Schlagwort-Archive: Lazarus

26. Sonntag C

26. Sonntag im Jahreskreis C

Sonntag, 29. September 2019

1. Lesung: (Am 6,1a.4-7) Ende der Sorglosigkeit
2. Lesung: (1 Tim 6,11-16) Vollendung der sich Bemühenden
Evangelium: (Lk 16,19-31) Armer Lazarus – als Warnung für reichen Prasser

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Auferweckt zum Leben (5.F.A)

5. Fastensonntag A

2. April 2017

Evangelium am 5. Fastensonntag im Lesejahr A:
Joh 11,1-45: Auferweckung des Lazarus aus Betanien:
– Bibeltext: Joh 11.1-54
– Bild-Meditation: Lazarus-komm
– Gedanken zu den „Tränen Christi
Sieben Zeichen Jesu im Johannesevangelium

zu den Liturgischen Texten vom 5. Fastensonntag

Meditation: 

Auferweckung des Lazarus
– Das siebte Zeichen (Joh 11,1-53)

Marta sagte zu Jesus:
„Herr, wärst du hier gewesen,
dann wäre mein Bruder Lazarus nicht gestorben.
Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest,
wird Gott dir geben.

Jesus sagte zu ihr:
Dein Bruder wird auferstehen.

Marta sagte zu ihm:
Ich weiß, dass er auferstehen wird
bei der Auferstehung am Letzten Tag.

Jesus erwiderte ihr:
ICH BIN die Auferstehung und das Leben.
Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt,
und jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird auf ewig nicht sterben.
Glaubst du das?

Marta antwortete ihm:
Ja, Herr, ich glaube, dass du der Messias bist,
der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.“

Lazarus, komm heraus!

Lazarus-komm

„Lazarus – komm heraus!“ – Grafik (c) G. M. Ehlert, 20.05.2007

Bild zu Joh 11,1-53

Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren
und gesehen hatten, was Jesus getan hatte,
kamen zum Glauben an ihn.

Doch die Hohepriester und die Pharisäer
beriefen eine Versammlung des Hohen Rates ein…
Von diesem Tag an waren sie entschlossen, ihn zu töten.


Die Liturgischen Texte zum 5. Fastensonntag A

Eröffnungsvers (Ps 43,1-2)
„Verschaff mir Recht, o Gott,
und führe meine Sache gegen ein treuloses Volk!
Rette mich vor bösen und tückischen Menschen,
denn du bist mein starker Gott.“

1. Lesung: Ez 37,12b-14
„Ich hauche euch meinen Geist ein, dann werdet ihr lebendig“

ez-37-1ba

–> Ezechiel 37,1-14 (wortgetreue Arbeitsübersetzung G. M. Ehlert)
–> Gottes Geisteskraft

Antwortpsalm (Ps 130,1-2.3-4.5-6b.6c-7a.8)

–> zu Psalm 130: De profundis  (Aus der Tiefe rufe ich HERR zu dir)

2. Lesung: Röm 8,8-11
Der Gott dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, wohnt in euch.

Ruf vor dem Evangelium: (Joh 11,25a.26b)
Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre! –
(So spricht der HERR)
„Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Jeder, der an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben.“
Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre!

Evangelium: Joh 11,1-43 (Kurzfassung: Joh 11,3-7.17.20-27.31b-45)
„Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt wird leben“

–> Joh 11,1-45: Auferweckung des Lazarus aus Betanien:
– Bibeltext: Joh 11.1-54
– Bild-Meditation: Lazarus-komm
– Gedanken zu den „Tränen Christi

siehe auch: „Gottes Geisteskraft

Liturgische Texte – siehe auch Schott: 5. Fastensonntag A

Die Namen der Sonntage der Fastenzeit / österliche Bußzeit/ Passionszeit:
1. Fastensonntag: Invocabit – (5. März 2017)
2. Fastensonntag: Reminiscere – (12. März 2017)
3. Fastensonntag: Oculi – (19. März 2017)
4. Fastensonntag: Laetare – (26. März 2017)
5. Fastensonntag: Iudica – (2. April 2017)
Palmsonntag: Palmarum – (9. April 2017)

Ein Merkvers: „In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“

In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“

siehe auch: 1. Fastensonntag A (Mt 4,1-11): Versuchungen Jesu in der Wüste
2. Fastensonntag A (Mt 17,1-9): Verklärung Jesu auf dem Berg
3. Fastensonntag A (Joh 4,5-42): Lebensquelle
4. Fastensonntag A (Joh 9,1-41): Licht des Lebens
5. Fastensonntag A (Joh 11,1-45): Auferweckung des Lazarus
Palmsonntag A: Passion Jesu Die Heilige Woche
und Karwoche – (Palmsonntag – Ostern)

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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in Abrahams Schoß (26. C)


26. Sonntag im Jahreskreis C

(= 25. September 2016)

Eröffnungsvers (vgl. Dan 3,31.29.30.43.42)

Alles, was du uns getan hast, o Herr,
das hast du nach deiner gerechten Entscheidung getan,
denn wir haben gesündigt, wir haben dein Gesetz übertreten.
Verherrliche deinen Namen und rette uns
nach der Fülle deines Erbarmens.

1. Lesung: Am 6,1a.4-7
Weh den Sorglosen; das Fest der Faulenzer ist nun vorbei

Antwortpsalm: Ps 146,6-7.8-9b.9c-10

2. Lesung: 1 Tim 6,11-16
Erfülle deinen Auftrag rein und ohne Tadel, bis zum Erscheinen Jesu Christi

Ruf vor dem Evangelium (vgl. 2 Kor 8,9)

Halleluja. Halleluja.
Jesus Christus, der reich war,
wurde aus Liebe arm.
Und durch seine Armut hat er uns reich gemacht.
Halleluja.

Evangelium: Lk 16,19-31
Lazarus wird jetzt getröstet, du aber musst leiden.

Liturgische Texte – siehe auch Schott 26. Sonntag i.J. C

 

zum Tagesevangelium: Lk 16,19-31

eine textgetreue Übersetzung mit Erläuterungen:
Lk 16,19-31: Der reiche Prasser und der arme Lazarus

Predigtgedanken zum Tagesevangelium:
Lazarus vor unserer Tür

Lazarus + ein Reicher + Abraham + wir, die „fünf Brüder“:

Lk 16,19-31

Der reiche Prasser und der arme Lazarus – Lk 16,19-31,

(c) G. M. Ehlert, 24.09.2016

 

Das Gleichnis vom reichen Prasser und dem elenden Lazarus
– Ein Warnschild für alle Frommen

 

„Was die Menschen für großartig halten,
das ist in den Augen Gottes ein Gräuel.“
(Lk 16,15)

geachtet

„Es war einmal ein reicher Mann,
der sich in Purpur und feines Leinen kleidete
und Tag für Tag herrlich und in Freuden lebte.“ (Lk 16,19)

Der hat es gut. –

Der ist wohl gut –

dass ihn Gott mit solchem Reichtum belohnt!?

geächtet

„Vor der Tür des Reichen aber
lag ein armer Mann namens Lazarus,
dessen Leib voller Geschwüre war.
Er hätte gern seinen Hunger mit dem gestillt,
was vom Tisch des Reichen herunterfiel.
(Doch keiner gab ihm davon).
Stattdessen kamen Straßenköter und leckten an seinen Geschwüren.“(Lk 16,20-21)

Dem geht es schlecht –

                   der ist wohl schlecht –

                            dass ihn Gott mit solchem Elend bestraft!?

 

gerichtet

„von den Engeln in Abrahams Schoß getragen“(Lk 16,22b)

so wird der arme Lazarus

                  aufgerichtet

                           in der Seligkeit des Himmels!

 

„in der Unterwelt, wo er (= der Reiche) qualvolle Schmerzen litt, blickte er auf…“ (Lk 16,23)

sein Aufblicken zum Himmel

                  es kommt zu spät

                           er hatte ja selbst sein Leben zugrunde gerichtet

 

„Schick ihn (= Lazarus) in das Haus meines Vaters… er soll sie warnen…“ (Lk 16,28)

Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören,

                  werden sie sich auch nicht überzeugen lassen,

                           wenn einer von den Toten aufersteht.“ (Lk 16,31)

 

Lazarus heißt: „Gott hat geholfen“

Gott hat geholfen – dem armen Lazarus, der von den Reichen und Frommen kein Erbarmen zu erwarten hatte…
Er wurde von Engeln in Abrahams Schoß getragen.
Auch der reiche Prasser bittet um Hilfe für sich und für seine fünf Brüder:
Doch die erbetene Hilfe wird ihm verweigert, denn:

„Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören,
werden sie sich auch nicht überzeugen lassen,
wenn einer von den Toten aufersteht.“ (Lk 16,31)

Gott hat geholfen – den Reichen und Frommen, denen Jesus dieses Gleichnis vom reichen Prasser und dem armen Lazarus zur Warnung erzählte…

Doch werden sie Gottes Hilfe annehmen und umkehren,
damit sie das Leben haben???

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

 

 

 

 

Tränen Christi

Die Tränen Jesu

Dreimal ist in der Bibel vom Weinen bzw. von den Tränen Jesu die Rede:

  1. Die Tränen Jesu am Grab des Freundes Lazarus: (Joh 11,33-38)
  2. Das Weinen Jesu über die Stadt Jerusalem, deren Zerstörung er vorhersieht (Lk 19,41ff)
  3. Die Tränen Jesu beim Gebet im Garten Getsemani (Hebr. 5,7)

Tränen-3a

1. Die Tränen Jesu am Grab des Freundes Lazarus: (Joh 11,33-38)

In der Komposition der Schilderung von der Auferweckung des Lazarus stellt der Evangelist Johannes das Wort von den Tränen Jesu in den Mittelpunkt.

Jesus im Gebiet östlich des Jordan: 10,40-42
Nachricht vom Tod des Lazarus: 11,1-16

Die Auferweckung des Lazarus als Zeichen: 11,17-44
Ankunft Jesu in Betanien 17-19
Gespräch Jesu mit Martha: Ich bin die Auferstehung und das Leben
Begegnung mit Maria 28-32
Jesus am Grab des Lazarus 33-34
Jesu Tränen 35
Reaktion der Juden auf die Tränen Jesu 36-38
Jesu Befehl den Stein vom Grab zu nehmen 39-41a
Jesu Gebet zum Vater 41b-42
Jesu Befehl: Lazarus kommt aus der Grabhöhle heraus 43-44

Tötungsbeschluss des Hohen Rates: 11,45-53
Erneuter Rückzug Jesu: 11,54

11,33 Als Jesus sah, wie sie weinte
(gr. = klaio = ein hörbares Weinen / Schluchzen)
und wie auch die Juden weinten, die mit ihr gekommen waren,
            (= wie Menschen ohne Glauben, dass er Tote erwecken kann…)
war er im Innersten erregt und erschüttert.
            (= voller Zorn über solchen Unglauben)
11,34 Er sagte: Wo habt ihr ihn bestattet?
Sie antworteten ihm: Herr, komm und sieh!
11,35 Es tränte Jesus.
(gr. = edakrüsen = ein stilles Weinen…)
11,36 Die Juden sagten: Seht, wie lieb er ihn hatte!
            (= sie deuten Jesu Tränen als Trauer über den Verlust eines Freundes)
11,37 Einige aber sagten: Wenn er dem Blinden die Augen geöffnet hat,
hätte er dann nicht auch verhindern können, dass dieser hier starb?
11,38 Da wurde Jesus wiederum innerlich erregt,
            (= voller Zorn über die Verstocktheit der Menschen, deren verhärtetes Herz nicht einmal das größte Wunder erweichen kann)
und er ging zum Grab.
Es war eine Höhle, die mit einem Stein verschlossen war.

Was sind das für Tränen, die Jesus am Grabe des Lazarus weint?

  • Sind es Tränen der Trauer, die Jesus über den Tod seines Freundes Lazarus vergießt? –

Vermutlich nein, denn Jesus hat ja fest vor, ihn im nächsten Augenblick von den Toten zu erwecken.

  • Sind es Tränen des Mitgefühls mit dem Schmerz der trauernden Schwestern Marta und Maria? –

Vermutlich ja.

  • Sind es Tränen des Ergriffenseins über den Unglauben der Menschen?

Ja, Jesus erkennt im Blick auf die (untröstlich) weinenden Frauen, welche Übermacht der Tod auf die Menschen ausübt, seitdem sie im Ungehorsam die Gewissheit der Freundschaft Gottes verloren hatten und der Macht des Todes verfallen waren. Er weint darüber, wie schwer es den Menschen – selbst seinen Freunden – fällt, daran glauben zu können, dass er den Menschen aus der Macht des Todes erlösen kann und will.

  • Sind es Tränen des Zorns über die Verstocktheit der Menschen? –

Ja, Jesus weint Tränen des Zorns im Blick auf die Menschen mit einem verstockten Herzen, die er auch nicht mit der Krönung seiner Wundertaten – der Auferweckung des Lazarus – überzeugen wird, weil ihr Herz verhärtet ist, weil sie nicht glauben wollen, sondern ihn umbringen wollen.

  • Sind es Tränen im Blick auf die eigene Passion? –

Ja, auch im Blick auf seine eigene bevorstehende Passion „bis zum Tod am Kreuz“ weint Jesus, weil in dieser von Herzenshärte und Todesverfallenheit geprägten Welt er nur auf diese Weise viele Menschen zum Glauben an ihn bringen kann.

2. Das Weinen Jesu über die Stadt Jerusalem, deren Zerstörung er vorhersieht (Lk 19,41ff)

Im Blick auf die Stadt Jerusalem – kurz vor seiner Passion – weint Jesus erneut – diesmal für die Begleiter hörbar:

„Als er näher kam und die Stadt sah, weinte er über sie und sagte: Wenn doch auch du an diesem Tag erkannt hättest, was dir Frieden bringt. Jetzt aber bleibt es vor deinen Augen verborgen. Es wird eine Zeit für dich kommen, in der deine Feinde rings um dich einen Wall aufwerfen, dich einschließen und von allen Seiten bedrängen. Sie werden dich und deine Kinder zerschmettern und keinen Stein auf dem andern lassen; denn du hast die Zeit der Gnade nicht erkannt.“ (Lk 19,41-44)

3. Die Tränen Jesu beim Gebet im Garten Getsemani (Hebr. 5,7)

Und von den Tränen Jesu im Garten Getsemani berichtet der Hebräerbrief:

„Als er auf Erden lebte, hat er mit lautem Schreien und unter Tränen Gebete und Bitten vor den gebracht, der ihn aus dem Tod retten konnte, und ist erhört und aus seiner Angst befreit worden.“ (Hebr. 5,7)

Totenerweckung

Evangelium am 5. Fastensonntag im Lesejahr A:
Joh 11,1-45: Auferweckung des Lazarus aus Betanien:
– Bibeltext: Joh 11.1-54
– Bild-Meditation: Lazarus-komm

Lazarus – vor deiner Tür


zum 26. Sonntag im Jahreskreis C (= 26. September 2010)
Tagesevangelium: aus dem Lukasevangelium 16,19-31

eine textgetreue Übersetzung mit Erläuterungen:
Lk 16,19-31: Der reiche Prasser und der arme Lazarus

Predigtgedanken zum Tagesevangelium:
Lazarus vor unserer Tür

Lazarus + ein Reicher + Abraham + wir, die „fünf Brüder“:

Gleichnis vom armen Lazarus u. dem reichen Prasser (Lk 16,19-31) –
Bild: (c) G. M. Ehlert, 19.09.2010

Gott hat geholfen – dem armen Lazarus, der von den Reichen und Frommen kein Erbarmen zu erwarten hatte…
Er wurde von Engeln in Abrahams Schoß getragen.
Auch der reiche Prasser bittet um Hilfe für sich und für seine fünf Brüder:
Doch die erbetene Hilfe wird ihm verweigert, denn:

„Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören,
werden sie sich auch nicht überzeugen lassen,
wenn einer von den Toten aufersteht.“ (Lk 16,31)

Gott hat geholfen – den Reichen und Frommen, denen Jesus dieses Gleichnis vom reichen Prasser und dem armen Lazarus zur Warnung erzählte…

Doch werden sie Gottes Hilfe annehmen und umkehren,
damit sie das Leben haben???

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