Ferien – Urlaub

Gedanken zu Ferien – Urlaub – Erholung:

„Kommt alle zu mir, ihr Mühseligen und Beladenen.
Ich werde euch Erholung schenken.“ (Mt 11,28)

diese Einladung Jesu gilt besonders auch für die Ferien- und Urlaubszeit,
die für viele in der Sommerzeit anbricht.

Jesus lädt uns ein: Mach mal Pause:
Lass dich nicht dauernd einspannen – nimm dir Zeit zum Ausspannen.
Zeit zur Ruhe, Zeit zur Stille, Zeit zum Gebet…
Zeit zum Auftanken neuer Energien
für die Zeit, in der wir unsere Kräfte wieder für andere einsetzen.

Leben = geschenkte Zeit:
Zeit, Gott zu lieben + den Nächsten zu lieben + sich selber zu lieben…

im Rhythmus des Tages:
Beten + Arbeiten + Zeit der Erholung…

im Rhythmus der Woche:
Sonntag + Arbeitswoche + Wochenende…

im Rhythmus des Jahres:
Feiertage + Arbeitstage + Ferientage…

Ferienzeit – Urlaubszeit – eine Auszeit – eine Erholungszeit –
auch eine „heilige Zeit“?

Vom leichten Joch Jesu: Matthäusevangelium 11,28-30
Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt.
Ich werde euch Ruhe verschaffen.
Nehmt mein Joch auf euch
(= mein Tragegestell – nicht mehr den schweren Schultornister,
sondern den angenehmen Wanderrucksack…)

und lernt von mir;
denn ich bin gütig und von Herzen demütig;
so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.
(= Erholung, Ferien, eine Auszeit, eine „heilige Zeit“)
Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.

Urlaub – eine Kostbarkeit
zu Psalm 31,16

Urlaub
ein altes Wort
vom Verb erlauben
eigentlich Erlaubnis wegzugehen
Urlaub
grundsätzliche Erlaubnis also:
einmal alles hinter sich lassen
aus dem gesunden Abstand heraus
das gewohnte Alte neu sehen können.

Ferien
aus dem lateinischen feriae
bei den alten Römern die Tage
an denen zu Ehren bestimmter Götter
die Arbeit – besonders die Rechtspflege – ruhte
mit dem Wort Feier verwandt
Ferien
Feier-Tage also:
freie Tage
Ruhe-Tage
Fest-Tage
kostbare Atempause
um Leib und Seele zu spüren

Vacances
leere Tage
sagen die Franzosen
auch aus dem Lateinischen
leer, ledig, frei sein
Vacances
Muße-Tage also:
langsam leer werden können
die Tage einmal frei halten von allem
was sonst bedrängt und umtreibt

Holidays
heilige Tage, gottgefällige Tage
sagen die Engländer
Holidays
geweihte Tage also:
innehalten und nachspüren
im Fließen und Zerrinnen der Zeit
neu entdecken können:

Gott, „in DEINER Hand ist meine Lebenszeit.“
(vgl. Ps 31,16)

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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