Archiv der Kategorie: Meditation

4. Fastensonntag C

4. Fastensonntag (= „Laetare“) –
Jahreskreis C

Sonntag, 31. März 2019

Liturgische Texte zum 4. Fastensonntag im Jahreskreis (C)

Eröffnungsvers:

Laetare Ierusalem: et conventum facite, omnes qui diligitis eam; gaudete cum laetitia qui in tristitia fuistis, ut exultetis, et satiemini ab uberibus consolationis vestrae.

Freue dich, Stadt Jerusalem! Seid fröhlich mit ihr, alle, die ihr traurig wart.
Freut euch und trinkt euch satt an der Quelle göttlicher Tröstung.
(vgl. Jes 66,10f)

4-Laetare

Evangelium Lk 15,1-3.11-32: Gleichnis vom Barmherzigen Vater

Tagesgebet
Herr, unser Gott,
du hast in deinem Sohn
die Menschheit auf wunderbare Weise mit dir versöhnt.
Gib deinem Volk einen hochherzigen Glauben,
damit es mit froher Hingabe dem Osterfest entgegeneilt.
Darum bitten wir durch Jesus Christus…

1. Lesung: aus dem Buch Josua (Jos 5,9a.10-12):
Als die Israeliten in das verheißene Land eingezogen waren, feierten sie das Pas-cha

Antwortpsalm: Ps 34,2-3.4-5.6-7
„Kostet und seht, wie gütig der HERR ist!“

2. Lesung: aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth (2 Kor 5,17-21):
Gott hat uns durch Christus mit sich versöhnt 

Ruf vor dem Evangelium (Lk 15,18)
Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir!
Ich will zu meinem Vater gehen
und ihm sagen:
Vater, ich habe mich versündigt
gegen den Himmel und gegen dich.
Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir!

Evangelium nach Lukas (Lk 15,1-3.11-32):
Das Gleichnis vom barmherzigen Vater und seinen zwei Söhnen

* * *

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Evangelientext

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Bild zur Meditation:

„Im Haus des barmherzigen Vaters“

* * *

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Impulse

zum Weiterdenken und sich einfühlen:

Der jüngere Sohn:

  • „Mein Erbe…“
  • „und er verschleuderte sein Vermögen…“
  • „Irrwege“
  • „Ich will aufbrechen…“
  • „Vater, ich habe mich versündigt…“

Der ältere Sohn:

  • „Was soll das bedeuten…“
  • „Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen…“
  • „Vorhaltungen gegenüber dem Vater…“
  • „Geht er schließlich doch hinein?“

Der Vater:

  • „Er teilt sein Vermögen auf…“
  • „Er hält Ausschau nach dem verlorenen Sohn…“
  • „Er (!) eilt dem Sohn entgegen…
  • „Er schließt ihn in die Arme und drückt ihn an sein Herz…“
  • „Er kommt dem älteren Sohn entgegen, um ihm gut zuzureden…“

* * *

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Links:

–> zur 1. Lesung:

–> zum Antwortpsalm: Psalm 34: Das ABC der Größe Gottes

 

–> 2. Lesung: –

–> zum Evangelium: Lk 15,11-32
–> Das Gleichnis vom barmherzigen Vater
und dem “wieder-nach-Hause-finden” der beiden Söhne

–> Lk 15,1-32 Drei Gleichnisse Jesu vom Aufruf zur Mitfreude;
–> Freude im Himmel
–> wiedergefunden

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott: 4. Fastensonntag i.J. C

Gedenktage:

– 25. März: Verkündigung des Herrn = Hochfest
– 26. März: Liudger = 1. Bischof von Münster

* * *

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In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“ –
Die Namen der Sonntage der Fastenzeit / Passionszeit:
1. Fastensonntag: Invocabit
2. Fastensonntag: Reminiscere
3. Fastensonntag: Oculi
4. Fastensonntag: Laetare
5. Fastensonntag: Iudica
Palmsonntag: Palmarum
Ostern: Resurrexi

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Stand: 24. März 2019

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3. Fastensonntag C

3. Fastensonntag (= „Oculi“) –
Jahreskreis C

Sonntag, 24. März 2019

Liturgische Texte zum 3. Fastensonntag im Jahreskreis (C)

Eröffnungsvers:

Oculi mei semper ad Dominum,
quia ipse evellet de laqueo pedes meos.
Respice in me et miserere mei, quoniam unicus et pauper sum ego.

Meine Augen schauen stets auf den Herrn;
denn er befreit meine Füße aus dem Netz.
Wende dich zu mir und sei mir gnädig, denn ich bin einsam und gebeugt.
(Ps 25,15f)
3-Oculi-a

Tagesgebet
Gott, unser Vater,
du bist der Quell des Erbarmens und der Güte,
wir stehen als Sünder vor dir,
und unser Gewissen klagt uns an.
Sieh auf unsere Not und lass uns Vergebung finden
durch Fasten, Gebet und Werke der Liebe.
Darum bitten wir durch Jesus Christus…

1. Lesung: aus dem Buch Exodus (Ex 3,2-8a.13-15):
Berufung des Mose am brennenden Dornbusch –
die Offenbarung des Namens Gottes „ICH-BIN-DA“

Antwortpsalm: Ps 103,1-2.3-4.6-7.8 u. 11
„Gnädig und barmherzig ist der HERR,
voll Langmut und reich an Güte“

2. Lesung: aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth (1 Kor 10,1-6.10-12):
Das Leben des Volkes mit Mose in der Wüste wurde uns zur Warnung aufgeschrieben

Ruf vor dem Evangelium (Mt 4,17)
Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir!
(So spricht der Herr:)
Kehrt um!
Denn das Himmelreich ist nahe.
Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir!

Evangelium nach Lukas (Lk 13,1-9):
Ihr werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt

* * *

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EvangelientextLk 13,1-9 (Studienübersetzung)

13,1 Es waren aber herbeigekommen einige
zu derselben rechten Zeit
(Kairos),
verkündend ihm über die Galiläer, deren Blut Pilatus vermischte
mit dem ihrer Opfer
(tiere).*

Ein aktuelles Ereignis ist Ausgangspunkt:
Der römische Statthalter Pontius Pilatus
hat Leute aus Galiläa beim Opfern im

Tempel umbringen lassen.
Während sie Opfertiere schlachteten, wurden sie getötet. 
(Wird Jesus einstimmen in die Klage
über die Gewalt der römischen Besatzungsmacht…
oder war diese Entheiligung des heiligen Tempelbezirks
gar eine Strafe Gottes für die Sünden dieser Galiläer?)

2 Und antwortend sprach er zu ihnen:
Meint ihr, dass die Galiläer – neben all den
(anderen) Galiläern –
Sünder geworden waren, da sie dies erlitten haben?

3 Nein, ich sage euch vielmehr:
wenn ihr nicht mitdenkt
(= umkehrt),
werdet ihr alle gleicherweise zu Grunde gehen.

4 Oder jene, die achtzehn,
auf die der Turm bei dem Schiloch
(teich) fiel
und sie umbrachte,

meint ihr, dass sie Schuldige geworden waren
neben all den
(anderen) Menschen, die in Jerusalem wohnen?

5 Nein, ich sage euch vielmehr:
wenn ihr nicht mitdenkt
(= umkehrt),
werdet ihr alle gleicherweise zu Grunde gehen.

6 Er sagte aber die (folgende) Parabel/ Gleichnis/ Sinnbild:

Einen Feigenbaum hatte irgendeiner
der gepflanzt worden war in dem Weinberg
/ -garten von ihm –
und er ist gekommen
suchend Frucht an ihm
und nicht
(s) fand er.

7 Er sprach aber zu dem Weinbergwirker (= Winzer)
Siehe! drei Jahre seit dem ich komme
suchend Frucht an dem Feigenbaum – diesem (da)
und nicht
(s) finde ich;

hau heraus also diesen!
wozu auch soll er die Erde aussaugen?

8 Der aber antwortend sagt zu ihm:
Herr,
lasse
/ erlasse/ gestatte/ verlasse ihn (auch) dieses (folgende) Jahr,
solange während/ bis  ich umgraben möge um ihn herum
und werfe Mist
(als Dünger),

9 und wohl/ vielleicht aber tut/ macht er Frucht
in dem zukünftigen
wenn aber nicht, dann wirst
/ magst du heraushauen ihn. 

* * *

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Bild zur Meditation:

„In den Dornen der Not – das Feuer der Liebe Gottes“

Dornbusch-ex3a

Mose vor brennendem Dornbusch – 17.03.2019, (c) G. M. Ehlert

Wer es mit dem lebendigen Gott zu tun bekommt,
der steht in einer Feuerzone…

wie Mose,
der in der Wüste am Gottesberg
einen brennenden Dornbusch sieht
und aus der Feuerflamme
den Anruf Gottes hört.

Aus den Dornen der Not…
– spricht der Gott des Lebens:

יהוה

=  J H W H  = ICH BIN DA – bei euch.

I.CH bin da = Jesus Christus, die menschgewordene Liebe Gottes…

* * *

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Impulse

„Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde,
heute wird getan oder auch vertan,
worauf es ankommt, wenn ER kommt!“

Lukasevangelium: 12,54 – 13,9 erzählt
von der Gnadenfrist, die uns geschenkt wird,
um das zu tun, worauf es ankommt.

Gnaden-Frist

Irgendein Weinbergbesitzer
schaut auf die Effizienz – auf den bestmöglichen Ertrag seines Weinberges.
Für ihn ist ein fruchtloser Feigenbaum darin nutzlos – ja schädlich.
Hau ihn heraus! – sein Auftrag an den Weinbergarbeiter.

Dieser Weinbergarbeiter jedoch
schaut auf den Feigenbaum, den er trotzdem mag.
Für ihn ist dieser Feigenbaum inmitten des Weinbergs nützlich,
weil er in seinem Schatten gut ausruhen kann…

Er setzt sich für den fruchtlosen Feigenbaum ein
und erwirkt vom Weinbergbesitzer eine Gnaden-frist.
Diese Zeit will er nutzen, für den Feigenbaum bestmögliche Bedingungen zu schaffen,
endlich Frucht hervorzubringen.

Doch uns zur Warnung wird gesagt:
Es gibt dennoch – bei aller Gnaden-frist – ein „zu spät“.
Darum ergreife die Chance, die deine Lebenszeit dir bietet,
kehre um! und bringe in deinem Leben Frucht hervor.

G. M. Ehlert zu Lk 12,6-9

* * *

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Links:

–> zur 1. Lesung: –> zum Gottesnamen JHWH

–> zum Antwortpsalm: Psalm 103: „Hohelied der Barmherzigkeit Gottes“ 

–> 2. Lesung: –

–> zum Evangelium: Lk 12,54 – 13,9: Gnadenfrist

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott: 3. Fastensonntag i.J. C

Gedenktage:

– 25. März: Verkündigung des Herrn = Hochfest
– 26. März: Liudger = 1. Bischof von Münster

* * *

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In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“ –
Die Namen der Sonntage der Fastenzeit / Passionszeit:
1. Fastensonntag: Invocabit
2. Fastensonntag: Reminiscere
3. Fastensonntag: Oculi
4. Fastensonntag: Laetare
5. Fastensonntag: Iudica
Palmsonntag: Palmarum
Ostern: Resurrexi

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Stand: 18. März 2019

2. Fastensonntag C

2. Fastensonntag (= „Reminiscere“) –
Jahreskreis C

Sonntag, 17. März 2019

Liturgische Texte zum 2. Fastensonntag im Jahreskreis (C)

Eröffnungsvers:

Reminiscere miserationum tuarum, Domine, et misericordiae tuae, quae a saeculo sunt: ne umquam dominentur nobis inimici nostri: libera nos Deus Israel ex omnibus angustiis nostris.

Denk an dein Erbarmen, Herr, und an die Taten deiner Huld; denn sie bestehen seit Ewigkeit. Lass unsere Feinde nicht triumphieren! Befreie uns, Gott Israels, aus all unseren Nöten.
(Ps 25,6.2.22)

2-Reminiscere

Tagesgebet
Gott, du hast uns geboten,
auf deinen geliebten Sohn zu hören.
Nähre uns mit deinem Wort
und reinige die Augen unseres Geistes,
damit wir fähig werden,
deine Herrlichkeit zu erkennen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus…

1. Lesung: aus dem Buch Genesis (Gen 15,5-12.17-18)
Abraham glaubte dem HERRN – der HERR schloss mit ihm einen Bund

Antwortpsalm: Ps 27, 1.7-8.9.13-14
„Der HERR ist mein Licht und mein Heil“

2. Lesung: aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Philippi (Phil 3,17 – 4,1)
Christus wird uns verwandeln in die Gestalt seines verherrlichten Leibes 

Ruf vor dem Evangelium (Mt 4,4b) 
Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir!
Aus der leuchtenden Wolke rief die Stimme des Vaters:
Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören.
Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir!

Evangelium nach Lukas (Lk 9,28b-36)
Während Jesus betete, veränderte sich das Aussehen seines Gewandes

* * *

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EvangelientextLk 9,28b-36 (Studienübersetzung)

28 Es geschah aber nach diesen Worten ungefähr acht Tage
und beiseite nehmend (den) Petrus und (den) Johannes und (den) Jakobus
er stieg hinauf auf den Berg, um zu beten.

29 Und es geschah in dem beten/ während er betet
das Aussehen des Gesichtes von ihm – verändert
und das Gewand von ihm leuchtend/ weiß strahlend.

30 Und siehe –
zwei Männer sprachen miteinander mit ihm
der eine, der war Mose und (der andere) Elia,

31 die waren sehend gemacht worden in Herrlichkeit/ Glanz
sie sagten den Hinausweg/ Exodus/ Ausgang/ Auszug von ihm
der im Begriff sei/ der sich sollte erfüllen/ vollständig werden in Jerusalem.

32 Der aber Petrus und die mit ihm
sie waren beschwert/ bedrückt/ belästigt worden vom Schlaf;
vollends wach werdend aber sahen sie die Herrlichkeit/ den Glanz von ihm
und die zwei Männer, die zusammenstehen (mit/ bei) ihm.

33 Und es geschah
in dem sich trennen ihrer von ihm
sprach der Petrus zu dem Jesus:
Vorsteher/ Meister/ Lehrer – ideal/ gut/ schön ist es uns, hier zu sein
und wir mögen/ können machen Geräte des Schattens/ Zelte/ Hütten – drei –
eine für dich und eine für Mose und eine für Elia
nicht (ein-)sehend was er sagte.

34 Dieses aber er sagend/ während er dieses zu ihm sagte
geschah/ wurde (eine lichte) Wolke
und überschattete diese
sie erschraken/ fürchteten sich/ bekamen Ehrfurcht in dem hineingeraten von ihnen in die (lichte) Wolke.

35 Und eine Stimme geschah aus der (lichten) Wolke sprechend:
„Dieser – er ist – der Sohn (von) mir – der auserwählte (für mich) –
(auf) diesen höret!“

36 Und in dem Geschehen der Stimme
es wird befunden Jesus allein
und diese schwiegen/ verschwiegen
und nicht einem abkündigten/ verkündigten sie in jenen der Tage
nicht eines, was sie gesehen hatten.

* * *

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Bild zur Meditation:

„Verklärung Christi“

Verklärung Christi – (c) G. M. Ehlert, 2008

Blau

Blau des weiten Himmels
Blau des tiefen Meeres 

Aus der Nähe betrachtet
sieht man nicht
das Blau der Luft des Himmels
das Blau des Wassers des Meeres 

Nur ein Blick in die Weite und Tiefe
entdeckt das Blau der Sehnsucht
das Blau des unfassbaren Geheimnisses 

Blau

Blau der Treue des himmlischen Vaters
Blau des tiefen Glaubens 

Mitten darin
Klarheit
Licht der Herrlichkeit
Gottes
Licht der Klärung:

„In Deinem Licht schauen wir das Licht…“
„Jesus Christus – Gottes geliebter Sohn – auf IHN gilt es zu hören!“ 

Alles klar?!
dann geht es hinab
kraft des Glaubens
die Treue Gottes den Menschen zu zeigen.

(G. M. Ehlert)

vgl. auch die Bildmeditation zu Mt 17,1-9

* * *

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Impulse

Aufstieg:

Heraus aus der Ebene des Alltags
Hinauf auf einen hohen Berg
– Überblick gewinnen
– Durchblick bekommen
– Ausblick erhalten.

Gipfelerfahrung:

Jesus sprach von Kreuz und Kreuzesnachfolge
Er nimmt drei Vertraute mit hinauf auf einen hohen Berg:
– Ort der Gottesbegegnung – wie bei Mose und Elija
– Ort der Gottesoffenbarung – in Jesus leuchtet Gottes Herrlichkeit auf
– Ort der Gottesmitteilung: „Dieser ist mein geliebter Sohn; auf IHN sollt ihr hören“

Abstieg: 

Wieder herein in die Ebene des Alltags –
hinab mit der Erfahrung von „Lichtsekunden“ für dunkle Stunden
– im Rückblick auf die Nähe Gottes – erneuter Hinblick auf die Menschen
– mit dem Einblick in verheißene Herrlichkeit – erneuter Anblick der Realität
– aus dem gestärkten Glauben mit erneuter Liebeskraft der verheißenen Hoffnung entgegen.

* * *

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Links:

–> zur 1. Lesung: zu Abraham

–> zum Antwortpsalm: Psalm 27: Geborgenheit in Gott

–> 2. Lesung: –

–> Evangelium: Lk 9,28-36
siehe auch: Verklärung (Markus 9,2-10) und „Ver-klärung“ (Mt 17,1-9)

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott: 2. Fastensonntag i.J. C

Gedenktage:

– 17. März: Patrick = g
– 19. März: Josef = H

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Stand: 11. März 2019

In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“ –
Die Namen der Sonntage der Fastenzeit / Passionszeit:
1. Fastensonntag: Invocabit
2. Fastensonntag: Reminiscere
3. Fastensonntag: Oculi
4. Fastensonntag: Laetare
5. Fastensonntag: Iudica
Palmsonntag: Palmarum
Ostern: Resurrexi

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

 

1. Fastensonntag C

1. Fastensonntag (= „Invocabit“) –
Jahreskreis C

Sonntag, 10. März 2019

Liturgische Texte zum 1. Fastensonntag im Jahreskreis (C)

Eröffnungsvers:

Invocabit me, et ego exaudiam eum: eripiam eum, et glorificabo eum, longitudine dierum adimplebo eum.

Wenn er mich anruft, dann will ich ihn erhören. Ich bin bei ihm in der Not, befreie ihn und bringe ihn zu Ehren. Ich sättige ihn mit langem Leben.
(Ps 91, 15f)

1-Invocavit-a

Tagesgebet
Allmächtiger Gott,
du schenkst uns die heiligen vierzig Tage
als eine Zeit der Umkehr und der Buße.
Gib uns durch ihre Feier die Gnade,
dass wir in der Erkenntnis Jesu Christi voranschreiten
und die Kraft seiner Erlösungstag
durch ein Leben aus dem Glauben sichtbar machen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus…

1. Lesung: aus dem Buch Deuteronomium (Dtn 26,4-10)
Glaubensbekenntnis des auserwählten Volkes

Antwortpsalm: Ps  91,1-2.10-11.,12-13.14-15
„HERR, sei bei mir in der Not“

2. Lesung: aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde Rom (Röm 10,8-13)
Bekenntnis der an Christus Glaubenden 

Ruf vor dem Evangelium (Mt 4,4b) 
Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir!
Nicht nur vom Brot lebt der Mensch,
sondern von jedem Wort aus Gottes Mund.
Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir!

Evangelium nach Lukas (Lk 4,1-13)
Der Geist führte Jesus in der Wüste umher, und ER wurde vom Teufel in Versuchung geführt.

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EvangelientextLk 4,1-13 – 

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Bild zur Meditation:

„Von Gottes Geist erprobt…“

Versuchung-2

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Impulse

Evangelium: Lk 4,1-13 – 

 

f-7

Jesus wurde vom Geist in die Wüste geführt;
  dort sollte er vom Teufel in Versuchung geführt werden
… und es kamen Engel und dienten ihm.“

(Mt 4,1 u. 11)

 

  • Wovon leben wir?f-1

teuflisch geschickt ist die Aufforderung:
mach dir selbst, was immer du auch haben willst:
– aus Steinen mach Brot;
– aus Geld mach Freunde;
– aus medizinischem Wissen mach Gesundheit.

Doch du, Herr Jesus, sagst:
„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.“ (Mt 4,4)f-4

Du allein kannst unseren Lebenshunger stillen,
wenn wir auf unser Haben Wollen verzichten.
Herr, erbarme dich.

  • Wem können wir wirklich vertrauen?

f-2teuflisch geschickt ist der Überzeugungsversuch – mit Berufung auf die Heilige Schrift:
überprüfe doch auf eigene Faust die Zusagen Gottes,
– dass er dich stets behüte,
– dass dir nichts Böses geschehen kann,
– dass du immer sicher getragen wirst.f-6

Doch du, Herr, sagst:
„Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.“(Mt 4,7)

Herr, du wirst unsere Glaubenskraft stärken,
wenn wir auf solches Überprüfen Wollen verzichten.
Christus, erbarme dich.

  • Vor wem gehen wir in die Knie?

f-3teuflisch geschickt ist das Versprechen:
unterwirf dich
– der Macht des Geldes;
– der Macht der allgemeinen Meinung;
– der herrschenden Mode,
dann gehört dir die ganze Welt.

Doch du, Herr, sagst:f-5
„Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.“(Mt 4,10)

Du, Herr, kannst mit uns dein Reich der Gerechtigkeit und der Liebe aufbauen,
wenn wir auf unser Teil-Haben Wollen an der Macht der Mächtigen verzichten.
Herr, erbarme dich.

Haben – gelten – herrschen wollen…
oder
… verzichten – beten – teilen können

Gott, wir möchten viel besitzen,
was unser Leben angenehm macht.
Führe uns, damit wir nicht der Versuchung erliegen
immer mehr haben zu wollen,
– an materiellen Gütern
– an all dem, was unseren Lebenshunger doch nie stillen kann.
Zeige uns im Fasten, worauf wir verzichten können,
um frei zu werden für das, was du uns geben willst.

Gott, wir wollen gut angesehen sein bei den Menschen
oder sogar im Rampenlicht stehen.
Führe uns, damit wir nicht der Versuchung erliegen,
bei den Menschen als etwas Besonderes gelten zu wollen,
– indem wir mit unseren Vorzügen prahlen
– oder indem wir unsere Fähigkeiten zur Schau tragen.
Zeige uns beim Beten, worauf wir verzichten können,
um frei zu werden für das, was du durch uns wirken willst.

Gott, wir möchten oft Einfluss haben
und unseren Willen durchsetzen.
Führe uns, damit wir nicht der Versuchung erliegen,
über andere bestimmen zu wollen,
– und andere mit unserer Macht zu beherrschen,
– oder die Güter der Erde nur für uns zu gebrauchen.
Zeige uns im solidarischen Teilen, worauf wir verzichten können,
um frei zu werden, damit deine Gerechtigkeit beginnen kann.

Gott, führe du uns,
damit wir nicht der Versuchung erliegen,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

* * *

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Links:

–> zur 1. Lesung: –

–> zum Antwortpsalm: Psalm 91: … ICH lasse ihn schauen mein(en) Heil(and)

–> 2. Lesung: –

–> Evangelium: (Arbeitsübersetzung G. M. Ehlert)
siehe auch: 
Lk 4,1-13: Versuchungen Jesu

 

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott: 1. Fastensonntag i.J. C

Gedenktage:

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

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(c) G. M. Ehlert

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Stand: 09. März 2019

In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“ –
Die Namen der Sonntage der Fastenzeit / Passionszeit:
1. Fastensonntag: Invocabit
2. Fastensonntag: Reminiscere
3. Fastensonntag: Oculi
4. Fastensonntag: Laetare
5. Fastensonntag: Iudica
Palmsonntag: Palmarum
Ostern: Resurrexi

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

 

Fastenzeit 2019

Quadragesima – Fastenzeit – österliche Bußzeit – Umkehrzeit 2019

Aschermittwoch (= 6. März 2019):
–> zur Bedeutung des Aschekreuzes
–> fasten + beten + Almosen geben

Die Namen der Sonntage der Fastenzeit/ österliche Bußzeit/ Passionszeit:
1. Fastensonntag: Invocabit – (10. März 2019)
2. Fastensonntag: Reminiscere – (17. März 2019)
3. Fastensonntag: Oculi – (24. März 2019)
4. Fastensonntag: Laetare – (31. März 2019)
5. Fastensonntag: Iudica – (7. April 2019)
Palmsonntag: Palmarum – (14. April 2019)

Ein Merkvers: „In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“

In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“

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1. Fastensonntag („Invocabit“) im Lesejahr C

10. März 2019

Eröffnungsvers:

Invocabit me, et ego exaudiam eum:
eripiam eum, et glorificabo eum,
longitudine dierum adimplebo eum.

Wenn er mich anruft, dann will ich ihn erhören.
Ich bin bei ihm in der Not, befreie ihn und bringe ihn zu Ehren.
Ich sättige ihn mit langem Leben.
(Ps 91, 15f)

1-Invocavit-a

1. Lesung: Dtn 26,4-10 –
Glaubensbekenntnis des auserwählten Volkes

Antwortpsalm: aus Psalm 91 – HERR, sei bei mir in der Not
–> zu Psalm 91: … ICH lasse ihn schauen mein(en) Heil(and)

2. Lesung: Röm 10,8-13 –
Bekenntnis der an Christus Glaubenden 

Evangelium: Lk 4,1-13 –
Gottes Geist führte Jesus in der Wüste umher, und dabei wurde er vom Teufel in Versuchung geführt
–> Lk 4,1-13: Versuchungen Jesu 

Liturgische Texte – siehe auch Schott: 1. Fastensonntag C




2. Fastensonntag („Reminiscere“) im Lesejahr C

17. März 2019

Eröffnungsvers:

Reminiscere miserationum tuarum, Domine, et misericordiae tuae, quae a saeculo sunt: ne umquam dominentur nobis inimici nostri: libera nos Deus Israel ex omnibus angustiis nostris.

Denk an dein Erbarmen, Herr, und an die Taten deiner Huld; denn sie bestehen seit Ewigkeit. Lass unsere Feinde nicht triumphieren! Befreie uns, Gott Israels, aus all unseren Nöten.
(Ps 25,6.2.22)

2-Reminiscere

1 Lesung: Gen 15,5-12.17-18
Abraham glaubte dem HERRN – der HERR schloss mit ihm einen Bund
zu Abraham siehe: Abraham

Antwortpsalm: aus Psalm 27 – Der HERR ist mein Licht und mein Heil
–> zu Psalm 27: Geborgenheit in Gott

2. Lesung: Phil 3,17 – 4,1
Christus wird uns verwandeln in die Gestalt seines verherrlichten Leibes

Evangelium: Lk 9,28b-36
Während Jesus betete, veränderte sich das Aussehen seines Gewandes
siehe: Verklärung (Markus 9,2-10) und „Ver-klärung“ (Mt 17,1-9)

Liturgische Texte – siehe auch Schott: 2. Fastensonntag C

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3. Fastensonntag („Oculi“) im Lesejahr C

24. März 2019

Eröffnungsvers:

Oculi mei semper ad Dominum, quia ipse evellet de laqueo pedes meos. Respice in me et miserere mei, quoniam unicus et pauper sum ego.

Meine Augen schauen stets auf den Herrn; denn er befreit meine Füße aus dem Netz. Wende dich zu mir und sei mir gnädig, denn ich bin einsam und gebeugt.
(Ps 25,15f)
3-Oculi-a

1. Lesung: Ex 3,2-8a.13-15:
Berufung des Mose am brennenden Dornbusch – die Offenbarung des Namens Gottes „Ich-bin-da“
–> zum Gottesnamen JHWH

Antwortpsalm: aus Psalm 103Gnädig und barmherzig ist der HERR, voll Langmut und reich an Güte
–> zu Psalm 103: „Hohelied der Barmherzigkeit Gottes“

2. Lesung: 1 Kor 10,1-6.10-12:
Das Leben des Volkes mit Mose in der Wüste wurde uns zur Warnung aufgeschrieben

Evangelium Lk 13,1-9:
Ihr werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt

Liturgische Texte – siehe auch Schott: 3. Fastensonntag C

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4. Fastensonntag („Laetare“) im Lesejahr C

31. März 2019

Eröffnungsvers:

Laetare Ierusalem: et conventum facite, omnes qui diligitis eam; gaudete cum laetitia qui in tristitia fuistis, ut exultetis, et satiemini ab uberibus consolationis vestrae.

Freue dich, Stadt Jerusalem! Seid fröhlich mit ihr, alle, die ihr traurig wart.
Freut euch und trinkt euch satt an der Quelle göttlicher Tröstung.
(vgl. Jes 66,10f)

4-Laetare

1. Lesung: Jos 5,9a.10-12:
Pascha nach dem Einzug ins Gelobte Land

Antwortpsalm: aus Psalm 34 – Kostet und seht, wie gütig der HERR ist!
–> zu Psalm 34: Das ABC der Größe Gottes

2. Lesung: 2 Kor 5,17-21:
Gott hat uns durch Christus mit sich versöhnt

Evangelium Lk 15,1-3.11-32:
Gleichnis vom Barmherzigen Vater
–> Das Gleichnis vom barmherzigen Vater
und dem “wieder-nach-Hause-finden” der beiden Söhne

–> Lk 15,1-32 Drei Gleichnisse Jesu vom Aufruf zur Mitfreude; Freude im Himmel

Liturgische Texte – siehe auch Schott: 4. Fastensonntag C

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5. Fastensonntag („Iudica“) im Lesejahr C

7. April 2019

Eröffnungsvers:

Iudica me, Deus, et discerne causam meam de gente non sancta; ab homine iniquo et doloso eripe me, quia tu es Deus meus et fortitudo mea.

Verschaff mir Recht, o Gott, und führe meine Sache gegen ein treuloses Volk! Rette mich vor bösen und tückischen Menschen, denn du bist mein starker Gott.
(Ps 43,1f)

5-Iudica

1. Lesung: Jes 43,16-21
„Seht her, ich schaffe Neues; ich tränke mein Volk“

Antwortpsalm: aus Psalm 126
–> zu Psalm 126: Heimkehrer – mit Tränen säen – mit Jubel ernten

2. Lesung: Phil 3,8-14
„Um Christi willen habe ich alles aufgegeben – sein Tod soll mich prägen“

Evangelium: Joh 8,1-11:
„Jesus und die Ehebrecherin“
–> Joh 8,1-11 Jesus und die Ehebrecherin

Liturgische Texte – siehe auch Schott: 5. Fastensonntag C

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Palmsonntag (Lesejahr C)

14. April 2019

Statio: FEIER DES EINZUGS CHRISTI IN JERUSALEM

Lk 19,28-40
Gesegnet sei der König, der kommt im Namen es Herrn!
–> siehe: Lk 19.28-40

Palmsonntag1a

Einzug Jesu in Jerusalem – (c) G. M. Ehlert

Messfeier:

Jes 50,4-7
Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen, doch ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate.
–> siehe: Drittes Lied vom Gottesknecht

Ps 22 (21),8-9.17-20.23-24
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
–> siehe zu Psalm 22Geschehen auf Golgatha

Phil 2,6-11
Christus Jesus erniedrigte sich; darum hat ihn Gott über alle erhöht.
–> siehe zu Phil 2,5-11 Hymnus von Entäußerung u. Erhöhung des Sohnes Gottes 

Lk 22,14 – 23,56
Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus
–> siehe zur Passion Christi: 
 3. Synopse Passion
–> siehe auch: Palmsonntag

–> siehe auch: Psalm 118: Der “Palmsonntagspsalm

–> siehe auch: Psalm 24: Einzug des “Königs der Herrlichkeit” in sein Eigentum

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Die Namen der Sonntage der Fastenzeit/ österliche Bußzeit/ Passionszeit:
1. Fastensonntag: Invocabit – (10 März 2019)
2. Fastensonntag: Reminiscere – (17. März 2019)
3. Fastensonntag: Oculi – (24. März 2019)
4. Fastensonntag: Laetare – (31. März 2019)
5. Fastensonntag: Iudica – (7. April 2019)
Palmsonntag: Palmarum – (14. April 2019)

Ein Merkvers: „In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“

In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“

siehe auch:
1. Fastensonntag B (Mk 1,12-15): vgl. Versuchungen Jesu in der Wüste
2. Fastensonntag B (Mk 9,2-10): Verklärung Jesu auf dem Berg
3. Fastensonntag B (Joh 2,13-35): Tempelreinigung
4. Fastensonntag A (Joh 9,1-41): Licht des Lebens
5. Fastensonntag A (Joh 11,1-45): Auferweckung des Lazarus
Palmsonntag A: Passion Jesu Die Heilige Woche
und Karwoche – (Palmsonntag – Ostern)

 

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 04. März 2019

Frucht des Herzens (8.C)

8. Sonntag im Jahreskreis C

Sonntag, 3. März 2019

Liturgische Texte zum 8. Sonntag im Jahreskreis (C)

Eröffnungsvers (Ps 18,19.20)
Der HERR wurde mein Halt.
Er führte mich hinaus ins Weite,
er befreite mich, denn er hat an mir Gefallen.

Tagesgebet
Allmächtiger Gott,
deine Vorsehung bestimmt den Lauf der Dinge
und das Schicksal der Menschen.
Lenke die Welt in den Bahnen deiner Ordnung,
damit die Kirche
in Frieden deinen Auftrag erfüllen kann.
Darum bitten wir durch Jesus Christus…

1. Lesung: aus dem 1. Buch Jesus Sirach (Sir 27,4-7)
„Lobe keinen Menschen, ehe du ihn beurteilt hast“

Antwortpsalm: Ps 92,2-3.13-14.15-16
„Wie schön ist es, dem HERRN zu danken.“

2. Lesung: aus dem 1. Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth (1 Kor 15,54-58)
„Gott hat uns den Sieg geschenkt durch Jesus Christus“

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Phil 2,15d.16a)
Halleluja. Halleluja.
Haltet fest am Worte Christi;
dann leuchtet ihr als Lichter in der Welt.
Halleluja!

Evangelium nach Lukas (Lk 6,39-45)
Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund

* * *

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EvangelientextLk 6,39-45 (Arbeitsübersetzung von G. M. Ehlert)

39 Er (= Jesus) sprach aber auch in (einer) Parabel zu ihnen

Kann etwa ein Blinder/ Verblendeter – einen Blinden/ Verblendeten führen?
Fallen nicht etwa beide in die Grube/ Zisterne hinein?

40 Nicht ist (der) Jünger/ Schüler über dem Lehrer/ Meister –
„von oben herab vollkommen gemacht“ aber jeder/ = aber jeder, der alles gelernt hat (wird sein) wie sein Lehrer/ Meister.

I. Hören und Sehen – mit einem klaren Blick

41 Was aber erblickst/ beachtest du – das Reisig/ den Splitter
das in dem Auge/ Blickenden deines Nächsten (ist)
aber den Balken, der in dem eigenen Auge/ Blickenden (ist) bemerkst du nicht/ richtest deinen Verstand nicht auf ihn?

42 Wie vermagst du zu sagen zu deinem Bruder (oder zu deiner Schwester):
Bruder (oder Schwester), gestatte, dass ich herausziehe das Reisig/ den Splitter/ das Ausgetrocknete (= karfos)
das in deinem Auge/ Blickenden (ist)
desgleichen, den Balken in deinem Auge/ Blickenden nicht beachtend?

O Heuchler/ Vortäuscher/ Blender!

Werfe heraus zuerst den Balken aus deinem Auge/ Blickenden
und dann wirst/ kannst du um dich blicken den Reisig/ Splitter
der in dem Auge/ Blickenden deines Nächsten (ist) herauszuwerfen.

II. Unterscheiden – im Blick auf die Frucht

43 Nicht nämlich ist (der) Baum – ein schöner/ idealer/ guter –
der macht in Fäulnisübergehende/ verderbliche Frucht; (= karpos)
auch nicht wiederum ein Baum – in Fäulnis übergehend/ verderblicher Baum,
der macht schöne/ ideale/ gute Frucht.

44 Jeden Baum nämlich – an der eigenen Frucht wird er erkannt;
nicht nämlich aus Disteln sammelt man Feigen
nicht aber/ und nicht aus (einem) Dornstrauch – man eine Weintraube erntet.

III. Handlungsoptionen – aus der Fülle des Herzen

45 Der gute/ wohlwollende Mensch bringt zum Vorschein
aus dem guten/ wohlwollenden Schatz des Herzens das Gute/ Wohlwollende

und der Üble* aus dem Üblen* bringt zum Vorschein
das Üble*

nämlich aus dem Übermaß/ Überfließen des Herzens redet sein Mund

* ponäros = a) das moralisch Verwerfliche = das Böse
.                  = b) das objektiv Mühsame u. Schmerzliche

 

* * *

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Bild zur Meditation:

„Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund“ –
Was lasse ich in mein Herz hinein?

Lk-6-39a

Worauf richte ich meinen Blick? – zu Lk6,39-45; (c) G. M. Ehlert

* * *

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Impulse

Der Axtdieb:

Ein Mann fand eines Tages seine Axt nicht mehr.
Er suchte und suchte, aber sie blieb verschwunden.
Er wurde ärgerlich und verdächtigte den Sohn seines Nachbarn,
die Axt gestohlen zu haben.

Er beobachtete den Sohn seines Nachbarn ganz genau.
Und tatsächlich: Der Gang des Jungen war der Gang eines Axtdiebs.
Die Worte, die er sprach, waren die Worte eines Axtdiebs.
Sein ganzes Wesen und sein Verhalten waren die eines Axtdiebs.

Am Abend fand der Mann die Axt unter einem großen Holzstapel.

Am nächsten Morgen sah er den Sohn seines Nachbars erneut.
Sein Gang war nicht der eines Axtdiebes.
Seine Worte waren nicht die eines Axtdiebes
und auch sein Verhalten hatte nichts von einem Axtdieb.

nach Lao Tse

 

* * *

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

(aus dem Talmud = mündliche Lehre der Gesetze und religiösen Überlieferungen des Judentums nach der Babylonischen Gefangenschaft)

* * *

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Links:

–> zur 1. Lesung: –

–> zum Antwortpsalm: Psalm 92: Köstlich ist es, dem HERRN zu danken

–> 2. Lesung:

–> Evangelium: (Arbeitsübersetzung G. M. Ehlert)
siehe auch: „Die Feldrede Jesu im Lukasevangelium

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott: 8. Sonntag C

Gedenktage:

  • 3. März = Karnevalssonntag, 4. März = Rosenmontag –> Karneval
  • 6. März: Aschermittwoch (= Beginn der 40-tägigen österlichen Bußzeit)

* * *

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 25. Februar 2019

Maß der Liebe (7.C)

7. Sonntag im Jahreskreis C

Sonntag, 24. Februar 2019

Liturgische Texte zum 7. Sonntag im Jahreskreis (C)

Eröffnungsvers (Ps 13,6)
HERR, ich baue auf deine Huld,
mein Herz soll über deine Hilfe frohlocken.
Singen will ich dem HERRN, weil er mir Gutes getan hat.

Tagesgebet
Barmherziger Gott,
du hast durch deinen Sohn zu uns gesprochen.
Lass uns immer wieder über dein Wort nachsinnen,
damit wir reden und tun, was dir gefällt.
Darum bitten wir durch Jesus Christus…

1. Lesung: aus dem 1. Buch Samuel (1 Sam 26,2.7-9.12-13.22-23)
„Der HERR hat dich in meine Hand gegeben;
doch ich wollte mich an dir nicht vergreifen“

Antwortpsalm: Ps 103,12.3-4.8 u. 10.12-13   
„Gnädig und barmherzig ist der HERR,
voll Langmut und reich an Güte.“

2. Lesung: aus dem 1. Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth (1 Kor 15,45-49)
„Wenn Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos“

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Joh 13,34)
Halleluja. Halleluja.
(So spricht der Herr):
Ein neues Gebot gebe ich euch:
Wie ich euch geliebt hab, so sollt auch ihr einander lieben.
Halleluja!

Evangelium aus dem Evangelium nach Lukas (Lk 6,27-38)
Seid barmherzig, wie es euer Vater ist

* * *

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EvangelientextLk 6, 27-31;    32-36;    37-38

Euch, die ihr mir zuhört, sage ich:

I. Was wir tun sollen

Liebt eure Feinde;
tut denen Gutes, die euch hassen.
Segnet die, die euch verfluchen;
betet für die, die euch misshandeln.

Dem, der dich auf die eine Wange schlägt,
halte auch die andere hin,
und dem, der dir den Mantel wegnimmt,
lass auch das Hemd.

Gib jedem, der dich bittet;
und wenn dir jemand etwas wegnimmt,
verlang es nicht zurück.

Was ihr von anderen erwartet,
das tut ebenso auch ihnen.

II. Wem wir dies tun sollen

Wenn ihr nur die liebt, die euch lieben,
welchen Dank erwartet ihr dafür?
Auch die Sünder lieben die, von denen sie geliebt werden.

Und wenn ihr nur denen Gutes tut, die euch Gutes tun,
welchen Dank erwartet ihr dafür?
Das tun auch die Sünder.

Und wenn ihr nur denen etwas leiht,
von denen ihr es zurückzubekommen hofft,
welchen Dank erwartet ihr dafür?
Auch die Sünder leihen Sündern in der Hoffnung,
alles zurückzubekommen.

Ihr aber sollt eure Feinde lieben
und sollt Gutes tun und leihen,
auch wo ihr nichts dafür erhoffen könnt.

Dann wird euer Lohn groß sein,
und ihr werdet Söhne des Höchsten sein;
denn auch er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.

Werdet barmherzig,
wie auch euer Vater barmherzig ist!

III. Mit welchem Maß wir es tun sollen

Richtet nicht,
dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden.

Verurteilt nicht,
dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden.

Erlasst einander die Schuld,
dann wird auch euch die Schuld erlassen werden.

Gebt,
dann wird auch euch gegeben werden.
In reichem, vollem, gehäuftem, überfließendem Maß
wird man euch beschenken;

denn

nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt,
wird auch euch zugeteilt werden.

(Lk 6,27-38)

* * *

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Bild zur Meditation:

„Das Maß der Liebe (Gottes) ist ohne Maß zu lieben“

lk-6-27-38a

allumfassende Barmherzigkeit (zu Lk 6,27-38), (c) G. M. Ehlert

* * *

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Impulse

Jesu Liebesgebot ist radikal

1. Menschliches Vergeltungsdenken: „Wie du mir, so ich dir!“
allg. menschliche Erkenntnis: Gleiches ist mit Gleichem zu vergelten: „Wie du mir, so ich dir!“ – „Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“
= Die Goldene Regel:
„Was ihr von anderen erwartet, das tut auch ihnen.“

2. Jesus geht weit über das vernünftige Maß hinaus
Er will,
1. dass wir – seine Jünger – die Spirale der Gewalt aktiv durchbrechen.
„Besiege das Böse durch das Gute!“
–> Entfeindungsliebe –
2. dass wir über den vernünftigen Tausch-Bereich der (Geschäfts-)Partner hinaus bereit werden etwas zu verschenken dort, wo keine Gegenleistung zu erwarten ist.
–> Geben, ohne Gegenleistung zu erwarten
3. dass wir die Position der Überlegenheit nicht ausnutzen, um andere zu richten, zu verurteilen; sondern so nutzen, dass wir
–> „Gnade vor Recht“ walten lassen.
„Werdet barmherzig, wie es auch euer Vater ist!“ (Lk 6,36)

Zusammenfassung: „Gebt – ohne Berechnung, nach dem Maß der Barmherzigkeit,
dann wird euch auch nach diesem Maß gegeben werden.“

Jesu Begründung: So handelt Gott

Vorbild und Begründung für ein solch radikales „ganz anderes Verhalten“ wie es Jesus verkündet und selber lebt
ist Gottes Vollkommenheit, d.h. seine bedingungs- und schrankenlose Barmherzigkeit.
„Denn auch Er – Gott – ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.
Er lässt die Sonne seiner Liebe aufgehen über Gerechte und Ungerechte.“
Gott handelt nicht nach dem Vergeltungsprinzip, sondern nach dem Vergebungsprinzip.
Von dieser Grunderfahrung her lässt sich die Aufforderung Jesu allein verstehen:
„Werdet barmherzig, wie es auch euer Vater ist!“

Jesus will das Böse von der Wurzel her überwinden –
indem er auf den guten Kern aufbaut, der in jedem Mensch vorhanden ist.

Nicht nur Feindesliebe – sondern Entfeindungsliebe
= ein faszinierendes Ideal, aber:

3. Einwände: Das geht doch nicht in unserer Welt! –
Das funktioniert doch nicht! –
Lässt sich so etwa die Spirale der Gewalt im Nahen Osten überwinden?
Oder bei uns die vielen Prozesse vor Gericht vorher lösen?
Ist Jesus mit dieser radikalen Forderung nicht doch ein welt-fremder Spinner – ein fantastischer Idealist?

Jesu Liebesgebot will uns nicht überfordern –
sondern herausfordern
• Die gegnerische Energie sich zu nutze machen!
Bsp. japanische Kampfeskunst: Aikido
Eher eine Bewegung mit als gegen den Gegner.
• mit dem Gegner schimpfen – nicht gegen ihn.
Bsp. Strategien zur Konfliktentschärfung:
„An Ihrer Stelle wäre ich sicherlich genau so ärgerlich…“

4. Dieses Evangelium wörtlich nehmen?! –
Ermutigende Beispiele sind selten, aber sie gibt es!

  • Wer dich auf die rechte Wange schlägt, dem halte auch die andere hin
    So verrückt ist doch wohl keiner? – Doch!
    Der Priester Klemens Maria Hofbauer, der Apostel Wiens, liebte vor allem die armen Menschen. Eines Tages ging er wieder mit seinem Hut durch eine Gaststätte, um für die Notleidenden Geld zu sammeln. Dabei kam er auch zu einem Mann, der alles hasste, was mit der Kirche zu tun hatte.
    Der fuhr ihn an:
    „Wie kommen Sie dazu, mich um Geld zu bitten?“
    Und er spuckte dem Priester ins Gesicht.Dieser zog ruhig sein Taschentuch heraus, machte sich das Gesicht wieder sauber
    und sagte dann ganz bescheiden: „Das war für mich.
    Nun geben Sie mir bitte noch etwas für meine Armen.“
    Und er hielt ihm erneut den Hut hin. –
    Es wird berichtet, dass dieser Mann so beeindruckt war,
    dass er ihm den ganzen Inhalt der Geldbörse in den Hut schüttete.
    .
  • Wer dir den Rock wegnimmt, dem lass auch das Hemd.
    Es wird von einem erzählt, der wurde von Räubern überfallen und ausgeplündert. Als sie ihm alles Wertvolle genommen hatten, fragten sie ihn: War das alles? –
    Er sagte: „Ja!“ –
    Kaum waren die Räuber mit ihrer Beute verschwunden, da fiel ihm ein, dass noch ein paar Geldtaler in seinem Rock eingenäht waren. Er lief den Räubern nach und bekannte seinen Irrtum und bot sie ihnen an.
    Die Angesprochenen waren so verdutzt, dass sie ihm all ihre Beute wieder zurückgaben.

Die Aufforderung, die Feinde zu lieben, oder selbst Halunken gegenüber gut zu sein, ist eine Einladung zur Entdeckung, dass unter der Oberfläche des Lebens etwas anderes als das Prinzip der Gegenseitigkeit gültig ist.

5. Wie Gott zu mir, so ich zu anderen

Das übliche Prinzip der Gegenseitigkeit:
„Wie du mir, so ich dir!“
Das neue Prinzip der Gegenseitigkeit:
„Wie Gott zu mir, so soll ich zu anderen sein!“

Ich höre aus dem heutigen Evangelium einen Appell heraus:
Entdecke, wie Gott dich behandelt (hat)
und lerne, anderen gegenüber genau so zu handeln.

Wer entdeckt, wie Gott uns beschenkt, hat so viel,
dass er nicht mehr abwägen und berechnen muss,
bevor er selbst schenken kann.

Ob das auch im großen politischen Bereich funktioniert? –
Ich weiß es nicht, aber
sollte uns das daran hindern, im kleinen Bereich
damit anzufangen die Aufforderungen Jesu umzusetzen?

* * *

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Links:

–> zur 1. Lesung: –

–> zum Antwortpsalm: Psalm 103: „Hohelied der Barmherzigkeit Gottes“

–> 2. Lesung:

–> Evangelium: Lk 6,27-38 (Arbeitsübersetzung G. M. Ehlert)
siehe auch: „Die Feldrede Jesu im Lukasevangelium

–> Gebet: „Werkzeug des Friedens

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott: 7. Sonntag C

Gedenktage:

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 23. Februar 2019