Schlagwort-Archive: Österliche Bußzeit

4. Fastensonntag A

4. Fastensonntag A – Laetare

Sonntag, 22. März 2020

1. Lesung: (1 Sam 16,1-13) Der Mensch sieht, was vor Augen ist…
2. Lesung: (Eph 5,8-14) Lebt als Kinder des Lichts…
Evangelium: (Joh 9,1-41) Blinde werden sehend und Sehende werden blind…

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Fastenzeit B 2018

Quadragesima – Fastenzeit – österliche Bußzeit – Umkehrzeit 2018

Aschermittwoch:
zur Bedeutung des Aschekreuzes
fasten + beten + Almosen geben

Die Namen der Sonntage der Fastenzeit/ österliche Bußzeit/ Passionszeit:
1. Fastensonntag: Invocabit – (18. Februar 2018)
2. Fastensonntag: Reminiscere – (25. Februar 2018)
3. Fastensonntag: Oculi – (4. März 2018)
4. Fastensonntag: Laetare – (11. März 2018)
5. Fastensonntag: Iudica – (18. März 2018)
Palmsonntag: Palmarum – (25. Februar 2018)

Ein Merkvers: „In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“

In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“

 

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1. Fastensonntag („Invocabit“) im Lesejahr B

18. Februar 2018

Eröffnungsvers:

Invocabit me, et ego exaudiam eum: eripiam eum, et glorificabo eum, longitudine dierum adimplebo eum.

Wenn er mich anruft, dann will ich ihn erhören. Ich bin bei ihm in der Not, befreie ihn und bringe ihn zu Ehren. Ich sättige ihn mit langem Leben.
(Ps 91, 15f)

1-Invocavit-a

1. Fastensonntag:

Gen 9,8-15: Bund Gottes mit Noach
1 Petr 3,18-22: Der Errettung durch die Arche entspricht die Taufe
Mk 1,12-15: Vom Geist in die Wüste getrieben, um versucht zu werden
siehe auch: Versuchungen Jesu

Die Liturgischen Texte zum 1. Fastensonntag B

Eröffnungsvers (Psalm 91,15-16)
„Wenn er mich anruft, dann will ich ihn erhören.
Ich bin bei ihm in der Not, befreie ihn und bringe ihn zu Ehren.
Ich sättige ihn mit langem Leben und lasse ihn mein Heil schauen.“

1. Lesung: Genesis 9,8-15
Ich habe meinen Bund mit euch geschlossen, nie wieder soll eine Flut kommen und die Erde verderben

Antwortpsalm (Ps 25,4-5.6-7.8-9)
Deine Wege, HERR, sind Huld und Treue für alle, die deinen Bund bewahren

2. Lesung: 1. Petrusbrief 3,18-22
Euch rettet jetzt die Taufe

Ruf vor dem Evangelium: (vgl. Mt 4,4b)
Lob dir, Christus, König und Erlöser
Nicht nur von Brot lebt der Mensch,
sondern von jedem Wort aus Gottes Mund.
Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre!

Evangelium: Markus 1,12-15
Jesus wurde vom Satan in Versuchung geführt, und die Engel dienten ihm 

Liturgische Texte – siehe auch Schott: 1. Fastensonntag B

.

Aufbau von Markus 1,9-15

Gedanken u. Impulse

Zusage Gottes in der Taufe

1. – Jesus kommt zu Johannes und lässt sich von ihm im Jordan taufen (V 9)
– Er erkennt Gottes Geist, der auf ihn kommt und in ihm bleibt (V 10)
– Er hört die Zusage Gottes: Du bist mein geliebter Sohn (V 11)

Erprobung in Konfrontation mit dem Bösen

2. – Sogleich wird er vom Geist in die Wüste getrieben (V 12)

„Vater unser im Himmel… und führe uns

– und wird dort 40 Tage vom Satan versucht (V 13a)

… nicht in Versuchung,
(wie Jesus sollten wir demütig beten,
dass die Versuchung Satans an uns vorübergehen möge,
doch sollten wir auch bereit sein zum Widerstand gegen das Böse,
wenn wir vom Bösen in Versuchung geführt werden.)
Im Matthäus- und im Lukasevangelium wird an dieser Stelle von drei Grundversuchungen berichtet –
der Versuchung, Besitz, Ansehen und Macht haben zu wollen, denen Jesus widersteht.
Kennst du deine „schwache Stelle“, wo du gefährdet bist, dem Bösen zu erliegen?

– und er ist dort mit den wilden Tieren und Engel dienen ihm. (V 13b)

sondern erlöse uns von dem Bösen“
Erlösung geschieht, indem auch wir wie Jesus lernen
– in Freundschaft mit den „wilden Tieren“ zu leben,
d.h. auch die „animalischen Kräfte“ in uns nicht zu bekämpfen,
sondern zu integrieren;
und – wie Jesus
– die Dienste der guten „Botenmächte“ (= Engel) dankbar anzunehmen.

Verkündigung der Heilsbotschaft

3. – Nach der Überlieferung des Johannes kommt Jesus nach Galiläa (V14a)
– er verkündigt das Evangelium vom Reich Gottes (V 14b-15a)
– und ruft zugleich zur Umkehr und Glauben auf (V 15b)

 

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***




2. Fastensonntag („Reminiscere“) im Lesejahr B

25. Februar 2018

Eröffnungsvers:

Reminiscere miserationum tuarum, Domine, et misericordiae tuae, quae a saeculo sunt: ne umquam dominentur nobis inimici nostri: libera nos Deus Israel ex omnibus angustiis nostris.

Denk an dein Erbarmen, Herr, und an die Taten deiner Huld; denn sie bestehen seit Ewigkeit. Lass unsere Feinde nicht triumphieren! Befreie uns, Gott Israels, aus all unseren Nöten.
(Ps 25,6.2.22)

2-Reminiscere

2. Fastensonntag B:

Gen 22,1-2.9a.10-13.15-18: Gott stellt Abraham auf die Probe
+ Gen 22,1-19: Prüfung Abrahams
Röm 8,31b-34 Gott hat seinen eigenen Sohn hingegeben – zur Rettung aller
Mk 9,2-10: Verklärung Christi

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3. Fastensonntag („Oculi“) im Lesejahr B           

4. März 2018

Eröffnungsvers:

Oculi mei semper ad Dominum, quia ipse evellet de laqueo pedes meos. Respice in me et miserere mei, quoniam unicus et pauper sum ego.

Meine Augen schauen stets auf den Herrn; denn er befreit meine Füße aus dem Netz. Wende dich zu mir und sei mir gnädig, denn ich bin einsam und gebeugt.
(Ps 25,15f)
3-Oculi-a

 

3. Fastensonntag B:

Ex 20,1-17: Dekalog u.
Der Dekalog – die 10 Aufträge Gottes (Power-Point-Präsentation)
1 Kor 1,22-25 Wir verkünden Christus, den Gekreuzigten
Joh 2,13-25 Tempelreinigung Jesu

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4. Fastensonntag („Laetare“) im Lesejahr B

6. März 2016

Eröffnungsvers:

Laetare Ierusalem: et conventum facite, omnes qui diligitis eam; gaudete cum laetitia qui in tristitia fuistis, ut exultetis, et satiemini ab uberibus consolationis vestrae.

Freue dich, Stadt Jerusalem! Seid fröhlich mit ihr, alle, die ihr traurig wart.
Freut euch und trinkt euch satt an der Quelle göttlicher Tröstung.
(vgl. Jes 66,10f)

4-Laetare

4. Fastensonntag B:

2 Chr 36,14-16.19-23: Zerstörung des Tempels…
u. Verheißung eines neuen Tempels
Eph 2,4-10: Gott hat uns zusammen mit Christus wieder lebendig gemacht
Joh 3,14-21: Gott hat seinen Sohn in die Welt gesandt, damit die Welt durch ihn gerettet wird u. „So sehr hat Gott die Welt geliebt…“; u. „aufgerichtet

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5. Fastensonntag („Iudica“) im Lesejahr B

13. März 2016

Eröffnungsvers:

Iudica me, Deus, et discerne causam meam de gente non sancta; ab homine iniquo et doloso eripe me, quia tu es Deus meus et fortitudo mea.

Verschaff mir Recht, o Gott, und führe meine Sache gegen ein treuloses Volk! Rette mich vor bösen und tückischen Menschen, denn du bist mein starker Gott.
(Ps 43,1f)

5-Iudica

 

5. Fastensonntag B:

Jer 31,31-34: Ich schließe mit dem Haus Israel einen neuen Bund
Hebr 5,7-9 Der Sohn hat Gehorsam gelernt
u. ist so der Urheber des ewigen Heils geworden
Joh 12,20-33: „Die Stunde der Entscheidung

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Palmsonntag (Lesejahr B)                            

25. März 2018

Statio: FEIER DES EINZUGS CHRISTI IN JERUSALEM

Lk 19,28-40
Gesegnet sei der König, der kommt im Namen es Herrn!
–> siehe: Lk 19.28-40

Palmsonntag1a

Einzug Jesu in Jerusalem – (c) G. M. Ehlert

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Die Namen der Sonntage der Fastenzeit/ österliche Bußzeit/ Passionszeit:
1. Fastensonntag: Invocabit – (18. Februar 2018)
2. Fastensonntag: Reminiscere – (25. Februar 2018)
3. Fastensonntag: Oculi – (4. März 2018)
4. Fastensonntag: Laetare – (11. März 2018)
5. Fastensonntag: Iudica – (18. März 2018)
Palmsonntag: Palmarum – (25. Februar 2018)

Ein Merkvers: „In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“

In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“

siehe auch:
1. Fastensonntag B (Mk 1,12-15): vgl. Versuchungen Jesu in der Wüste
2. Fastensonntag B (Mk 9,2-10): Verklärung Jesu auf dem Berg
3. Fastensonntag B (Joh 2,13-35): Tempelreinigung
4. Fastensonntag A (Joh 9,1-41): Licht des Lebens
5. Fastensonntag A (Joh 11,1-45): Auferweckung des Lazarus
Palmsonntag A: Passion Jesu Die Heilige Woche
und Karwoche – (Palmsonntag – Ostern)

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Licht des Lebens (4.F.A)

4. Fastensonntag A (Laetare)

26. März 2017

zu den Liturgischen Texten vom 4. Fastensonntag

am 19. März ist das Hochfest des Heiligen Josef – siehe: „Heiliger Josef(Im Jahr 2017 wird das Hochfest am 20. März „nachgefeiert“, da es vom 3. Fastensonntag verdrängt wird).

am 25. März ist das Hochfest der Verkündigung des Herrn

der Gedenktag (im Bistum Münster das Hochfest) des Heiligen Bischofs Liudger am 26. März wird im Jahr 2017 am Montag, 27. März nachgefeiert, da es vom 4. Fastensonntag verdrängt wird.

zum Evangelium am 4. Fastensonntag im Lesejahr A:
–> 
Joh 9,1-41  Jesus, der Blindgeborene und die Pharisäer – das 6. Zeichen Jesu
(eine wortgetreue Arbeitsübersetzung und Gliederung)

 

Meditation:

Ein Blinder wird sehend – und Sehende werden blind

Leben als Kinder des Lichts –
blind ist auch,
wer seine Augen verschließt.

Der Glaube kommt vom Hören (und Gehorchen)
und führt zum Sehen der Wirklichkeit
im Licht Christi.

1. Vom blind Sein als Behinderung –
zum Sehen können

(Joh 9,1.6-7)

Blinden das Augenlicht schenken –
ein (6.) Zeichen Jesu für die Wirklichkeit des Reiches Gottes mitten unter uns

Was tut Jesus an mir? –
Zu welchem Tun fordert er mich auf, damit bei mir Heilung geschehen kann?

2. Von der Blindheit des Denkens –
zur rechten Sehweise

(Joh 9,2-5)

Blindheit des Verstandes –
Perspektivenwechsel
Blickrichtung auf den Heilswillen Gottes richten können

Frage nicht, wer schuld ist an deinem Leid,
sondern frage dich, zu welchem Ziel hin dein Leiden dich führen will.
Was kann ich (noch) nicht erkennen?

3. Von der Blindheit des Fühlens
zum mitfühlen können

(Joh 9,8-12)

Die Nachbarn:
Blind für die Situation des Geheilten –
keine Mitfreude, sondern Verunsicherung

Wo handle ich ohne mit dem Betroffenen mitzufühlen?

4. Von der Blindheit des Handelns aus Angst –
zur Bereitschaft zum Zeugnisgeben
(Joh 9,18-23)

Die Eltern und „die(se) Juden“:
Angst und Misstrauen verdunkeln klares Aufdecken…

Wovor habe ich Angst und weiche einem klaren Bekenntnis aus?

5. Von der Blindheit des Herzens –
zum hinausblicken können über die religiöse Ordnung hinaus
(Joh 9,13-34)

Pharisäer:
Überzeugungen, Ideologien können den Blick verstellen
und machen oft fanatisch –
Exkommunikation Andersdenkender sind die Folge

Wo verstellt dogmatisches Denken bei mir den Blick auf die jeweilige Situation? –
Was will ich nicht ein-sehen?

6. Vom blinden Glauben –
zu einem sehenden Glauben

(Joh 9,35-38)

Die Begegnung mit Jesus schenkt die Erleuchtung des Glaubens

Wo hat bei mir „Erleuchtung im Glauben“ zur Anbetung Christi geführt?

7. Die Verblendung der Sünde
ans Licht bringen

(Joh 9,39-41)

Ziel der Sendung Jesu:
Blinde heilen und
die Blindheit der „Sehenden“ aufdecken.

Wo bin ich bereit, Unrechtsstrukturen aufzudecken?

 

Geöffnete Augen

Aufblicken-5-2a

Gott

Ich sehe
mein Spiegelbild

in den Wassern
von Schiloach

tanzende Wellen
zaubern mein Gesicht

ich sehe mich
zum ersten Mal

Licht in meinen Augen
Licht in meinem Herzen

ich sehe dich
ich glaube dir
du bist das Licht

geöffnet hast du
meine Augen

lass mich niemals mehr fallen
in die Dunkelheit

(G. M. Ehlert)

 

7 + 1 Schritte:
„Vom blinden (Ge-)horchen – zum sehenden Verstehen“

1. Der Blindgeborene horcht hin, wie die Jünger Jesu die quälende Frage stellen, ob er oder seine Eltern gesündigt haben, weil er blind geboren wurde. Er horcht auf, als Jesus die befreiende Antwort gibt, die eine heilsame Zukunft verheißt: „Das Wirken Gottes soll an ihm offenbar werden.“ – Und er gehorcht blind, als Jesus ihm Erde und Speichel auf die Augen streicht und ihm sagt: „Geh und wasch dich im Teich Schiloach!“

2. Das Wasser wusch seine Blindheit weg und er konnte sehen – Er sah zum ersten Mal sein Bildnis im Wasser spiegeln und aufblickend kehrte er zurück. Staunend und zweifelnd fragten sich die Nachbarn: Ist er’s oder nicht. Der Sehendgewordene sagte selbstbewusst: „ICH BIN’s“.

3. Er muss sich rechtfertigen vor den Pharisäern, die daran zweifeln, ob dieser Jesus von Gott her kommt, da er mit der Heilung das Gebot der Sabbatheiligung verletzte, jedoch: „Wie kann ein Sünder solche Zeichen tun?“ Ein Teil macht der Blick auf den Buchstaben des Gesetzes blind für das Heilswirken Gottes. Der Sehendgewordene erkennt jedoch klar: „Er ist ein Prophet.“

4. Zweifelnd verhören sie seine Eltern, ob das ihr blindgeborener Sohn ist und wie er sehend wurde und schüchtern sie ein: Wer anderer Ansicht ist als sie sei ausgeschlossen. Verblendet, wer offensichtliches nicht glauben will.

5. Verblendet berufen sie sich auf Mose und verurteilen Jesus als Sünder. Der Sehendgewordene bekennt sich jedoch zu Jesus: „Wenn dieser Mensch nicht von Gott wäre, dann hätte er gewiss nichts ausrichten können.“ Blind vor Zorn stoßen sie ihn aus.

6. Jesus schenkt ihm nun die volle Sicht des Glaubens, indem er sich ihm als der Menschensohn offenbart. – „Ich glaube Herr!“ Und er warf sich anbetend vor ihm nieder.

7. Das Ziel der Sendung Jesu zeigt sich hier, dass die Blinden sehend werden – jedoch die zu sehen und zu verstehen meinen, die jedoch an seinen Zeichen zweifeln, verblendet und blind vor Zorn handeln, werden wahrhaft blind, und deren Sünde bleibt.

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Wenn Blinde wieder aufblicken – Grafik (c) G. M. Ehlert

+ 1: Auf dem Bild bildet sich das Evangelium von der Heilung des Blindgeborenen (Joh 9,1-41) in meinem Kopf ab. –
Das Heilwerden meiner Blindheit will in meinem Ohr zu wirken beginnen – und die Schritte der Einsicht und des Zweifels entwickeln sich in meinem Nachdenken bis hin zur Ablehnung oder Zustimmung des Gehörten mit all seinen Konsequenzen.
Und nun offenbart sich Christus, der Menschensohn auch mir:
Doch (an-)erkenne ich in meinem Gegenüber – dem ich in die Augen blicke – Christus, der mir in jedem Nächsten begegnen will?


Die Liturgischen Texte zum 4. Fastensonntag A (Laetare)

Eröffnungsvers (vgl. Jes 66,10-11)
„Freue dich, Stadt Jerusalem!
Seid fröhlich zusammen mit ihr, alle, die ihr traurig wart.
Freut euch und trinkt euch satt an der Quelle göttlicher Tröstung.“

1. Lesung: 1 Sam 16,1b.6-7.10-13b
Samuel salbt David zum König über Israel

Antwortpsalm (Ps 23,1-3.4.5.6)

–> zu Psalm 23: JHWH – mein Wegbegleiter + Mahlbereiter + Heimatgeber ;
u. Psalm 23: JHWH – mein Hirt
(siehe auch „Karsamstag„)

2. Lesung: Eph 5,8-14
Steh auf von den Toten, und Christus wird dein Licht sein

Ruf vor dem Evangelium: (vgl. Joh 8,12)
Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre! –
(So spricht der HERR)
Ich bin das Licht der Welt.
Wer mir nachfolgt, hat das Licht des Lebens.
Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre!

Evangelium: Joh 9,1-41
Der Mann ging fort und wusch sich. Und als er zurückkam, konnte er sehen

–> Joh 9,1-41  Jesus, der Blindgeborene und die Pharisäer – das 6. Zeichen Jesu
(eine wortgetreue Arbeitsübersetzung und Gliederung)

siehe auch: „Heilung des Blinden am Teich von Shiloach
u. „Ein Blinder wird sehend – und Sehende werden blind“

Liturgische Texte – siehe auch Schott: 4. Fastensonntag A

 

Die Namen der Sonntage der Fastenzeit / österliche Bußzeit/ Passionszeit:
1. Fastensonntag: Invocabit – (5. März 2017)
2. Fastensonntag: Reminiscere – (12. März 2017)
3. Fastensonntag: Oculi – (19. März 2017)
4. Fastensonntag: Laetare – (26. März 2017)
5. Fastensonntag: Iudica – (2. April 2017)
Palmsonntag: Palmarum – (9. April 2017)

Ein Merkvers: „In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“

In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“

siehe auch: 1. Fastensonntag A (Mt 4,1-11): Versuchungen Jesu in der Wüste
2. Fastensonntag A (Mt 17,1-9): Verklärung Jesu auf dem Berg
3. Fastensonntag A (Joh 4,5-42): Lebensquelle
4. Fastensonntag A (Joh 9,1-41): Licht des Lebens
5. Fastensonntag A (Joh 11,1-45): Auferweckung des Lazarus
Palmsonntag A: Passion Jesu Die Heilige Woche
und Karwoche – (Palmsonntag – Ostern)

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Aschermittwoch

Aschermittwoch

Mit Aschermittwoch beginnt die „Quadragesima“ – die 40-tägige Fastenzeit, auch österliche Bußzeit genannt, eine Zeit der Besinnung auf die Passion Christi und Umkehr zum Leben aus dem Glauben.
(Wer genau nachrechnet, kommt jedoch von Aschermittwoch bis Karsamstag auf 4 + (6×7) = 46 Tage.
Da jedoch die Sonntage keine Tage des Fastens sind, ergeben sich die 40 Tage.)

Am Aschermittwoch empfangen die Christen beim Gottesdienst mit Asche ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet.

Aschenkreuz-11a

Asche:
Asche ist Zeichen der Vergänglichkeit und Todesverfallenheit:
Alles, was du tust, ist vergänglich.
Heute oder morgen wird es zerfallen.
Und auch du wirst sterben und zur Erde zurückkehren (oder zu Asche verbrannt werden).

Asche ist aber auch Zeichen neuen Lebens.
In früheren Zeiten wurde mit Asche gewaschen:
Asche hat reinigende Kraft.
Auf den Feldern werden bis heute die Stoppeln verbrannt:
Asche schafft die Voraussetzungen für neues Wachsen.
Asche wird seit frühen Zeiten Sündern als Zeichen ihrer Bußbereitschaft auf das Haupt gestreut:
Dies ist ein Zeichen dafür, dass der Mensch von Schuld gereinigt
und mit Kraft zu neuem Leben erfüllt werden möge.

Kreuz:
Die Asche für die Spendung des Aschenkreuzes
wird aus den Palmzweigen des Vorjahres bereitet, die verbrannt und gesegnet werden.
Dies erinnert an den Beginn des Passionsweges Jesu
mit dem feierlichen Einzug an Palmsonntag in Jerusalem.
Den begeisterten Hosianna-Rufen der Menge folgten schon bald die Rufe: „Kreuzige ihn!“
Jesu Tod am Kreuz zu unserem Heil und seine Auferstehung am Ostermorgen sind die Quelle neuen Lebens.
Jesus hat am Kreuz alles Unzulängliche, alles Vergängliche, alles Endliche durchkreuzt.
Selbst den Tod.

Aschenkreuz:
Wer sich am Aschermittwoch mit Asche ein Kreuz – als Zeichen des Heils –
auf die Stirn zeichnen lässt,
stellt sich hinein in die Gemeinschaft derer,
die bereit sind angesichts der Vergänglichkeit dieses irdischen Lebens
umzukehren und dem Evangelium Jesu Christi zu vertrauen:
damit neues Leben aufblühen kann.

Dies kommt auch in den zwei Sätzen zum Ausdruck, mit denen das Aschekreuz gespendet wird:

„Bedenke, Mensch, dass du Staub bist
und wieder zum Staub zurückkehren wirst.“ (vgl. Gen 3,19)

oder:

„Bekehre dich und glaube an das Evangelium“ (vgl. Mk 1,15)

Grau:

Grau ist die Farbe der Asche und des Aschekreuzes:
Gleichmäßig aus Schwarz und Weiß gemischt, deutet diese Farbe in der christlichen Symbolik auf die Auferstehung der Toten. Christus als der Totengräber trägt auf mittelalterlichen Darstellungen einen grauen Mantel.

 

Fasten + beten + Almosen geben“ sind gute Hilfen, damit die Umkehrbereitschaft im Sinne des Evangeliums Jesu Christi gelingen kann.

 

In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“ –
Die Namen der Sonntage der Fastenzeit / Passionszeit:
1. Fastensonntag: Invocabit
2. Fastensonntag: Reminiscere
3. Fastensonntag: Oculi
4. Fastensonntag: Laetare
5. Fastensonntag: Iudica
Palmsonntag: Palmarum
Ostern: Resurrexi

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Aschermittwoch

Fastenzeit – Österliche Bußzeit – Passionszeit

(Gedanken zu Matthäus 6,1-18
= Evangelium am Aschermittwoch als eine „Zielvorgabe“
für die Gestaltung der Heiligen 40 Tage)

fasten + beten + freudig geben (c) G. M. Ehlert

fasten + beten + freudig geben Grafik (c) G. M. Ehlert, 22.03.2017

Drei geistliche Übungen, die in vielen Religionen
eingeübt werden.

Was können diese – heute für viele verstaubten
– Worte für uns heute bedeuten?


  • Fasten – selbstdiszipliniert leben

Wer seinem Körper wirklich etwas Gutes tun will,

der soll fasten,

d.h. bewusster Umgang mit all dem, was wir in uns aufnehmen
an: Nahrung, Getränken, Geräuschen; Lärm, Gerede… –

Angesagt ist hier: Verzicht auf Überflüssiges.

Dabei geht es darum, das wieder in Ordnung zu bringen,
was im Verhältnis zu uns selbst in Unordnung geraten ist.

Wenn wir falsche Abhängigkeiten an Irdisches aufgeben,
werden wir wahrhaft frei.

Fasten = Selbstdisziplin, die zur inneren Freiheit
führt.


  • Beten – spirituell leben

Wer seinem Geist wirklich etwas Gutes tun will,

der soll beten,

d.h. sein Leben, mit all dem, was einen innerlich bewegt,
in Verbindung zu Gott neu sehen lernen, all das Gute und Schöne, aber
auch Leid, Schuld und Tod…

Angesagt ist hier: Verzicht auf Zerstreuung und Ablenkung.

Dabei geht es darum, das wieder in Ordnung zu bringen,
was im Verhältnis zu Gott in Unordnung geraten ist.

Wenn wir den verführerischen Götzen unserer
Zeit eine klare Absage erteilen, dann können wir mehr und mehr aus
einem tiefen Gottvertrauen leben.

Beten = Spiritualität, ein Leben in der Kraft
des Geistes Gottes.


  • Almosen geben – solidarisch leben

Wer seinem Herzen wirklich etwas Gutes tun will,

der soll „Almosen geben“,

d.h. der soll es lernen, in guter, versöhnter Beziehung
zu den Menschen zu leben, und bereit sein, die Lebensgüter mit anderen
zu teilen. „Geben ist seliger als nehmen!“

Angesagt ist hier: Verzicht auf Neid, Habgier und Geiz.

Dabei geht es darum, das wieder in Ordnung zu bringen,
was im Verhältnis zu Mitmenschen in Unordnung geraten ist.

Wenn wir „egoistisches Verhalten“ überwinden durch
die Haltung des „Mitgefühls“, dann werden wir mehr und mehr aus den
Beziehungen zu dem Menschen Kraft schöpfen können.

Almosen geben = Solidarität mit den Menschen,
durch das ein friedvolles Zusammenleben möglich wird.


Für Menschen, die nach einem tragfähigen Sinn
für ihr Leben suchen, sei folgendes gesagt:

„Ich suchte mich selbst – und ich fand mich nicht.
Ich suchte meinen Gott – und ich fand ihn nicht.
Ich suchte meinen Nächsten – und ich fand sie alle drei!“


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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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