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weihnachtlicher Festkreis

Die Weihnachtszeit

beginnt mit der 1. Vesper zum Weihnachtsfest am 24. Dezember.
(Für viele ist das Feiern am Heiligen Abend bzw. in der Heiligen Nacht schon der Höhepunkt)

Das Weihnachtsfest (=25. Dezember)

ist das Hochfest von der Geburt des Herrn Jesus Christus
Die katholische Liturgie kennt unterschiedliche Messtexte für die Eucharistiefeiern
– am Heiligen Abend,
– in der Heiligen Nacht (= Christmette)
– am Morgen (= Hirtenamt)
– am Tag (= Hochamt).
(siehe: Hochfest Geburt Christi)

Am Abend des 1. Weihnachtstages ist wie in den Geschäften für manch einen gefühlsmäßig Weihnachten schon vorbei. –
Doch im Stundengebet der katholischen Kirche wird eine ganze Woche lang „Weihnachten gefeiert“ – und zugleich der besonderen Heiligen und Feste in der Weihnachtsoktav gedacht:

Fest des Heiligen Stephanus (= 26. Dezember)

Nach dem ersten Feiertag folgt am 26. Dezember der Stephanustag.
Direkt nach der festlichen Besinnlichkeit geht es hier um den gewaltsamen Tod eines Diakons, des ersten Christen, der wegen seines Glaubens umgebracht wurde.
(siehe: Hl. Stephanus)

In Deutschland nahmen viele Christen den Tag zum Anlass, für die Märtyrer von heute zu beten. Seit 2012 begehen auch die Katholiken den Stephanustag als Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen. Die Nähe des Märtyrerfestes zum Weihnachtsfest zeigt, dass der christliche Glaube auch an Weihnachten das Kreuz nicht ausblendet. Weihnachten selbst ist nicht nur ein Fest der Geburt Jesu, sondern auch all dessen, für das Jesus steht: der Sohn Gottes, der den Tod erlitt und am dritten Tag auferstanden ist.

Fest des Heiligen Evangelisten Johannes (= 27. Dezember)

Am 27. Dezember gedenkt die Kirche des Evangelisten Johannes.

Fest der Unschuldigen Kinder (= 28. Dezember)

Am 28. Dezember begeht die Kirche das Fest der unschuldigen Kinder, das auf einen Bericht aus dem Matthäusevangelium (Mt 2,13-18) zurückgeht: Nachdem König Herodes von der Geburt Jesu gehört hatte, schickte er die Sterndeuter los, um nach ihm zu suchen. Als sie nicht zu ihm zurückkehrten, wurde der König zornig. Er ließ aus Angst um seinen Thron alle Jungen bis zum Alter von zwei Jahren in Bethlehem und Umgebung töten. Josef aber war nach der Warnung eines Engels mit Maria und Jesus nach Ägypten geflohen, um den Sohn Gottes in Sicherheit zu bringen.
Die alten Kirchenväter bezeichneten die Kinder später als erste Märtyrer, die an Jesu Stelle gestorben seien.
Seit den vergangenen Jahren wird an diesem Festtag auch besonders für den Schutz des ungeborenen Lebens gebetet.

Am Sonntag in der Weihnachtsoktav ist das
Fest der Heiligen Familie

Es handelt sich hierbei um ein jüngeres Fest. Im 19. Jahrhundert hatte die Verehrung der Heiligen Familie von Nazaret stark zugenommen. Von Kanada ging sie schließlich um die Welt, bis das Fest 1921 von Benedikt XV. für die Weltkirche verbindlich eingeführt wurde.
Da auch die Heilige Familie gesellschaftlichen Herausforderungen ausgesetzt war – ein Beispiel ist die Flucht nach Ägypten –, kann sie heute ein Vorbild für guten Umgang miteinander sein.

Wenn alle am 31. Dezember Silvester feiern, kommt nur wenigen in den Sinn, dass an dem Tag auch an einen heiligen Papst Silvester I. gedacht wird.

1. Januar

  • Die meisten feiern am 1. Januar den Beginn eines neuen Kalenderjahres.
  • Am „Oktavtag“ von Weihnachten feierte die katholische Kirche (bis 1960) den Tag der Beschneidung Jesu.  (siehe auch: Beschneidung-Jesu)

  • Seitdem feiert die katholische Kirche an diesem Tag das Hochfest der Gottesmutter Maria. (siehe auch: 1. Januar)

Der Festtag der Gottesmutter Maria war wohl das erste Marienfest der römischen Kirche und geht auf die Zeit vor dem Konzil von Ephesus (431) zurück. Im Laufe der Zeit geriet es aber wegen der zunehmenden Bedeutung der Marienfeste am 25. März und am 15. August wieder in den Hintergrund.

  • Seit 1968 ist der erste Tag des Jahres auch der Weltfriedenstag.
    Die Päpste veröffentlichen jeweils am 8. Dezember eine Botschaft für diesen Tag.

Am 1. Januar 2018 gibt es zum 51.sten Mal diese Friedensbotschaft.
Im Jahr 2018 steht die Botschaft von Papst Franziskus unter dem Thema:

„Migranten und Flüchtlinge: Menschen auf der Suche nach Frieden“
(hier die Botschaft des Papstes im Wortlaut)

Jahreslosung 2018:

Ein schöner Brauch ist in der evangelischen Herrenhuter Brüdergemeinde
vor vielen Jahren entstanden:
das Jahr unter einen bestimmten biblischen Gedanken zu stellen,
der jeweils ausgelost wird.
Die Jahreslosung für 2018
ist dem Buch der Offenbarung des Johannes entnommen
und lautet:
Gott spricht:
Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Offenbarung 21,6 (Lutherübersetzung)

Jahreslosung-2018g

Jahreslosung 2018, (c) G. M. Ehlert

Der heiligste Name Jesu ist seit 2002 ein nicht gebotener Gedenktag, der am 3. Januar gefeiert wird. (siehe: Namen Jesu)

Vor allem in der Ostkirche wird die Anrufung des Namens Jesu gepflegt; im Westen wird er seit dem 15. Jahrhundert verehrt – insbesondere von Franziskanern. Das 1721 eigeführte Fest wurde zunächst an unterschiedlichen Tagen begangen. In der Anrufung des Namens Jesu erbitten Christen die helfende Gegenwart Jesu in den Anliegen unserer Zeit.

Das Hochfest der Erscheinung des Herrn (= 6. Januar)

ist landläufig als „Dreikönigsfest“ bekannt. (siehe: Epiphanie)
Ein Fest, das vor allem deshalb bekannt ist, weil Kinder als Sternsinger verkleidet durch die Straßen gehen und die Häuser und deren Bewohner segnen. Früher sprach man auch von der „Epiphanie“. Es wird noch einmal an die menschliche Gegenwart Gottes in der Person Jesu Christi erinnert – und an den Besuch der drei Sterndeuter oder Könige, die das Jesuskind an der Krippe verehrten (Mt 2).

Kweg-a

„Der Königsweg“ – (c) G. M. Ehlert

Am Sonntag nach dem Hochfest der Erscheinung des Herrn feiert die Kirche

das Fest der „Taufe des Herrn“ (im Jahr 2018 = 7. Januar).

An diesem Fest erinnert die Kirche an die Taufe Jesu durch Johannes im Jordan. Damit beginnt Jesu öffentliches Wirken – nach ca. 30 Jahren verborgener Wirksamkeit in Nazaret.
Mit diesem Fest, das zwischen dem 7. und 13. Januar liegt, endet auch die Weihnachtszeit.
Während bis dahin die liturgische Farbe festliches Weiß ist, ziehen Geistliche tags darauf in Grün in die Kirche ein, der Farbe für gewöhnliche Sonn- und Werktage.

Zwei weitere Festtage, die außerhalb des weihnachtlichen Festkreises liegen,
haben einen engen Zusammenhang zum Weihnachtfest:

Fest der Darstellung des Herrn (auch Mariä Lichtmess genannt)
am 2. Februar

und das

Hochfest der Verkündigung des Herrn (auch Mariä Verkündigung genannt)
am 25. März

– der „Tag der Menschwerdung des Sohnes Gottes“ mit dem Beginn der Schwangerschaft Mariens. Genau neun Monate später feiern wir wieder Christi Geburt.
Dann hat das Feiern wirklich ein Ende. Obwohl: Es gibt im Kirchenjahr auch dann noch Tage, die die Gläubigen noch einmal an das Weihnachtsereignis erinnern sollen:
Etwa die Darstellung des Herrn am 2. Februar oder
die Verkündigung des Herrn am 25. März.

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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das Lamm Gottes (2. A)

 


Seht das Lamm Gottes,
das hinwegträgt die Sünde der Welt

Osterlamm

„Osterlamm“ – Zeichnung von G. M. Ehlert, 2004

Die liturgischen Texte des 2. Sonntages im Jahreskreis A 

(15. Januar 2017)

Eröffnungsvers (Psalm 66,4)
„Alle Welt bete dich an, o Gott, und singe dein Lob,
sie lobsinge deinem Namen, du Allerhöchster.“

1. Lesung: Jes 49,3.5-6
Ich mache dich zum Licht für die Völker
–> Jes 49,1-6 = 2. Gottesknechtslied

Antwortpsalm (Ps 40,2.4ab.7-8.9-10)

2. Lesung: 1 Kor 1,1-3
Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus

Ruf vor dem Evangelium: (Joh 1,14a.12a)
Halleluja. Halleluja.
Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.
Allen, die ihn aufnahmen,
gab er Macht, Kinder Gottes zu werden.
Halleluja

Evangelium: Joh 1,29-34
Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt
–> siehe auch Joh 1,29-51 (eine wortgetreue Arbeitsübersetzung)

Liturgische Texte – siehe auch Schott: 2. Sonntag im Jahreskreis A

 

Zeugnistag

zum Evangelium Johannes 1,29-34:

Johannes stellt uns Jesus vor:
„Seht, das Lamm Gottes,
das hinwegträgt die Sünde der Welt“

Bald ist wieder Zeugnistag – Lehrer stellen über ihre Schüler ein Zeugnis aus, wie sie die schulischen Leistungen erlebt hatben…
Ein anderer Zeugnistag kann unvorbereitet kommen,
wenn einer zum Augenzeugen z.B. eines Unfalls wird
und aufgerufen wird, davon Zeugnis zu geben, was er gesehen und erfahren hat.
Und auch in der Kirche werden Zeugen gesucht, die bezeugen können, was sie von Jesus erfahren haben.

  • Johannes legt Zeugnis ab über Jesus

Im heutigen Evangelium stellt Johannes der Täufer Jesus seinen Zuhörern vor,
so wie Prominente in einer Fernsehshow vom Moderator vorgestellt werden, bevor sie selber zu Wort kommen.
Und er legt dabei ein Zeugnis darüber ab, wie er selbst Jesus erfahren hat.

Doch wie stellt Johannes seinen „Stargast“ vor?

„Seht, das Lamm Gottes,
das hinwegnimmt die Sünde der Welt“

Ich tue mich schwer mit dieser Kennzeichnung Jesu.
Und was verbinden Sie mit diesem Vergleich?

Lamm! ? = „Lammfromm“ – „Opferlamm“ – Tiersymbol für Reinheit, Unschuld, Arglosigkeit

Die Hörer des Johannes damals dachten bei dem Vergleich mit einem Lamm sicher an:
– das Opferlamm, das zum Schlachten geführt wird;
Das Buch Jesaja 53,6-7: Wir hatten uns alle verirrt wie Schafe, jeder ging für sich seinen Weg. Doch der Herr lud auf ihn (=den Gottesknecht) die Schuld von uns allen.
Er wurde misshandelt und niedergedrückt, aber er tat seinen Mund nicht auf. Wie ein Lamm, das man zum Schlachten führt, und wie ein Schaf angesichts seiner Scherer, so tat auch er seinen Mund nicht auf.

– das Paschalamm (Ex 12)
das Blut des Lammes, das an die Türpfosten gestrichen wurde, verschonte das Volk Israel vor dem angekündigten Unheil

– das Lamm, das auf dem Thron sitzt (Offenbarung des Johannes)
wird gefeiert als Sieger über alle Mächte des Bösen

Und Johannes, der Täufer bezeugt, was er im Glauben gesehen hat, als er Jesus im Jordan getauft hat:
Ich sah den Geist Gottes herabsteigen –
wie eine Taube aus dem Himmel –
und er blieb auf ihm.

Das war für ihn das deutliche Zeichen, dass dieser Jesus von Gott erwählt ist, dass dieser Jesus Gottes Sohn ist,
der gekommen ist, um die Menschen mit dem Geist Gottes zu erfüllen.

  • Zeugnis über Jesus – in der Eucharistiefeier

Vor der Heiligen Kommunion erhebt der Priester die gebrochene Hostie und weist auf sie hin mit den Worten Johannes, des Täufers: „Seht! Das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünden der Welt“ –

Seht! So ist Jesus Christus hier gegenwärtig: als stärkendes Brot, das sich für uns zerbrechen lässt, damit wir alle Anteil erhalten an seinem göttlichen Leben.

Wer die göttliche Größe dieses Liebesgeschenkes im Glauben (an-)erkennt, der wird zugleich voller Betroffenheit – wie der heidnische Hauptmann aus Kafarnaum sagen: „Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort und meine Seele wird gesund“

Und er darf Christi Einladung hören und auf sich beziehen: „Selig, wer zum Mahl des Lammes geladen ist!“

  • Zeugnis ablegen über Jesus – im Alltag

Und dann – nach der Kommunion mit Christus – sendet der HERR uns aus, IHN den Menschen von heute vorzustellen

Wir müssen andere Bilder und Vergleiche finden, um den Menschen von heute deutlich zu machen, dass Jesus der Retter, der Heiland und Erlöser der Menschen ist.

Er lebt Gottes Liebe ohne weltliche Machtmittel und ist bereit, dass andere diese wehrlose Liebe ausnutzen. –
Er ist wie ein Lamm, das in unserer wölfischen Welt kaum eine Chance hat. Jesus solidarisiert sich mit den Wehrlosen. Damals wie heute.

Und er sendet auch seine Jünger ohne beeindruckende Machtmittel in die Welt – wie Schafe mitten unter die Wölfe.

Das ist das Provozierende – damals wie heute –

Jesus lebt vor, dass die Ohnmacht der Liebe letztlich mächtiger sein wird als alle Mächte und Bedrohungen dieser Welt.

Wie schwer fällt es uns jedoch, dies wirklich zu glauben und aus diesem Geist zu leben.

Auch wir sind aufgerufen, zu entdecken, wer dieser Jesus für uns ist
und davon Zeugnis abzulegen.

Haben sie schon eine Vorstellung, was Sie sagen können,
wenn Sie als Zeuge gefragt werden, wer dieser Jesus für Sie ist?

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Johannes der Täufer – 24.06.

Hochfest der Geburt des Hl. Johannes des Täufers (= 24. Juni)

„ER (= Christus) muss wachsen,
ich aber (= Johannes) muss kleiner werden.“
(Joh 3,30)

An der Sommersonnenwende (= 24. Juni) feiert die Kirche
das Fest der Geburt Johannes des Täufers.
Von da an werden die Tage immer kürzer.

An der Wintersonnenwende (= 25. Dezember) feiert die Kirche
das Fest der Geburt Jesu Christi.
Von da an werden die Tage immer länger.

„ER muss wachsen – ich aber muss kleiner werden“ (Joh 3,30); (c) Georg Michael Ehlert, 19. Juni 2012

Sein Vater Zacharias wurde vom Heiligen Geist erfüllt
und begann prophetisch zu reden: …

Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen;
denn du wirst dem Herrn vorangehen und ihm den Weg bereiten.
Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken
in der Vergebung der Sünden.
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,
um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes,
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

(Lk 1,67.76-79)

zum Lobgesang des Zacharias siehe auch: „Benedictus

siehe zu Johannes d.T. auch:
– „Taufe Jesu im Jordan
– „Zeuge für das Licht

siehe Bildmeditation zum Johannesfenster in der St. Johannes-kirche, Oelde (Power-Point-Präsentation 9 MB)

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Weih-nacht


Evangelientexte zum Weihnachtsfest:

Am Heiligen Abend:
Mt 1,1-25 (Stammbaum Jesu und seine Geburt aus der Jungfrau)
In der Heiligen Nacht (Christmette oder Engelamt):
Lk 2,1-14 (Geburt Jesu in Betlehem u. Botschaft der Engel an die Hirten)
Am Morgen (Hirtenamt):
Lk 2,15-20 (Die Hirten an der Krippe)
Am Tag (Hochamt):
Joh 1,1-18 (Johannesprolog)

Krippe + Kreuz + Krone

“Wo ist der neugeborene König der Juden?” (Mt 2,2) –
so fragten die Sterndeuter aus dem Osten als sie nach Jerusalem kamen.
Dies ist die erste Frage im Neuen Testament.

Die erste Frage im Alten Testament
ist eine Frage Gottes nach dem Menschen – nachdem er gesündigt hatte:
“Adam, wo bist du?” (Gen 3,9)

Gott sucht den Menschen (um ihn zu retten)
und der Mensch sucht Gott – und kann ihn finden im menschgewordenen Gottessohn, dem “König der Juden”!

Dieser Titel “König der Juden” taucht im Neuen Testament auf
– bei seiner Geburt
– im Zusammenhang mit seiner Kreuzigung
– und im Blick auf seine Wiederkunft.

So gehören im Blick auf Jesus, den Christus
Krippe + Kreuz + Krone zusammen.

Weihnachtsbild 2014

Krippe + Kreuz + Krone
(c) G. M. Ehlert, Dez. 2014

 

Krippe + Kreuz + Krone 

An Weihnachten, als Christus geboren wurde,
da mischte sich Trauer in den Lobgesang der Engel.
E
ngel haben Weitblick.
Sie sahen schon den Weg nach Golgota voraus.
Sie sahen schon den Leidensweg.
Sie sahen schon das Kreuz.
Sie sahen schon Christus das Kreuz tragen
und Christus am Kreuz qualvoll sterben.

Am Karfreitag aber, als Christus starb,
da mischte sich Jubel in die Trauer der Engel.
Engel haben Weitblick.
Sie sahen schon den Ostersonntag, den Tag der Auferstehung.
Sie sahen schon Christus, über den der Tod keine Macht hat.
Sie sahen schon Christus als Sieger über den Tod.
Sie sahen schon Christus aus dem Grab steigen
und zur Herrlichkeit des Vaters vorausgehen. 

Seit Pfingsten jedoch freuen und hoffen,
trauern und ängstigen sich die Engel.
Engel haben Weitblick.
Sie sehen schon den Weg des Volkes Gottes,
sie sehen schon all die Irrwege und Umwege,
sie sehen schon die Abgründe dieser Welt.
Sie sehen aber auch schon die Herrlichkeit ewigen Lebens,
wenn Christus wiederkommt, uns heimzuholen in sein Reich. 

„Krippe + Kreuz + Krone“, © G. M. Ehlert, 17.12.2011

zum Weihnachtsfest siehe auch:

Gottes schönstes Wort

Die geweihte Nacht der Christgeburt

Ein neuer Anfang

Ein Lied vom göttlichen Liebeswort“ (Der Johannesprolog)

Krippe + Kreuz + Krone

Christus kommt – kann er bei uns ankommen?“

Zum Fest des Heiligen Märtyrers Stephanus (26. Dezember):
siehe: „den Himmel offen sehen

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(c) G. M. Ehlert

3. Advent: Zeugnis geben

3. Advent: Zeugnis geben

zum 3. Advent (Lesejahr B) (= 14. Dezember 2014)

Evangelium: Johannes 1,6-8.19-28 Das Zeugnis des Johannes

„Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht,
damit alle durch ihn zum Glauben kommen.“
(aus dem Tagesevangelium: Joh 1,7)

ein adventlicher Auftrag: Zeugnis geben, damit die Wahrheit ans Licht kommt

Hinweise auf die Ankunft Gottes: entdecken – beachten – bezeugen

Überblick über den bisherigen Adventsweg:

Am ersten Adventssonntag stand die Einladung Jesu, wie ein Türhüter wachsam Ausschau zu halten nach dem Kommenden und ihm die Tür zu öffnen… (vgl. Mk 13,24-37)

Am zweiten Adventssonntag stand die Aufforderung des Propheten Jesajas, die auch Johannes der Täufer aufgriff, wie ein Bauarbeiter – die Zugangswege auszubessern für den HERRN. (vgl. Jes 40,1-5.9-11 u. Mk 1,1-8)

Am dritten Adventssonntag steht nun der Aufruf, wie ein Zeuge / eine Zeugin glaubwürdig Zeugnis zu geben von dem, was wir gehört und erfahren haben, damit die Wahrheit über die verborgene Gegenwart Gottes unter uns aufleuchten kann.

Zeugnis geben (c) G. M. Ehlert, Dez. 2014

Zeugnis geben (c) G. M. Ehlert, Dez. 2014

Der Zeuge, der ein Zeugnis ablegt…

  • oft wird ein Zeuge gesucht nach Verkehrsunfällen…
  • über einen anderen ein Zeugnis schreiben = Aufgabe von Lehrern und Vorgesetzten…
  • ein Zeugnis geben kann auch heißen: fasziniert von der Teilnahme an einem Ereignis berichten… (“Wovon das Herz voll ist, davon quillt der Mund über…”)
  • vielen fällt es schwer die rechten Worte zu finden, um Zeugnis zu geben vom eigenen Glauben…
  • Wovon reden wir gerne? – Wovon reden wir viel?
  • Wovon ist unser Herz erfüllt?

Die Botschaft Johannes des Täufers: „Macht Platz für den Kommenden!“

Er redet engagiert davon, dass die Menschen sich auf seine Ankunft vorbereiten sollen.
Er wählt dafür einen besonderen Ort aus: er steigt hinab zum Jordan (= die tiefste Stelle der gesamten Erde 395 Meter unter dem Meeresspiegel),
an den Ort, wo vor vielen Jahrhunderten das Volk Israel durch den Jordan hindurch in das gelobte Land einzog.
Hier taucht er die Menschen in das Wasser des Jordan unter als Zeichen für ihre Bereitschaft, neu zu beginnen…

Hier sollen die Menschen noch einmal einen Schritt des Neubeginns tun:
Das eigene Herz bereiten für die Ankunft des ersehnten Messias.

Damit Gottes Sohn auch bei uns ankommen kann…

„Mit Ernst, o Menschenkinder, das Herz in euch bestellt.
bald wird das Heil der Sünder, der wunderstarke Held,
den Gott aus Gnad allein der Welt zum Licht und Leben
versprochen hat zu geben, bei allen kehren ein.

Bereitet doch beizeiten den Weg dem großen Gast
und rüstet euch mit Freuden, lasst alles, was er hasst.
Macht eben jeden Pfad, die Täler all erhöhet,
macht niedrig, was hoch stehet,
was krumm ist , macht gerad.“

so heißt es in einem Adventslied von Valentin Thilo (1642),
zu finden im Eigenteil des Bistums Münster zum Gotteslob: GL 756.

Zeugnis geben:

– die „Unebenheiten“, „krummen Touren“ etc. im eigenen Leben erkennen und sich dazu in einer persönlichen Adventsbeichte auch bekennen und dabei zugleich Zeugnis zu geben vom Glauben an Gottes Barmherzigkeit.

– vor anderen Zeugnis zu geben von dieser barmherzigen Liebe Gottes, die sich auf den Weg gemacht hat, um einen jeden von uns im Innersten zu erreichen.

– wie Johannes der Täufer von sich weg- und auf den kommenden Christus hinzuweisen…

– wie Johannes der Täufer in Vorfreude auf den Kommenden leben – diese frohe Erwartung strahlt positiv aus…

 

siehe auch: Johannes – Zeuge für das Licht

fünf Schritte zur Adventsbeichte

 

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2. Advent: Weg bereiten

2. Advent: Weg bereiten

zum 2. Advent (Lesejahr B) (= 7. Dezember 2014)

Evangelium: Markus 1,1-8: Grundlegung des Evangeliums

2. Advent: Weg bereiten

2. Advent Weg bereiten

2. Advent: Straßenbauarbeiter/in
„Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen!“
(aus dem Tagesevangelium: Mk 1,3)

Wie im Straßenbau = auf dem Weg zum Nächsten:
– Stolpersteine beseitigen
– Schlaglöcher ausbessern
– Wege ebnen

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Taufe Jesu im Jordan

Johannes tauft Jesus im Jordan
(= Fest Taufe des Herrn = 12. Januar 2014)
+
Er sagt: Seht, das Lamm Gottes,
das die Sünde der Welt hinwegnimmt.
(= 2. Sonntag im Jahreskreis A = 19. Januar 2014)
Gedanken zum Evangelium Johannes 1,29-34: siehe „Zeugnistag

Zwei Begegnungen zwischen Jesus mit Johannes in einem Bild:

Johannes tauft Jesus im Jordan  +  Seht, das Lamm Gottes,  das die Sünde der Welt hinwegnimmt. Bild von G.M. Ehlert 2002

1. Johannes, der Täufer wirkt in der Wüste Juda am Unterlauf des Jordan und verkündet Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden.
So kommt auch Jesus zu Beginn seines öffentlichen Wirkens zu ihm und lässt sich von ihm im Jordan taufen.

Davon berichten Matthäus, Markus und Lukas in ihren Evangelien.

z.B. Mt 3,13-17: (Evangelium am Fest der Taufe des Herrn – Lesejahr A)

Zu dieser Zeit kam Jesus von Galiläa
an den Jordan zu Johannes,
um sich von ihm taufen zu lassen.

Johannes aber wollte es nicht zu lassen
und sagte zu ihm:

„Ich müsste von dir getauft werden,
und du kommst zu mir?“

Jesus antwortete ihm:

„Lass es nur zu,
denn nur so können wir die Gerechtigkeit,
die Gott fordert, ganz erfüllen.“

Da ließ Johannes es zu.

Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen,
da öffnete sich der Himmel,
und er sah den Geist Gottes wie eine Taube
auf sich herabkommen.

Und eine Stimme aus dem Himmel sprach:

„Das ist mein Sohn, der Geliebte,
an dem ich Gefallen gefunden habe.“

2. Ein weiteres Mal begegnet Jesus Johannes wieder
als Johannes sich in Betanien, jenseits des Jordans (in der Nähe vom See von Galiläa) aufhält.
Von dieser weiteren Begegnung berichtet der Evangelist Johannes in seinem Evangelium. Joh 1,29-34 (= Evangelium am 2. Sonntag im Jahreskreis A)

Am folgenden Tag sieht er Jesus auf sich zukommen und sagt:

„Seht, das Lamm Gottes,
das die Sünde der Welt hinwegnimmt.
Dieser ist es, von dem ich gesagt habe:
Nach mir kommt einer, der mir voraus ist,
weil er vor mir war.
Auch ich kannte ihn nicht.
Aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser,
um Israel mit ihm bekanntzumachen.“

Und Johannes bezeugte:

Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam
wie eine Taube
und auf ihm blieb.

Auch ich kannte ihn nicht;
aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen,
er hat mir gesagt:
Auf wen du den Geist herabkommen siehst
und auf wem er bleibt,
der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft.

Das habe ich gesehen,
und ich bezeuge:

Er ist der Sohn/der Erwählte Gottes.

3.
Am folgenden Tag stand Johannes wieder
da
und zwei von seinen Jüngern.

Indem er auf Jesus blickte,
der vorüberging,
sagte er:
„Seht, das Lamm Gottes.“

Und die beiden Jünger hörten ihn so reden
und folgten Jesus.

(Joh 1,35-37)

Bild von Georg Michael Ehlert
zum Fest der Taufe des Herrn.
Januar 2002
siehe auch:
Taufe des Herrn (2013)- „Mit Jesus über den Jordan gehen“
siehe zu Johannes d.T. auch: