Pauli Bekehrung 25.01.

Fest der Bekehrung des hl. Apostels Paulus – 25. Januar

Ein Fest der Bekehrung des Apostels Paulus ist seit dem 8. Jahrhundert in Gallien bezeugt.

zu den liturgischen Texten siehe: Schott: 25. Januar: Fest der Bekehrung des hl. Apostels PaulusDie Bekehrung des Saulus zum Paulus  Zeichnung von G. M. Ehlert 1994

zu Paulus siehe auch: – Petrus und Paulus

Das Fest „Pauli Bekehrung“ bildet den Abschluss der „Weltgebetswoche für die Einheit der Christen“, welche immer vom 18. bis 25. Januar stattfindet.

Diese ökumenisch begangene Gebetswoche hat eine lange Geschichte.
Grundlage ist das sog. Hohepriesterliche Gebet Jesu im Abendmahlssaal (Joh 17), wo Jesus selbst darum bittet, das die Jünger Jesu eins seien, damit die Welt glaube.
Im 18. u. 19. Jahrhundert gab es in den verschiedenen Kirchen Gebetstage um die Einheit der Kirchen.

1907 wurde eine Gebetswoche um die Einheit der Christen genau zwischen „Petri Stuhlfeier“ (das bis zur Liturgiereform am 18. Januar begangen wurde – seither am 22. Februar)  und Pauli Bekehrung eingefügt. 1909 bekam die Gebetsordnung den Segen Papst Pius X., sein Nachfolger Benedikt XV. machte sie für seine ganze Kirche verbindlich.

Zu den Förderern dieser Gebetswoche gehörte der französische Priester Paul Coutourier. Er sagte:

„Um sich miteinander zu einigen, müssen wir einander lieben.
Um einander lieben zu können, müssen wir einander kennen.
Um einander kennenzulernen, müssen wir einander treffen.“

Fest der Bekehrung des hl. Apostels Paulus – 25. Januar

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Ein Zwischen-fall vor Damaskus – Pauli Bekehrung – (c) G. M. Ehlert, 25.01.2017

Bildlegende: rechts oben: Das Christusmonogramm: =  „Chi-Ro“ = Christus
und darunter der Gottesname: יהוה – JHWH = der „Werdenmachende“ ;
darunter der Davidstern und ein Stadttor – klar strukturiert,
doch diese Strukturen fallen wie ein Kartenhaus zusammen,
der פְּרוּשִׁים peruschim = Pharisäer = ‚Abgesonderte‘ ,שָׁאוּל Scha’ul= Saul = der Erbetene
fällt zu Boden und mit ihm sein bisheriges festgefügtes Welt- und Gottesbild.
Die Briefrolle mit der Aufschrift: „LEX“ = „Gesetz“ fällt aus seiner Hand.

Geblendet vom himmlischen Licht erhebt er schwach seine linke Hand zur Abwehr.
Sein Gesicht wendet er uns zu und schaut zugleich nach innen, er spürt, wie der Geist Gottes (= in Gestalt einer Taube dargestellt) sein Herz ergreift und verwandelt.
Seine rechte Hand ist ausgestreckt, um sich helfen zu lassen, mit der neuen Situation zurecht zu kommen.

Oben links steht in griechischer Schrift der Anfang seines Briefes an die Römer:
1 Pa>àloj doàloj Cristoà ‚Ihsoà klhtÕj ¢pÒstoloj cfwrism>noj eÄj eÙaggelion qeou =
Paulus, Knecht Christi Jesu, berufen zum Apostel, ausgesondert für das Evangelium Gottes

 

EIN ZWISCHEN-FALL VOR DAMASKUS

EIN FALL
DES LICHTES
VON OBEN

ES WIRFT IHN UM
DIESER VORFALL MIT DEM HEREINFALLENDEN LICHT
WIE EIN KARTENHAUS BRICHT EIN WELTBILD ZUSAMMEN

SEINE HAND – ZAGHAFT ERHOBEN
ZUM SCHUTZ VOR DEM BLENDENDEN LICHT
DA LIEGT ER AM BODEN – DER PHARISÄER SAUL

AUS DER HAND GEFALLEN
DIE ROLLE DES GESETZES
NUN IST ER OFFEN FÜR GOTTES LICHTEN EINFALL

EIN ANFALL
EIN AUSFALL DER SINNE
EIN SEHEN UND HÖREN DER GÖTTLICHEN STIMME:

DIE EIN MISSFALLEN AM BISHERIGEN EIFER HAT
DER ES GEFÄLLT – WEGE ZU DURCHKREUZEN
DIE EIN WOHLGEFALLEN FINDET AN DEM – DER VOLLER EIFER    CHRISTUS FOLGT

SO WIRD DIESER ZWISCHENFALL VOR DAMASKUS
DIESER ÜBERFALL DES GÖTTLICHEN LICHTES
ZU EINEM WAHREN GLÜCKSFALL

AUS DEM FALLEN STELLENDEN CHRISTENVERFOLGER SAULUS
WIRD
DER AUFFALLEND EIFRIGE CHRISTUSNACHFOLGER PAULUS

(G. M. Ehlert, zum Fest Pauli Bekehrung 2017)

 

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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