

Donnerstag vor Pfingsten:

Wärme du, was kalt und hart,
löse, was in sich erstarrt,
lenke, was den Weg verfehlt.

VIII

Symbol des Hl. Geistes:

  • Wind
    dynamische Kraft
    Bewegung
    Unberechenbarkeit

Das deutsche Wort „Geist“ gibt das hebräische Grundwort „ruach“ wieder, das ursprünglich Hauch, bewegte Luft, Wind bedeutet.

Jesus gebraucht das eindrucksvolle Bild vom Wind, um Nikodemus das ganz Neue dessen verspüren zu lassen, das mit Jesu Geist in die Welt gekommen ist.
„Der Wind weht, wo er will; du hörst sein Brausen, weißt aber nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es mit jedem, der aus dem Geist geboren ist.“ (Joh 3,8)

Am Pfingsttag kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem die JüngerInnen Jesu waren. (vgl. Apg 2,2)

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Pfingstnovene (8. Tag):

Freitag vor Pfingsten:

Gib dem Volk, das dir vertraut,
das auf deine Hilfe baut,
deine Gaben zum Geleit.

IX

Symbol des Hl. Geistes:

  • Wasser
    neugeboren
    fruchtbares Leben

Bei der Taufe ist das Wasser ein Sinnbild des Wirkens des Heiligen Geistes. Ein Zeichen für die neue Geburt, durch die uns Anteil am göttlichen Leben geschenkt wird.

Der Geist ist das „lebendige Wasser“, von dem Jesus spricht (vgl. Joh 7,37ff)
und das aus dem durchbohrten Herzen Jesu am Kreuz hervorquillt (vgl. Joh 19,34)
und uns das ewige Leben schenkt. (vgl. Joh 4,10-14)

In den 7 Sakramenten entfaltet sich das göttliche Leben, das uns geschenkt ist in dieser Zeit der irdischen Pilgerschaft.

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Pfingstnovene (9. Tag):

Samstag vor Pfingsten:

Lass es in der Zeit besteh’n,
deines Heils Vollendung sehn
und der Freuden Ewigkeit.
Amen. Halleluja.

X

Symbol des Hl. Geistes:

  • Siegel(ring)

unauslöschlicher Charakter

Gott hat Christus „mit seinem Siegel beglaubigt“. (Joh 6,27)
Gott selbst, schreibt der Apostel Paulus, „der uns und euch in der Treue zu Christus festigt und der uns alle gesalbt hat, er ist es auch, der uns sein Siegel aufgedrückt und als ersten Anteil (am verheißenen Heil) den Geist in unser Herz gegeben hat.“ (2 Kor 1,21-22)

Wir haben von Christus „Brief und Siegel“ dafür, dass uns am Ende der Zeiten das Himmlische Jerusalem mit seinen Freuden erwartet.

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Gesamtbild der Pfingstnovene zum Pfingstfest:

1. Komm, o Geist der Heiligkeit,
aus des Himmels Herrlichkeit,
sende Deines Lichtes Strahl.

2. Vater aller Armen Du,
aller Herzen Licht und Ruh‘,
komm mit deiner Gaben Zahl.

3. Tröster in Verlassenheit,
Labsal voll der Lieblichkeit,
komm, o süßer Seelenfreund.

4. In Ermüdung schenke Ruh‘,
in der Glut hauch Kühlung zu,
tröste den, der trostlos weint.

5. O Du Licht der Seligkeit,
mach Dir unser Herz bereit,
dring in uns’re Seelen ein.
Pfingsten-01-c 10. Gib Verdienst in dieser Zeit
und dereinst die Seligkeit
nach vollbrachter Wanderschaft.

9. Heil’ger Geist, wir bitten Dich,
gib uns allen gnädiglich
Deiner sieben Gaben Kraft.

8. Beuge, was verhärtet ist,
wärme, was erkaltet ist,
lenke, was da irre geht.

7. Wasche, was beflecket ist,
heile, was verwundet ist,
tränke, was da dürre steht.

6.Ohne Deinen Gnadenschein
steht der arme Mensch allein,
kann nicht gut und sicher sein.

Wurzeln und Früchte von Pfingsten

PFINGSTEN-11a

„Wenn das Weizenkorn in die Erde fällt und stirbt… …bringt es reiche Frucht.“ (Joh 12,24)
Nach dem ersten Frühlingsvollmond feierten die alten Völker ein Frühlingsfest:

Neues Leben in der Natur beginnt.

50 Tage danach… – ein Tag der Freude – feierten die alten Völker ein erstes Erntefest:

Dank für das Geschenk der ersten Früchte die Gabe Gottes zum Leben.

Das jüdische Volk fügte eine neue Bedeutung hinzu:

sie feiern Pesach = das Überschreitungsfest:

in Erinnerung daran, dass Gott sein Volk hinausführte aus dem Land der Sklaverei:

Neues Leben in Freiheit beginnt.

das jüdische Volk fügte eine neue Bedeutung hinzu:

sie feiern Schawuoth = das Wochenfest:

in Erinnerung daran, dass Gott durch Mose mit seinem Volk einen Bund schloss und ihnen die Tafeln mit den Lebensregeln schenkte:

ein Fest des Dankes für die Thora – die Gabe Gottes für das Leben als sein auserwähltes Volk.

Für die Christen kommt Neues hinzu:

sie feiern Karfreitag, Karsamstag und Ostern:

zum Gedenken des Leidens – Sterbens – und Auferstehens Jesu, des Herrn: Der „Gesalbte Gottes“ – das Weizenkorn, stirbt am Kreuz und haucht seinen Geist aus. – Im Dunkel der Erde keimt die neue Frucht der Erlösung heran. – Christus, durchbricht die Grenze des Todes:

Neues österliches Leben – befreit von der Macht der Sünde und des Todes – beginnt.

für die Christen kommt Neues hinzu:

sie feiern Pfingsten = das Geburtsfest der Kirche

zum Gedenken daran, dass Gott mit Menschen aus allen Völkern einen Neuen Bund schloss und sie mit dem Geist seines Sohnes erfüllte:

ein Fest des Dankes für die Gabe(n) des Heiligen Geistes –

die Gabe Gottes für das Leben als missionarische Kirche des Herrn.

Gesamtbild zum Pfingstfest:

PFINGSTEN

1. Komm, o Geist der Heiligkeit,
aus des Himmels Herrlichkeit,
sende Deines Lichtes Strahl.

2. Vater aller Armen Du,
aller Herzen Licht und Ruh‘,
komm mit deiner Gaben Zahl.

3. Tröster in Verlassenheit,
Labsal voll der Lieblichkeit,
komm, o süßer Seelenfreund.

4. In Ermüdung schenke Ruh‘,
in der Glut hauch Kühlung zu,
tröste den, der trostlos weint.

5. O Du Licht der Seligkeit,
mach Dir unser Herz bereit,
dring in uns’re Seelen ein.

6.Ohne Deinen Gnadenschein
steht der arme Mensch allein,
kann nicht gut und sicher sein.

7. Wasche, was beflecket ist,
heile, was verwundet ist,
tränke, was da dürre steht.

8. Beuge, was verhärtet ist,
wärme, was erkaltet ist,
lenke, was da irre geht

9. Heil’ger Geist, wir bitten Dich,
gib uns allen gnädiglich
Deiner sieben Gaben Kraft.

10. Gib Verdienst in dieser Zeit
und dereinst die Seligkeit
nach vollbrachter Wanderschaft.

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* * *

Weitere Gebete zum Heiligen Geist:

„Um die dritte Stunde soll man sich zum Gebet erheben und die Bruderschaft versammeln…
Dabei sollen sie sich an die Herabkunft des Heiligen Geistes erinnern, der zur dritten Stunde den Aposteln geschenkt wurde.
Einmütig sollen sie ihn anbeten, damit auch sie gewürdigt werden, an der Heiligung Anteil zu erlangen, dass er sie leite und zu dem hinführe, was ihnen nützlich ist.“

(Basileios der Große, aus den Längeren Regeln, 37,3)


Bevor uns die Geschäfte des Tages ganz in Anspruch nehmen, wollen wir uns Gott öffnen. Woher nehmen wir die Kraft für unser Tagewerk, wenn nicht von Gott? Wer beschenkt uns mit Liebe zu anderen Menschen, zur Arbeit, wenn nicht Gott durch seinen guten Heiligen Geist? Er ist uns Beistand, Tröster, Fürsprecher, Geist der Wahrheit und der Versöhnung, der die Verbindung zu Jesus und den Schwestern und Brüdern schafft. Ohne ihn sind wir ohne rechte Orientierung, ohne Leitung und Hoffnung für uns selbst und für die Menschen, mit denen wir leben. Unsere leeren Hände will er mit seinen guten Gaben füllen, damit wir sie weiterschenken können.


Gebet um die Gaben des Heiligen Geistes

Komm, Heiliger Geist, Du Geist der Weisheit:
Dein Feuer prüft alle Weisheit dieser Welt.
Dein Sturm stürzt, was mächtig,
und erhebt, was niedrig ist.

Komm, Heiliger Geist, Du Geist der Einsicht:
Nur in Dir erfassen wir die göttlichen Geheimnisse.
Nur durch dich erkennen wir den Weg,
auf den wir gerufen sind.

Komm, Heiliger Geist, du Geist des Rates:
Du vertreibst Zweifel und Unsicherheit.
In dir wird uns der Wille des Herrn offenbar.

Komm, Heiliger Geist, du Geist der Stärke:
In deiner Kraft haben die Apostel, Märtyrer und Bekenner
den Mut zum Zeugnis für Christus aufgebracht.

Komm, Heiliger Geist, du Geist der Erkenntnis:
In der Schöpfung erkennen wir deine Macht,
in der Offenbarung deine Weisheit,
in der Erlösung deine Liebe.

Komm, Heiliger Geist, du Geist der Frömmigkeit:
In dir haben wir den Geist empfangen, der uns zu Söhnen Gottes macht,
und dürfen voll Freude rufen:
Abba, lieber Vater!

Komm, Heiliger Geist, du Geist der Gottesfurcht:
Du allein machst uns fähig,
die menschliche Sünde
und die göttliche Heiligkeit zu erkennen.


Heiliger Geist,

Du erfüllst die Engel,
heiligst die Gewalten
und belebst alles.
Du teilst dich in je verschiedener Weise
der ganzen Schöpfung mit.

Du schenkst uns die Gnade,
Du erleuchtest uns zur Erkenntnis Gottes.
Du vollendest die Gerechtren,
machst die Toten lebendig
und Fremdlinge zu Kindern Gottes.

Durch Dich werden die Schwachen stark,
die Armen reich,
die Unmündigen und Ungebildeten
weiser als die Gelehrten.

Du bist im Himmel und erfüllst die Erde.
Du bist überall zugegen und nirgends kennst Du Schranken.
Du wohnst in jedem Menschen
und bist ganz Gott.

Wir bitten Dich:
Nimm Wohnung in unseren Herzen
und verlass uns zu keiner Zeit.

Amen.

(Basileios der Große ca. 330 – 379)


Komm, Heiliger Geist,

und entzünde unsere Herzen in Liebe zu Dir.
Komm, Du Geist der Kraft,
und bewege unsere Seelen,
dass sie hungern und dürsten nach Dir.

Erfülle mit Deiner Gegenwart die Kirche,
dass Dein Friede nicht von ihr weiche.
Segne in ihr jede Verkündigung des Wortes,
jeden Dienst der Liebe,
jedes Amt der Leitung.
Schenke uns für die Erneuerung Deiner Kirche
Weisheit, Zucht und Frieden.

Du Tröster in aller Not,
erbarme Dich über uns;
wende Deinen Segen nicht von uns ab;
und tue mehr,
als wir zu bitten vermögen.

Amen.

(Gerhard Tersteegen, 1697 – 1769)


Komm, Heiliger Geist,

der Du im Glück die Seele bewahrst
und Beistand bist in der Not;

der Du von Missetat reinigst
und Wunden heilst.

Komm, Du Lehrer der Demütigen
und Richter der Hoffärtigen.

Komm, Du Hoffnung der Armen,
Du Kraft der Müden.

Komm, Heiliger Geist,
und erbarme Dich unser.

(Abt Johannes von Fécamp, 990 – 1078)


Du Heiliger Geist des lebendigen Gottes,

durch den Glauben darf ich jetzt dankbar erkennen,
dass Du in mir gegenwärtig bist.

In der Tiefe meines Wesens,
tiefer als alle meine Gedanken,
tiefer als meine Gefühle,
tiefer als mein Wille
hast Du Wohnung genommen.

Ich preise Dich,
ich bete Dich an,
ich liebe Dich,
ich danke Dir,
dass Du Dich so tief herabgelassen
und meinen Leib zu Deiner Herberge gemacht hast,
ja dass Du ihn Deinen Tempel nennst.

Vor allem danke ich Dir,
dass Du mir den Herrn Jesus Christus,
meinen Heiland geoffenbart hast
und mir alle Segnungen
seines Sühnetodes zugeeignet hast.

Ich möchte mich nun
für diesen neuen Tag
Deinem Vorhaben mit mir
und Deiner Führung ganz und gar ausliefern.

Leite mich
und bereite mich auf jegliche Gelegenheit vor,
Deine mächtige Kraft zu erfahren.

Lege mir heute mein Kreuz auf,
und gib mir eine besondere Möglichkeit,
meinem Ich abzusagen und abzusterben,
damit Jesus Christus in mir leben kann.

Lass mich ein Kanal
der Liebe und der Heilung,
der Kraft und des Segens
für jeden werden,
den Du mir heute in den Weg stellst
und begegnen lässt.

Das alles, o Heiliger Geist, geschehe,
damit unser liebender Vater im Himmel
verherrlicht werde
und heute an mir sein Wohlgefallen habe.

Amen.

(Larry Christenson)


Heiliger Geist,

Du Tröster,
Du liebevoller Fürsprecher und Beistand,
Dein Licht durchbricht den Nebel meines Misstrauens,
erhellt die Nacht meiner Angst.
Deine Kraft sprengt das Gefängnis meiner Selbstanklagen,
reißt die Mauern meiner Zweifel nieder,
öffnet den Teufelskreis meiner gefangenen Gedanken und Blicke.

Mit zärtlicher Hand schriebst Du
die heilenden Worte des Vaters in mein Herz:
„Mein Kind, du bist erwählt, geliebt, gerechtgesprochen.“
Du malst mir Jesus vor Augen:
sein Leben, sein Lieben, sein Leiden…
In seinem Gesicht erkenne ich den Vater:
aus dem gnadenlosen Richter
wird der Gott,
der bedingungslos für mich ist,
der mir seinen Sohn schenkt,
seinen einzigen Sohn,
sein Innerstes und Liebstes,
sein Herz.

Und endlich löst sich mein verkrampftes Herz.
Ich lasse mich fallen in Deine liebenden Arme, Vater!
Du hältst mich,
auch da noch, wo ich versage,
auch da noch, wo ich keine Worte mehr finden kann,
auch da noch, wo ich mit Deiner ganzen Schöpfung leide
an allem Unheil, Gequälten, Zerstörten, Verzerrten,
auch da noch, wo ich zu verzweifeln drohe am „Noch-Nicht“,
auch da noch, wo ich nichts mehr sehen kann
von Deinem Heil und Deiner Erlösung.

Deine Liebe hält mich.
Sie greift tiefer, als ich fallen kann,
sie ist mächtig über alle Mächte dieser Welt,
sie ist gegenwärtig in meiner Gegenwart,
in meiner Vergangenheit und Zukunft,
sie ist realer als alles Sichtbare und Vordergründige.
Sie rief mich ins Leben,
sie erwartet mich an der Schwelle des Todes.
Deine Liebe ist grenzenlos –
und doch verstehbar geworden in Jesus.
Nichts kann mich von Deiner Liebe trennen.
Nichts – nichts.

(Dorette Constam)


Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du Feuerflamme Gottes des Allerhöchsten,
der Du hernieder kommst
auf uns sündige Menschenkinder,
uns zu entzünden
zur Glut der Gottesliebe.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du Geist des Lebens,
der Du Totengebeine lebendig machst
und als Odem Gottes
unsere toten Herzen anhauchst,
dass wir zum Leben erwachen
und unseren Heiland und Erretter preisen.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du Geist der kraft und der Stärke,
der Du zerbrichst das Hohe und Erhabene
und erniedrigst die Stolzen,
dass der Eine, Gott,
allein hoch sei.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du Gottesgeist,
der Du aus Gott kommst
und die Tiefen der Gottheit erforschst
und sie denen kundtust,
die Gott lieben.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du Geist der Freude,
der Du die Traurigen tröstest,
bekümmerte Herzen voll Lebens machst
und sie erfüllst
mit dem Glanz Gottes.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du Geist der Wahrheit,
der Du dem Schwerte gleich
scheidest Mark und Bein
und richtest die Gedanken
und bringst das Verborgene
ans Licht.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du strahlst in der Finsternis
als das helle Gotteslicht
und erleuchtest uns,
dass wir den Weg Gottes finden
und nicht zu irren brauchen.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du schöpferischer Geist,
der Du Menschenkinder
von neuem geboren werden lässt
und Sünder
zu Kindern Gottes machst.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du Geist der Vollendung,
der Du das Bild Gottes,
in uns sündigen Menschen gestaltest
und vollendest zur göttlichen Klarheit.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du fährst wie Windesbrausen
durch Himmel und Erde
und erfüllst Deine Gemeinde
mit dem Geist der Anbetung
und des Dankes.

Anbetung Dir, o Heiliger Geist.

Du ewiger Geist,
der Du bist und warst.
Du bist dem Vater und dem Sohne gleich
und eins mit ihnen
als ewige Gottheit.

Amen.

(M. Basilea Schlink, * 1904)


O Heiliger Geist, am Anfang Du,

der sinnende, die große Ruh‘
hoch überm Ungestalten!
Du, als der Schöpfungsmorgen kam,
Dein Brausen seinen Anfang nahm
Du Sturm, nicht aufzuhalten.

Du Leben, Odem, Gotteshauch,
Du warst der Brand im Dornenstrauch,
das Feuer der Propheten!
Du bist die Sehnsucht im Advent,
Du bist die Glut, die dann noch brennt,
wenn alle Glut zertreten.

Komm, Himmelsschiff, dein Feuerbord
durchfahr‘ erleuchtend Gotteswort,
lehr seine Lieb‘ uns denken.
Und dass er nur noch göttlich heißt,
pflüg um den alten Menschengeist,
den Deinen einzusenken.

Dein Siebenkorn der Gaben streu‘.
Gieß Deinen Tau und sprieße neu,
o Wachstum, Du unbändig!
Du guter Keim in jedem Kern,
Du Güte und Du Zorn des Herrn,
Du Freude tief inwendig!

Du Jubel, der das All durchbraust,
o komm, wo Furcht und Schrecken graust,
wo einer friert und schauert.
O komm, Du Licht, Du Feuerschein,
Du unser tiefstes Fröhlichsein,
wo einer trübt und trauert.

O komm, wo Hass den goldnen Krug,
der Deine Fülle hält, zerschlug,
rett‘ die vom Tod Verneigten.
O Wort, voll Macht zur rechten Zeit,
Du Mut im Sterben, Kraft im Leid,
komm, Trost der Hergebeugten!

Komm, Liebe, sprich durch unsern mund,
nur Deine Sprache töne rund,
die Babylon vernichtet.
Davor erhebt der Höllengrund,
davon die kranke Welt gesund!
Dein Reich sei aufgerichtet.

(Franz Johannes Weinrich)


Komm, Geist, Geist des Vaters und des Sohnes.

Komm, Geist der Liebe, Geist der Kindschaft,
Geist des Friedens, der Zuversicht,
der Kraft und der heiligen Freude.
Komm, du geheimer Jubel in den Tränen der Welt.
Komm, du siegreiches Leben im Tod der Erde.
Komm, du Vater der Armen,
du Beistand der Bedrängten.
Komm, du Licht der ewigen Wahrheit.
Komm, du Liebe,
die in unsere Herzen ausgegossen ist

So komm, komm täglich neu und mehr.
Auf dich vertrauen wir.
Worauf könnten wir sonst vertrauen?
Dich lieben wir, weil du die Liebe selber bist.
In dir haben wir Gott zum Vater,
weil du in uns rufst: Abba, lieber Vater.
Wir danken dir, du Lebendigmacher,
du Heiliger Geist, der du in uns wohnst,
dass du selbst das Siegel des lebendigen Gottes
in uns hast sein wollen,
das Siegel, dass wir sein Eigentum sind.
Bleib bei uns.
Verlass uns nicht.
Nicht im bitteren Kampf des Lebens.
Und nicht am Ende, wo uns alles verlässt.
Veni, Sancte Spiritus.

(Karl Rahner, 1904-1984, Jesuit, katholischer Theologe)


Gebet um die Kraft des Heiligen Geistes

Atme in mir, du Heiliger Geist,
dass ich Heiliges denke.

Treibe mich, du Heiliger Geist,
dass ich Heiliges tue.

Locke mich, du Heiliger Geist,
dass ich Heiliges liebe.

Stärke mich, du Heiliger Geist,
dass ich Heiliges hüte.

Hüte mich, du Heiliger Geist,
dass ich das Heilige nimmer verliere.

(dem Hl. Augustinus zugeschrieben)


Pfingstlied

Komme, geheimnisvoller Atem,
leiser zärtlicher Wind,
hauche uns an, damit wir leben,
ohne dich sind wir tot!

Komme, in Feuer und in Flammen,
zünd uns an wie ein Licht,
mache und trunken von der Liebe,
wir sind starr, tau uns auf!

Komme, Erfinder neuer Sprachen,
gieß dich aus über uns,
rede in uns mit neuen Zungen,
komm, begeistere uns!

Komme, du Hoffnung aller Armen,
schaff den Wehrlosen Recht,
dass die Gebeugten sich erheben,
dass sich Völker befrein!

Komme, du Tröster aller Müden,
Stille mitten im Lärm,
in den Terminen schaff uns Pausen,
lass uns ausruhn in dir.

Komme, du Taube übers Wasser,
bring den Ölzweig herbei,
bring uns das Zeichen für den Frieden,
den die Erde ersehnt!

Komme vom Vater und vom Sohne,
komme du schaffende Kraft,
mache uns neu, und unsre Erde
hat ein neues Gesicht!

(Lothar Zenetti)


Komm Heiliger Geist,

Du Geist der Wahrheit,
die uns frei macht.

Du Geist des Sturmes,
der uns unruhig macht.

Du Geist des Mutes,
der uns stark macht.

Du Geist des Feuers,
das uns glaubhaft macht.

Komm Heiliger Geist,

Du Geist der Liebe,
die uns einig macht.

Du Geist der Freude,
die uns glücklich macht.

Du Geist des Friedens,
der uns versöhnlich macht.

Du Geist der Hoffnung,
die uns gütig macht.

Komm Heiliger Geist!

(Theo Schmidkonz SJ)


Komm, Du Geist des Vaters und des Sohnes!

Komm, Du Geist der Freude
in die Müdigkeit unserer Herzen!

Komm, Du Geist der Befreiung
und weite unseren Blick über die eigene Enge hinaus!

Komm, Du Geist der Versöhnung
und löse die Verhärtung unserer Gedanken!

Komm, Du Geist der Hoffnung,
wenn Zweifel und Ängste uns quälen!

Komm, Du Geist des Lebens
und wecke die tiefsten Wurzeln des Vertrauens!

Komm, du Geist der Liebe
und entzünde in uns das Feuer Deiner Begeisterung!

Komm, Du Geist der Schöpfungsfreude
und lass die Strahlen deines Lebenslichtes uns treffen,
damit wir – angesteckt von dieser Glückseligkeit –
mitbauen an der Vollendung der Welt in Liebe!

Komm, Heiliger Geist.
Amen. Halleluja!


Komm, du Heiliger Geist
und erneuere in uns
das göttliche Leben
dein Geschenk in der Taufe.

Komm, du Atem Gottes
und erfülle uns neu
mit deiner Frische
und Lebenskraft.

Komm, du frischer Wind
und bringe in Bewegung
jede und jeden von uns
und deine oft träge Kirche.

Komm, du Feuer der Liebe
und entflamme uns neu
den Armen Gerechtigkeit
und Freude zu bringen.

Komm, du Taube des Friedens
und beflüg’le unser Leben
als deine Friedensboten
in unserer Welt zu wirken.

(Georg Michael Ehlert)

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 03.06.2019

 

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Auferweckt zum Leben (5.F.A)

5. Fastensonntag A

2. April 2017

Evangelium am 5. Fastensonntag im Lesejahr A:
Joh 11,1-45: Auferweckung des Lazarus aus Betanien:
– Bibeltext: Joh 11.1-54
– Bild-Meditation: Lazarus-komm
– Gedanken zu den „Tränen Christi
Sieben Zeichen Jesu im Johannesevangelium

zu den Liturgischen Texten vom 5. Fastensonntag

Meditation: 

Auferweckung des Lazarus
– Das siebte Zeichen (Joh 11,1-53)

Marta sagte zu Jesus:
„Herr, wärst du hier gewesen,
dann wäre mein Bruder Lazarus nicht gestorben.
Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest,
wird Gott dir geben.

Jesus sagte zu ihr:
Dein Bruder wird auferstehen.

Marta sagte zu ihm:
Ich weiß, dass er auferstehen wird
bei der Auferstehung am Letzten Tag.

Jesus erwiderte ihr:
ICH BIN die Auferstehung und das Leben.
Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt,
und jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird auf ewig nicht sterben.
Glaubst du das?

Marta antwortete ihm:
Ja, Herr, ich glaube, dass du der Messias bist,
der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.“

Lazarus, komm heraus!

Lazarus-komm

„Lazarus – komm heraus!“ – Grafik (c) G. M. Ehlert, 20.05.2007

Bild zu Joh 11,1-53

Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren
und gesehen hatten, was Jesus getan hatte,
kamen zum Glauben an ihn.

Doch die Hohepriester und die Pharisäer
beriefen eine Versammlung des Hohen Rates ein…
Von diesem Tag an waren sie entschlossen, ihn zu töten.


Die Liturgischen Texte zum 5. Fastensonntag A

Eröffnungsvers (Ps 43,1-2)
„Verschaff mir Recht, o Gott,
und führe meine Sache gegen ein treuloses Volk!
Rette mich vor bösen und tückischen Menschen,
denn du bist mein starker Gott.“

1. Lesung: Ez 37,12b-14
„Ich hauche euch meinen Geist ein, dann werdet ihr lebendig“

ez-37-1ba

–> Ezechiel 37,1-14 (wortgetreue Arbeitsübersetzung G. M. Ehlert)
–> Gottes Geisteskraft

Antwortpsalm (Ps 130,1-2.3-4.5-6b.6c-7a.8)

–> zu Psalm 130: De profundis  (Aus der Tiefe rufe ich HERR zu dir)

2. Lesung: Röm 8,8-11
Der Gott dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, wohnt in euch.

Ruf vor dem Evangelium: (Joh 11,25a.26b)
Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre! –
(So spricht der HERR)
„Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Jeder, der an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben.“
Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre!

Evangelium: Joh 11,1-43 (Kurzfassung: Joh 11,3-7.17.20-27.31b-45)
„Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt wird leben“

–> Joh 11,1-45: Auferweckung des Lazarus aus Betanien:
– Bibeltext: Joh 11.1-54
– Bild-Meditation: Lazarus-komm
– Gedanken zu den „Tränen Christi

siehe auch: „Gottes Geisteskraft

Liturgische Texte – siehe auch Schott: 5. Fastensonntag A

Die Namen der Sonntage der Fastenzeit / österliche Bußzeit/ Passionszeit:
1. Fastensonntag: Invocabit – (5. März 2017)
2. Fastensonntag: Reminiscere – (12. März 2017)
3. Fastensonntag: Oculi – (19. März 2017)
4. Fastensonntag: Laetare – (26. März 2017)
5. Fastensonntag: Iudica – (2. April 2017)
Palmsonntag: Palmarum – (9. April 2017)

Ein Merkvers: „In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“

In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“

siehe auch: 1. Fastensonntag A (Mt 4,1-11): Versuchungen Jesu in der Wüste
2. Fastensonntag A (Mt 17,1-9): Verklärung Jesu auf dem Berg
3. Fastensonntag A (Joh 4,5-42): Lebensquelle
4. Fastensonntag A (Joh 9,1-41): Licht des Lebens
5. Fastensonntag A (Joh 11,1-45): Auferweckung des Lazarus
Palmsonntag A: Passion Jesu Die Heilige Woche
und Karwoche – (Palmsonntag – Ostern)

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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15.-17. Sonntag i.J. C

 –> Gedanken zu Ferien – Urlaub – Erholung

 

Angesichts der himmlischen Herrlichkeit
stellt sich für den Menschen in der Jüngerschaft Jesu die Frage:

Was ist wirklich wichtig im Leben?

Lk 10,25-37

Lk 10,25-37 = Evangelium vom 15. Sonntag im Jahreskreis C (= 10. Juli 2016)

– Die Antwort der Heiligen Schrift:
Gott und dem Nächsten wie sich selbst Liebe zu erweisen. (vgl. Lk 10,25-28)

Die Frage: „Wer ist mein Nächster?“ (Lk 10,29)
dreht Jesus im Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lk 10,30-35) um
in die wichtigere Frage: Wer ist dem Notleidenden am Wegesrand zum Nächsten geworden? (Lk 10,36f)
Nächstenliebe heißt: aus Barmherzigkeit (auch) einem Fremden das Not-wendende tun.

Lk 10,25-37

Barmherziger Samariter

Lk 10,38-42

Lk 10,38-42 = Evangelium vom 16. Sonntag im Jahreskreis C (= 17. Juli 2016)

Zur Ergänzung der Geschichte von der aktiv geübten Barmherzigkeit

schließt der Evangelist Lukas die Geschichte von der Begegnung Jesu
im Hause der Marta und Maria (Lk 10,38-42) an.
Diese Geschichte zeigt auf, dass in der Jüngerschaft Jesu
das Hören auf Gottes Wort (wie Maria)
Vorrang hat vor der tätigen Gastfreundschaft (Marta).

Lk 10.38-42

Lk 11,1-13 = Evangelium vom 17. Sonntag im Jahreskreis C (= 24. Juli 2016)
Der Evangelist Lukas schließt an diese zwei Geschichten direkt an
die Begebenheit, in der Jesus den Jünger das rechte Beten lehrt (Lk 11,1-13).
Im Vaterunsergebet kommen verschiedene Anliegen in der rechten Vorrangstellung zur Sprache.

Lk 11.1-13

Bild und Gedanken zum Sonntagsevangelium
vom 15. Sonntag im Jahreskreis C = Lk 10,25-37
und
vom 16. Sonntag im Jahreskreis C = Lk 10,38-42 und

vom 17. Sonntag im Jahreskreis C = Lk 11,1-13:

Größte-Gebot-02 = Einem anderen zum Nächsten werden…

Größte Gebot-01 = Worauf es ankommt

Maria-Martha

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© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

4. Advent


4. Advent (Lesejahr C) – 20. Dezember 2015

1. Lesung: Mi 5,1-4a „Aus dir – Betlehem – wird der hervorgehen, der über Israel herrschen soll“

2. Lesung: Hebr 10,5-10 „Ja, ich komme… um deinen Willen, Gott zu tun.“

Evangelium: Lk 1,39-45 „Wer bin ich, dass die Mutter meines HERRN zu mir kommt?“

39 Und es stand auf aber Maria in diesen Tagen,
sie ging mit Eile in das Bergland in eine Stadt (des Stammes) Juda

40 und sie kommt hinein in das Wohnhaus (des) Zacharias
und begrüßte die Elisabet.

41 Und es geschah
als die Elisabet hörte den Gruß der Maria
(da) hüpfte (vor Freude) das (ungeborene) Kind in ihrem Mutterleib
und es wurde erfüllt des Heiligen Geistes die Elisabet 

42 und sie rief laut aus (vor Überraschung) mit großer Stimme und sprach:

 „Mit Wohltaten bedacht/ gesegnet/ gepriesen/ gebenedeit bist du
in/ unter den Frauen
und mit Wohltaten bedacht/ gesegnet/ gepriesen/ gebenedeit
(ist) die Frucht deines Mutterleibes.

43 und/ ja
woher/ aus welchem Grund (geschieht) mir dieses,
dass kommt die Mutter meines HERRN zu mir?

44 siehe nämlich! –
als geschah die Stimme deines Grußes in das Ohr von mir
es hüpfte in Jubel das (ungeborene) Kind in meinem Leib.

45 und/ ja
selig, die glaubend,
dass sein wird die Erfüllung des Gesagten zu ihr vom HERRN.“

Visitation: Maria bei Elisabet

46 Und es sprach Maria:

„Groß macht/ es preist/ es verherrlicht meine Seele den HERRN,

47 und vor Freude springt mein Geist (aufgrund) des Gottes – meines Retters.

48 Fürwahr/denn er hat hingeschaut auf das Erniedrigtwerden seiner Magd,
siehe: nämlich von nun an werden seligpreisen mich alle (möglichen) Geschlechter/Generationen.

49 Fürwahr/denn gemacht hat an mir Großes der Mächtige/Vermögende und heilig sein Name

50 und sein Erbarmen in Geschlecht und Geschlecht über alle ihn Fürchtende.

51 Er macht/e Kraftvolles in/mit seinem Arm
er zerstreut/e die Hochmütigen in ihrem Herzen

52 er stürzt/e die Machthabenden (Dynastien) vom Thron
und erhöht/e die Erniedrigtwordenen

53 Die Hungernden erfüllt/e er /beschenkt er reich mit Gutem
und die Überflusshabenden sandte/sendet er aus – leer

54 Er nahm/nimmt sich an Israel seines Kindes
erinnert wordend des Erbarmens

55 geradeso wie er sich äußerte vor unseren Vätern,
dem Abraham und seinem Samen (= Nachkommen) in die Ewigkeit (hinein)“

56 Es verblieb aber Maria mit ihr etwa drei Monate,
und/ dann kehrte sie zurück in ihr Wohnhaus.

zum „Magnificat“ siehe: „Lobpreis des zehnfachen Handelns Gottes

 

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Mariä Empfängnis (8. Dez.)

 

Zum Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria (= Maria Empfängnis / Maria Immaculata)
= 8. Dezember

9 Monate vor dem Fest „Mariä Geburt“ = 8. September
feiert die Kirche das Hochfest „Mariä Empfängnis“ = 8. Dezember:

Das Fest wurde seit dem 8. Jahrhundert im Osten und seit dem 11. Jahrhundert auch im Westen gefeiert; allgemein hat es sich seit dem 14. Jahrhundert verbreitet.

Ein „schwieriges“ und in der Geschichte der Kirche lange sehr umstrittenes Fest. Vor allem die Franziskaner haben es befürwortet, die Dominikaner (u.a. der Kirchenlehrer Thomas von Aquin) abgelehnt.

Erst spät – am 8. Dezember 1854 – wurde der umstrittene Inhalt der Empfängnis Mariens ohne Erbsünde dogmatisiert.

„Die Lehre, dass die seligste Jungfrau Maria
im ersten Augenblick ihrer Empfängnis
durch ein einzigartiges Gnadenprivileg des allmächtigen Gottes,
im Hinblick auf die Verdienste Jesu Christi,
des Erretters des Menschengeschlechtes,
von jedem Schaden der Erbsünde unversehrt bewahrt wurde,
ist von Gott geoffenbart
und darum von allen Gläubigen fest und beständig zu glauben.“

(Papst Pius IX., Apostolisches Schreiben „Ineffabilis Deus“,
verkündet am 8. Dezember 1854)

Was ist nun der Kern dieses Festes?
Die Gnade Gottes allein  macht den Menschen schön und groß.
Maria ist – wie Ida Friederike Görres den dogmatischen Fachbegriff „immaculata conceptio“ in origineller Weise deutet – „das unverdorbene Konzept“ Gottes vom Menschen. Sie ist der durch die Gnade Christi wiederhergestellte ganz stimmige Mensch.

Als „Präventionsmaßnahme Gottes“ kann es gedeutet werden, dass Gott Maria von ihrer Empfängnis durch ihre Mutter Anna an vor all dem bewahrt hat, was die ursprünglich reine Beziehung zwischen Gott und Mensch stören kann, die seit dem Sündenfall Adams und Evas ge- bzw. zerstört ist. (Was mit dem missverständlichen Wort „Erbsünde“ bezeichnet wird.)

Was meint nun „Erb-sünde“?
Nicht gemeint ist, dass eine persönliche Sünde, die einer begangen hat, wie ein Krankheitsgen biologisch vererbt wird.
Sondern „Erbsünde“ meint die „universale Sündenverfallenheit der gesamten Menschheit“. – Wir alle haben die Folgen der Ursünde mitzutragen – die Tatsache, dass wir nicht mehr im Paradies leben (= in der ungetrübten Gottunmittelbarkeit).

Vielmehr ist jeder Mensch von der Zeugung an in seiner positiven Gottunmittelbarkeit beeinträchtigt.
Das hat zur Konsequenz, dass jede Tat eines Menschen nicht absolut, sondern in seinem Lebens- und Erfahrungsumfeld bewertet werden muss.

Das Konzept der Erbsünde bzw. der universalen Sündenverfallenheit der Welt
ist mithin nicht nur einem realistischen Blick auf die Welt und auf das (in gewissem Maße zwangsläufige) Nachahmungshandeln des Menschen geschuldet, sondern es ist vor diesem Hintergrund auch ein Konzept der Barmherzigkeit.
Es macht deutlich, dass – so wie die Dinge im nachparadiesischen Zustand nun einmal liegen – keiner und keine von uns allein und aus eigener Kraft die gottunmittelbare Heiligkeit wiedererlangen und leben kann, dass wir mithin eingebunden bleiben in einen strukturell sündhaften gesellschaftlichen Kontext, der uns jederzeit prägt und auf vielerlei Weise beeinträchtigt und in Bezug auf den erst die Erlösungskraft Jesu Christi zentrale Heilungsprozesse einleitet.

In uns allen lebt jedoch diese Sehnsucht nach dem ganz Unverdorbenen und Ursprünglichen. Diese Sehnsucht findet in Maria ihr Bild. – In ihr leuchtet auf das „unverdorbene Konzept“ Gottes vom Menschen.

Maria ist – von ihrer Empfängnis an – „voll der Gnade“
= ein Gefäß, das bereit ist, alles von Gott zu empfangen
und sie ist bereit, sich ganz dem Wirken Gottes zur Verfügung zu stellen, so dass Gottes Wort durch ihr „geschehen lassen“ ungehindert zur Welt kommen kann.

Mariä Empfängnis

Die reine und makellose Jungfrau und Gottesmutter Maria im Heilsplan Gottes – (c) G. M. Ehlert, 8. Dezember 2011

Die 2. Lesung von diesem Hochfest kann ein Hinweis sein, was wir glauben und feiern dürfen: dass Gott in Jesus Christus uns alle erwählt hat vor der Erschaffung der Welt, damit wir heilig und untadelig leben vor Gott.

Und einen jeden füllt er mit der Gnade, die dafür nötig ist.

2. Lesung vom Hochfest: Epheserbrief 1,3-14
Loblied auf den Heilsplan Gottes:

Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus:

Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet
durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel.

Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Erschaffung der Welt,
damit wir heilig und untadelig leben vor Gott;

er hat uns aus Liebe im Voraus dazu bestimmt,
seine Söhne zu werden durch Jesus Christus
und nach seinem gnädigen Willen zu ihm zu gelangen,
zum Lob seiner herrlichen Gnade.

Er hat sie uns geschenkt in seinem geliebten Sohn;
durch sein Blut haben wir die Erlösung,
die Vergebung der Sünden nach dem Reichtum seiner Gnade.

Durch sie hat er uns mit aller Weisheit und Einsicht reich beschenkt
und hat uns das Geheimnis seines Willens kundgetan,
wie er es gnädig im Voraus bestimmt hat:

Er hat beschlossen, die Fülle der Zeiten heraufzuführen,
in Christus alles zu vereinen,
alles, was im Himmel und auf Erden ist.

Durch ihn sind wir auch als Erben vorherbestimmt
und eingesetzt nach dem Plan dessen, der alles so verwirklicht,
wie er es in seinem Willen beschließt;
wir sind zum Lob seiner Herrlichkeit bestimmt,
die wir schon früher auf Christus gehofft haben.

Durch ihn habt auch ihr das Wort der Wahrheit gehört,
das Evangelium von eurer Rettung;

durch ihn habt ihr das Siegel des verheißenen Heiligen Geistes empfangen, als ihr den Glauben annahmt.

Der Geist ist der erste Anteil des Erbes, das wir erhalten sollen,
der Erlösung, durch die wir Gottes Eigentum werden,
zum Lob seiner Herrlichkeit.

 

In der Zeit nach der Reformation und nach dem 30-jährigen Krieg drückte der Barock die Sehnsucht der Menschen nach dem „unverdorbenen Konzept“ des Menschen, das sie in der Gottesmutter Maria verwirklicht sahen, in dem folgenden Lied aus.

Sagt an, wer ist doch diese…
(Strophen 1-3 siehe: Gotteslob 531)

1. Sagt an, wer ist doch diese,
die auf am Himmel geht,
die überm Paradiese
als Morgenröte steht?

Sie kommt hervor von ferne,
es schmücken Mond und Sterne
die Braut von Nazaret.

2. Sie ist die reinste Rose,
ganz schön und auserwählt,
die Magd, die makellose,
die sich der Herr vermählt.

O eilet, sie zu schauen,
die schönste aller Frauen,
die Freude aller Welt!

3. Sie strahlt im Tugendkleide,
kein Engel gleichet ihr;
die Reinheit ihr Geschmeide,
die Demut ihre Zier;

ein Blumengart verschlossen,
mit Himmelstau begossen,
so blüht sie für und für.

4. Sie ist der Himmelsheere,
der Engel Königin,
der Heil’gen Lust und Ehre,
der Menschen Trösterin,

die Zuflucht aller Sünder,
die Hilfe ihrer Kinder,
die beste Mittlerin.

5. Drum fallen wir zu Füßen
der Jungfrau gnadenreich
und sie mit Andacht grüßen
aus Herz und Mund zugleich;

ihr Leib und Seel‘ und Leben
wir gänzlich übergeben
zur Hut ins Himmelreich.

(Text: nach Johann Khuen 1638 von Guido Maria Dreves 1885)

siehe auch die Erzählung der Empfängnis Mariens durch Joachim und Anna
nach dem Protoevangelium des Jakobus.

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Maiandacht

verschiedene Bausteine für die Gestaltung einer Maiandacht:

zum Gebet „Angelus

zur „Lauretanischen Litanei
siehe auch: “Lauretanische-Litanei” – eine Power-Point-Präsentation
siehe auch: Gebetszettel Lauretanische Litanei

zum orthodoxen Marienhymnus „Akathistos

zu den „Sieben Schmerzen Mariens

zu Maria, der „Mutter vom Guten Rat
und: Joh 2,1-11 „Die Hochzeit zu Kana

Die reine und makellose Jungfrau und Gottesmutter Maria im Heilsplan Gottes ;
Gottes Mitarbeiterin

Mit “Leib und Seele” – aufgenommen in die himmlische Herrlichkeit