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aufgefangen (5.C)

5. Sonntag im Jahreskreis C

Sonntag, 10. Februar 2019

Liturgische Texte zum 5. Sonntag im Jahreskreis (C)

Eröffnungsvers (Ps 95,6-7)
Kommt, lasst uns niederfallen,
uns verneigen vor dem HERRN, unserem Schöpfer!
Denn er ist unser Gott.

Tagesgebet
Gott, unser Vater,
wir sind dein Eigentum
und setzen unsere Hoffnung
allein auf deine Gnade.
Bleibe uns nahe in jeder Not und Gefahr
und schütze uns.
Darum bitten wir durch Jesus Christus…

1. Lesung: aus dem Buch Jesaja (Jes 6,1-2a.3-8)
„Hier bin ich, sende mich!“

Antwortpsalm: Ps 138,1-2b.2c-3.4-5.7c-8 
„Vor den Engeln will ich dir singen und spielen, o HERR.“

2. Lesung: aus dem 1. Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth (1 Kor 15,1-11) oder: (1 Kor 15,3-8.11)
„Das ist unsere Botschaft, und das ist der Glaube, den ihr angenommen habt“ 

Ruf vor dem Evangelium (Mt 4,19)
Halleluja. Halleluja.
(So spricht der Herr):
Folgt mir nach!
Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
Halleluja!

Evangelium aus dem Evangelium nach Lukas (Lk 5,1-11)
Sie ließen alles zurück und folgten ihm nach

* * *

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EvangelientextÜbersetzung G. M. Ehlert

5,1. Es geschah aber,
indem die Menge (dabei war) Ihn (= Jesus) zu bedrängen
und zu hören das Wort des Gottes
und Er selbst war stehend bei dem See Genezareth

2. Und er sah zwei Boote (ab-)gestellt beim Ufer
die Fischer aber – aus ihnen ausgestiegen – wuschen die Netze.

3. Hineinsteigend aber in eines der Boote
– das war Simons –
bat er ihn von dem Erdland hinauszufahren ein wenig
sich niedersetzend aber
aus dem Boot lehrte er die (Volks-)Menge.

4. Wie er aber aufgehört hatte ein Redender (zu sein)
sprach er zu dem Simon:
fahr hinaus – hinein in die Tiefe
und lasst herunter die – eure – Netze zum Fang.

5. Und es antwortet Simon – er sprach:
Meister! Durch (die) ganze Nacht Abarbeitende/ Erschöpfte (sind wir)
nicht
eines haben wir genommen
aber auf deine Rede hin
ich werde herunterlassen das Netz.

6. Und dieses machten sie
zusammenschließend eine Vielheit der Fische
– (so) zahlreich
zerrissen wurde aber (fast) das Netz von ihnen.

7. Und sie winkten zu den Teilhabern in dem anderen Boot
(als) gekommen Seiende mitzumachen mit ihnen
und sie kamen und füllten an beide der Boote
derart, dass sie zu versinken (drohten)

8. (Dies) sehend aber Simon (Petrus) –
fiel er nieder (zu) den Knien Jesu sagend:
komme heraus – (weg) von mir,
denn: ein Mensch – ein sündiger – bin ich, HERR!

9. Verwunderung/Schrecken nämlich hatte ihn umschlossen
und alle, die mit ihm (waren),
über den Fang der Fische,
den sie zusammengefasst hatten.

10. Gleichermaßen aber auch Jakobus und Johannes – Söhne (des) Zebedäus,
die Teilhaber waren dem Simon,

und es sprach zu dem Simon der Jesus:
nicht gerate in Furcht!
Von dem Jetzt (an):
du wirst sein einMenschen-leben-fangender“*.

* griechisch: anthroopous … zoo-groon;
anthroopos = Mensch; zoo = Leben/ lebendig; agreoo = fangen
= ein „Menschenfischer“
= einer, der Menschen auffängt

11. Und herabführend die Boote auf das Erdland
fortgelassen habend alles,
gingen sie zusammen (den) Weg mit ihm.

* * *

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Bild zur MeditationVom Fische fangen zum Menschen auf-fangen

„Menschen auf-fangen“ (c) G. M. Ehlert, 04.02.2013

* * *

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Impulse

Menschenfischer sein:
nicht listig einfangen, sondern rettend auffangen“

1. umsonst – vergeblich

Petrus = erfahrener Fischer – zur besten Fangzeit – nichts (!) gefangen… er ist frustriert…

Jesus = begnadeter Redner – fordert auf mitten am Tag zum Fischfang auszufahren = er hat vom Fischen keine Ahnung – tags lässt sich doch nichts fangen – sagt die Erfahrung des Fischers – Und wie reagiert Petrus auf Jesu Aufforderung?

2. Jesus lehrt u. fordert auf, gegen alle Vernunft erneut anzufangen:

Petrus hört Jesu Aufforderung:
Fahr hinaus und werft eure Netze aus! –

Er überwindet seine Zweifel und vertraut:
Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen; u. er überwindet die Angst vor Blamage u. gehorcht.

Was könnte das heute bedeuten? –
Ausgangssituation: alles war umsonst = vergeblich

– nach der 50. Absage erneut sich bewerben
– nach einem misslungenen Projekt ein weiteres beginnen
– nach vielen entmutigenden Äußerungen („das schaffst du doch nicht…“) es trotzdem wagen…

Petrus riskiert sich vor den Augen aller lächerlich zu machen:
Am Tag erneut fischen zu wollen.
Doch er riskiert es: – und macht den Fang seines Lebens.

Auch heute gilt:
Wer sich auf Jesu Wort hin erneut aufmacht – macht den Fang seines Lebens.

Petrus erkennt nun: wer Jesus in Wahrheit ist:
nicht nur ein begnadeter Redner, sondern Jesus hat schöpferische Macht über die Fische in der Tiefe; er ist in Wahrheit der göttliche „Herr“.
und er erkennt: „Wer bin ich? – Dass Jesus gerade mir dieses Geschenk eines überreichen Fanges macht?

3. Angesichts der übermäßigen Gnade Gottes
bin ich ein armseliger Mensch

Petrus wird reich beschenkt, als Jesus mit in seinem Boot ist.
Doch anstatt zu sagen: Bleibe nun für immer bei mir,
sagt er: „Herr, geh weg von mir; ich bin ein sündiger Mensch.“

eine merkwürdige Reaktion – oder?
– wo das Licht stärker ist, da ist auch der Schatten kräftiger
– wenn einer ein überraschendes Geschenk bekommt: „Womit hab ich denn das verdient?“
– der Hauptmann von Kafarnaum: „Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach…“

4. Doch gerade so – im Erkennen u. Anerkennen seiner Schwäche – wird der Mensch fähig für den Ruf Jesu:

„Ich bin gekommen Sünder zu berufen – nicht Gerechte.“

Auch Paulus bezeichnet sich nach der Erscheinung des Auferstandenen als „Missgeburt“, der es nicht wert ist, Apostel genannt zu werden. „Doch durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und sein gnädiges Handeln an mir ist nicht ohne Wirkung geblieben.“
Und er ermutigt jeden von uns, darauf zu vertrauen, was er als Zusage Gottes erfahren hat: „Lass dir an meiner Gnade genügen, denn sie ist gerade in den Schwachen mächtig.“

Jesu Verheißung nicht nur an Petrus:
„Fürchte dich nicht!
Von nun an wirst du Menschen fangen!“

Menschen fangen?

– nicht wie Geheimdienste und Polizisten Terroristen einfangen und gefangen nehmen;
– sondern eher wie Freunde einen ins Straucheln geratenen Menschen auffangen.
– Oder einen, der im Begriff ist, etwas Schlimmes zu tun, abzufangen, damit er es nicht tut.
– Mit einem Menschen wieder etwas Neues anfangen

5. Mit Jesus etwas anfangen – was bedeutet das heute für uns?

– wenn wir meinen alles ist umsonst = vergeblich,
gerade dann vertrauen: „Auf dein Wort hin…“
– wenn wir überraschend einen guten Fang gemacht haben,
gerade dann erkennen: es ist umsonst = ein Geschenk der Liebe Gottes
– wenn wir angesichts eines guten Fanges daran denken, uns gut einzurichten,
gerade dann sich von Jesus losschicken lassen,
um andere aufzufangen und mit ihnen auf Jesu Wort hin
etwas Neues anzufangen.

* * *

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Links:

–> zur 1. Lesung Jesaja 6,1-2a. 3-8 „Hier bin ich, sende mich!“ –>  Jes 6.1-8

–> zum Antwortpsalm: Psalm 138: Alle Könige der Erde werden Gott lobpreisen

–> 2. Lesung: –

–> Evangelium: siehe auch: „Menschenfischer

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott: 5. Sonntag C

Gedenktage:

  • 14. Februar: Cyrill u. Methodius = F
    u. Valentin von Rom = g

* * *

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

.

Stand: 28. Januar 2019

 

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Advent 2018


Advent 2018 – Lesejahr C

Vom vierfachen Advent Christi
Advent – ABC
Adventskalender 2018
Liturgische Texte zu den 4 Adventssonntagen
.      – 1. Advent – 2. Dez. 2018
.      – 2. Advent – 9. Dez. 2018
.      – 3. Advent – Gaudete – 16. Dez. 2018
.      – 4. Advent – 23. Dez. 2018
.      – Weihnachten – 25. Dez. 2018

Weitere Gedanken zum Advent

siehe: Jesajas Hoffnungsbilder
und „Jesaja – Hoffnungsbilder im Advent“ (Power-Point-Präsentation)

zu vier besonderen Heiligen im Advent:
Barbara, Nikolaus, Lucia, Maria
siehe: „Lichtgestalten im Advent“

zum Lied: „Macht hoch die Tür, die Tor‘ macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit“ – mit Bildern von Türen und Toren im Heiligen Land

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Vom vierfachen Advent Christi

„Advent = Ankunft“ eine Zeit hingebender und freudiger Erwartung.

Davon spricht der mittelalterliche Dichter Jacobus de Voragine in folgender Weise:

„Es sind vier Wochen des Advents,
die bezeichnen die vier Ankünfte unseres Herrn:

die erste, dass er zu uns gekommen ist in der Menschheit Christi,

die zweite, dass er mit Gnaden gekommen ist in der Menschen Herzen,

die dritte, dass er zu uns kommt im Tod,

die vierte, dass er wiederkommen wird zum Jüngsten Gericht.

Die letzte Woche des Advents wird selten geendet,
zu einem Zeichen, dass die Herrlichkeit kein Ende hat,
zu der die Heiligen am jüngsten Tag kommen werden.“

–> siehe auch: „Vierfacher Advent“

Advent bis Epiphanie – Zeichnung (c) G. M. Ehlert, Nov. 2018

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Advents-ABC

Advent kommt von „advenire“ = Ankunft
= die Ankunft – das Erscheinen – eines Königs

Advent
heißt Ankommen:

Kann Gott bei mir und dir ankommen?
Werde ich am Ende meines Lebens bei Gott ankommen?

Advent
bedeutet auch: „adventure

= Abenteuer, dem Ankommenden den Weg zu bereiten.

Advent
und Adveniat gehören zusammen:

Gottes Ankunft und unsere Weihnachtsgabe

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Dezember

1 Advent – Ankunft
2 Bereit werden, dem Herrn den Weg zu bereiten
3 Choräle singen
4 Die Nacht ist vorgedrungen…
5 Erwartungsvoll
6 Freude für Kinder: der Nikolaus kommt
7 Geschenke besorgen, Glühwein trinken
8 Herbergssuche
9 Immanuel = Gott ist mit uns
10 Johannes – der Wegbereiter Jesu
11 Kündet allen in der Not…
12 Licht, das die Nacht erhellt…
13 Macht hoch die Tür…
14 Nachtwache halten
15 O Heiland reiß die Himmel auf…
16 Plätzchen backen
17 Quellen brechen in der Wüste auf
18 Rorate-Messe
19 Stern über Betlehem, zeig uns den Weg…
20 Tauet Himmel den Gerechten…
21 unterwegs sein
22 Vorfreude
23 Wurzel Jesse
24 „X-mas-party“(?) – nein, lieber: Christmette feiern
25 Ziel: „Heute ist euch in der Stadt Davids
der Retter geboren; Christus, der Herr“

***

Advent 2013 (c) G. M. Ehlert

Advent:

Wachen,
warten,
Aufbruch wagen,
dem Wunder Gottes Raum geben –
und so vorbereitet:

Weihnachten feiern!

© G. M. Ehlert, 28.11.2009

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Adventskalender 2018

1.12. Advent – Ankunft Charles de Foucauld Welt-Aids-Tag
2 Bereit sein, dem Herrn den Weg zu bereiten 1. Adventssonntag
Hl. Luzius (g)
Tag für die Abschaffung der Sklaverei
3 Choräle singen Hl. Franz Xaver (G) Internat. Tag der M. mit Behinderungen
4 Die Nacht ist vorgedrungen…  Hl. Barbara (g)
Adolph Kolping (g)
5 Erwartungsvoll Hl. Anno (g) Internat. Tag des Ehrenamtes
6 Freude für Kinder: der Nikolaus kommt Hl. Nikolaus (g)
7 Geschenke besorgen, Glühwein trinken Hl. Ambrosius (G) Tag der Internat. Zivilluftfahrt
8 Herbergssuche Mariä Empfängnis (H)
9 Immanuel = Gott ist mit uns 2. Adventssonntag
Juan Diego (g)
Welt-Anti-Korruptionstag
10 Johannes – der Wegbereiter Jesu Übertragung des Hauses in Nazaret nach Loreto Internat. Tag der Menschenrechte

Gedenktag für verstorbene Kinder

11 Kündet allen in der Not…   Damasus I. (g)
12 Licht, das die Nacht erhellt… U.L.F. von Guadalupe (g)
13 Macht hoch die Tür… Hl. Lucia (g)
14 Nachtwache halten Johannes vom Kreuz (G)
15 O Heiland reiß die Himmel auf…
16 Plätzchen backen 3. Adventssonntag (Gaudete)
Hl. Adelheid (g)
17 Quellen brechen in der Wüste auf O Weisheit
18 Rorate-Messe O Adonai Internat. Tag der Migranten
19 Stern über Betlehem, zeig uns den Weg… O Wurzel Jesse
20 Tauet Himmel den Gerechten… O Schlüssel Davids
21 unterwegs sein O Aufgang
22 Vorfreude O König der Völker
23 Wurzel Jesse 4. Adventssonntag
O Gott mit uns, Immanuel
24 X-mas-party“(?) – nein, lieber: Christmette feiern (O Virgo Virginis)
Adam u. Eva
25 Ziel: „Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren Christus, der HERR.“ WEIHNACHTEN (H)

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Advent – Lesejahr C

1. Adventssonntag C

(= 2. Dezember 2018)

Eröffnungsvers (Ps 25,1-3)
„Zu dir, HERR, erhebe ich meine Seele.
Mein Gott, dir vertraue ich.
Lass mich nicht scheitern,
lass meine Feinde nicht triumphieren!
Denn niemand, der auf dich hofft, wird zuschanden.“

–> Zum Introitus: „Ad te levavi animam meam
–> zu Psalm 25: Das ABC der Bitten an Gott

Tagesgebet
Herr, unser Gott,
alles steht in deiner Macht;
du schenkst das Wollen und das Vollbringen.
Hilf uns, dass wir auf dem Weg der Gerechtigkeit
Christus entgegengehen
und uns durch Taten der Liebe
auf seine Ankunft vorbereiten,
damit wir den Platz zu seiner Rechten erhalten,
wenn er wiederkommt in Herrlichkeit.
Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in Ewigkeit.

1. Lesung: Jeremia (Jer 33,14-16):
Ich werde für David einen gerechten Spross aufsprießen lassen 

Antwortpsalm: Psalm 25,4-5.8-9.10 u. 14:

–> zu Psalm 25: Das ABC der Bitten an Gott

2. Lesung: 1 Thessalonicherbrief (1 Thess 3,12 – 4,2) 
„Der HERR möge euer Herz festigen, damit ihr ohne Tadel seid, wenn Jesus, unser Herr, kommt“

Ruf vor dem Evangelium (Ps 85,8)
Halleluja. Halleluja.
Erweise uns, HERR, deine Huld,
und gewähre uns dein Heil!
Halleluja.

Evangelium: Lukas (Lk 21,25-28.34-36)
Eure Erlösung ist nahe

Liturgische Texte – siehe auch Schott: Erster Adventssonntag C

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2. Adventssonntag C

(= 9. Dezember 2018)

Eröffnungsvers (vgl. Jes 30,19.30)
„Der HERR wird kommen, um die Welt zu erlösen.
Volk Gottes, mach dich bereit.
Höre auf ihn, und dein Herz wird sich freuen.“

–> zum Introitus:
Populus Sion, ecce Dominus veniet ad salvandas gentes

Tagesgebet:
Allmächtiger und barmherziger Gott,
deine Weisheit allein zeigt uns den rechten Weg.
Lass nicht zu,
dass irdische Aufgaben und Sorgen uns hindern,
deinem Sohn entgegenzugehen.
Führe uns durch dein Wort und deine Gnade
zur Gemeinschaft mit ihm,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung: Baruch (Bar 5,1-9):
„Gott will deinen Glanz dem ganzen Erdkreis zeigen“

Antwortpsalm: Psalm 126,1-2b.2c-3.4-5.6
Großes hat der HERR an uns getan. – Da waren wir fröhlich

–> zu Psalm 126: Heimkehrer – mit Tränen säen – mit Jubel ernten

2. Lesung: Philipperbrief (Phil 1,4-6.8-11)
Seid rein und ohne Tadel für den Tag Christi 

Ruf vor dem Evangelium (Ps 85,8)
Halleluja. Halleluja.
Bereitet dem HERRN den Weg!
Ebnet ihm die Straßen!
Und alle Menschen werden das Heil sehen, das von Gott kommt.
Halleluja.

Evangelium: Lukas (Lk 3,1-6)
„Alle Menschen werden das Heil sehen, das von Gott kommt“

–> siehe Studienübersetzung: Lk 3,1-6

Liturgische Texte – siehe auch Schott: Zweiter Adventssonntag C

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3. Adventssonntag C (Gaudete)

(= 16. Dezember 2018)

Eröffnungsvers (Phil 4,4-5)
„Freut euch im HERRN zu jeder Zeit!
Noch einmal sage ich: Freut euch!
Denn der HERR ist nahe.“

–> zum Introitus: „Gaudete in Domino semper!“

Tagesgebet: 
Allmächtiger Gott,
sieh gütig auf dein Volk,
das mit gläubigem Verlangen
das Fest der Geburt Christi erwartet.
Mache unser Herz bereit
für das Geschenk der Erlösung,
damit Weihnachten für uns alle
ein Tag der Freude und der Zuversicht werde.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

1. Lesung: Zefanja (Zef 3,14-17):
„Dein Gott jubelt über dich und frohlockt“

Antwortpsalm: Jes 12,2.3 u. 4bcd.5-6
Freut euch und jubelt; in eurer Mitte ist der HERR

2. Lesung: Philipperbrief (Phil 4,4-7)
Der HERR ist nahe

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Jes 61,1)
Halleluja. Halleluja.
Der Geist des HERRN ruht auf mir.
Der HERR hat mich gesandt,
den Armen die Frohe Botschaft zu bringen.
Halleluja.

Evangelium: Lukas (Lk 3,10-18)
„Was sollen wir also tun?“

Liturgische Texte – siehe auch Schott: Dritter Adventssonntag C

Gedanken zum 3. Advent C – GAUDETE!

„Würdige Früchte des Mitdenkens!“

„Laut dein Lob wir heben an, Sankt Johannes, großer Mann!
Christi Verkünder, Mahner der Sünder,
heiliger Täufer, bitte für uns!“
(GL 870 Anhang Bistum Münster)

1. Umkehrbotschaft des Johannes
Er verkündete eine „Taufe des Mitdenkens zur Vergebung der Sünden“ – und rief dazu auf, „würdige Früchte des Mitdenkens“ hervorzubringen.

2. Was sollen wir daher tun?
Antwort: Mitmenschlichkeit und Gerechtigkeit ausüben.
Jeder – so wie es ihm möglich ist.

3. Vergleich Johannes und Christus:
„Ja, ich tauche hinein euch ins Wasser“ (= Reinigung, Umdenken)
ER – der Stärkere – der kommen wird
(in Bezug auf ihn ich nicht geeignet/ tauglich/ genügend 
ihm die Riemen seiner Sandalen zu lösen)
Ja, er wird hineintauchen euch
in den Geist – den heiligen (= den Geist der Kindschaft Gottes)
– und in Feuer (= Feuer der Liebe Gottes)

4. Christus – mit dem Worfschaufel in der Hand
Er hält die Schaufel in seiner Hand,
um die Tenne zu reinigen;
(siehe 2 Sam 24,16ff Tenne des Arauna – Ort für Altar des Tempels; Jesus erfüllt diese Ankündigung bei seiner Tempelreinigung)
um das Getreide/ Weizen in der „Apotheke“ (= Aufbewahrungsort/ Speicher/ Scheune) zu versammeln (= Synagoge)
und die Spreu zu verbrennen.

„Drohbotschaft“ – gegen „Frohbotschaft“?
nicht: hier die Guten (= der Weizen) – dort die Bösen (= der Spreu);
sondern: hinein zur Vollendung das Gute – verbrannt wird das Untaugliche eines jeden Menschen.

Die Botschaft des Johannes des Täufers falsch verstanden,
kann zu Fanatismus u. Rigorismus führen;
richtig verstanden ist sie eine frohmachende Botschaft zum Heil.

5. Die Heilsbotschaft des Johannes
„Mit diesen und vielen anderen Worten ermahnte er das Volk und verkündete die frohe Botschaft.“ (Lk 3,14)

Vielfach nun – auch anderes – heranrufend
verkündete er das Evangelium an das Volk.
(jedem so, wie es gut für ihn ist):

die Mutlosen ermutigte er
die Traurigen tröstete er
die Verstockten ermahnte er
die Verzagten ermunterte er
den Zornigen redete er gütlich zu
Niedergedrückte richtete er auf
Ausgestoßene lud er ein
statt zu fordern bat er (um Verständnis)

auf vielfältige Weise also evangelisierte er das Volk.
verkündete so die gute, frohmachende
und heilsame Botschaft.

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4. Adventssonntag C

(= 23. Dezember 2018)

Eröffnungsvers (vgl. Jes 45,8)
„Tauet, ihr Himmel, von oben!
Ihr Wolken, regnet herab den Gerechten!
Tu dich auf, o Erde, und sprosse den Heiland hervor!“

–> zum Introitus: Rorate caeli desuper, et nubes pluant iustum: aperiatur terra, et germinet Salvatorem.

Tagesgebet:
Allmächtiger Gott,
gieße deine Gnade in unsere Herzen ein.
Durch die Botschaft des Engels
haben wir die Menschwerdung Christi,
deines Sohnes, erkannt.
Führe uns durch sein Leiden und Kreuz
zur Herrlichkeit der Auferstehung.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus, unseren Herrn…

1. Lesung: Micha (Mi 5,1-4a):
„Aus dir wird der hervorgehen, der über Israel herrschen soll“

Antwortpsalm: Psalm 80,2ac u. 3bc.15-16.18-19
Richte uns wieder auf, o Gott! –
Lass dein Angesicht leuchten, und wir sind gerettet

–> zu Psalm 80: Bitte für Israel – den Weinstock Gottes

2. Lesung: Hebräerbrief (Hebr 10,5-10)
„Ja, ich komme, um deinen Willen, Gott, zu tun“

Ruf vor dem Evangelium (vgl. Lk 1,38)
Halleluja. Halleluja.
Maria sagte:
Siehe, ich bin die Magd des HERRN;
mir geschehe nach deinem Wort.
Halleluja.

Evangelium: Lukas 1,39-4526-38
„Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“

Liturgische Texte – siehe auch Schott: Vierter Adventssonntag C

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Weihnachten

(= 25. Dezember 2018)

„verherrlicht ist Gott in der Höhe
und Frieden den Menschen seiner Gnade“

advent-2016-f5a

 Bald folgen weitere Texte zum Weihnachtsfest
–> siehe auch Weihnachten 2017:
a) Geburt Christi u. b) Weihnachtszeit

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Stand: 26. Nov. 2018

3. Fastensonntag


zum 3. Fastensonntag („Oculi“) im Lesejahr C = 28. Februar 2016

Eröffnungsvers:

Oculi mei semper ad Dominum, quia ipse evellet de laqueo pedes meos. Respice in me et miserere mei, quoniam unicus et pauper sum ego.

Meine Augen schauen stets auf den Herrn; denn er befreit meine Füße aus dem Netz. Wende dich zu mir und sei mir gnädig, denn ich bin einsam und gebeugt.
(Ps 25,15f)
3-Oculi-a

1. Lesung: Ex 3,2-8a.13-15: Berufung des Mose am brennenden Dornbusch – die Offenbarung des Namens Gottes „Ich-bin-da“ –> zum Gottesnamen JHWH

2. Lesung: 1 Kor 10,1-6.10-12: Das Leben des Volkes mit Mose in der Wüste wurde uns zur Warnung aufgeschrieben

Evangelium Lk 13,1-9: Ihr werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt

 

„Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde,
heute wird getan oder auch vertan,
worauf es ankommt, wenn ER kommt!“

Lukasevangelium: 12,54 – 13,9:

von der Gnadenfrist, die uns geschenkt wird,
um das zu tun, worauf es ankommt

Er (= Jesus) sagte aber auch zu den Volksmengen:

Jedes Mal wenn ihr
aufsteigend erkennt die Wolke aus dem Untergang
(= Westen),

sprecht ihr, dass der Regenguss kommen wird (und die Leute können sich rechtzeitig darauf vorbereiten) – und es ereignet sich genauso.

und jedes Mal, wenn der Südwind bläst, sprecht ihr, dass die Hitze kommen wird (und die Leute können sich rechtzeitig darauf vorbereiten)– und es ereignet sich genauso.

(Ihr) Scheinheilige
das Aussehen der Erde und des Himmels erkennt ihr zu prüfen,
(worauf es dabei ankommt)

die rechte Zeit (= kairos) aber
(wie kommt es)
, dass ihr diese nicht erkennt
(auf das Erforderliche hin)
zu prüfen?

Was (ist es) aber auch, (dass ihr) bei euch selbst
nicht unterscheidet das Rechte?

Wie (= solange) nämlich du
weggehst mit deinem
(Prozess)Gegner zum Oberen (wörtl. = Anfänglichen) auf dem Weg (noch) gib Erwirktes (= verdientes Geld) um losgemacht zu werden von ihm,
damit er dich nicht hinschleppe zu dem Unterscheider
(= Richter), und der Unterscheider dich dem Vollstrecker übergeben wird
und der Vollstrecker dich in Gewahrsam werfen wird.

Ich sage dir, nicht – gar nicht – kommst du von dort heraus, bis du auch das letzte Läpton (= kleinste Münze) herausgegeben hast.


Es waren anwesend
aber einige zu derselben rechten Zeit
(Kairos), verkündend ihm über die Galiläer, deren Blut Pilatus vermischte mit dem ihrer Opfer(tiere). (Hatten sie etwa nicht erkannt, worauf es an-kam?)

Und antwortend sprach er zu ihnen:
Meint ihr, dass die Galiläer – neben all den
(anderen) Galiläern –
Sünder geworden waren, da sie dies erlitten haben?

Nein, ich sage euch vielmehr:
wenn ihr nicht mitdenkt
(= umkehrt),
werdet ihr alle gleicherweise zu Grunde gehen.

Oder jene, die achtzehn, auf die der Turm bei dem Siloch(teich) fiel und sie umbrachte,
meint ihr, dass sie Schuldige geworden waren neben all den
(anderen) Menschen, die in Jerusalem wohnen?

Nein, ich sage euch vielmehr: wenn ihr nicht mitdenkt (= umkehrt),
werdet ihr alle gleicherweise zu Grunde gehen.

Er sagte aber die (folgende) Parabel:

Einen Feigenbaum hatte irgendeiner
– der gepflanzt worden war in dem Weinberg von ihm –

und er war gekommen suchend Frucht an ihm
und nicht fand er sie.

Und er hatte gesprochen zu dem Weinbergwirker (= Winzer)
drei Jahre seitdem ich komme
Frucht suchend an diesem Feigenbaum
und finde sie nicht;

hau ihn heraus;
wozu auch soll er die Erde aussaugen?

Der aber antwortend sagt zu ihm:
Herr,
erlass ihn auch dieses (folgende) Jahr,
bis dass ich umgegraben habe um ihn herum
und Mist geworfen,

und wenn gemacht haben wird Frucht in der Zukunft…

anderenfalls wirst du ihn heraushauen.

In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“ –
Die Namen der Sonntage der Fastenzeit / Passionszeit:
1. Fastensonntag: Invocabit
2. Fastensonntag: Reminiscere
3. Fastensonntag: Oculi
4. Fastensonntag: Laetare
5. Fastensonntag: Iudica
Palmsonntag: Palmarum
Ostern: Resurrexi

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert