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6. Sonntag A

6. Sonntag im Jahreskreis A

Sonntag, 16. Februar 2020

1. Lesung: (Sir 15,15-20) Gottes Lebensweisungen
2. Lesung: (1 Kor 2,6-10)  Das Große, das Gott den Liebenden bereitet hat...
Evangelium: (Mt 5,17-37) Superthesen Jesu 

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Jahreslosung 2017

Die Verheißung eines neuen Lebens:
(Ezechiel 36,16-38)

Das Wort des Herrn erging an mich:
(Hör zu), Menschensohn! …sag zum Haus Israel:
So spricht Gott, der Herr:

… Ich hole euch heraus aus den Völkern,
ich sammle euch aus allen Ländern und bringe euch in euer Land.
Ich gieße reines Wasser über euch aus, dann werdet ihr rein.
Ich reinige euch von aller Unreinheit und von allen euren Götzen.

 jahreslosung-2017-9a
Jahreslosung 2017 – Grafik © G. M. Ehlert, 03.12.2016

Ich schenke euch ein neues Herz
und lege einen neuen Geist in euch.
Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust
und gebe euch ein Herz von Fleisch.
Ich lege meinen Geist in euch
und bewirke, dass ihr meinen Gesetzen folgt
und auf meine Gebote achtet und sie erfüllt.
Dann werdet ihr in dem Land wohnen, das ich euren Vätern gab.
Ihr werdet mein Volk sein, und ich werde euer Gott sein.  

zum Advent 2016

Taufe Jesu

Mit dem Fest der „Taufe des Herrn“ am Sonntag nach Epiphanias (Hl. Drei Könige) schließt der Weihnachtsfestkreis

Mit der Taufe Jesu im Jordan durch Johannes den Täufer beginnt nach ca. 30 Jahren des verborgenen Lebens nun sein ca. 3-jähriges öffentliches Wirken.

Jesus setzt eine symbolträchtige Handlung an den Beginn seines öffentlichen Wirkens. Er lässt sich von Johannes dem Täufer taufen d.h. er stellt sich in eine Reihe mit all denen, die bereit sind, zu Gott zurückzukehren.

Diese Taufe findet statt am tiefsten Punkt der Erdoberfläche. (ca. 395 m unter dem Meeresspiegel.

Hier zog einst das Volk Israel „über den Jordan“ hinein ins gelobte Land – angeführt durch Joschua. Nun zieht das „neue Volk Israel“ unter dem neuen Joschua = Jesus hinein ins Reich Gottes, das in der Gemeinschaft mit Jesus seinen Anfang nimmt.

Das Evangelium vom Fest „Taufe des Herrn“ (im Lesejahr B = 11.01.2015):

Mk 1,1 Anfang*
des Evangeliums*
Jesu*
Christi*
(des) Sohnes Gottes

2 Genauso wie geschrieben worden ist
in dem (Buch des) Jesaja,
dem Propheten

3 „Siehe,
ich werde absenden meinen Boten
vor deinem Angesicht
welcher bereiten wird
deinen Weg (= Highway = Prachtstraße).

4 Stimme (eines laut) Rufenden
in der Ödnis:
stellt her den Weg des Herrn (= Herrscher, Gebieter),
gerade machet seine Tretpfade.“

5 (Genauso) geschah es* /es wurde (geboren)* Johannes,
der Eintauchende,
in der Ödnis
und (laut) verkündend
(das) Eintauchen (des) Umdenkens*
hinein in (die) Erlassung (der) Sünden/Verfehlungen.

6 Und es ging hinaus zu ihm
jedweder des judäischen Landes
und die Jerusalemer jedweder
und wurden eingetaucht von ihm
in dem Jordan-Fluss
herausbekennend der eigenen Sünden/Verfehlungen.

7 Und es war der Johannes
bekleidet mit (einem Gewand aus) Haaren (der) Kamele
und (mit einem) ledernen Gürtel
um seine Hüften
und verzehrend
Heuschrecken und Honig (der) Wildnis.

8 Und (laut) verkündete er sagend:
„es kehrt wieder der Stärkere als ich
nach/hinter mir
welcher ich bin nicht hinlänglich,
niederbeugend zu lösen
die Riemen der Sandalen von ihm.

9 Ich tauche euch ein (im) Wasser,
er aber, er wird eintauchen euch
in Heiligem Geist.“

10 Und es geschah in jenen Tagen
Jesus aus Nazaret (in) Galiläa kam
und er ließ sich untertauchen in den Jordan
von Johannes.

11 Und sogleich heraufsteigend aus dem Wasser
sah er die Himmel zerrissen
und den Geist wie (eine) Taube herabsteigend
und auf ihn bleibend.

12 Und (eine) Stimme wurde aus den Himmeln:
„Du, du bist mein der Sohn der geliebte,
an dir wohlmeine ich.“

Johannes tauft Jesus im Jordan
(= Fest Taufe des Herrn = 11. Januar 2015)
+
Er sagt: Seht, das Lamm Gottes,
das die Sünde der Welt hinwegnimmt.
(= 2. Sonntag im Jahreskreis A = 19. Januar 2014)
Gedanken zum Evangelium Johannes 1,29-34: siehe „Zeugnistag

Zwei Begegnungen zwischen Jesus mit Johannes in einem Bild:

Johannes tauft Jesus im Jordan  +  Seht, das Lamm Gottes,  das die Sünde der Welt hinwegnimmt. Bild von G.M. Ehlert 2002

1. Johannes, der Täufer wirkt in der Wüste Juda am Unterlauf des Jordan und verkündet Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden.
So kommt auch Jesus zu Beginn seines öffentlichen Wirkens zu ihm und lässt sich von ihm im Jordan taufen.

Davon berichten Matthäus, Markus und Lukas in ihren Evangelien.

z.B. Mt 3,13-17: (Evangelium am Fest der Taufe des Herrn – Lesejahr A)

Zu dieser Zeit kam Jesus von Galiläa
an den Jordan zu Johannes,
um sich von ihm taufen zu lassen.

Johannes aber wollte es nicht zu lassen
und sagte zu ihm:

„Ich müsste von dir getauft werden,
und du kommst zu mir?“

Jesus antwortete ihm:

„Lass es nur zu,
denn nur so können wir die Gerechtigkeit,
die Gott fordert, ganz erfüllen.“

Da ließ Johannes es zu.

Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen,
da öffnete sich der Himmel,
und er sah den Geist Gottes wie eine Taube
auf sich herabkommen.

Und eine Stimme aus dem Himmel sprach:

„Das ist mein Sohn, der Geliebte,
an dem ich Gefallen gefunden habe.“

2. Ein weiteres Mal begegnet Jesus Johannes wieder
als Johannes sich in Betanien, jenseits des Jordans (in der Nähe vom See von Galiläa) aufhält.
Von dieser weiteren Begegnung berichtet der Evangelist Johannes in seinem Evangelium. Joh 1,29-34 (= Evangelium am 2. Sonntag im Jahreskreis A)

Am folgenden Tag sieht er Jesus auf sich zukommen und sagt:

„Seht, das Lamm Gottes,
das die Sünde der Welt hinwegnimmt.
Dieser ist es, von dem ich gesagt habe:
Nach mir kommt einer, der mir voraus ist,
weil er vor mir war.
Auch ich kannte ihn nicht.
Aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser,
um Israel mit ihm bekanntzumachen.“

Und Johannes bezeugte:

Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam
wie eine Taube
und auf ihm blieb.

Auch ich kannte ihn nicht;
aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen,
er hat mir gesagt:
Auf wen du den Geist herabkommen siehst
und auf wem er bleibt,
der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft.

Das habe ich gesehen,
und ich bezeuge:

Er ist der Sohn/der Erwählte Gottes.

3.
Am folgenden Tag stand Johannes wieder
da
und zwei von seinen Jüngern.

Indem er auf Jesus blickte,
der vorüberging,
sagte er:
„Seht, das Lamm Gottes.“

Und die beiden Jünger hörten ihn so reden
und folgten Jesus.

(Joh 1,35-37)

Bild von Georg Michael Ehlert
zum Fest der Taufe des Herrn.
Januar 2002
siehe auch:
Taufe des Herrn (2013)- „Mit Jesus über den Jordan gehen“
siehe zu Johannes d.T. auch:

Abschiedswort

zum 6. Sonntag der Osterzeit (Lesejahr A):
Gedanken zum Sonntagsevangelium = Johannes 14,15-21

sich verabschieden – und verbunden bleiben

Wenn ihr hochschätzt/liebt mich,
die Weisungen – die meinen – ihr werdet sie bewahren. 

Und ich – ich werde bitten/fragen den Vater,
und einen anderen (zur Unterstützung)
Herbeigerufenen/Beistand/Anwalt
wird er euch schenken/geben,
auf dass er sein wird mit/in/bei euch in die Ewigkeit hinein: 
den Wind/Atem/Geist der Wahrhaftigkeit/Zuverlässigkeit/Wahrheit,
den die Welt nicht vermag aufzunehmen,
weil sie ihn nicht wahrnehmen/schauen/finden vermag von sich aus.

Ihr (er)kennt ihn, denn bleibend ist er bei/in/mit euch
und wird in/bei/mit euch sein.  

Nicht will ich euch als Waisen (zurück)lassen:
ich komme zu euch. 

Noch eine kleine (Weile),
und die Welt schaut mich nicht mehr;
ihr aber schaut mich,
weil ich lebe und ihr leben werdet.  

An jenem Tag werdet ihr erkennen,
dass ich in/mit/bei meinem Vater bin,
und ihr in/mit/bei mir,
und ich in/mit/bei euch.

Wer meine Weisungen hat und sie wahrt:
der ist es, der mich hochschätzt/liebt.

Wer aber mich hochschätzt/liebt,
wird hochgeschätzt/geliebt werden von meinem Vater.
Auch ich werde ihn hochschätzen/lieben und mich ihm zeigen.

(Joh 14,15-21 – Übersetzung: G. M. Ehlert)

Der verheißene Beistand - Zeichnung (c) G. M. Ehlert 26.05.2011

„Der Herbeigerufene – der Geist der Wahrheit“

1.      Abschied nehmen – und verbunden bleiben

A-dieu!                                                             –> Abschied
Denk an das, was ich dir gesagt habe. –> Vermächtnis
Mach’s gut!                                                     –> Auftrag
Ich meld’ mich.                                             –> Zusage
Bis bald.                                                            –> Verheißung

2.      aus den Abschiedsreden Jesu

Abschied Jesu: A-dieu:
Ich gehe zum Vater – einen Platz für euch vorzubereiten 

Vermächtnis Denkt an das, was ich getan habe.
„Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe“

Auftrag: „Macht es gut!“
„Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.“

Zusage: „Ich meld‘ mich!“
„Ich werde euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben wird: den Geist der Wahrheit“

Verheißung: „Bis bald“ –
„Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, sondern ich komme wieder zu euch“ –> Es ist der Geist der Wahrheit (Wahrhaftigkeit, Verlässlichkeit…)

Wenn die Jünger Jesus in Liebe und im Halten seiner Gebote verbunden bleiben, dann gelten ihnen die Verheißungen Jesu.

Entsprechend dem größeren Textzusammenhang von Joh 14 verheißt Jesus seinen Jüngern nach seinem Fortgang ein erneutes Kommen.

  • Eine erste Weise seiner kommenden Gegenwart besteht in der Gabe des Geistes,der für immer bei ihnen bleiben soll (V. 16f.).
  • Doch auch Jesus selbst wird seine Jünger nicht als Waisen zurücklassen,sondern (erneut) zu ihnen kommen (V. 18-20).
  • Am Schluss wird Jesus dann verheißen, dass er zusammen mit dem Vater zu den Seinen kommen und bei ihnen Wohnung nehmen wird (V. 23).

Wie wir hier sehen können, ergibt sich so bei den Verheißungen Jesu eine trinitarische Struktur, die vom Geist über Jesus zum Vater führt.
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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert