Schlagwort-Archive: Satan

1. Fastensonntag A

1. Fastensonntag A

Sonntag, 1. März 2020

1. Lesung: (Gen 2,7-9; 3,1-7) …ihr werdet sein wie Gott
2. Lesung: (Röm 5,12-19) …durch einen Menschen kam die todbringende Sünde in die Welt…
Evangelium: (Mt 4,1-11) auch Jesus – vom Teufel in Versuchung geführt… 

Weiterlesen

Christus nachfolgen (22.S. A)

Gedanken zum Evangelium vom 22. Sonntag im Jahreskreis A
= Mt 16,21-27(28)
(= 31. August 2014)

Text (Mt 16,21-28) in der Übersetzung von G. M. Ehlert:

16,21 Von da/damals an begann der Jesus [Christus]
zu zeigen den Jüngern von ihm, (folgendes):
es ist nötig für ihn
nach Jerusalem wegzukommen
und vieles zu leiden von den Ältesten und Hohepriestern
und Schriftgelehrten [des Volkes]
und umgebracht zu werden
und des dritten Tages erweckt zu werden /
[am dritten Tag aufzuerstehen]. 
22 Und ihn zu sich /beiseite genommen habend
der Petrus begann ihn zu verwarnen – sagend:
ausgesühnt (bist) du, Herr
nicht – ja nicht – wird/soll dir dieses werden.  23 Der aber umgewendet worden
sprach zu dem Petrus:
hinter mich, folge mir, Widersacher (=Satan)
ein Ärgernis/Fallstrick (=Skandal) bist du mir
denn nicht denkst/urteilst du das des Gottes
sondern das der Menschen. 
24 Dann sprach der Jesus (zu) seinen Jüngern,
wenn irgendwer willens ist
hinter mir her zu kommen,
ableugne er sich selbst (= sage er sich los von sich selbst),
und erhebe (für/auf sich) den Pfahl (= Kreuz) – seinen –
und gehe zusammen mit mir. 
 25 Welcher nämlich wenn/falls/sooft er sein (psychisches) Leben retten wollte,
wird er es weglösen/ verlieren/ zu Grunde richten/ vernichten,
welcher aber sein (psychisches) Leben weglöst/ verliert/
zu Grunde richtet/ vernichtet
um meinetwillen,
der wird es (auf)finden.

26 Was nämlich fördert/ nützt/ unterstützt es einem Menschen,
wenn er den ganzen Kosmos gewänne,
das aber (psychische) Leben von ihm Schaden erleiden würde?
oder was wird geben ein Mensch (
als)
Austausch (für) sein (psychisches) Leben? 

27 Es „schickt sich an“/ ist im Begriff nämlich
der Sohn des Menschen
zu kommen/ heimzukehren / in Erscheinung zu treten…
in/ mit der Herrlichkeit des Vaters von ihm
mit den Engeln von ihm
und dann wird er geben einem jeglichen
gemäß seines Gewirkten. 
28 Amen/ wahrlich ich sage euch (folgendes):
Es sind einige der hier Stehenden,
welche nicht – ja nicht – vom Tod schmecken werden,
solange bis sie gewahren den Sohn des Menschen
heimkommend/ wiederkommend in/ mit seinem Königreich.

Christus zu Petrus:
„… Du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen“

Grafik: "Christus zu Petrus: mir nach!  (c) G. M. Ehlert, 12. Sept. 2009

Grafik: „Christus zu Petrus: mir nach! (c) G. M. Ehlert, 12. Sept. 2009

Wer leben will wie Gott auf dieser Erde…

Wer möchte nicht „leben wie Gott (in Frankreich)“ – d.h. unbeschwert und voller Genuss?
Doch das Leben Gottes auf unserer Erde sieht anders aus.

In Jesus von Nazaret ist Gott wahrhaftig auf diese Erde gekommen, um das Leben der Menschen zu teilen.
Verschiedene Menschen haben sich ihm angeschlossen.
Doch eines Tages sagt er zu ihnen:

„Wer leben will wie Gott auf dieser Erde…
… muss sterben wie ein Weizenkorn…“ 

Petrus, der zuvor bekannt hat, dass Jesus der Sohn des lebendigen Gottes ist und der ersehnte Messias – dieser Petrus stellt sich Jesus in den Weg und will ihn von seinem Weg ans Kreuz abbringen.

Würden wir das nicht genauso tun? – Wenn z.B. der schwerkranke Opa vom Sterben spricht, dass wir zu ihm sagen: „Sprich doch nicht vom Sterben – du wirst wieder gesund werden“…

Doch Jesus weist den Petrus mit unmissverständlichen Worten zurecht: „Du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.“ (Mt 16,23)
Er erklärt denen, die ihm folgen wollen jene Lebenshaltung, die einem Leben aus dem Glauben an den lebendigen Gott entspricht:

Wer ihm folgen will, der sage sich los von all seinen eigenen Lebensentwürfen und Plänen, er akzeptiere, dass er in den Augen anderer als verrückt angesehen wird, (oder sogar verfolgt wird) weil er sich in seinem Leben zu Christus bekennt – dann wird er leben wie Gott auf dieser Erde.

„Wer leben will wie Gott auf dieser Erde,
muss sterben wie ein Weizenkorn,
… muss sterben, um zu leben.
(siehe Gotteslob Nr. 460)

Du bist Christus

zum 24. Sonntag im Jahreskreis B:
Evangelium: Mk 8,27-35: Vom Messiasbekenntnis des Petrus + erste Leidensankündigung Jesu + Widerstand des Petrus + Wort Jesu von der Kreuzesnachfolge

siehe: Jesus u. Petrus

u.: Christus auf dem Kreuzesthron

Versuchungen Jesu

zum 1. Fastensonntag: Evangelium von der Versuchung Jesu in der Wüste (Mt 4,1-11; Mk 1,12-13; Lk 4,1-13)

Jesus wurde vom Geist in die Wüste geführt;
     dort sollte er vom Teufel in Versuchung geführt werden
… und es kamen Engel und dienten ihm.“

       (Mt 4,1 u. 11)

Versuchung Jesu in der Wüste

© Bild und Gedanken zur Versuchung Jesu
Georg Michael Ehlert, 05.02.2008

  • Wovon leben wir?

teuflisch geschickt ist die Aufforderung:
mach dir selbst, was immer du auch haben willst:
–         aus Steinen mach Brot;
–         aus Geld mach Freunde;
–         aus medizinischem Wissen mach Gesundheit.

Doch du, Herr Jesus, sagst:
„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.“ (Mt 4,4)

 Du allein kannst unseren Lebenshunger stillen,
wenn wir auf unser Haben Wollen verzichten.
Herr, erbarme dich. 

  • Wem können wir wirklich vertrauen?

teuflisch geschickt ist der Überzeugungsversuch –
mit Berufung auf die Heilige Schrift:
überprüfe doch auf eigene Faust die Zusagen Gottes,
–         dass er dich stets behüte,
–         dass dir nichts Böses geschehen kann,
–         dass du immer sicher getragen wirst. 

Doch du, Herr, sagst:
„Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.“(Mt 4,7) 

 Herr, du wirst unsere Glaubenskraft stärken,
wenn wir auf solches Überprüfen Wollen verzichten.
Christus, erbarme dich. 

  • Vor wem gehen wir in die Knie?

teuflisch geschickt ist das Versprechen:
unterwirf dich
–         der Macht des Geldes;
–         der Macht der allgemeinen Meinung;
–         der herrschenden Mode,
dann gehört dir die ganze Welt.

Doch du, Herr, sagst:
„Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.“(Mt 4,10) 

 Du, Herr, kannst mit uns dein Reich der Gerechtigkeit und der Liebe aufbauen,
wenn wir auf unser Teil-Haben Wollen an der Macht der Mächtigen verzichten.
Herr, erbarme dich.

 

Haben – gelten – herrschen wollen…
oder
… verzichten – beten – teilen können

 Gott, wir möchten viel besitzen,
was unser Leben angenehm macht.
Führe uns, damit wir nicht der Versuchung erliegen
immer mehr haben zu wollen,
–          an materiellen Gütern
–          an all dem, was unseren Lebenshunger doch nie stillen kann.
Zeige uns im Fasten, worauf wir verzichten können,
um frei zu werden für das, was du uns geben willst.

 Gott, wir wollen gut angesehen sein bei den Menschen
oder sogar im Rampenlicht stehen.
Führe uns, damit wir nicht der Versuchung erliegen,
bei den Menschen  als etwas Besonderes gelten zu wollen,
–          indem wir mit unseren Vorzügen prahlen
–          oder indem wir unsere Fähigkeiten zur Schau tragen.
Zeige uns beim Beten, worauf wir verzichten können,
um frei zu werden für das, was du durch uns wirken willst.

 Gott, wir möchten oft Einfluss haben
und unseren Willen durchsetzen.
Führe uns, damit wir nicht der Versuchung erliegen,
über andere bestimmen zu wollen,
–          und andere mit unserer Macht zu beherrschen,
–          oder die Güter der Erde nur für uns zu gebrauchen.
Zeige uns im solidarischen Teilen, worauf wir verzichten können,
um frei zu werden, damit deine Gerechtigkeit beginnen kann.

 Gott, führe du uns,
damit wir nicht der Versuchung erliegen,
sondern erlöse uns von dem Bösen.