Johannes Bosco – 31. Jan.


Johannes Bosco, (1815 – 1888),

genannt Don Bosco der »Bubenkönig«, italienischer Priester und Sozialpädagoge

 

Im Alter von 9 Jahren hatte Johannes  eine Vision.

In einem Traum sah er einige herumlungernder und fluchender Straßenjungen. Dann sah er, als er eingreifen wollte, einen ehrfurchtgebietenden und von innen heraus leuchtenden Mann, der zu ihm sagte: „Stelle dich an die Spitze der Jungen! Nicht mit Schlägen, sondern mit Milde, Güte und Liebe musst du dir diese zu Freunden gewinnen. Mach dich also gleich daran, sie über die Hässlichkeiten der Sünde und über die Kostbarkeit der Tugend zu belehren.“

Johannes wandte ein, dass er das nicht könne und nicht zu den Burschen über Religion sprechen könne. Er fragte den Mann, wer er denn sei. Dieser meinte nur: „Weil dir derartige Dinge jetzt unmöglich scheinen, musst du sie mit Gehorsam und mit dem Erwerb von Wissen möglich machen.“ Auf die Frage, wie er dann sich Wissen erwerben könnte, sagte der Mann: „Ich werde dir eine Lehrerin geben, unter deren Anleitung du klug werden kannst, und ohne die jedes Wissen töricht wird.“ Auf die nochmalige Frage, wer der Mann denn sei, erwiderte dieser: „Ich bin der Sohn derjenigen, die deine Mutter dich dreimal täglich zu grüßen gelehrt hat. Meinen Namen erfrage von meiner Mutter.“

In demselben Augenblick sah Johannes eine „majestätische Dame“. Diese nahm seine Hand und sagte zu ihm: „Schau“. Dann sah er eine weitere Vision. Plötzlich waren alle Burschen weg und alle möglichen Tiere tollten herum, darunter Löwen, Schafe, Hunde, Katzen und einige andere Tiere. Die Frau sagte zu Johannes Bosco: „Hier ist dein Feld, auf dem du arbeiten sollst. Werde demütig, stark, widerstandsfähig; und was du jetzt mit diesen Tieren geschehen siehst, das sollst du für meine Kinder tun.“

Plötzlich verwandelten sich die wilden Tiere in lauter zahme Lämmer, die den vornehmen Mann und die Frau freudig begrüßten und feierten. Johannes fing an zu weinen, weil er nicht verstand. Da sagte die fremde Frau zu ihm: „Zu rechten Zeit wirst du verstehen!“

„Diese Kinder sind Edelsteine,

die auf der Straße liegen.

Sie müssen nur aufgehoben werden,

und schon leuchten sie.“

Johannes Bosco:

„ Zu allen Zeiten wurden in der Jugenderziehung zwei Systeme angewendet: das Präventiv- und das Repressivsystem.

Das Repressivsystem besteht darin, dass man den Untergebenen das Gesetz bekanntgibt und dann seine Befolgung überwacht, um die Übertreter festzustellen und sie, falls nötig, gebührend zu bestrafen….

Verschieden und – ich möchte sagen – entgegengesetzt ist das Präventivsystem.

Es besteht darin, die Vorschriften und die Ordnung eines Instituts bekanntzugeben und dann die Jugendlichen so zu überwachen, dass auf ihnen immer das achtsame Auge des Direktors oder der Assistenten ruht. Wie gütige Väter sollen sie mit ihnen sprechen, immer als Wegweiser dienen, gute Ratschläge erteilen und sie liebevoll zurechtweisen.

Mit einem Wort: Man macht es von vornherein unmöglich, dass die Jugendlichen Fehltritte begehen können.

Dieses System stützt sich ganz auf die Vernunft, Religion und Liebenswürdigkeit.

Deshalb schließt es jede gewaltsame Züchtigung aus und sucht, auch leichtere Strafen zu vermeiden.

Es scheint, dass dieses System zu bevorzugen ist.“

Johannes Bosco (Don Bosco)

 „Das Beste, was wir auf der Welt tun können, ist:

  Gutes tun,

  fröhlich sein

  und die Spatzen pfeifen lassen.“

  (Johannes Bosco)

 

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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