Schlagwort-Archive: Mose

3. Fastensonntag C

3. Fastensonntag (= „Oculi“) –
Jahreskreis C

Sonntag, 24. März 2019

Liturgische Texte zum 3. Fastensonntag im Jahreskreis (C)

Eröffnungsvers:

Oculi mei semper ad Dominum,
quia ipse evellet de laqueo pedes meos.
Respice in me et miserere mei, quoniam unicus et pauper sum ego.

Meine Augen schauen stets auf den Herrn;
denn er befreit meine Füße aus dem Netz.
Wende dich zu mir und sei mir gnädig, denn ich bin einsam und gebeugt.
(Ps 25,15f)
3-Oculi-a

Tagesgebet
Gott, unser Vater,
du bist der Quell des Erbarmens und der Güte,
wir stehen als Sünder vor dir,
und unser Gewissen klagt uns an.
Sieh auf unsere Not und lass uns Vergebung finden
durch Fasten, Gebet und Werke der Liebe.
Darum bitten wir durch Jesus Christus…

1. Lesung: aus dem Buch Exodus (Ex 3,2-8a.13-15):
Berufung des Mose am brennenden Dornbusch –
die Offenbarung des Namens Gottes „ICH-BIN-DA“

Antwortpsalm: Ps 103,1-2.3-4.6-7.8 u. 11
„Gnädig und barmherzig ist der HERR,
voll Langmut und reich an Güte“

2. Lesung: aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth (1 Kor 10,1-6.10-12):
Das Leben des Volkes mit Mose in der Wüste wurde uns zur Warnung aufgeschrieben

Ruf vor dem Evangelium (Mt 4,17)
Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir!
(So spricht der Herr:)
Kehrt um!
Denn das Himmelreich ist nahe.
Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir!

Evangelium nach Lukas (Lk 13,1-9):
Ihr werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt

* * *

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EvangelientextLk 13,1-9 (Studienübersetzung)

13,1 Es waren aber herbeigekommen einige
zu derselben rechten Zeit
(Kairos),
verkündend ihm über die Galiläer, deren Blut Pilatus vermischte
mit dem ihrer Opfer
(tiere).*

Ein aktuelles Ereignis ist Ausgangspunkt:
Der römische Statthalter Pontius Pilatus
hat Leute aus Galiläa beim Opfern im

Tempel umbringen lassen.
Während sie Opfertiere schlachteten, wurden sie getötet. 
(Wird Jesus einstimmen in die Klage
über die Gewalt der römischen Besatzungsmacht…
oder war diese Entheiligung des heiligen Tempelbezirks
gar eine Strafe Gottes für die Sünden dieser Galiläer?)

2 Und antwortend sprach er zu ihnen:
Meint ihr, dass die Galiläer – neben all den
(anderen) Galiläern –
Sünder geworden waren, da sie dies erlitten haben?

3 Nein, ich sage euch vielmehr:
wenn ihr nicht mitdenkt
(= umkehrt),
werdet ihr alle gleicherweise zu Grunde gehen.

4 Oder jene, die achtzehn,
auf die der Turm bei dem Schiloch
(teich) fiel
und sie umbrachte,

meint ihr, dass sie Schuldige geworden waren
neben all den
(anderen) Menschen, die in Jerusalem wohnen?

5 Nein, ich sage euch vielmehr:
wenn ihr nicht mitdenkt
(= umkehrt),
werdet ihr alle gleicherweise zu Grunde gehen.

6 Er sagte aber die (folgende) Parabel/ Gleichnis/ Sinnbild:

Einen Feigenbaum hatte irgendeiner
der gepflanzt worden war in dem Weinberg
/ -garten von ihm –
und er ist gekommen
suchend Frucht an ihm
und nicht
(s) fand er.

7 Er sprach aber zu dem Weinbergwirker (= Winzer)
Siehe! drei Jahre seit dem ich komme
suchend Frucht an dem Feigenbaum – diesem (da)
und nicht
(s) finde ich;

hau heraus also diesen!
wozu auch soll er die Erde aussaugen?

8 Der aber antwortend sagt zu ihm:
Herr,
lasse
/ erlasse/ gestatte/ verlasse ihn (auch) dieses (folgende) Jahr,
solange während/ bis  ich umgraben möge um ihn herum
und werfe Mist
(als Dünger),

9 und wohl/ vielleicht aber tut/ macht er Frucht
in dem zukünftigen
wenn aber nicht, dann wirst
/ magst du heraushauen ihn. 

* * *

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Bild zur Meditation:

„In den Dornen der Not – das Feuer der Liebe Gottes“

Dornbusch-ex3a

Mose vor brennendem Dornbusch – 17.03.2019, (c) G. M. Ehlert

Wer es mit dem lebendigen Gott zu tun bekommt,
der steht in einer Feuerzone…

wie Mose,
der in der Wüste am Gottesberg
einen brennenden Dornbusch sieht
und aus der Feuerflamme
den Anruf Gottes hört.

Aus den Dornen der Not…
– spricht der Gott des Lebens:

יהוה

=  J H W H  = ICH BIN DA – bei euch.

I.CH bin da = Jesus Christus, die menschgewordene Liebe Gottes…

* * *

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Impulse

„Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde,
heute wird getan oder auch vertan,
worauf es ankommt, wenn ER kommt!“

Lukasevangelium: 12,54 – 13,9 erzählt
von der Gnadenfrist, die uns geschenkt wird,
um das zu tun, worauf es ankommt.

Gnaden-Frist

Irgendein Weinbergbesitzer
schaut auf die Effizienz – auf den bestmöglichen Ertrag seines Weinberges.
Für ihn ist ein fruchtloser Feigenbaum darin nutzlos – ja schädlich.
Hau ihn heraus! – sein Auftrag an den Weinbergarbeiter.

Dieser Weinbergarbeiter jedoch
schaut auf den Feigenbaum, den er trotzdem mag.
Für ihn ist dieser Feigenbaum inmitten des Weinbergs nützlich,
weil er in seinem Schatten gut ausruhen kann…

Er setzt sich für den fruchtlosen Feigenbaum ein
und erwirkt vom Weinbergbesitzer eine Gnaden-frist.
Diese Zeit will er nutzen, für den Feigenbaum bestmögliche Bedingungen zu schaffen,
endlich Frucht hervorzubringen.

Doch uns zur Warnung wird gesagt:
Es gibt dennoch – bei aller Gnaden-frist – ein „zu spät“.
Darum ergreife die Chance, die deine Lebenszeit dir bietet,
kehre um! und bringe in deinem Leben Frucht hervor.

G. M. Ehlert zu Lk 12,6-9

* * *

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Links:

–> zur 1. Lesung: –> zum Gottesnamen JHWH

–> zum Antwortpsalm: Psalm 103: „Hohelied der Barmherzigkeit Gottes“ 

–> 2. Lesung: –

–> zum Evangelium: Lk 12,54 – 13,9: Gnadenfrist

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott: 3. Fastensonntag i.J. C

Gedenktage:

– 25. März: Verkündigung des Herrn = Hochfest
– 26. März: Liudger = 1. Bischof von Münster

* * *

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In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“ –
Die Namen der Sonntage der Fastenzeit / Passionszeit:
1. Fastensonntag: Invocabit
2. Fastensonntag: Reminiscere
3. Fastensonntag: Oculi
4. Fastensonntag: Laetare
5. Fastensonntag: Iudica
Palmsonntag: Palmarum
Ostern: Resurrexi

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Stand: 18. März 2019

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2. Fastensonntag C

2. Fastensonntag (= „Reminiscere“) –
Jahreskreis C

Sonntag, 17. März 2019

Liturgische Texte zum 2. Fastensonntag im Jahreskreis (C)

Eröffnungsvers:

Reminiscere miserationum tuarum, Domine, et misericordiae tuae, quae a saeculo sunt: ne umquam dominentur nobis inimici nostri: libera nos Deus Israel ex omnibus angustiis nostris.

Denk an dein Erbarmen, Herr, und an die Taten deiner Huld; denn sie bestehen seit Ewigkeit. Lass unsere Feinde nicht triumphieren! Befreie uns, Gott Israels, aus all unseren Nöten.
(Ps 25,6.2.22)

2-Reminiscere

Tagesgebet
Gott, du hast uns geboten,
auf deinen geliebten Sohn zu hören.
Nähre uns mit deinem Wort
und reinige die Augen unseres Geistes,
damit wir fähig werden,
deine Herrlichkeit zu erkennen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus…

1. Lesung: aus dem Buch Genesis (Gen 15,5-12.17-18)
Abraham glaubte dem HERRN – der HERR schloss mit ihm einen Bund

Antwortpsalm: Ps 27, 1.7-8.9.13-14
„Der HERR ist mein Licht und mein Heil“

2. Lesung: aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Philippi (Phil 3,17 – 4,1)
Christus wird uns verwandeln in die Gestalt seines verherrlichten Leibes 

Ruf vor dem Evangelium (Mt 4,4b) 
Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir!
Aus der leuchtenden Wolke rief die Stimme des Vaters:
Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören.
Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir!

Evangelium nach Lukas (Lk 9,28b-36)
Während Jesus betete, veränderte sich das Aussehen seines Gewandes

* * *

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EvangelientextLk 9,28b-36 (Studienübersetzung)

28 Es geschah aber nach diesen Worten ungefähr acht Tage
und beiseite nehmend (den) Petrus und (den) Johannes und (den) Jakobus
er stieg hinauf auf den Berg, um zu beten.

29 Und es geschah in dem beten/ während er betet
das Aussehen des Gesichtes von ihm – verändert
und das Gewand von ihm leuchtend/ weiß strahlend.

30 Und siehe –
zwei Männer sprachen miteinander mit ihm
der eine, der war Mose und (der andere) Elia,

31 die waren sehend gemacht worden in Herrlichkeit/ Glanz
sie sagten den Hinausweg/ Exodus/ Ausgang/ Auszug von ihm
der im Begriff sei/ der sich sollte erfüllen/ vollständig werden in Jerusalem.

32 Der aber Petrus und die mit ihm
sie waren beschwert/ bedrückt/ belästigt worden vom Schlaf;
vollends wach werdend aber sahen sie die Herrlichkeit/ den Glanz von ihm
und die zwei Männer, die zusammenstehen (mit/ bei) ihm.

33 Und es geschah
in dem sich trennen ihrer von ihm
sprach der Petrus zu dem Jesus:
Vorsteher/ Meister/ Lehrer – ideal/ gut/ schön ist es uns, hier zu sein
und wir mögen/ können machen Geräte des Schattens/ Zelte/ Hütten – drei –
eine für dich und eine für Mose und eine für Elia
nicht (ein-)sehend was er sagte.

34 Dieses aber er sagend/ während er dieses zu ihm sagte
geschah/ wurde (eine lichte) Wolke
und überschattete diese
sie erschraken/ fürchteten sich/ bekamen Ehrfurcht in dem hineingeraten von ihnen in die (lichte) Wolke.

35 Und eine Stimme geschah aus der (lichten) Wolke sprechend:
„Dieser – er ist – der Sohn (von) mir – der auserwählte (für mich) –
(auf) diesen höret!“

36 Und in dem Geschehen der Stimme
es wird befunden Jesus allein
und diese schwiegen/ verschwiegen
und nicht einem abkündigten/ verkündigten sie in jenen der Tage
nicht eines, was sie gesehen hatten.

* * *

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Bild zur Meditation:

„Verklärung Christi“

Verklärung Christi – (c) G. M. Ehlert, 2008

Blau

Blau des weiten Himmels
Blau des tiefen Meeres 

Aus der Nähe betrachtet
sieht man nicht
das Blau der Luft des Himmels
das Blau des Wassers des Meeres 

Nur ein Blick in die Weite und Tiefe
entdeckt das Blau der Sehnsucht
das Blau des unfassbaren Geheimnisses 

Blau

Blau der Treue des himmlischen Vaters
Blau des tiefen Glaubens 

Mitten darin
Klarheit
Licht der Herrlichkeit
Gottes
Licht der Klärung:

„In Deinem Licht schauen wir das Licht…“
„Jesus Christus – Gottes geliebter Sohn – auf IHN gilt es zu hören!“ 

Alles klar?!
dann geht es hinab
kraft des Glaubens
die Treue Gottes den Menschen zu zeigen.

(G. M. Ehlert)

vgl. auch die Bildmeditation zu Mt 17,1-9

* * *

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Impulse

Aufstieg:

Heraus aus der Ebene des Alltags
Hinauf auf einen hohen Berg
– Überblick gewinnen
– Durchblick bekommen
– Ausblick erhalten.

Gipfelerfahrung:

Jesus sprach von Kreuz und Kreuzesnachfolge
Er nimmt drei Vertraute mit hinauf auf einen hohen Berg:
– Ort der Gottesbegegnung – wie bei Mose und Elija
– Ort der Gottesoffenbarung – in Jesus leuchtet Gottes Herrlichkeit auf
– Ort der Gottesmitteilung: „Dieser ist mein geliebter Sohn; auf IHN sollt ihr hören“

Abstieg: 

Wieder herein in die Ebene des Alltags –
hinab mit der Erfahrung von „Lichtsekunden“ für dunkle Stunden
– im Rückblick auf die Nähe Gottes – erneuter Hinblick auf die Menschen
– mit dem Einblick in verheißene Herrlichkeit – erneuter Anblick der Realität
– aus dem gestärkten Glauben mit erneuter Liebeskraft der verheißenen Hoffnung entgegen.

* * *

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Links:

–> zur 1. Lesung: zu Abraham

–> zum Antwortpsalm: Psalm 27: Geborgenheit in Gott

–> 2. Lesung: –

–> Evangelium: Lk 9,28-36
siehe auch: Verklärung (Markus 9,2-10) und „Ver-klärung“ (Mt 17,1-9)

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott: 2. Fastensonntag i.J. C

Gedenktage:

– 17. März: Patrick = g
– 19. März: Josef = H

* * *

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Stand: 11. März 2019

In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“ –
Die Namen der Sonntage der Fastenzeit / Passionszeit:
1. Fastensonntag: Invocabit
2. Fastensonntag: Reminiscere
3. Fastensonntag: Oculi
4. Fastensonntag: Laetare
5. Fastensonntag: Iudica
Palmsonntag: Palmarum
Ostern: Resurrexi

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

 

Jahreslosung 2019

Die Jahreslosung für das Jahr 2019 lautet:

„Suche FRIEDEN
und jage ihm nach!“

(Psalm 34,15)

Friede-auf-Erden-1

„Suche Frieden und jage ihm nach“ (Psalm 35,14) = Jahreslosung 2019, (c) G. M. Ehlert

Die Leitworte werden von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen (ÖAB) ausgewählt.

„Suche FRIEDEN und jage ihm nach!“ (Psalm 34,15)

„Heißzeit“ – so heißt das Wort des Jahres 2018; es erinnert uns an die Dürre und Hitze im vergangenen Sommer und ruft uns – angesichts des Klimawandels – zum Frieden mit der Schöpfung Gottes und all seinen Geschöpfen auf.

Suche FRIEDEN – mit der Schöpfung Gottes
– ER hält sie in Seinen Händen;
– erhalt‘ sie aus Seinen Händen;
– gestalte sie mit Deinen Händen!

Suche FRIEDEN – mit deinem Nächsten,
denn er ist – wie Du – ein von Gott Geretteter:

– Gott rettete einst Noach in dem „Kasten“ (= Arche)
            vor den vernichtenden Wasserfluten
            und stellte den Regenbogen als Zeichen des Bundes auf…

– ER rettete den Mose in dem „Kasten“ (= Binsenkörbchen),
            als Pharaos Tochter ihn aus dem Nilwasser herauszog,
            ihn, der mit Deinem Volk durch das Wasser des Meeres
            in die Freiheit zog…
so reicht Euch einander die Hand zur Rettung und Versöhnung!

Suche FRIEDEN – mit Dir selbst und mit Deinem Gott
Gott will alle retten – mit der neuen Arche – dem „Schifflein Petri“ – der Kirche.

Wie eine Nussschale schaukelt sie hin und her;
doch ER hat versprochen: sie wird im Meer der Zeit nicht untergeh’n.
Frohe Botschaft  – wir dürfen auf Rettung für alle hoffen,

denn:

„Es kommt ein Schiff, geladen
bist an sein höchsten Bord,
trägt Gottes Sohn voll Gnaden,
des Vaters ewig’s Wort.“

Bild und Gedanken zur Jahreslosung 2019: © G. M. Ehlert

siehe auch:
„Psalm 34“  
Friedensgebet

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

aufgerichtet

zum Vierten Sonntag der Fastenzeit im Lesejahr B (Laetare):
18. März 2012
Evangelium: Joh 3,14-21 Gespräch Jesu mit Nikodemus

Wenn jemand nicht von neuem geboren wird,
                                        
kann er das Reich Gottes nicht sehen. 

Wenn jemand nicht durch die Geburt den Mutterschoß verlässt,
                                   und seine Augen öffnet
                                   und das Licht der Welt erblickt
                                               kann er nicht das Gesicht seiner Mutter sehen. 

Wenn jemand nicht von neuem geboren wird – durch den Geist Gottes,
                                   und mit den Augen des Glaubens
                                   das Licht der Liebe Gottes erblickt,
                                               kann er das Reich Gottes nicht sehen.

zu Joh 3,1-21: (c) G. M. Ehlert

„Wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat“,
          damit jeder, der zu ihr aufschaut, am Leben bleibt,
„so muss der Menschensohn (am Kreuz) erhöht werden,
damit jeder, der an ihn glaubt,
in ihm das ewige Leben hat.“ (Joh 3,14)

In diesem Evangelienabschnitt findet sich eine Zusammenfassung des gesamten Evangeliums Jesu Christi:

„Gott hat die Welt so sehr geliebt,
dass er seinen einzigen Sohn hingab,
damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht,
sondern das ewige Leben hat.“
(Joh 3,16)

Joh 3,1-21 (Übersetzung: G. M. Ehlert)
https://gmehlert.files.wordpress.com/2010/09/joh-3-1-21.pdf

Bild u. Text zu Johannes 3,1-21:
https://gmehlert.files.wordpress.com/2010/09/nikodemus-bei-jesus.pdf

„Wenn ich am Kreuz erhöht bin…“ (Gedanken)
https://gmehlert.wordpress.com/feste/kreuzerhohung/

Ver-klärung

2. Sonntag der Fastenzeit im Lesejahr B (4. März 2012)
Evangelium: Markus 9,2-10:
2 Und nach sechs Tagen
nahm mit sich der Jesus
den Petrus
und den Jakobus
und den Johannes
und führte sie hinauf –
sie allein
auf einen hohen Berg
für sich allein
Und er wurde umgestaltet (=Metamorphose) vor ihnen

3 Und das Gewand von ihm
wurde (geboren) glänzend weiß –
sehr beschaffen wie der Walker auf der Erde nicht vermag
derart weiß zu machen

4 Und es wurden sichtbar vor ihnen
Elia mit Moses
und sie waren sich unterredend mit Jesus

5 Und antwortend gemacht der Petrus
sagt er dem Jesus
„Rabbi, gut/schön ist es für uns hier zu sein
und wir sollten machen drei (Bundes-)Zelte/(Stifts-)hütten
Dir eine und Moses eine und Elia eine.

6 Nicht nämlich wusste er, was er antwortete,
sehr erschreckt nämlich waren sie geworden.

7 Und es wurde eine Wolke
überschattend dieses
und es wurde eine Stimme aus der Wolke:
„Dieser ist der Sohn – mein, der Geliebte, höret auf ihn!

8 Und plötzlich – sich umblickend
nicht mehr erblickten sie jemanden mehr bei sich
außer den Jesus allein.

9 Und herabsteigend diese von dem Berg
schärfte er ihnen ein,
nicht irgend einem zu erzählen, was sie gesehen hatten,
bis der ‚Sohn des Menschen‘ von den Toten auferstehe.

10 Und dieses Wort bemächtigte sich ihrer
sich besprechend, was das ist
‚Von den Toten auferstehen‘.

Verklärung Christi – (c) G. M. Ehlert, 2008

Blau

Blau des weiten Himmels
Blau des tiefen Meeres 

Aus der Nähe betrachtet
sieht man nicht
das Blau der Luft des Himmels
das Blau des Wassers des Meeres 

Nur ein Blick in die Weite und Tiefe
entdeckt das Blau der Sehnsucht
das Blau des unfassbaren Geheimnisses 

Blau

Blau der Treue des himmlischen Vaters
Blau des tiefen Glaubens 

Mitten darin
Klarheit
Licht der Herrlichkeit
Gottes
Licht der Klärung:

„In Deinem Licht schauen wir das Licht…“
„Jesus Christus – Gottes geliebter Sohn – auf IHN gilt es zu hören!“ 

Alles klar?!
dann geht es hinab
kraft des Glaubens
die Treue Gottes den Menschen zu zeigen.

(G. M. Ehlert)

vgl. auch die Bildmeditation zu Mt 17,1-9

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

2. Fastensonntag

Evangelium am 2. Fastensonntag im Lesejahr A = Matthäusevangelium 17,1-9

Die Verklärung Jesu: Mt 17,1-9

1 Sechs Tage danach

((= nach dem Messiasbekenntnis des Petrus
u. der 1. Leidensankündigung Jesu))

nahm Jesus
Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite

((diese drei Apostel werden auch bei der Ölbergangst Jesu dabei sein))

und führte sie auf einen hohen Berg.

2 Und er wurde vor ihren Augen verwandelt;
sein Gesicht leuchtete wie die Sonne
und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht.

3 Da erschienen plötzlich vor ihren Augen Mose und Elija
und redeten mit Jesus.

4 Und Petrus sagte zu ihm: Herr, es ist gut, dass wir hier sind.
Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen,
eine für dich, eine für Mose und eine für Elija.

5 Noch während er redete,
warf eine leuchtende Wolke ihren Schatten auf sie
und aus der Wolke rief eine Stimme:
          Das ist mein geliebter Sohn,
          an dem ich Gefallen gefunden habe;
          auf ihn sollt ihr hören.

6 Als die Jünger das hörten, bekamen sie große Angst
und warfen sich mit dem Gesicht zu Boden.

7 Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte:
Steht auf, habt keine Angst!

8 Und als sie aufblickten, sahen sie nur noch Jesus.

9 Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus:
Erzählt niemand von dem, was ihr gesehen habt,
bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist.

Zeugen der Verklärung u. der Ölbergangst Jesu - (c) G. M. Ehlert

Meditation:

Aufstieg:

Heraus aus der Ebene des Alltags
Hinauf auf einen hohen Berg
– Überblick gewinnen
– Durchblick bekommen
– Ausblick erhalten.

Gipfelerfahrung:

Jesus sprach von Kreuz und Kreuzesnachfolge
Er nimmt drei Vertraute mit hinauf auf einen hohen Berg:
– Ort der Gottesbegegnung – wie bei Mose und Elija
– Ort der Gottesoffenbarung – in Jesus leuchtet Gottes Herrlichkeit auf
– Ort der Gottesmitteilung: „Dieser ist mein geliebter Sohn; auf IHN sollt ihr hören“

Abstieg: 

Wieder herein in die Ebene des Alltags –
hinab mit der Erfahrung von „Lichtsekunden“ für dunkle Stunden
– im Rückblick auf die Nähe Gottes – erneuter Hinblick auf die Menschen
– mit dem Einblick in verheißene Herrlichkeit – erneuter Anblick der Realität
– aus dem gestärkten Glauben mit erneuter Liebeskraft der verheißenen Hoffnung entgegen.

Fastenzeit

 

Fastenzeit – Österliche Bußzeit – Passionszeit 2010

(Gedanken zu Matthäus 6,1-18
= Evangelium am Aschermittwoch als eine „Zielvorgabe“
für die Gestaltung der Heiligen 40 Tage)

Drei geistliche Übungen, die in vielen Religionen eingeübt werden.

Was können diese – heute für viele verstaubten – Worte für uns heute bedeuten?


  • Fasten – selbstdiszipliniert leben

Wer seinem Körper wirklich etwas Gutes tun will, der soll fasten,

d.h. bewusster Umgang mit all dem, was wir in uns aufnehmen
an: Nahrung, Getränken, Geräuschen; Lärm, Gerede… –

Angesagt ist hier: Verzicht auf Überflüssiges.

Dabei geht es darum, das wieder in Ordnung zu bringen,
was im Verhältnis zu uns selbst in Unordnung geraten ist.

Wenn wir falsche Abhängigkeiten an Irdisches aufgeben,
werden wir wahrhaft frei.

Fasten = Selbstdisziplin, die zur inneren Freiheit
führt. 


  • Beten – spirituell leben

Wer seinem Geist wirklich etwas Gutes tun will, der soll beten,

d.h. sein Leben, mit all dem, was einen innerlich bewegt,
in Verbindung zu Gott neu sehen lernen, all das Gute und Schöne, aber
auch Leid, Schuld und Tod…

Angesagt ist hier: Verzicht auf Zerstreuung und Ablenkung.

Dabei geht es darum, das wieder in Ordnung zu bringen,
was im Verhältnis zu Gott in Unordnung geraten ist.

Wenn wir den verführerischen Götzen unserer
Zeit eine klare Absage erteilen, dann können wir mehr und mehr aus
einem tiefen Gottvertrauen leben.

Beten = Spiritualität, ein Leben in der Kraft des Geistes Gottes. 


  • Almosen geben – solidarisch leben

Wer seinem Herzen wirklich etwas Gutes tun will, der soll „Almosen geben“,

d.h. der soll es lernen, in guter, versöhnter Beziehung
zu den Menschen zu leben, und bereit sein, die Lebensgüter mit anderen
zu teilen. „Geben ist seliger als nehmen!“

Angesagt ist hier: Verzicht auf Neid, Habgier und Geiz.

Dabei geht es darum, das wieder in Ordnung zu bringen,
was im Verhältnis zu Mitmenschen in Unordnung geraten ist.

Wenn wir „egoistisches Verhalten“ überwinden durch
die Haltung des „Mitgefühls“, dann werden wir mehr und mehr aus den
Beziehungen zu dem Menschen Kraft schöpfen können.

Almosen geben = Solidarität mit den Menschen,
durch das ein friedvolles Zusammenleben möglich wird.


Für Menschen, die nach einem tragfähigen Sinn
für ihr Leben suchen, sei folgendes gesagt:

„Ich suchte mich selbst – und ich fand mich nicht.
Ich suchte meinen Gott – und ich fand ihn nicht.
Ich suchte meinen Nächsten – und ich fand sie alle drei!“


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(c) Georg Michael Ehlert

Fastenzeit – Österliche Bußzeit
– Passionszeit
Fisch/Kreuz - Christus-Zeichen

Vierzig Tage

Vierzig Jahre zog das Volk Israel durch die Wüste.
Vierzig Tage fastete und betete Jesus in der Einsamkeit.
Vierzig Tage liegen jetzt vor uns.

Nach dem Wüstenzug kamen die Israeliten in das Gelobte Land.
Nach den vierzig Tagen in der Wüste begann Jesus sein öffentliches Wirken.

Wie werden wir sein nach diesen vierzig Tagen?
Wo werden wir sein?

Vierzig Tage können wir uns neu besinnen, auf das, was das Leben ausmacht, was christliches Leben ausmacht.

Sie sind eine Chance, diese vierzig Tage, in denen wir uns neu auf uns besinnen können.

Jede und jeder von uns ist berufen, jede und jeder hat seine Berufung, sein Charisma, sein Talent.

Doch all das, was wir haben, haben wir, damit wir den Anderen nützen.
Dem Nächsten.
Der Fernsten.
Dem Mühseligen.
Der Beladenen.
Dem Kranken.
Der Verfolgten.
Dem Einsamen.
Der …

Damit wir dem Leben nützen.

Denn vierzig Tage gehen wir auf Ostern zu, auf den Tag, an dem der Tod besiegt wurde und neues Leben für uns möglich wurde.

Vierzig Tage – diese vierzig Tage – liegen vor uns.

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Für jeden Tag der 1. Fastenwoche
ein Gedanke zum Thema: „Fasten“

1. Fastenwoche: Ein Gedanke
für den Tag:
1. Fastensonntag,
4. März
„Fasten
ist ein Weg, der uns in eine neue Solidarität mit den Armen und Leidenden
führt.“ 

(Anselm Grün, Benediktinerpater)
Montag, 5.
März
„Durch
Fasten, Enthaltsamkeit und Ruhe werden viele Krankheiten geheilt.“

(Hippokrates, griechischer Arzt 460-377 v.Chr.)
Dienstag,
6. März
„Wer keinen
Hunger kennt, vergisst schnell, dass viele Menschen nicht genug zum Leben
haben. Verzicht ist wertlos, wenn er nicht dazu führt, dass wir das
Leben miteinander teilen.“

(Misereor, Bischöfliches Hilfswerk)
Mittwoch,
7. März
„Das ist
ein Fasten, wie ich es liebe, die Fesseln des Unrechts zu lösen…
an die Hungernden dein Brot auszuteilen.“

(Jesaja, Prophet des Volkes Israel)
Donnerstag,
8. März
„Wir ermahnen,
dass man in diesen Tagen der vierzigtägigen Fasten in aller Reinheit
sein Leben bewahre und zugleich alle Nachlässigkeit der anderen Zeiten
tilge.“

(Benedikt von Nursia, Ordensgründer im 5. Jh.)
Freitag,
9. März
„Heile
durch weises Fasten zwei einander entgegengesetzte Zustände: deine
eigene Übersättigung und den Hunger des anderen.“

(Gregor von Nyssa, Kirchenlehrer im 4. Jh.)
Samstag,
10. März
„Im Fasten
verzichten wir auf etwas, das uns zusteht, um es den Armen zu geben. Fasten
ist eine konkrete Weise der Nächstenliebe.“

(Anselm Grün, Benediktinerpater)

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Für die 2. Fastenwoche: Verklärung
– Klärung – Klarheit

Verklärung Christi

Evangelium am 2. Fastensonntag (Lk 9,28-36)

Klärung, wer Jesus Christus ist

„Das ist mein auserwählter Sohn…“ (Lk 9,15)

Klarheit, worauf es in unserem Leben ankommt

„…auf IHN sollt ihr hören.“ (Lk 9,15)


Abraham schaute den Sternenhimmel und vertraute den Verheißungen Gottes…

Die Jünger schauten die Herrlichkeit Jesu und vertrauten dem Wort Gottes…

Gipfelerfahrungen des Glaubens:
A
ugenblicke der Ewigkeit
Einblicke in die göttliche Herrlichkeit.
Lichtsekunden als Orientierung für den Alltag, in dem wir leben:

Entdecken auch wir, was uns verheißen ist?!

Menschen, die aus der Hoffnung leben,
sehen weiter.

Menschen, die aus der Liebe leben,
sehen tiefer.

Menschen, die aus dem Glauben leben,
sehen alles
in einem anderen Licht.

(Lothar Zenetti)

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Für die 3. Fastenwoche:
Gott begegnen – in den Dornen der Not

aus den Dornen der Not

sprach

יהוה

 


Gott


mit Mose:

ICH bin
da,

  wo du bist.“ – 

          „Bist DU
da,


wo ich bin?“ – 

Wo du bist,

  bin ICH da!“ – 

           „DU
bist da,

wo bin ich?“ –

„Wo du bist,

  da bin ICH!

Gott begegnet Mose im brennenden Dornbusch in der Wüste - Batik von G.M. Ehlertיהוה = JHWH
= der Name Gottes

= „Ich bin, der ich bin da (für
euch)!“

In den Dornen der Not - Gott zeigt sich dem Mose im brennenden Dornbusch, - Zeichnung von G.M. Ehlert Was bedeutet es, dass Gott zu Mose
aus einem Dornbusch spricht?
Eine alte jüdische Auslegung sagt dazu:Gott hat den Berg verlassen und den dornbusch gewählt, aus
dem ER sprach: „Gesehen habe ich, gesehen das Elend meines Volkes.“ (Exodus
3,7) Der Dornbusch ist voller Stacheln und Dornen, dergestalt, dass kein
Vogel, der in ihm Zuflucht sucht, ohne Verletzung herauskommt: 
so will Gott selber aus der Bedrängnis der Bedrängnis
seines Volkes nahe sein! Er will gleichsam mit wundem Herzen und zerrissenen
Händen seinem Volk sein Erbarmen erweisen.

(gefunden in Johannes Bours, Wer es mit
Gott zu tun bekommt, Freiburg-Basel-Wien 1987, S. 27f)

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4. Fastenwoche: „Irrwege und Umwege“

Das Gleichnis vom barmherzigen Vater

und dem „wieder-nach-Hause-finden“ der beiden Söhne

(Lukasevangelium, Kapitel 15, Verse 11-32)

Gedankensplitter zum Evangelium zum Weiterdenken und sich einfühlen:Der jüngere Sohn:

  • „Mein Erbe…“
  • „und er verschleuderte sein Vermögen…“
  • „Irrwege“
  • „Ich will aufbrechen…“
  • „Vater, ich habe mich versündigt…“

Der ältere Sohn:

  • „Was soll das bedeuten…“
  • „Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen…“
  • „Vorhaltungen gegenüber dem Vater…“
  • „Geht er schließlich doch hinein?“

Der Vater:

  • „Er teilt sein Vermögen auf…“
  • „Er hält Ausschau nach dem verlorenen Sohn…“
  • „Er (!) eilt dem Sohn entgegen…
  • „Er schließt ihn in die Arme und drückt ihn an sein Herz…“
  • „Er kommt dem älteren Sohn entgegen, um ihm gut zuzureden…“
Der barmherzige Vater und das wieder-nach-Hause-finden der beiden Söhne - Bild von G.M. Ehlert, 1999

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zum Palmsonntag: Gesegnet sei, der da kommt im Namen des
HERRN! Hosanna in der Höhe!

Psalm 118: Dankbares Bekenntnis zur Hilfe Gottes

Danket dem HERRN, denn er ist gütig. – Ja, seine
Huld währt ewig.
So soll Israel sagen: – Ja, seine Huld währt ewig.So soll das Haus Aaron sagen: – Ja, seine Huld währt
ewig.
So sollen alle sagen, die den HERRN fürchten
und ehren: – Ja, seine Huld währt ewig.

In der Bedrängnis rief ich zum HERRN; – der HERR
hat mich erhört und mich frei gemacht.

Der HERR ist bei mir, ich fürchte mich nicht.
– Was können Menschen mir antun?

Der HERR ist bei mir, er ist mein Helfer, – ich aber
schaue auf meine Hasser herab.

Besser, sich zu bergen beim HERRN, – als auf Menschen
zu bauen.

Besser, sich zu bergen beim HERRN; – als auf Fürsten
zu bauen.

Alle Völker umringen mich; – ich wehre sie ab
im Namen des HERRN.

Sie umringen, ja, sie umringen mich; – ich wehre sie
ab im Namen des HERRN.

Sie umschwirren mich wie Bienen, wie ein Strohfeuer
verlösen sie; – ich wehre sie ab im Namen des HERRN.

Sie stießen mich hart, sie wollten mich strüzen;
– der HERR aber hat mir geholfen.

Meine Stärke und mein Lied ist der HERR; – er
ist für mich zum Retter geworden.

Frohlocken und Jubel erschallt in den Zelten der Gerechten:
– „Die Rechte des HERRN wirkt mit Macht!

Die Rechte des HERRN ist erhoben, – die Rechte des
HERRN wirkt mit Macht!“

Ich werde nicht sterben, sondern leben, – um die Taten
des HERRN zu verkünden.

Der HERR hat mich hart gezüchtigt, – doch er
hat mich nicht dem Tod übergeben.

Öffnet mir die Tore zur Gerechtigkeit, – damit
ich eintrete, um dem HERRN zu danken. 

Das ist das Tor zum HERRN, – nur Gerechte treten hier
ein. 

Ich danke dir, dass du mich erhört hast; –
du bist für mich zum Retter geworden. 

Der Stein, den die Bauleute verwarfen, – er ist zum
Eckstein geworden. 

Das hat der HERR vollbracht, – vor unseren Augen geschah
dieses Wunder.

Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat; – wir
wollen jubeln und uns an ihm freuen. 

Ach, HERR, bring doch Hilfe! – Ach, HERR, gib doch
Gelingen!

Gesegnet sei er, – der kommt im Namen des HERRN. – 

Wir segnen euch, vom Haus des HERRN her. Gott, der
HERR, erleuchte uns. – 

Mit Zweigen in den Händen schließt euch
zusammen zum Reigen, – bis zu den Hörnern des Altars!

Du bist mein Gott, dir will ich danken; – mein Gott,
dich will ich rühmen.

Danket dem HERRN, ja er ist gütig; – ja seine
Huld währt ewig.

Einzug Jesu in Jerusalem - Zeichnung von G.M. EhlertAls Jesus an die Stelle kam,wo der Weg vom Ölberg hinabführt, begannen alle Jünger freudig

und mit lauter Stimme

Gott zu loben

wegen all der Wundertaten,

die sie erlebt hatten. 

Sie riefen:

Gesegnet sei der König, 

der kommt im Namen des Herrn.

Im Himmel Friede

und Herrlichkeit in der Höhe!

(aus dem Lukasevangelium 19,37f)

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