Schlagwort-Archive: Reichtum

26. Sonntag C

26. Sonntag im Jahreskreis C

Sonntag, 29. September 2019

1. Lesung: (Am 6,1a.4-7) Ende der Sorglosigkeit
2. Lesung: (1 Tim 6,11-16) Vollendung der sich Bemühenden
Evangelium: (Lk 16,19-31) Armer Lazarus – als Warnung für reichen Prasser

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18. Sonntag C

18. Sonntag im Jahreskreis C

Sonntag, 4. August 2019

1. Nur ein Windhauch ist das Leben… (Koh 1,2; 2,21-23)
2. Strebt nach dem, was im Himmel ist… (Kol 3,1-5.9-11)
3. Reich werden vor Gott… (Lk 12,13-21)

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Besitz.Los.Leben (28.B)

„Besitz.Los.Leben“

Sonntag, 14. Oktober 2018

Liturgische Texte zum 28. Sonntag im Jahreskreis B

Eröffnungsvers: (Psalm 130,3-4)
Würdest du, HERR, unsere Sünden beachten,
HERR, wer könnte bestehen?
Doch bei dir ist Vergebung, Gott Israels.

Tagesgebet
HERR, unser Gott,
deine Gnade komme uns zuvor und begleite uns,
damit wir dein Wort m Herzen bewahren
und immer bereit sind, das Gute zu tun.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

ERSTE Lesung aus dem Buch Weisheit (Weish 7,7-11)
Reichtum achtete ich für nichts im Vergleich mit der Weisheit

Antwortpsalm: Psalm 90,12-13.14-15.16-17
Sättige uns, HERR, mit deiner Huld! – Dann werden wir jubeln und uns freuen.

ZWEITE Lesung aus dem Hebräerbrief (Hebr 4,12-13)
Das Wort Gottes richtet über die Regungen und Gedanken des Herzens

Ruf vor dem Evangelium (Mt 5,1)
Halleluja. Halleluja.
Selig, die arm sind vor Gott;
denn ihnen gehört das Himmelreich.
Halleluja.

Evangelium aus dem Markusevangelium (Mk 10,17-30)
Verkaufe, was du hast, und folge mir nach!  

* * *
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EvangelientextÜbersetzung G. M. Ehlert

Markus 10,17-30 (= Evangelium vom 28. Sonntag im Jahreskreis B)

Jesu Stellung zu Besitz und Besitzlosigkeit

17 Und (während) (des) Herausgehens (von) ihm (= Jesus) auf (den) Weg
herzu lief einer,

und kniefallend* vor ihm fragte er ihn:
„Lehrer – guter!, was soll ich tun, damit ich Leben – ewiges – erbe?“

18 Der aber – Jesus – sprach zu ihm:
„Was heißt du mich gut?
Nicht einer ist gut, wenn nicht einer: der Gott.“

19 (Um) die Innenziele weißt du:
nicht sollst du morden,
nicht sollst du ehebrechen,
nicht sollst du stehlen,
nicht sollst du Falsches bezeugen,
nicht sollst du wegnehmen,
ehrfürchtige den Vater dein und die Mutter (dein).“

20 Der aber erklärte ihm:
„Lehrer, dies alles bewahrte ich seit meiner Jugendzeit.“

21 Der aber – Jesus – ihn anblickend
liebt/ hochschätzt er ihn
und
(deshalb) sprach er zu ihm:

„(Noch) eines ermangelt dir:
geh weg, verkaufe, so vieles, wie du hast,

und gib (dies) (den) Armen,
und du wirst haben einen Schatz im Himmel;
und dann folge mir.“

22 Der aber wurde verdüstert bei dem Wort
weggehend betrübt (worden seiend),
denn nämlich er hatte Erworbenes – viel
.

23 Und umherblickend
der Jesus sagt (zu) den Lernenden/ Jünger (von) ihm:
wie schwerlich (doch) die das Geldmittel* habende
hinein
(in)
das Reich des Gottes
hineinkommen werden
.

24 Die aber Lernenden/ Jünger entsetzten sich
auf diese Worte von ihm.

Der aber Jesus wiederum antwortend
sagt (zu) ihnen:
„Kinder, wie schwerlich ist es
(die das Geldmittel habende)
in das Reich des Gottes hineinzukommen.

25 Müheloser* ist es, (dass ein) Kamel*
durch
(das) Loch (der) Nadel* durchkommt,
als (dass ein) Reicher hinein
in das Reich des Gottes hineinkommt.“

26 Die aber völlig außer sich geratend
sagten zu ihm:
„Und wer vermag (dann) gerettet zu werden?“

27 Es blickte sie an der Jesus – er sagte:
„Bei Menschen (ist) Unvermögen;
aber nicht bei Gott;
alles nämlich Vermögende (ist) bei dem Gott.“

28 (Daraufhin) fing an zu sagen der Petrus (zu) ihm:
„Siehe! Wir haben (aber doch) alles gelassen
und folgten dir
(nach)
[was wird uns demnach sein?]

29 Es erklärte ihm der Jesus:
„Amen, ich sage euch:
Nicht einer ist, welcher lässt
Haus
oder Brüder
oder Schwestern
oder Vater*
oder Mutter
oder Kinder
oder Felder
um meinetwillen und
um der Heilsbotschaft willen,

30 so er nicht Hundertfältiges nehme:
nun in dieser Frist
Häuser
und Brüder
und Schwestern
und Mütter*
und Kinder
und Felder
– (zwar unter) Verfolgungen –
und in der kommenden Weltzeit
ewiges Leben.

31 Aber viele Erste werden Letzte sein
und Letzte (werden) Erste.

* * *

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Bild zur Meditation:

„Müheloser kommt ein Kamel durch ein Nadelöhr…

Himmelstür-5

Müheloser kommt ein Kamel durch ein „Nadelöhr“… – Grafik zu Mk 10,25; (c) G. M. Ehlert

… als ein Reicher in das Königreich Gottes“

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Impuls zum Evangelium

zu Mk 10,17-31

sich absichern wollen – frei werden

Als der reiche Mensch in diesem Evangelium mit der Frage nach dem geglückten Leben zu Jesus kommt, da blickt ihn Jesus nicht finster an und bedroht ihn nicht etwa mit den Worten: Wenn du dich von deinem Reichtum nicht trennst, dann lässt dich Gott nicht in den Himmel hinein, dann bleibst du ausgesperrt. Nein, Jesus blickt ihn liebevoll an, liebkost ihn auf orientalische Weise und spricht gütig mit ihm. Das ist Seelsorge auf Jesu Art. Als der reiche Mensch sagt, dass er die Zehn Worte Gottes, die Zehn Wegweiser Gottes zur Freiheit des Menschen, ohnehin schon von Jugend auf befolgt, da sagt ihm Jesus: EINES fehlt dir noch. Noch behindert dich etwas auf dem Weg zur vollen Freiheit und zum sinnerfüllten Leben. Es macht dich noch etwas unfrei. Du trägst noch eine Last mit dir, die dich einengt, die dich niederdrückt, die dir das Leben schwer macht: nämlich dein materieller Reichtum.

Irrtümlich scheint Reichtum die Freiheit des Menschen zu gewährleisten. Das Gegenteil ist der Fall. Materieller Reichtum ist häufig begleitet von Angst und großer Sorge, den Reichtum zu verlieren, und von Gier und Habsucht nach Mehr, die den Menschen beherrschen und ihm die Freiheit rauben. Und materieller Reichtum kann sehr leicht auch zur Eigensucht führen und Menschlichkeit und Liebe vergessen lassen.
Jesus sagt zu dem reichen Menschen: Lass deinen Reichtum los und befreie dich von seiner Last! Tu es nicht mir zuliebe oder Gott zuliebe, sondern tu es dir selber zuliebe!

In seinem Buch „Warum der Vogel singt“ erzählt der Psychologe, Theologe und Schriftsteller Anthony de Mello von einem Sannyasi. In der Religion des Hinduismus bezeichnet Sannyasi  einen Menschen, der der Welt entsagt und in völliger Besitzlosigkeit lebt.

Ein Sannyasi hatte den Dorfrand erreicht und ließ sich unter einem Baum nieder, um dort die Nacht zu verbringen.
Da kam ein Dorfbewohner angerannt und sagte: „Der Stein! Der Stein! Gib mir den kostbaren Stein!“
„Welchen Stein?“ fragte der Sannyasi.
„Letzte Nacht erschien mir Gott Shiwa im Traum“, sagte der Dorfbewohner, „und er sagte mir, ich würde bei Einbruch der Dunkelheit am Dorfrand einen Sannyasi finden, der mir einen kostbaren Stein geben würde, so dass ich für immer reich wäre.“

Der Sannyasi durchwühlte seinen Sack und zog einen Stein heraus. „Wahrscheinlich meinte er diesen hier“, sagte er zum Dorfbewohner und gab ihm den Stein. „Ich fand ihn vor einigen Tagen auf einem Waldweg. Du kannst ihn natürlich haben.“
Staunend betrachtete der Mann den Stein. Es war ein Diamant. Er nahm den Diamanten und ging weg. Die ganze Nacht wälzte er sich im Bett und konnte nicht schlafen. Am nächsten Tag weckte er den Sannyasi bei Anbruch der Morgendämmerung und sagte: „Gibt mir den Reichtum, der es mir ermöglicht, diesen Diamanten so leichten Herzens wegzugeben.“

* * *
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Links:

–> zum Antwortpsalm Psalm 90: Unsere Tage zu zählen lehre uns…

–> zum Evangelium: Arbeitsübersetzung mit Erläuterungen Mk 10,17-31

–> (Predigt-)Gedanken zu Mk 10,17-31: Reichtum loslassen – sich auf Jesu Weg einlassen

–>    Wie geht ein Kamel durch ein Nadelöhr? Unmöglich? –
Schauen Sie die Power-Point-Präsentation: „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr …“

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott 28.S.i.J.B

–> Überblick über die Evangelien vom 27.-29. Sonntag i.J. B: „Das Reich Gottes im Blick“  Jesu Aussagen zu Ehe, Besitz und Macht

–> Oktober = Rosenkranzmonat, siehe: Rosenkranzgebet

–> Gedenktage:

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 11. Okt. 2018

Reichtum loslassen – sich auf Jesu Weg einlassen

Gedanken zum Evangelium Mk 10,17-27: (28. Sonntag im Jahreskreis B)

Wie geht ein Kamel durch ein Nadelöhr? 

Unmöglich? –
Dann schauen Sie folgende Power-Point-Präsentation:
Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr …“

Wie kommt das Kamel durchs Nadelöhr - (c) G. M. Ehlert, 11.10.2009

 Predigt zu Mk 10,17-27:
Reichtum loslassen – sich auf Jesu Weg einlassen

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Stand: 20.06.2018