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Macht.Los.Leben (29.B)

„Jesu Stellung zu Macht und Machtlosigkeit“

Sonntag, 21. Oktober 2018

Liturgische Texte zum 29. Sonntag im Jahreskreis B

Eröffnungsvers: (Psalm 17,6.8)
Ich rufe dich an, denn du, Gott, erhörst mich.
Wende dein Ohr mir zu, vernimm meine Rede!
Behüte mich wie den Augapfel, den Stern des Auges,
birg mich im Schatten deiner Flügel.

Tagesgebet
Allmächtiger Gott,
du bist unser Herr und Gebieter.
Mach unseren Willen bereit,
deinen Weisungen zu folgen,
und gib uns ein Herz, das dir aufrichtig dient.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

ERSTE Lesung aus dem Buch Jesaja (Jes 53,10-13)
Er gab sein Leben als Sühnopfer hin; er wird Nachkommen sehen und lange leben

Antwortpsalm: Psalm 33,4-5.18-19.22 u. 22
Lass deine Güte über uns walten, o HERR, denn wir schauen aus nach dir.

ZWEITE Lesung aus dem Hebräerbrief (Hebr 4,14-16)
Lasst uns voll Zuversicht hingehen zum Thron der Gnade

Ruf vor dem Evangelium (Mk 10,45)
Halleluja. Halleluja.
Der Menschensohn ist gekommen, um zu dienen
und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.
Halleluja.

Evangelium aus dem Markusevangelium (Mk 10,35-45)
Der Menschensohn ist gekommen, um sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele

* * *
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EvangelientextÜbersetzung G. M. Ehlert

Markus 10,35-45 (= Evangelium vom 29. Sonntag im Jahreskreis B)

Jesu Stellung zu Macht und Machtlosigkeit

35 Und es gingen zu ihm Jakobus und Johannes
die Söhne (des) Zebedäus
sagend (zu) ihm:
Lehrer, wir wollen,
dass – was wir dich bitten – du (es) uns tust.

36 Der aber sprach
(zu) ihnen:
Was wollt ihr, (was) ich – ja ich – (für) euch tun
soll?

37 Die aber sprachen
(zu) ihm:
Gib uns,
dass einer dir zur Rechten
und einer an deiner Linken
Sitz (bekommen)
in der Herrlichkeit (von) dir.

38 Der aber Jesus sprach zu ihnen:
Nicht wisst ihr, (um) was ihr bittet.
Vermögt ihr (zu) trinken den Kelch (des Zornes Gottes)
den ich – ja ich – trinke
oder die Taufe (in Leid und Sterben hinein)
die ich – ja ich – getauft bin,
getauft zu werden?

39 Die aber sprachen (zu) ihm:
Wir vermögen es.

Der aber Jesus sprach
(zu) ihnen:
Den Kelch (des Leidens und Sterbens),
den ich – ja ich – trinke,
werdet ihr trinken
und die Taufe,
(mit) der ich – ja ich – getauft bin,
werdet ihr getauft werden,

40 das aber Sitz(nehmen)
zur Rechten mein und an der Linken
nicht ist es mir zu vergeben [an andere]
sondern für die es bereitet worden ist
[von dem Vater mein].

41 Und (dies) hörend
die Zehn fingen an entrüstet (zu) sein
über Jakobus und Johannes.

42 Und herzurufend sie (=die Zehn)
der Jesus sagt (zu) ihnen:
Ihr wisst (folgendes):
die meinen,
die Anführer der Nationen zu sein,
sie herrschen über diese,
und die Großen unter ihnen
missbrauchen ihre Vollmacht über diese.

43 Nicht derart aber ist es / [soll es sein] bei euch;
sondern wer gleichsam ein Großer werden will
bei euch,
er soll sein euer Diener;
44 und wer gleichsam bei euch sein will Erster,
er soll sein aller Knecht;

45 und nämlich der Sohn des Menschen
nicht gekommen ist
bedient zu werden,
sondern zu dienen,
und zu geben das (psychische) Leben sein
(als) Lösendes zugunsten vieler.

* * *

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Bild zur Meditation:

„Wer bei euch groß sein will…

mk-10.35-45a

Vom Herrschen und Dienen – zu Mt 10.35-45 – (c) G. M. Ehlert, Okt. 2018

…der soll euer Diener sein.“

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Impuls zum Evangelium

zum 29. Sonntag im Jahreskreis B

Wem dient die Macht – wer macht den Dienst?

„Jesus, der Menschensohn
kam nicht, um sich bedienen zu lassen,
er diente anderen und setzte sein Leben ein,
uns zu befreien.“

  • Sich die beste Machtposition sichern

Das Gerangel der beiden Apostel Jakobus und Johannes um die besten Ministersessel im Kabinett der künftigen Regierung Jesu

Auf die Frage von Journalisten heißt es von Politikern gebetsmühlenartig:
„Erst kommen die Sachfragen, dann die Personalfragen“

  • Zuerst die Klärung der Inhalte – dann die Postenverteilung“

Zur Sache:
„Könnt ihr (von) dem Kelch trinken, den ich trinke?

Durch Leid und Tod hin zur Auferstehung = Weg der Erlösung. – Jesus spricht von Passion – die Jünger denken nur an eigene Positionen in einem messianischen Reich hier auf Erden.

  • Wem dient die Macht? – und: Wer macht den Dienst?

Jesu Wort von Machtmissbrauch und Dienstbarkeit

Wem dient die Macht?
Die Macht dient den Machthabern all zu oft zum Machtmissbrauch:
– die Anführer der Staaten werden zu Diktatoren und unterdrücken das Volk,
– die an Einfluss reichen Personen/Gruppen nutzen die Dienste der Bevölkerung aus.

Wer macht den Dienst?
– Christen werden groß, indem sie aus Liebe einander dienen!
– Christen werden an erster Stelle sein, Aufgaben für andere zu übernehmen

  • Voraussetzungen für einen „Ministerposten“ im Reich Gottes

Jesus nimmt die Auseinandersetzung um das rechte Herrschen und Dienen zum Anlass, sein eigenes Leben als Maßstab für die Jünger zu beschreiben. Und er vermittelt seinen Jüngern den eigentlichen Sinn seines Lebens, die tiefste Motivation für sein Leben und Sterben:

»Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.« (Mk 10,45)

wörtlich: … sein Leben – zu geben – als Lösendes – für viele

Christus ist gekommen, um…
seine Lebenskräfte einzusetzen zur Befreiung von vielen;

Jesu Wirken in Vollmacht ist Dienst an den Menschen. Er dient ihnen, indem er sie aus der Macht der Dämonen befreit und das Leben in ihnen hervorlockt.

heute: alle Frauen u. Männer, die ihr Leben in den Dienst der Heilung von Krankheiten oder der Befreiung von Ängsten… stellen

mit seinem Leben das Lösegeld zu bezahlen an Stelle von vielen
= sie freizukaufen von den Mächten des Bösen

heute: alle, die sich für die Entschuldung von Menschen bei uns oder von ganzen Völkern in der Welt einsetzen

sein Leben zu verschenken als Lösepreis zugunsten von vielen
= liebevolle Hingabe im Dienst am Nächsten

sein Leben einzubringen zur Erlösung stellvertretend für viele
= einer stirbt für alle, damit alle das Leben erben

Jesus versteht sein stellvertretendes Sterben zugleich als Dienst. Er dient anstelle des Sklaven, damit der Sklave frei wird. Sein Dienen kommt in seinem Tod zur Vollendung, der uns aus aller Gebundenheit an versklavende Mächte löst.

in unserer Zeit z.B. der Heilige Maximilian Kolbe, der stellvertretend für einen polnischen Bauern im KZ in den Tod ging, damit dieser Bauer am Leben bleiben konnte.

sein Leben hinzugeben als Lösepreis für viele
= Kreuzestod als Sühneopfer zur Tilgung unserer Sünden

Jesus schaut vor auf sein Leiden, das er schon dreimal angekündigt hat. Bisher hat er immer nur von der Tatsache des Leidens gesprochen. Jetzt zeigt er, welchen Sinn sein Sterben hat: Auch wenn Jesus am Kreuz gewaltsam stirbt, so ist sein Tod doch seine eigene Tat. Er selbst gibt sein Leben hin als Lösepreis für viele.

Das Bild vom Lösepreis für die Vielen – damit sind nicht nur die Juden, sondern auch die Heiden gemeint – versteht den Tod Jesu als befreiende Tat. Wir, die wir wie Sklaven gebunden sind an irdische Herren, die in inneren Zwängen gefangen sind, die von Leidenschaften und Bedürfnissen beherrscht werden, werden aus der Macht der Dämonen herausgelöst. Wir werden gelöst und erlöst. Wir werden frei.

  • sein Leben – zu geben – als Lösendes – für viele

Wer will auf diese Weise ein „Ministeramt“ = „einen Dienstbereich“ um mit seinen Möglichkeiten „Diener der Diener aller“ zu sein?

Fazit:

„Jesus, der Menschensohn
kam nicht, um sich bedienen zu lassen,
er diente anderen
und setzte sein Leben ein,
uns zu befreien.“

* * *
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Links:

–> zum Antwortpsalm Psalm 33: Gottes Wirken in Schöpfung, Geschichte im eigenen Leben

–> zum Evangelium: Arbeitsübersetzung mit Erläuterungen: Mk 10.35-45

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott 29.S.i.J.B

–> Überblick über die Evangelien vom 27.-29. Sonntag i.J. B: „Das Reich Gottes im Blick“ Jesu Aussagen zu Ehe/ Ehelosigkeit, Besitz/ Besitzlosigkeit und Macht/ Machtlosigkeit

–> Oktober = Rosenkranzmonat, siehe: Rosenkranzgebet

–> Gedenktage:

* * *

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 16. Okt. 2018

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Leben gewinnen (13. A)

Hochfest: Petrus und Paulus

Donnerstag, 29. Juni 2017

Linktipp: Schott: Hl. Petrus und Hl. Paulus

13. Sonntag im Jahreskreis A

Sonntag, 2. Juli 2017

Eröffnungsvers (Ps 47,2)
Ihr Völker alle, klatscht in die Hände;
jauchzt Gott zu mit lautem Jubel.

Erste Lesung: 2 Kön 4,8-11.14-16a
Dieser Mann, der ständig bei uns vorbeikommt, ist ein heiliger Gottesmann

Antwortpsalm Ps 89,2-3,16-17.18-19

Zweite Lesung: Röm 6,3-4.6-11
Wir wurden mit Christus begraben durch die Taufe;
wir sollen als neue Menschen leben
–> siehe Röm 6,1-14 (eine wortgetreue Arbeitsübersetzung)

Ruf vor dem Evangelium (vgl. 1 Petr 2,9)
Halleluja. Halleluja.
Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht,
eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm.
Verkündet die großen Taten Gottes,
der euch in sein wunderbares Licht gerufen hat.
Halleluja.

Evangelium: Mt 10,37-42
Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt, ist meiner nicht würdig. –
Wer euch aufnimmt, nimmt mich auf

 

Nachfolge Christi - zu Mt 10.33-42 (c) G. M. Ehlert

Nachfolge Christi – zu Mt 10,33-42, (c) G. M. Ehlert

Mt 10,37 – 42 (eine wortgetreue Übersetzung)

10,37 Der Befreundende (= freundschaftlich liebende) Vater oder Mutter über mich (hinaus)
nicht ist er meiner würdig/ wert;*

* = der „passt nicht“ zu mir, wer Vater oder Mutter den Vorrang gibt;

und der Befreundende (= freundschaftlich liebende) Sohn oder Tochter über mich (hinaus)
nicht ist er meiner würdig/ wert.

38 Und wer nicht nimmt (auf sich) den Pfahl/ das Kreuz – sein (eigenes) *
und folgt hinter mir (her)
nicht er ist meiner würdig/ wert.

* nur wer bereit ist, mit all seinen „Macken“ und Begrenztheiten, mit all den Widrigkeiten, welche ein Leben in der Gemeinschaft mit Christus mit sich bringen, auf sich zu nehmen, der „passt“ zur Sendung Jesu.

39 Der gefunden habend die Seele/ das Leben – seine,
er wird verlieren sie

und der verlierend die Seele/ das Leben – seine wegen meiner/ um meinetwillen
der wird finden – sie.

***

40 Der an-/ aufnehmend euch – mich nimmt er an/ auf

und der mich an-/ aufgenommen habende – er nimmt an/ auf den gesandt habenden mich (= den, der mich gesandt hat (= Gott-Vater)).

41 Der an-/ aufgenommen habend einen Propheten – im Namen eines Propheten (= weil er ein Prophet ist)
(den) Lohn eines Propheten wird er nehmen/ erhalten;

und der an-/ aufgenommen habend einen Gerechten – im Namen eines Gerechten (= weil er ein Gerechter ist)
(den) Lohn eines Gerechten wird er nehmen/ erhalten.

42 Und der wohl zu trinken gäbe einem der Kleinen – (von) diesenein Trinkgefäß/ Becher kühlen (Wassers)
allein im Namen eines Jüngers (= weil er (Jesu) Jünger ist)

Amen – ich sage euch:
nicht – gewiss nicht – würde er verlieren/ zugrunde richten den Lohn – seinen

    ***

Wer das Leben gewinnen will…

1. „Wer Vater und Mutter mehr liebt als mich…“
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erleben…
• zunächst einmal muss er Abschied nehmen…

Manche Kinder, die zum ersten Mal in ein Ferienlager fahren, werden in den ersten Tagen Heimweh haben nach Vater und Mutter, nach Bruder oder Schwester.
Doch je mehr Heimweh einer hat, desto weniger kann er sich auf das Schöne einlassen, das im Lager geboten wird.
Und umgekehrt gilt, je mehr einer beschäftigt ist mit Spiel und Spaß, desto weniger denkt er an Heimweh.

Oder je mehr eine im Gottesdienst an den Sonntagsbraten denkt und dessen Geruch in der Nase spürt, desto weniger kann sie im Gottesdienst aufnehmen. 🙂

So verstehe ich die erste Aussagen aus dem heutigen Evangelium:
Wer mit seinen Gedanken und Gefühlen mehr an Vater oder Mutter, Sohn oder Tochter zurückdenkt, weil er sie lieb hat, der ist nicht offen für die Gemeinschaft mit Jesus.
Er kann nicht richtig loslassen, um sich auf Neues einlassen zu können.

2. Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt…
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erleben.
• zunächst gilt es, das mitzunehmen, was für diese Reise notwendig ist…

Was packen wir nicht alles ein, damit es eine schöne Reise wird?

Merkwürdig ist, was Jesus uns auf die Reise mit ihm mitnehmen lässt.
„Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt…“
Was ist damit gemeint?

Wir sollen uns das Leben nicht selbst schwer machen.
Jedoch gilt es, das anzunehmen und auf sich zu nehmen, was einem im Leben zugemutet wird; auf Macht, Besitz, Prestige und Gewalt verzichten. Sein Kreuz tragen mussten damals entlaufene Sklaven und politische Rebellen, die zum Tod durch Kreuzigung verurteilt worden waren – d.h. Sein Kreuz tragen bedeutet das Ertragen von Schande und Ehrlosigkeit.
Vor allem ist damit die Bereitschaft gemeint, in der Nachfolge Jesu bereit zu sein, sein Leben einzusetzen, ja in seinem Dienst zu verausgaben.
Es kann auch heißen: Bereit sein für die Konsequenzen, die ein Leben als Christ in dieser Welt mit sich bringen kann, damit wir das wahre Leben finden, das er verheißt.

3. „Wer das Leben um meinetwillen verliert…“
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erleben.
• Wir wollen durch Erholung mehr Leben gewinnen…

Doch Jesus sagt: „Wer sein Leben gewinnen will (wörtlich: gewonnen hat), wird es verlieren.
Wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.“

Wie soll das gehen – sein Leben verlieren?
Haben Sie schon einmal versucht, etwas zu verlieren?
Je mehr man es bewusst versucht, desto schwieriger wird es.
Gerade, wenn man etwas nicht verlieren will, verliert man es umso leichter. Man verliert vor allem das, wessen man sich nicht bewusst ist, weil die Gedanken, Gefühle und Erwartungen auf etwas ganz anderes gerichtet sind.

Manche meinen, man verliert sein (egoistisches) Leben, indem man hart mit sich umgeht.
Seine Seele Schmerzen leiden zu lassen, würde jedoch das Gegenteil wirken.
Man ist nie so sehr mit sich selbst beschäftigt, wie wenn man Schmerzen hat. – Denken sie nur daran, wie bewusst Sie sich Ihres Zahnes sind, wenn er Ihnen weh tut. Haben Sie keine Schmerzen, nehmen Sie nicht einmal wahr, dass Sie diesen Zahn haben.
Man konzentriert sich nie so sehr auf sich selbst, wie wenn man deprimiert ist.
Man ist nie so sehr bereit, sich selbst zu vergessen, wie wenn man glücklich ist. –
Schauen Sie nur einmal auf Kinder, die ganz intensiv in ein Spiel versunken sind. Sie vergessen Raum und Zeit und alles um sich herum.

Das spannende Spiel, der Einsatz des Lebens für andere, die Hingabe an eine Aufgabe befreit von quälenden Kreisen um sich selbst. Eigenes Leid dagegen, Schmerz, Verzweiflung und Niedergeschlagenheit können die Aufmerksamkeit fesseln, wenn sie nicht „aufgeopfert“ – d.h. auf Christus hin losgelassen werden.

Vielleicht meint ja Jesus gerade das:
Wer von uns im Blick auf die Bilder der Verheißung, die uns Jesus zeigt, im Hören auf seine ansprechenden Worte und im Gespür für seine Nähe vergisst, auf sich selbst und seine Sorgen und Ängste zu achten, dass ein solcher Mensch schon jetzt teilhat am wahren Leben.

4. Wer euch aufnimmt, weil ihr Christen seid, der nimmt mich auf…
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erleben.
• Wichtig ist auch, wo und wie ich aufgenommen werde…

Wer bei einem Freund einkehrt, der wird freudig aufgenommen, weil er dessen Freund ist;
wer in einem Wirtshaus einkehrt, der wird gerne aufgenommen, weil er ein zahlungskräftiger Kunde ist;
wer aber irgendwo aufgenommen wird, weil er als Christ erkannt wird, der verhilft dem Gastgeber zu himmlischem Lohn.

Also liegt es an uns, dass ein anderer himmlischen Lohn bekommen kann,
indem wir uns als Christen zu erkennen geben
und es liegt am Gastgeber, sich diesem Lohn zu öffnen, indem er uns deswegen aufnimmt.
Denn „wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf“ – sagt Christus, und „wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.“

5. … das wahre Leben finden
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erleben…

Wie können wir also das wahre Leben finden, das Jesus denen verheißt, die ihm im Glauben nachfolgen?
Im Blick auf das heutige Evangelium über die Nachfolgebedingungen für die Jünger heißt das:
– die Fixierung auf das, was das Leben in der Vergangenheit prägte – Vater und Mutter – loslassen,
– die Fixierung auf Sohn und Tochter, d.h. auf seine Zukunft loslassen,
– das gegenwärtige Leben mit all seinen Vorzügen und Belastungen auf sich nehmen und einzusetzen für Christus und seine Botschaft,
das führt zu einem erfüllten Leben.

Wer mit seinen Lebensmöglichkeiten umgeht, als würde es sich um Geld handeln, also um etwas, das man einsetzen muss, mit dem man arbeiten muss, und von dem man nur dann wirklichen Gewinn hat, wenn man es letztlich weitergibt,
wer mit seinem Leben auf diese Art und Weise verfährt,
der wird seinen Hunger nach erfülltem Leben stillen.

Wer aber sein Leben – so wie es ist – bewahren möchte,
der wird am Ende gar nichts davon haben.

Nur wer sein Leben einsetzt, der gewinnt
bei Gott – bestimmt. Amen.

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

 

Osterzeit 2017

Die 8 Sonntage der 50-tägigen Osterzeit

Die Sonntage der Osterzeit haben jeweils einen Namen –
nach dem Anfangswort des lateinischen Eröffnungsverses der Hl. Messe –
–> Merkwort: „Re-qu-ie-m   c-r-e-s (-cit)“ = „die Ruhe wächst“

  1. Ostersonntag: – Resurrexi (= 16. April 2017)
  2. Sonntag der Osterzeit: – Quasimodogeniti (= 23. April 2017)
  3. Sonntag der Osterzeit: – Iubilate (= 30. April 2017)
  4. Sonntag der Osterzeit: – Misericordia (Guter-Hirte-Sonntag) (= 7. Mai 2017)
  5. Sonntag der Osterzeit: – Cantate (= 14. Mai 2017)
  6. Sonntag der Osterzeit: – Rogate (Bittsonntag) / Vocem iucunditatis (= 21. Mai 2017)
    Christi Himmelfahrt (= Donnerstag, 25. Mai 2017)
  7. Sonntag der Osterzeit: – Exaudi (= 28. Mai 2017)
  8. Pfingstsonntag: – Spiritus Domini (= 4. Juni 2017)


Ostersonntag (= 16. April 2017)
Resurrexi

O-1

Resurrexi, et adhuc tecum sum, alleluia:
posuisti super me manum tuam, alleluia:
mirabilis facta est scientia tua, alleluia, alleluia.“

Ich bin auferstanden und bin immer bei dir. Halleluja.
Du hast deine Hand auf mich gelegt. Halleluja.
Wie wunderbar ist für mich dieses Wissen. Halleluja.“ (Ps 139,5f)

A: Mt 28,1-10 Ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, wie er gesagt hat /          (16.04.2017)
B: Mk 16,1-7 Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten; er ist auferstanden /
C: Lk 24,1-12 Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? /

oder: A B C: Joh 20,1-18

siehe auch: „Osterglaube

Das Ostergeschehen im Zeugnis der vier Evangelien (eine Zusammenschau): Osterbilder

1. Ostersonntag – Evangelium vom Tag = Joh 20,1-18:

siehe: Joh 20,3-10: Wettlauf Petrus – Johannes zum Grab
und: Joh 20,11-18: Die Begegnung zwischen Maria von Magdala mit dem Auferstandenen

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2. Sonntag der Osterzeit (= 23. April 2017)
Quasimodo geniti

= SONNTAG DER GÖTTLICHEN BARMHERZIGKEIT – (Weißer Sonntag)

O-2

Quasimodo geniti infantes, alleluja,
rationabile sine dolo lac concupiscite, alleluja.“

Wie neugeborene Kinder, Halleluja,
verlangt nach der vernünftigen, unverfälschten Milch, Halleluja.“
(1 Petr 2,2a)

1. Lesung: Apostelgeschichte 5,12-16: „Immer mehr wurden im Glauben zum Herrn geführt“

2. Lesung: Offenbarung 1,9-11a.12-13.17-19: „Ich war tot, doch nun lebe ich in alle Ewigkeit“

A B C: Joh 20,19-31: Acht Tage darauf kam Jesus und trat in ihre Mitte

siehe auch: „Göttliche Barmherzigkeit

siehe auch:

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3. Sonntag der Osterzeit (= 30. April 2017)
Iubilate

O-3

Iubilate Deo, omnis terra, alleluia,
psalmum dicit e nomini eius, alleluia.
Date gloriam laudi eius, alleluia“

Jauchzt Gott zu, alle Lande, Halleluja,
spielt zum Ruhm seines Namens, Halleluja,
verherrlicht ihn mit Lobpreis. Halleluja.“
(Ps 66,1f)

Die Liturgischen Texte zum 3. Sonntag der Osterzeit

1. Lesung: Apg 2,14.22-33
Es war unmöglich, dass er vom Tod festgehalten wurde

Antwortpsalm (Ps 16,1-2.5.7-8.9-10)

–> zu Psalm 16: Vom wahren Lebensglück – und wie ich es erlange

2. Lesung: 1 Petr 1,17-21
Ihr wurdet losgekauft mit dem kostbaren Blut Christi, des Lammes ohne Fehl und Makel

Ruf vor dem Evangelium:
Halleluja, Halleluja!
Christus ist auferstanden.
Er, der Schöpfer des Alls, hat sich aller Menchen erbarmt.
Halleluja!

Evangelium: Lk 24,13-35
oder, wo Ostermontag als Feiertag begangen wird und das Emmausevangelium bereits an diesem Tag gelesen wurde:
Joh 21,1-14
Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch

Ostererscheinungen Jesu:
Lesejahr A: Lk 24,13-35 oder: Joh 21,1-14 (= 2017)
Lesejahr B: Lk 24,35-48
Lesejahr C: Joh 21,1-19

–> zu den Liturgischen Texten vom 3. Sonntag der Osterzeit siehe: Schott

siehe auch:

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4. Sonntag der Osterzeit (= 07. Mai 2017)
Misericordia

= „Gute-Hirte-Sonntag“ – Weltgebetstag für geistliche Berufe

O-4

Misericordia Domini plena est terra, alleluia,
verbo Dei coeli firmati sunt, alleluia.“

„Von der Huld des Herrn ist erfüllt die Erde, Halleluja.
Durch das Wort Gottes wurden die Himmel geschaffen, Halleluja!“
(Ps 33,5f)

1. Lesung: Apg 2, 14a.36-41
Gott hat den Gekreuzigten zum Herrn und Messias gemacht

Antwortpsalm: Ps 23,1-3.4.5.6
Der HERR ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen

2. Lesung: 1 Petr 2, 20b-25
Ihr seid heimgekehrt zum Hirten und Bischof eurer Seelen

Ruf vor dem Evangelium Vers: Joh 10, 14
Halleluja. Halleluja.
(So spricht der Herr:)
Ich bin der gute Hirt.
Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich.
Halleluja.

Evangelium: Joh 10, 1-10
Ich bin die Tür zu den Schafen

–> zu den Liturgischen Texten vom 4. Sonntag der Osterzeit (A) siehe: „Schott

A: Joh 10,1-10 Der gute Hirt als Gegenbild zu Dieben u. Räubern (= 2017)
B: Joh 10,11-18 Der gute Hirt als Gegenbild zum Tagelöhner
C: Joh 10,27-30 aus dem Streitgespräch beim Tempelweihfest

siehe auch:

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5. Sonntag der Osterzeit (= 14. Mai 2017)
Cantate

O-5

Cantate Domino canticum novum, alleluia,
quia mirabilia fecit Dominus, alleluia,
ante conspectum gentium revelavit iustitiam suam, alleluia.“

Singt dem Herrn ein neues Lied, Halleluja,
denn er hat wunderbare Taten vollbracht, Halleluja
und sein gerechtes Wirken enthüllt vor den Augen der Völker. Halleluja.“ (Ps 98,1f)

A: Joh 14,1-12 Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben (siehe auch Joh 14,1-31) (= 2017)
B: Joh 15,1-8 Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht
„Ich bin der Weinstock – ihr seid die Reben“
C: Joh 13,31-35 Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! (= 24.04.2016)

siehe auch: „Christus, der Weinstock

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6. Sonntag der Osterzeit Rogate (Bittsonntag) (= 21. Mai 2017)

Vocem iucunditatis

O-6

Vocem iucunditatis annuntiate, et audiatur, alleluia,
nuntiate usque ad extremum terrae,
liberavit Dominus populum suum, alleluia.“

„Verkündet es jauchzend, damit man es hört, Halleluja;
Ruft es hinaus bis ans Ende der Erde!
Der HERR hat sein Volk befreit. Halleluja.“
(vgl. Jes 48,20)

Lesejahr A: (= 2017)
Apg 8,5-8.14-17;
1 Petr 3,15-18
Joh 14,15-21 Ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben

Lesejahr B:
Apg 10,25-26.34-35.44-48;
1 Joh 4,7-10
Joh 15,9-17 Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt siehe auch: „In Liebe verbunden

Lesejahr C (01.05.2016):
Apg 15,1-2.22.29; ((zu Apg 15,1-35 siehe: Konfliktlösung in der Kirche))
Offb 21,10-14.22-23
Joh 14,23-29 Der Heilige Geist wird euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe

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7. Sonntag der Osterzeit (= 28. Mai 2017)
Exaudi

O-7a

Exaudi, Domine, vocem meam, qua clamavi ad te, alleluia.
Tibi dixit cor meum, quaesivi vultum tuum,
vultum tuum ‚Domine requiram,
ne avertas facies tuam a me, alleluia.“

Höre, o Herr, mein lautes Rufen; Halleluja!
Mein Herz denkt an dein Wort: „Sucht mein Angesicht“ –
Dein Angesicht, o Herr, will ich suchen.
Verbirg nicht dein Gesicht vor mir. Halleluja!“(Ps 27,7-9)

Am 7. Sonntag der Osterzeit – d.h. zwischen Christi Himmelfahrt und dem Pfingstfest wird als Evangelium immer ein Abschnitt aus dem sogenannten “Hohepriesterlichen Gebet” Jesu – dem Abschiedsgebet des Herrn verkündet:
– im Lesejahr A = Joh 17,1-11 (= 2017)
– im Lesejahr B = Joh 17,6a.11b-19 (= 17. Mai 2015)
– im Lesejahr C = Joh 17,20-26. (= 08. Mai 2016)

siehe dazu den Bibeltext: Joh 17,1-26 (in eigener Übersetzung).

siehe auch: “Ich will, dass alle eins sind wie wir

siehe auch: Christi Himmelfahrt u. 7. Sonntag der Osterzeit

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Pfingstsonntag (= 04. Juni 2017)
Spiritus Domini

O-8

Spiritus Domini replevit orbem terrarum, Alleluia,
et hoc quod continet omnia, scientiam habet vocis, Alleluia.“

„Der Geist des Herrn erfüllt den Erdkreis. Halleluja!
In ihm hat alles Bestand.
Nichts bleibt verborgen vor ihm. Halleluja.“
(Weish. 1,7)

1. Lesung: Apostelgeschichte 2,1-11

2. Lesung: Galaterbrief 5,16-25

Evangelium: Joh 20,19-23 (siehe Ostersonntag) oder Joh 15,26-27; 16,12-15

A B C: Joh 20,19-23 Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch: Empfangt den Heiligen Geist!

siehe auch:

die Tage zwischen Christi Himmelfahrt und dem Pfingstfest
eine Pfingstnovene
die Nacht vor dem Pfingstfest – Texte für eine Pfingstvigil 

u. Pfingstfest

siehe auch: re-qu-ie-m c-r-e-s(cit)

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Auferweckt zum Leben (5.F.A)

5. Fastensonntag A

2. April 2017

Evangelium am 5. Fastensonntag im Lesejahr A:
Joh 11,1-45: Auferweckung des Lazarus aus Betanien:
– Bibeltext: Joh 11.1-54
– Bild-Meditation: Lazarus-komm
– Gedanken zu den „Tränen Christi
Sieben Zeichen Jesu im Johannesevangelium

zu den Liturgischen Texten vom 5. Fastensonntag

Meditation: 

Auferweckung des Lazarus
– Das siebte Zeichen (Joh 11,1-53)

Marta sagte zu Jesus:
„Herr, wärst du hier gewesen,
dann wäre mein Bruder Lazarus nicht gestorben.
Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest,
wird Gott dir geben.

Jesus sagte zu ihr:
Dein Bruder wird auferstehen.

Marta sagte zu ihm:
Ich weiß, dass er auferstehen wird
bei der Auferstehung am Letzten Tag.

Jesus erwiderte ihr:
ICH BIN die Auferstehung und das Leben.
Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt,
und jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird auf ewig nicht sterben.
Glaubst du das?

Marta antwortete ihm:
Ja, Herr, ich glaube, dass du der Messias bist,
der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.“

Lazarus, komm heraus!

Lazarus-komm

„Lazarus – komm heraus!“ – Grafik (c) G. M. Ehlert, 20.05.2007

Bild zu Joh 11,1-53

Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren
und gesehen hatten, was Jesus getan hatte,
kamen zum Glauben an ihn.

Doch die Hohepriester und die Pharisäer
beriefen eine Versammlung des Hohen Rates ein…
Von diesem Tag an waren sie entschlossen, ihn zu töten.


Die Liturgischen Texte zum 5. Fastensonntag A

Eröffnungsvers (Ps 43,1-2)
„Verschaff mir Recht, o Gott,
und führe meine Sache gegen ein treuloses Volk!
Rette mich vor bösen und tückischen Menschen,
denn du bist mein starker Gott.“

1. Lesung: Ez 37,12b-14
„Ich hauche euch meinen Geist ein, dann werdet ihr lebendig“

ez-37-1ba

–> Ezechiel 37,1-14 (wortgetreue Arbeitsübersetzung G. M. Ehlert)
–> Gottes Geisteskraft

Antwortpsalm (Ps 130,1-2.3-4.5-6b.6c-7a.8)

–> zu Psalm 130: De profundis  (Aus der Tiefe rufe ich HERR zu dir)

2. Lesung: Röm 8,8-11
Der Gott dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, wohnt in euch.

Ruf vor dem Evangelium: (Joh 11,25a.26b)
Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre! –
(So spricht der HERR)
„Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Jeder, der an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben.“
Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre!

Evangelium: Joh 11,1-43 (Kurzfassung: Joh 11,3-7.17.20-27.31b-45)
„Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt wird leben“

–> Joh 11,1-45: Auferweckung des Lazarus aus Betanien:
– Bibeltext: Joh 11.1-54
– Bild-Meditation: Lazarus-komm
– Gedanken zu den „Tränen Christi

siehe auch: „Gottes Geisteskraft

Liturgische Texte – siehe auch Schott: 5. Fastensonntag A

Die Namen der Sonntage der Fastenzeit / österliche Bußzeit/ Passionszeit:
1. Fastensonntag: Invocabit – (5. März 2017)
2. Fastensonntag: Reminiscere – (12. März 2017)
3. Fastensonntag: Oculi – (19. März 2017)
4. Fastensonntag: Laetare – (26. März 2017)
5. Fastensonntag: Iudica – (2. April 2017)
Palmsonntag: Palmarum – (9. April 2017)

Ein Merkvers: „In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“

In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“

siehe auch: 1. Fastensonntag A (Mt 4,1-11): Versuchungen Jesu in der Wüste
2. Fastensonntag A (Mt 17,1-9): Verklärung Jesu auf dem Berg
3. Fastensonntag A (Joh 4,5-42): Lebensquelle
4. Fastensonntag A (Joh 9,1-41): Licht des Lebens
5. Fastensonntag A (Joh 11,1-45): Auferweckung des Lazarus
Palmsonntag A: Passion Jesu Die Heilige Woche
und Karwoche – (Palmsonntag – Ostern)

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(c) G. M. Ehlert

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Jesu Brot – unser Leben


Die Speisung der 5000 Männer – und die große Brotrede Jesu in der Synagoge in Kafarnaum stehen im Zentrum vom 17. – 21. Sonntag im Jahreskreis B:

  • Mk 6,30-34 = (16. S.i.J. B) = 19.07.2015 Die Rückkehr der Apostel – Ruhezeit
  • Joh 6,1-15 (17. S.i.J. B) = 26.07.2015
    Die wunderbare Speisung einer Volksmenge am See von Tiberias
  • Joh 6,24-33 (18. S.i.J. B) = 02.08.2015
    Die Rede über das Himmelsbrot in der Synagoge von Kafarnaum I
  • Joh 6,41-51 (19. S.i.J. B) = 09.08.2015
    Die Rede über das Himmelsbrot in der Synagoge von Kafarnaum II
  • Joh 6,51-58 (20. S.i.J. B) = 16.08.2015
    Die Rede über das Himmelsbrot in der Synagoge von Kafarnaum III
  • Joh 6,60-69 (21. S.i.J. B) = 23.08.2015
    Spaltung unter den Jüngern aufgrund der Rede Jesu über das Himmelsbrot

Der Text: Joh 06,1-71 (Übersetzung G. M. Ehlert)

Joh 6,1-71 Aufbau: „Prolog“ – „Dialog“ – „Epilog“

Bild-Meditation über Jesu Vermächtnis

Das Brot des Lebens

Das Brot des Lebens – (c) G. M. Ehlert

(Un-)Erhörtes Gebet

Du gehst zu Gott mit deiner Not
und bittest ihn ums tägliche Brot.

Gott schaut auf dich in deiner Not
er hört dich an
und gibt dir gleich dreifach das notwendende Brot:
das Brot des Ackers für deinen Leib
das Brot des Wortes für deinen Geist
das Brot des Lebens für dein seelisches Heil.

Gott kommt nun zu dir mit seiner Not
auch andere brauchen das tägliche Brot:
das Brot des Ackerns für den Hunger im Leib
das Brot des Wortes für die Suche im Geist
das Brot des Lebens für ihr seelisches Heil.

Schaust du auf Gott in seiner Not?
Hörst du ihn an?
Teilst auch du mit andern dein tägliches Brot?

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© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

(Georg Michael Ehlert, 26.10.04)

Ostern entlarvt den Tod

Das Ostergeschehen – im Zeugnis der vier Evangelien

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Entlarvt

 

Wir wissen, dass wir aus dem Tod

ins Leben hinübergegangen sind,

weil wir die Brüder und Schwestern lieben.

(1 Joh 3,14)

 

Wenn die Raupen wüssten,

was einmal sein wird

wenn sie erst Schmetterlinge sind,

sie würden ganz anders leben:

froher, zuversichtlicher und hoffnungsvoller.

 

Der Tod ist nicht das Letzte.

 

Der Schmetterling

ist das Symbol der Verwandlung,

Sinnbild der Auferstehung.

Das Leben endet nicht, es wird verändert.

 

Der Schmetterling erinnert uns daran,

dass wir auf dieser Welt

nicht ganz zu Hause sind.

 

(Heinrich Böll)

 
 

 

Tod, wo ist dein Sieg?

(1 Kor 15,55)

schmetterling

 

    © Grafik: Raupe – Larve – Schmetterling; G.M. Ehlert

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Sieben ICH – BIN – Worte Jesu im Johannesevangelium

 

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ICH BIN das Brot des Lebens;

wer zu mir kommt, wird nicht hungern

und wer an mich glaubt, wird nie mehr dürsten.

(Joh. 6,35)

 

 

ICH BIN das Licht der Welt;

wer mir nachfolgt wird nicht in der Finsternis wandeln,

sondern wird das Licht des Lebens haben.

(Joh. 8,12)

 

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ICH BIN die Tür;

wenn jemand durch mich hineingeht, so wird er errettet werden

und wird ein- und ausgehen und die Weide finden.

(Joh. 10,9)

 

 

ICH BIN der gute Hirte;

der gute Hirte gibt sein Leben für die Schafe.

(Joh. 10,11)

 

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ICH BIN die Auferstehung und das Leben;

wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist.

(Joh. 11,25)

 

 

 

ICH BIN der Weg, die Wahrheit und das Leben,

niemand kommt zum Vater außer durch mich.

(Joh. 14,6)

 

 

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ICH BIN der wahre Weinstock

und mein Vater ist der Winzer. (Joh. 15,1)

ICH BIN der Weinstock, ihr die Reben.

Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe,

der bringt reiche Frucht…

(Joh 15,5)

 

ICH BIN

 

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                                                                         der Gute Hirt

 

                                                        die Tür                  die Auferstehung

                                                                                              u. das Leben

 

                                   das Licht der Welt                                      der Weg + die Wahrheit

                                                                                                            + das Leben

 

               das Brot des Lebens                                                                   der wahre Weinstock

 

 

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