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Ostern 2019

Ostern –
Hochfest der Auferstehung des Herrn

Christus ist vom Tod erstanden!
Er ist wahrhaft auferstanden!
Halleluja!

Ostersonntag – am Tag

Sonntag, 21. April 2019

Eröffnungsvers: (vgl. Ps 139,18 u. 5-6)
Ich bin erstanden und bin immer bei dir. Halleluja.
Du hast deine Hand auf mich gelegt. Halleluja.
Wie wunderbar ist für mich dieses Wissen. Halleluja.

Tagesgebet:
Allmächtiger,ewiger Gott,
am heutigen Tag
hast du durch deinen Sohn den Tod besiegt
und uns den Zugang zum ewigen Leben erschlossen.
Darum begehen wir in Freude
das Fest seiner Auferstehung.
Schaffe uns neu durch deinen Geist,
damit auch wir auferstehen
und im Licht des Lebens wandeln.
Darum bitten wir durch Jesus Christus

1. Lesung aus der Apostelgeschichte (Apg 10,34a.37-43)
Wir haben mit ihm nach seiner Auferstehung gegessen und getrunken

Antwortpsalm (Ps 118,1-2.16-17.22-23)
Das ist der Tag, den der HERR gemacht;
lasst uns jubeln und seiner uns freuen.

2. Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Kolosser (Kol 3,1-4)
Strebt nach dem, was im Himmel ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt

Sequenz

Singt das Lob dem Osterlamme,
bringt es ihm dar, ihr Christen.

Das Lamm erlöst‘ die Schafe:
Christus, der ohne Schuld war,
versöhnte die Sünder mit dem Vater.

Tod und Leben, die kämpften
unbegreiflichen Zweikampf;
des lebens Fürst, der starb, herrscht nun lebend.

Maria Magdalena,
sag uns, was du gesehen.

Sah Engel in dem Grab,
die Binden und das Linnen.

Das Grab des Herrn sah ich offen
und Christus von Gottes Glanz umflossen.

Er lebt, der Herr, meine Hoffnung,
er geht euch voran nach Galiläa.

Lasst uns glauben, was Maria den Jüngern verkündet.
Sie sahen den Herrn, den Auferstanden.

Ja, der Herr ist auferstanden, ist wahrhaft erstanden.
Du Sieger, König, Herr, hab Erbarmen.

Ruf vor dem Evangelium (vgl 1 Kor 5,7b-8a)
Halleluja. Halleluja.
Unser Pas-chalamm ist geopfert: Christus.
So lasst uns das Festmahl feiern im Herrn.
Halluluja.

Evangelium nach Johannes (Joh 20,1-9)
Er sah und glaubte

 

Der Baum des Lebens

Ostern2019ca

Die neue Welt Gottes
… mit dem Baum des Lebens

Im himmlischen Jerusalem:
„… steht ein Baum des Lebens.
Zwölfmal trägt er Früchte, jeden Monat gibt er
seine Frucht; und die Blätter des Baumes
dienen zur Heilung der Völker.“ (Offb 22,2)

Der Farbenkreis
Jahreszeiten, Lebensalter, Tageslauf.
Sonnenscheibe, Weltenuhr, Erdenrund.
Kosmos, Kreuz, Monstranz.

Komplementärfarben:
Grün + rot; gelb + violett; orange + blau
Vier Teile bilden einen Kreis –
Auseinander gerissen vom Kreuz
Und doch zusammen gehalten von einer großen
Energie.

Frühling und Kindheit und Morgen
Grün
Sommer und Jugend und Mittag
Gelb
Herbst und Reife und Abend
Rot
Winter und Alter und Nacht
Blau

Natur und Leben, Wärme und Ähren,
Blut und Liebe, Himmel und Meer.
Säen und wachsen, blühen und reifen,
ernten und welken. Tiefe und Weite.

Seelenfarben wie vor Jahr und Tag
Alles geht ineinander über,
nichts hört für immer auf.
Ewig werden will das Leben.

Im Innern pulsierende Energie,
die nach außen drängt.
Licht!/ Wahrheit
Im Dazwischen ein helles Kreuz,
das den Durchblick bringt!
Leben/ Leiden!/
Außen überfließende Dynamik,
die nicht enden will.
Liebe/ Geist!/ Weg

Komplementärfarben –
Bilder in konzentrisch-durchkreuzten Kreisen.
Schöpfung und Erlösung.
LEBEN!

Gott,
„du hast das Heil der Welt
auf das Holz des Kreuzes
gegründet.
Vom Baum des Paradieses
kam der Tod,
vom Baum des Kreuzes
erstand das Leben.
Der Feind,
der am Holz gesiegt hat,
wurde auch am Holze besiegt
durch unseren Herrn Jesus Christus.“
(Präfation Kreuzerhöhung)

Der Baum des Lebens…
Ein Kreis… – eine Monstranz
Mit drei Ringen u. einem vollen Kreissegment
Durch ein Kreuz – vier Kreissegmente
Durch den Auferstanden – drei Kreissegmente
blau  +  grün/goldgelb  +  rot
Ineinander von
irdischer Wirklichkeit („vier“)
und himmlischer Wirklichkeit („drei“)

Unten:
Esel – Einzug Jesu in Jerusalem (Palmsonntag)
Lamm – Paschamahl/ Abendmahl (Gründonnerstag)
Hahn – Verleugnung des Petrus (Karfreitag)
Grab und Grabstein (Karsamstag)
Feuer mit 5 Broten u. 2 Fischen (Ostern)

Bild u. Gedanken: G. M. Ehlert

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Die Osternacht – zur Liturgie der Osternachtsfeier
Das Lob des österlichen Lichtes – das Exsultet (Das Osterlob): Der Osterjubel

Das Ostergeschehen – im Zeugnis der vier Evangelien

Osterglaube: – Maria von Magdala am leeren Grab (Joh 20,11-18)

Ostertag– im Zeugnis des Lukasevangeliums (Lk 24,1-43)

Ostern entlarvt den Tod

Sonntag 28. April 2019 ist das Osterfest der orthodoxen Christen
–> siehe dazu: „Christus ist auferstanden!“ – „Er ist wahrhaft auferstanden!“

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 20.04.2019

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Osterfest

Ostern

Christus ist vom Tod erstanden!
Er ist wahrhaft auferstanden!
Halleluja!


Das Lob des österlichen Lichtes – das Exsultet (Das Osterlob): Der Osterjubel

Das Ostergeschehen – im Zeugnis der vier Evangelien

Osterglaube: – Maria von Magdala am leeren Grab (Joh 20,11-18)

Ostertag– im Zeugnis des Lukasevangeliums (Lk 24,1-43)

Ostern entlarvt den Tod

Jesus und die Sünderin im Haus des Pharisäers Simon

zum Sonntagsevangelium vom 11. Sonntag im Jahreskreis C
aus dem Lukasevangelium 7,36-50:

Jesus und die
Sünderin im Haus des Pharisäers Simon

 Jesus ging in das Haus eines Pharisäers,
der ihn zum Essen eingeladen hatte,
und legte sich zu Tisch.

Als nun eine Sünderin, die in der Stadt lebte, erfuhr,
dass er im Haus des Pharisäers bei Tisch war,
kam sie mit einem Alabastergefäß voll wohlriechendem Öl
und trat von hinten an ihn heran.
Dabei weinte sie, und ihre Tränen fielen auf seine Füße.
Sie trocknete seine Füße mit ihrem Haar,
küsste sie und salbte sie mit dem Öl.

 Als der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, das sah, dachte er:
Wenn er wirklich ein Prophet wäre,
müsste er wissen, was das für eine Frau ist, von der er sich berühren lässt;
er wüsste, dass sie eine Sünderin ist.

 Da wandte sich Jesus an ihn und sagte:
Simon, ich möchte dir etwas sagen.

Er erwiderte: Sprich, Meister!

(Jesus sagte:)
Ein Geldverleiher hatte zwei Schuldner;
der eine war ihm
fünfhundert Denare schuldig, der andere fünfzig.
Als sie ihre Schulden nicht bezahlen konnten, erließ er sie beiden.
Wer von ihnen wird ihn nun mehr lieben?

Simon antwortete: Ich nehme an, der, dem er mehr erlassen hat.

Jesus sagte zu ihm: recht hast du geurteilt.

Dann wandte er sich der Frau zu und sagte zu Simon:
Siehst du diese Frau?
Als ich in dein Haus kam,
hast du mir kein Wasser zum Waschen der Füße gegeben;
sie aber hat ihre Tränen über meinen Füßen vergossen
und sie mit ihrem Haar abgetrocknet.
Du hast mir (zur Begrüßung) keinen Kuss gegeben;
sie aber hat mir, seit ich hier bin, unaufhörlich die Füße geküsst.
Du hast mir nicht das Haar mit Öl gesalbt;
sie aber hat mir mit ihrem wohlriechenden Öl die Füße gesalbt.

Deshalb sage ich dir:
Ihr sind ihre vielen Sünden erlassen,
weil sie (mir) so viel Liebe gezeigt hat.
Wem aber nur wenig erlassen wird,
der zeigt auch nur wenig Liebe.

Dann sagte er zu ihr:
Deine Sünden sind dir erlassen.

Da dachten die anderen Gäste:
Wer ist das, dass er sogar Sünden erlässt?

Er aber sagte zu der Frau:
Dein Glaube hat dich gerettet.
Geh
(deines Weges) hinein in den Frieden!
 

 (Lukasevangelium 7,36-50)  

Jesus und die Sünderin im Haus des Pharisäers Simon

Jesus + Sünderin + Pharisäer Simon

Skizze „Jesus + Sünderin + Pharisäer Simonvon G. M. Ehlert, 06.06.2010
(inspiriert von „Jesus und die Sünderin“ von R.P. Litzenburger)

Vergebung befähigt zur Liebe

Im heutigen Evangelium kam es zur spontanen Begegnung einer stadtbekannten Sünderin mit Jesus im Haus des Pharisäers Simon.

Das Verhalten dieser Frau ist im damaligen gesellschaftlichen Kontext unanständig, es wirkt anstößig

ja, es wird geradezu eine „haarige“ Sache, als sie in aller Öffentlichkeit ihr Haar löst und Jesus damit die Füße abtrocknet.

Mit Recht erwartet der Pharisäer von Jesus eine Zurechtweisung dieser Frau.

Doch Jesus reagiert ganz anders. Er erkennt in diesem „anstößigen“ Verhalten der Frau ihre leidenschaftliche Liebe.

Ich möchte Sie nun einladen, mit mir diese drei Gestalten des heutigen Evangeliums zu betrachten.

Die Skizze Jesus + Sünderin + Pharisäer
kann dabei helfen, 3 verschiedene menschliche Haltungen/Einstellungen in den Blick zu nehmen:

Auf der Zeichnung sieht man drei unterschiedliche Personen:

·       die Frau, die als stadtbekannte Sünderin gilt, kniet am Boden;

·       der Pharisäer steht

·       und Jesus sitzt zwischen den Beiden.

a)     Der Pharisäer Simon

        er steht aufrecht – er hat einen festen Stand;
        er hat einen festen Standpunkt: das jüdische Gesetz;
        von diesem Standpunkt aus sieht er auf das Geschehen.

Er sieht hin und beurteilt sofort: das entspricht nicht den religiösen Vorschriften!

Von dem gefällten Urteil über einen Sachverhalt kommt er unbedacht zur Ver-urteilung der betreffenden Personen:

„Wenn Jesus wirklich ein Prophet wäre, müsste er wissen,
was das für eine Frau ist, von der er sich berühren lässt; er
wüsste, dass sie eine Sünderin ist.“

Diese Verurteilung macht ihn blind für die ganze Wirklichkeit,
er hat geradezu einen Balken vor dem Kopf –
dieser Pharisäer wirkt auf mich rechthaberisch
seine Haltung wirkt starr – dogmatisch;
er zeigt wenig Gefühl für die Situation betroffener Menschen.

–> Kenne ich das auch, dass ich innerlich andere verurteile,
weil sie etwas tun, was ich nicht gutheißen kann?

b)    Die Frau, die als stadtbekannte Sünderin gilt:

        sie kniet unten am Boden;
        sie ist jedoch voller Energie, Bewegung und Tatkraft;
        sie hat den Mut, nahe an Jesus heranzutreten, um mit ihm in Berührung zu kommen.

        Ihre Berührung seines Fußes ist zärtlich, liebevoll;
        sie hat ein intuitives Gespür für die Situation Jesu im Haus dieses Pharisäers – und für die Möglichkeiten ihrer Liebe.

Sie ist gefährdet mit ihrem Tun gibt sie sich preis den verurteilenden Blicken der Gäste und einer möglichen Abweisung durch Jesus.

sie zeigt ungeniert ihre leidenschaftliche Liebe zu Jesus.

–> Kenne ich das auch, dass ich spontan meine Gefühle
äußere und voller Leidenschaft meine Liebe zeige?

c)     Jesus

        er sitzt zwischen dem Pharisäer und der Frau, ruhig und aufmerksam
        er ist beiden Personen liebend zugewandt.
        er lässt die Berührung und Liebkosung der Frau zu, die zu seinen Füßen kniet;
        und er wendet seinen Blick dem Simon zu, um dessen Blick zu weiten: „Siehst du diese Frau?“
        er deckt die Motive der Frau auf und er beschützt sie vor der
Ablehnung durch den Pharisäer;
        er lobt die Urteilsfähigkeit des Pharisäers und tadelt sein nachlässiges Verhalten;
        er möchte ihn zur Umkehr bewegen – zur Versöhnung mit der Frau
Ob ihm das wohl gelingen wird?

 –> Kenne ich das auch, dass ich wie Jesus die zärtliche
Nähe anderer Menschen zulasse und ihm Vergebung und Verständnis entgegenbringe?

 Wo ist mein Platz auf diesem Bild?

        Habe ich einen festen Standpunkt wie der Pharisäer Simon?
        Bin ich am Boden und erhoffe mir von Jesus Vergebung wie diese Frau?
        Bin ich wie Jesus bereit, Zuwendung und Verständnis anderen entgegenzubringen?

Die Erfahrung von Vergebung befähigt zur Umkehr – zur Liebe.

G. M. Ehlert  

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Osterglaube


Begegnung am Ostermorgen: Maria von Magdala begegnet dem Auferstandenen (Johannesevangelium 20,11-18)

Maria aus Magdala – oder:
fünf Etappen auf dem Weg zum Osterglauben

(c) Georg Michael Ehlert

Begräbnisriten erfüllen:
in aller Herrgottsfrühe
vor dem Ostermorgen
auf dem Weg zum Grab
mit wohlriechenden Ölen
ein letzter Liebesdienst
aufzubewahren
was am Kreuz zerbrochen ist.

Erschütterung erfahren:
der Stein – weggerollt
das Grab – leer
der Leichnam Jesu – gestohlen?
letzte Hoffnung – zerstört
von Entsetzen – gepackt
fluchtartig – zurück
zu den Jüngern

Verlust beweinen:
Maria erneut am Grab
beweint den Verlust
Blickt ins Dunkel zurück
auf der Suche nach dem, den ihre Seele liebt
…der sie von bösen Geistern befreite,
…dessen Vergebung sie zu Liebeserweisen befähigte,
…dem sie verbunden blieb bis unter das Kreuz.

Rückkehr zum Leben:
Sie wendet sich um
blickt wieder ins Leben hinein
erkennt als einen Gärtner
den, der beim Wachsen hilft
ER ruft sie beim Namen
sie wird gefunden vom gesuchten
und geliebten HERRN.

Neuen Lebensauftrag annehmen:
Der ihrem Leben Halt gibt
lässt sich nicht festhalten
mit seinem Wort
wird sie nun losgeschickt
heim zu den Brüdern
als Apostelin der Apostel zu bezeugen:
„Ich habe den HERRN gesehen!“
 

 G.M. Ehlert, Ostern 2002

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© Georg Michael Ehlert