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aufgefangen (5.C)

5. Sonntag im Jahreskreis C

Sonntag, 10. Februar 2019

Liturgische Texte zum 5. Sonntag im Jahreskreis (C)

Eröffnungsvers (Ps 95,6-7)
Kommt, lasst uns niederfallen,
uns verneigen vor dem HERRN, unserem Schöpfer!
Denn er ist unser Gott.

Tagesgebet
Gott, unser Vater,
wir sind dein Eigentum
und setzen unsere Hoffnung
allein auf deine Gnade.
Bleibe uns nahe in jeder Not und Gefahr
und schütze uns.
Darum bitten wir durch Jesus Christus…

1. Lesung: aus dem Buch Jesaja (Jes 6,1-2a.3-8)
„Hier bin ich, sende mich!“

Antwortpsalm: Ps 138,1-2b.2c-3.4-5.7c-8 
„Vor den Engeln will ich dir singen und spielen, o HERR.“

2. Lesung: aus dem 1. Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth (1 Kor 15,1-11) oder: (1 Kor 15,3-8.11)
„Das ist unsere Botschaft, und das ist der Glaube, den ihr angenommen habt“ 

Ruf vor dem Evangelium (Mt 4,19)
Halleluja. Halleluja.
(So spricht der Herr):
Folgt mir nach!
Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
Halleluja!

Evangelium aus dem Evangelium nach Lukas (Lk 5,1-11)
Sie ließen alles zurück und folgten ihm nach

* * *

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EvangelientextÜbersetzung G. M. Ehlert

5,1. Es geschah aber,
indem die Menge (dabei war) Ihn (= Jesus) zu bedrängen
und zu hören das Wort des Gottes
und Er selbst war stehend bei dem See Genezareth

2. Und er sah zwei Boote (ab-)gestellt beim Ufer
die Fischer aber – aus ihnen ausgestiegen – wuschen die Netze.

3. Hineinsteigend aber in eines der Boote
– das war Simons –
bat er ihn von dem Erdland hinauszufahren ein wenig
sich niedersetzend aber
aus dem Boot lehrte er die (Volks-)Menge.

4. Wie er aber aufgehört hatte ein Redender (zu sein)
sprach er zu dem Simon:
fahr hinaus – hinein in die Tiefe
und lasst herunter die – eure – Netze zum Fang.

5. Und es antwortet Simon – er sprach:
Meister! Durch (die) ganze Nacht Abarbeitende/ Erschöpfte (sind wir)
nicht
eines haben wir genommen
aber auf deine Rede hin
ich werde herunterlassen das Netz.

6. Und dieses machten sie
zusammenschließend eine Vielheit der Fische
– (so) zahlreich
zerrissen wurde aber (fast) das Netz von ihnen.

7. Und sie winkten zu den Teilhabern in dem anderen Boot
(als) gekommen Seiende mitzumachen mit ihnen
und sie kamen und füllten an beide der Boote
derart, dass sie zu versinken (drohten)

8. (Dies) sehend aber Simon (Petrus) –
fiel er nieder (zu) den Knien Jesu sagend:
komme heraus – (weg) von mir,
denn: ein Mensch – ein sündiger – bin ich, HERR!

9. Verwunderung/Schrecken nämlich hatte ihn umschlossen
und alle, die mit ihm (waren),
über den Fang der Fische,
den sie zusammengefasst hatten.

10. Gleichermaßen aber auch Jakobus und Johannes – Söhne (des) Zebedäus,
die Teilhaber waren dem Simon,

und es sprach zu dem Simon der Jesus:
nicht gerate in Furcht!
Von dem Jetzt (an):
du wirst sein einMenschen-leben-fangender“*.

* griechisch: anthroopous … zoo-groon;
anthroopos = Mensch; zoo = Leben/ lebendig; agreoo = fangen
= ein „Menschenfischer“
= einer, der Menschen auffängt

11. Und herabführend die Boote auf das Erdland
fortgelassen habend alles,
gingen sie zusammen (den) Weg mit ihm.

* * *

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Bild zur MeditationVom Fische fangen zum Menschen auf-fangen

„Menschen auf-fangen“ (c) G. M. Ehlert, 04.02.2013

* * *

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Impulse

Menschenfischer sein:
nicht listig einfangen, sondern rettend auffangen“

1. umsonst – vergeblich

Petrus = erfahrener Fischer – zur besten Fangzeit – nichts (!) gefangen… er ist frustriert…

Jesus = begnadeter Redner – fordert auf mitten am Tag zum Fischfang auszufahren = er hat vom Fischen keine Ahnung – tags lässt sich doch nichts fangen – sagt die Erfahrung des Fischers – Und wie reagiert Petrus auf Jesu Aufforderung?

2. Jesus lehrt u. fordert auf, gegen alle Vernunft erneut anzufangen:

Petrus hört Jesu Aufforderung:
Fahr hinaus und werft eure Netze aus! –

Er überwindet seine Zweifel und vertraut:
Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen; u. er überwindet die Angst vor Blamage u. gehorcht.

Was könnte das heute bedeuten? –
Ausgangssituation: alles war umsonst = vergeblich

– nach der 50. Absage erneut sich bewerben
– nach einem misslungenen Projekt ein weiteres beginnen
– nach vielen entmutigenden Äußerungen („das schaffst du doch nicht…“) es trotzdem wagen…

Petrus riskiert sich vor den Augen aller lächerlich zu machen:
Am Tag erneut fischen zu wollen.
Doch er riskiert es: – und macht den Fang seines Lebens.

Auch heute gilt:
Wer sich auf Jesu Wort hin erneut aufmacht – macht den Fang seines Lebens.

Petrus erkennt nun: wer Jesus in Wahrheit ist:
nicht nur ein begnadeter Redner, sondern Jesus hat schöpferische Macht über die Fische in der Tiefe; er ist in Wahrheit der göttliche „Herr“.
und er erkennt: „Wer bin ich? – Dass Jesus gerade mir dieses Geschenk eines überreichen Fanges macht?

3. Angesichts der übermäßigen Gnade Gottes
bin ich ein armseliger Mensch

Petrus wird reich beschenkt, als Jesus mit in seinem Boot ist.
Doch anstatt zu sagen: Bleibe nun für immer bei mir,
sagt er: „Herr, geh weg von mir; ich bin ein sündiger Mensch.“

eine merkwürdige Reaktion – oder?
– wo das Licht stärker ist, da ist auch der Schatten kräftiger
– wenn einer ein überraschendes Geschenk bekommt: „Womit hab ich denn das verdient?“
– der Hauptmann von Kafarnaum: „Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach…“

4. Doch gerade so – im Erkennen u. Anerkennen seiner Schwäche – wird der Mensch fähig für den Ruf Jesu:

„Ich bin gekommen Sünder zu berufen – nicht Gerechte.“

Auch Paulus bezeichnet sich nach der Erscheinung des Auferstandenen als „Missgeburt“, der es nicht wert ist, Apostel genannt zu werden. „Doch durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und sein gnädiges Handeln an mir ist nicht ohne Wirkung geblieben.“
Und er ermutigt jeden von uns, darauf zu vertrauen, was er als Zusage Gottes erfahren hat: „Lass dir an meiner Gnade genügen, denn sie ist gerade in den Schwachen mächtig.“

Jesu Verheißung nicht nur an Petrus:
„Fürchte dich nicht!
Von nun an wirst du Menschen fangen!“

Menschen fangen?

– nicht wie Geheimdienste und Polizisten Terroristen einfangen und gefangen nehmen;
– sondern eher wie Freunde einen ins Straucheln geratenen Menschen auffangen.
– Oder einen, der im Begriff ist, etwas Schlimmes zu tun, abzufangen, damit er es nicht tut.
– Mit einem Menschen wieder etwas Neues anfangen

5. Mit Jesus etwas anfangen – was bedeutet das heute für uns?

– wenn wir meinen alles ist umsonst = vergeblich,
gerade dann vertrauen: „Auf dein Wort hin…“
– wenn wir überraschend einen guten Fang gemacht haben,
gerade dann erkennen: es ist umsonst = ein Geschenk der Liebe Gottes
– wenn wir angesichts eines guten Fanges daran denken, uns gut einzurichten,
gerade dann sich von Jesus losschicken lassen,
um andere aufzufangen und mit ihnen auf Jesu Wort hin
etwas Neues anzufangen.

* * *

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Links:

–> zur 1. Lesung Jesaja 6,1-2a. 3-8 „Hier bin ich, sende mich!“ –>  Jes 6.1-8

–> zum Antwortpsalm: Psalm 138: Alle Könige der Erde werden Gott lobpreisen

–> 2. Lesung: –

–> Evangelium: siehe auch: „Menschenfischer

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott: 5. Sonntag C

Gedenktage:

  • 14. Februar: Cyrill u. Methodius = F
    u. Valentin von Rom = g

* * *

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 28. Januar 2019

 

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Christus-Bekenntnis (24.B)

„Christus-Bekenntnis“

Sonntag, 16. September 2018

Liturgische Texte zum 24. Sonntag im Jahreskreis B

Eröffnungsvers: (vgl. Sir 36,18.21-22)
HERR, gib Frieden denen, die auf dich hoffen,
und erweise deine Propheten als zuverlässig.
Erhöre das Gebt deiner Diener und deines Volkes.

Tagesgebet
Gott, du Schöpfer und Lenker aller Dinge,
sieh gnädig auf uns.
Gib, dass wir dir mit ganzem Herzen dienen
und die Macht deiner Liebe an uns erfahren.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

ERSTE Lesung aus dem Buch Jesaja (Jes 50,5-9a)
Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen

Antwortpsalm: Psalm 116,1-2.3-4.5-6.8-9
Ich gehe meinen Weg vor Gott im Land der Lebenden.

ZWEITE Lesung aus dem Jakobusbrief (Jak 2,14-18)
Der Glaube für sich allein ist tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat  

Ruf vor dem Evangelium (Gal 6,14)
Halleluja. Halleluja.
Ich will mich allein des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus rühmen,
durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.
Halleluja.

Evangelium aus dem Markusevangelium (Mk 8,27-35)
Du bist der Messias. – Der Menschensohn muss vieles erleiden

* * *
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EvangelientextÜbersetzung G. M. Ehlert

Markus 8,27 – 35 (= Evangelium vom 24. Sonntag im Jahreskreis B)

Ihr aber – was sagt ihr, dass ich sei?

Und es kamen heraus der Jesus
und die Lernenden von ihm
in die Dörfer (bei der Stadt) Cäsarea des Philippus*;
     
(= die erst 2/1 v. Chr. gegründete Hauptstadt der Tetrarchie des Herodes Philippus)
und in dem Weg
fragte er die Lernenden von ihm
sagend zu ihnen:
„Was (über) mich sagen die Menschen,
wer ich sei?“

die aber sprachen zu ihm sagend (folgendes):
(für) Johannes den Täufer*,  (z.B. Meinung des Herodes vgl. Mk 6,14)
und andere (für) Elias*,
(= die verbreitete Überzeugung, dass vor dem Messias der Prophet Elia wiederkommen werde vgl. Mk 6,15)

andere aber (folgendes): (für) einen der Propheten*.
(= besonders gedacht wird an einen neuen Mose, vgl. Dtn 18,15)

Und ER fragte sie (selbst):
ihr aber was (über) mich saget ihr, wer ich sei?
antwortend der Petrus sagt er (zu) ihm:
du bist der Gesalbte*
(= Christos = der (von Gott zum König) Gesalbte = der verheißene Messias = der König aus dem Geschlecht Davids)
(der Sohn des lebendigen Gottes).

Und er verwarnte sie
auf dass sie nicht einem (so) sagen sollten
über ihn.

Erste Leidensankündigung Jesu

Und er fing an sie zu lehren (folgendes)
„es ist nötig (für) den Sohn des Menschen
vieles zu (er-)leiden
und hinweggeprüft (= verworfen) zu werden
   von den Ältesten
   und den Hohenpriestern
   und den Schriftgelehrten
und umgebracht zu werden
und nach drei Tagen aufzuerstehen.“

Und in aller Offenheit das Wort sagte er.

Zurechtweisung des Petrus

Und zu-sich-her-nehmend der Petrus ihn
fing er an zu verwarnen ihn.

Der aber, gewendet worden
und gewahrt habend die Lernenden (von) ihm
verwarnte den Petrus
und sagte: Hinweg, hinter mich, Widersacher,
weil du nicht bedacht bist (auf) das des Gottes
sondern (auf) das der Menschen.

Jesu Wort von der Kreuzesnachfolge

Und herzurufend die Menge
samt den Lernenden (von) ihm,
sprach er zu ihnen:
„wenn jemand willens ist, mir nachzufolgen,
verleugne er sich selbst
und nehme auf das Kreuz – sein eigenes
und folge mir nach.

Welcher nämlich sooft er will
seine Seele (Psyche) retten
vernichten wird er sie;
welcher aber gleichsam
vernichten wird seine Seele
um meinet- und des Evangeliums willen,
retten wird er sie.

 

Wen nämlich fördert es,
wenn ein Mensch den ganzen Kosmos gewinnt
und seine Seele verliert?

Wen nämlich könnte geben ein Mensch
als Eintausch für seine Seele?

Welcher nämlich
sooft er beschämt werden sollte
(in Bezug auf) mich
und die von mir kommenden Worte
in der Generation
welche ehebrecherisch und sündhaft (ist)
auch der Sohn des Menschen
wird beschämt werden
(in Bezug auf) ihn
wann er kommt
in der Herrlichkeit seines Vaters
mit den Boten der Himmel.“

Und er sagte zu ihnen:
„Amen ich sage euch (folgendes):
es sind einige der hier Stehenden
welche gewiss nicht schmecken den Tod,
bis sie gewahren
die Königsherrschaft des Gottes,
gekommen seiend in Dynamik.“

(Mk 8,27-35.36-37 u. 9,1)

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Bild zur Meditation:

Jesus = der messianische König + leidender Gottesknecht

Mk 8,27-35

Christus-Bekenntnis u. Zurecht-Weisung – Grafik (c) G. M. Ehlert, 10.09.2018

 

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Impuls zum Evangelium

Das Christusbild des Jesus von Nazaret u. des Simon bar Jona (= Petrus)
oder: Über Selbst- und Fremdeinschätzung

Khalil Gibran (*1883 – +1931) – ein libanesischer Philosoph und Dichter schrieb einmal:

Einmal, alle hundert Jahre, trifft Jesus von Nazareth den Jesus der Christen
in einem Garten zwischen den Hügeln des Libanon.
Und sie sprechen lange,
und jedes Mal geht Jesus von Nazareth fort,
indem er zum Jesus der Christen sagt:
„Mein Freund, ich fürchte, wir werden niemals, niemals übereinstimmen.“

(Aus: Khalil Gibran, Sand und Schaum, Walter-Verlag, Olten u. Freiburg)

* * *
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Links:

–> zur 1. Lesung: Jes 50,4-9: – III. Gottesknechtslied

–> zum Antwortpsalm: Psalm 116: Erinnerung u. Dank für die Errettung

–> Bildmeditation zu Mk 8,29-34: Du-Christus

–> Predigt zu Mk 8,27-35: „Du bist der Christus – ein Bekenntnis mit Konsequenzen“

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott 24.S.i.J. B

* * *

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 12. Sept. 2018

Nachfolge Jesu – konsequent (23. C)

zum 23. Sonntag im Jahreskreis C

– (Sonntag, 4. September 2016)

Eröffnungsvers:
„HERR, du bist gerecht, und deine Entscheide sind richtig.
Handle an deinem Knecht nach deiner Huld.“
(Ps 119,137.124)

1. Lesung: Weish 9,13-19 –
„Welcher Mensch kann Gottes Plan erkennen?“

2. Lesung: Phlm 9b-10.12-17
„Nimm ihn auf, nicht mehr als Sklaven, sondern als geliebten Bruder“

Evangelium:  Lk 14,25-33 und eine Meditation (eine wortgetreue Übersetzung Lk 14,25-33)
„Keiner von euch kann mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet“

Liturgische Texte – siehe auch Schott 23. Sonntag i.J. C


aus dem Evangelium Jesu Christi nach Lukas, Kapitel 14, Verse 25-33:

In jener Zeit
25als viele Menschen Jesus begleiteten,
wandte er sich an sie und sagte:

26Wenn jemand zu mir kommt
und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern,
ja sogar sein Leben gering achtet,
dann kann er nicht mein Jünger sein.

27Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt,
der kann nicht mein Jünger sein.

28Wenn einer von euch einen Turm bauen will, setzt er sich dann nicht zuerst hin und rechnet, ob seine Mittel für das ganze Vorhaben ausreichen?
29Sonst könnte es geschehen, dass er das Fundament gelegt hat, dann aber den Bau nicht fertig stellen kann. Und alle, die es sehen, würden ihn verspotten
30und sagen: Der da hat einen Bau begonnen und konnte ihn nicht zu Ende führen.

31Oder wenn ein König gegen einen anderen in den Krieg zieht, setzt er sich dann nicht zuerst hin und überlegt, ob er sich mit seinen zehntausend Mann dem entgegenstellen kann, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt?
32Kann er es nicht, dann schickt er eine Gesandtschaft, so lange der andere noch weit weg ist, und bittet um Frieden.

33Darum kann keiner von euch mein Jünger sein,
wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.

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Meditation zum Sonntagsevangelium (Lk 14,25-33)

Nachfolge Christi

Nachfolge Christi – mit allen Konsequenzen; (c) G. M. Ehlert, zu Lk 14,25-33; 29.08.2016

Die Nachfolge Christi – Besonders preis-wert!

Besonders preiswert! –
Mein Interesse ist geweckt.
Lässt sich hier
ein Schnäppchen machen?!

Wie bei einem Schlussverkauf
drängen sich viele
zu diesem Sonderangebot
möglichst günstig etwas zu erwerben…

Doch im Blick auf die Nachfolge Christi
höre ich
ganz andere Worte
die klingen alles andere als billig
die fordern einen hohen Preis:
  • „Wenn jemand zu mir kommt
    und nicht Vater und Mutter,
    Frau und Kinder, Brüder und Schwestern,
    ja sogar sein Leben gering achtet,
    dann kann er nicht mein Jünger sein.“
  • „Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt,
    der kann nicht mein Jünger sein.
  • „… es kann keiner von euch mein Jünger sein,
    wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.“

Der Preis ist hoch!
Ist mir die Nachfolge Christi
so viel wert?!

(Georg Michael Ehlert)

.

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siehe zum Thema: Nachfolge Christi – mit allen Konsequenzen
–> „Drei evangelische Räte
–> „Das Vater-unser – konsequent leben in der Nachfolge Jesu

 

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

 

konsequente Nachfolge

13. Sonntag im Jahreskreis C (= 26. Juni 2016)

 

Eröffnungsvers:
„Ihr Völker alle, klatscht in die Hände,
jauchzt Gott zu mit lautem Jubel.“ (Ps 47,2)

 

1. Lesung: 1 Kön 19,15b.19-21 „Elischa stand auf und folgte Elija“
 –> siehe: Elija beruft Elischa

 .

Antwortpsalm: Ps 16,1-2.5.7-8.9.11
–> siehe: Vom wahren Lebensglück – und wie ich es erlange

 .

2. Lesung: Gal 5,1.13-18„Ihr seid zur Freiheit berufen“

.

Evangelium: Lk 9,51-62„Er entschloss sich, nach Jerusalem zu gehen. – Ich will dir folgen, wohin du auch gehst“

 

Übersetzung, Bild und Gedanken zu Lk 9,51-62

 

Mit Jesus auf dem Weg…

51 Es geschah aber in dem zusammen-erfüllt-werden
der Tage des Hinaufnehmens von ihm
und er selbst (= Jesus) – das Angesicht festigte er –
hineinzugehen nach Jerusalem.

52 Und er sandte ab Boten vor seinem Angesicht her.
Und gehend kamen sie hinein in (ein) Dorf der Samariter,
um ihm (ein Nachtlager) zu bereiten.

53 Und nicht empfingen sie ihn,
da sein Angesicht hin nach Jerusalem gehend war.

54 Aber (dies) sehend
sagten die Lernenden/ = Jünger Jakobus und Johannes:

Herr, willst du, (so) sagen wir,
(dass) Feuer von dem Himmel herabfährt und sie verzehrt?
[wie auch Elija es machte]*

* Doch Elija antwortete dem Hauptmann der Fünfzig:
Wenn ich ein Mann Gottes bin, so falle Feuer vom Himmel
und verzehre dich und deine Fünfzig.
Sogleich fiel Feuer vom Himmel und verzehrte ihn und seine Leute.
(2 Kön 1,10 u. 12)

55 Aber sich umwendend verwarnte er sie.

[„Ihr wisst nicht, was für ein Geist aus euch spricht.
Der Menschensohn ist nicht gekommen, um Menschen zu vernichten,
sondern um sie zu retten.“]

56 Und sie gingen in (ein) anderweitiges Dorf.

 

57 Und während sie des Weges wanderten,
sprach einer zu ihm:
„Ich will dir folgen, wohin du auch gehst.“
58 Jesus aber sprach zu ihm:
„Die Füchse haben Höhlen
und die Vögel des Himmels Nester,
der Menschensohn aber hat nichts,
wo er den Kopf hinbetten könnte.“

59 Zu einem anderen sprach ER:
„Folge mir!“
Der aber sprach:
„Herr, erlaube mir, dass ich zuerst weggehe,
meinen Vater zu begraben.“
60 Doch ER sprach zu ihm:
„Den Toten überlass es, ihre Toten zu begraben.
Du aber geh weg –
künde das Königtum Gottes an.“

61 Noch ein anderer sprach:
„Ich will dir folgen, Herr!
Doch erst erlaube mir,
dass ich mich von denen zu Hause verabschiede.“
62 Jesus aber sprach zu ihm:
„Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat
und rückwärts blickt,
ist tauglich für das Königtum Gottes.“

(Lk 9,51-62)

Mit Jesus auf dem Weg (c) G. M. Ehlert, 22.06.2010

Mit Jesus auf dem Weg – (c) G. M. Ehlert, 22.06.2010

Nachfolge – mit Konsequenzen

Was nicht
Was bedeutet das stattdessen
1) Keine Bleibe 1) Be-weg-lichkeit
Bindung an Jesus,
nicht an ein Ziel
Ungesichertheit
2) Kein Aufschub,
keine „alten“ Normen und Pietät
und Pflichten
2) Entschiedenheit,
absolute Priorität
Kompromisslosigkeit
Radikalität → Loslassen
Bündelung von Kräften
und Interessen
Sendung, Endgültigkeit
Freiheit von alten
Bindungen/Gesetzen,
3) Kein Rückblick 3) Ausrichtung auf Zukunft hin
bedingungslos und absolut
ohne sich zurückzuwenden

Unterwegssein mit der Verheißung Jesu: „Wer mir nach-folgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8,12)

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

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(c) G. M. Ehlert

Christus nachfolgen (22.S. A)

Gedanken zum Evangelium vom 22. Sonntag im Jahreskreis A
= Mt 16,21-27(28)
(= 31. August 2014)

Text (Mt 16,21-28) in der Übersetzung von G. M. Ehlert:

16,21 Von da/damals an begann der Jesus [Christus]
zu zeigen den Jüngern von ihm, (folgendes):
es ist nötig für ihn
nach Jerusalem wegzukommen
und vieles zu leiden von den Ältesten und Hohepriestern
und Schriftgelehrten [des Volkes]
und umgebracht zu werden
und des dritten Tages erweckt zu werden /
[am dritten Tag aufzuerstehen]. 
22 Und ihn zu sich /beiseite genommen habend
der Petrus begann ihn zu verwarnen – sagend:
ausgesühnt (bist) du, Herr
nicht – ja nicht – wird/soll dir dieses werden.  23 Der aber umgewendet worden
sprach zu dem Petrus:
hinter mich, folge mir, Widersacher (=Satan)
ein Ärgernis/Fallstrick (=Skandal) bist du mir
denn nicht denkst/urteilst du das des Gottes
sondern das der Menschen. 
24 Dann sprach der Jesus (zu) seinen Jüngern,
wenn irgendwer willens ist
hinter mir her zu kommen,
ableugne er sich selbst (= sage er sich los von sich selbst),
und erhebe (für/auf sich) den Pfahl (= Kreuz) – seinen –
und gehe zusammen mit mir. 
 25 Welcher nämlich wenn/falls/sooft er sein (psychisches) Leben retten wollte,
wird er es weglösen/ verlieren/ zu Grunde richten/ vernichten,
welcher aber sein (psychisches) Leben weglöst/ verliert/
zu Grunde richtet/ vernichtet
um meinetwillen,
der wird es (auf)finden.

26 Was nämlich fördert/ nützt/ unterstützt es einem Menschen,
wenn er den ganzen Kosmos gewänne,
das aber (psychische) Leben von ihm Schaden erleiden würde?
oder was wird geben ein Mensch (
als)
Austausch (für) sein (psychisches) Leben? 

27 Es „schickt sich an“/ ist im Begriff nämlich
der Sohn des Menschen
zu kommen/ heimzukehren / in Erscheinung zu treten…
in/ mit der Herrlichkeit des Vaters von ihm
mit den Engeln von ihm
und dann wird er geben einem jeglichen
gemäß seines Gewirkten. 
28 Amen/ wahrlich ich sage euch (folgendes):
Es sind einige der hier Stehenden,
welche nicht – ja nicht – vom Tod schmecken werden,
solange bis sie gewahren den Sohn des Menschen
heimkommend/ wiederkommend in/ mit seinem Königreich.

Christus zu Petrus:
„… Du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen“

Grafik: "Christus zu Petrus: mir nach!  (c) G. M. Ehlert, 12. Sept. 2009

Grafik: „Christus zu Petrus: mir nach! (c) G. M. Ehlert, 12. Sept. 2009

Wer leben will wie Gott auf dieser Erde…

Wer möchte nicht „leben wie Gott (in Frankreich)“ – d.h. unbeschwert und voller Genuss?
Doch das Leben Gottes auf unserer Erde sieht anders aus.

In Jesus von Nazaret ist Gott wahrhaftig auf diese Erde gekommen, um das Leben der Menschen zu teilen.
Verschiedene Menschen haben sich ihm angeschlossen.
Doch eines Tages sagt er zu ihnen:

„Wer leben will wie Gott auf dieser Erde…
… muss sterben wie ein Weizenkorn…“ 

Petrus, der zuvor bekannt hat, dass Jesus der Sohn des lebendigen Gottes ist und der ersehnte Messias – dieser Petrus stellt sich Jesus in den Weg und will ihn von seinem Weg ans Kreuz abbringen.

Würden wir das nicht genauso tun? – Wenn z.B. der schwerkranke Opa vom Sterben spricht, dass wir zu ihm sagen: „Sprich doch nicht vom Sterben – du wirst wieder gesund werden“…

Doch Jesus weist den Petrus mit unmissverständlichen Worten zurecht: „Du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.“ (Mt 16,23)
Er erklärt denen, die ihm folgen wollen jene Lebenshaltung, die einem Leben aus dem Glauben an den lebendigen Gott entspricht:

Wer ihm folgen will, der sage sich los von all seinen eigenen Lebensentwürfen und Plänen, er akzeptiere, dass er in den Augen anderer als verrückt angesehen wird, (oder sogar verfolgt wird) weil er sich in seinem Leben zu Christus bekennt – dann wird er leben wie Gott auf dieser Erde.

„Wer leben will wie Gott auf dieser Erde,
muss sterben wie ein Weizenkorn,
… muss sterben, um zu leben.
(siehe Gotteslob Nr. 460)

Folge mir nach

Bild und Gedanken zum Sonntagsevangelium
vom 13. Sonntag im Jahreskreis C = Lk 9,51-62:  
 

Mit Jesus auf dem Weg…

Nachfolge

Bild und Gedanken zum Sonntagsevangelium
vom 13. Sonntag im Jahreskreis C = Lk 9,51-62

Mit Jesus auf dem Weg…

„Als sich die Tage seiner Hinaufnahme erfüllten,
hielt ER (Jesus) das Angesicht fest
auf den Weg nach Jerusalem gerichtet. …

Und während sie des Weges wanderten,
sprach einer zu ihm:
Ich will dir folgen, wohin du auch gehst.
Jesus aber sprach zu ihm:
Die Füchse haben Höhlen
und die Vögel des Himmels Nester,
der Menschensohn aber hat nichts,
wo er den Kopf hinbetten könnte.

Zu einem anderen sprach ER:
Folge mir!
Der aber sprach:
Herr, erlaube mir, dass ich zuerst weggehe,
meinen Vater zu begraben.
Doch ER sprach zu ihm:
Den Toten überlass es, ihre Toten zu begraben.
Du aber geh weg –
künde das Königtum Gottes an.

Noch ein anderer sprach:
Ich will dir folgen, Herr!
Doch erst erlaube mir,
dass ich mich von denen zu Hause verabschiede.
Jesus aber sprach zu ihm:
Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat
und rückwärts blickt,
ist tauglich für das Königtum Gottes.“

(Lk 9,51.57-62)

Mit Jesus auf dem Weg (c) G. M. Ehlert, 22.06.2010
Mit Jesus auf dem Weg – (c) G. M. Ehlert, 22.06.2010

Nachfolge – mit Konsequenzen

Was nicht
Was bedeutet das stattdessen
1) Keine Bleibe  1) Be-weg-lichkeit
   Bindung an Jesus,
      nicht an ein Ziel
   Ungesichertheit
2) Kein Aufschub,
   keine „alten“ Normen und Pietät
   und Pflichten
2) Entschiedenheit,
   absolute Priorität
   Kompromisslosigkeit
   Radikalität → Loslassen
   Bündelung von Kräften
      und Interessen
   Sendung, Endgültigkeit
   Freiheit von alten
      Bindungen/Gesetzen,
3) Kein Rückblick 3) Ausrichtung auf Zukunft hin
   bedingungslos und absolut
   ohne sich zurückzuwenden

Unterwegssein mit der Verheißung Jesu: „Wer mir nach-folgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8,12)

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert