Schlagwort-Archive: Bergpredigt

7. Sonntag A – Karneval

7. Sonntag im Jahreskreis A

Sonntag, 23. Februar 2020

1. Lesung: (Lev 19,1-2.17-18) heilig sein: den Nächsten lieben
2. Lesung: (1 Kor 3,16-23)  Tempel Gottes sein: zu Christus gehören…
Evangelium: (Mt 5,17-37) vollkommen sein: seine Feinde lieben… 

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6. Sonntag A

6. Sonntag im Jahreskreis A

Sonntag, 16. Februar 2020

1. Lesung: (Sir 15,15-20) Gottes Lebensweisungen
2. Lesung: (1 Kor 2,6-10)  Das Große, das Gott den Liebenden bereitet hat...
Evangelium: (Mt 5,17-37) Superthesen Jesu 

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Berglehre Jesu 4.-9.S.i.J.A

Die Bergpredigt im Matthäusevangelium

1. Rede Jesu: Von der wahren Gerechtigkeit 5,1 – 7,29

Dekalog-Seligpreisung

Aufbau der Bergpredigt (Mt 5,1 – 7,29)

Einleitung (5,1f)

Erkenne, wer du bist – vor dem Angesicht Gottes!
A. Die Adressaten
1. Die Seligpreisungen (5,3-12) – 4. S. A
2. Die Aufgabe der Jünger für die Welt (5,13-16) – 5. S. A
Salz der Erde  u.
Licht der Welt

Beurteile, wie du leben sollst – vor dem Angesicht Gottes!
B. Die „überfließend größere Gerechtigkeit“
1. Die Erfüllung des Gesetzes (5, 17-20) – 6. S. A +
2. Die „Super-Thesen“ (5,21-48) 
zu Versöhnung (5,21-26)
zu Ehebruch (5,27-30)
zu Ehescheidung (5,31-32)
zum Schwören (5,33-37)
zur Gewaltlosigkeit (5,38-42) – 7. S. A
zur Feindesliebe (5,43-48)
3. Gute Werke – 3 evangelische Räte (6,1-18)  – Aschermittwoch
Der Grundsatz: Gerechtigkeit vor Gott (6,1)
Almosen (6,2-4)
Beten (+ Vaterunser) (6,5-15)
Fasten (6,16-18)
4. Grundhaltungen im Bezug zur Welt (6,19 – 7,11) 
Gefahren des Reichtums – Besitzlosigkeit (6,19-24) –
Die rechte und die falsche Sorge (6,25-34) – 8. S. A
Heuchlerisches Richten (7,1-5)
Wahrung des Heiligen (7,6)
Vertrauen beim Beten (7,7-11)
Die Goldene Regel (7,12)

Handle danach – vor dem Angesicht Gottes!
C. Leben mit der Weisung Jesu (7,13-27) – 9. S. A
Die beiden Wege (7,13f)
Warnung vor falschen Propheten – Gute Früchte (7,15-23)
Das Haus auf dem Felsen (7,24-27)

Schlussnotiz: (7,28f)

 * * *

Der 4. – 9. Sonntag im Jahreskreis A enthält als Evangelium jeweils einen Abschnitt aus der Berglehre Jesu (= Mt 5,1 – 7,29) – der ersten der 5 großen Reden Jesu im Matthäusevangelium.

Hier ein Überblick über die Abschnitte der einzelnen Sonntage:

4. Sonntag i. J. A
(entfällt im Jahr 2020 wegen des Festes Darstellung des Herrn am So 2. Februar)
–> Mt 5,1-12: Seligpreisungen der Bergpredigt
–> 8+1 Seligpreisungensiehe: (pdf)
–> „Glückwunsch Jesu“

5. Sonntag i.J. A (= 9. Februar 2020)
–> Mt 5,12-16:  „Salz der Erde“
–> Salz der Erde – Licht der Welt

6. Sonntag i.J. A (= 16. Februar 2020)
–> Mt 5,17-37:  Erfüllung der Weisung Gottes u. die neuen Thesen (I.)
–> grenzenlose Gerechtigkeit

7. Sonntag i.J. A (= 23. Februar 2020)
–> Mt 5,38-48:   … die neuen Thesen (II.)
–> grenzenlose Gerechtigkeit
–> „Friedensinstrument

Aschermittwoch (= 26. Februar 2020)
–> Mt 6,1-6.16-18: Beten + Fasten + Almosen geben
–> Mt 6,1-18 (Arbeitsübersetzung pdf)

siehe auch:
·  Mt 6,9-13 Das Vater unser 

8. Sonntag i.J. A (entfällt in 2020)
–> Mt 6,24-34 (Arbeitsübersetzung pdf)
–> „In God we trust“
–> Was wahrhaft wichtig ist im Blick auf das Leben mit Gott

9. Sonntag i.J. A (= entfällt im Jahr 2020)
–> Mt 7,21-27: Auf Gott gebaut

* * *

Links:
Die Berglehre Jesu (Mt 5,1 – 7,29) – eine Arbeitsübersetzung

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

.

Stand: 3. Februar 2020

 

Sorgen (8. A) + Karneval

8. Sonntag im Jahreskreis A

(26. Februar 2017)

Eröffnungsvers (Psalm 18,19-20)
„Der HERR wurde mein Halt.
Er führte mich hinaus ins Weite,
er befreite mich, denn er hat an mir Gefallen.“

1. Lesung: Jesaja 49,14-15
Ich vergesse dich nicht

Antwortpsalm (Ps 62,2-3.6-7.8-9)

2. Lesung: 1 Korinther 4,1-5
Der HERR wird die Absichten der Herzen aufdecken

Ruf vor dem Evangelium: (vgl. Hebr 4,12)
Halleluja. Halleluja.
Lebendig ist das Wort Gottes und kraftvoll.
Es richtet über die Regungen und Gedanken der Herzen.
Halleluja

Evangelium: Mt 6,24-34
Sorgt euch nicht um morgen

eine wortgetreue Übersetzung:
Mt 6,22-34: Was wahrhaft wichtig ist im Blick auf das Leben mit Gott

Liturgische Texte – siehe auch Schott: 8. Sonntag im Jahreskreis A

 

Gedanken zu Karneval:

Karneval – Fasnacht

"Bischof - Clown" - zu Karneval, (c) Georg Michael Ehlert, 22.02.2017

„Bischof-Clown“ – Karneval (c) G. M. Ehlert, 22. Februar 2017

Hallelu-Ja! = „Lobet Gott!“ – Helau! = „Die Höll‘ ist auf!“

Die Kirche = das „Schifflein Petri“ – Karneval – das Narrenschiff

im Kirchenjahr: Hallelu-JA! = „Lobet Gott!“

– an Karneval: Alaaf! = „all‘ Affen an Bord!“

die göttliche Dreifaltigkeit: Gott Vater, Sohn u. Heiliger Geist

– das närrische Dreigestirn: Prinz, Jungfrau, Bauer

die zwölf Apostel – der 11-er Rat

die 7 Tage der göttlichen Schöpfung

– die 6 Tage der Narretei (von Weiberfasnacht bis Veilchendienstag)

Das weiße Taufkleid Christi  – das bunte Narrenkleid 

.

weitere Gedanken zu Karneval:

Berglehre Jesu (5.-8. A)

 … Und ich sage euch:

Der 4. – 9. Sonntag im Jahreskreis A enthält als Evangelium
jeweils einen Abschnitt aus der Berglehre Jesu (= Mt 5,1 – 7,29)
– eine der 5 großen Reden Jesu im Matthäusevangelium.

Eine Zusammenfassung siehe:
Jesu Berglehre:
+ Erkenne, wer du bist!
+ Beurteile, wie du leben sollst!
+ Handle dementsprechend!

Hier ein Überblick über die Evangelienabschnitte der einzelnen Sonntage:

4. Sonntag i. J. A (= 29. Januar 2017)
– Matthäus 5,1-11: Die Seligpreisungen Jesu
siehe: „Glückwunsch Jesu“

5. Sonntag i.J. A (= 5. Februar 2017)
– Matthäus 5,12-16: Bildworte vom Salz der Erde und vom Licht der Welt
siehe auch: „Salz der Erde“

6. Sonntag i.J. A (= 12. Februar 2017)
– Matthäus 5,17-37:  Über die Erfüllung der Weisung Gottes u. die neuen Thesen (I.)
siehe auch: grenzenlose Gerechtigkeit

7. Sonntag i.J. A (= 19. Februar 2017)
– Matthäus 5,38-48:   … die neuen Thesen (II.)
siehe auch: grenzenlose Gerechtigkeit
siehe auch: „Friedensinstrument

8. Sonntag i.J. A (= 26. Februar 2017)
– Matthäus 6,24-34:  Von der rechten Sorge
siehe: Mt 6,24-34
siehe auch:  
„In God we trust“

9. Sonntag i.J. A (= entfällt im Jahr 2017)
Matthäus 7,21-27: (Abschluss der Berglehre) Auf Gott gebaut

und Aschermittwoch (= 01. März 2017)
– Matthäus 6,1-6.16-18: Vom Beten u. Fasten u. Almosen geben
siehe:  Mt 6,1-18
siehe auch: „
Beten + Fasten + Almosen geben

Die liturgischen Texte des 5. Sonntages im Jahreskreis A

(5. Februar 2017)

Eröffnungsvers (Psalm 95,6-7)
„Kommt, lasst uns niederfallen,
uns verneigen vor dem HERRN, unserem Schöpfer!
Denn er ist unser Gott.“

1. Lesung: Jesaja 58,7-10
Wenn du den Darbenden satt machst, dann geht im Dunkel dein Licht auf

Antwortpsalm (Ps 112,4-5.6-7.8-9)

2. Lesung: 1 Korinther 2,1-5
Ich habe euch das Zeugnis Gottes verkündigt: Jesus Christus, den Gekreuzigten

Ruf vor dem Evangelium: (vgl. Joh 8,12)
Halleluja. Halleluja.
So spricht der HERR:
Ich bin das Licht der Welt.
Wer mir nachfolgt, hat das Licht des Lebens.
Halleluja

Evangelium: Mt 5,13-16
Euer Licht soll vor den Menschen leuchten

Liturgische Texte – siehe auch Schott: 5. Sonntag im Jahreskreis A

 

Salz der Erde – Licht der Welt

Ihr seid das Salz der Erde.
Wenn das Salz töricht gemacht wird,
mit was wird dann gesalzen werden?
Zu nichts mehr ist es stark genug;
außer dass es weggeworfen
und von den Leuten zertreten wird.

Ihr seid das Licht der Welt.
Nicht vermag eine Stadt, die auf einem Berg liegt, verborgen zu bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Hohlmaß (Scheffel) darüber,
sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus.

So soll euer Licht vor den Menschen leuchten,
damit sie eure guten Werke sehen
und euren Vater im Himmel verherrlichen.

(Mt 5,13-16)

Die Bedeutung des Salzes – die Aufgabe der Christen

Kostbarkeit

Das heute alltägliche Salz ist im Grunde kostbarer als Gold und Edelsteine. – Ohne Gold und Edelsteine können wir Menschen gut leben; nicht jedoch ohne Salz. – Ohne einen gewissen Salzgehalt im Körper stirbt der Mensch.

Das Nötigste im Leben des Menschen sind: Wasser, Feuer, Eisen und Salz,
kräftiger Weizen, Milch und Honig, Blut der Trauben, Öl und Kleidung.
Sir 39:26

Daher war das Salz in der Antike auch sehr kostbar. –
Wichtige Handelsstraßen heißen „Salzstraßen“, „Hellweg“.

So kostbar und lebensnotwendig sind überzeugte Christen für unsere Welt, welche die Verbundenheit der Menschen mit Gott immer wieder aufzeigen..

Jedes Speiseopfer sollst du salzen,
und deinem Speiseopfer sollst du das Salz des Bundes deines Gottes nicht fehlen lassen;
jede deiner Opfergaben sollst du mit Salz darbringen.
Lev 2:13

Schmelzkraft

Im Winter streut man Salz auf vereiste Gehwege und Straßen, damit das Eis schmilzt und man nicht mehr ausrutschen kann – Es gibt auch viel tödliche Kälte und Rutschgefahr in unserer Gesellschaft, ja auch in unseren Familien und in unseren Gemeinschaften.

Da können und sollen wir Christen „Salz der Erde“ sein: auflösend, befreiend und vergebend, damit Menschen nicht ins Rutschen geraten.

Wo Salz ist, da wird Erstarrtes wieder beweglich.

Konservierungs- und Reinigungskraft

Salz schützt vor Fäulnis: Die einzige Möglichkeit, Fische und Fleisch haltbar zu machen, war früher sie in Salz zu legen, um sie vor Fäulnis und Verderb zu retten. – Auch zum Reinigen brauchte man Salz.

Durch Beigabe von Salz wird krankmachendes Wasser gesund.
2 Kön 2,20ff

Es gibt heute auch viele faule Stellen in Staat und Kirche, in Gemeinde und Familien. Mit dem Salz des Evangeliums können wir das Leben der Menschen vor Verfall bewahren.

„Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander!“
(Mk 9,50)

Salz trägt und heilt

Beim Baden im Toten Meer, das einen Salzgehalt von über 30 % hat, konnte ich einmal die schöne Erfahrung machen, dass ich von diesem Wasser ohne eigene Schwimmbewegungen getragen. – Und salzhaltiges Wasser reizt die Haut und trägt so zur Heilung bei – daher werden Kuren in Solebädern verschrieben.

So können auch wir Christen, wenn wir genügend Salz haben, auch andere mittragen und zur Heilung beitragen, die sonst unterzugehen drohten, in den Meeresfluten unserer Zeit.

Würzkraft

Am bekanntesten ist wohl, dass das Salz der Speise den richtigen Geschmack gibt.

Was wäre eine Suppe oder Pommes frites ohne Salz – fad und geschmacklos. – Doch auch eine versalzene Suppe schmeckt scheußlich.

Es kommt also auf die richtige Dosierung an.

Ein Wort zur Unzeit ist ein Braten ohne Salz,
im Mund des Ungebildeten findet es sich dauernd.
Sir 20:19

Auch mit dem Salz der Liebe im menschlichen Zusammenleben ist es genauso. Ohne Liebe stirbt das menschliche Leben, bei zuviel liebevoller Umarmung jedoch erstickt es.

Wenn man das Salz bei einer Speise herausschmeckt, ist zuviel gesalzen worden, denn das Salz ist ein verborgenes Gewürz – es bringt den Eigengeschmack der Speisen zur Geltung.

So können und sollen auch wir Christen den je eigenen Geschmack der Menschen am Leben durch das Salz unserer Liebe zur Geltung bringen und sollen ihnen durch unseren Beitrag nicht das Leben versalzen.

Ein schöner Brauch ist es, bei einem Einzug in ein neues Haus den neuen Nachbarn Brot und Salz zu schenken als Zeichen der Gastfreundschaft.

Christen als das Salz der Erde

„Ihr seid das Salz der Erde!“ – Diese Zusage Jesu gilt für alle Christen. Doch diese Zusage Jesu ist zugleich eine Lebensaufgabe.

Daher wurde früher bei der Taufe dem Täufling ein wenig Salz auf die Zunge gestreut, und der Priester sagte dazu: „Empfange das Salz der Weisheit …“

Das heißt: Gib dem ganzen Leben Würze durch die Weisheit, die von Gott kommt!

„Eure Worte seien immer freundlich, doch mit Salz gewürzt;
denn ihr müsst jedem in der rechten Weise antworten können.
Kol 4,6

Wenn wir Christen also das Salz der Erde sind (!),
dann gehört es zu unserer Aufgabe, uns in das Geschehen dieser Welt einzumischen.

Denn
– ohne Salz gibt es kein Leben;
– ohne Salz vereist der Boden, auf dem wir stehen und wir rutschen aus;
– ohne Salz trägt das Wasser schlechter und ihm fehlt die Heilkraft;
– ohne Salz können Grundwerte und Grundhaltungen in unserer Gesellschaft schlecht bewahrt werden;
– und ohne eine Prise Salz fehlt dem Leben der richtige Geschmack.

Was wäre unsere Zeit ohne Christen, welche die Kraft des Salzes in sich bewahren? Sie wäre so fad wie eine Suppe ohne Salz.


 

Der Buchstabe des Gesetzes tötet –
der Geist ist es, der lebendig macht
.
– Kernpunkte der “Berglehre Jesu” (Mt 5,17-48)
– Evangelium des 6. Sonntages im Jahreskreis A (Mt 5,17-37)
+ Evangelium des 7. Sonntages im Jahreskreis A (Mt 5,38-48)

siehe: grenzenlose Gerechtigkeit

 

Die „Super“-Thesen Jesu in seiner Berglehre
Mt 5,17-48

 

Nicht Aufhebung,      sondern Erfüllung

des Gesetzes

17 In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Denkt nicht,
ich sei gekommen,
um das Gesetz und die Propheten aufzuheben.

Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben,
sondern um zu erfüllen.

18 Amen, das sage ich euch:
Bis Himmel und Erde vergehen,
wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen,
bevor nicht alles geschehen ist.

19 Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt
und die Menschen entsprechend lehrt,
der wird im Himmelreich der Kleinste sein.

Wer sie aber hält und halten lehrt,
der wird groß sein im Himmelreich.

20 Darum sage ich euch:
Wenn eure Gerechtigkeit nicht überfließt,
mehr als die der Schriftgelehrten und Pharisäer,
werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.

Verdeutlichung an 6 Beispielen

„Ihr habt gehört,
dass zu den Alten gesagt wurde“

Ich aber sage euch“

statt „alte“ Gesetzesmoral      überfließende Gerechtigkeit

nicht erst      sondern schon
der Mord           die innere Ablehnung
→ radikale Bejahung

21 Ihr habt gehört,
dass zu den Alten gesagt worden ist:
Du sollst nicht töten;
wer aber jemand tötet,
soll dem Gericht verfallen sein.

22 Ich, ja ich sage euch (darüber hinaus):
Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt,
soll dem Gericht verfallen sein;
und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!,
soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein;
wer aber zu ihm sagt: Du gottloser Narr!,
soll dem Feuer der Hölle verfallen sein.

23 Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst
und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat,
24 so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen;
geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder,
dann komm
und opfere deine Gabe.

25 Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner,
so lange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist.
Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen,
und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben,
und du wirst ins Gefängnis geworfen.

26 Amen, das sage ich dir:
Du kommst von dort nicht heraus,
bis du den letzten Cent bezahlt hast.

nicht erst      sondern schon
der Ehebruch      der lüsterne Blick
→ radikale Zuwendung

27 Ihr habt gehört,
dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen.

28 Ich – ja ich sage euch (darüber hinaus):
Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht,
hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.

29 Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt,
dann reiß es aus und wirf es weg!
Denn es ist besser für dich,
dass eines deiner Glieder verloren geht,
als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.

30 Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verführt,
dann hau sie ab und wirf sie weg!
Denn es ist besser für dich,
dass eines deiner Glieder verloren geht,
als dass dein ganzer Leib in die Hölle kommt.

nicht erst                          sondern schon
die ungesetzliche Scheidung      jede Scheidung
→ radikale Verantwortung

31 Ferner ist gesagt worden:
Wer seine Frau aus der Ehe entlässt,
muss ihr eine Scheidungsurkunde geben.

32 Ich – ja ich sage euch (darüber hinaus):
Wer seine Frau entlässt,
obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt,
liefert sie dem Ehebruch aus;
und wer eine Frau heiratet, die aus der Ehe entlassen worden ist,
begeht Ehebruch.

nicht erst      sondern schon
der Meineid      das „Jein“/der Schwur
→ radikale Wahrhaftigkeit

33 Ihr habt gehört.
dass zu den Alten gesagt worden ist:
Du sollst keinen Meineid schwören,
und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast.

34 Ich – ja ich sage euch (darüber hinaus):
Schwört überhaupt nicht,
weder beim Himmel,
denn er ist Gottes Thron,
35 noch bei der Erde,
denn sie ist der Schemel für seine Füße,
noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs.

36 Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören;
denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen.

37 Euer Ja sei ein Ja,
euer Nein ein Nein;
alles andere stammt vom Bösen.

nicht erst                     sondern schon
die willkürliche Vergeltung      die „Retourkutsche“/ der Schlagabtausch
→ radikale Versöhnungsbereitschaft

38 Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist:
ein Auge anstelle eines Auges
und ein Zahn anstelle eines Zahnes.

39 Ich – ja ich sage euch (darüber hinaus):
dem, der euch etwas Böses antut, stellt euch nicht entgegen,
sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt,
dann halt ihm auch die andere hin.

40 Und wenn dich einer vor Gericht bringen will,
um dir das Hemd wegzunehmen,
dann schenke ihm auch den Mantel.

41 Und wenn dich einer zwingen will,
eine Meile mit ihm zu gehen,
dann geh zwei mit ihm.

42 Wer dich bittet, dem gib,
und wer von dir borgen will, den weise nicht ab.

nicht erst                sondern schon
der Hass der Freunde      der Feindeshass
→ grenzenlose Liebe

43 Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist:
Du sollst deinen Nächsten lieben
und deinen Feind hassen.

44 Ich – ja ich sage euch (darüber hinaus):
Liebt eure Feinde
und betet für die, die euch verfolgen,
45 damit ihr Söhne und Töchter eures Vaters im Himmel werdet;
denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten,
und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.

46 Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben,
welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten?
Tun das nicht auch die Zöllner?

47 Und wenn ihr nur eure Brüder und Schwestern grüßt,
was tut ihr damit Besonderes?
Tun das nicht auch die Heiden?

48 Ihr werdet/sollt also sein
zum Ziel gelangt/vollendet/volljährig/erwachsen/ vollkommen –

wie der Vater von euch – der in den Himmeln –
zum Ziel gelangt/vollendet/vollkommen ist.

.

Der Buchstabe des Gesetzes tötet –
der Geist ist es, der lebendig macht.

Nicht erst der Mord,
sondern schon das Zürnen
widerspricht dem Geist der Weisungen Gottes

Versöhnung hat Vorrang vor liturgischem Opfer

rechtzeitiger Friedensschluss
bewahrt vor Verurteilung durch ein weltliches Gericht

Nicht erst der vollzogene Ehebruch,
sondern schon der begehrende Blick
widerspricht dem Geist des Weisungen Gottes

Nicht erst eine ungesetzliche Scheidung,
sondern jede Scheidung
widerspricht dem Geist der Weisungen Gottes

Nicht erst ein Meineid und ein Eidesbruch,
sondern schon jeder Schwur
widerspricht dem Geist der Weisungen Gottes

Jedes eurer Worte sei wahrhaftig

Nicht erst eine willkürliche Vergeltung,
sondern schon jeder Gedanke an Vergeltung
widerspricht dem Geist der Weisungen Gottes

vielmehr soll Böses mit Gutem vergolten werden

Nicht erst ein Hass gegenüber dem Nächsten
sondern schon mangelnde Liebe gegenüber dem Feind
widerspricht dem Geist der Weisungen Gottes

Eure Liebe soll Gottes Weisungen gemäß alle umfassen,
so wie seine Liebe grenzenlos ist.

Nicht erst das Tun des Bösen,
sondern schon das Unterlassen des Guten
widerspricht dem Geist der Weisungen Gottes

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

 

Glückwunsch Jesu (4. A)


Die liturgischen Texte des 4. Sonntages im Jahreskreis A

(29. Januar 2017)

Eröffnungsvers (Psalm 106,47)
„Hilf uns, HERR, unser Gott, führe uns aus den Völkern zusammen!
Wir wollen deinen heiligen Namen preisen,
uns rühmen, weil wir dich loben dürfen.“

1. Lesung: Zef 2,3; 3.12-13
Ich lasse in deiner Mitte übrig ein demütiges und armes Volk

Antwortpsalm (Ps 146,5.u.7. 8-9b. 9c-10)

2. Lesung: 1 Kor 1,26-31
Das Niedrige in der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt

Ruf vor dem Evangelium: (Mt 5,12a)
Halleluja. Halleluja.
Freut euch und jubelt:
Euer Lohn im Himmel wird groß sein.
Halleluja

Evangelium: Mt 5,1-12a
Selig, die arm sind vor Gott

Liturgische Texte – siehe auch Schott: 4. Sonntag im Jahreskreis A

 

Gedanken zum Evangelium vom 4. Sonntag im Jahreskreis A (= Mt 5,1-12):

Die Seligpreisungen in der Bergpredigt Jesu

Als Jesus die vielen Menschen sah…

die wie Schafe ohne Hirten orientierungslos waren

stieg er auf einen Berg.

so wie Mose auf den Berg Sinai stieg,
um dort die Wegweisungen Gottes zu empfangen

Jesus erscheint hier als der neue Mose, der sein Volk aus dem Land der Begrenzungen herausführt.

Er setzte sich

Jesus wird hier beschrieben als der neue „Gesetzeslehrer“,
der sich auf seinen Lehrstuhl setzt.

und seine Jünger traten zu ihm.

so wie Mose um sich die Ältesten versammelte.

Dann begann ER zu reden und lehrte sie.

Nun ist es nicht mehr Gott, der zu Mose spricht,
sondern Jesus kündet selbst im Geist Gottes die „neue Lehre“.

„Selig,
wer meine Worte hört…

Das Herzstück
der Berglehre Jesu:
Die „Um-schreibung“
der Lebensweisungen Gottes
von den Steintafeln des Sinai
in die Herzen der Menschen
hinein

… und danach
handelt.

(G. M. Ehlert zu Mt 5,1-12 u. 7,24)

Hört, wen Jesus glücklich preist:

Seligpreisungen Jesu in der Bergpredigt - Bild (c) G. M. Ehlert, 23.01.2011

8 + 1 Seligpreisungen Jesu in der Bergpredigt – (c) G. M. Ehlert, 23.01.2011

3. Glückselige, die Armen im Geiste,
denn ihnen ist die Königsherrschaft der Himmel.

4. Glückselige, die Trauernden,
denn ihnen wird beigestanden werden.

5. Glückselige, die Sanftmütigen,
denn sie werden als Erbteil erhalten das Erdland.

6. Glückselige, die Hungernden und Dürstenden nach der Gerechtigkeit,
denn sie werden gesättigt werden.

7. Glückselige die Barmherzigen,
denn sie werden barmherzigt werden.

8. Glückselige, die im Herzen Reinen,
denn sie werden Gott erschauen.

9. Glückselige, die Friedenmacher,
denn sie werden Söhne (u. Töchter) Gottes gerufen werden.

10. Glückselige, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen,
denn ihrer ist die Königsherrschaft der Himmel.

11. Glückselige seid ihr,
wenn sie euch schmähen und verfolgen
und betrügerisch allerart Böses euch nachsagen
um meinetwillen.

12. Freut euch und frohlocket,
denn euer Lohn wird viel sein in den Himmeln.

Nämlich genauso verfolgten sie die Propheten, welche vor euch (waren).

 

siehe auch: 8 + 1 Seligpreisungen Jesu in der Bergpredigt

.

Gottes Maßstab ist „ver-rückt“:

nicht: „Kleider machen Leute!“
sondern: „Kleiner machen, Leute!“ –
und: „Kleine macht ER zu Leuten.“

Die Maßstäbe unserer Welt

Wir beglückwünschen Menschen, die etwas Besonderes erreicht haben:
– Herzlichen Glückwunsch zu einem besonderen Geburtstag…
– Herzlichen Glückwunsch zu einer bestandenen Prüfung…
– Herzlichen Glückwunsch zu einem besonderen Gewinn…

Jesus beglückwünscht Menschen, die bereit sind, Besonderes von Gott zu empfangen:
– Herzlichen Glückwunsch allen, die leere – aber empfangsbereite – Hände und Herzen haben (Arme im Geiste, Sanftmütige, Verfolgte…)
und
– Herzlichen Glückwunsch allen, die jetzt schon sich für den Aufbau des Reiches Gottes einsetzen (Barmherzige, Friedensstifter, Standhafte in Verfolgung…)

Paulus schreibt an die Gemeinde in Korinth (1 Kor 1,26-31):

Der Völkerapostel Paulus schreibt an die kleine christliche Gemeinde in der Großstadt Korinth:

„Seht doch auf eure Berufung, Brüder und Schwestern!
Da sind nicht viele Weise im irdischen Sinn, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme,
sondern das Törichte in der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden zu machen,
und das Schwache in der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen.
Und das Niedrige in der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt:
         das, was nicht ist, um das, was etwas ist, zu vernichten,
         damit kein Mensch sich rühmen kann vor Gott.“

Gott ist ver-rückt.

Ja, in den Augen der Welt ist er bescheuert!
In den Augen der Weisen dieser Welt ist er ein törichter Narr!

Gott ist ver-rückt, wenn er zu allen Zeiten besonders einfache Menschen beruft.  –
So gibt es ja auch in unserer Gemeinde – oder in den kirchlichen Verbänden wie z.B. in der KAB nicht viele Mächtige. Aber gerade deswegen ist dort Platz für Sie und für mich.

In den Augen des Apostels Paulus aber ist Gott in einem anderen Sinn „ver-rückt“:
Er rückt die bestehenden Verhältnisse zurecht.

Gott ist ver-rückt, denn er hat Sie und mich erwählt:

– nicht wegen unserer Vollkommenheit, sondern mit unserer Unvollkommenheit;

– nicht wegen unserer Erfolge, sondern mitten in unserem Scheitern…

– nicht weil wir etwas Besonderes wären, sondern weil wir – ohne etwas Besonderes zu sein, so von Gott geliebt sind…

– nicht wegen unserer Kenntnisse, sondern mit all unserem Nichtwissen und unseren Irrtümern, die wir vertreten…

– nicht wegen unserer Sicherheiten, die wir zu bieten haben, sondern mitten in unserer Verunsicherung und Hilfsbedürftigkeit…

Gott ist ver-rückt, denn er erwählt
nicht nur die, die auf der Glücksseite des Lebens sind, sondern vor allem die, die auf der Schattenseite leben müssen…

Das, was der Apostel Paulus damals seiner kleinen christlichen Gemeinde in der großen Hafenstadt Korinth sagte, lässt sich heute vielleicht auch so ausdrücken:

Der Maßstab: „Kleider machen Leute!„, der das Denken unserer Welt beherrscht,
gilt vor Gott nicht.

Den Weisen, Mächtigen und Einflussreichen, die sich auf den Weltwirtschaftsgipfeln und Weltsicherheitskonferenzen treffen, könnte eher gesagt werden:

Kleiner machen, Leute!

Und den Verzagten sollte gesagt werden:

Kleine macht ER zu Leuten!“

„Wer sich also rühmen will, der rühme sich des Herrn“

wie Maria, die in ihrem Magnifikat singt:

Meine Seele preist die Größe des Herrn.
Und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut…

Gottes Maßstäbe sind ver-rückt, denn „die Kleinen, die kommen bei Gott groß ‚raus!“

.

 

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Berglehre Jesu


Sonntagsevangelium

vom 5. Sonntag im Jahreskreis A (Mt 5,12-16)
siehe: „Salz der Erde“
vom 6. Sonntag im Jahreskreis A (Mt 5,17-37)
(= 16. Februar 2014)
vom 7. Sonntag im Jahreskreis A (Mt 5,38-48) 
(= 23. Februar 2014)
vom 8. Sonntag im Jahreskreis A (Mt 6,24-34)
(= 02. März 2014)
siehe: „In God we trust“
und vom Aschermittwoch (Mt 6,1-6.16-18)
siehe: „Beten + Fasten + Almosen geben

ist jeweils ein Abschnitt aus der sogenannten Bergpredigt Jesu:

Der Buchstabe des Gesetzes tötet –
                             der Geist ist es, der lebendig macht
.
– Kernpunkte der “Berglehre Jesu” (Mt 5,17-48)
– Evangelium des 6. Sonntages im Jahreskreis A (Mt 5,17-37)
+ Evangelium des 7. Sonntages im Jahreskreis A (Mt 5,38-48)

siehe: grenzenlose Gerechtigkeit

Die „Super“-Thesen Jesu in seiner Berglehre
Mt 5,17-48

Nicht Aufhebung,                           sondern Erfüllung

des Gesetzes 

17 In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Denkt nicht,
ich sei gekommen,
um das Gesetz und die Propheten aufzuheben.

Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben,
sondern um zu erfüllen.

18 Amen, das sage ich euch:
Bis Himmel und Erde vergehen,
wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen,
bevor nicht alles geschehen ist.

19 Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt
und die Menschen entsprechend lehrt,
der wird im Himmelreich der Kleinste sein.

Wer sie aber hält und halten lehrt,
der wird groß sein im Himmelreich.

20 Darum sage ich euch:
Wenn eure Gerechtigkeit nicht überfließt,
mehr als die der Schriftgelehrten und Pharisäer,
werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.

Verdeutlichung an 6 Beispielen

„Ihr habt gehört,
dass zu den Alten gesagt wurde“

                                         „Ich aber sage euch“

statt „alte“ Gesetzesmoral                    überfließende Gerechtigkeit

nicht erst                           sondern schon

der Mord                           die innere Ablehnung

→ radikale Bejahung

21 Ihr habt gehört,
dass zu den Alten gesagt worden ist:
Du sollst nicht töten;
wer aber jemand tötet,
soll dem Gericht verfallen sein.

22 Ich, ja ich sage euch (darüber hinaus):
Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt,
soll dem Gericht verfallen sein;
und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!,
soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein;
wer aber zu ihm sagt: Du gottloser Narr!,
soll dem Feuer der Hölle verfallen sein.

23 Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst
und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat,
24 so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen;
geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder,
dann komm
und opfere deine Gabe.

25 Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner,
so lange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist.
Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen,
und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben,
und du wirst ins Gefängnis geworfen.

26 Amen, das sage ich dir:
Du kommst von dort nicht heraus,
bis du den letzten Cent bezahlt hast.

nicht erst                           sondern schon

der Ehebruch                     der lüsterne Blick

→ radikale Zuwendung

27 Ihr habt gehört,
dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen.

28 Ich – ja ich sage euch (darüber hinaus):
Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht,
hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.

29 Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt,
dann reiß es aus und wirf es weg!
Denn es ist besser für dich,
dass eines deiner Glieder verloren geht,
als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.

30 Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verführt,
dann hau sie ab und wirf sie weg!
Denn es ist besser für dich,
dass eines deiner Glieder verloren geht,
als dass dein ganzer Leib in die Hölle kommt.

nicht erst                           sondern schon

die ungesetzliche Scheidung                           jede Scheidung

→ radikale Verantwortung

31 Ferner ist gesagt worden:
Wer seine Frau aus der Ehe entlässt,
muss ihr eine Scheidungsurkunde geben.

32 Ich – ja ich sage euch (darüber hinaus):
Wer seine Frau entlässt,
obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt,
liefert sie dem Ehebruch aus;
und wer eine Frau heiratet, die aus der Ehe entlassen worden ist,
begeht Ehebruch.

nicht erst                           sondern schon

der Meineid                        das „Jein“/der Schwur

→ radikale Wahrhaftigkeit

33 Ihr habt gehört.
dass zu den Alten gesagt worden ist:
Du sollst keinen Meineid schwören,
und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast.

34 Ich – ja ich sage euch (darüber hinaus):
Schwört überhaupt nicht,
weder beim Himmel,
denn er ist Gottes Thron,
35 noch bei der Erde,
denn sie ist der Schemel für seine Füße,
noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs.

36 Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören;
denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen.

37 Euer Ja sei ein Ja,
euer Nein ein Nein;
alles andere stammt vom Bösen.

nicht erst                           sondern schon

die willkürliche Vergeltung                            die „Retourkutsche“/
                                                                          der Schlagabtausch

→ radikale Versöhnungsbereitschaft

38 Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist:
ein Auge anstelle eines Auges
und ein Zahn anstelle eines Zahnes.

39 Ich – ja ich  sage euch (darüber hinaus):
dem, der euch etwas Böses antut, stellt euch nicht entgegen,
sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt,
dann halt ihm auch die andere hin.

40 Und wenn dich einer vor Gericht bringen will,
um dir das Hemd wegzunehmen,
dann schenke ihm auch den Mantel.

41 Und wenn dich einer zwingen will,
eine Meile mit ihm zu gehen,
dann geh zwei mit ihm.

42 Wer dich bittet, dem gib,
und wer von dir borgen will, den weise nicht ab.

nicht erst                           sondern schon

der Hass der Freunde                           der Feindeshass

→ grenzenlose Liebe

43 Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist:
Du sollst deinen Nächsten lieben
und deinen Feind hassen.

44 Ich – ja ich sage euch (darüber hinaus):
Liebt eure Feinde
und betet für die, die euch verfolgen,
45 damit ihr Söhne und Töchter eures Vaters im Himmel werdet;
denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten,
und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.

46 Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben,
welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten?
Tun das nicht auch die Zöllner?

47 Und wenn ihr nur eure Brüder und Schwestern grüßt,
was tut ihr damit Besonderes?
Tun das nicht auch die Heiden?

48 Ihr werdet/sollt also sein
zum Ziel gelangt/vollendet/volljährig/erwachsen/ vollkommen – 

wie der Vater von euch – der in den Himmeln –
zum Ziel gelangt/vollendet/vollkommen ist.

Der Buchstabe des Gesetzes tötet –
der Geist ist es, der lebendig macht.

Nicht erst der Mord,
sondern schon das Zürnen
widerspricht dem Geist der Weisungen Gottes

Versöhnung hat Vorrang vor liturgischem Opfer

rechtzeitiger Friedensschluss
bewahrt vor Verurteilung durch ein weltliches Gericht

Nicht erst der vollzogene Ehebruch,
sondern schon der begehrende Blick
widerspricht dem Geist des Weisungen Gottes

Nicht erst eine ungesetzliche Scheidung,
sondern jede Scheidung
widerspricht dem Geist der Weisungen Gottes

Nicht erst ein Meineid und ein Eidesbruch,
sondern schon jeder Schwur
widerspricht dem Geist der Weisungen Gottes

Jedes eurer Worte sei wahrhaftig

Nicht erst eine willkürliche Vergeltung,
sondern schon jeder Gedanke an Vergeltung
widerspricht dem Geist der Weisungen Gottes

vielmehr soll Böses mit Gutem vergolten werden

Nicht erst ein Hass gegenüber dem Nächsten
sondern schon mangelnde Liebe gegenüber dem Feind
widerspricht dem Geist der Weisungen Gottes

Eure Liebe soll Gottes Weisungen gemäß alle umfassen,
so wie seine Liebe grenzenlos ist.

Nicht erst das Tun des Bösen,         
sondern schon das Unterlassen des Guten
widerspricht dem Geist der Weisungen Gottes

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