Schlagwort-Archive: Johannesprolog

Weihnachtsfest

Weihnachten – 25. Dezember

–> zu den Liturgischen Texten zum Weihnachtsfest

Gottes Nähe auf der Erde…

gottes-ankunft-a
„Ankunft Gottes auf der Erde“ – (c) G. M. Ehlert, Dez. 2018

Gottes Nähe auf der Erde!

Gott hat in seiner überquellenden Liebe eine Idee…
Er will vom Menschen – „seinem Ebenbild“ (vgl. Gen 1,26) – geliebt werden.

Deshalb erschafft er seit ca. 14 Milliarden Jahren das Weltall mit all seinen Galaxien.

Er wählt unser Sonnensystem aus und erschafft seit ca. 4,6 Milliarden Jahren unseren Planeten Erde, der vom Weltall gesehen der „blaue Planet“ genannt wird. Er schafft alles so, dass Leben auf der Erde sich entwickeln kann: die Welt der Mineralien und Pflanzen, die Welt der Meerestiere und der Vögel, die Welt der Landtiere und schließlich den MENSCHEN – ihm bläst er seinen Lebensatem ein.

Er schließt mit Noach einen Bund, gibt sich Abraham zu erkennen, erwählt sich ein Volk, führt es unter Mose in die Freiheit, lässt unter David ein Königreich erstehen. Er geht mit seinem Volk ins Exil und weckt in ihm die Hoffnung auf einen Messias.

So vorbereitet, ist schließlich in der Friedenszeit unter der römischen Herrschaft des Augustus „die Zeit erfüllt“ (vgl. Gal 4,4), so dass er in seinem auserwählten Volk MENSCH werden kann.

Die Jungfrau Maria sagt JA zu Gottes Plan,– und sie empfängt das ewige Wort Gottes vom Heiligen Geist; auch ihr Bräutigam Josef, sagt Ja dazu und nimmt sie zu sich; und 9 Monate später kommt Jesus in Betlehem – der Stadt Davids – zur Welt und wird – in Windeln gewickelt – in eine Krippe gelegt. Die ersten Zeugen dieser wunderbaren Geburt sind Ochse und Esel, entsprechend der alten Verheißung: „Der Ochs kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herrn“ (Jes 1,3).

Und nun entspricht es Gottes Plan, dass alle Menschen in Christus „die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater sehen, voll Gnade und Wahrheit.“ (vgl. Joh 1,14)

Mit seiner Botschaft an die Hirten auf den Feldern von Betlehem fängt er an…

„Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine große Freude,
die dem ganzen Volk zuteilwerden soll:
Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren;
er ist der Christus, der Herr.

Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden,
das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.“
(Lk 2,10-12)


Am Heiligen Abend: (24. Dezember)

Eröffnungsvers: (vgl. Ex 16,6-7)
„Heute sollt ihr es erfahren:
Der HERR kommt, um uns zu erlösen,
und morgen werdet ihr seine Herrlichkeit schauen.“

1. Lesung: Jes 62,1-5
Der Herr hat an dir seine Freude

2. Lesung: Apg 13,16-17.22-25
Aus Davids Geschlecht hat Gott dem Volk Israel Jesus als Retter geschickt

Evangelium: Mt 1,1-25
Stammbaum Jesu und seine Geburt aus der Jungfrau

In der Heiligen Nacht
(Christmette oder Engelamt):

Eröffnungsvers: (Ps 2,7)
„Der HERR sprach zu mir:
Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt.“

1. Lesung: Jes 9,1-6
Ein Sohn ist uns geschenkt; man nennt ihn: Fürst des Friedens

2. Lesung: Tit 2,11-14
Die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten

Evangelium: Lk 2,1-14
Geburt Jesu in Betlehem u. Botschaft der Engel an die Hirten

Am Morgen (Hirtenamt)

Eröffnungsvers (vgl. Jes 9,1.5)
„Ein Licht strahlt heute über uns auf,
denn geboren ist uns der HERR.
Und man nennt ihn: Starker Gott, Friedensfürst,
Vater der kommenden Welt.
Seine Herrschaft wird kein Ende haben.“

1. Lesung: Jes 62,11-12
Sieh her, jetzt kommt deine Rettung

2. Lesung: Tit 3,4-7
Gott hat uns gerettet aufgrund seines Erbarmens

Evangelium: Lk 2,15-20
Die Hirten an der Krippe


Am Tag (Hochamt)

Eröffnungsvers (vgl. Jes 9,5)
„Ein Kind ist uns geboren,
ein Sohn ist uns geschenkt.
Auf seinen Schultern ruht die Herrschaft.“

1. Lesung: Jes 52,7-10
Alle Enden der Erde sehen das Heil unseres Gottes

2. Lesung: Hebr 1,1-6
Gott hat zu uns gesprochen durch den Sohn

Evangelium: Joh 1,1-18 (Wortgetreue Übersetzung)

Meditation zum Johannesprolog


Fest des Heiligen Märtyrers Stephanus
(26. Dezember):

siehe: „den Himmel offen sehen


Weitere Gedanken zum Weihnachtsfest:

„Gloria et Pax“ – ein Weihnachtsbild

Power-Point-Präsentation (5,28 MB)

Woher erlangen Menschen ihr Heil?

Zwischen Ochs und Esel

Gottes schönstes Wort

Die geweihte Nacht der Christgeburt

Ein neuer Anfang

Ein Lied vom göttlichen Liebeswort (Der Johannesprolog)

Krippe + Kreuz + Krone

Christus kommt – kann er bei uns ankommen?

Zwölf Heilige Nächte – Die Zeit zwischen Weihnachten u. Epiphanie

.

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Geburt Christi

Weihnachten – 25. Dezember

–> zu den Liturgischen Texten vom 4. Advent (= 24. Dezember 2017)

–> zu den Liturgischen Texten zum Weihnachtsfest

Gloria in excelsis Deo…

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„Gloria in excelsis Deo…“ – Grafik zum Weihnachtsfest, (c) G. M. Ehlert 2016

… et in terra pax
hominibus bonae voluntatis

Die raue Wirklichkeit

– ein Baumstumpf…

– Zeichen für abgeholzte Wälder
– Ausbeutung der Natur

– eine Grenzmauer mit Stacheldraht…

– sie steht auch zwischen Jerusalem und Betlehem…
– Zeichen für Abgrenzung und Ausgrenzung

– ein Bombenabwurf

– Zeichen für Krieg und Terror
– weltweit Unfriede, Flucht, Not und Tod…

Zeichen der Hoffnung inmitten aller Hoffnungslosigkeit:

– ein Davidstern

– in seiner Mitte: das Jesuskind
– und bei ihm Maria und Josef
– Geschenk aus den Händen Gottes
– Monstranz der Liebe Gottes

– himmlisches Licht leuchtet in die Dunkelheit hinein

– eine „Lichtleiter zum Himmel“

Verwandlung kann geschehen:

– zwei Menschen treten in die Bildmitte
– bereit, einander die Hände zur Versöhnung zu reichen…
– Hier wird die Verheißung des Propheten Jesaja wahr:
„… dann wohnt der Wolf beim Lamm…“

(G. M. Ehlert)


Am Heiligen Abend: (24. Dezember)

Eröffnungsvers: (vgl. Ex 16,6-7)
„Heute sollt ihr es erfahren:
Der HERR kommt, um uns zu erlösen,
und morgen werdet ihr seine Herrlichkeit schauen.“

1. Lesung: Jes 62,1-5
Der Herr hat an dir seine Freude

2. Lesung: Apg 13,16-17.22-25
Aus Davids Geschlecht hat Gott dem Volk Israel Jesus als Retter geschickt

Evangelium: Mt 1,1-25
Stammbaum Jesu und seine Geburt aus der Jungfrau

In der Heiligen Nacht (Christmette oder Engelamt):

Eröffnungsvers: (Ps 2,7)
„Der HERR sprach zu mir:
Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt.“

1. Lesung: Jes 9,1-6
Ein Sohn ist uns geschenkt; man nennt ihn: Fürst des Friedens

2. Lesung: Tit 2,11-14
Die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten

Evangelium: Lk 2,1-14
Geburt Jesu in Betlehem u. Botschaft der Engel an die Hirten

Am Morgen (Hirtenamt): (25. Dezember)

Eröffnungsvers (vgl. Jes 9,1.5)
„Ein Licht strahlt heute über uns auf,
denn geboren ist uns der HERR.
Und man nennt ihn: Starker Gott, Friedensfürst,
Vater der kommenden Welt.
Seine Herrschaft wird kein Ende haben.“

1. Lesung: Jes 62,11-12
Sieh her, jetzt kommt deine Rettung

2. Lesung: Tit 3,4-7
Gott hat uns gerettet aufgrund seines Erbarmens

Evangelium: Lk 2,15-20
Die Hirten an der Krippe

Am Tag (Hochamt): (25. Dezember)

Eröffnungsvers (vgl. Jes 9,5)
„Ein Kind ist uns geboren,
ein Sohn ist uns geschenkt.
Auf seinen Schultern ruht die Herrschaft.“

1. Lesung: Jes 52,7-10
Alle Enden der Erde sehen das Heil unseres Gottes

2. Lesung: Hebr 1,1-6
Gott hat zu uns gesprochen durch den Sohn

Evangelium: Joh 1,1-18 (Wortgetreue Übersetzung)
Meditation zum Johannesprolog

Zum Fest des Heiligen Märtyrers Stephanus (26. Dezember):

siehe: „den Himmel offen sehen


Weitere Gedanken zum Weihnachtsfest:

„Gloria et Pax“ – ein Weihnachtsbild
Power-Point-Präsentation (5,28 MB)

Woher erlangen Menschen ihr Heil?

Zwischen Ochs und Esel

Gottes schönstes Wort

Die geweihte Nacht der Christgeburt

Ein neuer Anfang

Ein Lied vom göttlichen Liebeswort (Der Johannesprolog)

Krippe + Kreuz + Krone

Christus kommt – kann er bei uns ankommen?

Zwölf Heilige Nächte – Die Zeit zwischen Weihnachten u. Epiphanie

.

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© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Christi Geburt


Evangelientexte zum Weihnachtsfest:

Am Heiligen Abend:
Mt 1,1-25 (Stammbaum Jesu und seine Geburt aus der Jungfrau)
In der Heiligen Nacht (Christmette oder Engelamt):
Lk 2,1-14 (Geburt Jesu in Betlehem u. Botschaft der Engel an die Hirten)
Am Morgen (Hirtenamt):
Lk 2,15-20 (Die Hirten an der Krippe)
Am Tag (Hochamt):
Joh 1,1-18 (Johannesprolog)

Krippe + Kreuz + Krone

“Wo ist der neugeborene König der Juden?” (Mt 2,2) –
so fragten die Sterndeuter aus dem Osten als sie nach Jerusalem kamen.
Dies ist die erste Frage im Neuen Testament.

Die erste Frage im Alten Testament
ist eine Frage Gottes nach dem Menschen – nachdem er gesündigt hatte:
“Adam, wo bist du?” (Gen 3,9)

Gott sucht den Menschen (um ihn zu retten)
und der Mensch sucht Gott – und kann ihn finden im menschgewordenen Gottessohn, dem “König der Juden”!

Dieser Titel “König der Juden” taucht im Neuen Testament auf
– bei seiner Geburt
– im Zusammenhang mit seiner Kreuzigung
– und im Blick auf seine Wiederkunft.

So gehören im Blick auf Jesus, den Christus
Krippe + Kreuz + Krone zusammen.

Weihnachtsbild 2014

Krippe + Kreuz + Krone
(c) G. M. Ehlert, Dez. 2014

 

Krippe + Kreuz + Krone

An Weihnachten, als Christus geboren wurde,
da mischte sich Trauer in den Lobgesang der Engel.
E
ngel haben Weitblick.
Sie sahen schon den Weg nach Golgota voraus.
Sie sahen schon den Leidensweg.
Sie sahen schon das Kreuz.
Sie sahen schon Christus das Kreuz tragen
und Christus am Kreuz qualvoll sterben.

Am Karfreitag aber, als Christus starb,
da mischte sich Jubel in die Trauer der Engel.
Engel haben Weitblick.
Sie sahen schon den Ostersonntag, den Tag der Auferstehung.
Sie sahen schon Christus, über den der Tod keine Macht hat.
Sie sahen schon Christus als Sieger über den Tod.
Sie sahen schon Christus aus dem Grab steigen
und zur Herrlichkeit des Vaters vorausgehen.

Seit Pfingsten jedoch freuen und hoffen,
trauern und ängstigen sich die Engel.
Engel haben Weitblick.
Sie sehen schon den Weg des Volkes Gottes,
sie sehen schon all die Irrwege und Umwege,
sie sehen schon die Abgründe dieser Welt.
Sie sehen aber auch schon die Herrlichkeit ewigen Lebens,
wenn Christus wiederkommt, uns heimzuholen in sein Reich.

„Krippe + Kreuz + Krone“, © G. M. Ehlert, 17.12.2011

zum Weihnachtsfest siehe auch:

Gottes schönstes Wort

Die geweihte Nacht der Christgeburt

Ein neuer Anfang

Ein Lied vom göttlichen Liebeswort“ (Der Johannesprolog)

Krippe + Kreuz + Krone

Christus kommt – kann er bei uns ankommen?“

Zum Fest des Heiligen Märtyrers Stephanus (26. Dezember):
siehe: „den Himmel offen sehen

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Weih-nacht


Evangelientexte zum Weihnachtsfest:

Am Heiligen Abend:
Mt 1,1-25 (Stammbaum Jesu und seine Geburt aus der Jungfrau)
In der Heiligen Nacht (Christmette oder Engelamt):
Lk 2,1-14 (Geburt Jesu in Betlehem u. Botschaft der Engel an die Hirten)
Am Morgen (Hirtenamt):
Lk 2,15-20 (Die Hirten an der Krippe)
Am Tag (Hochamt):
Joh 1,1-18 (Johannesprolog)

Krippe + Kreuz + Krone

“Wo ist der neugeborene König der Juden?” (Mt 2,2) –
so fragten die Sterndeuter aus dem Osten als sie nach Jerusalem kamen.
Dies ist die erste Frage im Neuen Testament.

Die erste Frage im Alten Testament
ist eine Frage Gottes nach dem Menschen – nachdem er gesündigt hatte:
“Adam, wo bist du?” (Gen 3,9)

Gott sucht den Menschen (um ihn zu retten)
und der Mensch sucht Gott – und kann ihn finden im menschgewordenen Gottessohn, dem “König der Juden”!

Dieser Titel “König der Juden” taucht im Neuen Testament auf
– bei seiner Geburt
– im Zusammenhang mit seiner Kreuzigung
– und im Blick auf seine Wiederkunft.

So gehören im Blick auf Jesus, den Christus
Krippe + Kreuz + Krone zusammen.

Weihnachtsbild 2014

Krippe + Kreuz + Krone
(c) G. M. Ehlert, Dez. 2014

 

Krippe + Kreuz + Krone 

An Weihnachten, als Christus geboren wurde,
da mischte sich Trauer in den Lobgesang der Engel.
E
ngel haben Weitblick.
Sie sahen schon den Weg nach Golgota voraus.
Sie sahen schon den Leidensweg.
Sie sahen schon das Kreuz.
Sie sahen schon Christus das Kreuz tragen
und Christus am Kreuz qualvoll sterben.

Am Karfreitag aber, als Christus starb,
da mischte sich Jubel in die Trauer der Engel.
Engel haben Weitblick.
Sie sahen schon den Ostersonntag, den Tag der Auferstehung.
Sie sahen schon Christus, über den der Tod keine Macht hat.
Sie sahen schon Christus als Sieger über den Tod.
Sie sahen schon Christus aus dem Grab steigen
und zur Herrlichkeit des Vaters vorausgehen. 

Seit Pfingsten jedoch freuen und hoffen,
trauern und ängstigen sich die Engel.
Engel haben Weitblick.
Sie sehen schon den Weg des Volkes Gottes,
sie sehen schon all die Irrwege und Umwege,
sie sehen schon die Abgründe dieser Welt.
Sie sehen aber auch schon die Herrlichkeit ewigen Lebens,
wenn Christus wiederkommt, uns heimzuholen in sein Reich. 

„Krippe + Kreuz + Krone“, © G. M. Ehlert, 17.12.2011

zum Weihnachtsfest siehe auch:

Gottes schönstes Wort

Die geweihte Nacht der Christgeburt

Ein neuer Anfang

Ein Lied vom göttlichen Liebeswort“ (Der Johannesprolog)

Krippe + Kreuz + Krone

Christus kommt – kann er bei uns ankommen?“

Zum Fest des Heiligen Märtyrers Stephanus (26. Dezember):
siehe: „den Himmel offen sehen

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Ein neuer Anfang

Gedanken zu Weihnachten und Neujahr
Die Anfangsworte der vier Evangelien zeigen etwas von der besonderen Perspektive auf, mit der die vier Evangelisten das Heilsereignis in Jesus Christus betrachten:

Matthäus:
„Buch der Abstammung Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams“ (Mt 1,1)

Markus:
„Anfang des Evangeliums von Jesus, dem Christus, dem Sohn Gottes“ (Mk 1,1)

Lukas:
„Da schon viele es unternommen haben, einen Bericht über die Ereignisse abzufassen, die sich in unserer Mitte zugetragen haben – so wie uns jene überliefert haben, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes gewesen sind -, habe auch ich mich entschlossen, der ich allem von Anfang an sorgfältig nachgegangen bin, es für dich, edler Theophilus (= Gottesfreund), der Reihe nach aufzuschreiben, damit du die Zuverlässigkeit der Lehren, über die du unterwiesen worden bist, erkennen kannst.“ (Lk 1,1-4)

Johannes:
„Im Anfang war der Logos (= das Wort / der Sinn), und der Logos war bei Gott, und Gott war der Logos.“ (Joh 1,1)

vgl. Gedanken zum Lied vom göttlichen Liebeswort:

https://gmehlert.wordpress.com/2010/01/01/johannes-prolog/

Johannes-Prolog

Der Johannesprolog (Joh 1,1-18)

Ein Lied vom göttlichen Liebeswort

Gottes WORT

1.   im innergöttlichen Gespräch

2.  im Geheimnis der Schöpfung

3.  als Lebenslicht im Herzen der Menschen 

4.  in Gottes Lebensweisung

 5.  im Zeugnis der Propheten 

6.  im Geheimnis der Menschwerdung und Erlösung

7.  und sein Ziel

***

Gottes Liebeswort

1.      im innergöttlichen Gespräch

Gott in Seiner Ewigkeit hat einen Plan:
Er spricht ihn aus – Sein Ewiges Wort
–         voll Geisteskraft wie ER
vereint im göttlichen Gespräch der Liebe

= ein wahrhaft göttliches Wort!

 …
Im Anfang war der Logos* (= Wort, Sinn)
und der Logos war bei dem Gott
und Gott war der Logos.
Dieser war im Anfang bei dem Gott.
 

*** 

Im Anfang schon war Gottes WORT
ES war bei Gott – geborgen dort.
Und dieses WORT war Gottes Sohn
bei Gott war ER im Anfang schon.

2.      im Geheimnis der Schöpfung

Gottes Plan bekommt Raum und zeitliche Struktur:
„Gott sprach… und es ward so“ – die Schöpfung ist im Werden –
durchwebt von Gottes Wort und Geisteskraft –
in der Sprache Seiner Liebe, voll Leben und Licht

= ein schöpferisches und Leben schaffendes Wort!
 

 
Alles ist durch Ihn geworden,
und ohne Ihn geworden ist nicht eines
was geworden ist | in Ihm Leben war
und das Leben war das Licht der Menschen.
  

***

Die Schöpfung ganz durch IHN entstand
und ohne IHN hat nichts Bestand.
 Sein Werk – in IHM das Leben war,
 was lebt, ist Licht dem Menschen klar.

3.      als Lebens-licht im Herzen der Menschen

Sein Ebenbild, die Menschen in allen Zeiten und Kulturen:
sind von Gott in seiner Weisheit und Liebe so geschaffen,
dass sie ihn in seinen Schöpfungswerken erkennen können;
die Weisheit in den Sprachen der Völker ist ein Echo auf sein Liebeswort.

= ein er-leuchtendes Wort

 
Und das Licht in der Finsternis scheint,
und die Finsternis ergriff es (Ihn) nicht….
Er (der Logos) war das Licht, das wahre,
das erleuchtet jeden Menschen,
kommend in den Kosmos (= Welt)
  

***

Dies Licht im Dunkeln scheint gar hell,
das Dunkle treibt’s nicht von der Stell‘.
 Das Licht der Wahrheit viel erhellt
 dem Mensch, der kommt in diese Welt.

4.      in der Lebens-weisung Gottes (Torah)

Gott erwählt und begleitet durch die Geschichte hindurch
besonders das Kleine und Unbedeutende als Zeichen für alle:
er befreit Israel – Sein Volk – und gibt ihm Seine Lebensweisungen schriftlich in der Torah.
Doch Sein Geist und Seine Liebe werden darin oft nicht erkannt.

= ein wegweisendes, jedoch oft abgelehntes Wort 

 
In dem Kosmos war Er
und der Kosmos ist durch Ihn geworden,
und der Kosmos erkannte Ihn nicht.
In das Seine kam Er,
und die Seinen nahmen Ihn nicht auf.
  

***

 Verborgen ist’s in uns’rer Welt,
das Gotteswort wird oft entstellt.
 Und wo ES klopft und uns besucht,
 da wird ES gar nicht gern gesucht.

5.      im Zeugnis der Propheten

So erwählt Gott immer wieder prophetische Menschen,
die Sein Wort aufnehmen und übersetzen:
es bezeugen durch ihr Leben
und so wahrhaft Kinder Gottes werden

= ein kraftvolles Wort 

 
Jene aber, die Ihn angenommen,
diesen hat er gegeben die Vollmacht
Kinder Gottes zu werden,
den an Seinen Namen Glaubenden…
  

***

Doch jenen, die ES nehmen auf,
erfüllt ES ihren Lebenslauf.
 Zu Kindern Gottes werden sie,
 die SEINEM Namen glauben hie.

 

6.      im Geheimnis der Mensch-werdung des Sohnes Gottes und der Erlösung

Und „als die Vervollständigung der Zeit gekommen war“ (Gal 4,4)
da erfüllte sich Gott seinen Plan:
eine jüdische junge Frau Maria empfing Gottes ewiges Wort
und durch sie wurde es in Jesus Christus ein sterblicher Mensch wie
wir.

= der Mensch Christus Jesus als endgültiges Wort Gottes! 

 
Und der Logos ist Fleisch (d.h. sterblich) geworden
und zeltend in/unter uns
und wir schauten seine Herrlichkeit
Herrlichkeit des Einzigen vom Vater her
voll Gnade und Wahrheit.
   

***

Und Gottes WORT in Jesus Christ
ein sterblich‘ MENSCH geworden ist.
 Hier seh’n wir Gottes Herrlichkeit,
 voll Gnad‘ und Wahrheit allezeit.

7.      ist am Ziel, wo Menschen davon erfüllt Gott lobpreisen:

Das ist das Ziel des ewigen Liebesplanes Gottes:
Aus seiner Fülle von Leben, Licht und Liebe
haben wir alle empfangen – Gnade über Gnade.

Gottes Wort = die Offenbarung der Liebe Gottes, des Vaters!

 
 Aus seiner Fülle nahmen wir
viel Gnad‘ um Gnade für und für;
denn alle Gnad‘ und Wahrheit ist
geworden ja durch Jesus Christ.

***

Lob, Preis sei Vater, deiner Kraft
und deinem Sohn, der all Ding schafft,
dem heil’gen Tröster auch zugleich
so hier wie dort im Himmelreich. – Amen.

Im Anfang war das WORT... - Johannesprolog (Joh 1,1-14) Bild: (c) G. M. Ehlert

Im Anfang war das WORT… – Johannesprolog (Joh 1,1-14); Bild: (c) G. M. Ehlert

© Bild, Textübertragung und Meditation von Georg Michael Ehlert, 2004 

 

Ein Lied* vom göttlichen Liebeswort* 

·        Ein Lied…

In der Übertragung von G. M. Ehlert des Johannesprologes (Joh 1,1-5.9-12.14.17) wird daraus ein Lied, genauer gesagt: ein Hymnus. 

Hymnus ist ein liturgisches oder halbliturgisches Strophenlied in strenger Metrik.
Die letzte Strophe enthält stets die kleine Doxologie, das „Gloria patri…“ 

Vermutlich entstand dieser Brauch in Mailand während der trinitarischen Kämpfe als stets wiederholte Bekenntnisstrophe. Ambrosius von Mailand gilt als der Schöpfer vieler Hymnen. – Der Hymnus ist das „Einfallstor der volkstümlichen Melodik in die Liturgie“. Glaubenskriege mit Gnostikern, Arianern u.a. wurden auch mit volkstümlichen Liedern geführt. 

Dieser Hymnus ist ein staunendes Bekenntnis dazu, dass Gottes Liebeswort die treibende Kraft der Schöpfung ist mit dem Ziel der Verherrlichung Gottes. 

Das Lied vom göttlichen Liebeswort in der vorliegenden Übertragung ist ein jambischer Achtsilber. Er lässt sich gut singen nach der Melodie von „Gott heil’ger Schöpfer aller Stern“ (GL alt: 116; neu: 230) oder nach der Melodie von „Komm heil’ger Geist, der Leben schafft“ (GL alt: 241; neu: 342). 

·        …vom göttlichen  Liebeswort

Das griechische Wort logos (logos) heißt: Wort, Berechnung, Sinn;
gemeint ist im Johannesprolog das göttliche „Wort des Lebens“ (vgl. 1 Joh 1,1-4). 

Logos ist die griechische Übersetzung des hebräischen Wortes DaBhaR = Wort, Angelegenheit, Sache, Bewandtnis, Pensum; 

 
vgl. zu Gottes Schöpfungswort auch Psalm 33,4-8; 
auch die göttliche Weisheit genannt (vgl. Weish 7,25-30; 
9,1.4; Sir 24,1-22; Spr 8,22-36)

***

Lied vom göttlichen LOGOS

1.  Im Anfang schon war Gottes WORT
ES war bei Gott – geborgen dort.
Und dieses WORT war Gottes Sohn
bei Gott war ER im Anfang schon.

 2.  Die Schöpfung ganz durch IHN entstand,
und ohne IHN hat nichts Bestand.
Sein Werk – in IHM das Leben war,
was lebt, ist Licht dem Menschen klar.

 3.  Dies Licht im Dunkeln scheint gar hell,
das Dunkle treibt’s nicht von der Stell‘.
Das Licht der Wahrheit viel erhellt
dem Mensch, der kommt in diese Welt.

 4.  Verborgen ist’s in uns’rer Welt,
das Gotteswort wird oft entstellt.
Und wo ES klopft und uns besucht,
da wird ES gar nicht gern gesucht. 

5.  Doch jenen, die ES nehmen auf,
erfüllt ES ihren Lebenslauf.
Zu Kindern Gottes werden sie,
die SEINEM Namen glauben hie.

 6.  Und Gottes WORT in Jesus Christ
ein sterblich‘ MENSCH geworden ist.
Hier seh’n wir Gottes Herrlichkeit,
voll Gnad‘ und Wahrheit allezeit.

 7.  Aus seiner Fülle nahmen wir
viel Gnad‘ um Gnade für und für;
denn alle Gnad‘ und Wahrheit ist
geworden ja durch Jesus Christ.

8. Lob, Preis sei Vater, deiner Kraft
und deinem Sohn, der all Ding schafft,
dem heil’gen Tröster auch zugleich
so hier wie dort im Himmelreich.

 T: © Georg Michael Ehlert nach Joh 1,1-18
M: GL 230 (Gott, heil’ger Schöpfer) oder 342 (Komm, Heil’ger Geist)

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„Wenn wir sagen:
es ist Weihnacht,
dann sagen wir:
Gott hat sein letztes,
sein tiefstes,
sein schönstes Wort
im fleischgewordenen Wort
in die Welt hineingesagt,
ein Wort,
das nicht mehr rückgängig
gemacht werden kann,
weil es Gottes
endgültige Tat,
weil es Gott selbst
in der Welt ist.

 Und dieses Wort heißt:
ich liebe dich,
du Welt
und du Mensch.“ 
 
 (Karl Rahner) 
 

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert