Zwölf Perlen

„Von zwölf Perlen sind die Tore…“

1. Auf dem Zug durch die Wüste
von der Sklaverei hinein in die Freiheit des Gelobten Landes
bereiteten die zwölf Stämme des Volkes Israel ihr Lager
an den vier Seiten des Zeltes (= Tabernakel) mit den Offenbarungsworten Gottes. (1)

2. Im Gelobten Land
bekamen die zwölf Stämme ihre Landanteile
im Osten und Westen, im Norden und Süden
von der Heiligen Stadt Jerusalem mit ihrem Tempel in der Mitte. (2)

3. Im Tempel in Jerusalem
trug der Hohepriester zum Opfer und Gebet
ein Efod mit den Namen der zwölf Stämme Israels
– eingraviert auf zwölf Perlen – auf seiner Schulter und seinem Herzen. (3)

4. Seit Jesu „Stunde“ der Passion und Verherrlichung
ist es der „Hohepriester“ Jesus Christus,
der seine zwölf Apostel und alle, die zu ihm gehören
auf seiner Schulter trägt und in seinem durchbohrten Herzen bewahrt. (4)

5. Zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten
sind es die Apostel und weitere Jünger Jesu,
die sich rund um Maria, dem „Tempel des Heiligen Geistes“
als neues Volk Gottes – als Kirche – zum Gebet versammeln. (5)

6. Auf dem Weg durch die Geschichte
ist die sichtbare Gemeinschaft der Kirche
aufgebaut auf den Grundsteinen der zwölf Apostel,
die Mitte und der Schlussstein ist Jesus Christus selbst. (6)

7. Von zwölf Perlen sind die Tore zum himmlischen Jerusalem,
auf denen die Namen der zwölf Stämme Israels und der zwölf Apostel stehen,
wenn es einst zum himmlischen Hochzeitsmahl
mit Christus und seinem Volk – der erwählten Braut – kommt. (7)

© G. M. Ehlert, 21.03.2017

„Von 12 Perlen sind die Tore…“ – Grafik zum Himmlischen Jerusalem; (c) G. M. Ehlert, 21.03.2017

Anmerkungen:

(1) – vgl. Numeri 2,1-34: Die Ordnung im Lager und auf dem Marsch

(2) – vgl. Josua 13,1ff: Die Verteilung des Landes

(3) – vgl. Exodus 28,1-43: Die Priestergewänder

(4) – siehe: „Das hohepriesterliche Gebet Jesu“ (Joh 17,1-26) – Christus löst mit seinem Opfertod am Kreuz den jüdischen Versöhnungstag „Jom Kipur“ ab, indem er unsere Schünden ein- für allemal am Holz des Kreuzes hinwegträgt; und er trägt uns wie ein Efod – ein priesterliches Brust- und Schultergewand wie kostbare Edelsteine in seinem Herzen.

(5) – siehe „Die betende Kirche“ – Pfingstnovene

(6) – vgl. Epheserbrief 2,20-21

(7) – vgl. Offenbarung an Johannes 21,9 – 22,5:

9 Und es kam einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen mit den sieben letzten Plagen getragen hatten. Er sagte zu mir: Komm, ich will dir die Braut zeigen, die Frau des Lammes.
10 Da entrückte er mich in der Verzückung auf einen großen, hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie von Gott her aus dem Himmel herabkam,
11 erfüllt von der Herrlichkeit Gottes. Sie glänzte wie ein kostbarer Edelstein, wie ein kristallklarer Jaspis.
12 Die Stadt hat eine große und hohe Mauer mit zwölf Toren und zwölf Engeln darauf. Auf die Tore sind Namen geschrieben: die Namen der zwölf Stämme der Söhne Israels.
13 Im Osten hat die Stadt drei Tore und im Norden drei Tore und im Süden drei Tore und im Westen drei Tore.
14 Die Mauer der Stadt hat zwölf Grundsteine; auf ihnen stehen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes. 
15 Und der Engel, der zu mir sprach, hatte einen goldenen Messstab, mit dem die Stadt, ihre Tore und ihre Mauer gemessen wurden.
16 Die Stadt war viereckig angelegt und ebenso lang wie breit. Er maß die Stadt mit dem Messstab; ihre Länge, Breite und Höhe sind gleich: zwölftausend Stadien.
17 Und er maß ihre Mauer; sie ist hundertvierundvierzig Ellen hoch nach Menschenmaß, das der Engel benutzt hatte.
18 Ihre Mauer ist aus Jaspis gebaut, und die Stadt ist aus reinem Gold, wie aus reinem Glas.
19 Die Grundsteine der Stadtmauer sind mit edlen Steinen aller Art geschmückt; der erste Grundstein ist ein Jaspis, der zweite ein Saphir, der dritte ein Chalzedon, der vierte ein Smaragd,
20 der fünfte ein Sardonyx, der sechste ein Sardion, der siebte ein Chrysolith, der achte ein Beryll, der neunte ein Topas, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth, der zwölfte ein Amethyst.
21 Die zwölf Tore sind zwölf Perlen; jedes der Tore besteht aus einer einzigen Perle. Die Straße der Stadt ist aus reinem Gold, wie aus klarem Glas.
22 Einen Tempel sah ich nicht in der Stadt. Denn der Herr, ihr Gott, der Herrscher über die ganze Schöpfung, ist ihr Tempel, er und das Lamm.
23 Die Stadt braucht weder Sonne noch Mond, die ihr leuchten. Denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.
24 Die Völker werden in diesem Licht einhergehen, und die Könige der Erde werden ihre Pracht in die Stadt bringen.
25 Ihre Tore werden den ganzen Tag nicht geschlossen – Nacht wird es dort nicht mehr geben.
26 Und man wird die Pracht und die Kostbarkeiten der Völker in die Stadt bringen.
27 Aber nichts Unreines wird hineinkommen, keiner, der Greuel verübt und lügt. Nur die, die im Lebensbuch des Lammes eingetragen sind, werden eingelassen.
1 Und er zeigte mir einen Strom, das Wasser des Lebens, klar wie Kristall; er geht vom Thron Gottes und des Lammes aus.
2 Zwischen der Straße der Stadt und dem Strom, hüben und drüben, stehen Bäume des Lebens. Zwölfmal tragen sie Früchte, jeden Monat einmal; und die Blätter der Bäume dienen zur Heilung der Völker.
3 Es wird nichts mehr geben, was der Fluch Gottes trifft. Der Thron Gottes und des Lammes wird in der Stadt stehen, und seine Knechte werden ihm dienen.
Sie werden sein Angesicht schauen, und sein Name ist auf ihre Stirn geschrieben.
5 Es wird keine Nacht mehr geben, und sie brauchen weder das Licht einer Lampe noch das Licht der Sonne. Denn der Herr, ihr Gott, wird über ihnen leuchten, und sie werden herrschen in alle Ewigkeit.

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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