Archiv der Kategorie: Sonntag

Darstellung des Herrn – 2. Febr.


Fest der Darstellung des Herrn

2. Februar (= 40 Tage nach Weihnachten)
(da das Fest im Jahr 2020 auf einen Sonntag fällt,
entfällt der 4. Sonntag i. J. A)

Kerzenweihe und Prozession…

„Gott, du Quelle und Ursprung allen Lichtes,
du hast am heutigen Tag
dem greisen Simeon Christus geoffenbart
als da Licht zur Erleuchtung der Heiden.
Segne + die Kerzen,
die wir in unseren Händen tragen
und zu deinem Lob entzünden.
Führe uns auf dem Weg des Glaubens und der Liebe
zu jenem Licht, das nie erlöschen wird.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.“

Eröffnungsvers (vgl. Psalm 48,10-11)
„Wir haben dein Heil empfangen, o Gott, inmitten deines Tempels.
Wie dein Name, Gott, so reicht dein Ruhm bis an die Enden der Erde;
deine rechte Hand ist voll von Gerechtigkeit.“

1. Lesung: Maleachi 3,1-4
Dann kommt zu seinem Tempel der HERR, den ihr sucht

Antwortpsalm (Ps  24,7-8.9-10)
Der HERR der Heere, er ist der König der Herrlichkeit.

–> Psalm 24: Einzug des „Königs der Herrlichkeit“ in sein Eigentum

2. Lesung: Hebräer 2,11-12.13c-18
Er musste in allem seinen Brüdern (und Schwestern) gleich sein

Ruf vor dem Evangelium: (vgl. Lk 2,32)
Halleluja. Halleluja.
Ein Licht, das die Heiden erleuchtet,
und Herrlichkeit für das Volk Israel.
Halleluja

Evangelium: Lukas 2,22-40 (oder 2,22-32)
Meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast

siehe zum Evangelium des Festtages: Lk 2,22-38 (eine wortgetreue Arbeitsübersetzung)

siehe auch zum Gebet des greisen Simeon: „Nunc dimittis

Liturgische Texte – siehe auch Schott: Fest Darstellung des Herrn

 * * *

Darstellung des Herrn im Tempel - Fest der Begegnung

Darstellung des Herrn im Tempel – Bild von G. M. Ehlert

Ein denk-würdiges Fest, was die Kirche am 2. Februar (= 40 Tage seit der Geburt Christi) seit dem Anfang des 5. Jahrhunderts feiert.

Ein Fest mit unterschiedlichen Namen:

  • – in Jerusalem seit dem 5. Jahrhundert bezeugt als
    Fest der Begegnung.
  • – Offizielle Bezeichnung dieses Festes war in der römischen Kirche bis 1960: „Reinigung Mariens„.
  • – Später verbindet sich mit diesem Tag in Rom Lichterprozession,
    und in Gallien Kerzenweihe; daher die volkstümliche Bezeichnung „(Mariä) Lichmess.
  • – Offizielle Bezeichnung heute:
    Darstellung des Herrn Jesus Christus im Tempel –
    40 Tage nach seiner Geburt (vgl. Lk 2,22-39)
  • – seit 1997 begeht die Kirche an diesem Tag auch den
    Tag des gottgeweihten Lebens.
    .

* * *

Einige Impulse zu den verschiedenen Bezeichnungen dieses Festes:

  • Reinigung Mariens-

Der Name „Februar“ kommt vom römischen Fest der Reinigung, Februa, das zu Ehren des Gottes Lupercus gefeiert wurde. Es war ein Fest spiritueller Reinigung, wenn gleich es auch zu einer Orgie entartete.

Das christliche Fest „Darstellung des Herrn“ (Mariä Lichtmess) hat es ersetzt als Lichterfest. Der ursprüngliche Name dieses christlichen Festes war „Das Fest der Reinigung“.

Wie jede jüdische Mutter kam auch Maria zum Tempel, um – vierzig Tage nach der Geburt ihres Sohnes – rituell gereinigt zu werden, um so wieder am Gottesdienst teilnehmen zu können.

„Es kam für die Eltern Jesu der Tag der vom Gesetz des Mose vorgeschriebenen Reinigung.“  

Reinigung Mariens (Purificatio)

Diese heute schwer nachvollziehbare Vorstellung gab es auch in unserer Kirche noch bis ins vergangene Jahrhundert – Aussegnung der Mütter bei der Taufe.

  • Lichtmess –

Die tiefe Verankerung der Licht-Symbolik und der Lichterprozession in der liturgischen Feier am 2. Februar hat im deutschen Sprachgebiet die volkstümliche Bezeichnung „Lichtmess“ hervorgebracht

Die Lichterprozession geht auf eine alte heidnische Sühneprozession in Rom zurück, die verdrängt werden sollte.

Das Licht im christlichen Gottesdienst nimmt auf den Evangeliumsbericht Bezug, in dem Jesus von dem greisen Simeon als

„Licht zur Erleuchtung der Heiden und zur Verherrlichung Israels“

begrüßt wird.

Christus = das Licht unseres Lebens. Und auch wir sind berufen, unser Licht am Licht des Wortes Gottes zu entzünden und dann dieses Licht in unsere dunkle Welt zu bringen.

  • Darstellung des Herrn

    – „Aufopferung“ – „zur Verfügung stellen“

Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn geweiht sein.“

Bsp. Abraham ist bereit, seinen Erstgeborenen Isaak blutig Gott zu opfern –> (Doch Gott will nie! ein Menschenopfer – daher wird zunächst ein Widder als Ersatzopfer geopfert –> später wurde der Widder bei armen Leuten ersetzt durch ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.

„Sie brachten das Kind nach Jerusalem hinauf,
um es dem Herrn zu weihen.“

Darstellung des Herrn

Darauf nimmt auch das 4. Geheimnis im freudenreichen Rosenkranz Bezug, in dem es heißt: …gebenedeit ist Frucht deines Leibes – Jesus, den du o Jungfrau im Tempel aufgeopfert hast.

Sein Leben dem Herrn weihen – sich ganz dem Willen Gottes zur Verfügung zu stellen. Wie eine Kerze, die bereit ist sich zu verzehren – nur so kann sie Licht geben!

  • Fest der Begegnung (Hypapante)-

Die orthodoxe Kirche akzentuiert dieses Fest als“Fest der Begegnung des Herrn“

Jesus begegnet in dem greisen Simeon und in der Prophetin Hanna den Vertretern des Gottesvolkes, die die Messiaserwartung weitergetragen haben.

Als die Eltern Jesus hereinbrachten…
nahm Simeon – vom Geist in den Tempel geführt –
das Kind in seine Arme und pries Gott…

Die Begegnung des Herrn mit Simeon, dem gerechten Greis und Anna, der alten Prophetin, ist zugleich:
– Symbol der Begegnung des Heils des Neuen Bundes mit dem Alten Bund, am Ende seiner Jahre.

(Tatsächlich endete mit der Festigung des christlichen Gottesdienstes der Tempeldienst im Jerusalemer Tempel ein für alle mal.)
– Erkenntnis der Begegnung der im Gottessohn wiederhergestellten menschlichen Natur mit der durch Sünden gealterten Menschheit
– Heilbringende Begegnung für die einzelne Menschenseele, der die Hoffnung bereits lange erstorben war, dass sie jetzt das neue Leben empfängt.
In dieser Begegnung wird der menschlichen Natur Erneuerung, Heilung und Wiederherstellung der Teilhabe am göttlichen Leben zuteil.

  • Tag des gottgeweihten Lebens

Der Tag des geweihten Lebens, der seit 1997 am Fest der Darstellung des Herrn weltweit begangen wird, gibt dem Fest einen besonderen Akzent:

das Licht, das Christus selbst ist, spiegelt sich im Leben von geweihten Männern und Frauen wieder.

Christus, der „Gesalbte“, ist der „Gott Geweihte“ schlechthin. In Ihm wurzelt die gemeinsame Grundberufung aller Christen: Wir sind in Jesus Christus Gott geweiht zum Heil der Welt.

Die Mitglieder der Gemeinschaften des geweihten Lebens (Orden, Apostolische Gemeinschaften, Säkularinstitute) leben in einer sichtbaren Ausdrücklichkeit, was die Berufung aller Getauften ist.

Sie sind Menschen, die ihr Leben ganz Gott zur Verfügung stellen, indem sie im Alltag ganz nach den Ratschlägen des Evangeliums leben. So werden sie zum Licht für die Welt.

* * *

Alfred Delp kann uns für die gemeinsame Zukunft die Richtung weisen.
Er, der an Lichtmess 1945 hingerichtet wurde,
leuchtet uns den Weg mit einem sehr schönen Wort:

“Wenn durch einen Menschen
ein wenig mehr Licht in unser Leben und in unsere Welt kam,
dann hat sein Leben einen Sinn gehabt“.

* * *

Gedenktag des Heiligen Bischofs und Martyrers Blasius

Gedenktag: 3. Februar

Zum Blasiussegen

Eine kleine Anekdote: Da kommt einmal ein junger Mann und sagt vor dem Blasiussegen: „Ich brauche den Blasiussegen nicht zu empfangen, ich esse sowieso keinen Fisch.“ Immerhin – er kannte die Legende vom Heiligen Blasius, der vor seinem Martyrium einen Jungen, der an einer Fischgräte zu ersticken drohte, durch sein Gebet geheilt hat.  „Ich esse sowieso keinen Fisch, da brauche ich den Blasiussegen nicht.“ Und dann hat ein anderer zu diesem jungen Mann gesagt: „Weißt du, der Blasiussegen ist dafür da, damit alles geheilt wird, woran wir im Leben schwer schlucken müssen.“

Wenn Sie in ihrem Leben etwas haben, woran Sie schwer schlucken müssen, dann ist es gut, den Blasiussegen zu empfangen und mit einem Gott zu rechnen, der Heil und Heilung schenkt.

–> Heiliger Blasius (3. Febr.)

* * *

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 26.01.2020

3. Sonntag A

3. Sonntag im Jahreskreis A

„Sonntag des Wortes Gottes“

Sonntag, 26. Januar 2020

1. Lesung: (Jes 8,23b – 9,3) Verheißung: Das Volk… sieht ein helles Licht
2. Lesung: (1 Kor 1,10-13.17)  Sendung: das Evangelium zu verkünden ...
Evangelium: (Mt 4,12-23) Erfüllung: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe  …   

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2. Sonntag A

2. Sonntag im Jahreskreis A

Sonntag, 19. Januar 2020

1. Lesung: (Jes 49,3.5-6 ) Der Gottesknecht – zum Licht für die Völker …
2. Lesung: (1 Kor 1,1-3) … an die Geheiligten in Christus Jesus …
Evangelium: (Joh 1,29-34 ) Seht das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt …   

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Taufe des Herrn – A

Taufe des Herrn –
1. Sonntag im Jahreskreis A

Sonntag, 12. Januar 2020

1. Lesung: (Jes 42,5a.1-4.6-7) Ein Bekenntnis Gottes zu seinem Gottesknecht…
2. Lesung: (Apg 10,34-38) Das Bekenntnis des Petrus von Jesus, den Gott gesalbt hat…
Evangelium: (Mt 3,13-17) Das Bekenntnis Gottes zu Jesus, seinem geliebten Sohn…   

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2. Sonntag nach Weihnachten

2. Sonntag nach Weihnachten

Sonntag, 5. Januar 2020

1. Lesung: (Sir 24,1-2.8-12) Die Weisheit Gottes fasste Fuß im auserwählten Volk…
2. Lesung: (Eph 1,3-6.15-18) Gott hat uns vor der Erschaffung der Welt erwählt
Evangelium: (Joh 1,1-18) Im Anfang war der Logos…   

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Advent A – 2019


Advent – Lesejahr A

Vom vierfachen Advent Christi
Advent – ABC
Adventskalender
Liturgische Texte zu den 4 Adventssonntagen
. – 1. Advent
. – 2. Advent
. – 3. Advent
. – 4. Advent
Frieden – in Wahrheit + Gerechtigkeit + Liebe + Freiheit

zu den Lesungen aus dem Buch Jesaja an den 4 Adventssonntagen:
siehe: Jesajas Hoffnungsbilder

1. Advent: Jes 2,1-5:
Schwerter zu Pflugscharen umschmieden – Hoffnungsvision
2. Advent: Jes 11,1-10:
Der Spross aus der Wurzel Isais – Hoffnungsvision
3. Advent: Jes 35,1-10:
Was Menschen zum Aufblühen bringen kann – Hoffnungsvision
4. Advent: Jes 7,10-14:
Die Jungfrauengeburt des Immanuel – als Zeichen

und Power-Point-Präsentation:
Jesaja – Hoffnungsbilder im Advent

zu 4 besonderen Heiligen im Advent: Barbara, Nikolaus, Lucia, Maria
siehe: „Lichtgestalten im Advent“

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Vom vierfachen Advent Christi

4xAdvent-a

„Advent = Ankunft“ eine Zeit hingebender und freudiger Erwartung.

Davon spricht der mittelalterliche Dichter Jacobus de Voragine in folgender Weise:

„Es sind vier Wochen des Advents,
die bezeichnen die vier Ankünfte unseres Herrn:
die erste,
dass er zu uns gekommen ist in der Menschheit Christi,
die zweite,
dass er mit Gnaden gekommen ist in der Menschen Herzen,
die dritte, dass er zu uns kommt im Tod,
die vierte, dass er wiederkommen wird zum Jüngsten Gericht.

Die letzte Woche des Advents wird selten geendet,
zu einem Zeichen, dass die Herrlichkeit kein Ende hat,
zu der die Heiligen am jüngsten Tag kommen werden.“

–> siehe auch: „Vierfacher Advent“

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Advents-ABC

Advent kommt von „advenire“ = Ankunft
= die Ankunft – das Erscheinen – eines Königs

Advent
heißt Ankommen:

Kann Gott bei mir und dir ankommen?
Werde ich am Ende meines Lebens bei Gott ankommen?

Advent
bedeutet auch: „adventure

= Abenteuer, dem Ankommenden den Weg zu bereiten.

Advent
und Adveniat gehören zusammen:

Gottes Ankunft und unsere Weihnachtsgabe

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Dezember

1 Advent – Ankunft
2 Bereit werden, dem Herrn den Weg zu bereiten
3 Choräle singen
4 Die Nacht ist vorgedrungen…
5 Erwartungsvoll
6 Freude für Kinder: der Nikolaus kommt
7 Geschenke besorgen, Glühwein trinken
8 Herbergssuche
9 Immanuel = Gott ist mit uns
10 Johannes – der Wegbereiter Jesu
11 Kündet allen in der Not…
12 Licht, das die Nacht erhellt…
13 Macht hoch die Tür…
14 Nachtwache halten
15 O Heiland reiß die Himmel auf…
16 Plätzchen backen
17 Quellen brechen in der Wüste auf
18 Rorate-Messe
19 Stern über Betlehem, zeig uns den Weg…
20 Tauet Himmel den Gerechten…
21 unterwegs sein
22 Vorfreude
23 Wurzel Jesse
24 „X-mas-party“(?) – nein, lieber: Christmette feiern
25 Ziel: „Heute ist euch in der Stadt Davids
der Retter geboren; Christus, der Herr“

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Advent 2013 (c) G. M. Ehlert

Advent:

Wachen,
warten,
Aufbruch wagen,
dem Wunder Gottes Raum geben –
und so vorbereitet:

Weihnachten feiern!

G. M. Ehlert, 28.11.2009

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Adventskalender 2019

30.11. Hl. Andreas (F)
1.12. Advent – Ankunft 1. Adventssonntag
Charles de Foucauld
Welt-Aids-Tag
2. Bereit sein, dem Herrn den Weg zu bereiten Hl. Luzius (g) Tag für die Abschaffung der Sklaverei
3. Choräle singen Hl. Franz Xaver (G) Internat. Tag der M. mit Behinderungen
4. Die Nacht ist vorgedrungen…  Hl. Barbara (g)
Adolf Kolping (g)
5. Erwartungsvoll Hl. Anno (g) Internat. Tag des Ehrenamtes
6. Freude für Kinder: der Nikolaus kommt Hl. Nikolaus (g)
7. Geschenke besorgen, Glühwein trinken Hl. Ambrosius (G) Tag der Internat. Zivilluftfahrt
8. Herbergssuche 2. Adventssonntag
Mariä Empfängnis
(H)
9. Immanuel = Gott ist mit uns Juan Diego (g) Welt-Anti-Korruptionstag
10. Johannes – der Wegbereiter Jesu Übertragung des Hauses in Nazaret Loreto Internat. Tag der Menschenrechte
11. Kündet allen in der Not…   Damasus I. Weltweiter Gedenktag für verstorbene Kinder
12. Licht, das die Nacht erhellt… U.L.F. von Guadelupe
13. Macht hoch die Tür… Hl. Lucia (g)
14. Nachtwache halten Johannes vom Kreuz (G)
15. O Heiland reiß die Himmel auf… 3. Adventssonntag (Gaudete)
16. Plätzchen backen Hl. Adelheid
17. Quellen brechen in der Wüste auf O Weisheit
18. Rorate-Messe O Adonai Internat. Tag der Migranten
19. Stern über Betlehem, zeig uns den Weg… O Wurzel Jesse
20. Tauet Himmel den Gerechten… O Schlüssel Davids
21. unterwegs sein O Aufgang
22. Vorfreude 4. Adventssonntag
O König
23. Wurzel Jesse O Gott mit uns, Immanuel
24. X-mas-party“(?) – nein, lieber: Christmette feiern (O Virgo Virginis) Adam u. Eva
25. Ziel: „Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren Christus, der HERR.“ WEIHNACHTEN (H)

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Advent – Lesejahr A

„… und richte unsere Schritte

auf den Weg des Friedens“

1. Adventssonntag A

(= 1. Dezember 2019)

1. Schritt:

im Licht der Wahrheit gehen
advent-2016-f1a

Eröffnungsvers (Jes 30,19.30)
„Zu dir, HERR, erhebe ich meine Seele.
Mein Gott, dir vertraue ich.
Lass mich nicht scheitern,
lass meine Feinde nicht triumphieren!
Denn niemand, der auf dich hofft, wird zuschanden.“

Tagesgebet:
Herr, unser Gott,
alles steht in deiner Macht;
du schenkst das Wollen und das Vollbringen.
Hilf uns, dass wir auf dem Weg der Gerechtigkeit
Christus entgegengehen
und uns durch Taten der Liebe
auf seine Ankunft vorbereiten,
damit wir den Platz zu seiner Rechten erhalten,
wenn er wiederkommt in Herrlichkeit.
Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung: Jes 2,1-5: Schwerter zu Pflugscharen umschmieden – Hoffnungsvision
„Kommt, wir ziehen hinauf zum Berg des Herrn…
… denn vom Zion kommt die Weisung des Herrn…
Dann schmieden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern…
–> Bilder der Hoffnung im Advent

Antwortpsalm: Psalm 122,1-3.4-5.6-7.8-9
Zum Haus des HERRN wollen wir pilgern

2. Lesung: Röm 13,11-14a
„… lasst uns anlegen die Waffen des Lichts“

Ruf vor dem Evangelium (Ps 85,8)
Halleluja. Halleluja.
Erweise uns, HERR, deine Huld,
und gewähre uns dein Heil!
Halleluja.

Evangelium: Matthäus 24,29-44
Sie werden den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels kommen sehen. –
Seid wachsam, und haltet euch bereit!

1-advent-5a

„Vom Zion kommt die Weisung des Herrn“ u. „Sie werden den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels kommen sehen“ – Grafik zu Jes 2,1-5 u. Mt 24,29-44 von G. M. Ehlert, 23.11.2016

Liturgische Texte – siehe auch Schott: Erster Adventssonntag A

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2. Adventssonntag A

(= 8. Dezember 2019)

2. Schritt:

sich in Gerechtigkeit für die Armen entscheiden
advent-2016-f2a

Eröffnungsvers (vgl. Jes 30,19.30)
„Der HERR wird kommen, um die Welt zu erlösen.
Volk Gottes, mach dich bereit.
Höre auf ihn, und dein Herz wird sich freuen.“

Tagesgebet:
Allmächtiger und barmherziger Gott,
deine Weisheit allein zeigt uns den rechten Weg.
Lass nicht zu,
dass irdische Aufgaben und Sorgen uns hindern,
deinem Sohn entgegenzugehen.
Führe uns durch dein Wort und deine Gnade
zur Gemeinschaft mit ihm,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung: Jes 11,1-10: Der Spross aus der Wurzel Isais – Hoffnungsvision
„Aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor…
Der Geist des HERRN lässt sich nieder auf ihm…
Dann wohnt der Wolf beim Lamm…“
–> Bilder der Hoffnung im Advent

Antwortpsalm: Psalm 72,1-2.7-8.12-13.17
Gerechtigkeit blüht auf in seinen Tagen
und Friede ohne Ende.

2. Lesung: Röm 15,4-9
Christus rettet alle Menschen

Ruf vor dem Evangelium (Ps 85,8)
Halleluja. Halleluja.
Bereitet dem HERRN den Weg!
Ebnet ihm die Straßen!
Und alle Menschen werden das Heil sehen, das von Gott kommt.
Halleluja.

Evangelium: Mt 3,1-12
„Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. –
Bringt Frucht hervor, die eure Umkehr zeigt.“

2-advent-3a

zum 2. Advent „… er richtet die Hilflosen gerecht…“ u. „Bringt Frucht hervor, die eure Umkehr zeigt“ – Grafik zu Jes 11,1-11 u. Mt 3,1-12 von G. M. Ehlert, 27.11.2016

Liturgische Texte – siehe auch Schott: Zweiter Adventssonntag A

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3. Adventssonntag A (Gaudete)

(= 15. Dezember 2019)

3. Schritt:

in geduldiger Liebe andere ermutigen
advent-2016-f3a

Eröffnungsvers (vgl. Jes 30,19.30)
„Freut euch im HERRN zu jeder Zeit!
Noch einmal sage ich: Freut euch!
Denn der HERR ist nahe.“

1. Lesung: Jes 35,1-6a.10: Was Menschen zum Aufblühen bringen kann
„Die Steppe soll jubeln und blühen…
Sagt den Verzagten: Habt Mut, fürchtet euch nicht!
Dann werden die Augen der Blinden geöffnet…“

–> Bilder der Hoffnung im Advent

Antwortpsalm: Psalm 146,6-7.8-9b.9c-10

2. Lesung: Jak 5,7-10
Macht euer Herz stark, denn die Ankunft des HERRN steht nahe bevor

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Jes 61,1)
Halleluja. Halleluja.
Der Geist des HERRN ruht auf mir.
Der HERR hat mich gesandt,
den Armen die Frohe Botschaft zu bringen.
Halleluja.

Evangelium: Mt 11,2-11
„Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen andern warten?“

3-advent-2a

zum 3. Advent: Jes 35,1-6a.10: die Steppe soll jubeln und blühen… – Sagt den Verzagten: Habt Mut, fürchtet euch nicht! – Dann werden die Augen der Blinden geöffnet… – u. Geht und berichtet Johannes, was ihr hört und seht – Grafik zu Jes 35,1-6 u. Mt 11,2-11 von G. M. Ehlert, 27.11.2016

Liturgische Texte – siehe auch Schott: Dritter Adventssonntag A

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4. Adventssonntag A

(= 22. Dezember 2019)

4. Schritt:
in Freiheit offen sein Gottes Gnade zu empfangen
advent-2016-f4a

Eröffnungsvers (vgl. Jes 45,8)
„Tauet, ihr Himmel, von oben!
Ihr Wolken, regnet herab den Gerechten!
Tu dich auf, o Erde, und sprosse den Heiland hervor!“

1. Lesung: Jes 7,10-14: Die Jungfrauengeburt des Immanuel – als Zeichen
„Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen;
sie wird ihm den Namen Immanuel – Gott mit uns – geben“

–> Bilder der Hoffnung im Advent

Antwortpsalm: Psalm 24,1-2.3-4.5-6

2. Lesung: Röm 1,1-7
„Das Evangelium von Jesus Christus, dem Nachkommen Davids, dem Sohn Gottes“

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Mt 1,23)
Halleluja. Halleluja.
Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen,
einen Sohn wird sie gebären,
sein Name wird sein: Immanuel – Gott mit uns.
Halleluja.

Evangelium: Mt 1,18-24 (siehe Mt 1,1-25)
„Jesus wird geboren werden von Maria, die verlobt ist mit Josef, dem Sohn Davids“

4-advent-2a

zum 4. Advent: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären, und sie wird ihm den Namen Immanuel – Gott mit uns – geben. – u. Josef, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen – Grafik zu Jes 7,10-14 u. Mt 1,18-24 von G. M. Ehlert, 27.11.2016

Liturgische Texte – siehe auch Schott: Vierter Adventssonntag A

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Weihnachten

(= 25. Dezember 2019)

„verherrlicht ist Gott in der Höhe
und Frieden den Menschen seiner Gnade“

advent-2016-f5a

(Hier folgen bald Texte zum Weihnachtsfest)

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Frieden –
getragen von Wahrheit + Gerechtigkeit + Liebe + Freiheit

Frieden – getragen von Wahrheit, Gerechtigkeit, Liebe und Freiheit; Grafik von G. M. Ehlert zum Advent 2016

Papst Johannes XXIII. schreibt 1963 in seinem Weltrundschreiben „Pacem in terris“
an alle Menschen guten Willens:
„über den Frieden unter allen Völkern
in Wahrheit, Gerechtigkeit, Liebe und Freiheit“:

Zusammenleben in Wahrheit, Gerechtigkeit, Liebe und Freiheit

  1. Das bürgerliche Zusammenleben ist deshalb dann als gut geordnet, fruchtbar und der menschlichen Würde entsprechend anzusehen, wenn es auf der Wahrheit gründet, wie der Apostel Paulus mahnt: „Darum leget ab die Lüge, ein jeder rede die Wahrheit mit seinem Nächsten; denn wir sind Glieder untereinander“ (Eph 4, 25). Das wird dann sicher der Fall sein, wenn jeder seine Rechte und besonders seine Pflichten gegenüber den anderen anerkennt. Überdies wird das Zusammenleben so sein, wie Wir es soeben gezeichnet haben, wenn die Menschen, von der Gerechtigkeit geleitet, sich bemühen, sowohl die Rechte anderer zu achten, als auch die eigenen Pflichten zu erfüllen; wenn sie in solchem Bemühen von der Liebe beseelt sind, daß sie die Nöte der anderen wie ihre eigenen empfinden und die anderen an ihren Gütern teilnehmen lassen, und somit danach streben, daß auf der Welt die höchsten geistigen Werte unter alten verbreitet werden. Aber auch das genügt noch nicht; denn die menschliche Gemeinschaft wächst durch die Freiheit zusammen, und zwar in Formen, die der Würde der Menschen angemessen sind. Da diese von Natur aus vernunftbegabt sind, tragen sie deshalb auch die Verantwortung für ihr Tun.

Papst Johannes Paul II. griff diese Gedanken auf
in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag am 1. Januar 2003:

Die Wahrheit – sagte er – wird die Grundlage des Friedens sein, wenn jeder einzelne außer seinen Rechten auch seine Pflichten gegenüber den anderen ehrlich anerkennt.

Die Gerechtigkeit wird den Frieden aufbauen, wenn jeder die Rechte der anderen konkret respektiert und sich bemüht, seine Pflichten gegenüber den anderen voll zu erfüllen.

Die Liebe wird der Sauerteig des Friedens sein, wenn die Menschen die Nöte und Bedürfnisse der anderen als ihre eigenen empfinden und ihren Besitz, angefangen bei den geistigen Werten, mit den anderen teilen.

Die Freiheit schließlich wird den Frieden nähren und Früchte tragen lassen, wenn die einzelnen bei der Wahl der Mittel zu seiner Erreichung der Vernunft folgen und mutig die Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen.

Letztendlich sagt Johannes Paul II., indem er seinen Vorgänger zitiert, müsse der Frieden „durch die Verteidigung und die Förderung der grundlegenden Menschenrechte geschehen“.

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 04.12. 2019

Christkönigssonntag C

34. Sonntag im Jahreskreis C

Sonntag, 24. November 2019
Christkönigssonntag

1. Lesung: (2 Sam 5,1-3) Die Stämme Israels salbten David zu ihrem König.
2. Lesung: (Kol 1,12-20) Gott hat uns aufgenommen in das Reich Christi…
Evangelium: (Lk 23,35-43) Jesus, denk an mich, wenn du in deiner Macht als König kommst.

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