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Christus-Bekenntnis (24.B)

„Christus-Bekenntnis“

Sonntag, 16. September 2018

Liturgische Texte zum 24. Sonntag im Jahreskreis B

Eröffnungsvers: (vgl. Sir 36,18.21-22)
HERR, gib Frieden denen, die auf dich hoffen,
und erweise deine Propheten als zuverlässig.
Erhöre das Gebt deiner Diener und deines Volkes.

Tagesgebet
Gott, du Schöpfer und Lenker aller Dinge,
sieh gnädig auf uns.
Gib, dass wir dir mit ganzem Herzen dienen
und die Macht deiner Liebe an uns erfahren.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

ERSTE Lesung aus dem Buch Jesaja (Jes 50,5-9a)
Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen

Antwortpsalm: Psalm 116,1-2.3-4.5-6.8-9
Ich gehe meinen Weg vor Gott im Land der Lebenden.

ZWEITE Lesung aus dem Jakobusbrief (Jak 2,14-18)
Der Glaube für sich allein ist tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat  

Ruf vor dem Evangelium (Gal 6,14)
Halleluja. Halleluja.
Ich will mich allein des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus rühmen,
durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.
Halleluja.

Evangelium aus dem Markusevangelium (Mk 8,27-35)
Du bist der Messias. – Der Menschensohn muss vieles erleiden

* * *
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EvangelientextÜbersetzung G. M. Ehlert

Markus 8,27 – 35 (= Evangelium vom 24. Sonntag im Jahreskreis B)

Ihr aber – was sagt ihr, dass ich sei?

Und es kamen heraus der Jesus
und die Lernenden von ihm
in die Dörfer (bei der Stadt) Cäsarea des Philippus*;
     
(= die erst 2/1 v. Chr. gegründete Hauptstadt der Tetrarchie des Herodes Philippus)
und in dem Weg
fragte er die Lernenden von ihm
sagend zu ihnen:
„Was (über) mich sagen die Menschen,
wer ich sei?“

die aber sprachen zu ihm sagend (folgendes):
(für) Johannes den Täufer*,  (z.B. Meinung des Herodes vgl. Mk 6,14)
und andere (für) Elias*,
(= die verbreitete Überzeugung, dass vor dem Messias der Prophet Elia wiederkommen werde vgl. Mk 6,15)

andere aber (folgendes): (für) einen der Propheten*.
(= besonders gedacht wird an einen neuen Mose, vgl. Dtn 18,15)

Und ER fragte sie (selbst):
ihr aber was (über) mich saget ihr, wer ich sei?
antwortend der Petrus sagt er (zu) ihm:
du bist der Gesalbte*
(= Christos = der (von Gott zum König) Gesalbte = der verheißene Messias = der König aus dem Geschlecht Davids)
(der Sohn des lebendigen Gottes).

Und er verwarnte sie
auf dass sie nicht einem (so) sagen sollten
über ihn.

Erste Leidensankündigung Jesu

Und er fing an sie zu lehren (folgendes)
„es ist nötig (für) den Sohn des Menschen
vieles zu (er-)leiden
und hinweggeprüft (= verworfen) zu werden
   von den Ältesten
   und den Hohenpriestern
   und den Schriftgelehrten
und umgebracht zu werden
und nach drei Tagen aufzuerstehen.“

Und in aller Offenheit das Wort sagte er.

Zurechtweisung des Petrus

Und zu-sich-her-nehmend der Petrus ihn
fing er an zu verwarnen ihn.

Der aber, gewendet worden
und gewahrt habend die Lernenden (von) ihm
verwarnte den Petrus
und sagte: Hinweg, hinter mich, Widersacher,
weil du nicht bedacht bist (auf) das des Gottes
sondern (auf) das der Menschen.

Jesu Wort von der Kreuzesnachfolge

Und herzurufend die Menge
samt den Lernenden (von) ihm,
sprach er zu ihnen:
„wenn jemand willens ist, mir nachzufolgen,
verleugne er sich selbst
und nehme auf das Kreuz – sein eigenes
und folge mir nach.

Welcher nämlich sooft er will
seine Seele (Psyche) retten
vernichten wird er sie;
welcher aber gleichsam
vernichten wird seine Seele
um meinet- und des Evangeliums willen,
retten wird er sie.

 

Wen nämlich fördert es,
wenn ein Mensch den ganzen Kosmos gewinnt
und seine Seele verliert?

Wen nämlich könnte geben ein Mensch
als Eintausch für seine Seele?

Welcher nämlich
sooft er beschämt werden sollte
(in Bezug auf) mich
und die von mir kommenden Worte
in der Generation
welche ehebrecherisch und sündhaft (ist)
auch der Sohn des Menschen
wird beschämt werden
(in Bezug auf) ihn
wann er kommt
in der Herrlichkeit seines Vaters
mit den Boten der Himmel.“

Und er sagte zu ihnen:
„Amen ich sage euch (folgendes):
es sind einige der hier Stehenden
welche gewiss nicht schmecken den Tod,
bis sie gewahren
die Königsherrschaft des Gottes,
gekommen seiend in Dynamik.“

(Mk 8,27-35.36-37 u. 9,1)

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Bild zur Meditation:

Jesus = der messianische König + leidender Gottesknecht

Mk 8,27-35

Christus-Bekenntnis u. Zurecht-Weisung – Grafik (c) G. M. Ehlert, 10.09.2018

 

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Impuls zum Evangelium

Das Christusbild des Jesus von Nazaret u. des Simon bar Jona (= Petrus)
oder: Über Selbst- und Fremdeinschätzung

Khalil Gibran (*1883 – +1931) – ein libanesischer Philosoph und Dichter schrieb einmal:

Einmal, alle hundert Jahre, trifft Jesus von Nazareth den Jesus der Christen
in einem Garten zwischen den Hügeln des Libanon.
Und sie sprechen lange,
und jedes Mal geht Jesus von Nazareth fort,
indem er zum Jesus der Christen sagt:
„Mein Freund, ich fürchte, wir werden niemals, niemals übereinstimmen.“

(Aus: Khalil Gibran, Sand und Schaum, Walter-Verlag, Olten u. Freiburg)

* * *
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Links:

–> zur 1. Lesung: Jes 50,4-9: – III. Gottesknechtslied

–> zum Antwortpsalm: Psalm 116: Erinnerung u. Dank für die Errettung

–> Bildmeditation zu Mk 8,29-34: Du-Christus

–> Predigt zu Mk 8,27-35: „Du bist der Christus – ein Bekenntnis mit Konsequenzen“

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott 24.S.i.J. B

* * *

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

.

Stand: 12. Sept. 2018

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Christus – Messias


zum 24. Sonntag im Jahreskreis B (= 13. September 2015)

1. Lesung: Jes 50,5-9a Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen (aus dem 3. Lied vom Gottesknecht)

2. Lesung: Jak 2,14-18 Der Glaube für sich allein ist tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat

Evangelium: Markus 8,27 – 35
1. Übersetzung
2. Bild von G. M. Ehlert
3. Links

1. Markus 8,27 – 35

Ihr aber – was sagt ihr, dass ich sei?

Und es kamen heraus der Jesus
und die Lernenden von ihm
in die Dörfer (bei der Stadt) Cäsarea Philippi;
und in/ auf dem Weg
fragte er die Lernenden von ihm
sagend zu ihnen:
Was (über) mich sagen die Menschen,
wer ich sei?

Die aber sprachen zu ihm sagend (folgendes):
(für) Johannes den Täufer,
und andere (für) Elias,
andere aber (folgendes): (für) einen der Propheten.

Und ER fragte sie (selbst):
ihr aber was (über) mich saget ihr, wer ich sei?
antwortend der Petrus sagt er (zu) ihm:
du bist der Christus (= Messias, Gesalbte)
(der Sohn des lebendigen Gottes).*

Und er verwarnte sie
auf dass sie nicht einem (so) sagen sollten
über ihn.

Erste Leidensankündigung Jesu

Und er fing an sie zu lehren (folgendes)
es ist nötig (für) den Sohn des Menschen
vieles zu (er-)leiden
und hinweggeprüft (= verworfen) zu werden
von den Ältesten
und den Hohen-priestern
und den Schriftgelehrten
und umgebracht zu werden
und nach drei Tagen aufzuerstehen.

Und in aller Offenheit das Wort sagte er.

Zurechtweisung des Petrus

Und zu-sich-her-nehmend der Petrus ihn
fing er an zu verwarnen ihn.

Der aber, gewendetworden
und gewahrthabend die Lernenden (von) ihm
verwarnte den Petrus
und sagte: Hinweg, hinter mich, Widersacher,
weil du nicht bedacht bist (auf) das des Gottes
sondern (auf) das der Menschen.

Jesu Wort von der Kreuzesnachfolge

Und herzurufend die Menge
samt den Lernenden (von) ihm,
sprach er zu ihnen:
wenn jemand willens ist, mir nachzufolgen,
verleugne er sich selbst
und nehme auf das Kreuz – sein eigenes
und folge mir nach.

Welcher nämlich sooft er will
seine Seele (Psyche) retten
vernichten* wird er sie;
welcher aber gleichsam
vernichten wird seine Seele
um meinet- und des Evangeliums willen,
retten wird er sie.

Wen nämlich fördert es,
wenn ein Mensch den ganzen Kosmos gewinnt
und seine Seele verliert?

Wen nämlich könnte geben ein Mensch
als Eintausch für seine Seele?

Welcher nämlich
sooft er beschämt werden sollte
(in Bezug auf) mich
und die von mir kommenden Worte
in der Generation
welche ehebrecherisch und sündhaft (ist)
auch der Sohn des Menschen
wird beschämt werden
(in Bezug auf) ihn
wann er kommt
in der Herrlichkeit seines Vaters
mit den Boten der Himmel.

Und er sagte zu ihnen:
Amen ich sage euch (folgendes):
es sind einige der hier Hingestellthabenden
welche gewiss nicht schmecken den Tod,
bis sie gewahren
die Königsherrschaft des Gottes,
gekommen seiend in Dynamik.

2. Jesus = der messianische König + leidender Gottesknecht

Grafik:

Grafik: „Christus = König auf dem Kreuzesthron“, (c) G. M. Ehlert, 12. Sept. 2009

Christen = wahrhaft Königskinder + Bereitschaft zur Kreuzesnachfolge

3. Links

zur –> Bildmeditation zu Mk 8,29-34: Du-Christus

zur –> Predigt zu Mk 8,27-35: „Du bist der Christus – ein Bekenntnis mit Konsequenzen“

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Christus nachfolgen (22.S. A)

Gedanken zum Evangelium vom 22. Sonntag im Jahreskreis A
= Mt 16,21-27(28)
(= 31. August 2014)

Text (Mt 16,21-28) in der Übersetzung von G. M. Ehlert:

16,21 Von da/damals an begann der Jesus [Christus]
zu zeigen den Jüngern von ihm, (folgendes):
es ist nötig für ihn
nach Jerusalem wegzukommen
und vieles zu leiden von den Ältesten und Hohepriestern
und Schriftgelehrten [des Volkes]
und umgebracht zu werden
und des dritten Tages erweckt zu werden /
[am dritten Tag aufzuerstehen]. 
22 Und ihn zu sich /beiseite genommen habend
der Petrus begann ihn zu verwarnen – sagend:
ausgesühnt (bist) du, Herr
nicht – ja nicht – wird/soll dir dieses werden.  23 Der aber umgewendet worden
sprach zu dem Petrus:
hinter mich, folge mir, Widersacher (=Satan)
ein Ärgernis/Fallstrick (=Skandal) bist du mir
denn nicht denkst/urteilst du das des Gottes
sondern das der Menschen. 
24 Dann sprach der Jesus (zu) seinen Jüngern,
wenn irgendwer willens ist
hinter mir her zu kommen,
ableugne er sich selbst (= sage er sich los von sich selbst),
und erhebe (für/auf sich) den Pfahl (= Kreuz) – seinen –
und gehe zusammen mit mir. 
 25 Welcher nämlich wenn/falls/sooft er sein (psychisches) Leben retten wollte,
wird er es weglösen/ verlieren/ zu Grunde richten/ vernichten,
welcher aber sein (psychisches) Leben weglöst/ verliert/
zu Grunde richtet/ vernichtet
um meinetwillen,
der wird es (auf)finden.

26 Was nämlich fördert/ nützt/ unterstützt es einem Menschen,
wenn er den ganzen Kosmos gewänne,
das aber (psychische) Leben von ihm Schaden erleiden würde?
oder was wird geben ein Mensch (
als)
Austausch (für) sein (psychisches) Leben? 

27 Es „schickt sich an“/ ist im Begriff nämlich
der Sohn des Menschen
zu kommen/ heimzukehren / in Erscheinung zu treten…
in/ mit der Herrlichkeit des Vaters von ihm
mit den Engeln von ihm
und dann wird er geben einem jeglichen
gemäß seines Gewirkten. 
28 Amen/ wahrlich ich sage euch (folgendes):
Es sind einige der hier Stehenden,
welche nicht – ja nicht – vom Tod schmecken werden,
solange bis sie gewahren den Sohn des Menschen
heimkommend/ wiederkommend in/ mit seinem Königreich.

Christus zu Petrus:
„… Du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen“

Grafik: "Christus zu Petrus: mir nach!  (c) G. M. Ehlert, 12. Sept. 2009

Grafik: „Christus zu Petrus: mir nach! (c) G. M. Ehlert, 12. Sept. 2009

Wer leben will wie Gott auf dieser Erde…

Wer möchte nicht „leben wie Gott (in Frankreich)“ – d.h. unbeschwert und voller Genuss?
Doch das Leben Gottes auf unserer Erde sieht anders aus.

In Jesus von Nazaret ist Gott wahrhaftig auf diese Erde gekommen, um das Leben der Menschen zu teilen.
Verschiedene Menschen haben sich ihm angeschlossen.
Doch eines Tages sagt er zu ihnen:

„Wer leben will wie Gott auf dieser Erde…
… muss sterben wie ein Weizenkorn…“ 

Petrus, der zuvor bekannt hat, dass Jesus der Sohn des lebendigen Gottes ist und der ersehnte Messias – dieser Petrus stellt sich Jesus in den Weg und will ihn von seinem Weg ans Kreuz abbringen.

Würden wir das nicht genauso tun? – Wenn z.B. der schwerkranke Opa vom Sterben spricht, dass wir zu ihm sagen: „Sprich doch nicht vom Sterben – du wirst wieder gesund werden“…

Doch Jesus weist den Petrus mit unmissverständlichen Worten zurecht: „Du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.“ (Mt 16,23)
Er erklärt denen, die ihm folgen wollen jene Lebenshaltung, die einem Leben aus dem Glauben an den lebendigen Gott entspricht:

Wer ihm folgen will, der sage sich los von all seinen eigenen Lebensentwürfen und Plänen, er akzeptiere, dass er in den Augen anderer als verrückt angesehen wird, (oder sogar verfolgt wird) weil er sich in seinem Leben zu Christus bekennt – dann wird er leben wie Gott auf dieser Erde.

„Wer leben will wie Gott auf dieser Erde,
muss sterben wie ein Weizenkorn,
… muss sterben, um zu leben.
(siehe Gotteslob Nr. 460)

Sich zu Christus bekennen

Wer ist Jesus für dich?

12. Sonntag im Jahreskreis C
Evangelium: Lk 9,18-24: Messiasbekenntnis u. Leidensankündigung

1. Wenn Jesus betete:

„Als Jesus in der Einsamkeit betete…“

           – 3,21: bei Taufe: Dieser ist mein geliebter Sohn…
           – 5,16 nach Heilungen (Kurskorrektur)
           – 6,12 vor der Wahl der Zwölf
            – 9,18 vor Messiasbekenntnis u. Kreuzesnachfolge
            – 9,28 im Zusammenhang mit der Verklärung
            – 11,1 im Zusammenhang mit dem Vater unser
            – 22,40 Gebet Jesu am Ölberg
            – 23,34 am Kreuz: Vater vergib ihnen…

2. Wer ist dieser Jesus?

„… fragte er die Jünger: „Für wen halten mich die Leute?“
Sie antworteten:
Einige für Johannes des Täufer,
andere für Elija;
wieder andere sagen: Einer der alten Propheten ist auferstanden.

Da sagte ER zu ihnen: Ihr aber – was sagt ihr – wer ICH BIN?
Petrus antwortete: „der MESSIAS Gottes.“

Doch ER herrschte sie an und gab Weisung, DIES keinem zu sagen.“

            – in den Augen der Menschen damals / heute?
            – im eigenen Glauben und Reden
            – gemäß eigener Aussagen

3. Kreuzigung:

Und ER fügte hinzu:
Der Menschensohn muss vieles erleiden
und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden;
er werde getötet werden,
aber am dritten Tag werde er auferstehen.“

            Tod eines „von Gott Verfluchten“ (Dtn 21,23) –
 wird durch Jesu Hingabe bis zum Tod am Kreuz zu einem Zeichen des Heils.

4. als Jünger Jesu – täglich sein Kreuz tragen…

„Zu allen sagte ER:
Wenn einer hinter mir her gehen will, der sage sich los von sich
und nehme sein Kreuz auf, Tag um Tag –
und so folge er mir.
Denn:
Wer sein Leben retten will, der wird es zugrunde richten.
Wer aber sein Leben zugrunde richtet – um meinetwillen –
der wird es retten.“ 

5.         Wer Jesus für mich ist? – einer der für mich ist!
              Was ich von Jesus halte? – dass er mich hält!            (Lothar Zenetti)

siehe auch: Jesus u. Petrus

u.: Christus auf dem Kreuzesthron

Krippe + Kreuz + Krone

„Wo ist der neugeborene König der Juden?“ (Mt 2,2) – so fragten die Sterndeuter aus dem Osten als sie nach Jerusalem kamen.
Dies ist die erste Frage im Neuen Testament.

Die erste Frage im Alten Testament ist eine Frage Gottes nach dem Menschen – nachdem er gesündigt hatte:
„Adam, wo bist du?“ (Gen 3,9)

Gott sucht den Menschen (um ihn zu retten)
und der Mensch sucht Gott – und kann ihn finden im menschgewordenen Gottessohn, dem „König der Juden“!

Dieser Titel „König der Juden“ taucht im Neuen Testament auf
– bei seiner Geburt
– im Zusammenhang mit seiner Kreuzigung
– und im Blick auf seine Wiederkunft.

So gehören im Blick auf Jesus, den Christus
Krippe + Kreuz + Krone zusammen.

Krippe + Kreuz + Krone (c) G. M. Ehlert, 18.12.2011

Krippe + Kreuz + Krone (c) G. M. Ehlert, 18. Dez. 2011

zu Weihnachten siehe auch: „Die geweihte Nacht der Christgeburt
 

Krippe + Kreuz + Krone

An Weihnachten, als Christus geboren wurde,
da mischte sich Trauer in den Lobgesang der Engel.
E
ngel haben Weitblick.
Sie sahen schon den Weg nach Golgota voraus.
Sie sahen schon den Leidensweg.
Sie sahen schon das Kreuz.
Sie sahen schon Christus das Kreuz tragen
und Christus am Kreuz qualvoll sterben.

Am Karfreitag aber, als Christus starb,
da mischte sich Jubel in die Trauer der Engel.
Engel haben Weitblick.
Sie sahen schon den Ostersonntag, den Tag der Auferstehung.
Sie sahen schon Christus, über den der Tod keine Macht hat.
Sie sahen schon Christus als Sieger über den Tod.
Sie sahen schon Christus aus dem Grab steigen
und zur Herrlichkeit des Vaters vorausgehen.

Seit Pfingsten jedoch freuen und hoffen,
trauern und ängstigen sich die Engel.
Engel haben Weitblick.
Sie sehen schon den Weg des Volkes Gottes,
sie sehen schon all die Irrwege und Umwege,
sie sehen schon die Abgründe dieser Welt.
Sie sehen aber auch schon die Herrlichkeit ewigen Lebens,
wenn Christus wiederkommt, uns heimzuholen in sein Reich.

„Krippe + Kreuz + Krone“, © G. M. Ehlert, 17.12.2011

Ostern entlarvt den Tod

Das Ostergeschehen – im Zeugnis der vier Evangelien

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Entlarvt

 

Wir wissen, dass wir aus dem Tod

ins Leben hinübergegangen sind,

weil wir die Brüder und Schwestern lieben.

(1 Joh 3,14)

 

Wenn die Raupen wüssten,

was einmal sein wird

wenn sie erst Schmetterlinge sind,

sie würden ganz anders leben:

froher, zuversichtlicher und hoffnungsvoller.

 

Der Tod ist nicht das Letzte.

 

Der Schmetterling

ist das Symbol der Verwandlung,

Sinnbild der Auferstehung.

Das Leben endet nicht, es wird verändert.

 

Der Schmetterling erinnert uns daran,

dass wir auf dieser Welt

nicht ganz zu Hause sind.

 

(Heinrich Böll)

 
 

 

Tod, wo ist dein Sieg?

(1 Kor 15,55)

schmetterling

 

    © Grafik: Raupe – Larve – Schmetterling; G.M. Ehlert

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert