Schlagwort-Archive: Herrlichkeit

Epiphanie 2019

Hochfest der Erscheinung des Herrn
(Epiphanias)

Sonntag, 6. Januar 2019

allgemein bekannt unter dem Festtag der „Heiligen Drei Könige

Liturgische Texte zum Hochfest der Erscheinung des Herrn

Eröffnungsvers (vgl. Mal 3,1; 1 Chr 19,12)
Seht, gekommen ist der Herrscher, der HERR.
In seiner Hand ist die Macht und das Reich.

Tagesgebet
Allherrschender Gott,
durch den Stern, dem die Weisen gefolgt sind,
hast du am heutigen Tag
den Heidenvölkern deinen Sohn geoffenbart.
Auch wir haben dich schon im Glauben erkannt.
Führe uns vom Glauben
zur unverhüllten Anschauung deiner Herrlichkeit.
Darum bitten wir durch Jesus Christus…

1. Lesung Jes 60,1-6
Die Herrlichkeit des HERRN geht leuchtend auf über dir

Antwortpsalm    Ps 72, 1-2.7-8.10-11.12-13
Alle Könige müssen ihm huldigen, alle Völker ihm dienen

2. Lesung Eph 3,2-3a.5-6
Jetzt ist offenbart worden: Auch die Heiden haben an der Verheißung in Christus Jesus teil

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Mt 2,2)
Halleluja. Halleluja.
Wir haben seinen Stern gesehen
und sind gekommen, dem HERRN zu huldigen.
Halleluja!

Evangelium Mt 2,1-12
Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen

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EvangelientextÜbersetzung G. M. Ehlert

–> Mt 2,1-12     

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Bild zur Meditation:

Das Hochfest Epiphanias am 6. Januar

– zeigt, wie die Völker zu Christus finden können.

Es ist „das zweite Weihnachtsfest“.

Kweg-a

zu einer Bild-Meditation: Der Königsweg – Bild u. Gedanken zu Mt 2,1-12
(Eine Power-Point-Präsentation – Klicken Sie sich durch!
Zur Beendigung das Präsentationsfenster schließen)

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Impulse zum 6. Januar:

Hochfest der Erscheinung des Herrn
und die „heiligen drei Könige“

Das Hochfest der „Erscheinung des Herrn“ (Epiphanias) – im allgemeinen Sprachgebrauch auch Fest der „Heiligen Drei Könige“ ist ein „zweites Weihnachtsfest.

Während an Weihnachten (25. Dezember) das Geheimnis der Geburt des Gottessohnes Jesus den Hirten – als Vertretern des jüdischen Volkes – durch Engel erschlossen wird,

kommen am Hochfest der Erscheinung des Herrn (6. Januar) mit den Sterndeuter aus dem Osten die Vertreter der Völker zu der Erkenntnis, dass in der Geburt Jesu der wahre Friedenskönig auf die Welt gekommen ist.

Das Evangelium von den Sterndeutern aus dem Osten, die den “neugeborenen König der Juden” in Jerusalem suchen und in Betlehem finden:

Mt 2,1-12

Wie aus den “Magoi” (aus dem Matthäusevangelium) die “heiligen Drei Könige” wurden:

  • Sie waren “Magoi” (Magier)

= Mitglieder einer persischen Priesterkaste, die dem persischen Gott des Lichtes (Mithras) dienten. Sie waren zugleich Astrologen und wirkten oft als Berater von Königen, Fürsten und reichen Leuten.

Magier = Menschen, die im Blick auf den nächtlichen Sternenhimmel sehnsüchtig nach der Erfüllung göttlicher Verheißung Ausschau hielten.

  • Sie waren “Sterndeuter” – so nennt sie das Matthäusevangelium

d.h. Menschen, die aus dem Erkennen der Sterne die richtigen Schlüsse ziehen können.

Sterndeuter = Menschen, die in der Sternstunde ihres Lebens aufbrechen auf einen weiten Weg, um das Verheißene zu finden, im Vertrauen auf die Zeichen, die Gott gibt.

  • Es waren “Drei“ – so bezeugen es alte Traditionen

Die Dreizahl leitet sich wohl von den drei Gaben Gold, Weihrauch und Myrrhe her

  • Es waren 3 Männer – so in alten Schriften = Menschen mit Manneskraft – Tapferkeit und Ausdauer
  • Sie werden “Könige” genannt – seit dem 6. Jahrhundert
  • Sie bekommen die Namen: Caspar, Melchior, Balthasar – seit dem 9. Jahrhundert
  • Den “Mohrenkönig” gibt es seit dem 12. Jahrhundert.

Sie gelten als Vertreter – der drei Rassen (Inder, Europäer, Afrikaner) – der drei Erdteile (Asien, Europa, Afrika) – der drei Lebensalter (Jugend, Mannesalter, Greis)

  • Die Reliquien der Heiligen Drei Könige wurden in Mailand verehrt und 1164 nach Köln überführt, wo sie in einem Goldschrein im Dom aufbewahrt werden.
  • Sie gelten als die Patrone der Reisenden.

Die Gasthausnamen Mohr, Stern, Krone erinnern daran.

 

 

Erscheinung des Herrn – Taufe des Herrn – Hochzeit zu Kana

Das Hochfest, das die Kirche jedes Jahr am 6. Januar feiert, hat offiziell die Bezeichnung: „Epiphania Domini“ = Erscheinung des Herrn.

Mit „Erscheinung“ ist hier gemeint, dass durch Jesus die Herrlichkeit Gottes in der Welt erschienen ist.
Im Festevangelium dieses Tages (Mt 2,1-12) wird berichtet, wie Magoi (= Sterndeuter) aus dem Osten (d.h. aus heidnischen Völkern) zu Christus, dem „König der Juden“ finden und in Ihm den verheißenen König des Friedens erkennen. – Im Volksmund ist dieses Fest bekannter unter der Bezeichnung: „Heilige Drei Könige“ / „Dreikönigstag“.

Der Kehrvers zum Benediktus und zum Magnifikat an diesem Festtag (6. Januar) im kirchlichen Stundengebet deutet neben der Erscheinung des Herrn vor den Vertretern der nicht jüdischen Völkern auch auf die Erscheinung des Herrn bei der Taufe und bei der Hochzeit zu Kana hin.

Benedictus-Antiphon am 6. Januar:

„Heute wurde die Kirche dem himmlischen Bräutigam vermählt:
Im Jordan wusch Christus sie rein von ihren Sünden.
Die Weisen eilen mit Geschenken zur königlichen Hochzeit.
Wasser wird in Wein gewandelt und erfreut die Gäste.
Halleluja.“

Magnificat-Antiphon am 6. Januar:

„Drei Wunder heiligen diesen Tag:
Heute führte der Stern die Weisen zum Kind in der Krippe.
Heute wurde Wasser zu Wein bei der Hochzeit.
Heute wurde Christus im Jordan getauft, uns zum Heil.
Halleluja.“

An all diese 3 Erscheinungsweisen der Herrlichkeit Gottes im menschgewordenen Sohn Gottes wurde lange Zeit in der Kirche an diesem einen Festtag gedacht.

Erst die Liturgiereform der katholischen Kirche im Jahr 1969 hat auf den Sonntag nach dem 6. Januar das Fest der Taufe des Herrn gelegt, mit dem nun der weihnachtliche Festkreis endet und die Zeit des Jahreskreises beginnt.

An die Hochzeit zu Kana wird seither alle drei Jahre am 2. Sonntag im Jahreskreis im Sonntagsevangelium (= Joh 2,1-12) erinnert.

Erscheinung der Göttlichkeit Jesu: a) in der Begegnung mit den Sterndeutern aus dem Morgenland; b) bei der Taufe Jesu im Jordan u. c) bei der Hochzeit in Kana - Grafik: (c) G. M. Ehlert, 13.01.2013

Erscheinung der Göttlichkeit Jesu: a) in der Begegnung mit den Sterndeutern aus dem Morgenland; b) bei der Taufe Jesu im Jordan u. c) bei der Hochzeit in Kana – Grafik: (c) G. M. Ehlert, 13.01.2013

Weihnachtliche Impulse von Bischof Lettmann
(gestorben am 16.04.2013 in Betlehem, dem Geburtsort Jesu)

Was bleibt?

In der zweiten Vesper am Fest der Erscheinung des Herrn heißt es in der Antiphon zum Magnifikat:
„Drei Wunder heiligen diesen Tag:
Heute führte der Stern die Weisen zum Kind in der Krippe.
Heute wurde Wasser zu Wein bei der Hochzeit.
Heute wurde Christus im Jordan getauft uns zum Heil. Halleluja.“

Drei Bilder lässt uns diese Antiphon schauen, die die Herrlichkeit Jesu Christi offenbaren.

Die Weisen haben den Stern des neugeborenen Königs der Juden aufgehen sehen und sind gekommen, ihm zu huldigen: „Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar(Mt 2,11).

Bei der Hochzeit zu Kana wurde das Wasser zu Wein verwandelt.
Im Johannesevangelium heißt es: „So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit, und sein Jünger glaubten an ihn“ (Joh 2,11).

Bei der Taufe Jesu „öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden haben“ (Mt 3,16-17).

Ein Hymnus im französischen „Magnificat“ nimmt Bezug auf diese dreifache Offenbarung der Herrlichkeit des Herrn. Doch er stellt fest: Der Stern, dem die Weisen gefolgt sind, ist erloschen. Die Stimme, die bei der Taufe Jesu erscholl, ist verstummt. Die sechs großen irdenen Krüge, die mit Wein gefüllt waren, sind leer.

Was bleibt?

Der Hymnus antwortet darauf:

Der Stern ist erloschen.
Doch der, auf den er hinweist, bleibt.
In seinem Sohn ist Gott bleibend in die Geschichte der Menschen eingetreten.

Die Stimme ist verstummt.
Doch Jesus, das Wort Gottes, bleibt.
Er ist unter uns in seinem Wort, im Wort des Evangeliums.

Die großen irdenen Krüge, die die Hochzeitsfreude aufkommen ließen, sind leer.
Doch Jesus bleibt bei uns im Sakrament,
im Wein, der in sein Blut verwandelt wird.
Im Wort und im Sakrament können wir dem Herrn begegnen.

Text: Bischof Reinhard Lettmann, 08.01.2006

 

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Links:

–> zum Antwortpsalm: Psalm 72: Gebet des Königs David für seinen Sohn Salomo

–> zum Evangelium: Mt 2,1-12

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott: Erscheinung des Herrn

 

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 4. Januar 2019

 

 

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Passionszeit B 2018

Passionszeit

Mit dem 5. Fastensonntag – dem „Passionssonntag“ – beginnt der 2. Teil der österlichen Bußzeit, die Passionszeit, die besonders auf die „Passion“ Jesu ausgerichtet ist – seine leidenschaftliche Liebe, die ihn schließlich zum Leiden und Tod am Kreuz führt.

5. Fastensonntag („Iudica“) im Lesejahr B

18. März 2018

Eröffnungsvers:

Iudica me, Deus, et discerne causam meam de gente non sancta; ab homine iniquo et doloso eripe me, quia tu es Deus meus et fortitudo mea.

Verschaff mir Recht, o Gott, und führe meine Sache gegen ein treuloses Volk! Rette mich vor bösen und tückischen Menschen, denn du bist mein starker Gott.
(Ps 43,1f)

5-Iudica

Tagesgebet:

HERR, unser Gott,
dein Sohn hat sich aus Liebe zur Welt dem Tod überliefert.
Lass uns in seiner Liebe bleiben
und mit deiner Gnade aus ihr leben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn

1. Lesung: Jer 31,31-34:
Ich schließe mit ihnen einen neuen Bund, und an ihre Sünde denke ich nicht mehr

Ich schließe mit dem Haus Israel einen neuen Bund

Antwortpsalm: Ps 51,3-4.12-13.14-15
Ein reines Herz erschaffe mir, o Gott!

zu Psalm 51: (nicht nur) Davids Bitte um Vergebung u. Neuschaffung

2. Lesung: Hebr 5,7-9
Der Sohn hat Gehorsam gelernt
u. ist so der Urheber des ewigen Heils geworden

Evangelium: Joh 12,20-33:
Wenn das Weizenkorn in die Erde fällt und stirbt, bringt es reiche Frucht

Verherrlichung2a

 

Joh 12,20-36: „Die Stunde der Entscheidung

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Hochfest: Heiliger Joseph = 19. März


Palmsonntag (Lesejahr B)

25. März 2018
(Das Hochfest Verkündigung des Herrn (25.03.) wird in diesem Jahr am Mo 9. April nachgefeiert)

Statio: FEIER DES EINZUGS CHRISTI IN JERUSALEM

Mk 11,1-10
Gesegnet sei ER, der kommt im Namen es Herrn!

–> siehe auch: Lk 19.28-40

Palmsonntag1a

Einzug Jesu in Jerusalem – (c) G. M. Ehlert

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Die Namen der Sonntage der Fastenzeit/ österliche Bußzeit/ Passionszeit:
1. Fastensonntag: Invocabit – (18. Februar 2018)
2. Fastensonntag: Reminiscere – (25. Februar 2018)
3. Fastensonntag: Oculi – (4. März 2018)
4. Fastensonntag: Laetare – (11. März 2018)
5. Fastensonntag: Iudica – (18. März 2018)
Palmsonntag: Palmarum – (25. Februar 2018)

Ein Merkvers: „In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“

In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“

 

siehe auch:
Palmsonntag A: Passion Jesu Die Heilige Woche
und Karwoche – (Palmsonntag – Ostern)

 

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Stand: 18.03.2018

Christkönigsfest


–> Mittwoch, 22. November = Hl. Cäcilia

Christus Sieger – Christus König –
Christus, HERR in Ewigkeit 

Christkönigsfest – letzter Sonntag im kirchlichen Jahreskreis A

Sonntag, 26. November 2017
(Totensonntag, Ewigkeitssonntag)

Eröffnungsvers (Offb 5,12; 1,6)
Würdig ist das Lamm, das geschlachtet ist,
Macht zu empfangen, Reichtum und Weisheit, Kraft und Ehre.
Ihm sei die Herrlichkeit und die Herrschermacht in Ewigkeit.

Erste Lesung: Ezechiel (Ez 34,11-12.15-17)
Ihr – meine Herde – ich sorge für Recht zwischen Schafen und Schafen, zwischen Widdern und Böcken

Antwortpsalm Ps 23
Der HERR ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.

–>zu Psalm 23: JHWH – mein Wegbegleiter + Mahlbereiter + Heimatgeber ;
u. JHWH – mein Hirt  

Zweite Lesung: 1. Korintherbrief (1 Kor 15,20-26.28)
Christus wird seine Herrschaft Gott, dem Vater, übergeben, damit Gott herrscht über alles und in allem

Ruf vor dem Evangelium (Mk 11,9.10)
Halleluja. Halleluja.
Gesegnet sei, der kommt im Namen des Herrn!
Gesegnet das Reich unseres Vaters David,
das nun kommt.
Halleluja.

Evangelium: Matthäus 25,31-46
Der Menschensohn wird sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen, und er wird die Menschen voneinander scheiden

–> Rede Jesu vom Weltgericht:  Mt 25,31-46  (Studienübersetzung)

Messtexte zum Christkönigssonntag im Jahreskreis A (Schott)

zum Christkönigssonntag

zum Sonntagsevangelium vom Christkönigsfest
Matthäusevangelium 25,31-46: Rede Jesu vom Weltgericht

Wer sind die, zu denen der König sagt: “Weg von mir ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!” (Mt 25,41b)?

Es sind die, die sich beharrlich weigern, den Bereich dessen, was unter dem Fluch Gottes steht, zu verlassen; es sind die, welche nicht bereit waren, anderen Gutes zu tun.

Mt-25.31-46aa

„Was ihr einem der Geringsten getan habt, das habt ihr MIR getan.“ – Grafik zu Mt 25,31-46 – (c) G. M. Ehlert, Nov. 2017

Worauf es ankommt, wenn Christus in seiner Herrlichkeit kommt…

Hungrige speisen – wie der Junge, der seine 5 Gerstenbrote und seine 2 Fische zur Verfügung stellt, sodass Jesus die 5000 Menschen speisen konnte (siehe Joh 6,1-14);
Durstige tränken – wie die samaritanische Frau am Jakobsbrunnen, als Jesus sie in der Mittagshitze um einen Schluck Wasser bittet (siehe Joh 4,5-42)
Fremde/ Pilger beherbergen – wie diejenigen, welche Kinder (vgl. Mt 18,5) oder die Jünger (vgl. Mt 10,40-42) gastlich aufnehmen;
Nackte bekleiden – wie der Soldat Martin, der seinen Mantel mit einem Bettler teilte bevor er im Traum erfuhr, dass Christus selbst der Empfänger war;
Kranke pflegen – wie der barmherzige Samaritaner, der den Zerschlagenen sah und ihm half (siehe Lk 10,25-37)
Gefangene besuchen – wie z.B. der Sklave Onesimus den Apostel Paulus im Gefängnis besuchte (vgl. Philemonbrief 1,8-20)
Tote begraben – wie die Ratsherren Joseph von Arimatäa u. Nikodemus zusammen mit den Frauen für ein würdiges Begräbnis Jesu sorgten (siehe Joh 19,38-42)

 

(Lesejahr A) zu Mt 26,31-46: Jesu Rede vom Weltgericht

(Lesejahr B) – Evangelium: Joh 18,33-37
siehe auch zum Christkönigssonntag 2009

(Lesejahr C) zu Kol 1,12-20 u. Lk 23,35-43

Passwort und PIN zum Himmelreich:

Für viele Bereiche brauchen wir ein Passwort und eine PIN (= Persönliche Identifikations-Nummer) –

Das Passwort, das uns den Zugang zum Himmelreich eröffnet, lautet: BARMHERZIG-SEIN

und die dazugehörige PIN (= Personen in Not) werden im  Gleichnis Jesu vom Weltgericht (Mt 25,31-46) aufgeführt:

Hungernden zu essen und Durstigen zu trinken geben;
Fremde und Heimatlose aufnehmen;
Arme mit Kleidern versorgen;
Kranke besuchen und mit Gefangenen Kontakt pflegen
(und darüber hinaus Tote würdig begraben). –

Einfacher geht’s nicht.

 

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Worauf es ankommt, wenn ER kommt

zum Sonntagsevangelium vom Christkönigsfest (= 20. November 2011) –
Matthäusevangelium 25,31-46: Rede Jesu vom Weltgericht

Der Bibeltext: Mt 25,31-46

Wer sind die, zu denen der König sagt: „Weg von mir ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!“ (Mt 25,41b)?
Es sind die, die sich beharrlich weigern, den Bereich dessen, was unter dem Fluch Gottes steht, zu verlassen; es sind die, welche nichts Gutes getan haben.

Dazu eine Kurzgeschichte:

Ein guter Mensch am Höllentor

Die Hölle war total überfüllt, und noch immer stand eine lange Schlange am Eingang. Schließlich musste sich der Teufel selbst herausbegeben, um die Bewerber fortzuschicken. »Bei mir ist alles so überfüllt, dass nur noch ein einziger Platz frei ist«, sagte er. »Den muss der ärgste Sünder bekommen. Sind vielleicht ein paar Mörder da?« Und nun forschte er unter den Anstehenden und hörte sich deren Verfehlungen an. Was auch immer sie ihm erzählten, nichts schien ihm schrecklich genug, als dass er dafür den letzten Platz in der Hölle hergeben mochte. Wieder und wieder blickte er die Schlange entlang. Schließlich sah er einen, den er noch nicht befragt hatte. »Was ist eigentlich mit Ihnen – dem Herrn, der da für sich allein steht? Was haben Sie getan?«
»Nichts« sagte der Mann, den er so angesprochen hatte. »Ich bin ein guter Mensch und nur aus Versehen hier. Ich habe geglaubt, die Leute ständen hier um Zigaretten an.«
»Aber Sie müssen doch etwas getan haben«, sagte der Teufel. »Jeder Mensch stellt etwas an.«
»Ich sah es wohl«, sagte der gute Mensch, »aber ich hielt mich davon fern. Ich sah, wie Menschen ihre Mitmenschen verfolgten, aber ich beteiligte mich niemals daran. Sie haben Kinder hungern lassen und in die Sklaverei verkauft; sie haben auf den Schwachen herumgetrampelt und die Armen zertreten. Überall um mich herum haben Menschen von Übeltaten jeder Art profitiert. Ich allein widerstand der Versuchung und tat nichts.«
»Absolut nichts?« fragte der Teufel ungläubig. »Sind Sie sich völlig sicher, dass Sie das alles mitangesehen haben?«
»Vor meiner eigenen Tür«, sagte der »gute Mensch«.
»Und nichts haben Sie getan?« wiederholte der Teufel.
»Nein!«
»Komm herein, mein Sohn, der Platz gehört dir!«
Und als er den »guten Menschen« einließ, drückte sich der Teufel zur Seite, um mit ihm nicht in Berührung zu kommen.

Eugen Rucker
aus: Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (Hrsg.):
Neue Geschichten für Sinndeuter. Düsseldorf 1986

Gedanken zum Christkönigssonntag:
Christus Sieger – Christus König – Christus Herr in Ewigkeit
Dankt dem Vater mit Freude – ER schenkt uns seinen Sohn = Predigtgedanke zum Christkönigsfest (Lesejahr C)

Hochzeit zu Kana

Johannes 2,1-11 (Zweiter Sonntag im Jahreskreis C)

Das erste Zeichen Seiner Herrlichkeit

Das Weinwunder auf der Hochzeit zu Kana, Batik von G.M. Ehlert

1. „Was ER euch sagen wird, das tut!“

Die Hochzeit zu Kana ist das erste öffentliche Auftreten Jesu nach seiner Taufe und der ersten Jüngerberufung, von dem uns der Evangelist Johannes berichtet.
Auch Maria, die Mutter Jesu wird uns hier das erste Mal von Johannes vorgestellt.
Marias Wirken geschieht in der Stille – ohne große Worte.
Um so gewichtiger sind die beiden einzigen Worte, die Johannes von ihr überliefert.
 

Diese Worte bilden das Vermächtnis Mariens an uns – ihr Testament.

Das erste Wort ist eine an Jesus gerichtete Bitte.
Herr, „sie haben keinen Wein mehr“.

Diese Bitte zeigt, Maria ist aufmerksam. Sie sieht die Not der Menschen.
 

Der Wein ist ausgegangen – die Menschen haben nichts mehr, das ihnen Freude bereiten kann. Das Lachen bleibt ihnen im Halse stecken – bei all dem Leid, Krieg und Tod.

Wenn nicht bald Abhilfe geschaffen wird, geht das Fest des Lebens zuende.
Marias Bitte entspringt ihrer Sorge um die Menschen.
Sie bittet Jesus um ein Wunder.
Gib den Menschen den Wein, „der das Herz des Menschen erfreut“- einen Vorgeschmack himmlischer Herrlichkeit
 
Dieses erste Wort Mariens zeigt:
sie ist unsere Fürsprecherin bei Gott.
 
Weist Jesus dieses Wort Mariens zurück?
„Was ist zwischen mir und dir, Frau?“
 
Es klingt wie eine schroffe Ablehnung aus dem Mund Jesu.
Ist Jesus so hartherzig?
Im Gegenteil. Er ist viel barmherziger als wir es ahnen können.
Er gönnt uns nicht ‚ein bisschen Freude‘,
er will nicht unsere Feste verschönern.
Ihm geht es um alles.
Er will uns ewiges Leben und ewige Freude schenken.
Doch diese „Seine Stunde“ – unsere Erlösung durch Jesu Sieg am Kreuz – ist noch nicht gekommen.
 
Maria versteht Jesus (noch) nicht, aber sie vertraut ihm.
Ihr zweites Wort richtet sie an die Diener – ihr Wort an uns:
„Was ER euch sagen wird, das tut!“ –
 
Damit hat Maria – so das Johannesevangelium – alles gesagt, worauf es ankommt.
 
Maria weist ganz von sich weg auf Jesus hin.
IHM allein sollen wir gehorchen.
 
Das können wir von Maria lernen.
Sie war ganz bereit, Gottes Wort zu hören, in ihr Herz aufzunehmen und zur Welt zu bringen.
 
 Maria steht in der Mitte des Bildes.
– Zwischen den Hochzeitsgästen, deren Notlage sie sieht
und Jesus, dem Herrn, den sie auf die gesehene Not aufmerksam macht.
– Sie steht zwischen den Dienern – ihr Gesicht wendet sie ihnen zu –
und Jesus – auf ihn weist sie mit ihrer ganzen Körperhaltung hin.
– Sie steht in der Mitte, um ganz zurück zu treten, damit Jesus und die Diener unmittelbaren Kontakt aufnehmen können.

Maria lenkt die Aufmerksamkeit der Diener ganz auf den Herrn.
So bereitet sie die Menschen auf Jesu Wort vor.

 Dieses zweite Wort Mariens zeigt, wie Maria unsere „Mittlerin“ ist.

Sie vermittelt einen direkten Kontakt zwischen den Menschen und dem Herrn,
indem sie ganz auf IHN verweist: „Was ER euch sagen wird, das tut!“

2. Füllt die Krüge mit Wasser!


Füllt die Krüge mit Wasser!“ –
Das ist das erste, was Jesus hier den Dienern sagt.

Keine Begründung oder Erklärung,
nur dieses knappe Wort – dieser Auftrag.
 
 
Die Diener fragen nicht.
Sie sagen kein Wort.
Sie gehorchen sofort.
So werden sie „Wasserträger des Herrn.“
 
Jesus, der Herr, nimmt sie in seinen Dienst.
Er will ihre Hilfsdienste in Anspruch nehmen.
Ohne den Auftrag zu verstehen, gehen sie los und schöpfen das Wasser.
Mit ihrem geschöpften Wasser füllen sie die Wasserkrüge, die für die Reinigung am Beginn des Festes vorgesehen sind.
Sie tun ihren bescheidenen, geforderten Dienst.
So bereiten sie alles vor,
damit der Herr wirken kann.
 
 

Auch wir sollen unseren Dienst tun wie die Wasserträger,
im Vertrauen darauf, dass der Herr uns braucht
und dass ER mit dem Wasser, das wir herbei holen
und mit dem wir die Reinigungskrüge füllen,
etwas Wunderbares bewirken kann.
Das gibt unserer Arbeit ihren Sinn und ihre Verantwortung.

Gott allein wirkt wann und wie ER will. Darin zeigt sich seine absolute Freiheit.
Aber er ist so frei, dass er durch und mit den Menschen etwas Gutes und Schönes bewirken will. Zu diesem Plan Gottes kann der Mensch aus freien Stücken JA sagen.

Gottes Freiheit ist Liebe.
Sie ist so groß, dass Gott sich freiwillig vom freien Ja des Menschen abhängig machen kann und will,
und gerade so wird sein Liebesplan mit den Menschen erfüllt.

Schöpft jetzt, und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich ist.“

Die Wasserträger sehen nicht, wie das Wunder der Verwandlung vor sich geht…

Die geistliche Wirklichkeit, die der Herr unter Zuhilfenahme unseres Dienstes wirkt,
bleibt uns oft verborgen.
Der Speisemeister kostet – den guten Wein.
Sein Verhalten bestätigt den Dienern:
Es ist wirklich etwas wunderbares geschehen.
„Sie aber wussten, woher der Wein kam.“
Sie können das Wunder bezeugen.
Es ist ein wahrhaft göttlicher Wein.
 
Solche Erfahrungen, dass Gott im Menschen wirkt
und dass wir Menschen dabei mitwirken durften, sind kostbar.
Sie zeigen uns, dass unsere Arbeit nicht vergebens ist.
 
 

 

3. „So tat Jesus sein erstes Zeichen… und offenbarte seine Herrlichkeit“.

Der gute Wein ist die Gabe Jesu – ein Zeichen von ihm, das auf ihn selbst verweist.
Der Wein selber wird das Zeichen, das Jesu Herrlichkeit offenbart.
Der Wein ist Zeichen der anbrechenden Heilszeit.
Überreiche Fülle und Güte erfüllen diese Heilszeit,
die in Jesus Christus schon präsent geworden ist.

Jesus ist die beherrschende Figur auf dem Bild,
obwohl der (scheinbar) am Rande steht.
Er kommt hinzu und neigt sich – liebevoll – den Dienern zu.
Er segnet ihren Dienst und bewirkt die Verwandlung:
aus Wasser wird Wein.

Dieses Zeichen wirkt Jesus draußen vor dem festlichen Saal.
Durch die offene Tür hindurch schauen wir auf das hochzeitliche Mahl.
Die Diener und die Krüge – ein Bild für unser irdisches Mühen.
 
 

Der Blick durch die Tür – ein Blick hinüber zum himmlischen Hochzeitsmahl.

Wir sehen dort: Christus, den Bräutigam und Maria, die Braut.
Mit dabei sind die Diener des Herrn.
Wo ist die Tür in unserem Leben zu finden,
die zum ewigen Hochzeitsmahl führt?

„Ich bin die Tür… wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden.“ (Joh 10,7.9) sagt Jesus Christus, unser Herr.
Wer auf diese Tür schaut, kann das Zeichen der Erlösung – das Zeichen des Kreuzes erkennen.
Durch den Tod am Kreuz hat Jesus uns den Zugang zum ewigen Leben eröffnet.

Das Zeichen in Kana offenbart Gottes Herrlichkeit.
Jesus beugt sich unter das Kreuz, so kann er dieses Zeichen der Liebe tun.
So kann er Wasser in Wein verwandeln,
wie später den Wein in sein Blut.
 

Das Weinwunder bei der Hochzeit zu Kana –
ein Bild österlicher Hoffnung.
Noch stehen wir als Wasserträger des Herrn vor dem Saal –
draußen vor der Tür.
 Meine Hoffnung ist: durch diese Tür – durch Leid und Tod hindurch – werden auch wir zum ewigen Hochzeitsmahl eintreten.
 

 Gedanken zu Joh 2,1-11 von Georg Michael Ehlert, inspiriert von

– Reinhard Lettmann: Füllt die Krüge mit Wasser – Über Berufung und Dienst des Priesters, Butzon&Bercker, Kevelaer 1985
– Reinhard Lettmann: Was er euch sagt, das tut – Mit Maria im Dienst der Erlösung, Butzon&Bercker, Kevelaer 1989
– Theo Schmidkonz: Maria – Gestalt des Glaubens, Rex-Verlag Luzern/München 4/1975

 

 

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert