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Weinberg des Herrn (27. A)

Drei Weinberggleichnisse Jesu:
25. Sonntag im Jahreskreis A = 24. September 2017 (Mt 20,1-16)
26. Sonntag im Jahreskreis A = 1. Oktober 2017 (Mt 21,28-32)
27. Sonntag im Jahreskreis A = 8. Oktober 2017 (Mt 21,33-44)

Im Weinberg des Herrn

  • Was ist der rechte Lohn für die Arbeit im Weinberg des Herrn?
    Für die Arbeit am Reich Gottes gilt: Jeder bekommt einen Denar d.h. soviel, dass er und seine Familie jeden Tag genug hat für das tägliche Brot.
    Mt 20,1-16
    = 25. Sonntag im Jahreskreis A:
    –> arbeiter-im-weinberg-des-herrn-mt-201-16/ und tageslohn/

Wer von den beiden hat den Willen des himmlischen Vaters erfüllt?Wer von den beiden hat den Willen des himmlischen Vaters erfüllt?

weinberg-arbeiter

Hast du nicht einen Denar mit mir vereinbart?“ (Mt 20,13) – (c) G. M. Ehlert

  • Wer erfüllt den Auftrag der Arbeit im Weinberg?
    Für die Arbeit am Reich Gottes gilt: Nicht fromme Absichtserklärung, sondern tatkräftiger Einsatz erfüllt den Willen des himmlischen Vaters.
    Mt 21,28-32
    = 26. Sonntag im Jahreskreis A:
    –> gottes-willen-tun/
    Wer von den beiden hat den Willen des himmlischen Vaters erfüllt?
mt 21,28-32

„Wer von den beiden hat den Willen seines Vaters getan?“ (Mt 21,31) – Grafik: „Ja-Sager u. Ja-Wirker“ (c) G.M. Ehlert, 24. Sept. 2008

  • Wer ist tauglich für die Arbeit „im Weinberg des Herrn“?
    Nur wer bereit ist, Gott den erwarteten Anteil der Früchte zu bringen, dem kann die Sorge um die Menschen im Reich Gottes anvertraut werden.
    Mt 21,33-44
    = 27. Sonntag im Jahreskreis A:
    –> Mt 21,33-46
böse-Winzer2

„Böse Winzer“ – Bild zu Mt 21,33-44; (c) G. M. Ehlert

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27. Sonntag im Jahreskreis A

Sonntag, 8. Oktober 2017

Eröffnungsvers (Est 13,9.10-11 Vulgata)
Deiner Macht ist das All unterworfen, HERR,
und niemand kann sich dir widersetzen;
denn du hast Himmel und Erde gemacht
und alles, was wir unter dem Himmel bestaunen.
Du bist der HERR über alles.

Erste Lesung: Jes 5,1-7
Der Weinberg des HERRN der Heere ist das Haus Israel

Antwortpsalm Ps 80,9-20

–> siehe zu Psalm 80: Bitte für Israel – den Weinstock Gottes

Zweite Lesung: Phil 4,6-9
Was ihr angenommen habt, das tut;
und der Gott des Friedens wird mit euch sein

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Joh 15,16)
Halleluja. Halleluja.
(So spricht der HERR:)
Ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr Frucht bringt.
Halleluja.

Evangelium: Matthäus 21,33-44
…Er wird den Weinberg an andere Winzer verpachten

–> siehe zu Mt 21,33-46: Mord im Weinberg

 

Link: Messtexte zum 27. Sonntag im Jahreskreis A


Bild und Gedanken zum Evangelium (Mt 21,33-44)

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„Böse Winzer“ – Bild zu Mt 21,33-44; (c) G. M. Ehlert

 Im Weinberg des Herrn

Euch Priestern sind die Sakramente,
euch Lehrern und Katecheten die Hl. Schrift,
euch Christen alle guten Gaben
im „Weinberg des Herrn“ anvertraut…

Zur rechten Zeit schicke ich
Arme, Notleidende und Fremde zu euch…
um durch sie meinen Anteil der Ernte zu holen.

Doch ihr weist sie ab, bedroht sie,
und bringt sie gar um…

Wollt ihr erneut meinem Sohn
sein kostbares Erbe entreißen?

Oder gehört ihr zu dem Volk,
das voller Dank
die erwarteten Früchte bringt?

Dann habt teil an meinem Fest!

(G. M. Ehlert)

 

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Dein Wille geschehe (26. A)

am 30. September 2017 ist der jüdische Versöhnungstag – Jom Kippur

 

Drei Weinberggleichnisse Jesu:
25. Sonntag im Jahreskreis A = 24. September 2017 (Mt 20,1-16) 
26. Sonntag im Jahreskreis A = 1. Oktober 2017 (Mt 21,28-32)
Gottes Willen tun
 27. Sonntag im Jahreskreis A = 8. Oktober 2017 (Mt 21,33-44)

Gedanken zum Erntedankfest: „Ernte-Dank-Fest„;
Einer von zehn geheilten sagt DANK„; „Gottes Gaben – unsere Aufgaben

  • Was ist der rechte Lohn für die Arbeit im Weinberg des Herrn?
    Für die Arbeit am Reich Gottes gilt: Jeder bekommt einen Denar d.h. soviel, dass er und seine Familie jeden Tag genug hat für das tägliche Brot.
    Mt 20,1-16
    = 25. Sonntag im Jahreskreis A:
    –> arbeiter-im-weinberg-des-herrn-mt-201-16/ und tageslohn/

Wer von den beiden hat den Willen des himmlischen Vaters erfüllt?Wer von den beiden hat den Willen des himmlischen Vaters erfüllt?

weinberg-arbeiter

Hast du nicht einen Denar mit mir vereinbart?“ (Mt 20,13) – (c) G. M. Ehlert

  • Wer erfüllt den Auftrag der Arbeit im Weinberg?
    Für die Arbeit am Reich Gottes gilt: Nicht fromme Absichtserklärung, sondern tatkräftiger Einsatz erfüllt den Willen des himmlischen Vaters.
    Mt 21,28-32
    = 26. Sonntag im Jahreskreis A:
    –> gottes-willen-tun/
    Wer von den beiden hat den Willen des himmlischen Vaters erfüllt?
mt 21,28-32

„Wer von den beiden hat den Willen seines Vaters getan?“ (Mt 21,31) – Grafik: „Ja-Sager u. Ja-Wirker“ (c) G.M. Ehlert, 24. Sept. 2008

  • Wer ist tauglich für die Arbeit „im Weinberg des Herrn“?
    Nur wer bereit ist, Gott den erwarteten Anteil der Früchte zu bringen, dem kann die Sorge um die Menschen im Reich Gottes anvertraut werden.
    Mt 21,33-44
    = 27. Sonntag im Jahreskreis A:
    –> Mt 21,33-46
böse-Winzer2

„Böse Winzer“ – Bild zu Mt 21,33-44; (c) G. M. Ehlert

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26. Sonntag im Jahreskreis A

Sonntag, 1. Oktober 2017

Eröffnungsvers (vgl. Dan 3,31.29.30.43.42)
Alles, was du uns getan hast, o HERR,
das hast du nach deiner gerechten Entscheidung getan,
denn wir haben gesündigt, wir haben dein Gesetz übertreten.
Verherrliche deinen Namen und rette uns
nach der Fülle deines Erbarmens.

Erste Lesung: Ez 18,25-28
Wenn sich der Schuldige von seinem Unrecht abwendet, wird er sein Leben bewahren.

Antwortpsalm Ps 25,4-5.6-7.8-9

–> siehe zu Psalm 25: Das ABC der Bitten an Gott

Zweite Lesung: Phil 2,1-11 (oder 2,1-5)
Seid so gesinnt wie Christus Jesus!

–> siehe zu Phil 2,5-11 Hymnus von Entäußerung u. Erhöhung des Sohnes Gottes

Ruf vor dem Evangelium (Joh 10,27)
Halleluja. Halleluja.
(So spricht der HERR:)
Meine Schafe hören auf meine Stimme;
ich kenne sie, und sie folgen mir.
Halleluja.

Evangelium: Matthäus 21,28-32
…Später reute es ihn, und er ging doch. –
Zöllner und Dirnen gelangen eher in das Reich Gottes als ihr

–> siehe zu Mt 21,28-32: Gleichnis vom willigen und unwilligen Sohn

Link: Messtexte zum 26. Sonntag im Jahreskreis A


Gedanken zum Evangelium (Mt 21,28-32)

nicht vollmundige Zustimmung,
sondern tatkräftige Verwirklichung des Willens Gottes
führt zum Leben.

Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!,
wird in das Himmelreich kommen,
sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt.

Wer den Willen des Vaters im Himmel erfüllt…

Auf die Frage der Hohenpriester und der Ältesten des Volkes
in wessen Vollmacht Jesus handelt, antwortet Jesus zunächst mit einer Gegenfrage:

In wessen Vollmacht Johannes der Täufer gehandelt hat.
Als sie ihm darauf keine Antwort geben wollten, schwieg auch Jesus. (Mt 21,23-27)

Doch dann sprach er:

28. Was/ wer aber scheint euch/ meint ihr?
Ein Mensch hat zwei Kinder:
und hinzukommend zu dem ersten sprach er:
„Kind, begib dich hinweg heute
arbeite in dem Weinberg!“

29. Der aber antwortend sprach:
„Nicht will ich“ –
später/ zuletzt aber mitsorgend/ bereuend

er ging (doch) weg/ (= hin).

30. Hinzukommend aber zu dem anderen sprach er dasselbe.
Der aber antwortend sprach:
„Ich (= ja), Herr!“ –
und/ aber nicht ging er weg (= hin).

31. Wer aus/ von den zweien hat getan den Willen des Vaters?
Sie sagen: „Der Erste.“

Sagt zu ihnen der Jesus:
„Amen/ gewiss/ wahrlich ich sage euch (folgendes):
Die Zöllner und die Dirnen gehen euch voraus in die Königsherrschaft des Gottes.

32. Es kam nämlich Johannes zu euch
in/ auf dem Weg (der) Gerechtigkeit/ Rechtschaffenheit;

die aber Zöllner und die Dirnen waren überzeugt/ haben geglaubt ihm;
ihr aber sehend/ verstehend

nicht aber habt ihr mitgesorgt/ bereut,
später/ zuletzt
zu glauben ihm.

(Mt 21,28-32 – Arbeitsübersetzung G. M. Ehlert)

Grafik zu Mt 21,28-32:
„Dein Wille geschehe…“

Wer von den beiden hat den Willen des himmlischen Vaters erfüllt?

Ja, Herr…

fromme Absichtserklärungen

ohne tatkräftige Konsequenzen

= nicht gut

Ich will nicht…

bekundeter Ungehorsam gegenüber den Eltern, jedoch mit tatkräftiger Umkehr zum Guten

= besser

„Ja, ich komme,

um deinen Willen, Gott, zu tun

Deinen Willen zu tun, mein Gott, macht mir Freude,
deine Weisung trag’ ich im Herzen.“ (Psalm 40,9)

= vorbildlich

© Georg Michael Ehlert, 24. Sept. 2008

Kleine Zugabe zu Mt 21,28-32

Zum Evangelium habe ich eine köstliche Geschichte gefunden:

„Ein Mann in besten Jahren hatte sich eine Hose gekauft. Sie gefiel ihm sehr gut, wenn auch die Hosenbeine um etwa drei Zentimeter zu lang waren. Er dachte sich: Ich habe in meinem Haushalt drei Frauen; eine von ihnen wird die Kürzung besorgen. Zu Hause hängte er die Hose an den Haken und trug seiner Frau sein Anliegen vor. Doch diese war gerade nicht in bester Stimmung und zeigte ihm die kalte Schulter. Auch bei seiner Schwiegermutter hatte er kein Glück. Sie war in eine Lektüre vertieft und wollte sich nicht stören lassen. Als er ihr Zimmer verließ, stieß er im Hausflur auf seine Tochter. Es sah so aus, als hätten sich die Damen abgesprochen, denn auch die Tochter erklärte, dass ihr die Sache sehr ungelegen komme, da sie gerade ausgehen wolle. Da packte den dreimal Abgewiesenen der Zorn. Lautstark erklärte er, dass mit ihm vor Mitternacht nicht zu rechnen sei, und schlug hinter sich die Haustüre zu.

Es dauerte nicht lange, bis die Ehefrau erkannte, dass jetzt etwas geschehen musste. Unauffällig griff sie nach der Hose, nahm die Kürzung vor und hängte sie an ihren Platz zurück. Aber auch in der Schwiegermutter wuchs die Reue. Geräuschlos schlich nun sie zur Hose und schnitt drei Zentimeter weg. Als die Tochter gegen 23 Uhr nach Hause kam und die Hose am Haken hängen sah, da war auch sie bereit, ihre Gesinnung zu ändern. ‘Jetzt wird er sich freuen’, dachte sie, als sie die Arbeit beendet hatte.

Und wie er sich bei seiner Rückkehr freute …“

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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gerechter Lohn (25. A)

Drei Weinberggleichnisse Jesu:
25. Sonntag im Jahreskreis A = 24. September 2017 (Mt 20,1-16)
Gerechter Lohn für die Arbeit im Weinberg des Herrn

26. Sonntag im Jahreskreis A = 1. Oktober 2017 (Mt 21,28-32)
27. Sonntag im Jahreskreis A = 8. Oktober 2017 (Mt 21,33-44)

  • Was ist der rechte Lohn für die Arbeit im Weinberg des Herrn?
    Für die Arbeit am Reich Gottes gilt: Jeder bekommt einen Denar d.h. soviel, dass er und seine Familie jeden Tag genug hat für das tägliche Brot.
    Mt 20,1-16
    = 25. Sonntag im Jahreskreis A:
    –> arbeiter-im-weinberg-des-herrn-mt-201-16/ und tageslohn/

Wer von den beiden hat den Willen des himmlischen Vaters erfüllt?Wer von den beiden hat den Willen des himmlischen Vaters erfüllt?

weinberg-arbeiter

Hast du nicht einen Denar mit mir vereinbart?“ (Mt 20,13) – (c) G. M. Ehlert

  • Wer erfüllt den Auftrag der Arbeit im Weinberg?
    Für die Arbeit am Reich Gottes gilt: Nicht fromme Absichtserklärung, sondern tatkräftiger Einsatz erfüllt den Willen des himmlischen Vaters.
    Mt 21,28-32
    = 26. Sonntag im Jahreskreis A:
    –> gottes-willen-tun/
    Wer von den beiden hat den Willen des himmlischen Vaters erfüllt?
mt 21,28-32

„Wer von den beiden hat den Willen seines Vaters getan?“ (Mt 21,31) – Grafik: „Ja-Sager u. Ja-Wirker“ (c) G.M. Ehlert, 24. Sept. 2008

  • Wer ist tauglich für die Arbeit „im Weinberg des Herrn“?
    Nur wer bereit ist, Gott den erwarteten Anteil der Früchte zu bringen, dem kann die Sorge um die Menschen im Reich Gottes anvertraut werden.
    Mt 21,33-44
    = 27. Sonntag im Jahreskreis A:
    –> Mt 21,33-46
böse-Winzer2

„Böse Winzer“ – Bild zu Mt 21,33-44; (c) G. M. Ehlert

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25. Sonntag im Jahreskreis A

Sonntag, 24. September 2017

Eröffnungsvers ()
Das Heil des Volkes bin ich – so spricht der HERR:
In jeder Not aus der sie zu mir rufen, will ich sie erhören.
Ich will ihr Herr sein für alle Zeit.

Erste Lesung: Jes 55,6-9
Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken… Spruch des HERRN

Antwortpsalm Ps 145,2-3.8-9.17-18

–> siehe auch: Ps 145: „ABC des Lobpreises der Größe und Güte Gottes

Zweite Lesung: Phil 1,20ad-24.27a
Für mich ist Christus das Leben

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Apg 16,14b)
Halleluja. Halleluja.
HERR, öffne uns das Herz,
dass wir auf die Worte deines Sohnes hören.
Halleluja.

Evangelium: Matthäus 20,1-16
…oder bist du neidisch, weil ich zu anderen gütig bin?

Link: Messtexte zum 25. Sonntag im Jahreskreis A 


25. Sonntag im Jahreskreis A
Evangelium: Mt 20,1-16: (Studienübersetzung G. M. Ehlert)

Gerechter Lohn für die Arbeit im Weinberg des Herrn

 Petrus sagt:

„Jesus, Du weißt, wir haben alles verlassen

und sind dir nachgefolgt.

Was werden wir dafür bekommen?“

… und Jesus erzählte dieses Gleichnis:

„Hast du nicht einen Denar = den Tageslohn für eine ganze Familie – mit mir vereinbart?“ – Grafik (c) G.M. Ehlert, 16.09.2008

1 „Denn gleich ist das Königtum der Himmel…
(einem) welcher herauskam gleich in der Frühe,
zu mieten Arbeiter in seinen Weinberg.

2 Übereinkommend aber mit den Arbeitern auf einen Denar den Tag,
schickte er sie in seinen Weinberg.

3 Und herauskommend um die dritte Stunde, sah er andere untätig stehend auf dem Markt,

4 und zu jenen sprach er: ‚Geht auch ihr in den Weinberg, und was immer gerecht ist, werde ich euch geben!‘

5 Die aber gingen hin.

Wieder [aber] herauskommend um die sechste und neunte Stunde, tat er ebenso.

6 Um die elfte aber herauskommend, fand er andere stehend, und er sagt ihnen:

‚Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig?‘

7 Sie sagen ihm: ‚Weil keiner uns mietete.‘

Er sagt ihnen: ‚Geht auch ihr in den Weinberg.‘

8 Als es aber Abend geworden war, sagt der Herr des Weinbergs seinem Verwalter:

‚Ruf die Arbeiter und erstatte ihnen den Lohn,
beginnend bei den Letzten bis zu den Ersten!‘

9 Und kommend die um die elfte Stunde, empfingen sie je einen Denar.

1 Denar = der Lohn eines Tagelöhners
mit dem „das tägliche Brot“ für seine Familie
für einen Tag bezahlt werden kann.

10 Und kommend meinten die Ersten, dass mehr sie empfingen;

und es empfingen [den] je einen Denar auch sie.

11 Empfangend aber murrten sie gegen den Hausherrn,

12 sagend: ‚Diese Letzten – eine Stunde machten sie, und gleich machtest du sie uns, die wir trugen die Last des Tages und die Hitze.‘

13 Der aber, antwortend, sprach zu einem von ihnen:
Freund, nicht tue ich Unrecht dir; kamst du nicht auf einen Denar überein mit mir?

14 Nimm den deinen und geh! Ich will aber diesem Letzten geben wie auch dir.

15 [Oder] ist mir nicht erlaubt, was ich will, zu tun mit dem Meinen?

Oder ist dein Auge böse, weil ich gut bin?‘

16 So werden sein die Letzten Erste und die Ersten Letzte.“

(Mt 20,1-16)

„…oder ist dein Auge böse,
weil ich gut bin?“

1. Das ist doch ungerecht…

welcher Lohn wäre denn gerecht?

gleicher Lohn für gleiche Arbeit

  • also: wer 1 Stunde arbeitet, bekommt nur 1/12 dessen, der 12 Stunden arbeitet?
  • oder: wer in 1 Stunde so viel arbeitet, wie andere in 12 Stunden – sollen beide das Gleiche bekommen?- soll der mehr Lohn bekommen, der sich mehr bemüht hat?- soll mitberücksichtigt werden, ob einer Frau und Kinder von dem Lohn seiner Arbeit mitversorgen muss?
  • oder: welcher Lohn ist sozial gerecht?
  • oder: welcher Lohn wird dem Menschen gerecht?

2. Das bessere Los – Arbeiter der 1. oder der 12. Stunde?

Was würden Sie mit Blick auf das heutige Evangelium wählen: lieber Arbeiter der 1. Stunde oder Arbeiter der 12. Stunde zu sein.

Vorrang für schnell verdientes Geld? – oder:
Vorrang für Arbeit?

Arbeiter der 1. Stunde – zwar mühevolles Arbeiten – aber die Gewissheit, am Abend seine Familie ernähren zu können: „Mein Leben für diesen Tag ist gesichert“

Arbeiter der 12. Stunde – zwar wenig mühevolle Arbeit – aber 11 Stunden lang die bedrängende Sorge, ob es für die Familie an diesem Tag „das tägliche Brot“ geben wird.

Der Blick des Neides verzerrt die Wirklichkeit und hat keinen Blick mehr für die Barmherzigkeit des Gutsherrn, die über die Gerechtigkeit hinausgeht angesichts der Nöte der betroffenen Menschen:

3. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt

Ein Blick auf den Arbeitsmarkt damals:

Es gab: Selbständige; fest Angestellte oder Tagelöhner
Die meisten waren Tagelöhner.

Das bedeutet aber: Ein Taglöhner wurde jeden Tag, wenn er sich morgens angestellt hatte auf dem Marktplatz (dem damaligen „Arbeitsamt“), für einen Tag zur Arbeit angeworben.

Das bedeutet eine total ungesicherte Existenz. So ein Mann, so ein Familienvater weiß ja nicht, ob er morgen jemanden findet, der ihn anwirbt, der ihm Brot gibt. Eine total ungesicherte Existenz, diese Situation des Arbeitslosen und des Tagelöhners.
In diese Situation passt die Vater-unser-Bitte: „Unser tägliches Brot gib uns heute“ genau hinein.

4. Ein ungewöhnlicher Arbeitgeber

Wenn hier in dem Gleichnis Jesu der Gutsbesitzer allen einen Denar gibt, dann bedeutet das: Jeder, der in seinem Weinberg gearbeitet hat, hat so viel bekommen, dass er für einen Tag seine Familie ernähren kann, nicht mehr und nicht weniger.

Letztlich steht hinter dieser Haltung des Gutsbesitzers die Erfüllung der Vater-unser-bitte: Gib uns heute das, was wir für diesen Tag nötig haben.
Genau das tut der Gutsbesitzer hier.

So handelt Gott

Dieser Gutsbesitzer ist zu jedem Einzelnen so gut, dass er dafür sorgt, dass die Familie am nächsten Tag etwas zu essen hat.

So handelt Gott:

  • gerecht: Er steht zu seinem Bund
  • und barmherzig: Er gibt auch denen, das zum Leben Notwendige, die keine entsprechende Leistung erbringen können

5. Wir = die Verwalter des göttlichen Vermögens

Am Ende dieses Gleichnisses ist es eigenartig. Der Gutsbesitzer ist zwar selber hingegangen zum Marktplatz und hat die Leute angeworben, aber er zahlt ihnen nicht selber den Lohn aus, das überlässt er seinem Verwalter.
Mit diesem Gutsbesitzer ist ja Gott gemeint.

Könnte es sein, dass wir die Verwalter sind, denen Gott anvertraut, den Lohn auszuzahlen an die Menschen heute?
Dann ist die Frage, zahlen wir den Lohn, indem wir berechnend sind,
oder zahlen wir den Lohn aus entsprechend dem gütigen Herzen Gottes? – aus dem Geist der Caritas?

Es ist zwar zu verstehen, dass sich Ärger über so viel großzügige Güte verbreitet, aber die Frage „Bist du etwa neidisch, weil ich zu anderen gütig bin?” entwaffnet die Verärgerten.

Sich mitfreuen können oder sich von großzügiger Güte anstecken lassen, sind Alternativen zum Murren und zum Ärger.

Alternative Wege gehen Frauen und Männer, die in Einsätzen, Gebeten und Spenden Herz zeigen und Hände öffnen.

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Lohngerechtigkeit (25. S.i.J. A)

25. Sonntag im Jahreskreis A 
Evangelium: Mt 20,1-16:

„Jesus, Du weißt, wir haben alles verlassen

und sind dir nachgefolgt.

Was werden wir dafür bekommen?“

… und Jesus erzählte dieses Gleichnis:

1 „Denn gleich ist das Königtum der Himmel …

„Hast du nicht einen Denar = den Tageslohn für eine ganze Familie – mit mir vereinbahrt?“ – Grafik (c) G.M. Ehlert, Okt. 2008

(einem) welcher herauskam gleich in der Frühe, zu mieten Arbeiter in seinen Weinberg.

2 Übereinkommend aber mit den Arbeitern auf einen Denar den Tag,
schickte er sie in seinen Weinberg.

3 Und herauskommend um die dritte Stunde, sah er andere untätig stehend auf dem Markt,

4 und zu jenen sprach er: ‚Geht auch ihr in den Weinberg, und was immer gerecht ist, werde ich euch geben!‘

5 Die aber gingen hin.

Wieder [aber] herauskommend um die sechste und neunte Stunde, tat er ebenso.

6 Um die elfte aber herauskommend, fand er andere stehend, und er sagt ihnen:

‚Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig?‘

7 Sie sagen ihm: ‚Weil keiner uns mietete.‘

Er sagt ihnen: ‚Geht auch ihr in den Weinberg.‘

8 Als es aber Abend geworden war, sagt der Herr des Weinbergs seinem Verwalter:

‚Ruf die Arbeiter und erstatte ihnen den Lohn,
beginnend bei den Letzten bis zu den Ersten!‘

9 Und kommend die um die elfte Stunde, empfingen sie je einen Denar.

1 Denar = der Lohn eines Tagelöhners
mit dem „das tägliche Brot“ für seine Familie
für einen Tag bezahlt werden kann.

10 Und kommend meinten die Ersten, dass mehr sie empfingen;

und es empfingen [den] je einen Denar auch sie.

11 Empfangend aber murrten sie gegen den Hausherrn,

12 sagend: ‚Diese Letzten – eine Stunde machten sie, und gleich machtest du sie uns, die wir trugen die Last des Tages und die Hitze.‘

13 Der aber, antwortend, sprach zu einem von ihnen:
Freund, nicht tue ich Unrecht dir; kamst du nicht auf einen Denar überein mit mir?

14 Nimm den deinen und geh! Ich will aber diesem Letzten geben wie auch dir.

15 [Oder] ist mir nicht erlaubt, was ich will, zu tun mit dem Meinen?

Oder ist dein Auge böse, weil ich gut bin?‘

16 So werden sein die Letzten Erste und die Ersten Letzte.“

(Mt 20,1-16)

„…oder ist dein Auge böse,
weil ich gut bin?“

1.      Das ist doch ungerecht…

welcher Lohn wäre denn gerecht?

gleicher Lohn für gleiche Arbeit

  • also: wer 1 Stunde arbeitet, bekommt nur 1/12 dessen, der 12 Stunden arbeitet?
  • oder: wer in 1 Stunde so viel arbeitet, wie andere in 12 Stunden – sollen beide das Gleiche bekommen?- soll der mehr Lohn bekommen, der sich mehr bemüht hat?- soll mitberücksichtigt werden, ob einer Frau und Kinder von dem Lohn seiner Arbeit mitversorgen muss?
  • oder: welcher Lohn ist sozial gerecht?
  • oder: welcher Lohn wird dem Menschen gerecht?

2.      Das bessere Los – Arbeiter der 1. oder der 12. Stunde?

Was würden Sie mit Blick auf das heutige Evangelium wählen: lieber Arbeiter der 1. Stunde oder Arbeiter der 12. Stunde zu sein.

Vorrang für schnell verdientes Geld? – oder:
Vorrang für Arbeit?

Arbeiter der 1. Stunde – zwar mühevolles Arbeiten – aber die Gewissheit, am Abend seine Familie ernähren zu können: „Mein Leben für diesen Tag ist gesichert“

Arbeiter der 12. Stunde – zwar wenig mühevolle Arbeit – aber 11 Stunden lang die bedrängende Sorge, ob es für die Familie an diesem Tag „das tägliche Brot“ geben wird.

Der Blick des Neides verzerrt die Wirklichkeit und hat keinen Blick mehr für die Barmherzigkeit des Gutsherrn, die über die Gerechtigkeit hinausgeht angesichts der Nöte der betroffenen Menschen:

3.      Die Situation auf dem Arbeitsmarkt

Ein Blick auf den Arbeitsmarkt damals:

Es gab: Selbständige; fest Angestellte oder Tagelöhner
Die meisten waren Tagelöhner.

Das bedeutet aber: Ein Taglöhner wurde jeden Tag, wenn er sich morgens angestellt hatte auf dem Marktplatz (dem damaligen „Arbeitsamt“), für einen Tag zur Arbeit angeworben.

Das bedeutet eine total ungesicherte Existenz. So ein Mann, so ein Familienvater weiß ja nicht, ob er morgen jemanden findet, der ihn anwirbt, der ihm Brot gibt. Eine total ungesicherte Existenz, diese Situation des Arbeitslosen und des Tagelöhners.
In diese Situation passt die Vater-unser-Bitte: „Unser tägliches Brot gib uns heute“ genau hinein.

4.      Ein ungewöhnlicher Arbeitgeber

Wenn hier in dem Gleichnis Jesu der Gutsbesitzer allen einen Denar gibt, dann bedeutet das: Jeder, der in seinem Weinberg gearbeitet hat, hat so viel bekommen, dass er für einen Tag seine Familie ernähren kann, nicht mehr und nicht weniger.

Letztlich steht hinter dieser Haltung des Gutsbesitzers die Erfüllung der Vaterunserbitte: Gib uns heute das, was wir für diesen Tag nötig haben.
Genau das tut der Gutsbesitzer hier.

So handelt Gott

Dieser Gutsbesitzer ist zu jedem Einzelnen so gut, dass er dafür sorgt, dass die Familie am nächsten Tag etwas zu essen hat.

So handelt Gott:

  • gerecht: Er steht zu seinem Bund
  • und barmherzig: Er gibt auch denen, das zum Leben Notwendige, die keine entsprechende Leistung erbringen können

5.      Wir = die Verwalter des göttlichen Vermögens

Am Ende dieses Gleichnisses ist es eigenartig. Der Gutsbesitzer ist zwar selber hingegangen zum Marktplatz und hat die Leute angeworben, aber er zahlt ihnen nicht selber den Lohn aus, das überläßt er seinem Verwalter.
Mit diesem Gutsbesitzer ist ja Gott gemeint.

Könnte es sein, dass wir die Verwalter sind, denen Gott anvertraut, den Lohn auszuzahlen an die Menschen heute?
Dann ist die Frage, zahlen wir den Lohn, indem wir berechnend sind,
oder zahlen wir den Lohn aus entsprechend dem gütigen Herzen Gottes? – aus dem Geist der Caritas?

Es ist zwar zu verstehen, dass sich Ärger über so viel großzügige Güte verbreitet, aber die Frage „Bist du etwa neidisch, weil ich zu anderen gütig bin?” entwaffnet die Verärgerten.

Sich mitfreuen können oder sich von großzügiger Güte anstecken lassen, sind Alternativen zum Murren und zum Ärger.

Alternative Wege gehen Frauen und Männer, die in Einsätzen, Gebeten und Spenden Herz zeigen und Hände öffnen.

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Mord im Weinberg

Gedanken zum Evangelium vom 27. Sonntag im Jahreskreis =
Matthäus 21,33-44: „Mord im Weinberg“

siehe: Mt 21,33-46 Übersetzung mit Erläuterungen + Bild-Meditation

Zu den drei Weinberggleichnissen Jesu:

Was ist der rechte Lohn
für die Arbeit im Weinberg des Herrn?

Für die Arbeit am Reich Gottes gilt:
Jeder bekommt einen Denar
d.h. soviel, dass er und seine Familie
jeden Tag genug hat für das tägliche Brot. 

Wer erfüllt den Auftrag
der Arbeit im Weinberg? 

Für die Arbeit am Reich Gottes gilt:
Nicht fromme Absichtserklärung,
sondern tatkräftiger Einsatz
erfüllt den Willen des himmlischen Vaters. 

  • Zu Mt 21,33-44 = 27. Sonntag im Jahreskreis A:
    siehe: Mt 21,33-46

Wer ist tauglich für die Arbeit
„im Weinberg des Herrn“? 

Nur wer bereit ist, Gott den erwarteten Anteil
der Früchte zu bringen, dem kann die Sorge
um die Menschen im Reich Gottes
anvertraut werden.

Tageslohn

Zum Gleichnis Jesu von der Entlohnung der Arbeiter im Weinberg des Herrn (Matthäusevangelium 20,1-16)
siehe Bild und Gedanken:

https://gmehlert.wordpress.com/2008/10/06/arbeiter-im-weinberg-des-herrn-mt-201-16/

„oder ist dein Auge böse, weil ich gut bin?“

1.       Das ist doch ungerecht…

welcher Lohn wäre denn gerecht?
gleicher Lohn für gleiche Arbeit
–          also: wer 1 Stunde arbeitet, bekommt nur 1/12 dessen, der 12 Stunden arbeitet?

–          oder: wer in 1 Stunde so viel arbeitet, wie andere in 12 Stunden – sollen beide das Gleiche bekommen?

oder: welcher Lohn wird dem Menschen gerecht?
– soll der mehr Lohn bekommen, der sich mehr bemüht hat?

oder: welcher Lohn ist sozial gerecht?
– soll mitberücksichtigt werden, ob einer Frau und Kinder von dem Lohn seiner Arbeit mitversorgen muss?

2.       Das bessere Los – Arbeiter der 1. oder der 12. Stunde?

Was würden Sie mit Blick auf das heutige Evangelium wählen: lieber Arbeiter der 1. Stunde oder Arbeiter der 12. Stunde zu sein.

Vorrang für schnell verdientes Geld? – oder:

Vorrang für Arbeit?

Arbeiter der 1. Stunde – zwar mühevolles Arbeiten – aber die Gewissheit, am Abend seine Familie ernähren zu können: „Mein Leben für diesen Tag ist gesichert.

Arbeiter der 12. Stunde – zwar wenig mühevolle Arbeit – aber 11 Stunden lang die bedrängende Sorge, ob es für die Familie an diesem Tag „das tägliche Brot“ geben wird.

Der Blick des Neides verzerrt die Wirklichkeit und hat keinen Blick mehr für die Barmherzigkeit des Gutsherrn, die über die Gerechtigkeit hinausgeht angesichts der Nöte der betroffenen Menschen:

3.       Die Situation auf dem Arbeitsmarkt

Ein Blick auf den Arbeitsmarkt damals u. heute:
Es gab Selbständige; fest Angestellte oder Tagelöhner
Man war (in der Regel) Tagelöhner.
Das bedeutet aber: Ein Taglöhner wurde jeden Tag, wenn er sich morgens angestellt hatte, modern gesprochen beim Arbeitsamt, damals auf dem Marktplatz, dann wurde er für einen Tag zur Arbeit angeworben. 

Das bedeutet eine total ungesicherte Existenz. So ein Mann, so ein Familienvater weiß ja nicht, ob er morgen jemanden findet, der ihn anwirbt, der ihm Brot gibt. Eine total ungesicherte Existenz, diese Situation des Arbeitslosen und des Tagelöhners. In diese Situation passt die Vater-unser-Bitte: „Unser tägliches Brot gib uns heute“ genau hinein.

4.       Ein ungewöhnlicher Arbeitgeber

Und wenn hier in unserem Gleichnis der Gutsbesitzer allen einen Denar gibt, dann bedeutet das: Jeder, der in seinem Weinberg gearbeitet hat, hat so viel bekommen, dass er für einen Tag seine Familie ernähren kann, nicht mehr und nicht weniger.

Letztlich steht hinter dieser Haltung des Gutsbesitzers die Erfüllung der Vaterunserbitte: Gib uns heute das, was wir für diesen Tag nötig haben. Und genau das tut der Gutsbesitzer hier.

So handelt Gott

Und dieser Gutsbesitzer ist zu jedem Einzelnen so gut, dass er dafür sorgt, dass die Familie am nächsten Tag etwas zu essen hat.

So handelt Gott:

–          gerecht: Er steht zu seinem Bund

–          und barmherzig: Er gibt auch denen, das zum Leben Notwendige, die keine entsprechende Leistung erbringen können

5.       Wir = die Verwalter des göttlichen Vermögens

Am Ende dieses Gleichnisses ist es so eigenartig. Der Gutsbesitzer ist zwar selber hingegangen zum Marktplatz und hat die Leute angeworben, aber er zahlt ihnen nicht selber den Lohn aus, das überläßt er seinem Verwalter. Mit diesem Gutsbesitzer ist ja Gott gemeint. Könnte es sein, dass wir die Verwalter sind, denen Gott anvertraut, den Lohn auszuzahlen an die Menschen heute. Und dann ist die Frage, zahlen wir den Lohn, indem wir berechnend sind,

oder zahlen wir den Lohn aus entsprechend dem gütigen Herzen Gottes? – aus dem Geist der Caritas?

Es ist zwar zu verstehen, dass sich Ärger über so viel großzügige Güte verbreitet, aber die Frage „Bist du etwa neidisch, weil ich zu anderen gütig bin?” entwaffnet die Verärgerten. Sich mitfreuen können oder sich von großzügiger Güte anstecken lassen, sind Alternativen zum Murren und zum Ärger.

Alternative Wege gehen Frauen und Männer, die in Einsätzen, Gebeten und Spenden Herz zeigen und Hände öffnen.

Arbeiter im Weinberg des Herrn (Mt 20,1-16)

 

„Jesus, Du weißt, wir haben alles verlassen

und sind dir nachgefolgt.

Was werden wir dafür bekommen?“ 

… und Jesus erzählte dieses Gleichnis:

 

1 Denn gleich ist das Königtum der Himmel …

"Hast du nicht einen Denar mit mir vereinbart?" (Mt 20,13)

"Hast du nicht einen Denar = den Tageslohn für eine ganze Familie - mit mir vereinbahrt?" - Grafik (c) G.M. Ehlert, Okt. 2008

welcher herauskam gleich in der Frühe, zu mieten Arbeiter in seinen Weinberg.

2 Übereinkommend aber mit den Arbeitern auf einen Denar den Tag, schickte er sie in seinen Weinberg.

3 Und herauskommend um die dritte Stunde, sah er andere untätig stehend auf dem Markt,

4 und zu jenen sprach er: Geht auch ihr in den Weinberg, und was immer gerecht ist, werde ich euch geben!

5 Die aber gingen hin.

 Wieder [aber] herauskommend um die sechste und neunte Stunde, tat er ebenso.

 6 Um die elfte aber herauskommend, fand er andere stehend, und er sagt ihnen:

Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig?

7 Sie sagen ihm: Weil keiner uns mietete.

Er sagt ihnen: Geht auch ihr in den Weinberg.

8 Als es aber Abend geworden war, sagt der Herr des Weinbergs seinem Verwalter:

Ruf die Arbeiter und erstatte ihnen den Lohn, beginnend bei den Letzten bis zu den Ersten!

9 Und kommend die um die elfte Stunde, empfingen sie je einen Denar.

1 Denar = der Lohn eines Tagelöhners

mit dem „das tägliche Brot“ für seine Familie

für einen Tag bezahlt werden kann. 

 

 

10 Und kommend meinten die Ersten, dass mehr sie empfingen;

und es empfingen [den] je einen Denar auch sie.

11 Empfangend aber murrten sie gegen den Hausherrn,

12 sagend: Diese Letzten – eine Stunde machten sie, und gleich machtest du sie uns, die wir trugen die Last des Tages und die Hitze.

13 Der aber, antwortend, sprach zu einem von ihnen: Freund, nicht tue ich Unrecht dir; kamst du nicht auf einen Denar überein mit mir?

14 Nimm den deinen und geh! Ich will aber diesem Letzten geben wie auch dir.

15 [Oder] ist mir nicht erlaubt, was ich will, zu tun mit dem Meinen?

Oder ist dein Auge böse, weil ich gut bin?

16 So werden sein die Letzten Erste und die Ersten Letzte.                                      

 (Mt 20,1-16)

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© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert