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Christkönigssonntag C

34. Sonntag im Jahreskreis C

Sonntag, 24. November 2019
Christkönigssonntag

1. Lesung: (2 Sam 5,1-3) Die Stämme Israels salbten David zu ihrem König.
2. Lesung: (Kol 1,12-20) Gott hat uns aufgenommen in das Reich Christi…
Evangelium: (Lk 23,35-43) Jesus, denk an mich, wenn du in deiner Macht als König kommst.

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Christus-Bekenntnis (24.B)

„Christus-Bekenntnis“

Sonntag, 16. September 2018

Liturgische Texte zum 24. Sonntag im Jahreskreis B

Eröffnungsvers: (vgl. Sir 36,18.21-22)
HERR, gib Frieden denen, die auf dich hoffen,
und erweise deine Propheten als zuverlässig.
Erhöre das Gebt deiner Diener und deines Volkes.

Tagesgebet
Gott, du Schöpfer und Lenker aller Dinge,
sieh gnädig auf uns.
Gib, dass wir dir mit ganzem Herzen dienen
und die Macht deiner Liebe an uns erfahren.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

ERSTE Lesung aus dem Buch Jesaja (Jes 50,5-9a)
Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen

Antwortpsalm: Psalm 116,1-2.3-4.5-6.8-9
Ich gehe meinen Weg vor Gott im Land der Lebenden.

ZWEITE Lesung aus dem Jakobusbrief (Jak 2,14-18)
Der Glaube für sich allein ist tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat  

Ruf vor dem Evangelium (Gal 6,14)
Halleluja. Halleluja.
Ich will mich allein des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus rühmen,
durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.
Halleluja.

Evangelium aus dem Markusevangelium (Mk 8,27-35)
Du bist der Messias. – Der Menschensohn muss vieles erleiden

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EvangelientextÜbersetzung G. M. Ehlert

Markus 8,27 – 35 (= Evangelium vom 24. Sonntag im Jahreskreis B)

Ihr aber – was sagt ihr, dass ich sei?

Und es kamen heraus der Jesus
und die Lernenden von ihm
in die Dörfer (bei der Stadt) Cäsarea des Philippus*;
     
(= die erst 2/1 v. Chr. gegründete Hauptstadt der Tetrarchie des Herodes Philippus)
und in dem Weg
fragte er die Lernenden von ihm
sagend zu ihnen:
„Was (über) mich sagen die Menschen,
wer ich sei?“

die aber sprachen zu ihm sagend (folgendes):
(für) Johannes den Täufer*,  (z.B. Meinung des Herodes vgl. Mk 6,14)
und andere (für) Elias*,
(= die verbreitete Überzeugung, dass vor dem Messias der Prophet Elia wiederkommen werde vgl. Mk 6,15)

andere aber (folgendes): (für) einen der Propheten*.
(= besonders gedacht wird an einen neuen Mose, vgl. Dtn 18,15)

Und ER fragte sie (selbst):
ihr aber was (über) mich saget ihr, wer ich sei?
antwortend der Petrus sagt er (zu) ihm:
du bist der Gesalbte*
(= Christos = der (von Gott zum König) Gesalbte = der verheißene Messias = der König aus dem Geschlecht Davids)
(der Sohn des lebendigen Gottes).

Und er verwarnte sie
auf dass sie nicht einem (so) sagen sollten
über ihn.

Erste Leidensankündigung Jesu

Und er fing an sie zu lehren (folgendes)
„es ist nötig (für) den Sohn des Menschen
vieles zu (er-)leiden
und hinweggeprüft (= verworfen) zu werden
   von den Ältesten
   und den Hohenpriestern
   und den Schriftgelehrten
und umgebracht zu werden
und nach drei Tagen aufzuerstehen.“

Und in aller Offenheit das Wort sagte er.

Zurechtweisung des Petrus

Und zu-sich-her-nehmend der Petrus ihn
fing er an zu verwarnen ihn.

Der aber, gewendet worden
und gewahrt habend die Lernenden (von) ihm
verwarnte den Petrus
und sagte: Hinweg, hinter mich, Widersacher,
weil du nicht bedacht bist (auf) das des Gottes
sondern (auf) das der Menschen.

Jesu Wort von der Kreuzesnachfolge

Und herzurufend die Menge
samt den Lernenden (von) ihm,
sprach er zu ihnen:
„wenn jemand willens ist, mir nachzufolgen,
verleugne er sich selbst
und nehme auf das Kreuz – sein eigenes
und folge mir nach.

Welcher nämlich sooft er will
seine Seele (Psyche) retten
vernichten wird er sie;
welcher aber gleichsam
vernichten wird seine Seele
um meinet- und des Evangeliums willen,
retten wird er sie.

 

Wen nämlich fördert es,
wenn ein Mensch den ganzen Kosmos gewinnt
und seine Seele verliert?

Wen nämlich könnte geben ein Mensch
als Eintausch für seine Seele?

Welcher nämlich
sooft er beschämt werden sollte
(in Bezug auf) mich
und die von mir kommenden Worte
in der Generation
welche ehebrecherisch und sündhaft (ist)
auch der Sohn des Menschen
wird beschämt werden
(in Bezug auf) ihn
wann er kommt
in der Herrlichkeit seines Vaters
mit den Boten der Himmel.“

Und er sagte zu ihnen:
„Amen ich sage euch (folgendes):
es sind einige der hier Stehenden
welche gewiss nicht schmecken den Tod,
bis sie gewahren
die Königsherrschaft des Gottes,
gekommen seiend in Dynamik.“

(Mk 8,27-35.36-37 u. 9,1)

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Bild zur Meditation:

Jesus = der messianische König + leidender Gottesknecht

Mk 8,27-35

Christus-Bekenntnis u. Zurecht-Weisung – Grafik (c) G. M. Ehlert, 10.09.2018

 

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Impuls zum Evangelium

Das Christusbild des Jesus von Nazaret u. des Simon bar Jona (= Petrus)
oder: Über Selbst- und Fremdeinschätzung

Khalil Gibran (*1883 – +1931) – ein libanesischer Philosoph und Dichter schrieb einmal:

Einmal, alle hundert Jahre, trifft Jesus von Nazareth den Jesus der Christen
in einem Garten zwischen den Hügeln des Libanon.
Und sie sprechen lange,
und jedes Mal geht Jesus von Nazareth fort,
indem er zum Jesus der Christen sagt:
„Mein Freund, ich fürchte, wir werden niemals, niemals übereinstimmen.“

(Aus: Khalil Gibran, Sand und Schaum, Walter-Verlag, Olten u. Freiburg)

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Links:

–> zur 1. Lesung: Jes 50,4-9: – III. Gottesknechtslied

–> zum Antwortpsalm: Psalm 116: Erinnerung u. Dank für die Errettung

–> Bildmeditation zu Mk 8,29-34: Du-Christus

–> Predigt zu Mk 8,27-35: „Du bist der Christus – ein Bekenntnis mit Konsequenzen“

–> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott 24.S.i.J. B

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Stand: 12. Sept. 2018