Christkönigsfest


zum Christkönigsfest

= letzter Sonntag im Kirchenjahr
(= Totensonntag, = Ewigkeitssonntag)

Christus Sieger – Christus König – Christus Herr in Ewigkeit

Christus – ein Sieger?

Ein Sieger
besiegt doch die Feinde mit großer Macht;

Doch Christus
wird selber besiegt von Hass und Gewalt.

So wird Christus – zum Sieger über Sünde und Tod!

Christus – ein König?

Ein König
sitzt doch souverän
auf einem prunkvollen Thron;

Doch Christus
hängt ohnmächtig
am schmachvollen Kreuz.

So wird Christus – zum König auf dem Kreuzesthron!

Christus – ein Herr in Ewigkeit?

Ein Herr
herrscht doch weise aus der Ferne
und richtet nach seinem Recht;

Doch Christus
er geht selbst hin zu den Menschen
und richtet die Verlorenen wieder auf.

So wird Christus – zum Herrn in Ewigkeit!

Christus, der Sieger –
der König –
der Herr in Ewigkeit

macht uns zu seinen Königskindern.
Christus König – Halleluja!

(G. M. Ehlert, zum Christkönigsfest 1998)

3 x Christus-König (c) Georg Michael Ehlert

© Bild: „Christus – König“, G. M. Ehlert 25.11.2007
* – ☼

„Es gibt nur eine wirkliche Sünde,
zu vergessen,
dass jeder ein Königskind ist.“

(Martin Buber, jüdische Religionsphilosoph)

Am Ende – die Vollendung!

„Wo ist der neugeborene König der Juden?“
fragen die Weisen aus dem Morgenland (Mt 2,2) –
Das ist die erste Frage überhaupt im Neuen Testament

„Das ist der König der Juden“
so steht es auf der Kreuzesinschrift Jesu.

„Jesus, denk an mich, wenn du in deiner Macht
als König kommst!“
so bittet der reumütige Verbrecher, der mit Jesus gekreuzigt ist (Lk 23,42) – und Jesus schenkt ihm die Verheißung: „Amen, ich sage dir:
Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein!“

Eröffnungsvers (Offb 5,12; 1,6)
Würdig ist das Lamm, das geschlachtet ist, Macht zu empfangen,
Reichtum und Weisheit, Kraft und Ehre.
Ihm sei die Herrlichkeit und die Herrschermacht in Ewigkeit.

(Lesejahr A)
1. Lesung: Ez 34, 11-12.15-17
Ihr, meine Herde, ich sorge für Recht zwischen Schafen und Schafen, zwischen Widdern und Böcken

2. Lesung: 1 Kor 15, 2026.28
Christus wird seine Herrschaft Gott, dem Vater, übergeben, damit Gott herrscht über alles und in allem

Evangelium: Mt 25, 3146
Der Menschensohn wird sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen, und er wird die Menschen voneinander scheiden

zu Mt 26,31-46: Jesu Rede vom Weltgericht

Liturgische Texte siehe auch Schott: Christkönigssonntag A

(Lesejahr B) 
1. Lesung: Dan 7, 2a.13b-14
Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft

2. Lesung: Offb 1, 5b-8
Der Herrscher über die Könige der Erde hat uns zu Königen gemacht und zu Priestern vor Gott

Evangelium: Joh 18, 33b-37
Du sagst es, ich bin ein König

siehe auch zum Christkönigssonntag 2009

Liturgische Texte siehe auch Schott: Christkönigssonntag B

(Lesejahr C) – 20. November 2016
1. Lesung: 2 Samuel 5,1-3
Sie salbten David zum König von Israel

2. Lesung: Kol 1,12-20
Er hat uns aufgenommen in das Reich seines geliebten Sohnes

Evangelium: Lk 23,35-43
Jesus, denk an mich, wenn du in deiner Macht als König kommst 

     siehe auch:  Lk 23,35-43

Liturgische Texte siehe auch Schott: Christkönigssonntag C

schacher-kreuz-8a

„Jesus denk an mich, wenn du in deiner Macht als König kommst“ – Grafik zu Lk 23,35-43, (c) G. M. Ehlert, 10.11.2016

Evangelium: Joh 18,33-37 (Lesejahr B)

(Nachdem die Vertreter des Hohen Rates der Juden – draußen vor dem Amtssitz – vor Pilatus ihre Anklage in Bezug auf Jesus vorgebracht hatten):

(Joh 18,33):
Ging also Pilatus* abermals ins Prätorium** hinein,
ließ Jesus rufen und sprach zu ihm:
Bist du (oder: Du bist) der König der Juden?***

*Pontius Pilatus war von 26-36 n. Chr. römischer Statthalter
in Judäa und Samaria.
**Das Prätorium ist der Amtssitz des römischen Statthalters in Jerusalem,
Es stimmt mit der römischen Gerichtsverfahrensweise überein,
dass der Richter die Parteien einzeln befragt,
also auch dem Angeklagten Raum zur Rede einräumt.
***Pilatus hat an den religiösen Streitfragen der Juden
(ob Jesus „der Sohn Gottes“ sei) kein Interesse.
Seine Frage an Jesus kann nur eine politische sein,
er fragte ihn, ob er der König der Juden sei.

34 Antwortete Jesus:
Sagst du das aus dir
oder haben andere es über mich gesprochen?

35 Antwortete Pilatus:
Bin ich denn ein Jude?
Deine Volksgemeinschaft und die Hohenpriester
haben dich mir ausgeliefert.
Was hast du getan?

36 Antwortete Jesus:
Mein Königtum ist nicht von dieser Welt.
Wenn von dieser Welt mein Königtum wäre,
so hätten meine Amtsdiener gekämpft,
dass ich den Juden nicht ausgeliefert worden wäre.
Nun aber ist mein Königtum nicht von hier.

37 Sprach nun Pilatus zu ihm:
Also bist du doch ein König?

Antwortete Jesus:
Du – du sagst (es), dass ein König ich bin.
Ich – ich bin dazu geboren
und dazu in die Welt gekommen,
dass ich für die Wahrheit zeuge.
Jeder, der aus der Wahrheit ist,
hört meine Stimme.

38 Sagt Pilatus zu ihm:
Was [wer] ist Wahrheit?

Jesus sagt, er sei in die Welt gekommen,
um für die Wahrheit Zeugnis abzulegen.
Pilatus versteht diesen Begriff im selben Sichtwinkel wie wir,
wenn wir heute über Wahrheit diskutieren.
Pilatus muss sich fragen, was denn Wahrheit überhaupt sei.
Doch die Wahrheit, die Jesus meint,
hat nichts mit wissenschaftlicher Erkenntnis
und Überprüfbarkeit zu tun.
Mit „Wahrheit“ spricht Jesus das heilende und erlösende Wirken Gottes an,
in dessen Dienst er steht.
(Er – als gottmenschliche Person – ist die Wahrheit!)

Passionsweg Christi – Station 6: Verurteilung – (c) G. M. Ehlert, 2008/09

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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