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7. Sonntag A – Karneval

7. Sonntag im Jahreskreis A

Sonntag, 23. Februar 2020

1. Lesung: (Lev 19,1-2.17-18) heilig sein: den Nächsten lieben
2. Lesung: (1 Kor 3,16-23)  Tempel Gottes sein: zu Christus gehören…
Evangelium: (Mt 5,17-37) vollkommen sein: seine Feinde lieben… 

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Sorgen (8. A) + Karneval

8. Sonntag im Jahreskreis A

(26. Februar 2017)

Eröffnungsvers (Psalm 18,19-20)
„Der HERR wurde mein Halt.
Er führte mich hinaus ins Weite,
er befreite mich, denn er hat an mir Gefallen.“

1. Lesung: Jesaja 49,14-15
Ich vergesse dich nicht

Antwortpsalm (Ps 62,2-3.6-7.8-9)

2. Lesung: 1 Korinther 4,1-5
Der HERR wird die Absichten der Herzen aufdecken

Ruf vor dem Evangelium: (vgl. Hebr 4,12)
Halleluja. Halleluja.
Lebendig ist das Wort Gottes und kraftvoll.
Es richtet über die Regungen und Gedanken der Herzen.
Halleluja

Evangelium: Mt 6,24-34
Sorgt euch nicht um morgen

eine wortgetreue Übersetzung:
Mt 6,22-34: Was wahrhaft wichtig ist im Blick auf das Leben mit Gott

Liturgische Texte – siehe auch Schott: 8. Sonntag im Jahreskreis A

 

Gedanken zu Karneval:

Karneval – Fasnacht

"Bischof - Clown" - zu Karneval, (c) Georg Michael Ehlert, 22.02.2017

„Bischof-Clown“ – Karneval (c) G. M. Ehlert, 22. Februar 2017

Hallelu-Ja! = „Lobet Gott!“ – Helau! = „Die Höll‘ ist auf!“

Die Kirche = das „Schifflein Petri“ – Karneval – das Narrenschiff

im Kirchenjahr: Hallelu-JA! = „Lobet Gott!“

– an Karneval: Alaaf! = „all‘ Affen an Bord!“

die göttliche Dreifaltigkeit: Gott Vater, Sohn u. Heiliger Geist

– das närrische Dreigestirn: Prinz, Jungfrau, Bauer

die zwölf Apostel – der 11-er Rat

die 7 Tage der göttlichen Schöpfung

– die 6 Tage der Narretei (von Weiberfasnacht bis Veilchendienstag)

Das weiße Taufkleid Christi  – das bunte Narrenkleid 

.

weitere Gedanken zu Karneval:

sich anstecken


zum Evangelium (= Markusevangelium 1,40-45)
vom 6. Sonntag im Jahreskreis B = 15. Februar 2015

Mk 1,40-45:
Jesu Einsatz gegen den Aussatz – nicht Isolation, sondern Integration
zum Bibeltext Mk 1,39-45

siehe auch: „Einsatz gegen Aussatz

Ansteckung – Anstecker – anstecken

Karneval lädt dazu ein – die Welt anders zu betrachten
das heißt: mit Humor – der ist niemals zu verachten.

Mit Humor das Evangelium heut‘ beseh’n,
zeigt es, wie eine dreifache Ansteckung kann gescheh’n:

1. sich anstecken = sich infizieren

Wenn man von Ebola, Grippe und Viren fängt an zu küren,
wir oft in uns Sorge vor Ansteckung verspüren.

wir haben Angst uns zu infizieren
die Folgen davon bekommen die Kranken zu spüren.

„Vorsicht Ansteckungsgefahr!“ – rufen wir laut heraus
und schließen Betroffene aus uns‘rer Gemeinschaft aus.

Aussätzige werden ausgesetzt – ganz ungeniert,
werden isoliert und exkommuniziert…

Manche reden von der reinen „deutschen Leitkultur“
von Nächstenliebe gegenüber Fremden ist da keine Spur.

Als erstes können wir hier sehn,
wie wir Ansteckung häufig verstehn:

wir wollen mit Infizierten nicht in Berührung kommen
das gilt auch für uns – die wir gelten als die Frommen.

Wer aus Angst um sich den Kontakt zu anderen verliert,
der ist schon selbst mit dem Geist des Bösen infiziert.

Doch Jesus zeigt Einsatz
auch gegen diesen Aussatz,
wer sich auf diese Weise isoliert,
dem zeigt er, wie er integriert.

2. anstecken = sich etwas anheften

Mit Humor das Evangelium heut‘ besehn,
zeigt sich, wie eine zweite Ansteckung kann gescheh’n.

Wir stecken uns oft Anstecker an die Brust
und bekennen damit voller Lebenslust,

womit wir gern verbunden sind,
das gilt für Erwachsene wie für’s Kind.

Schal, Trikot, Mützen und vieles mehr,
zeigen auf, was wir verehren sehr.

Jesus nimmt auf den Körperkontakt
mit dem Aussätzigen, den er mit Händen anpackt.

Er möchte mit ihm verbunden sein,
so wird er – im Blick der Frommen – selbst unrein.

Doch Jesus zeigt auf, wie er Gottes Gebot versteht,
indem er Gemeinschaft mit Ausgegrenzten eingeht.

Jesus zeigt Einsatz
gegen den Aussatz
Menschen, die man hat isoliert,
werden von ihm wieder integriert.

3. sich anstecken lassen = sich begeistern lassen

Mit Humor das Evangelium heut‘ beseh’n,
zeigt sich ein Drittes, wie man Ansteckung kann verstehn:

Der Geheilte wurde von Jesu Geist angesteckt,
– und aus seiner Krankheit auferweckt:

geht er nun hin und verkündet allen,
dass er fand bei Jesus Wohlgefallen.

Hier zeigt sich für mich auch Jesu Humor,
man stelle es sich einmal bildlich vor:

der Geheilte soll vom Wunder seiner Heilung schweigen,
das sieht doch ein jeder, dem er sich fortan wird zeigen.

Hier zeigt sich mit Humor beseh‘n
wie man Ansteckung auch kann versteh‘n.

Wen Jesu Liebe hat angesteckt,
der ist nun wahrhaft aufgeweckt

er ist berufen von Jesus zu künden,
dass in der Gemeinschaft mit ihm ist Heil zu finden.

Mit Blick auf das närrische Treiben in diesen Karnevalstagen,
beachtet das, was uns das heutige Evangelium will sagen:

Vergesst nicht, was es über Ansteckung hat gesagt,
1. schützt euch, dass der Grippe-Virus euch nicht plagt,

2. steckt euch an die Zeichen, die euch wichtig sind,
und pflegt Gemeinschaft mit dem Fremden und dem Kind.

3. und lasst euch anstecken mit Herzensfreude und Humor,
dann lockt ihr bei anderen auch ein Lächeln hervor.

Nun sagt, wenn ihr mir zustimmt – in Gottes Namen
zum Schluss meiner Predigt nicht Helau, sondern: AMEN!

 

Es sind zwei Arten von Logik des Denkens und des Glaubens:
die Angst, die Geretteten zu verlieren,
und der Wunsch, die Verlorenen zu retten.

Auch heute geschieht es manchmal, dass wir uns am Kreuzungspunkt dieser beiden Arten der Logik befinden:
der Logik der Gesetzeslehrer, das heißt die Gefahr zu bannen durch Entfernen der angesteckten Person,
und der Logik Gottes, der mit seiner Barmherzigkeit den Menschen umarmt und aufnimmt, ihn wiedereingliedert und so das Böse in Gutes, die Verurteilung in Rettung und die Ausgrenzung in Verkündigung verwandelt
.“

(Papst Franziskus in seiner Predigt am 15.02.2015)

 

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Karneval

Gedanken zu Karneval

„Herzensfreude ist Leben für den Menschen,
Frohsinn verlängert ihm die Tage.“ 

diese Einsicht findet sich in der Bibel –
im Weisheitsbuch Jesus Sirach (Sir 30,22). –

Gerade die Karnevalstage laden dazu ein, nicht bierernst,
sondern mit Humor auf das Leben und unsere Welt zu schauen.

Was Humor und die christliche Kultur verbindet,
das möchte ich nun einmal in Reimform aufzeigen:

Westfälische Bodenständigkeit gepaart mit Humor
aus solch kulturellem Erbe wächst Gutes hervor. 

Christliche Kultur hat mit dem Ackerbau viel gemein,
auch sie soll nämlich erdverbunden sein. 

Der Zusammenhang von Mensch, Acker, Demut und Humor
kommt so deutlich nur in der lateinischen Sprache vor: 

„Homo“ – der Mensch, geworden aus „Humus“ – der Erde,
sorgt durch „humilitas“ – durch Demut, dass Gutes werde; 

„humilis“ –  wahrhaft menschlich – der Mensch dort nur ist,
wo er den Humor bei all seinem Tun nicht vergisst. 

Kurz und bündig – nun auf  Latein –
in Versform gedichtet, so prägt es sich ein: 

„talis homo nullus Humor
qualis humus nullus umor.“

Nun flink übersetzt, damit’s alle versteh’n,
welch gute Weisheit wir können darin sehn: 

„Ein Mensch ohne Humor trocken und spröde ist,
wie ein Ackerboden, wenn man die Feuchtigkeit vergisst.“ 

Karneval lädt ein, die Welt mit Augenzwinkern zu betrachten
das heißt – mit Humor, der ist keineswegs zu verachten.

So wünsche ich allen – Karnevalsmuffeln und Karnevalsjecken –
in diesen Tagen eine gute Portion Humor.

Pastor G. Michael Ehlert

zum Thema Masken im Karneval – siehe: „versteckt – entdeckt

zum 14. Februar = Valentinstag siehe: „Valentin und die Verliebten

Umkehrzeit

zu Karneval (carne-vale = Fleisch ade!) –> siehe Masken

zum Start in die „Fastenzeit“ = „österliche Bußzeit“ = „Zeit der Umkehr zum Leben“ –> siehe die Gedanken zum Evangelium an Aschermittwoch: „österliche Bußzeit“  und „Beten + Fasten + Almosen geben

zum 1. Fastensonntag: Die Versuchungen Jesu in der Wüste

zum 2. Fastensonntag: Die Verklärung Jesu auf dem Berg

Karnevalssonntag

 versteckt – entdeckt

Maske - Aquarellzeichnung von G.M. Ehlert
 .
Hinter Masken versteckt
im Spiegel entdeckt –
Warum zeige ich nicht
mein wahres Gesicht?
.
Unterm Lachen verdeckt
die Träne oft steckt –
Warum bin ich nicht Ich,
das frage ich mich? 
 .
 .
Doch dein Blick macht mir Mut:
mein Leben wird gut!
Ja, so schenkst du zurück
mir Anseh’n und Glück.
.

Denn in deinem Gesicht,
da spiegelt sich Licht;
darin zeiget sich mir:
„Bild Gottes“ sind wir! 

(G.M. Ehlert, 22. Januar 1994)