Schlagwort-Archive: Guter Hirt

guter Pastor (4.O.B)


4. Sonntag der Osterzeit
(= 22. April 2018)

Misericordia

= „Gute-Hirte-Sonntag“ – Weltgebetstag für geistliche Berufe

O-4

Misericordia Domini plena est terra, alleluia,
verbo Dei coeli firmati sunt, alleluia.“

„Von der Huld des Herrn ist erfüllt die Erde, Halleluja.
Durch das Wort Gottes wurden die Himmel geschaffen, Halleluja!“
(Ps 33,5f)

Tagesgebet:
Allmächtiger, ewiger Gott,
dein Sohn ist der Kirche siegreich vorausgegangen
als der Gute Hirt.
Geleite auch die Herde,
für die er sein Leben dahingab,
aus aller Not zur ewigen Freude.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

1. Lesung: Apg 4,8-12
In keinem anderen ist das Heil zu finden

Antwortpsalm: Ps 118,1 u. 4.8-9.21-22.23 u. 26.28-29
Der Stein, den die Bauleute verwarfen, er ist zum Eckstein geworden

zu Psalm 118: Der „Palmsonntagspsalm

2. Lesung: 1 Joh 3,1-2
Wir werden Gott sehen, wie er ist

Ruf vor dem Evangelium Vers: Joh 10, 14
Halleluja. Halleluja.
(So spricht der Herr:)
Ich bin der gute Hirt.
Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich.
Halleluja.

Evangelium: Joh 10,11-18
Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe

–> zu den Liturgischen Texten vom 4. Sonntag der Osterzeit (B) siehe: „Schott (4.O.B)

A: Joh 10,1-10 Der gute Hirt als Gegenbild zu Dieben u. Räubern
B: Joh 10,11-18 Der gute Hirt als Gegenbild zum Tagelöhner (2018)
C: Joh 10,27-30 aus dem Streitgespräch beim Tempelweihfest

siehe auch:

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Gedanken zum 4. Sonntag in der Osterzeit (B) 

Tagesevangelium: Johannes 10,11-18:
Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe.

Grafik zu Psalm 23 (c) G. M. Ehlert

JHWH – mein Hirt = Wegbegleiter + Mahlbereiter + Heimatgeber
(c) G. M. Ehlert, 21.04.2015

 

Im Dienste Christi – des guten Pastors

„Es gibt zwei Sorten von Hirten. Die einen sind an der Wolle interessiert, die anderen sind am Fleisch interessiert. An den Schafen selbst liegt ihnen nichts. Wolle oder Fleisch.“

So ein Hirt ist Jesus nicht! Wenn er sich heute im Evangelium als den guten Hirten bezeichnet, dann geht es ihm nicht um Wolle oder Fleisch, sondern ihm geht es um die Schafe selbst. Und er ist auch nicht daran interessiert, etwas von den Schafen zu bekommen. Ganz im Gegenteil! Das Kennzeichen dieses guten Hirten, sein typisches Kennzeichen ist, dass er selber sein Leben ganz für die Schafe einsetzt.

Dies war für die jüdischen Zuhörer im Tempel von Jerusalem
vor allem für die Pastore und Oberhirten damals eine kritische Anfrage an ihr Verhalten, wenn Jesus sich an die Stelle Gottes stellt und sagt:

Ich bin der gute Hirt = der gute Pastor.

Das heutige Evangelium ist auch eine kritische Anfrage an die Pastores heute: – verdunkeln wir eher das Bild des guten Pastors oder geben wir dem Evangelium in unserer Zeit ein Gesicht?
Kennzeichen des Guten Hirten –

• Ein erstes Kennzeichen dieses guten Hirten, sein typisches Kennzeichen ist, dass er selber sein Leben ganz für die Schafe einsetzt.

• Ein weiteres Kennzeichen dieses Hirten ist, dass er die Herde an die Wasserquellen führt, dass er weiß, wo die saftigen Weiden sind.
Oder ohne Bild gesprochen: Jesus führt die Menschen dahin, wo sie ein erfülltes Leben haben.

• Ein drittes Kennzeichen: Diesem guten Hirten gehören die Schafe; er hat mit seinem Leben dafür bezahlt.
In der Taufe ist jeder von uns Christi Eigentum geworden; wir gehören ihm.

• Und schließlich: Jesus sagt: „Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich.“
Das „Kennen“, von dem Jesus hier spricht, ist nicht nur ein Kennen mit dem Verstand, sondern das ist ein Kennen mit dem Herzen, ein Kennen, das aus der Liebe geboren ist.

Kennzeichen einer guten Pastoral heute

Das Kennzeichen eines guten Hirten – eines guten Pastors – einer guten pastoralen Mitarbeiterin lässt sich an dem Urbild des guten Hirten – an Jesus Christus ablesen:
– Einsatz seines Lebens für die ihm anvertrauten Menschen
– die ihm anvertrauten Menschen kennen mit ihren Freuden und Sorgen und lieben – auch mit ihren Macken…
– und die Bereitschaft, über den Tellerrand der eigenen Familie, Gruppe oder der eigenen Gemeinde hinaus zu schauen (=missionarische Dimension)

Von der heiligen „Mutter Teresa“ von Kalkutta stammt das bedenkenswerte Wort:

„Früher habe ich geglaubt, ich müsse die Menschen bekehren.
Jetzt weiß ich, ich muss sie lieben.
Und die Liebe bekehrt, wen sie will.“

Berufungen heute

Für eine gute Pastoral = Hirtensorge im Sinne Jesu braucht es daher auch heute
– Mütter (!) und Väter, die durch ihre liebende Sorge für ihre Kinder ihnen eine Ahnung von Gottes Liebe nahe bringen.
– es braucht: Menschen, die bereit sind, die ihnen anvertrauten Menschen zu lieben, die sich auch mal über die Dienstzeiten hinaus für die Gemeinde engagieren;
– es braucht Menschen, denen nicht primär eine Zählsorge („wie viele kommen noch?“), sondern eine Seelsorge („was brauchen die Menschen heute?“) am Herzen liegt.
– es braucht Menschen, die den Blick auch über die einzelne Gemeindegrenzen hinaus richten – auf die Seelsorgeeinheit, auf das Bistum, auf die Weltkirche
– die Kirche braucht auch heute Menschen, die sich ganz für Gott und sein Evangelium zur Verfügung stellen als pastorale Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, als Ordensfrauen und -männer, und als Diakone, Priester und Bischöfe.

Das gute Miteinander der verschiedenen pastoralen Dienste dient der Stärkung der Einzelnen, dem Aufbau einer lebendigen Gemeinschaft und befähigt für den Einsatz der Christen bei den Aufgaben in unserer Welt zum Heil der Menschen und zum Lobpreis Gottes, dem guten Pastor aller.

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Stand: 16.04.2018

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Tür zum Leben (4.O.A)

4. Sonntag der Osterzeit A – Misericordia

(= 07. Mai 2017)

= „Gute-Hirte-Sonntag“Weltgebetstag für geistliche Berufe

O-4

Eröffnungsvers:

Misericordia Domini plena est terra, alleluia,
verbo Dei coeli firmati sunt, alleluia.“

„Von der Huld des Herrn ist erfüllt die Erde, Halleluja.
Durch das Wort Gottes wurden die Himmel geschaffen, Halleluja!“
(Ps 33,5f)

1. Lesung: Apg 2, 14a.36-41
Gott hat den Gekreuzigten zum Herrn und Messias gemacht

Antwortpsalm: Ps 23,1-3.4.5.6
Der HERR ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen

2. Lesung: 1 Petr 2, 20b-25
Ihr seid heimgekehrt zum Hirten und Bischof eurer Seelen

Ruf vor dem Evangelium Vers: Joh 10, 14
Halleluja. Halleluja.
(So spricht der Herr:)
Ich bin der gute Hirt.
Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich.
Halleluja.

Evangelium: Joh 10, 1-10
Ich bin die Tür zu den Schafen

.

–> zu den Liturgischen Texten vom 4. Sonntag der Osterzeit (A) siehe: „Schott

.

„ICH BIN DIE TÜR –
wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden“
(Joh 10,9)

Ich-die-Tür-a

„Wähle weise“ – Grafik zu Joh 10,1-10 (c) G. M. Ehlert, 05.05.2017

.

Der gute Hirt als Gegenbild zu Dieben und Räubern: Joh 10,1-10

            Worauf hören…

1 Amen, amen, das sage ich euch:
Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht,
sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber.
2 Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe.
3 Ihm öffnet der Türhüter,
und die Schafe hören auf SEINE Stimme;

Wohin gehen…

ER ruft die Schafe, die IHM gehören, einzeln beim Namen
und führt sie hinaus.
4 Wenn ER alle SEINE Schafe hinausgetrieben hat, geht ER ihnen voraus,
und die Schafe folgen IHM; denn sie kennen SEINE Stimme.
5 Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme des Fremden nicht kennen.

6 Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus;
aber sie verstanden nicht den Sinn dessen, was er ihnen gesagt hatte.

Wofür leben…

7 Weiter sagte Jesus zu ihnen:
Amen, amen, ich sage euch: ICH BIN die Tür zu den Schafen.
8 Alle, die vor MIR kamen, sind Diebe und Räuber;
aber die Schafe haben nicht auf sie gehört.
9 ICH BIN die Tür; wer durch MICH hineingeht, wird gerettet werden;
er wird ein- und ausgehen und Weide finden.
10 Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten;
ICH bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

Worauf hören – wohin gehen – wofür leben

Drei Fragen stellen sich mir beim Hören des Evangeliums:
Eine erste Frage: Worauf soll ich denn hören – da doch so viel angepriesen wird:
– bei Geburtstagsfesten höre ich das gut-gemeinte: „Hauptsache Gesundheit!“
– der Vermögensberater verspricht, wie man auf beste Weise vorsorgen kann…
– andere raten, das Leben zu genießen, einfach glücklich sein…

Eine zweite Frage: Wem oder was laufe ich denn hinterher?
– der Macht…
– dem Ansehen bei anderen Menschen…
– der Gesundheit oder dem Lebensglück?

Und eine dritte Frage drängt sich mir auf:
Wenn ich auf dies oder jenes höre –
und dem einen oder dem anderen hinterherlaufe,

wo führt das eigentlich hin?

 

Eine Antwort auf diese drei Fragen hat Lothar Zenetti in seinem Lied gegeben:

„Worauf sollen wir hören, sag uns worauf?
So viele Geräusche, welches ist wichtig?
So viele Beweise, welcher ist richtig?
So viele Reden! –  Ein Wort ist wahr.

Wohin sollen wir gehen, sag uns wohin?
So viele Termine, welcher ist wichtig?
So viele Parolen, welche ist richtig?
So viele Straßen! –
Ein Weg ist wahr.

Wofür sollen wir leben, sag uns wofür?
So viele Gedanken, welcher ist wichtig?
So viele Programme, welches ist richtig?
So viele Fragen! –
Die Liebe zählt.“

(Text: Lothar Zenetti 1971, Melodie: Peter Kempin 1971; GL alt 623,1-3)

.

A: Joh 10,1-10 Der gute Hirt als Gegenbild zu Dieben u. Räubern (= 2017)
B: Joh 10,11-18 Der gute Hirt als Gegenbild zum Tagelöhner
C: Joh 10,27-30 aus dem Streitgespräch beim Tempelweihfest

siehe auch:

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Osterzeit 2017

Die 8 Sonntage der 50-tägigen Osterzeit

Die Sonntage der Osterzeit haben jeweils einen Namen –
nach dem Anfangswort des lateinischen Eröffnungsverses der Hl. Messe –
–> Merkwort: „Re-qu-ie-m   c-r-e-s (-cit)“ = „die Ruhe wächst“

  1. Ostersonntag: – Resurrexi (= 16. April 2017)
  2. Sonntag der Osterzeit: – Quasimodogeniti (= 23. April 2017)
  3. Sonntag der Osterzeit: – Iubilate (= 30. April 2017)
  4. Sonntag der Osterzeit: – Misericordia (Guter-Hirte-Sonntag) (= 7. Mai 2017)
  5. Sonntag der Osterzeit: – Cantate (= 14. Mai 2017)
  6. Sonntag der Osterzeit: – Rogate (Bittsonntag) / Vocem iucunditatis (= 21. Mai 2017)
    Christi Himmelfahrt (= Donnerstag, 25. Mai 2017)
  7. Sonntag der Osterzeit: – Exaudi (= 28. Mai 2017)
  8. Pfingstsonntag: – Spiritus Domini (= 4. Juni 2017)


Ostersonntag (= 16. April 2017)
Resurrexi

O-1

Resurrexi, et adhuc tecum sum, alleluia:
posuisti super me manum tuam, alleluia:
mirabilis facta est scientia tua, alleluia, alleluia.“

Ich bin auferstanden und bin immer bei dir. Halleluja.
Du hast deine Hand auf mich gelegt. Halleluja.
Wie wunderbar ist für mich dieses Wissen. Halleluja.“ (Ps 139,5f)

A: Mt 28,1-10 Ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, wie er gesagt hat /          (16.04.2017)
B: Mk 16,1-7 Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten; er ist auferstanden /
C: Lk 24,1-12 Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? /

oder: A B C: Joh 20,1-18

siehe auch: „Osterglaube

Das Ostergeschehen im Zeugnis der vier Evangelien (eine Zusammenschau): Osterbilder

1. Ostersonntag – Evangelium vom Tag = Joh 20,1-18:

siehe: Joh 20,3-10: Wettlauf Petrus – Johannes zum Grab
und: Joh 20,11-18: Die Begegnung zwischen Maria von Magdala mit dem Auferstandenen

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2. Sonntag der Osterzeit (= 23. April 2017)
Quasimodo geniti

= SONNTAG DER GÖTTLICHEN BARMHERZIGKEIT – (Weißer Sonntag)

O-2

Quasimodo geniti infantes, alleluja,
rationabile sine dolo lac concupiscite, alleluja.“

Wie neugeborene Kinder, Halleluja,
verlangt nach der vernünftigen, unverfälschten Milch, Halleluja.“
(1 Petr 2,2a)

1. Lesung: Apostelgeschichte 5,12-16: „Immer mehr wurden im Glauben zum Herrn geführt“

2. Lesung: Offenbarung 1,9-11a.12-13.17-19: „Ich war tot, doch nun lebe ich in alle Ewigkeit“

A B C: Joh 20,19-31: Acht Tage darauf kam Jesus und trat in ihre Mitte

siehe auch: „Göttliche Barmherzigkeit

siehe auch:

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3. Sonntag der Osterzeit (= 30. April 2017)
Iubilate

O-3

Iubilate Deo, omnis terra, alleluia,
psalmum dicit e nomini eius, alleluia.
Date gloriam laudi eius, alleluia“

Jauchzt Gott zu, alle Lande, Halleluja,
spielt zum Ruhm seines Namens, Halleluja,
verherrlicht ihn mit Lobpreis. Halleluja.“
(Ps 66,1f)

Die Liturgischen Texte zum 3. Sonntag der Osterzeit

1. Lesung: Apg 2,14.22-33
Es war unmöglich, dass er vom Tod festgehalten wurde

Antwortpsalm (Ps 16,1-2.5.7-8.9-10)

–> zu Psalm 16: Vom wahren Lebensglück – und wie ich es erlange

2. Lesung: 1 Petr 1,17-21
Ihr wurdet losgekauft mit dem kostbaren Blut Christi, des Lammes ohne Fehl und Makel

Ruf vor dem Evangelium:
Halleluja, Halleluja!
Christus ist auferstanden.
Er, der Schöpfer des Alls, hat sich aller Menchen erbarmt.
Halleluja!

Evangelium: Lk 24,13-35
oder, wo Ostermontag als Feiertag begangen wird und das Emmausevangelium bereits an diesem Tag gelesen wurde:
Joh 21,1-14
Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch

Ostererscheinungen Jesu:
Lesejahr A: Lk 24,13-35 oder: Joh 21,1-14 (= 2017)
Lesejahr B: Lk 24,35-48
Lesejahr C: Joh 21,1-19

–> zu den Liturgischen Texten vom 3. Sonntag der Osterzeit siehe: Schott

siehe auch:

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4. Sonntag der Osterzeit (= 07. Mai 2017)
Misericordia

= „Gute-Hirte-Sonntag“ – Weltgebetstag für geistliche Berufe

O-4

Misericordia Domini plena est terra, alleluia,
verbo Dei coeli firmati sunt, alleluia.“

„Von der Huld des Herrn ist erfüllt die Erde, Halleluja.
Durch das Wort Gottes wurden die Himmel geschaffen, Halleluja!“
(Ps 33,5f)

1. Lesung: Apg 2, 14a.36-41
Gott hat den Gekreuzigten zum Herrn und Messias gemacht

Antwortpsalm: Ps 23,1-3.4.5.6
Der HERR ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen

2. Lesung: 1 Petr 2, 20b-25
Ihr seid heimgekehrt zum Hirten und Bischof eurer Seelen

Ruf vor dem Evangelium Vers: Joh 10, 14
Halleluja. Halleluja.
(So spricht der Herr:)
Ich bin der gute Hirt.
Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich.
Halleluja.

Evangelium: Joh 10, 1-10
Ich bin die Tür zu den Schafen

–> zu den Liturgischen Texten vom 4. Sonntag der Osterzeit (A) siehe: „Schott

A: Joh 10,1-10 Der gute Hirt als Gegenbild zu Dieben u. Räubern (= 2017)
B: Joh 10,11-18 Der gute Hirt als Gegenbild zum Tagelöhner
C: Joh 10,27-30 aus dem Streitgespräch beim Tempelweihfest

siehe auch:

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5. Sonntag der Osterzeit (= 14. Mai 2017)
Cantate

O-5

Cantate Domino canticum novum, alleluia,
quia mirabilia fecit Dominus, alleluia,
ante conspectum gentium revelavit iustitiam suam, alleluia.“

Singt dem Herrn ein neues Lied, Halleluja,
denn er hat wunderbare Taten vollbracht, Halleluja
und sein gerechtes Wirken enthüllt vor den Augen der Völker. Halleluja.“ (Ps 98,1f)

A: Joh 14,1-12 Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben (siehe auch Joh 14,1-31) (= 2017)
B: Joh 15,1-8 Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht
„Ich bin der Weinstock – ihr seid die Reben“
C: Joh 13,31-35 Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! (= 24.04.2016)

siehe auch: „Christus, der Weinstock

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6. Sonntag der Osterzeit Rogate (Bittsonntag) (= 21. Mai 2017)

Vocem iucunditatis

O-6

Vocem iucunditatis annuntiate, et audiatur, alleluia,
nuntiate usque ad extremum terrae,
liberavit Dominus populum suum, alleluia.“

„Verkündet es jauchzend, damit man es hört, Halleluja;
Ruft es hinaus bis ans Ende der Erde!
Der HERR hat sein Volk befreit. Halleluja.“
(vgl. Jes 48,20)

Lesejahr A: (= 2017)
Apg 8,5-8.14-17;
1 Petr 3,15-18
Joh 14,15-21 Ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben

Lesejahr B:
Apg 10,25-26.34-35.44-48;
1 Joh 4,7-10
Joh 15,9-17 Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt siehe auch: „In Liebe verbunden

Lesejahr C (01.05.2016):
Apg 15,1-2.22.29; ((zu Apg 15,1-35 siehe: Konfliktlösung in der Kirche))
Offb 21,10-14.22-23
Joh 14,23-29 Der Heilige Geist wird euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe

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7. Sonntag der Osterzeit (= 28. Mai 2017)
Exaudi

O-7a

Exaudi, Domine, vocem meam, qua clamavi ad te, alleluia.
Tibi dixit cor meum, quaesivi vultum tuum,
vultum tuum ‚Domine requiram,
ne avertas facies tuam a me, alleluia.“

Höre, o Herr, mein lautes Rufen; Halleluja!
Mein Herz denkt an dein Wort: „Sucht mein Angesicht“ –
Dein Angesicht, o Herr, will ich suchen.
Verbirg nicht dein Gesicht vor mir. Halleluja!“(Ps 27,7-9)

Am 7. Sonntag der Osterzeit – d.h. zwischen Christi Himmelfahrt und dem Pfingstfest wird als Evangelium immer ein Abschnitt aus dem sogenannten “Hohepriesterlichen Gebet” Jesu – dem Abschiedsgebet des Herrn verkündet:
– im Lesejahr A = Joh 17,1-11 (= 2017)
– im Lesejahr B = Joh 17,6a.11b-19 (= 17. Mai 2015)
– im Lesejahr C = Joh 17,20-26. (= 08. Mai 2016)

siehe dazu den Bibeltext: Joh 17,1-26 (in eigener Übersetzung).

siehe auch: “Ich will, dass alle eins sind wie wir

siehe auch: Christi Himmelfahrt u. 7. Sonntag der Osterzeit

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Pfingstsonntag (= 04. Juni 2017)
Spiritus Domini

O-8

Spiritus Domini replevit orbem terrarum, Alleluia,
et hoc quod continet omnia, scientiam habet vocis, Alleluia.“

„Der Geist des Herrn erfüllt den Erdkreis. Halleluja!
In ihm hat alles Bestand.
Nichts bleibt verborgen vor ihm. Halleluja.“
(Weish. 1,7)

1. Lesung: Apostelgeschichte 2,1-11

2. Lesung: Galaterbrief 5,16-25

Evangelium: Joh 20,19-23 (siehe Ostersonntag) oder Joh 15,26-27; 16,12-15

A B C: Joh 20,19-23 Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch: Empfangt den Heiligen Geist!

siehe auch:

die Tage zwischen Christi Himmelfahrt und dem Pfingstfest
eine Pfingstnovene
die Nacht vor dem Pfingstfest – Texte für eine Pfingstvigil 

u. Pfingstfest

siehe auch: re-qu-ie-m c-r-e-s(cit)

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Gute-Hirte-Sonntag

zum 4. Sonntag in der Osterzeit (B) = “Guter-Hirte-Sonntag” = Weltgebetstag für geistliche Berufe (= 26. April 2015);

Tagesevangelium: Johannes 10,11-18:
Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe.

Grafik zu Psalm 23 (c) G. M. Ehlert

JHWH – mein Hirt = Wegbegleiter + Mahlbereiter + Heimatgeber
(c) G. M. Ehlert, 21.04.2015

Hinweis auf folgende Seite: Der ideale Pastor – Christus

Text (Übersetzung G. M. Ehlert): Joh 10,1-42

Stichwort „Hirt“ in der Bibel Hirt

Psalm 23: Gott = Hirt + Wirt + König

Bildmeditation zu Psalm 23: „JHWH = Wegbegleiter + Mahlbereiter + Heimatgeber

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Guter-Hirte-Sonntag

zum 4. Sonntag der Osterzeit (C) = „Guter-Hirte-Sonntag“ = Weltgebetstag für geistliche Berufe (21. April 2013)

Tagesevangelium: Johannes 10,27-30: Ich kenne die Meinen und gebe ihnen ewiges Leben.

Hinweis auf folgende Seite: Der ideale Pastor – Christus

Text (Übersetzung G. M. Ehlert): Joh 10,1-42

Stichwort “Hirt” in der Bibel Hirt

Psalm 23: Gott = Hirt + Wirt + König

Pastoren-sonntag

zum 4. Sonntag in der Osterzeit (A) = „Guter-Hirte-Sonntag“ = Weltgebetstag für geistliche Berufe (= 15. Mai 2011);

Tagesevangelium: Johannes 10,1-10: ICH BIN die Tür zu den Schafen – Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

Hinweis auf folgende Seite: Der ideale Pastor – Christus

Karsamstag

„Hinabgestiegen in das Reich des Todes“

 – Das Geheimnis des Karsamstags

Der Glaubensartikel vom Hinabstieg Jesu Christi in das Reich des Todes
(ursprünglich hieß es: „abgestiegen zu der Hölle“) ist den meisten Christen
bei uns unverständlich und fremd. Für die orthodoxe Kirche des Ostens
ist der österlich gedeutete Abstieg ins Totenreich mit der Befreiung aller
Verstorbenen aus dem Gefängnis des Todes jedoch das zentrale Heilsereignis.

Das Geheimnis des Karsamstags besteht darin, dass in Jesu Tod Gottes Allmacht
– die Macht seiner sich verschenkenden Liebe – in die äußerste Ohnmacht
– in die äußerste Gottesferne (= Hölle) einging, um so die Leere
des Todes mit seinem Leben zu erfüllen und damit die Bande des Todes aufzusprengen.
In Jesu Tod sind auch die längst verstorbenen Generationen erlöst.

So weist das Geheimnis des Karsamstags bereits voraus auf den österlichen
Sieg des Lebens über den Tod und auf die Erhöhung des Gekreuzigten
zum Herrn der Welt.

Was geschah am Karsamstag? 

 Der christliche Glaube bekennt: Jesus Christus ist
„hinabgestiegen in das Reich des Todes“

„Christus ist der Sünden wegen ein einziges Mal gestorben,
er der Gerechte, für die Ungerechten,
um euch zu Gott hinzuführen;
dem Fleisch nach wurde er getötet,
dem Geist nach lebendig gemacht.

 So ist er auch zu den Geistern gegangen, die im Gefängnis waren,
und hat ihnen gepredigt.

 Diese waren einst ungehorsam…“
(1 Petr 3,18-20a)

 „Auch Toten ist das Evangelium dazu verkündet worden,
dass sie wie Menschen gerichtet werden im Fleisch,
aber wie Gott das Leben haben im Geist.“

(1 Petr 4,6)

 Christus, der Urheber des Lebens ist in das Reich des Todes gekommen,

„um durch seinen Tod den zu entmachten,
der die Gewalt über den Tod hat, nämlich den Teufel,
und um die zu befreien, die durch die Furcht vor dem Tod
ihr Leben lang der Knechtschaft verfallen waren.“

(Hebr 2,14-15)


Bildinterpretation:

  • „Christus – der Gute Hirte“, Original: 21 x 29,5 cm,

Zeichnung mit Aquarellstiften und Bearbeitung am PC von Georg Michael Ehlert – 05./06. Mai 2002


  • Bildidee und Gestaltung:

a) Biblische Quellen:

– Ez 34 Gott als guter Hirt, der sein Volk sammelt und führt
– Ps 23 Der Herr ist mein Hirte
– Lk 15,3-7 Das Gleichnis Jesu vom verlorenen Schaf
– Joh 10,1ff: „Ich bin die Tür…“ und „Ich bin der gute Hirt u. gebe mein Leben hin für die Schafe“

b) Das Malerhandbuch vom Berg Athos (= Musterbuch für Ikonen) schreibt § 327 für Darstellung des Hirtengleichnisses ein „Höllenfahrtsbild“ (= Anastasis) vor.

 

c) Bildaufbau:

– links oben: – Schafe geborgen im Pferch – mit gelb/orange Tür mit Kreuz: – „Ich bin die Tür zu den Schafen…“

Die Schafe im Pferch = das auserwählte Volk Israel. Durch Christus, durch seinen Tod und seine Auferstehung hat er uns das Tor zum ewigen Leben geöffnet.

– links unten: – Ein Schaf verstrickt im Gestrüpp – es steht auf einem offenen Sarg – es ist ganz im Bereich des Dunklen
– in „Todesschattenschlucht“
(Ps 23)
Das Schaf links unten entspricht dem „Adam“ auf der Ikone.

Christus gelangt bei seiner „Höllenfahrt“ am Karsamstag
bis hinab in das „Reich des Todes“,
um alle Verstorbenen seit Adam von den Fesseln
des Todes zu befreien
und sie hinauf ins ewige Leben zu führen.
– Mitte unten: – Christus, der Auferstandene
– mit Wundmalen
– und Kreuzesstab als Siegeszeichen in der linken Hand
– die rechte Hand streckt er zur Rettung aus:
– „Ich bin der gute Hirte…“
Christus, der Sieger über Sünde u Tod
hat hier die gleiche Farbe, wie die Tür zu den Schafen.
Mit seiner rechten Hand holt er alle, die im Totenreich gefangen sind, herauf,
mit seiner linken Hand wehrt er all das Böse ab.

– rechts unten: – Bedrohung durch einen wilden Wolf
– er wird durch den Kreuzesstab abgewehrt
Der Wolf ist ein Symbol für all das Satanische,
für den „Herrscher der Welt“ – den Satan.

Durch das Kreuz Christi ist seine Macht gebrochen.
Am Kreuz beißt er sich die Zähne aus.
– rechts oben: – der gute Hirt geht der Herde voran als „Anführer des neuen Lebens“ – dem Schalom (= Frieden) Gottes entgegen Gottes Schalom ist
zu finden im himmlischen Jerusalem (= Stadt des Friedens),
das vom Himmel her auf die Erde herabkommt.

– im Vordergrund: ein Hirtenstab / Bischofstab mit den Worten:

„Der HERR ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.
ER lässt mich lagern auf grünen Auen
und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
ER stillt mein Verlangen, treu SEINEM Namen.
Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht,
ich fürchte kein Unheil,
denn DU bist (bei mir)“
(aus Psalm 23)

Seinen Stock und Seinen Stab halten wir in unserer eigenen Hand.
Dieser Halt kann uns Hoffnung und Zuversicht geben.

zum Geheimnis des Karsamstags siehe auch Gedanken zur orthodoxen Osternachtsfeier:
–> „Christus ist auferstanden!“ – „Er ist wahrhaft auferstanden!“


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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Stand: 16.04.2018