Andreas – 30. Nov.


Der heilige Andreas (30. November)

Andreas (= griechisch: „der Mannhafte“),
der Bruder des Simon (Petrus) ist dreimal von Christus gerufen bzw. berufen worden:

Das erste Mal war nach der Taufe Jesu, als Johannes der Täufer auf Christus hinweist: „Seht, das Lamm Gottes, das die Sünder der Welt hinwegträgt“. Da folgt Andreas und ein weiterer Jünger Jesus und auf ihre Frage: „Meister, wo wohnst du?“ antwortet Jesus: „Kommt und ihr werdet es erkennen!“ – Am nächsten Tag heißt es über ihn: „Er führte ihn (= seinen Bruder Petrus) zu Jesus.“ (vgl. Joh 1,40ff)

Was sucht ihr? - Kommt und seht!

Ein zweites Mal rief Jesus ihn, als er mit seinem Bruder Petrus und mit Jakobus und Johannes beim Fischen waren, da sagt er zu ihnen: „Kommt her, folgt mir nach, ich werde euch zu Menschenfischern machen.“ (vgl. Mt 4,18ff; Mk 1,16f)

„Ich werde euch zu Menschenfischern machen“ – Grafik von G. M. Ehlert, 17.01.2012

Beim dritten Mal berief Jesus ihn in den Kreis der zwölf Apostel, „die er bei sich haben und aussenden wollte, damit sie predigten und mit seiner Vollmacht Dämonen austrieben.“ (vgl. Mt 10,2; Mk 3,18; Lk 6,14; Apg 1,13).

Ein weiteres Mal ist von Andreas die Rede bei der großen Speisung der Volksmenge als er auf die Frage Jesu, woher Brot zu nehmen sei, sagt: „Hier ist ein kleiner Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so viele!“ (Joh 6,8)

Schließlich wird erwähnt, wie Andreas zusammen mit Philippus dabei behilflich ist, in Jerusalem einige Griechen, die Jesus sehen möchten, zu ihm zu führen. (vgl. Joh 12,22).

V1

Legenden erzählen von seinen Missionsreisen, von Wundern und Predigten südlich des Schwarzen Meeres, in Südrussland, Bulgarien und Griechenland.

In Patras in Griechenland heilte er nach der Überlieferung Maximilla, die Frau des Statthalters Ägeas, und bekehrte auch sie zum Christentum. Doch der Statthalter ließ Andreas geißeln und zu besonderer Pein und langsamem Tod an ein X-förmiges Kreuz binden. Zwei Tage hing er so am Kreuz und predigte dem Volk.

Andreas Tod am X-förmigen Kreuz (Andreaskreuz)

Martyrium des Apostels Andreas – (c) G. M. Ehlert, 30. Nov. 2014

„Wenn ich mich vor der Pein des Kreuzes fürchten würde,
so würde ich nicht das Lob des Kreuzes verkündigen.“
(aus legenda aurea)

So soll er am 30. November des Jahres 60 den Märtyrertod am Kreuz erlitten haben.

Seit dem 14./15. Jahrhundert wird dieses X-förmige Kreuz
als „Andreaskreuz“ bezeichnet. Andreaskreuz

Ein Andreaskreuz wird im Straßenverkehr als Vorschriftzeichen (Zeichen 201 der StVO) unmittelbar vor Bahnübergängen verwendet mit der Bedeutung „Dem Schienenverkehr Vorrang gewähren“ –

WegekreuzEs ist zudem ein beliebtes Kennzeichen
von Wanderwegen.

Das Wegzeichen und auch das Verkehrszeichen:
„Dem Schienenverkehr Vorrang gewähren“
kann darüber hinaus uns an Christus erinnern: Denn „ein Kreuz mit zwei diagonal verlaufenden, sich kreuzenden Balken“ ist der griechische Buchstabe „Chi“ – der Anfangsbuchstabe von „Christus“.

Der Blick auf das Andreaskreuz kann uns so daran erinnern:
„Christus Vorrang gewähren“ –
auf dem Weg des Lebens und auch beim Verhalten im Straßenverkehr,
damit wir sicher ans Ziel gelangen.

 

zum Seitenanfang

___________________________________

Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Advertisements