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Flügge werden (11. S. A)

11. Sonntag im Jahreskreis A

Sonntag, 18. Juni 2017

Eröffnungsvers (Ps 27,7.9)
Vernimm, o HERR, mein lautes Rufen, sei mir gnädig und erhöre mich.
Du bist meine Hilfe: Verstoß mich nicht,
verlass mich nicht, du, Gott, meines Heils!

Erste Lesung: Ex 19,2-6a
Ihr sollt mir als ein Reich von Priestern und als ein heiliges Volk gehören

–> Vorbereitungen der Gotteserscheinung auf dem Sinai (Ex 19,1-19)

Antwortpsalm Ps 100,1-3.4-5

–> zu Psalm 100

Zweite Lesung: Röm 5,6-11
Da wir mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, werden wir erst recht gerettet werden durch sein Leben

Ruf vor dem Evangelium (Mk 1,15)

Halleluja. Halleluja.
Das Reich Gottes ist nahe.
Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!
Halleluja.

Evangelium: Mt 9,36 – 10,8
Jesus rief seine zwölf Jünger zu sich und sandte sie aus

Aussendung-Zwölf-1

Aussendung der Zwölf Apostel (Mt9,36-10,8), Zeichnung (c) G. M. Ehlert, 15.06.2017

–> siehe auch: „Die Mannschaftsaufstellung Jesu

 

auf Adlers Flügeln getragen

1. „… der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet“
– die Bildersprache Gottes auf dem Sinai

„Ihr habt gesehen, was ich den Ägyptern angetan habe, wie ich euch auf Adlerflügeln getragen und hierher gebracht habe.“ (Ex 19,4)

  • Der Adler = König der Lüfte
  • Der Adler = Symboltier für Deutschland (siehe €)
  • Der Adler = Symbol für den Schutz, den Gott uns gewährt

2. Getragen auf Adlerflügeln
– wenn Adler flügge werden

Was dieses „Getragensein auf Adlerflügeln“ bedeutet, prägte sich mir tiefer ein, als ich auf folgende Erzählung stieß, wie Adler sich verhalten, damit ihre heranwachsenden Adlerjungen fliegen lernen:

Hoch in den Bergen kann man manchmal die Adler sehen – die Könige der Vögel.

Ihre riesigen Flügel können zwei Meter weit sein. Kaum jemand hat ihr Nest aus der Nähe gesehen. Es liegt versteckt in den Felsenwänden. Meist legen die Adler zwei Eier. Und wenn sie ausgebrütet sind, haben Adlervater und Adlermutter viel zu tun. Hin und her fliegen sie mit der Nahrung für den kleinen Adler.

Aber dann, so erzählt man, passiert etwas Besonderes. Ich weiß nicht, wer es gesehen hat. Die großen Vögel bleiben weg. Sie lassen ihre Jungen allein. Nicht nur für ein paar Stunden; ganze Tage lang. Die Jungen piepen und werden immer ängstlicher. Sie haben Hunger. Werden sie sterben? Wenn sie beinahe ganz erschöpft sind, hören sie den Flügelschlag des Vaters. Hoch über dem Nest. Sie sind nicht verloren. Und nun ist auch die Mutter wieder da. Die Jungen strecken den mageren Hals und sperren den Schnabel auf. Doch die Mutter tut etwas Unerwartetes. Sie fliegt auf das Nest zu. Und schon ist es geschehen. Sie hat einen kleinen Adler aus dem Nest gestoßen. Ängstlich flattert er mit seinen schwachen Flügeln. Er hat keine Kraft. Eine Zeitlang hält er sich in der Luft. Dann lassen ihn seine Flügel im Stich. Er beginnt zu stürzen.

Auf diesen Augenblick hat der Adlervater gewartet. Rasch fliegt er herbei, streift den kleinen Adler von unten und fängt ihn mit seinen Flügeln auf. Er bringt ihn zum Nest zurück. Gleich darauf fliegt die Mutter wieder auf das Nest zu und scheucht den anderen Adler über den Rand. Auch er taumelt ein wenig in der Luft, flattert mit seinen Flügeln und muss dann aufgeben. Auch dieses Junge lässt der Vater auf seinen Flügeln notlanden und trägt es ins sichere Nest zurück. So geht das nun jeden Tag ein paar Mal, bis die Jungadler stärkere Flügel bekommen haben und selber fliegen können.

(aus: Eleonore Beck/Paul König, Meine Bilderbibel, Verlag Friedrich Bahn, Konstanz/Butzon & Bercker, Kevelaer ³1988)

Die Adlereltern sind scheinbar sehr grausam zu ihren Adlerjungen.
Doch dieses „Hinaus geschubst“ werden ist die einzige Chance, den Jungvögeln zu helfen, damit sie fliegen lernen. – Und sie werden ja nicht ins Bodenlose fallengelassen –

Sie machen gerade dann, wenn ihre eigenen Kräfte versagen die großartige Erfahrung: wir werden auf Adlerflügeln getragen. So bekommen sie Mut zum Fliegen.

Das anscheinend grausame Verhalten des Adlers ist in Wahrheit eine Lebenshilfe für die heranwachsenden Adlerjungen. Erst im Rückblick wird dies deutlich.

3. „…wie ich euch auf Adlerflügeln getragen habe“ –
die väterliche und mütterliche Sorge Gottes für sein Volk Israel

So geht Gott mit seinem Volk Israel um: Israel musste von Gott „aus der Nestwärme Ägyptens“ heraus geschubst werden in die Freiheit und Ungeborgenheit der Wüste hinein. Hier schien das Volk „abzustürzen ins Bodenlose“ – Hunger und Durst, Angst vor dem Untergang – all das lässt das Volk zweifeln und gegen Gott murren.

Doch immer wieder darf es die Erfahrung machen: Gott ist da, er rettet uns, er fängt uns auf, er sorgt für uns.

4. „…wie ich euch auf Adlerflügeln getragen habe“
– wie Gott die Kirche „hinauswirft“ in die Freiheit

„Ihr habt gesehen, wie ich euch auf Adlerflügeln getragen habe“ – daran erinnert Gott heute auch seine Kirche.
Auch Jesus hat seine 12 Apostel „heraus geschubst“ aus der Nestwärme der Nähe Jesu, damit sie „flügge“ werden und erfahren, dass auch sie fähig sind, die Botschaft von der Liebe und Freiheit, in die Gott uns führen will, zu verkünden.

Und im Laufe der Kirchengeschichte sind die Christen immer wieder „heraus geschubst“ worden aus liebgewordenen Traditionen durch den Heiligen Geist, wenn sie sich in bestehenden Situationen zu sehr eingerichtet hatten.

Doch auch die Kirche durfte immer wieder erfahren, wie sie von Gott auf Adlerflügeln getragen wurde, besonders dann, wenn sie ins Bodenlose abzustürzen drohte.

5. „…wie ich euch auf Adlerflügeln getragen habe“ –
Gott schubst auch mich hinaus aus dem warmen Nest

Vielleicht kennen auch Sie solche Erfahrungen, dass Sie sich „heraus geschubst“ fühlen:
– bei einer neuen Aufgabe – vor der Sie Schiss haben;
– oder in einer schweren Situation – vor der Sie sich fürchten;
– oder in einer großen Not – wo Sie ins Bodenlose abzustürzen drohen…

Doch vielleicht können Sie auch – im Rückblick auf solche Situationen – dankbar singen: „Lobe den Herren… der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet“ (GL 392,2)

6. „…wie ich euch auf Adlerflügeln getragen und hierher zu mir gebracht habe“ – von der Zuversicht des Glaubens

Erinnert euch! – sagt Gott uns ganz persönlich – „wie ich euch auf Adlerflügeln getragen und hierher zu mir gebracht habe“,

Wie ein Adler seine Jungen auf ihr Leben in der Freiheit der Lüfte vorbereitet, so bereitet Gott sein Volk in der Wüste auf ihre Aufgabe als ein „Königreich von Priestern“ vor;

so bereitet Jesus seine Apostel – und auch uns – auf unseren Dienst in der Welt vor.

„die auf den Herrn vertrauen, schöpfen neue Kraft, Schwingen wachsen ihnen wie Adlern. Sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt.“ (Jes. 40,31)

 

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Dank sagen (28. C)

28. Sonntag im Jahreskreis C

(= 9. Oktober 2016)

Eröffnungsvers (Ps 130,3-4)
„Würdest du, HERR, unsere Sünden beachten,
HERR, wer könnte bestehen?
Doch bei dir ist Vergebung, Gott Israels.“

1. Lesung: 2 Kön 5,14-17
„Naaman kehrte zum Gottesmann zurück und bekannte sich zum HERRN“

Antwortpsalm: Ps 98,1-4

2. Lesung: 2 Tim 2,8-13
„Schäme dich nicht, dich zu unserem HERRN zu bekennen“

Ruf vor dem Evangelium (1 Thess 5,18)
Halleluja. Halleluja.
Dankt für alles; denn das will Gott von euch,
die ihr Christus Jesus gehört.
Halleluja.

Evangelium: Lk 17,11-19
„Ist keiner umgekehrt, um Gott zu ehren, außer diesem Fremden?“

Liturgische Texte – siehe auch Schott 28. Sonntag i.J. C

Einer von zehn Geheilten dankt – ein Samariter

Lk 17,11 Und es geschah auf dem Hinweg nach Jerusalem
und er selbst kam hindurch
mitten durch Samaria und Galiläa

12 und (als) er selbst hineinkam in ein Dorf
begegneten ihm zehn lepra(kranke)* Männer,
die sich hinstellten von ferne

13 und diese, sie hoben an mit lauter Stimme
sagend zu Jesus:
      „Vorsteher/ Meister zeige Mitleid/
      erbarme dich unser/ bebarme uns!“

14 Und (sie) gesehen habend, sprach er zu ihnen:
      „(Von hier) weggegangen,
      zeigt euch selbst den Priestern.*“

* Lepröse = Aussätzige;
Aussatz und verschiedene Hautkrankheiten
schlossen vom Zusammenleben mit anderen Menschen aus.
Erst wenn die dafür zuständigen Priester
die Heilung festgestellt hatten,
war die Rückkehr in die alte Lebensgemeinschaft wieder erlaubt.
(vgl. Lev 13 – 14)

Und es geschah in dem sie selbst sich hinwegbegaben
wurden sie gereinigt.

 

15 Einer aber aus ihnen, gesehen habend,
dass er geheilt worden war,
er wandte sich zurück –
mit sehr großer Stimme verherrlichte er den Gott

16 und er fiel auf (das) Angesicht
neben den Füßen von ihm
danksagend ihm –
und dieser war ein Samariter.

17 Antwortend aber – der Jesus sprach:
      „Sind nicht die Zehn gereinigt worden –
      die aber neun (anderen) – wo (sind sie)?

18  Nicht gefunden worden sich zurückwendend
      zu geben Verherrlichung/ Ehre dem Gott
      als nur der anders-volkige/ Fremde – dieser.“

19 Und er sprach zu ihm:
      „Steh auf! – geh hinweg – der Glaube (von) dir
      hat errettet dich.“

neun-zu-eins-a


zum Sonntagsevangelium = Lk 17,11-19:

Aussatz – Reinheit – Dankbarkeit

Aussatz:
– Lepra = qualvolles Verfaulen der Glieder
–> damals unheilbare Krankheit
– Lepra = wegen Ansteckungsgefahr
–> Ausgrenzung aus Familie und Dorfgemeinschaft
– Lepra = galt als Strafe Gottes für schwere Sünden
–> Ausstoßung aus der Gemeinschaft mit Gott

Fazit: Lepra = ein aussichtsloser Fall, jedoch diese 10 Menschen, die ihre Not zu einer grenzüberschreitenden Solidargemeinschaft zusammenfügt, wagen Jesus zu bitten:

„Jesus, Meister, hab Erbarmen mit uns!“ –

Jesus macht die 10 aussätzigen Männer rein,
indem er ihren Glauben auf eine Vertrauensprobe stellt:
sie sollen sich – so wie sie sind – auf den Weg zu den Priestern machen (= damaliges „Gesundheitsamt“), das allein berechtigt war, die erfolgte Heilung festzustellen und sie wieder in die Gemeinschaft mit den Menschen und mit Gott aufzunehmen.

Merkwürdig: Jesus fordert auf: handelt so, als sei die Heilung schon erfolgt noch bevor das Wunder geschehen ist.

Im glaubenden Befolgen dieser Aufforderung Jesu geschieht die Heilung.

Neun geheilte Männer halten sich an die Anweisung Jesu und befolgen das jüdische Gesetz…

Ein geheilter Mensch kehrt um, preist Gott und dankt Jesus. –
Dieser war aus Samarien = (= Anhänger einer von der wahren Glaubensgemeinschaft verachteten Sekte.)

„Wo sind die übrigen neun?“ – fragt Jesus.
Sie sind gehorsam und befolgen die religiösen Vorschriften!

Einer von Zehn Geheilten kommt zur Danksagung (= Eucharistie).
Doch der Glaube an Gott kommt erst in der Umkehr und in der Gemeinschaft mit Jesus Christus zur Vollendung.
Dies erkennt der geheilte Samaritaner.
Aus dankbarer Liebe kehrt er um, um dem Urheber der Heilung zu danken – ihn lobt Jesus und schickt ihn seines Weges mit der Zusage:
„Dein Glaube hat dir nicht nur Heilung, sondern Heil gebracht.“

In Seiner Umkehr und Danksagung erfährt er nicht nur körperliche Heilung, sondern die Teilhabe am endgültigen Heil, das in der Eucharistiegemeinschaft Jesu Christi besteht.

Ausgrenzung – Teilhabe – und Dankbarkeit heute
Was ist der Aussatz unserer Zeit? –
Ausgegrenzt werden… gemobbt werden, aus der Gemeinschaft gestoßen werden…

Jesus will auch heute – durch uns! – Ausgrenzungen jeder Art überwinden,
er macht uns „rein“, d.h. fähig zur Teilnahme an der Gemeinschaft mit Gott, die in der Eucharistiegemeinschaft erfahrbar werden soll.

Die Dankbarkeit über dieses Geschenk lässt uns jetzt schon teilhaben am endgültigen Heil.

Wer Gottes Gaben geschenkt bekommt, der ist aufgerufen, sich beim Geber dieser Gaben zu bedanken – die Eucharistie – Danksagung zu feiern und die Großtaten Gottes zu bezeugen. –

„Ite, missa est“ – „Geht, es ist (eure) Sendung!“ –
mit diesem Aufruf endete früher die katholische Eucharistiefeier.
Mit dem Segen Gottes beginnt unsere Sendung, das erfahrene Heil anderen zu bezeugen.

geheilter-samariter-1a

„Steh auf und geh! – Dein Glaube hat dich gerettet“
(Lk 17,19) – Grafik von G. M. Ehlert, 04.10.2016

 

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

 

 

Aussendung

zum 14. Sonntag im Jahreskreis C – (= 03. Juli 2016)

Eröffnungsvers:
„Deiner Huld, o Gott, gedenken wir in deinem heiligen Tempel.
Wie dein Name, Gott, so reicht dein Ruhm bis an die Enden der Erde;
deine rechte Hand ist voll von Gerechtigkeit.“
(Ps 48,10-11)

1. Lesung: Jes 66,10-14c „Wie einen Strom leite ich den Frieden zu ihr“
–> siehe: Jes 66,10-13: Wie eine Mutter – so tröstet Gott

Antwortpsalm: Ps 66,1-3.4-5.6-7.16.20

2. Lesung: Gal 6,14-18 „Ich trage die Zeichen Jesu an meinem Leib“

Evangelium: Lk 10,1-12.17-20 „Der Friede, den ihr dem Haus wünscht, wird auf ihm ruhen“

Bild und Gedanken zum Sonntagsevangelium:

Paarweise Aussendung der 72 Jünger

Aussendung der 72 Jünger durch Jesus, (c) G. M. Ehlert

Jesus sendet 72 Jünger aus zur Verkündigung (c) G. M. Ehlert

„Ite! – Missa est!“
= „Geht! – Es ist (nun eure) Sendung!“
(Mit diesen Worten des Priesters endet die lateinische Messfeier)

Von der Kommunion zur Mission

Der HERR sucht aus – bildet aus – sendet aus:
–> für die Sendboten gilt:
im Gebet mit Gott verbunden bleiben;
und von IHM her den Sendungsauftrag mit Leben erfüllen!

Geht! „Ich sende euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe“
– in eurer Wehrlosigkeit liegt eure Chance!

Euer erstes Wort soll eine Zusage Gottes sein:
– „Schalom“ = Gottes Friede gilt diesem Haus…

Das zweite ist: „Communio“ = Gemeinschaft:
– das Geschenk der Gastfreundschaft dankbar annehmen

Das dritte ist: Gottes Wirken ist heilsam:
– euer Wirken soll heilsam (= therapeutisch) sein

In all dem zeigt sich das Ziel der Mission (=Sendung der Christen):
„Das Reich Gottes ist euch nahe!“

In den Sendboten zeigt sich das Angesicht des Aussendenden:
„Wer euch hört, der hört mich,
und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab;
wer aber mich ablehnt, der lehnt den ab, der mich gesandt hat.“
(Lk 10,16)

„Ite! – Missa est!“
= „Geht! – (eure) Sendung ist jetzt!“

Bild und Text zu Lk 10,1-11 © G. M. Ehlert, 28.06.2010

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

ausgesandt

zum 15. Sonntag im Jahreskreis B (12. Juli 2015)
Evangelium: Mk 6,7-13

6,7 Und es wurden herbeigerufen die Zwölf
und er ((= Jesus)) begann diese auszusenden
(je) zwei (und)
zwei*

* damit ihr Zeugnis Gültigkeit beanspruchen kann

Und er gab diesen Vermögen
über die unreinen Geister

8 Und er wies diese an (folgendes):
    nicht eines sollten sie aufheben (= mit sich tragen) auf den Weg
    außer einen Stock
.     nicht Brot, nicht Reisesack, nicht in den Gürtel hinein Kupfer(geld)

9    sondern sich unterbindend Sandalen
.     und nicht sollten sie anziehen zwei Untergewänder.“

10 Und er sagte ihnen:
      „
wo (immer auch) ihr hineinkommen werdet in ein Haus,
.     dort bleibet
    bis ihr hinaus kommt von dort

11  und welcher Ort nicht aufnehmen wird euch
.    und nicht hören wird auf euch
.    hinausgehend von dort schüttelt ab den Staub unter den Füßen
.    zum Zeugnis ihnen (gegenüber).“

12 Und hinausgehend verkündeten sie (folgendes):
.    „Sie sollen umkehren*“

* Meta-noite = um-, neu-, mit-denken, Sinnes- und Verhaltensänderung

13 und viele Dämonen warfen sie heraus
und salbten mit (Oliven-)Öl viele Kraftlose (= Kranke)
und therapierten (= heilten) sie.

zur Auslegung siehe auch: „Aussendung der 72 Jünger

siehe auch: „Sammlung + Stärkung + Sendung

Berufspraktikum

zum 15. Sonntag im Jahreskreis B:
Evangelium: Mk 6,7-13

Mk 6,7-13

7 Und es wurden herbeigerufen die Zwölf 
und er ((= Jesus)) begann diese auszusenden
(je) zwei (und) zwei*

Und er gab diesen Vermögen
über die unreinen Geister 

8 Und er wies diese an
dass sie nicht eines aufheben (= mit sich tragen) sollten auf den Weg
außer einen Stock
nicht Brot, nicht Reisesack, nicht in den Gürtel hinein Kupfer(geld) 

9 sondern sich unterbindend Sandalen
und nicht sollten sie anziehen zwei Untergewänder 

10 Und er sagte ihnen
wo (immer auch) ihr hineinkommen werdet in ein Haus,
dort bleibet
bis ihr hinaus kommt von dort 

11 und welcher Ort nicht aufnehmen wird euch
und nicht hören wird auf euch
hinausgehend von dort schüttelt ab den Staub unter den Füßen
zum Zeugnis ihnen (gegenüber). 

12 Und hinausgehend
sie verkündeten, dass sie umkehren* sollen 

13 und viele Dämonen warfen sie heraus
und salbten mit (Oliven-)Öl viele Kraftlose (= Kranke)
und therapierten (= heilten) sie.

zur Auslegung siehe auch: „Aussendung der 72 Jünger

siehe auch: „Sammlung + Stärkung + Sendung

Aussendung

Bild und Gedanken zum Sonntagsevangelium
vom 14. Sonntag im Jahreskreis C = Lk 10,1-12.17-20:

Paarweise Aussendung der 72 Jünger

Aussendung der 72 Jünger durch Jesus, (c) G. M. Ehlert

Jesus sendet 72 Jünger aus zur Verkündigung (c) G. M. Ehlert

„Ite! – Missa est!“
= „Geht! – Es ist (nun eure) Sendung!“
(Mit diesen Worten des Priesters endet die lateinische Messfeier)

Von der Kommunion zur Mission

Der HERR sucht aus – bildet aus – sendet aus:
–> für die Sendboten gilt:
     im Gebet mit Gott verbunden bleiben;
     und von IHM her den Sendungsauftrag mit Leben erfüllen!

Geht! „Ich sende euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe“
– in eurer Wehrlosigkeit liegt eure Chance!

 Euer erstes Wort soll eine Zusage Gottes sein:
– „Schalom“ = Gottes Friede gilt diesem Haus…

 Das zweite ist „Communio“ = Gemeinschaft:
– das Geschenk der Gastfreundschaft dankbar annehmen

 Das dritte ist Gottes Wirken ist heilsam:
– euer Wirken soll heilsam (= therapeutisch) sein

In all dem zeigt sich das Ziel der Mission (=Sendung der Christen):
„Das Reich Gottes ist euch nahe!“

In den Sendboten zeigt sich das Angesicht des Aussendenden:
„Wer euch hört, der hört mich,
und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab;
wer aber mich ablehnt, der lehnt den ab, der mich gesandt hat.“
(Lk 10,16)

„Ite! – Missa est!“
= „Geht! – (eure) Sendung ist jetztt!“

Bild und Text zu Lk 10,1-11 © G. M. Ehlert, 28.06.2010

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