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2. Sonntag nach Weihnachten

2. Sonntag nach Weihnachten

Sonntag, 5. Januar 2020

1. Lesung: (Sir 24,1-2.8-12) Die Weisheit Gottes fasste Fuß im auserwählten Volk…
2. Lesung: (Eph 1,3-6.15-18) Gott hat uns vor der Erschaffung der Welt erwählt
Evangelium: (Joh 1,1-18) Im Anfang war der Logos…   

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Gleichnisrede Jesu

 Die zweite große Rede Jesu im Matthäusevangelium:
Die Gleichnisrede Jesu (Mt 13,1-53) wird in drei Abschnitten in den Eucharistiefeiern am 15., 16. und 17. Sonntag im Jahreskreis A als Evangelium verkündet.

15. Sonntag im Jahreskreis A

Sonntag, 16. Juli 2017

I. Zeit der Aussaat: (Mt 13,1-23)
1. Gleichnis von der unterschiedlichen Beschaffenheit des Bodens
Einschub über den Sinn der Rede in Gleichnissen
Deutung des Gleichnisses

Linktipp: Schott – 15. Sonntag im Jahreskreis A

siehe auch: „Zeit der Aussaat
und: „Sämannmeditation

Same-Herz-a

von der selbst wachsenden Saat – zu Mk 4,26-29 (c) G. M. Ehlert

16. Sonntag im Jahreskreis A

Sonntag, 23. Juli 2017

II. Zeit des Wachstums: (Mt 13,24-43)
2. Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen
3. Gleichnis vom Senfkorn
4. Gleichnis vom Sauerteig
Einschub: Verkündigung in Gleichnissen als Erfüllung der Hl. Schrift
Deutung des Gleichnisses vom Unkraut unter dem Weizen

Linktipp: Schott – 16. Sonntag im Jahreskreis A

siehe auch: „Kleines Senfkorn
und: „Reich-Gottes-Gleichnisse

17. Sonntag im Jahreskreis A

Sonntag, 30. Juli 2017

III. Zeit der Ernte: (Mt 13,25-52)
5. Gleichnis vom Finden eines Schatzes im Acker
6. Gleichnis vom Finden einer Perle
7. Gleichnis vom Gefunden werden im Fischernetz
Abschluss der Rede Jesu in Gleichnissen

Linktipp: Schott – 17. Sonntag im Jahreskreis A

 

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Ein neuer Anfang

Gedanken zu Weihnachten und Neujahr
Die Anfangsworte der vier Evangelien zeigen etwas von der besonderen Perspektive auf, mit der die vier Evangelisten das Heilsereignis in Jesus Christus betrachten:

Matthäus:
„Buch der Abstammung Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams“ (Mt 1,1)

Markus:
„Anfang des Evangeliums von Jesus, dem Christus, dem Sohn Gottes“ (Mk 1,1)

Lukas:
„Da schon viele es unternommen haben, einen Bericht über die Ereignisse abzufassen, die sich in unserer Mitte zugetragen haben – so wie uns jene überliefert haben, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes gewesen sind -, habe auch ich mich entschlossen, der ich allem von Anfang an sorgfältig nachgegangen bin, es für dich, edler Theophilus (= Gottesfreund), der Reihe nach aufzuschreiben, damit du die Zuverlässigkeit der Lehren, über die du unterwiesen worden bist, erkennen kannst.“ (Lk 1,1-4)

Johannes:
„Im Anfang war der Logos (= das Wort / der Sinn), und der Logos war bei Gott, und Gott war der Logos.“ (Joh 1,1)

vgl. Gedanken zum Lied vom göttlichen Liebeswort:

https://gmehlert.wordpress.com/2010/01/01/johannes-prolog/

Johannes-Prolog

Der Johannesprolog (Joh 1,1-18)

Ein Lied vom göttlichen Liebeswort

Gottes WORT

1.   im innergöttlichen Gespräch

2.  im Geheimnis der Schöpfung

3.  als Lebenslicht im Herzen der Menschen 

4.  in Gottes Lebensweisung

 5.  im Zeugnis der Propheten 

6.  im Geheimnis der Menschwerdung und Erlösung

7.  und sein Ziel

***

Gottes Liebeswort

1.      im innergöttlichen Gespräch

Gott in Seiner Ewigkeit hat einen Plan:
Er spricht ihn aus – Sein Ewiges Wort
–         voll Geisteskraft wie ER
vereint im göttlichen Gespräch der Liebe

= ein wahrhaft göttliches Wort!

 …
Im Anfang war der Logos* (= Wort, Sinn)
und der Logos war bei dem Gott
und Gott war der Logos.
Dieser war im Anfang bei dem Gott.
 

*** 

Im Anfang schon war Gottes WORT
ES war bei Gott – geborgen dort.
Und dieses WORT war Gottes Sohn
bei Gott war ER im Anfang schon.

2.      im Geheimnis der Schöpfung

Gottes Plan bekommt Raum und zeitliche Struktur:
„Gott sprach… und es ward so“ – die Schöpfung ist im Werden –
durchwebt von Gottes Wort und Geisteskraft –
in der Sprache Seiner Liebe, voll Leben und Licht

= ein schöpferisches und Leben schaffendes Wort!
 

 
Alles ist durch Ihn geworden,
und ohne Ihn geworden ist nicht eines
was geworden ist | in Ihm Leben war
und das Leben war das Licht der Menschen.
  

***

Die Schöpfung ganz durch IHN entstand
und ohne IHN hat nichts Bestand.
 Sein Werk – in IHM das Leben war,
 was lebt, ist Licht dem Menschen klar.

3.      als Lebens-licht im Herzen der Menschen

Sein Ebenbild, die Menschen in allen Zeiten und Kulturen:
sind von Gott in seiner Weisheit und Liebe so geschaffen,
dass sie ihn in seinen Schöpfungswerken erkennen können;
die Weisheit in den Sprachen der Völker ist ein Echo auf sein Liebeswort.

= ein er-leuchtendes Wort

 
Und das Licht in der Finsternis scheint,
und die Finsternis ergriff es (Ihn) nicht….
Er (der Logos) war das Licht, das wahre,
das erleuchtet jeden Menschen,
kommend in den Kosmos (= Welt)
  

***

Dies Licht im Dunkeln scheint gar hell,
das Dunkle treibt’s nicht von der Stell‘.
 Das Licht der Wahrheit viel erhellt
 dem Mensch, der kommt in diese Welt.

4.      in der Lebens-weisung Gottes (Torah)

Gott erwählt und begleitet durch die Geschichte hindurch
besonders das Kleine und Unbedeutende als Zeichen für alle:
er befreit Israel – Sein Volk – und gibt ihm Seine Lebensweisungen schriftlich in der Torah.
Doch Sein Geist und Seine Liebe werden darin oft nicht erkannt.

= ein wegweisendes, jedoch oft abgelehntes Wort 

 
In dem Kosmos war Er
und der Kosmos ist durch Ihn geworden,
und der Kosmos erkannte Ihn nicht.
In das Seine kam Er,
und die Seinen nahmen Ihn nicht auf.
  

***

 Verborgen ist’s in uns’rer Welt,
das Gotteswort wird oft entstellt.
 Und wo ES klopft und uns besucht,
 da wird ES gar nicht gern gesucht.

5.      im Zeugnis der Propheten

So erwählt Gott immer wieder prophetische Menschen,
die Sein Wort aufnehmen und übersetzen:
es bezeugen durch ihr Leben
und so wahrhaft Kinder Gottes werden

= ein kraftvolles Wort 

 
Jene aber, die Ihn angenommen,
diesen hat er gegeben die Vollmacht
Kinder Gottes zu werden,
den an Seinen Namen Glaubenden…
  

***

Doch jenen, die ES nehmen auf,
erfüllt ES ihren Lebenslauf.
 Zu Kindern Gottes werden sie,
 die SEINEM Namen glauben hie.

 

6.      im Geheimnis der Mensch-werdung des Sohnes Gottes und der Erlösung

Und „als die Vervollständigung der Zeit gekommen war“ (Gal 4,4)
da erfüllte sich Gott seinen Plan:
eine jüdische junge Frau Maria empfing Gottes ewiges Wort
und durch sie wurde es in Jesus Christus ein sterblicher Mensch wie
wir.

= der Mensch Christus Jesus als endgültiges Wort Gottes! 

 
Und der Logos ist Fleisch (d.h. sterblich) geworden
und zeltend in/unter uns
und wir schauten seine Herrlichkeit
Herrlichkeit des Einzigen vom Vater her
voll Gnade und Wahrheit.
   

***

Und Gottes WORT in Jesus Christ
ein sterblich‘ MENSCH geworden ist.
 Hier seh’n wir Gottes Herrlichkeit,
 voll Gnad‘ und Wahrheit allezeit.

7.      ist am Ziel, wo Menschen davon erfüllt Gott lobpreisen:

Das ist das Ziel des ewigen Liebesplanes Gottes:
Aus seiner Fülle von Leben, Licht und Liebe
haben wir alle empfangen – Gnade über Gnade.

Gottes Wort = die Offenbarung der Liebe Gottes, des Vaters!

 
 Aus seiner Fülle nahmen wir
viel Gnad‘ um Gnade für und für;
denn alle Gnad‘ und Wahrheit ist
geworden ja durch Jesus Christ.

***

Lob, Preis sei Vater, deiner Kraft
und deinem Sohn, der all Ding schafft,
dem heil’gen Tröster auch zugleich
so hier wie dort im Himmelreich. – Amen.

Im Anfang war das WORT... - Johannesprolog (Joh 1,1-14) Bild: (c) G. M. Ehlert

Im Anfang war das WORT… – Johannesprolog (Joh 1,1-14);Bild, Textübertragung und Meditation von Georg Michael Ehlert, 2004 

Ein Lied* vom göttlichen Liebeswort* 

·        Ein Lied…

In der Übertragung von G. M. Ehlert des Johannesprologes (Joh 1,1-5.9-12.14.17) wird daraus ein Lied, genauer gesagt: ein Hymnus. 

Hymnus ist ein liturgisches oder halbliturgisches Strophenlied in strenger Metrik.
Die letzte Strophe enthält stets die kleine Doxologie, das „Gloria patri…“ 

Vermutlich entstand dieser Brauch in Mailand während der trinitarischen Kämpfe als stets wiederholte Bekenntnisstrophe. Ambrosius von Mailand gilt als der Schöpfer vieler Hymnen. – Der Hymnus ist das „Einfallstor der volkstümlichen Melodik in die Liturgie“. Glaubenskriege mit Gnostikern, Arianern u.a. wurden auch mit volkstümlichen Liedern geführt. 

Dieser Hymnus ist ein staunendes Bekenntnis dazu, dass Gottes Liebeswort die treibende Kraft der Schöpfung ist mit dem Ziel der Verherrlichung Gottes. 

Das Lied vom göttlichen Liebeswort in der vorliegenden Übertragung ist ein jambischer Achtsilber. Er lässt sich gut singen nach der Melodie von „Gott heil’ger Schöpfer aller Stern“ (GL alt: 116; neu: 230) oder nach der Melodie von „Komm heil’ger Geist, der Leben schafft“ (GL alt: 241; neu: 342). 

·        …vom göttlichen  Liebeswort

Das griechische Wort logos (logos) heißt: Wort, Berechnung, Sinn;
gemeint ist im Johannesprolog das göttliche „Wort des Lebens“ (vgl. 1 Joh 1,1-4). 

Logos ist die griechische Übersetzung des hebräischen Wortes DaBhaR = Wort, Angelegenheit, Sache, Bewandtnis, Pensum; 

 
vgl. zu Gottes Schöpfungswort auch Psalm 33,4-8; 
auch die göttliche Weisheit genannt (vgl. Weish 7,25-30; 
9,1.4; Sir 24,1-22; Spr 8,22-36)

***

Lied vom göttlichen LOGOS

1.  Im Anfang schon war Gottes WORT
ES war bei Gott – geborgen dort.
Und dieses WORT war Gottes Sohn
bei Gott war ER im Anfang schon.

 2.  Die Schöpfung ganz durch IHN entstand,
und ohne IHN hat nichts Bestand.
Sein Werk – in IHM das Leben war,
was lebt, ist Licht dem Menschen klar.

 3.  Dies Licht im Dunkeln scheint gar hell,
das Dunkle treibt’s nicht von der Stell‘.
Das Licht der Wahrheit viel erhellt
dem Mensch, der kommt in diese Welt.

 4.  Verborgen ist’s in uns’rer Welt,
das Gotteswort wird oft entstellt.
Und wo ES klopft und uns besucht,
da wird ES gar nicht gern gesucht. 

5.  Doch jenen, die ES nehmen auf,
erfüllt ES ihren Lebenslauf.
Zu Kindern Gottes werden sie,
die SEINEM Namen glauben hie.

 6.  Und Gottes WORT in Jesus Christ
ein sterblich‘ MENSCH geworden ist.
Hier seh’n wir Gottes Herrlichkeit,
voll Gnad‘ und Wahrheit allezeit.

 7.  Aus seiner Fülle nahmen wir
viel Gnad‘ um Gnade für und für;
denn alle Gnad‘ und Wahrheit ist
geworden ja durch Jesus Christ.

8. Lob, Preis sei Vater, deiner Kraft
und deinem Sohn, der all Ding schafft,
dem heil’gen Tröster auch zugleich
so hier wie dort im Himmelreich.

 T: Georg Michael Ehlert nach Joh 1,1-18
M: GL 230 (Gott, heil’ger Schöpfer) oder 342 (Komm, Heil’ger Geist)

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„Wenn wir sagen:
es ist Weihnacht,
dann sagen wir:
Gott hat sein letztes,
sein tiefstes,
sein schönstes Wort
im fleischgewordenen Wort
in die Welt hineingesagt,
ein Wort,
das nicht mehr rückgängig
gemacht werden kann,
weil es Gottes
endgültige Tat,
weil es Gott selbst
in der Welt ist.

 Und dieses Wort heißt:
ich liebe dich,
du Welt
und du Mensch.“ 
 
 (Karl Rahner) 
 

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert