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21. Sonntag A

21. Sonntag im Jahreskreis A

Sonntag, 23. August 2020

1. Lesung: (Jes 22,19-23) vom Schlüssel des Hauses David...
2. Lesung: (Röm 11,33-36) vom Erschließen der Gedanken Gottes…
Evangelium: (Mt 16,13-20) von den Schlüsseln des Himmelreichs…

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Gottes Handeln nachahmen

zum 21. Sonntag im Jahreskreis B:

zur 2. Lesung: Epheser 5,21-32:

Sich unter den Schutzschirm der Liebe Gottes stellen

gut beschirmt – (c) G. M. Ehlert, 25.08.2012

„Ahmt Gott nach als seine geliebten Kinder, und liebt einander, weil auch Christus uns geliebt und sich für uns hingegeben hat als Gabe und als Opfer, das Gott gefällt.“

Mit diesem Aufruf beginnt das 5. Kapitel des Epheserbriefes.
Nach Hinweisen auf verwerfliche Lebensweisen
heißt es (ab Vers 15):

15. Erblicket also/ nun gewissenhaft (akribisch)
wie ihr wandelt/ umhergeht
nicht wie unweise/ törichte, sondern wie weise

16. auskaufend die (rechte) Zeit
da die Tage böse/ mühselig sind

17. durch dieses/ dadurch werdet nicht unvernünftig,
sondern seht ein, was das Gewollte des Herrn (ist).

18. und nicht werdet betrunken gemacht
(vom) Wein in dem Heillosigkeit ist,
sondern werdet vervollständigt im Geist:

  • 19.  lautend/ singend in/ unter euch in Psalmen und Hymnen und Liedern (des) Geistes/ geistlichen Liedern
    singend und psalmodierend aus eurem Herzen dem Herrn;
  • 20.  danksagend jederzeit über alles
    im Namen Jesu Christi
    dem Gott und Vater;
  • 21.  untergeordnet werdend*1 wechselseitig/ im Verhältnis zueinander
    in (der) (Ehr-)Furcht Christi:

*1 „untergeordnet werdend“,
d.h. in christlicher Weise einander „zugeordnet“
und dem gegenseitigen Schutz und gegenseitiger Liebe anvertraut
– unter den schützenden Schirm eines anderen gestellt werden

a) Im Verhältnis Frauen – Männer

22. Die (Ehe-)Frauen
den eigenen (Ehe-)Männern wie dem Herrn

23. denn der (Ehe-)Mann ist das Haupt*2 der (Ehe-)Frau
wie auch der Christus das Haupt der Kirche (wörtl. = der Herausgerufenen) (ist) –
er, der Retter des Leibes.

*2 „Haupt“ im Sinne von Schutzherr,
der die ihm anvertrauten Menschen nährt und beschützt.
– „Schirmherr“ – er hat die Aufgabe, andere zu beschirmen und zu versorgen.

24. Jedoch, wie die Kirche untergeordnet wird dem Christus,
so auch die (Ehe-)Frauen den (Ehe-)Männern in allem.

25. Die/ Ihr (Ehe-)Männer
liebt/ hochachtet*3 die (Ehe-)Frauen
ebenso wie auch der Christus geliebt/ hochgeachtet hat die Kirche
und sich selbst ausgeliefert hat für sie/ zu Gunsten von ihr

*3 agapaoo: = bezeichnet eine mehr überlegte Zuneigung,
welche davon herrührt, dass man in demjenigen, welchem man sie zuwendet,
etwas erblickt, was der Hochachtung wert ist
oder aber von dem Gefühl, dass solches gegenüber der Person,
die so hochgeachtet wird
als einem Wohltäter oder etwas der Art Pflicht sei.

26. auf dass er (für sich) selbst sie heilige
reinigend/ läuternd (durch) das Bad des Wassers in Rede/ Angelegenheit*

27. so dass bereitstellte er selbst für sich aufglänzend/ „eingeherrlicht“ die Kirche
nicht habend Schandflecken oder Runzeln/ Makel
oder etwas derartiges,
sondern auf dass sie heilig/ gottgemäß und untadelig sei.

28. Ebenso sind verpflichtet (auch) die (Ehe-)Männer,
zu lieben/ hochzuachten die eigenen (Ehe-)Frauen,
wie die eigenen Leiber,
der liebend/ hochachtend die eigene Frau – sich selbst liebt er.

29. Nicht einer nämlich hat jemals gehasst/ mit Hass verfolgt seinen eigenen Leib,
sondern er erzieht/ nährt und erwärmt/ pflegt ihn,*

* besonders wenn er krank oder verletzt ist,
wird dem Leib besondere Liebe geschenkt,
damit er wieder gesund wird

wie auch der [Herr] Christus die Kirche,

30. denn Glieder sind wir des Leibes von ihm
[aus dem Fleisch von ihm und aus seinem Gebein (Gen 2,23)]

31. Deshalb wird „zurücklassen der Mensch (den) Vater und (die) Mutter und sich treu anhaften/ treu ergeben sein in Bezug auf seine Frau
und es werden die beiden zu einem Fleisch.“ (Gen 2,24)

32. Das Geheimnis – dieses – groß ist es,
ich aber – ich sage das in Hinsicht auf Christus
und in Hinsicht auf die Kirche.

33. Jedoch auch ihr – jeweils der einzelne –
ein jeglicher liebe/ hochachte die (Ehe-)Frau von ihm wie sich selbst;
die (Ehe-)Frau aber – auf dass sie (ehr-)fürchte den (Ehe-) Mann.

b) Im Verhältnis Kind – Vater

6,1. Die/ ihr Kinder,
gehorcht den Eltern von euch [im Herrn]
dieses nämlich ist gerecht

2. „Wertschätze den Vater dein und die Mutter“
– welches ist das erste/ vordere Gebot/ Innenziel
mit einer Verheißung –

3. „so dass gut dir sein werde
und du werdest lange leben auf der Erde“ (Dtn 5,16)

4. Und die/ ihr Väter
nicht erzürnt die Kinder von euch
sondern unterweist/ ernährt sie
in Erziehung/ Züchtigung und Ermahnung (des) Herrn

c) Im Verhältnis Sklaven – Herren

5. Die/ ihr Sklaven
gehorcht den – gemäß dem Fleisch (= den irdischen) Herren
unter Furcht und Zittern

in der Einfalt eures Herzens
wie dem Christus

6. nicht gemäß Augendienerei (= nur wenn es die Herren sehen) wie Menschengefällige,
sondern als Sklaven Christi,

7. mit Wohlwollen/ Willigkeit Sklavendienst tuend
wie dem Herrn und nicht (den) Menschen.

8. Gesehen habend, dass jeder einzelne
wenn/ falls/ sooft jemand machte Gutes
dieses herbeibringen/ wiedererlangen wird vom Herrn
ob Sklave oder Ungebundener/ Freier.

9. Und die/ ihr Herren
das selbige tuet zu ihnen hin
loslassend die Drohung
gesehen habend, dass auch (von) ihnen selber und (von) euch
der Herr ist in (den) Himmeln
und Zuaugnahme/ = Parteilichkeit nicht ist bei ihm.

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert