Valentin – 14. Febr.


Valentin und die Verliebten

• Am 14. Februar reden alle vom Valentinstag
Alle Jahre wieder, immer am 14. Februar, haben Blumenläden, Konfiserien und Bijouterien einen großen Zulauf, und die Altvermählten und die Jungverliebten haben ihre große Stunde.

zum Valentinstag - Grafik (c) G. M. Ehlert, 09.02.2015

zum Valentinstag – Grafik (c) G. M. Ehlert, 09.02.2015

• Wer ist Valentin – der Namensgeber dieses Tages?
Vom heiligen Valentin gibt es keine verlässlichen historischen Quellen.
Erwiesen ist lediglich, dass man einen Bischof Valentin von Terni vom 4. Jahrhundert an als Heiligen verehrte und dass er später mit einem Priester und Märtyrer gleichen Namens gleichgesetzt wurde, der im 3. Jahrhundert in Rom lebte.

Aus verschiedenen Legenden ergibt sich jedoch folgendes:
Valentin (der lateinische Name bedeutet: der Starke, der Gesunde) war der Überlieferung nach zunächst wohl ein armer, ehrsamer Priester,
Hilfe und Trost Suchenden schenkte er Blumen aus seinem Garten.
Trotz eines Verbotes des Kaisers Claudius II. traute er Liebespaare nach christlichem Zeremoniell und half in Partnerschaftskrisen;
einer Legende nach soll er ein blindes Mädchen geheilt haben: kurz vor seiner Enthauptung habe er ihr eine Botschaft geschrieben. Als das Mädchen den Brief öffnete, fand sie darin eine Krokusblüte, deren Farben sie erkennen konnte. Nun waren ihre Augen völlig gesund.
Den Ausschlag für sein Martyrium sei jedoch gewesen, dass er vor dem Kaiser die Anbetung eines Götterstandbildes verweigerte.
Gestorben am 14. Februar 268/269 in Rom.

• Herz – Blumen – Pralinen – Liebesbriefe…
Das Brauchtum, den Valentinstag als Tag der Liebenden zu begehen, geht wohl zurück auf den Festtag der römischen Göttin Juno, der Schützerin von Ehe und Familie, der am 14. Februar Blumen geopfert wurden.
Ebenfalls an diesem Tag fanden die römischen „Luperkalien“ statt, („Fest der Wölfin) – ein Reinigungsfest für geschlechtsreife Mädchen. (Von diesem Reinigungsfest „Februarius“ kommt der Monatsname Februar).

Die katholische Kirche feierte ausgehend von Jerusalem an diesen Tag das Fest „Purificatio“ = „Mariä Reinigung“. Wie heute in den Ostkirchen noch üblich, gedachte man bis zum Jahre 354 auch in Rom der Geburt Jesu anfangs am 6. Januar (Epiphanie, „Erscheinung des Herrn“). Demzufolge fiel das Fest Mariä Reinigung (heute „Darstellung des Herrn im Tempel“ genannt), das vierzig Tage nach Weihnachten gefeiert wird, auf den 14. Februar.
Während der an diesem Tag üblichen Lichterprozession wurde ein Wechselgesang vorgetragen, dessen erster Vers lautet: „Zion, schmücke dein Brautgemach, nimm auf Christus, den König …“
Die Erinnerung daran, dass man früher einmal am 14. Februar die Ankunft des „Bräutigams“ Christus in seinem „Brautgemach“ Jerusalem besungen hatte, blieb nach der „Verlegung“ des Weihnachtsfestes auf den 25. Dezember im Jahre 354 in Rom erhalten, und dieser „Tag der Verliebten“ wurde dann mit dem heiligen Valentinus verbunden, dessen Gedenktag am 14. Februar ist und das Blumenbrauchtum wurde auf ihn übertragen.

• … am Valentinstag
Valentin zählte im Mittelalter zu den volkstümlichen Heiligen, vergleichbar mit Nikolaus oder Martin.
Im späten Mittelalter wurde es besonders in Frankreich und England Brauch, dass am Valentinstag durch das Los Valentin und Valentine füreinander bestimmt wurden: nach gegenseitigem Austausch von Geschenken lebten sie dann ein Jahr als Verlobte, um sich dann wieder zu trennen – oder zu heiraten.
In Frankreich gilt der Valentinstag als Tag der Brautleute, in Belgien und England begeht man ihn seit dem 14. Jahrhundert als Tag der offenen Herzen, und in den Vereinigten Staaten können sich die Verliebten ein ganzes Jahr lang überlegen, was sie einander zum nächsten Love Day verehren möchten.
In der Schweiz begannen 1948 die ersten Werbefeldzüge für das Blumenschenken am Valentinstag; Deutschland und Österreich hält seit 1950 vor allem die Blumenbranche den Tag in Ehren.

• Ein Segen für die Liebe…
Seit einigen Jahren laden an verschiedenen Orten auch die Kirchen am Valentinstag zu einem besonderen Segnungsgottesdienst alle Verliebten ein.

Papst Franziskus lud erstmals alle verliebten Paare und Frischvermählten am 14. Februar 2014 auf den Petersplatz ein. Dabei sagte er u.a.:
„Liebe Paare, ihr bereitet euch darauf vor, gemeinsam zu wachsen, ein Haus zu errichten, um für immer zusammen zu leben. Ihr wollt es nicht auf dem Sand der Gefühle bauen, die kommen und gehen, sondern auf dem Fels der wahren Liebe, der Liebe, die von Gott kommt. Die Familie entsteht aus diesem Projekt der Liebe, die wachsen will, so wie ein Haus wächst, das der Ort der Zuneigung sein soll, der Hilfe, der Hoffnung, der Unterstützung. Alles zusammen: Zuneigung, Hilfe, Hoffnung, Unterstützung. So wie die Liebe Gottes fest und für immer ist, so soll auch die Liebe, die die Familie begründet, fest und für immer sein. Wir dürfen uns bitte nicht von der „provisorischen Kultur“ überzeugen lassen!“

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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