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Verwandtschaft Jesu – (10.B)

10. Sonntag im Jahreskreis B –
Wahlverwandtschaft Jesu

Sonntag, 10. Juni 2018

Liturgische Texte zum 10. Sonntag im Jahreskreis (B)

Eröffnungsvers: (Ps 27,1-2)
Der HERR ist mein Licht und mein Heil;
vor wem sollte ich mich fürchten?
Der HERR ist die Kraft meines Lebens;
vor wem sollte mir bangen?
Meine Bedränger und Feinde,
sie müssen straucheln und fallen.

Tagesgebet:
Gott, unser Vater,
alles Gute kommt allein von dir.
Schenke uns deinen Geist,
damit wir erkennen, was recht ist,
und es mit deiner Hilfe auch tun.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn…

1. Lesung: Genesis 3,9-15
Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, zwischen deinen Nachwuchs und den Nachwuchs der Frau

Antwortpsalm: Ps 130,1-2.3-4.5-6b.6c-7a u. 8
Beim HERRN ist die Huld, bei ihm ist Erlösung in Fülle

2. Lesung: 2. Korintherbrief (2 Kor 4,13 – 5,1)
Wir glauben, darum reden wir

Ruf vor dem Evangelium: (vgl. Joh 17,17)
Halleluja. Halleluja!
(So spricht der Herr:)
Jetzt wird der Herrscher dieser Welt hinausgeworfen.
Und wenn ich über die Erde erhöht bin,
werde ich alle an mich ziehen.
Halleluja!

Evangelium: Markusevangelium (Mk 3,20-35)
Das Reich des Satans hat keinen Bestand

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Bild zur Meditation:

mk-3-20-35ba

An Jesus scheiden sich die Geister – Grafik zu Mk 3,20-35 – (c) G. M. Ehlert, 05.06.2018

 


Evangelientext Mk 3,20-35 – Übersetzung G. M. Ehlert

Jesus – von allen guten Geistern verlassen?

3,20 Und er (= Jesus) kommt (/sie kommen) ins Haus.
Und es kommt zusammen wiederum die Volksmenge,
so dass sie es nicht einmal vermochten Brot zu essen.
21 Und als es hörten die Seinen,
kamen sie heraus zu greifen ihn,
man sagte nämlich: „Er sei außer sich geraten.“

22 Und die Schriftgelehrten,
die von Jerusalem herabgestiegen waren, sagten: „den Beelzebul* hat er!“
Und: – „In/ Mit dem Anführer der Dämonen wirft er heraus die Dämonen.“

* Beel-zebul: von Baal = Herr und Zebul = Fürst,
= „Herr der Fürsten“
= ein Götze von der Stadt Ekron im Philisterland (vgl. 2 Kön 1,2ff); 

Beel-zebub: = eine Entstellung des Namens = „Herr der (Mist-)fliegen“ 

23 Und sie herrufend redete er in Gleichnissen zu ihnen:

„Wie vermag der Satan den Satan herauszuwerfen?
24 Und – wenn ein Königtum gegen sich selber sich spaltet,
nicht vermag Bestand haben dieses Königreich.
25 Und – wenn ein Haus gegen sich selber sich spaltet, nicht vermag dieses Haus Bestand haben.
26 Und – wenn der Satan aufgestanden wäre gegen sich selber und gespalten wäre, so vermag er nicht Bestand haben, sondern es hat ein Ende.
27 Sondern – nicht vermag es jemand in das Haus des Starken hineinkommend die Gefäße ihm zu rauben, wenn er nicht zuerst den Starken fesselt, und darauf sein Haus ausraubt.

28 Amen, ich sage euch:
alles wird nachgelassen den Söhnen des Menschen
die Versündigungen und die Gotteslästerungen,
soviel sie auch lästern mögen.

29 Wer auch immer aber gotteslästerlich ist
in
(Bezug auf) den Heiligen Geist,
hat bis in Ewigkeit/ Weltzeit hin keinen Nachlass,
sondern ewiger Versündigung ist er schuldig;“

30 sie sagten nämlich, er habe einen unreinen Geist.

.
31 Und es kommen seine Mutter und seine Brüder
und draußen stehend sandten sie zu ihm –
ihn rufend.

32 Und es saßen um ihn herum die Volksmenge,
und man sagt ihm:
„Siehe, deine Mutter und deine Brüder [und deine Schwestern] draußen suchen dich.“

33 Und anhebend sagt er zu ihnen:
„Wer sind meine Mutter und meine Brüder [und meine Schwestern]?“

34 Und umherblickend auf die um ihn ringsum Sitzenden sagt er:
„Seht – meine Mutter und meine Brüder.

35 Wer auch immer nämlich tut den Willen Gottes,
der ist mir Bruder und Schwester und Mutter*.“

* Maria ist nicht nur die biologische Mutter Jesu –
mehr noch ist sie auch im geistlichen Sinne Mutter Jesu,
da sie ganz bereit ist den Willen Gottes zu tun.

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Was ist die „Sünde gegen den Heiligen Geist?“

Sünde heißt: sich absondern von Gott
Sünde gegen den Heiligen Geist heißt: sich absondern von der Überzeugung, dass Gottes Geist die Liebe und das Verzeihen ist.
Wer also gegen diesen Geist der Liebe und des Verzeihens lästert, wird nie annehmen können, dass er von Gott angenommen ist – solange wie er gegen diesen Geist der Liebe und des Verzeihens eingestellt ist. –
Hier endet die Macht Gottes, welche eine Macht der Liebe und des Verzeihens ist. Wer sich nicht lieben lassen will, der kann nicht die Gemeinschaft mit Gott erfahren, denn „Gott ist die Liebe“ (1 Joh 4,8)

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Wer gehört zur Familie?

– wer miteinander blutsverwandt ist?
– wer in den Kreis einer Familie aufgenommen ist?
– wer zur Familie dazugehören möchte?

Jesus sagt, dass er Gott zum Vater hat –
und er sagt, dass auch wir Gott zum Vater haben.
Dann ist folglich Jesus – unser Bruder…
und auch wir untereinander Geschwister.

Wir sind Geschwister Jesu –
nicht im Sinne von biologischer Verwandtschaft,
sondern im Sinne von Glaubensverwandtschaft.

Jesus sagt im Evangelium:
„Wer den Willen Gottes erfüllt,
der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.“ (Mk 3,35)

Wir – ob Mann oder Frau – können „Mutter Jesu“ sein,
wenn wir ihn heute „zur Welt bringen“ –
wenn seine Botschaft durch uns „Hand und Fuß“, „Stimme und Herz“ bekommt.

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Stand: 05.06.2018

Wer zur Familie gehört


zum 10. Sonntag im Jahreskreis B: (7. Juni 2015)
„Von der Familie Jesu“

Evangelium Mk 3,20-35 (eigene Übersetzung)

Wer gehört zur Familie?

– wer miteinander blutsverwandt ist?
– wer in den Kreis einer Familie aufgenommen ist?
– wer zur Familie dazugehören möchte?

Jesus sagt, dass er Gott zum Vater hat – und er sagt, dass auch wir Gott zum Vater haben. Dann ist folglich Jesus – unser Bruder…
und auch wir untereinander Geschwister.

Wir sind Geschwister Jesu – nicht im Sinne von biologischer Verwandtschaft,
sondern im Sinne von Glaubensverwandtschaft.

Jesus sagt im Evangelium:
„Wer den Willen Gottes erfüllt,
der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.“ (Mk 3,35)

Wir – ob Mann oder Frau – können „Mutter Jesu“ sein,
wenn wir ihn heute „zur Welt bringen“ – wenn seine Botschaft durch uns „Hand und Fuß“, „Stimme und Herz“ bekommt.

Wer ist meine Mutter – (c) G. M. Ehlert

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