Archiv der Kategorie: Psalm

Wohl und wehe (6.C)

6. Sonntag im Jahreskreis C

Sonntag, 17. Februar 2019

Liturgische Texte zum 6. Sonntag im Jahreskreis (C)

Eröffnungsvers (Ps 31,3-4)
Sei mir ein schützender Fels, eine feste Burg, die mich rettet.
Denn du bist mein Fels und meine Burg;
um deines Namens willen wirst du mich führen und leiten.

Tagesgebet
Gott,
du liebst deine Geschöpfe,
und es ist deine Freude,
bei den Menschen zu wohnen.
Gib uns ein neues und reines Herz,
das bereit ist, dich aufzunehmen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus…

1. Lesung: aus dem Buch Jeremía (Jer 17,5-8)
„Verflucht, wer auf Menschen vertraut;
gesegnet, wer auf den HERRN sich verlässt“

Antwortpsalm: Ps 1,1-2.3.4 u. 6 
„Gesegnet, wer auf den HERRN sich verlässt.“

2. Lesung: aus dem 1. Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth (1 Kor 15,12.16-20)
„Wenn Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos“ 

Ruf vor dem Evangelium (Lk 6,23ab)
Halleluja. Halleluja.
(So spricht der Herr):
Freut euch und jubelt!
Euer Lohn im Himmel wird groß sein.
Halleluja!

Evangelium aus dem Evangelium nach Lukas (Lk 6,17.20-26)
Selig, ihr Armen! – Weh euch, ihr Reichen!

* * *

Pfeil-oben zum Seitenanfang

EvangelientextÜbersetzung G. M. Ehlert

Und ER (=Jesus) erhob seine Augen zu seinen Jüngern und sagte:

 Glückselige, die Armen:
(denn) euer ist das Königtum Gottes.
Jedoch:
Weh euch, den Reichen,
(denn) weg habt ihr euren Herbeigerufenen/ Beistand.
Glückselige, die Hungernden jetzt:
(denn) gesättigt werdet ihr.
Weh euch, die vollgestopft wordenen jetzt:
(denn) hungern werdet ihr.
Glückselige, die Weinenden jetzt:
(denn) lachen/ heiter sein werdet ihr.
Weh euch, die Lachenden jetzt:
(denn) trauern werdet ihr und klagen.
Glückselige seid ihr, wenn euch hassen die Menschen, und wenn sie euch ächten und fluchen und euren Namen als bösen verwerfen – um des Menschensohnes willen. Weh, wenn zu euch angenehm sprechen alle Menschen
Freut euch an jenem Tag und hüpft.
Siehe! nämlich euer Lohn (ist/ wird sein) groß im Himmel.
Denn so machten es ihre Väter mit den Propheten. denn gerade so machten es ihre Väter mit den Pseudopropheten.

(Lk 6,20-26)

* * *

Pfeil-oben zum Seitenanfang

Bild zur Meditation:

selig-wehe-text-a

Vom Wohl und Wehe – (c) G. M. Ehlert, 30.01.2019

* * *

Pfeil-oben zum Seitenanfang

Impulse

O welch ein Glück! – O welch ein Unglück!

Herzlichen Glückwunsch!
Sie haben gewonnen! Holen Sie sich ihren Gewinn ab!
Herzlichen Glückwunsch – sagen wir:
– bei Geburtstagen, Jubiläen,
– beim Erreichen von Zielen u. Bestehen von Prüfungen.

O welch ein Unglück!
Sie sind aber zu bedauern – sagen wir:
– nach traurigen Schicksalsschlägen,
– bei einer schweren Erkrankung…

Doch wer ist wirklich zu beglückwünschen / wer zu bedauern? –
Wer etwas hat bzw. etwas verloren hat?
oder: wer etwas schönes/ schlimmes zu erwarten hat?

gute oder erschwerende Voraussetzungen zur Nachfolge Jesu
Das Evangelium (Lk 6,20-26) zeigt auf, was aus der Sicht Jesu gute oder erschwerende Voraussetzungen für den Weg der Jüngerschaft = der Nachfolge Jesu sind:

Das erste: Jesus sieht (liebevoll) seine Jünger an: – er schenkt ihnen Ansehen.
Auch ich darf mich immer wieder von Jesus anschauen lassen.
Ich bin angesehen bei Gott.

Armut – Hunger – Trauer – Verfolgung
glücklich zu preisen, wer die folgenden 4 Voraussetzungen mitbringt:
– „ihr Armen“ – materiell, geistig,
gemeint ist die Haltung der Armut = leere Hände
– „die ihr jetzt – auf dem Weg der Nachfolge – hungert“ – nach Brot, oder nach Gerechtigkeit…
gemeinst ist die Haltung der Sehnsucht
– „die ihr jetzt – auf dem Weg der Nachfolge – weint“ über den Zustand dieser Welt…
gemeint ist die Haltung des Mitgefühls
– „die – weil sie zu Christus gehören – Benachteiligungen zu ertragen haben“…
gemeint ist die Haltung der Tapferkeit
= ihr Lohn im Himmel wird groß sein.

Herzlichen Glückwunsch, wer in diesem Sinn arm, hungrig, traurig ist und von Menschen deshalb ausgegrenzt wird.

Reichtum – Sattheit – Vergnügungen – Schmeicheleien
Oder wird uns Jesus mit seinem „O weh!“ bedauern, weil wir eine der folgenden 4 Voraussetzungen mitbringen?
Weh euch:
– „die ihr jetzt reich seid“… (Hände, die festhalten sind nicht frei zu empfangen…)
– „die ihr jetzt satt seid“… (= vollgestopft u. abgestumpft)
– „die ihr jetzt lacht“ – (= über andere lacht, )…
– „die von jedermann geschmeichelt werden“
sie sind zu bedauern, denn sie haben es schwer, sich zu öffnen für die Botschaft und Wirklichkeit des Reiches Gottes.

Und wo stehen wir?
Sind wir nach den Kriterien Jesu eher zu beglückwünschen oder zu bedauern?
Haben wir gute Voraussetzungen, das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit annehmen zu können…
oder müssen wir erst anderes loslassen, was uns bisher in seinen Bann zieht: Besitz, Übersättigung oder die Ausschau nach Vergnügen?

Was in den Augen der Menschen als gute Lebensbedingungen erscheint: Reichtum, Sättigung, Vergnügungen und Anerkennung, das kann den Weg zu Gott erschweren. Und dazu sagt Jesus sein O weh! O weh!.

Doch zu beglückwünschen ist ein Mensch, der auf dem Weg zur vollkommenen Freude geht in der Nachfolge Jesu.

Ein Beispiel dafür ist Franziskus, der freiwillig auf Reichtum, Sättigung, Vergnügungen und Anerkennung bei den Menschen verzichtete und in frei gewählter Armut Christus nachfolgte.

Wer auch in den Widrigkeiten seines Lebens sich nicht aus dem inneren Gleichgewicht bringen lässt aus der Verbundenheit mit Christus heraus, dem gilt: Herzlichen Glückwunsch! Sie haben gewonnen! Holen Sie sich ihren Gewinn ab!

Glück oder Unglück

War ein Bäuerlein,
hatte nur ein Pferd.
Lief das Pferd davon –
und ist nicht heimgekehrt.
Kamen alle Nachbarn an,
klagten laut: „Du armer Mann!
So ein Unglück! So ein Unglück!
So ein Unglück, nein!“
Doch das Bäuerlein sprach leis‘:
„Ob’s ein Unglück ist, wer weiß?!“
Morgen bin ich schlauer…“

Als das Pferd tags drauf
durch das Hoftor schritt,
brachte es dem Bäuerlein
noch ein Wildpferd mit.
Kamen alle Nachbarn an,
freuten sich: „Du guter Mann!
So ein Glück, hej! So ein Glück, hej!
So ein Glück, hej, hej!“
Doch das Bäuerlein sprach leis‘:
„Ob’s ein Glück ist, nun, wer weiß?!
Morgen bin ich schlauer…“

Und des Bauern Sohn
ritt das Wildpferd ein.
Stürzte von dem Pferd
und brach sich ein Bein.
Kamen alle Nachbarn an,
klagten laut: „Du armer Mann!
So ein Unglück! So ein Unglück!
So ein Unglück, nein!“
Doch das Bäuerlein, sprach leis‘:
„Ob’s ein Unglück ist, wer weiß?!
Morgen bin ich schlauer…“

Als ein Krieg im Land ausbrach,
zog man die Burschen ein.
Nur des Bauern Jungen nicht
mit dem gebroch’nen Bein.
Kamen alle Nachbarn an,
freuten sich: „Du guter Mann!
So ein Glück, hej! So ein Glück, hej!
So ein Glück, hej, hej!“
Doch das Bäuerlein sprach leis‘:
„Ob’s ein Glück ist, nun wer weiß?!
Morgen bin ich schlauer…“

Dein Verhängnis ist
doch vielleicht dein Glück?!
Und dein Hauptgewinn
bricht dir das Genick?!
Sei heut‘ zufrieden, dass Du lebst
und noch einen Finger hebst.
Morgen oder übermorgen
oder überübermorgen kommt…
der Tod.

(Gerhard Schöne, nach einer orientalischen Parabel)

* * *

Pfeil-oben zum Seitenanfang

Links:

–> zur 1. Lesung: Jeremia 17,5-11 Fluch und Segen

–> zum Antwortpsalm: zu Psalm 1 + 2: = „Das Doppelportal“ zum gesamten Psalter
.      Psalm 1 und 2 (Bild und textgetreue Übersetzung)

–> 2. Lesung: –

–> Evangelium: Lk 6,20-26 Vom Wohl und Wehe
siehe auch: „Die Feldrede Jesu im Lukasevangelium

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott: 6. Sonntag C  

Gedenktage:

  • 14. Februar: Cyrill u. Methodius = F
    u. Valentin von Rom = g

* * *

Pfeil-oben zum Seitenanfang

___________________________________

Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

.

Stand: 17. Februar 2019

 

Werbeanzeigen

aufgefangen (5.C)

5. Sonntag im Jahreskreis C

Sonntag, 10. Februar 2019

Liturgische Texte zum 5. Sonntag im Jahreskreis (C)

Eröffnungsvers (Ps 95,6-7)
Kommt, lasst uns niederfallen,
uns verneigen vor dem HERRN, unserem Schöpfer!
Denn er ist unser Gott.

Tagesgebet
Gott, unser Vater,
wir sind dein Eigentum
und setzen unsere Hoffnung
allein auf deine Gnade.
Bleibe uns nahe in jeder Not und Gefahr
und schütze uns.
Darum bitten wir durch Jesus Christus…

1. Lesung: aus dem Buch Jesaja (Jes 6,1-2a.3-8)
„Hier bin ich, sende mich!“

Antwortpsalm: Ps 138,1-2b.2c-3.4-5.7c-8 
„Vor den Engeln will ich dir singen und spielen, o HERR.“

2. Lesung: aus dem 1. Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth (1 Kor 15,1-11) oder: (1 Kor 15,3-8.11)
„Das ist unsere Botschaft, und das ist der Glaube, den ihr angenommen habt“ 

Ruf vor dem Evangelium (Mt 4,19)
Halleluja. Halleluja.
(So spricht der Herr):
Folgt mir nach!
Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
Halleluja!

Evangelium aus dem Evangelium nach Lukas (Lk 5,1-11)
Sie ließen alles zurück und folgten ihm nach

* * *

Pfeil-oben zum Seitenanfang

EvangelientextÜbersetzung G. M. Ehlert

5,1. Es geschah aber,
indem die Menge (dabei war) Ihn (= Jesus) zu bedrängen
und zu hören das Wort des Gottes
und Er selbst war stehend bei dem See Genezareth

2. Und er sah zwei Boote (ab-)gestellt beim Ufer
die Fischer aber – aus ihnen ausgestiegen – wuschen die Netze.

3. Hineinsteigend aber in eines der Boote
– das war Simons –
bat er ihn von dem Erdland hinauszufahren ein wenig
sich niedersetzend aber
aus dem Boot lehrte er die (Volks-)Menge.

4. Wie er aber aufgehört hatte ein Redender (zu sein)
sprach er zu dem Simon:
fahr hinaus – hinein in die Tiefe
und lasst herunter die – eure – Netze zum Fang.

5. Und es antwortet Simon – er sprach:
Meister! Durch (die) ganze Nacht Abarbeitende/ Erschöpfte (sind wir)
nicht
eines haben wir genommen
aber auf deine Rede hin
ich werde herunterlassen das Netz.

6. Und dieses machten sie
zusammenschließend eine Vielheit der Fische
– (so) zahlreich
zerrissen wurde aber (fast) das Netz von ihnen.

7. Und sie winkten zu den Teilhabern in dem anderen Boot
(als) gekommen Seiende mitzumachen mit ihnen
und sie kamen und füllten an beide der Boote
derart, dass sie zu versinken (drohten)

8. (Dies) sehend aber Simon (Petrus) –
fiel er nieder (zu) den Knien Jesu sagend:
komme heraus – (weg) von mir,
denn: ein Mensch – ein sündiger – bin ich, HERR!

9. Verwunderung/Schrecken nämlich hatte ihn umschlossen
und alle, die mit ihm (waren),
über den Fang der Fische,
den sie zusammengefasst hatten.

10. Gleichermaßen aber auch Jakobus und Johannes – Söhne (des) Zebedäus,
die Teilhaber waren dem Simon,

und es sprach zu dem Simon der Jesus:
nicht gerate in Furcht!
Von dem Jetzt (an):
du wirst sein einMenschen-leben-fangender“*.

* griechisch: anthroopous … zoo-groon;
anthroopos = Mensch; zoo = Leben/ lebendig; agreoo = fangen
= ein „Menschenfischer“
= einer, der Menschen auffängt

11. Und herabführend die Boote auf das Erdland
fortgelassen habend alles,
gingen sie zusammen (den) Weg mit ihm.

* * *

Pfeil-oben zum Seitenanfang

Bild zur MeditationVom Fische fangen zum Menschen auf-fangen

„Menschen auf-fangen“ (c) G. M. Ehlert, 04.02.2013

* * *

Pfeil-oben zum Seitenanfang

Impulse

Menschenfischer sein:
nicht listig einfangen, sondern rettend auffangen“

1. umsonst – vergeblich

Petrus = erfahrener Fischer – zur besten Fangzeit – nichts (!) gefangen… er ist frustriert…

Jesus = begnadeter Redner – fordert auf mitten am Tag zum Fischfang auszufahren = er hat vom Fischen keine Ahnung – tags lässt sich doch nichts fangen – sagt die Erfahrung des Fischers – Und wie reagiert Petrus auf Jesu Aufforderung?

2. Jesus lehrt u. fordert auf, gegen alle Vernunft erneut anzufangen:

Petrus hört Jesu Aufforderung:
Fahr hinaus und werft eure Netze aus! –

Er überwindet seine Zweifel und vertraut:
Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen; u. er überwindet die Angst vor Blamage u. gehorcht.

Was könnte das heute bedeuten? –
Ausgangssituation: alles war umsonst = vergeblich

– nach der 50. Absage erneut sich bewerben
– nach einem misslungenen Projekt ein weiteres beginnen
– nach vielen entmutigenden Äußerungen („das schaffst du doch nicht…“) es trotzdem wagen…

Petrus riskiert sich vor den Augen aller lächerlich zu machen:
Am Tag erneut fischen zu wollen.
Doch er riskiert es: – und macht den Fang seines Lebens.

Auch heute gilt:
Wer sich auf Jesu Wort hin erneut aufmacht – macht den Fang seines Lebens.

Petrus erkennt nun: wer Jesus in Wahrheit ist:
nicht nur ein begnadeter Redner, sondern Jesus hat schöpferische Macht über die Fische in der Tiefe; er ist in Wahrheit der göttliche „Herr“.
und er erkennt: „Wer bin ich? – Dass Jesus gerade mir dieses Geschenk eines überreichen Fanges macht?

3. Angesichts der übermäßigen Gnade Gottes
bin ich ein armseliger Mensch

Petrus wird reich beschenkt, als Jesus mit in seinem Boot ist.
Doch anstatt zu sagen: Bleibe nun für immer bei mir,
sagt er: „Herr, geh weg von mir; ich bin ein sündiger Mensch.“

eine merkwürdige Reaktion – oder?
– wo das Licht stärker ist, da ist auch der Schatten kräftiger
– wenn einer ein überraschendes Geschenk bekommt: „Womit hab ich denn das verdient?“
– der Hauptmann von Kafarnaum: „Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach…“

4. Doch gerade so – im Erkennen u. Anerkennen seiner Schwäche – wird der Mensch fähig für den Ruf Jesu:

„Ich bin gekommen Sünder zu berufen – nicht Gerechte.“

Auch Paulus bezeichnet sich nach der Erscheinung des Auferstandenen als „Missgeburt“, der es nicht wert ist, Apostel genannt zu werden. „Doch durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und sein gnädiges Handeln an mir ist nicht ohne Wirkung geblieben.“
Und er ermutigt jeden von uns, darauf zu vertrauen, was er als Zusage Gottes erfahren hat: „Lass dir an meiner Gnade genügen, denn sie ist gerade in den Schwachen mächtig.“

Jesu Verheißung nicht nur an Petrus:
„Fürchte dich nicht!
Von nun an wirst du Menschen fangen!“

Menschen fangen?

– nicht wie Geheimdienste und Polizisten Terroristen einfangen und gefangen nehmen;
– sondern eher wie Freunde einen ins Straucheln geratenen Menschen auffangen.
– Oder einen, der im Begriff ist, etwas Schlimmes zu tun, abzufangen, damit er es nicht tut.
– Mit einem Menschen wieder etwas Neues anfangen

5. Mit Jesus etwas anfangen – was bedeutet das heute für uns?

– wenn wir meinen alles ist umsonst = vergeblich,
gerade dann vertrauen: „Auf dein Wort hin…“
– wenn wir überraschend einen guten Fang gemacht haben,
gerade dann erkennen: es ist umsonst = ein Geschenk der Liebe Gottes
– wenn wir angesichts eines guten Fanges daran denken, uns gut einzurichten,
gerade dann sich von Jesus losschicken lassen,
um andere aufzufangen und mit ihnen auf Jesu Wort hin
etwas Neues anzufangen.

* * *

Pfeil-oben zum Seitenanfang

Links:

–> zur 1. Lesung Jesaja 6,1-2a. 3-8 „Hier bin ich, sende mich!“ –>  Jes 6.1-8

–> zum Antwortpsalm: Psalm 138: Alle Könige der Erde werden Gott lobpreisen

–> 2. Lesung: –

–> Evangelium: siehe auch: „Menschenfischer

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott: 5. Sonntag C

Gedenktage:

  • 14. Februar: Cyrill u. Methodius = F
    u. Valentin von Rom = g

* * *

Pfeil-oben zum Seitenanfang

___________________________________

Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

.

Stand: 28. Januar 2019

 

Epiphanie 2019

Hochfest der Erscheinung des Herrn
(Epiphanias)

Sonntag, 6. Januar 2019

allgemein bekannt unter dem Festtag der „Heiligen Drei Könige

Liturgische Texte zum Hochfest der Erscheinung des Herrn

Eröffnungsvers (vgl. Mal 3,1; 1 Chr 19,12)
Seht, gekommen ist der Herrscher, der HERR.
In seiner Hand ist die Macht und das Reich.

Tagesgebet
Allherrschender Gott,
durch den Stern, dem die Weisen gefolgt sind,
hast du am heutigen Tag
den Heidenvölkern deinen Sohn geoffenbart.
Auch wir haben dich schon im Glauben erkannt.
Führe uns vom Glauben
zur unverhüllten Anschauung deiner Herrlichkeit.
Darum bitten wir durch Jesus Christus…

1. Lesung Jes 60,1-6
Die Herrlichkeit des HERRN geht leuchtend auf über dir

Antwortpsalm    Ps 72, 1-2.7-8.10-11.12-13
Alle Könige müssen ihm huldigen, alle Völker ihm dienen

2. Lesung Eph 3,2-3a.5-6
Jetzt ist offenbart worden: Auch die Heiden haben an der Verheißung in Christus Jesus teil

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Mt 2,2)
Halleluja. Halleluja.
Wir haben seinen Stern gesehen
und sind gekommen, dem HERRN zu huldigen.
Halleluja!

Evangelium Mt 2,1-12
Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen

* * *

Pfeil-oben zum Seitenanfang

EvangelientextÜbersetzung G. M. Ehlert

–> Mt 2,1-12     

* * *

Pfeil-oben zum Seitenanfang

Bild zur Meditation:

Das Hochfest Epiphanias am 6. Januar

– zeigt, wie die Völker zu Christus finden können.

Es ist „das zweite Weihnachtsfest“.

Kweg-a

zu einer Bild-Meditation: Der Königsweg – Bild u. Gedanken zu Mt 2,1-12
(Eine Power-Point-Präsentation – Klicken Sie sich durch!
Zur Beendigung das Präsentationsfenster schließen)

* * *

Pfeil-oben zum Seitenanfang

Impulse zum 6. Januar:

Hochfest der Erscheinung des Herrn
und die „heiligen drei Könige“

Das Hochfest der „Erscheinung des Herrn“ (Epiphanias) – im allgemeinen Sprachgebrauch auch Fest der „Heiligen Drei Könige“ ist ein „zweites Weihnachtsfest.

Während an Weihnachten (25. Dezember) das Geheimnis der Geburt des Gottessohnes Jesus den Hirten – als Vertretern des jüdischen Volkes – durch Engel erschlossen wird,

kommen am Hochfest der Erscheinung des Herrn (6. Januar) mit den Sterndeuter aus dem Osten die Vertreter der Völker zu der Erkenntnis, dass in der Geburt Jesu der wahre Friedenskönig auf die Welt gekommen ist.

Das Evangelium von den Sterndeutern aus dem Osten, die den “neugeborenen König der Juden” in Jerusalem suchen und in Betlehem finden:

Mt 2,1-12

Wie aus den “Magoi” (aus dem Matthäusevangelium) die “heiligen Drei Könige” wurden:

  • Sie waren “Magoi” (Magier)

= Mitglieder einer persischen Priesterkaste, die dem persischen Gott des Lichtes (Mithras) dienten. Sie waren zugleich Astrologen und wirkten oft als Berater von Königen, Fürsten und reichen Leuten.

Magier = Menschen, die im Blick auf den nächtlichen Sternenhimmel sehnsüchtig nach der Erfüllung göttlicher Verheißung Ausschau hielten.

  • Sie waren “Sterndeuter” – so nennt sie das Matthäusevangelium

d.h. Menschen, die aus dem Erkennen der Sterne die richtigen Schlüsse ziehen können.

Sterndeuter = Menschen, die in der Sternstunde ihres Lebens aufbrechen auf einen weiten Weg, um das Verheißene zu finden, im Vertrauen auf die Zeichen, die Gott gibt.

  • Es waren “Drei“ – so bezeugen es alte Traditionen

Die Dreizahl leitet sich wohl von den drei Gaben Gold, Weihrauch und Myrrhe her

  • Es waren 3 Männer – so in alten Schriften = Menschen mit Manneskraft – Tapferkeit und Ausdauer
  • Sie werden “Könige” genannt – seit dem 6. Jahrhundert
  • Sie bekommen die Namen: Caspar, Melchior, Balthasar – seit dem 9. Jahrhundert
  • Den “Mohrenkönig” gibt es seit dem 12. Jahrhundert.

Sie gelten als Vertreter – der drei Rassen (Inder, Europäer, Afrikaner) – der drei Erdteile (Asien, Europa, Afrika) – der drei Lebensalter (Jugend, Mannesalter, Greis)

  • Die Reliquien der Heiligen Drei Könige wurden in Mailand verehrt und 1164 nach Köln überführt, wo sie in einem Goldschrein im Dom aufbewahrt werden.
  • Sie gelten als die Patrone der Reisenden.

Die Gasthausnamen Mohr, Stern, Krone erinnern daran.

 

 

Erscheinung des Herrn – Taufe des Herrn – Hochzeit zu Kana

Das Hochfest, das die Kirche jedes Jahr am 6. Januar feiert, hat offiziell die Bezeichnung: „Epiphania Domini“ = Erscheinung des Herrn.

Mit „Erscheinung“ ist hier gemeint, dass durch Jesus die Herrlichkeit Gottes in der Welt erschienen ist.
Im Festevangelium dieses Tages (Mt 2,1-12) wird berichtet, wie Magoi (= Sterndeuter) aus dem Osten (d.h. aus heidnischen Völkern) zu Christus, dem „König der Juden“ finden und in Ihm den verheißenen König des Friedens erkennen. – Im Volksmund ist dieses Fest bekannter unter der Bezeichnung: „Heilige Drei Könige“ / „Dreikönigstag“.

Der Kehrvers zum Benediktus und zum Magnifikat an diesem Festtag (6. Januar) im kirchlichen Stundengebet deutet neben der Erscheinung des Herrn vor den Vertretern der nicht jüdischen Völkern auch auf die Erscheinung des Herrn bei der Taufe und bei der Hochzeit zu Kana hin.

Benedictus-Antiphon am 6. Januar:

„Heute wurde die Kirche dem himmlischen Bräutigam vermählt:
Im Jordan wusch Christus sie rein von ihren Sünden.
Die Weisen eilen mit Geschenken zur königlichen Hochzeit.
Wasser wird in Wein gewandelt und erfreut die Gäste.
Halleluja.“

Magnificat-Antiphon am 6. Januar:

„Drei Wunder heiligen diesen Tag:
Heute führte der Stern die Weisen zum Kind in der Krippe.
Heute wurde Wasser zu Wein bei der Hochzeit.
Heute wurde Christus im Jordan getauft, uns zum Heil.
Halleluja.“

An all diese 3 Erscheinungsweisen der Herrlichkeit Gottes im menschgewordenen Sohn Gottes wurde lange Zeit in der Kirche an diesem einen Festtag gedacht.

Erst die Liturgiereform der katholischen Kirche im Jahr 1969 hat auf den Sonntag nach dem 6. Januar das Fest der Taufe des Herrn gelegt, mit dem nun der weihnachtliche Festkreis endet und die Zeit des Jahreskreises beginnt.

An die Hochzeit zu Kana wird seither alle drei Jahre am 2. Sonntag im Jahreskreis im Sonntagsevangelium (= Joh 2,1-12) erinnert.

Erscheinung der Göttlichkeit Jesu: a) in der Begegnung mit den Sterndeutern aus dem Morgenland; b) bei der Taufe Jesu im Jordan u. c) bei der Hochzeit in Kana - Grafik: (c) G. M. Ehlert, 13.01.2013

Erscheinung der Göttlichkeit Jesu: a) in der Begegnung mit den Sterndeutern aus dem Morgenland; b) bei der Taufe Jesu im Jordan u. c) bei der Hochzeit in Kana – Grafik: (c) G. M. Ehlert, 13.01.2013

Weihnachtliche Impulse von Bischof Lettmann
(gestorben am 16.04.2013 in Betlehem, dem Geburtsort Jesu)

Was bleibt?

In der zweiten Vesper am Fest der Erscheinung des Herrn heißt es in der Antiphon zum Magnifikat:
„Drei Wunder heiligen diesen Tag:
Heute führte der Stern die Weisen zum Kind in der Krippe.
Heute wurde Wasser zu Wein bei der Hochzeit.
Heute wurde Christus im Jordan getauft uns zum Heil. Halleluja.“

Drei Bilder lässt uns diese Antiphon schauen, die die Herrlichkeit Jesu Christi offenbaren.

Die Weisen haben den Stern des neugeborenen Königs der Juden aufgehen sehen und sind gekommen, ihm zu huldigen: „Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar(Mt 2,11).

Bei der Hochzeit zu Kana wurde das Wasser zu Wein verwandelt.
Im Johannesevangelium heißt es: „So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit, und sein Jünger glaubten an ihn“ (Joh 2,11).

Bei der Taufe Jesu „öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden haben“ (Mt 3,16-17).

Ein Hymnus im französischen „Magnificat“ nimmt Bezug auf diese dreifache Offenbarung der Herrlichkeit des Herrn. Doch er stellt fest: Der Stern, dem die Weisen gefolgt sind, ist erloschen. Die Stimme, die bei der Taufe Jesu erscholl, ist verstummt. Die sechs großen irdenen Krüge, die mit Wein gefüllt waren, sind leer.

Was bleibt?

Der Hymnus antwortet darauf:

Der Stern ist erloschen.
Doch der, auf den er hinweist, bleibt.
In seinem Sohn ist Gott bleibend in die Geschichte der Menschen eingetreten.

Die Stimme ist verstummt.
Doch Jesus, das Wort Gottes, bleibt.
Er ist unter uns in seinem Wort, im Wort des Evangeliums.

Die großen irdenen Krüge, die die Hochzeitsfreude aufkommen ließen, sind leer.
Doch Jesus bleibt bei uns im Sakrament,
im Wein, der in sein Blut verwandelt wird.
Im Wort und im Sakrament können wir dem Herrn begegnen.

Text: Bischof Reinhard Lettmann, 08.01.2006

 

* * *

Pfeil-oben zum Seitenanfang

Links:

–> zum Antwortpsalm: Psalm 72: Gebet des Königs David für seinen Sohn Salomo

–> zum Evangelium: Mt 2,1-12

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott: Erscheinung des Herrn

 

* * *

Pfeil-oben zum Seitenanfang

___________________________________

Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

.

Stand: 4. Januar 2019

 

 

Advent 2018


Advent 2018 – Lesejahr C

Vom vierfachen Advent Christi
Advent – ABC
Adventskalender 2018
Liturgische Texte zu den 4 Adventssonntagen
.      – 1. Advent – 2. Dez. 2018
.      – 2. Advent – 9. Dez. 2018
.      – 3. Advent – Gaudete – 16. Dez. 2018
.      – 4. Advent – 23. Dez. 2018
.      – Weihnachten – 25. Dez. 2018

Weitere Gedanken zum Advent

siehe: Jesajas Hoffnungsbilder
und „Jesaja – Hoffnungsbilder im Advent“ (Power-Point-Präsentation)

zu vier besonderen Heiligen im Advent:
Barbara, Nikolaus, Lucia, Maria
siehe: „Lichtgestalten im Advent“

zum Lied: „Macht hoch die Tür, die Tor‘ macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit“ – mit Bildern von Türen und Toren im Heiligen Land

______________

Vom vierfachen Advent Christi

„Advent = Ankunft“ eine Zeit hingebender und freudiger Erwartung.

Davon spricht der mittelalterliche Dichter Jacobus de Voragine in folgender Weise:

„Es sind vier Wochen des Advents,
die bezeichnen die vier Ankünfte unseres Herrn:

die erste, dass er zu uns gekommen ist in der Menschheit Christi,

die zweite, dass er mit Gnaden gekommen ist in der Menschen Herzen,

die dritte, dass er zu uns kommt im Tod,

die vierte, dass er wiederkommen wird zum Jüngsten Gericht.

Die letzte Woche des Advents wird selten geendet,
zu einem Zeichen, dass die Herrlichkeit kein Ende hat,
zu der die Heiligen am jüngsten Tag kommen werden.“

–> siehe auch: „Vierfacher Advent“

Advent bis Epiphanie – Zeichnung (c) G. M. Ehlert, Nov. 2018

Pfeil-obenzum Seitenanfang

___________________________________

Advents-ABC

Advent kommt von „advenire“ = Ankunft
= die Ankunft – das Erscheinen – eines Königs

Advent
heißt Ankommen:

Kann Gott bei mir und dir ankommen?
Werde ich am Ende meines Lebens bei Gott ankommen?

Advent
bedeutet auch: „adventure

= Abenteuer, dem Ankommenden den Weg zu bereiten.

Advent
und Adveniat gehören zusammen:

Gottes Ankunft und unsere Weihnachtsgabe

___________________________________

Dezember

1 Advent – Ankunft
2 Bereit werden, dem Herrn den Weg zu bereiten
3 Choräle singen
4 Die Nacht ist vorgedrungen…
5 Erwartungsvoll
6 Freude für Kinder: der Nikolaus kommt
7 Geschenke besorgen, Glühwein trinken
8 Herbergssuche
9 Immanuel = Gott ist mit uns
10 Johannes – der Wegbereiter Jesu
11 Kündet allen in der Not…
12 Licht, das die Nacht erhellt…
13 Macht hoch die Tür…
14 Nachtwache halten
15 O Heiland reiß die Himmel auf…
16 Plätzchen backen
17 Quellen brechen in der Wüste auf
18 Rorate-Messe
19 Stern über Betlehem, zeig uns den Weg…
20 Tauet Himmel den Gerechten…
21 unterwegs sein
22 Vorfreude
23 Wurzel Jesse
24 „X-mas-party“(?) – nein, lieber: Christmette feiern
25 Ziel: „Heute ist euch in der Stadt Davids
der Retter geboren; Christus, der Herr“

***

Advent 2013 (c) G. M. Ehlert

Advent:

Wachen,
warten,
Aufbruch wagen,
dem Wunder Gottes Raum geben –
und so vorbereitet:

Weihnachten feiern!

© G. M. Ehlert, 28.11.2009

____________________

Pfeil-oben zum Seitenanfang

___________________________________

Adventskalender 2018

1.12. Advent – Ankunft Charles de Foucauld Welt-Aids-Tag
2 Bereit sein, dem Herrn den Weg zu bereiten 1. Adventssonntag
Hl. Luzius (g)
Tag für die Abschaffung der Sklaverei
3 Choräle singen Hl. Franz Xaver (G) Internat. Tag der M. mit Behinderungen
4 Die Nacht ist vorgedrungen…  Hl. Barbara (g)
Adolph Kolping (g)
5 Erwartungsvoll Hl. Anno (g) Internat. Tag des Ehrenamtes
6 Freude für Kinder: der Nikolaus kommt Hl. Nikolaus (g)
7 Geschenke besorgen, Glühwein trinken Hl. Ambrosius (G) Tag der Internat. Zivilluftfahrt
8 Herbergssuche Mariä Empfängnis (H)
9 Immanuel = Gott ist mit uns 2. Adventssonntag
Juan Diego (g)
Welt-Anti-Korruptionstag
10 Johannes – der Wegbereiter Jesu Übertragung des Hauses in Nazaret nach Loreto Internat. Tag der Menschenrechte

Gedenktag für verstorbene Kinder

11 Kündet allen in der Not…   Damasus I. (g)
12 Licht, das die Nacht erhellt… U.L.F. von Guadalupe (g)
13 Macht hoch die Tür… Hl. Lucia (g)
14 Nachtwache halten Johannes vom Kreuz (G)
15 O Heiland reiß die Himmel auf…
16 Plätzchen backen 3. Adventssonntag (Gaudete)
Hl. Adelheid (g)
17 Quellen brechen in der Wüste auf O Weisheit
18 Rorate-Messe O Adonai Internat. Tag der Migranten
19 Stern über Betlehem, zeig uns den Weg… O Wurzel Jesse
20 Tauet Himmel den Gerechten… O Schlüssel Davids
21 unterwegs sein O Aufgang
22 Vorfreude O König der Völker
23 Wurzel Jesse 4. Adventssonntag
O Gott mit uns, Immanuel
24 X-mas-party“(?) – nein, lieber: Christmette feiern (O Virgo Virginis)
Adam u. Eva
25 Ziel: „Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren Christus, der HERR.“ WEIHNACHTEN (H)

Pfeil-oben zum Seitenanfang

___________________________________

Advent – Lesejahr C

1. Adventssonntag C

(= 2. Dezember 2018)

Eröffnungsvers (Ps 25,1-3)
„Zu dir, HERR, erhebe ich meine Seele.
Mein Gott, dir vertraue ich.
Lass mich nicht scheitern,
lass meine Feinde nicht triumphieren!
Denn niemand, der auf dich hofft, wird zuschanden.“

–> Zum Introitus: „Ad te levavi animam meam
–> zu Psalm 25: Das ABC der Bitten an Gott

Tagesgebet
Herr, unser Gott,
alles steht in deiner Macht;
du schenkst das Wollen und das Vollbringen.
Hilf uns, dass wir auf dem Weg der Gerechtigkeit
Christus entgegengehen
und uns durch Taten der Liebe
auf seine Ankunft vorbereiten,
damit wir den Platz zu seiner Rechten erhalten,
wenn er wiederkommt in Herrlichkeit.
Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in Ewigkeit.

1. Lesung: Jeremia (Jer 33,14-16):
Ich werde für David einen gerechten Spross aufsprießen lassen 

Antwortpsalm: Psalm 25,4-5.8-9.10 u. 14:

–> zu Psalm 25: Das ABC der Bitten an Gott

2. Lesung: 1 Thessalonicherbrief (1 Thess 3,12 – 4,2) 
„Der HERR möge euer Herz festigen, damit ihr ohne Tadel seid, wenn Jesus, unser Herr, kommt“

Ruf vor dem Evangelium (Ps 85,8)
Halleluja. Halleluja.
Erweise uns, HERR, deine Huld,
und gewähre uns dein Heil!
Halleluja.

Evangelium: Lukas (Lk 21,25-28.34-36)
Eure Erlösung ist nahe

Liturgische Texte – siehe auch Schott: Erster Adventssonntag C

Pfeil-oben zum Seitenanfang

___________________________________

2. Adventssonntag C

(= 9. Dezember 2018)

Eröffnungsvers (vgl. Jes 30,19.30)
„Der HERR wird kommen, um die Welt zu erlösen.
Volk Gottes, mach dich bereit.
Höre auf ihn, und dein Herz wird sich freuen.“

–> zum Introitus:
Populus Sion, ecce Dominus veniet ad salvandas gentes

Tagesgebet:
Allmächtiger und barmherziger Gott,
deine Weisheit allein zeigt uns den rechten Weg.
Lass nicht zu,
dass irdische Aufgaben und Sorgen uns hindern,
deinem Sohn entgegenzugehen.
Führe uns durch dein Wort und deine Gnade
zur Gemeinschaft mit ihm,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung: Baruch (Bar 5,1-9):
„Gott will deinen Glanz dem ganzen Erdkreis zeigen“

Antwortpsalm: Psalm 126,1-2b.2c-3.4-5.6
Großes hat der HERR an uns getan. – Da waren wir fröhlich

–> zu Psalm 126: Heimkehrer – mit Tränen säen – mit Jubel ernten

2. Lesung: Philipperbrief (Phil 1,4-6.8-11)
Seid rein und ohne Tadel für den Tag Christi 

Ruf vor dem Evangelium (Ps 85,8)
Halleluja. Halleluja.
Bereitet dem HERRN den Weg!
Ebnet ihm die Straßen!
Und alle Menschen werden das Heil sehen, das von Gott kommt.
Halleluja.

Evangelium: Lukas (Lk 3,1-6)
„Alle Menschen werden das Heil sehen, das von Gott kommt“

–> siehe Studienübersetzung: Lk 3,1-6

Liturgische Texte – siehe auch Schott: Zweiter Adventssonntag C

Pfeil-oben zum Seitenanfang

___________________________________

3. Adventssonntag C (Gaudete)

(= 16. Dezember 2018)

Eröffnungsvers (Phil 4,4-5)
„Freut euch im HERRN zu jeder Zeit!
Noch einmal sage ich: Freut euch!
Denn der HERR ist nahe.“

–> zum Introitus: „Gaudete in Domino semper!“

Tagesgebet: 
Allmächtiger Gott,
sieh gütig auf dein Volk,
das mit gläubigem Verlangen
das Fest der Geburt Christi erwartet.
Mache unser Herz bereit
für das Geschenk der Erlösung,
damit Weihnachten für uns alle
ein Tag der Freude und der Zuversicht werde.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

1. Lesung: Zefanja (Zef 3,14-17):
„Dein Gott jubelt über dich und frohlockt“

Antwortpsalm: Jes 12,2.3 u. 4bcd.5-6
Freut euch und jubelt; in eurer Mitte ist der HERR

2. Lesung: Philipperbrief (Phil 4,4-7)
Der HERR ist nahe

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Jes 61,1)
Halleluja. Halleluja.
Der Geist des HERRN ruht auf mir.
Der HERR hat mich gesandt,
den Armen die Frohe Botschaft zu bringen.
Halleluja.

Evangelium: Lukas (Lk 3,10-18)
„Was sollen wir also tun?“

Liturgische Texte – siehe auch Schott: Dritter Adventssonntag C

Gedanken zum 3. Advent C – GAUDETE!

„Würdige Früchte des Mitdenkens!“

„Laut dein Lob wir heben an, Sankt Johannes, großer Mann!
Christi Verkünder, Mahner der Sünder,
heiliger Täufer, bitte für uns!“
(GL 870 Anhang Bistum Münster)

1. Umkehrbotschaft des Johannes
Er verkündete eine „Taufe des Mitdenkens zur Vergebung der Sünden“ – und rief dazu auf, „würdige Früchte des Mitdenkens“ hervorzubringen.

2. Was sollen wir daher tun?
Antwort: Mitmenschlichkeit und Gerechtigkeit ausüben.
Jeder – so wie es ihm möglich ist.

3. Vergleich Johannes und Christus:
„Ja, ich tauche hinein euch ins Wasser“ (= Reinigung, Umdenken)
ER – der Stärkere – der kommen wird
(in Bezug auf ihn ich nicht geeignet/ tauglich/ genügend 
ihm die Riemen seiner Sandalen zu lösen)
Ja, er wird hineintauchen euch
in den Geist – den heiligen (= den Geist der Kindschaft Gottes)
– und in Feuer (= Feuer der Liebe Gottes)

4. Christus – mit dem Worfschaufel in der Hand
Er hält die Schaufel in seiner Hand,
um die Tenne zu reinigen;
(siehe 2 Sam 24,16ff Tenne des Arauna – Ort für Altar des Tempels; Jesus erfüllt diese Ankündigung bei seiner Tempelreinigung)
um das Getreide/ Weizen in der „Apotheke“ (= Aufbewahrungsort/ Speicher/ Scheune) zu versammeln (= Synagoge)
und die Spreu zu verbrennen.

„Drohbotschaft“ – gegen „Frohbotschaft“?
nicht: hier die Guten (= der Weizen) – dort die Bösen (= der Spreu);
sondern: hinein zur Vollendung das Gute – verbrannt wird das Untaugliche eines jeden Menschen.

Die Botschaft des Johannes des Täufers falsch verstanden,
kann zu Fanatismus u. Rigorismus führen;
richtig verstanden ist sie eine frohmachende Botschaft zum Heil.

5. Die Heilsbotschaft des Johannes
„Mit diesen und vielen anderen Worten ermahnte er das Volk und verkündete die frohe Botschaft.“ (Lk 3,14)

Vielfach nun – auch anderes – heranrufend
verkündete er das Evangelium an das Volk.
(jedem so, wie es gut für ihn ist):

die Mutlosen ermutigte er
die Traurigen tröstete er
die Verstockten ermahnte er
die Verzagten ermunterte er
den Zornigen redete er gütlich zu
Niedergedrückte richtete er auf
Ausgestoßene lud er ein
statt zu fordern bat er (um Verständnis)

auf vielfältige Weise also evangelisierte er das Volk.
verkündete so die gute, frohmachende
und heilsame Botschaft.

Pfeil-oben zum Seitenanfang

___________________________________

4. Adventssonntag C

(= 23. Dezember 2018)

Eröffnungsvers (vgl. Jes 45,8)
„Tauet, ihr Himmel, von oben!
Ihr Wolken, regnet herab den Gerechten!
Tu dich auf, o Erde, und sprosse den Heiland hervor!“

–> zum Introitus: Rorate caeli desuper, et nubes pluant iustum: aperiatur terra, et germinet Salvatorem.

Tagesgebet:
Allmächtiger Gott,
gieße deine Gnade in unsere Herzen ein.
Durch die Botschaft des Engels
haben wir die Menschwerdung Christi,
deines Sohnes, erkannt.
Führe uns durch sein Leiden und Kreuz
zur Herrlichkeit der Auferstehung.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus, unseren Herrn…

1. Lesung: Micha (Mi 5,1-4a):
„Aus dir wird der hervorgehen, der über Israel herrschen soll“

Antwortpsalm: Psalm 80,2ac u. 3bc.15-16.18-19
Richte uns wieder auf, o Gott! –
Lass dein Angesicht leuchten, und wir sind gerettet

–> zu Psalm 80: Bitte für Israel – den Weinstock Gottes

2. Lesung: Hebräerbrief (Hebr 10,5-10)
„Ja, ich komme, um deinen Willen, Gott, zu tun“

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Lk 1,38)
Halleluja. Halleluja.
Maria sagte:
Siehe, ich bin die Magd des HERRN;
mir geschehe nach deinem Wort.
Halleluja.

Evangelium: Lukas 1,39-4526-38
„Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“

Liturgische Texte – siehe auch Schott: Vierter Adventssonntag C

Pfeil-oben zum Seitenanfang
___________________________________

Weihnachten

(= 25. Dezember 2018)

„verherrlicht ist Gott in der Höhe
und Frieden den Menschen seiner Gnade“

advent-2016-f5a

 Bald folgen weitere Texte zum Weihnachtsfest
–> siehe auch Weihnachten 2017:
a) Geburt Christi u. b) Weihnachtszeit

Pfeil-oben zum Seitenanfang
___________________________________

Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Stand: 26. Nov. 2018