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Der Palmesel

Von Palmesel, Paschalamm, Hahn und Fisch…

Eines Tages kamen ein Esel, ein Lamm, ein Hahn und ein Fisch zusammen und erzählten von ihren Erfahrungen mit Gott.

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Palmesel + Paschalamm + Hahn + Fisch; (c) G. M. Ehlert, 24.03.2018


Palmsonntag –

Der Esel fing an zu erzählen:
Einst war ich unterwegs und trug den fremden Seher Bileam, der das Volk Gottes verfluchen sollte. Doch auf dem Weg sah ich den Engel Gottes, der ihm den Weg versperrte. Als ich nicht weiterging, wurde ich geschlagen – Undank ist der Welten Lohn… – doch schließlich erkannte Bileam, dass Gott ihm sagen wollte, dass er das Volk Gottes segnen und nicht verfluchen sollte. …
Später wurde ich von Josef geführt und trug die Gottesmutter Maria, die guter Hoffnung war auf ihrem Weg von Nazaret nach Betlehem.
Bei der Geburt Jesu war ich – und auch ein Ochse – dabei. Wir wärmten das Baby in kalter Nacht mit unserem Atem.Palmsonntag1a
Einige Zeit später trug ich erneut Maria mit ihrem Kind auf ihrer Flucht von Betlehem nach Ägypten.
Doch der Höhepunkt meiner Gotteserfahrung war, als zwei Jünger mich in Betfage losbanden, damit ich Jesus – den wahren Friedenskönig – trage auf seinem feierlichen Einzug in Jerusalem… so wurde ich zu einem „Christophorus“ – einem Christusträger.

Bist auch du ein Christusträger,
trägst du Christus zu den Menschen?
.

Gründonnerstag –

Das Lamm fuhr fort:
Als Jesus in Jerusalem in den Tempel kam, da traf er dort viele meiner Artgenossen, die dort untersucht wurden, ob sie würdig sind für das Oper im Tempel. Kurz vor dem großen Fest, dem Paschafest, an dem sich die Juden an den Auszug aus Ägypten erinnerten, wurden viele Lämmer im Tempel geschlachtet. –
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So wurde auch ich ausgesucht, um beim Paschamahl mit Jesus und seinen Jüngern vereint zu werden.
Bei dem Mahl, bevor das Paschalamm verzehrt wurde, hörte ich, wie Jesus sagte, dass er künftig das wahre Osterlamm sein werde. Er nahm das Brot, sagte Gott Dank, brach das Brot und gab es seinen Jüngern, indem er etwas bisher nie dagewesenes sagte: „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“
Und dann sagte er: „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ –

Künftig soll also nicht nur die Befreiung des Volkes Gottes aus Ägypten gefeiert werden, sondern die viel größere Befreiung und Erlösung von dem Bösen durch Jesus Christus, die nach diesem feierlichen Abendmahl bevorstand. Und bis heute wird beim Osterfest ein gebackenes Osterlamm beim österlichen Mahl miteinander geteilt.

Karfreitag –

Der Hahn knüpfte an und sprach:
Noch im Abendmahlssaal hat Petrus geschworen, stets zu Christus, seinem Herrn zu stehen. Doch Jesus sagte: „Noch ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.“ – Und in der Nacht der Gefangennahme Jesu kurz bevor die Sonne am Karfreitag aufging, bekam ich mit, wie Jesus beim Hohepriester Kajaphas verhört und verurteilt wurde. Draußen im Hof saß Petrus bei den Bediensteten und wärmte sich an einem Kohlenfeuer. Da leugnete er dreimal und sagte: „Ich kenne diesen Menschen nicht!“ –
Ja, er kannte Jesus noch nicht gut genug. Doch als ich krähte, da erkannte er seine Schuld, ging weg und weinte bitterlich.“ – Hahn-1

Und bis heute stehe ich auf den Kirchtürmen vieler Kirchen und erinnere die Menschen auch an ihre Schwäche.
So heißt es in einem kirchlichen Lied:
„Der Hahn, des Tages Herold, ruft…
…stehet rasch vom Schlafe auf:
Der Hahn weckt jeden, der noch träumt.
Der Hahn bedrängt, die säumig sind,
der Hahn klagt die Verleugner an.
… Herr, wenn wir fallen, sieh uns an
und heile uns durch deinen Blick.
Dein Blick löscht Fehl und Sünde aus,
in Tränen löst sich uns’re Schuld.

Und Petrus erfuhr diesen verzeihenden Blick Jesu – am Osterabend oder spätestens beim österlichen Frühstück am See von Tiberias.

Osterabend –

Der Fisch hatte bisher geschwiegen,
doch nun begann auch er zu erzählen:
Ich hatte Jesus zum ersten Mal kennengelernt, wie er Petrus nach einer erfolglosen Nacht erneut aufforderte, das Netz im See auf der rechten Seite auszuwerfen. Dabei fing Petrus viele Fische; er bekannte seinen kleinen Glauben, doch Jesus rief ihn zu sich und sagte: „Von nun an sollst du ein Menschenfischer sein.“ –
Diesen Auftrag erneuerte Jesus nach seiner Auferstehung von den Toten bei der Begegnung mit den Jüngern beim Frühstück am See.
Ichthys - der Fisch
Doch da war ich längst nicht mehr dort. Ich wurde eines Tages gefangen, in Salz eingelegt, um haltbar zu sein und dann kam ich nach Jerusalem. Dort sollte ich als Speise dienen am Osterabend, als die Jünger voller Angst hinter verschlossenen Türen versammelt waren. Doch der Auferstandene kam trotz verschlossener Türen in ihre Mitte. Als sie es immer noch nicht wahr haben konnten, dass er wirklich lebt, da nahm er mich und aß mich vor ihren Augen auf. – Nur die Gräten blieben zurück. So wurde auch ich ganz mit Jesus vereint und habe teil an seiner Auferstehung.

Und bis heute bin ich ein besonderes Symbol für die Christen. Denn mein griechischer Name: „I-Ch-T-Y-S“ ist zugleich ein kurzes Glaubensbekenntnis.
Es lautet: „Jesus Christus, Gottes Sohn, Retter.“

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Stand: 24.03.2018

Jesajas Hoffnungsbilder

„Jesaja – Bilder der Hoffnung im Advent“

1. Advent: Jes 2,1-5:
„Kommt, wir ziehen hinauf zum Berg des Herrn…
… denn vom Zion kommt die Weisung des Herrn…
Dann schmieden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern…“

2. Advent: Jes 11,1-10:
„Aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor…
Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm…
Dann wohnt der Wolf beim Lamm…“

3. Advent: Jes 35,1-6a.10:
„die Steppe soll jubeln und blühen…
Sagt den Verzagten: Habt Mut, fürchtet euch nicht!
Dann werden die Augen der Blinden geöffnet…“

4. Advent: Jes 7,10-14:
„Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen,
sie wird einen Sohn gebären,
und sie wird ihm den Namen Immanuel – Gott mit uns – geben.“

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Hoffnungsbilder im Advent
Jesaja – Hoffnungsbilder im Advent –
Bild: (c) G. M. Ehlert, Dez. 2013

siehe Power-Point-Präsentation: „Jesaja – Hoffnungsbilder im Advent