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14. Sonntag A

14. Sonntag im Jahreskreis A

Sonntag, 5. Juli 2020

1. Lesung: (Sach 9,9-10) gütig und von Herzen demütig...
2. Lesung: (Röm 8,9.11-13) vom Geist Gottes bestimmt, werdet ihr leben…
Evangelium: (Mt 11,25-30) wie Christus sein: gütig und von Herzen demütig…

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von Herzen demütig (14. A)

14. Sonntag im Jahreskreis A

Sonntag, 9. Juli 2017

Eröffnungsvers (Ps 48,10-11)
Deiner Huld, o Gott, gedenken wir in deinem heiligen Tempel.
Wie dein Name, Gott, so reicht dein Ruhm bis an die Enden der Erde;
deine rechte Hand ist voll von Gerechtigkeit.

Tagesgebet:
Barmherziger Gott,
durch die Erniedrigung deines Sohnes
hast du die gefallene Menschheit wieder aufgerichtet
und aus der Knechtschaft der Sünde befreit.
Erfülle uns mit Freude über die Erlösung
und führe uns zur ewigen Seligkeit.

Erste Lesung: Sacharja 9,9-10
Siehe, dein König kommt zu dir; er ist demütig

„So spricht der HERR:

Juble laut, Tochter Zion!
Jauchze, Tochter Jerusalem!

Siehe, dein König kommt zu dir.
Er ist gerecht und hilft;
er ist demütig und reitet auf einem Esel,
auf einem Fohlen, dem Jungen einer Eselin.

ICH vernichte die Streitwagen aus Efraim
und die Rosse aus Jerusalem,
vernichtet wird der Kriegsbogen.

Er verkündet für die Völker den Frieden;
seine Herrschaft reicht von Meer zu Meer
und vom Eufrat bis an die Enden der Erde.“

Antwortpsalm Ps 145,1-2.8-9.10-11.13c-14

Zweite Lesung: Röm 8, 9.11-13
Wenn ihr durch den Geist die sündigen Taten des Leibes tötet, werdet ihr leben
–> siehe auch: Röm 8,9-13 Leben aus dem Geist Gottes

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Mt 11,25 )
Halleluja. Halleluja.
Sei gepriesen, Vater, Herr des Himmels und der Erde;
du hast die Geheimnisse des Reiches den Unmündigen offenbart.
Halleluja.

Evangelium: Matthäus 11,25-30
Ich bin gütig und von Herzen demütig

 Jesu Jubelruf:
„Ich preise dich, Vater, HERR des Himmels und der Erde,
weil du all das den Weisen und Klugen verborgen,
den Unmündigen (= den Kindern und den Kleinen) aber aufgedeckt hast.
Ja, Vater, so hat es dir gefallen.

Jesu Bekenntnis:
Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden;
niemand kennt den Sohn, nur der Vater,
und niemand kennt den Vater, nur der Sohn
und der, dem es der Sohn aufdecken will.

Jesu Einladung:
Kommt alle zu mir, ihr Mühseligen und Beladenen.
Ich werde euch Erholung schenken.

Jesu Angebot:
Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir;
Denn ich bin gütig und von Herzen demütig;
so werde ich euch Erholung schenken für euer Leben.

Jesu Verheißung:
Denn mein Joch ist gut zu gebrauchen
und meine Fracht (= die Verpflichtung eines Christen) ist leicht.“

 

  Das Joch der Liebe Christi
– ist kein Druckmittel, um Menschen gefügig zu machen…
– ist keine zusätzliche Last…
– ist kein Instrument zur Unterdrückung der Menschen!

Im Gegenteil:

Das Joch der Liebe Christi
– zerbricht das drückende Joch der Unterdrückung (vgl. Jes 9,3)
– nimmt von uns das Joch der Knechtschaft (vgl. Gal 5,1)

Das Joch der Liebe Christi
– ist ein Geschenk seiner erbarmenden Liebe
– ist keine zusätzliche Belastung, sondern ein Mittel zur Entlastung
– ist eine Hilfe, die Lebenslasten leichter zu tragen.

Das Joch der Liebe Christi
– ist wie ein Rucksack für die Wanderer…
– ist wie der Ehebund für die Eheleute…
– ist wie die Kasel für den Priester, wenn er in Christi Auftrag handelt

Das Joch der Liebe Christi
– lädt uns ein, mit Christus ein Gespann zu bilden
– ruft uns auf, uns einspannen zu lassen für den Aufbau seines Reiches
– So bekommt unser Leben neue Spannkraft und wird spannend…

Das Joch bloßer Pflichterfüllung drückt nieder –
das Joch der Liebe richtet auf!

Welches Joch trägst du?

Ein Ochsenjoch?
Es dient dazu, Zugtiere paarweise einzuspannen, damit diese z.B. einen Pflug oder einen Karren optimal ziehen können.

Das Joch des Gesetzes?
Rabbi Nechunja, Hakkanas Sohn, sagte:
Wer das Joch des Gesetzes trägt,
dem wird das Joch der Regentschaft genommen
und das Joch der weltlichen Sorgen.
Wer aber das Joch des Gesetzes abschüttelt,
der muss das Joch der Regentschaft tragen
und das Joch der weltlichen Sorgen. (Babylonischer Talmud)

Das Joch der Ehe?
Was nun Gott (wie ein Joch) zusammengespannt hat,
(ein) Mensch trenne es nicht. (Mk 10,9)

Das Joch des priesterlichen Amtes?
Das Gebet beim Anziehen des Messgewandes lautet deswegen: „O Herr, der Du gesagt hast: Mein Joch ist süß, und meine Last leicht: mach, dass ich beides so zu tragen vermag, dass ich Deine Gnade erlangen möge“.

Das Joch der Liebe Christi?
„Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig. So werdet ihr Erholung finden für euer Leben. Denn mein Joch ist gut handhabbar, und meine Last ist leicht.“ (Mt 11,29-30)

(Gedanken zu Mt 11,25-30 von G. M. Ehlert, 29.06.2011)

Welches Joch trägst du? - zu Mt 11,25-30

Zeichnung: Welches Joch trägst du? – (c) G. M. Ehlert, 01.07.2011

Linktipp: Schott – 14. Sonntag im Jahreskreis A

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