Schlagwort-Archive: Messias

3. Fastensonntag A

3. Fastensonntag A

Sonntag,  15. März 2020

1. Lesung: (Ex 17,3-7) Wasser aus dem Felsen…
2. Lesung: (Röm 5,1-2.5-8) die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen…
Evangelium: (Joh 4,5-42) lebendiges Wasser, das zur sprudelnden Quelle wird… 

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Christus-Bekenntnis (24.B)

„Christus-Bekenntnis“

Sonntag, 16. September 2018

Liturgische Texte zum 24. Sonntag im Jahreskreis B

Eröffnungsvers: (vgl. Sir 36,18.21-22)
HERR, gib Frieden denen, die auf dich hoffen,
und erweise deine Propheten als zuverlässig.
Erhöre das Gebt deiner Diener und deines Volkes.

Tagesgebet
Gott, du Schöpfer und Lenker aller Dinge,
sieh gnädig auf uns.
Gib, dass wir dir mit ganzem Herzen dienen
und die Macht deiner Liebe an uns erfahren.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

ERSTE Lesung aus dem Buch Jesaja (Jes 50,5-9a)
Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen

Antwortpsalm: Psalm 116,1-2.3-4.5-6.8-9
Ich gehe meinen Weg vor Gott im Land der Lebenden.

ZWEITE Lesung aus dem Jakobusbrief (Jak 2,14-18)
Der Glaube für sich allein ist tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat  

Ruf vor dem Evangelium (Gal 6,14)
Halleluja. Halleluja.
Ich will mich allein des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus rühmen,
durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.
Halleluja.

Evangelium aus dem Markusevangelium (Mk 8,27-35)
Du bist der Messias. – Der Menschensohn muss vieles erleiden

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EvangelientextÜbersetzung G. M. Ehlert

Markus 8,27 – 35 (= Evangelium vom 24. Sonntag im Jahreskreis B)

Ihr aber – was sagt ihr, dass ich sei?

Und es kamen heraus der Jesus
und die Lernenden von ihm
in die Dörfer (bei der Stadt) Cäsarea des Philippus*;
     
(= die erst 2/1 v. Chr. gegründete Hauptstadt der Tetrarchie des Herodes Philippus)
und in dem Weg
fragte er die Lernenden von ihm
sagend zu ihnen:
„Was (über) mich sagen die Menschen,
wer ich sei?“

die aber sprachen zu ihm sagend (folgendes):
(für) Johannes den Täufer*,  (z.B. Meinung des Herodes vgl. Mk 6,14)
und andere (für) Elias*,
(= die verbreitete Überzeugung, dass vor dem Messias der Prophet Elia wiederkommen werde vgl. Mk 6,15)

andere aber (folgendes): (für) einen der Propheten*.
(= besonders gedacht wird an einen neuen Mose, vgl. Dtn 18,15)

Und ER fragte sie (selbst):
ihr aber was (über) mich saget ihr, wer ich sei?
antwortend der Petrus sagt er (zu) ihm:
du bist der Gesalbte*
(= Christos = der (von Gott zum König) Gesalbte = der verheißene Messias = der König aus dem Geschlecht Davids)
(der Sohn des lebendigen Gottes).

Und er verwarnte sie
auf dass sie nicht einem (so) sagen sollten
über ihn.

Erste Leidensankündigung Jesu

Und er fing an sie zu lehren (folgendes)
„es ist nötig (für) den Sohn des Menschen
vieles zu (er-)leiden
und hinweggeprüft (= verworfen) zu werden
   von den Ältesten
   und den Hohenpriestern
   und den Schriftgelehrten
und umgebracht zu werden
und nach drei Tagen aufzuerstehen.“

Und in aller Offenheit das Wort sagte er.

Zurechtweisung des Petrus

Und zu-sich-her-nehmend der Petrus ihn
fing er an zu verwarnen ihn.

Der aber, gewendet worden
und gewahrt habend die Lernenden (von) ihm
verwarnte den Petrus
und sagte: Hinweg, hinter mich, Widersacher,
weil du nicht bedacht bist (auf) das des Gottes
sondern (auf) das der Menschen.

Jesu Wort von der Kreuzesnachfolge

Und herzurufend die Menge
samt den Lernenden (von) ihm,
sprach er zu ihnen:
„wenn jemand willens ist, mir nachzufolgen,
verleugne er sich selbst
und nehme auf das Kreuz – sein eigenes
und folge mir nach.

Welcher nämlich sooft er will
seine Seele (Psyche) retten
vernichten wird er sie;
welcher aber gleichsam
vernichten wird seine Seele
um meinet- und des Evangeliums willen,
retten wird er sie.

 

Wen nämlich fördert es,
wenn ein Mensch den ganzen Kosmos gewinnt
und seine Seele verliert?

Wen nämlich könnte geben ein Mensch
als Eintausch für seine Seele?

Welcher nämlich
sooft er beschämt werden sollte
(in Bezug auf) mich
und die von mir kommenden Worte
in der Generation
welche ehebrecherisch und sündhaft (ist)
auch der Sohn des Menschen
wird beschämt werden
(in Bezug auf) ihn
wann er kommt
in der Herrlichkeit seines Vaters
mit den Boten der Himmel.“

Und er sagte zu ihnen:
„Amen ich sage euch (folgendes):
es sind einige der hier Stehenden
welche gewiss nicht schmecken den Tod,
bis sie gewahren
die Königsherrschaft des Gottes,
gekommen seiend in Dynamik.“

(Mk 8,27-35.36-37 u. 9,1)

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Bild zur Meditation:

Jesus = der messianische König + leidender Gottesknecht

Mk 8,27-35

Christus-Bekenntnis u. Zurecht-Weisung – Grafik (c) G. M. Ehlert, 10.09.2018

 

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Impuls zum Evangelium

Das Christusbild des Jesus von Nazaret u. des Simon bar Jona (= Petrus)
oder: Über Selbst- und Fremdeinschätzung

Khalil Gibran (*1883 – +1931) – ein libanesischer Philosoph und Dichter schrieb einmal:

Einmal, alle hundert Jahre, trifft Jesus von Nazareth den Jesus der Christen
in einem Garten zwischen den Hügeln des Libanon.
Und sie sprechen lange,
und jedes Mal geht Jesus von Nazareth fort,
indem er zum Jesus der Christen sagt:
„Mein Freund, ich fürchte, wir werden niemals, niemals übereinstimmen.“

(Aus: Khalil Gibran, Sand und Schaum, Walter-Verlag, Olten u. Freiburg)

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Links:

–> zur 1. Lesung: Jes 50,4-9: – III. Gottesknechtslied

–> zum Antwortpsalm: Psalm 116: Erinnerung u. Dank für die Errettung

–> Bildmeditation zu Mk 8,29-34: Du-Christus

–> Predigt zu Mk 8,27-35: „Du bist der Christus – ein Bekenntnis mit Konsequenzen“

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott 24.S.i.J. B

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 12. Sept. 2018

Christus nachfolgen


zum 12. Sonntag im Jahreskreis C (= 19. Juni 2016)

Eröffnungsvers:
„Der HERR ist die Stärke seines Volkes,
er ist Schutz und Heil für seinen Gesalbten.
HERR, hilf deinem Volk und segne dein Erbe,
führe und trage es in Ewigkeit.“
(Ps 28,8.9)

1. Lesung: Sach 12,10-11; 13,1: „Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben“ (Joh 19,37)

Übersetzung Ehlert:

1 Traglast des Wortes JHWH’s (= des HERRN) über Israel: …

10 Und ich werde ausgegossen haben auf (das) Haus Davids
und auf (die) Bewohner Jerusalems
(einen) Hauch/ Atem/ Geist (der) Gnade und (des) Bittens

und sie werden aufgeblickt haben/ aufmerksam wahrnehmen
zu mir (!)
auf den, welchen sie durchbohrt haben

und sie werden klagen/ haben geklagt um ihn
wie Wehklage (in Bezug) auf den Einzigen
und Bitter(klage) (in Bezug) auf ihn
wie Bitter(klage) (in Bezug) auf den Erstgeborenen.

11 An demjenigen Tag – es wird groß sein die Wehklage in Jerusalem
wie die Wehklage (um) Hadad-Rimmon (= zerstörte Stadt) in (der) Ebene Meggido.

13,1 An demjenigen Tag – es wird sein
eine Quelle geöffnet werdend/ sich öffnend
für/ vom Haus David
und für/ von Bewohnern Jerusalems
für/ von Sünd(opfer) (= Mittel zur Entfernung der Sünde)
und für (Reinigung)/ von Unreinheit/ Befleckung.

Impuls zum Weiterdenken:

1. Gott gießt seinen Geist „der Gnade“ und „des Bittens“ über sein Volk aus –
d.h. im Licht seiner Barmherzigkeit, die an ihm sichtbar wird, kann der Mensch sein Versagen, seine Schuld erkennen, im „Geist des Bittens“ bekommt er die Kraft, Gott um Vergebung und Verwandlung zu bitten

2. „Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben“ – so zitiert der Evangelist Johannes im Blick auf das am Kreuz durchbohrte Herz Jesu Sacharja 12,10.
In diesem durchbohrten Herzen Jesu erkennen wir durch Gottes Geist seine unendliche Liebe zu uns – und angesichts dieser Liebe das eigene Versagen:

Petrus hat ihn dreimal verleugnet, er weint Reuetränen und erfährt nach Ostern in der Begegnung mit dem Auferstandenen Vergebung und neue Kraft, „die Brüder und Schwestern“ im Glauben zu stärken.

Paulus hat die Christen bis aufs Blut verfolgt – er erfährt in der Vision Christus als den Herrn, der nun im Himmel zur Rechten Gottes sitzt. Aus dem eifernden Christenverfolger wird so ein eifernder Christusverkünder.

Viele, die einmal in ihrem Leben erfahren haben, dass ihnen von Christus viel vergeben wurde, sind nun voll des Geistes, diese Vergebung andere erfahrbar werden zu lassen.

3. Der läuternde Blick auf den Durchbohrten wird die Quelle sein, aus der Versöhnung und Verwandlung und neue Liebesfähigkeit entströmt.
(–> siehe auch: „Wasser schöpfen aus der Quelle der Erlösung“ u. Herz-Jesu-Fest)

2. Lesung: Gal 3,26-29: „Ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus als Gewand angelegt.“
–> siehe: Ihr alle seid eins in Christus
–> siehe auch: „Christus anziehen

Evangelium: Lk 9,18-24: „Du bist der Messias Gottes. – Der Menschensohn muss vieles erleiden“
–> siehe: Messiasbekenntnis des Petrus

 

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

3. Advent: Zeugnis geben

3. Advent: Zeugnis geben

zum 3. Advent (Lesejahr B) (= 14. Dezember 2014)

Evangelium: Johannes 1,6-8.19-28 Das Zeugnis des Johannes

„Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht,
damit alle durch ihn zum Glauben kommen.“
(aus dem Tagesevangelium: Joh 1,7)

ein adventlicher Auftrag: Zeugnis geben, damit die Wahrheit ans Licht kommt

Hinweise auf die Ankunft Gottes: entdecken – beachten – bezeugen

Überblick über den bisherigen Adventsweg:

Am ersten Adventssonntag stand die Einladung Jesu, wie ein Türhüter wachsam Ausschau zu halten nach dem Kommenden und ihm die Tür zu öffnen… (vgl. Mk 13,24-37)

Am zweiten Adventssonntag stand die Aufforderung des Propheten Jesajas, die auch Johannes der Täufer aufgriff, wie ein Bauarbeiter – die Zugangswege auszubessern für den HERRN. (vgl. Jes 40,1-5.9-11 u. Mk 1,1-8)

Am dritten Adventssonntag steht nun der Aufruf, wie ein Zeuge / eine Zeugin glaubwürdig Zeugnis zu geben von dem, was wir gehört und erfahren haben, damit die Wahrheit über die verborgene Gegenwart Gottes unter uns aufleuchten kann.

Zeugnis geben (c) G. M. Ehlert, Dez. 2014

Zeugnis geben (c) G. M. Ehlert, Dez. 2014

Der Zeuge, der ein Zeugnis ablegt…

  • oft wird ein Zeuge gesucht nach Verkehrsunfällen…
  • über einen anderen ein Zeugnis schreiben = Aufgabe von Lehrern und Vorgesetzten…
  • ein Zeugnis geben kann auch heißen: fasziniert von der Teilnahme an einem Ereignis berichten… (“Wovon das Herz voll ist, davon quillt der Mund über…”)
  • vielen fällt es schwer die rechten Worte zu finden, um Zeugnis zu geben vom eigenen Glauben…
  • Wovon reden wir gerne? – Wovon reden wir viel?
  • Wovon ist unser Herz erfüllt?

Die Botschaft Johannes des Täufers: „Macht Platz für den Kommenden!“

Er redet engagiert davon, dass die Menschen sich auf seine Ankunft vorbereiten sollen.
Er wählt dafür einen besonderen Ort aus: er steigt hinab zum Jordan (= die tiefste Stelle der gesamten Erde 395 Meter unter dem Meeresspiegel),
an den Ort, wo vor vielen Jahrhunderten das Volk Israel durch den Jordan hindurch in das gelobte Land einzog.
Hier taucht er die Menschen in das Wasser des Jordan unter als Zeichen für ihre Bereitschaft, neu zu beginnen…

Hier sollen die Menschen noch einmal einen Schritt des Neubeginns tun:
Das eigene Herz bereiten für die Ankunft des ersehnten Messias.

Damit Gottes Sohn auch bei uns ankommen kann…

„Mit Ernst, o Menschenkinder, das Herz in euch bestellt.
bald wird das Heil der Sünder, der wunderstarke Held,
den Gott aus Gnad allein der Welt zum Licht und Leben
versprochen hat zu geben, bei allen kehren ein.

Bereitet doch beizeiten den Weg dem großen Gast
und rüstet euch mit Freuden, lasst alles, was er hasst.
Macht eben jeden Pfad, die Täler all erhöhet,
macht niedrig, was hoch stehet,
was krumm ist , macht gerad.“

so heißt es in einem Adventslied von Valentin Thilo (1642),
zu finden im Eigenteil des Bistums Münster zum Gotteslob: GL 756.

Zeugnis geben:

– die „Unebenheiten“, „krummen Touren“ etc. im eigenen Leben erkennen und sich dazu in einer persönlichen Adventsbeichte auch bekennen und dabei zugleich Zeugnis zu geben vom Glauben an Gottes Barmherzigkeit.

– vor anderen Zeugnis zu geben von dieser barmherzigen Liebe Gottes, die sich auf den Weg gemacht hat, um einen jeden von uns im Innersten zu erreichen.

– wie Johannes der Täufer von sich weg- und auf den kommenden Christus hinzuweisen…

– wie Johannes der Täufer in Vorfreude auf den Kommenden leben – diese frohe Erwartung strahlt positiv aus…

 

siehe auch: Johannes – Zeuge für das Licht

fünf Schritte zur Adventsbeichte

 

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Schlüsselfrage (21. S. A)

Gedanken zum Evangelium vom 21. Sonntag im Jahreskreis A
= Mt 16,13-20
(= 24. August 2014)

Text (Mt 16,13-20) in der Übersetzung von G. M. Ehlert:

Es kam aber (der) Jesus in die Gegend
Cäsarea Philippis
er fragte seine Jünger sagend:
   „Was sagen die Menschen
     wer der Menschensohn sei?“
Diese aber sprachen:
   „Die einen – Johannes der Täufer;
     andere – Elija;
     weitere aber – Jeremia
     oder sonst einer der Propheten.“ 
Sagt er zu ihnen:
   „Ihr aber – was sagt ihr, wer ich sei?“ 

Es antwortete aber Simon Petrus
sprechend (zu ihm):
   „Du bist der Christus (= der Messias = der Gesalbte)
     der Sohn des Gottes, des Lebendigen.“ 

Es antwortete aber der Jesus sprechend zu ihm:
   „Selig bist du, Simon, Sohn des Jona,
     denn nicht Fleisch und Blut hat dir das enthüllt,
     sondern mein Vater – der in den Himmeln.“ 

Und ich aber – dir sage ich:
   „Du bist Petrus (= der Fels)
     und auf diesen Felsen will ich erbauen
     meine Kirche (= Versammlung der Herausgerufenen).
     Und die Tore des Hades (= Unterwelt)
     werden sie nicht überwältigen.
     Ich werde geben dir
     die Schlüssel zum Königtum der Himmel,
     und was immer auch du bindest auf Erden –
     gebunden wird es sein in den Himmeln.
     Und was immer auch du lösest auf Erden –
     gelöst wird es sein in den Himmeln.“ 
Darauf herrschte er die Jünger an:
Niemandem sollten sie sagen,
dass er (= Jesus) der Christus sei.

Gedanken zum Evangelium:

Die Schlüsselfrage: Wer bin ich für dich – wer bist du für mich?

Eine Schlüsselfrage: wer bekommt einen eigenen Haustürschlüssel?

  • Einen Zugang zum Evangelium erschließen

– Eine Schlüsselszene im Matthäusevangelium ist dieser Abschnitt (Mt 16,13-20), der so etwas wie einen Wendepunkt im Evangelium bildet – von nun an geht Jesus gezielt nach Jerusalem = dem Ort, wo er sterben und auferstehen wird.

– Die Schlüsselfrage:
Wer bin ich für dich – wer bist du für mich?

– 3 Schlüsselworte:
Christus – Petrus – Schlüssel des Himmelreiches –
geben Aufschluss

  • Das 1. Schlüsselwort: Christus = der Gesalbte – der Messias

Das Bekenntnis des Petrus:
„Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes.“
= der ersehnte Befreier / Retter / Erlöser Israels
jedoch nicht als politischer Befreier u. strahlender Held
sondern als leidender Gottesknecht. (Doch das erkennt Petrus noch nicht)

  • Das 2. Schlüsselwort: Petrus = der Fels – Fundament der Kirche

Das Bekenntnis Jesu über Petrus:
„Du bist Petrus = der Fels und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen…“
= Festigkeit, beständiges Fundament – Charakteristik Gottes
Fels in Jerusalem = Ort des Tempels,
Abraham als Fels der Welt
Petrus jedoch ist alles andere als standhaft und zuverlässig,
er wird geschildert als leidenschaftlicher und wankelmütiger Mensch.

  • Das 3. Schlüsselwort: Die Schlüssel des Himmelreiches

Die Vollmacht und der Auftrag Jesu an Petrus:
„Ich werde dir die Schüssel des Himmelreiches geben.
Was du auf  Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein.
Was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.“

vgl. Jes 22,19-23 Schlüsselübergabe an den neuen Palastvorsteher

aufschließen – einen Zugang eröffnen – in Verbindung bringen mit dem Himmelreich Gottes – „binden“ an den Bund Gottes mit uns Menschen.

= Schlüssel der WahrheitSchlüssel-Wahrheit

verschließen – abschließen – von dem Bereich der Bedrohung/des Bösen trennen – „lösen“ von Verstrickungen in Schuld und Sünde.

= Schlüssel der  LiebeSchlüssel-Liebe

  • Zum Abschluss: Ein Schlüsselsatz:

Die Schlüsselfrage lautet:
„Wer Jesus für mich ist? – Einer der für mich ist!
Was ich von Jesus halte? – Dass er mich hält!“    (Lothar Zenetti)

Aus einem aufrichtigen Bekenntnis zu Jesus kann dann ein glaubwürdiges Bekenntnis Jesu vor den Menschen folgen, wenn auch wir mit den Schlüsseln der Wahrheit und der Liebe anderen Menschen einen Zugang zu Jesus Christus und seinem Reich der Liebe erschließen.

vgl. auch: „Sich zu Christus bekennen“ und
Du König auf dem Kreuzesthron

siehe auch: „Jesus und Petrus

Sich zu Christus bekennen

Wer ist Jesus für dich?

12. Sonntag im Jahreskreis C
Evangelium: Lk 9,18-24: Messiasbekenntnis u. Leidensankündigung

1. Wenn Jesus betete:

„Als Jesus in der Einsamkeit betete…“

           – 3,21: bei Taufe: Dieser ist mein geliebter Sohn…
           – 5,16 nach Heilungen (Kurskorrektur)
           – 6,12 vor der Wahl der Zwölf
            – 9,18 vor Messiasbekenntnis u. Kreuzesnachfolge
            – 9,28 im Zusammenhang mit der Verklärung
            – 11,1 im Zusammenhang mit dem Vater unser
            – 22,40 Gebet Jesu am Ölberg
            – 23,34 am Kreuz: Vater vergib ihnen…

2. Wer ist dieser Jesus?

„… fragte er die Jünger: „Für wen halten mich die Leute?“
Sie antworteten:
Einige für Johannes des Täufer,
andere für Elija;
wieder andere sagen: Einer der alten Propheten ist auferstanden.

Da sagte ER zu ihnen: Ihr aber – was sagt ihr – wer ICH BIN?
Petrus antwortete: „der MESSIAS Gottes.“

Doch ER herrschte sie an und gab Weisung, DIES keinem zu sagen.“

            – in den Augen der Menschen damals / heute?
            – im eigenen Glauben und Reden
            – gemäß eigener Aussagen

3. Kreuzigung:

Und ER fügte hinzu:
Der Menschensohn muss vieles erleiden
und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden;
er werde getötet werden,
aber am dritten Tag werde er auferstehen.“

            Tod eines „von Gott Verfluchten“ (Dtn 21,23) –
 wird durch Jesu Hingabe bis zum Tod am Kreuz zu einem Zeichen des Heils.

4. als Jünger Jesu – täglich sein Kreuz tragen…

„Zu allen sagte ER:
Wenn einer hinter mir her gehen will, der sage sich los von sich
und nehme sein Kreuz auf, Tag um Tag –
und so folge er mir.
Denn:
Wer sein Leben retten will, der wird es zugrunde richten.
Wer aber sein Leben zugrunde richtet – um meinetwillen –
der wird es retten.“ 

5.         Wer Jesus für mich ist? – einer der für mich ist!
              Was ich von Jesus halte? – dass er mich hält!            (Lothar Zenetti)

siehe auch: Jesus u. Petrus

u.: Christus auf dem Kreuzesthron