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Christus nachfolgen


zum 12. Sonntag im Jahreskreis C (= 19. Juni 2016)

Eröffnungsvers:
„Der HERR ist die Stärke seines Volkes,
er ist Schutz und Heil für seinen Gesalbten.
HERR, hilf deinem Volk und segne dein Erbe,
führe und trage es in Ewigkeit.“
(Ps 28,8.9)

1. Lesung: Sach 12,10-11; 13,1: „Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben“ (Joh 19,37)

Übersetzung Ehlert:

1 Traglast des Wortes JHWH’s (= des HERRN) über Israel: …

10 Und ich werde ausgegossen haben auf (das) Haus Davids
und auf (die) Bewohner Jerusalems
(einen) Hauch/ Atem/ Geist (der) Gnade und (des) Bittens

und sie werden aufgeblickt haben/ aufmerksam wahrnehmen
zu mir (!)
auf den, welchen sie durchbohrt haben

und sie werden klagen/ haben geklagt um ihn
wie Wehklage (in Bezug) auf den Einzigen
und Bitter(klage) (in Bezug) auf ihn
wie Bitter(klage) (in Bezug) auf den Erstgeborenen.

11 An demjenigen Tag – es wird groß sein die Wehklage in Jerusalem
wie die Wehklage (um) Hadad-Rimmon (= zerstörte Stadt) in (der) Ebene Meggido.

13,1 An demjenigen Tag – es wird sein
eine Quelle geöffnet werdend/ sich öffnend
für/ vom Haus David
und für/ von Bewohnern Jerusalems
für/ von Sünd(opfer) (= Mittel zur Entfernung der Sünde)
und für (Reinigung)/ von Unreinheit/ Befleckung.

Impuls zum Weiterdenken:

1. Gott gießt seinen Geist „der Gnade“ und „des Bittens“ über sein Volk aus –
d.h. im Licht seiner Barmherzigkeit, die an ihm sichtbar wird, kann der Mensch sein Versagen, seine Schuld erkennen, im „Geist des Bittens“ bekommt er die Kraft, Gott um Vergebung und Verwandlung zu bitten

2. „Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben“ – so zitiert der Evangelist Johannes im Blick auf das am Kreuz durchbohrte Herz Jesu Sacharja 12,10.
In diesem durchbohrten Herzen Jesu erkennen wir durch Gottes Geist seine unendliche Liebe zu uns – und angesichts dieser Liebe das eigene Versagen:

Petrus hat ihn dreimal verleugnet, er weint Reuetränen und erfährt nach Ostern in der Begegnung mit dem Auferstandenen Vergebung und neue Kraft, „die Brüder und Schwestern“ im Glauben zu stärken.

Paulus hat die Christen bis aufs Blut verfolgt – er erfährt in der Vision Christus als den Herrn, der nun im Himmel zur Rechten Gottes sitzt. Aus dem eifernden Christenverfolger wird so ein eifernder Christusverkünder.

Viele, die einmal in ihrem Leben erfahren haben, dass ihnen von Christus viel vergeben wurde, sind nun voll des Geistes, diese Vergebung andere erfahrbar werden zu lassen.

3. Der läuternde Blick auf den Durchbohrten wird die Quelle sein, aus der Versöhnung und Verwandlung und neue Liebesfähigkeit entströmt.
(–> siehe auch: „Wasser schöpfen aus der Quelle der Erlösung“ u. Herz-Jesu-Fest)

2. Lesung: Gal 3,26-29: „Ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus als Gewand angelegt.“
–> siehe: Ihr alle seid eins in Christus
–> siehe auch: „Christus anziehen

Evangelium: Lk 9,18-24: „Du bist der Messias Gottes. – Der Menschensohn muss vieles erleiden“
–> siehe: Messiasbekenntnis des Petrus

 

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Fronleichnam u. Herz-Jesu


„Ihr sollt fröhlich Wasser schöpfen aus den Quellen der Erlösung“ (Jesaja 12,3)

Direkt nach dem Pfingstfest (= dem Geburtsfest der Kirche) haben sich in der katholischen Tradition drei Feste entwickelt, die das Geheimnis der Liebe Gottes und seiner erlösenden Kraft beleuchten:

– der Dreifaltigkeitssonntag = Sonntag nach Pfingsten (31. Mai 2015) zeigt, dass Gottes Geheimnis verströmende Liebe ist…

– am Fronleichnamsfest – am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitsfest (4. Juni 2015) feiert die katholische Kirche, dass wir im Sakrament der Eucharistie von dieser Liebe des menschgewordenen Gottes uns immer wieder nähren können

– das Herz-Jesu-Fest = 8 Tage nach Fronleichnam (12. Juni 2015) lässt uns blicken auf das im Kreuzestod geöffnete Herz Jesu – aus dem Blut und Wasser strömen = die Quelle des Heils, aus der wir voll Freude schöpfen dürfen.

Dabei gibt es Anknüpfungspunkte an das jüdische Fest des Wasserschöpfens:

Das Fest des Wasserschöpfens…

Die Feier, die das Wasseropfer begleitete, wurde „simchat beit ha scho’ewa“ genannt, „Feier des Ortes, an dem Wasser geschöpft wird“. Das Wasser für das Opfer auf dem Altar wurde den Quellen von Schiloach entnommen. Dieses Wasser nannte man „Wasser der Erlösung“ nach dem Vers Und ihr sollt fröhlich Wasser schöpfen aus den Quellen der Erlösung (Jesaja 12:3). Die Könige des Hauses David wurden an diesen Quellen gesalbt, und von ihnen kommt Israels Erlösung.

Aber es gehörte mehr zur Zeremonie als das Wasserschöpfen. Wer Zeuge der Freude war, die mit dem Ausgießen des Wassers einherging, war glücklich und entspannt. Der Talmud Jeruschalmi (Sukka 5:1) schreibt dazu: „Warum wird die Feier beit ha-scho’ewa (Ort des Schöpfens) genannt? Weil wir von dort den Geist der Heiligkeit schöpfen“…

… am 8. Tag des Laubhüttenfestes

„Am letzten Tag des Festes, dem großen Tag, stellte sich Jesus hin und rief:

„Wer Durst hat, komme zu mir, und trinke;
wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt:
Ströme von lebendigem Wasser
werden aus dessen Inneren fließen.
Damit meinte er den Geist,
den alle empfangen sollten,
die an ihn glauben;
denn der Geist war noch nicht gegeben,
weil Jesus noch nicht verherrlicht war.“

(Joh 7,37-39)

Die „Ströme von lebendigem Wasser“ (= die Sakramente) fließen aus dem am Kreuz durchbohrten Herzen Jesu. (vgl. Joh 19,33-37). Hier erfüllt sich nach christlicher Auffassung auch die Vision des Propheten Ezechiel von der Tempelquelle, die alles fruchtbar macht. (vgl. Ez 47,1-12)

Das Fest des Wasserschöpfens am letzten Tag des Laubhüttenfestes wird nach der Zerstörung des Jerusalemer Tempels (im Jahre 70 n. Chr.) im Laufe der Geschichte ersetzt:

a) in der jüdischen Tradition von Simchat Tora = dem Fest der Torafreude; die Tora = das aufgeschriebene Herzensanliegen Gottes als Geschenk seiner Barmherzigkeit.

Aus dieser Quelle des Heils sollen wir mit Freuden schöpfen…

b) in der kath. Tradition von den Hochfesten Fronleichnam und Herz-Jesu = die Offenbarung der barmherzigen Liebe unseres Gottes in der Lebenshingabe seines menschgewordenen Sohnes im Sakrament der Eucharistie und im Tod am Kreuz.

Auch aus dieser Quelle des Heils sollen wir mit Freuden schöpfen…

Heilsquellen„Wasser schöpfen mit Freude aus den Quellen des Heils“
(Jes 12,3)
blau = Fest der Torafreude…
rot = Fronleichnam, wo in einer Prozession
die Eucharistie in einer Monstranz (u. unter einem Baldachin)
durch die Straßen getragen wird…
gelb = das Heilsgeschehen am Kreuz,
wo aus dem durchbohrten Herzen Jesu
die Quellen des Heils hervorquellen…

Bild: „aus den Quellen des Heils“,
© Georg Michael Ehlert, Herz-Jesu-Fest, 30. Mai 2008

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Herz-Jesu

Gedanken zum “Hochfest vom Heiligsten Herzen Jesu”
(= 8 Tage nach Fronleichnam)

Das Herz Jesu – die Quelle des Heils, (c) G. M. Ehlert

siehe https://gmehlert.wordpress.com/feste/heiligstes-herz-jesu/

auch: Quellen des Heils

Herz-Jesu-Fest


Gedanken zum „Hochfest vom Heiligsten Herzen Jesu“
(= 11. Juni 2010)

siehe: Quellen des Heils

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Jesu Verheißungswort
beim Laubhüttenfest im Tempel in Jerusalem
 (Joh 7,37-52):

 

Am letzten Tag des Festes, dem großen Tag,

(Der letzte Tag des Laubhüttenfestes war
bis zur Zerstörung des Tempels im Jahre 70 n.Chr.
der Tag des Wasserschöpfens)

stellte sich Jesus hin und rief:

Wer Durst hat, komme zu mir,
und es trinke, wer an mich glaubt.

Wie die Schrift sagt:

Aus seinem Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen.

vgl. Ez 47,1-12 
Die Vision des Propheten Ezechiel von der Tempelquelle:

„Dann führte er mich zum Eingang des Tempels zurück,
und ich sah,
wie unter der Tempelschwelle Wasser hervorströmte
und nach Osten floss;
denn die vordere Seite des Tempels schaute nach Osten.
Das Wasser floß unterhalb der rechten Seite des Tempels herab,
südlich vom
Altar.

 Dann führte er mich durch das Nordtor hinaus
und ließ mich außen herum zum äußeren Osttor gehen.
Und ich sah das Wasser an der Südseite hervorrieseln.
Der Mann ging nach Osten hinaus, mit der Mess-Schnur in der Hand,
maß tausend Ellen ab und ließ mich durch das Wasser gehen;
das Wasser reichte mir bis an die Knöchel.
Dann maß er wieder tausend Ellen ab
und ließ mich durch das Wasser gehen;
das Wasser reichte mir bis zu den Knien.
Darauf maß er wieder tausend Ellen ab und ließ mich hindurchgehen;
das Wasser ging mir bis an die Hüften.
Und er maß noch einmal tausend Ellen ab.
Da war es ein Fluss, den ich nicht mehr durchschreiten konnte;
denn das Wasser war tief, ein Wasser, durch das man schwimmen musste,
ein Fluss, den man nicht mehr durchschreiten konnte.

 Dann fragte er mich: Hast du es gesehen, Menschensohn?
Darauf führte er mich zurück, am Ufer des Flusses entlang.
Als ich zurückging, sah ich an beiden Ufern des Flusses sehr viele Bäume.

Er sagte zu mir: Dieses Wasser fließt in den östlichen Bezirk,
es strömt in die Araba hinab und läuft in das Meer,
in das Meer mit dem salzigen Wasser.
So wird das salzige Wasser gesund.

Wohin der Fluß gelangt, da werden alle Lebewesen,
alles, was sich regt, leben können,
und sehr viele Fische wird es geben.
Weil dieses Wasser dort hinkommt, werden (die Fluten) gesund;
wohin der Fluss kommt,
dort bleibt alles am Leben.

Von En-Gedi bis En-Eglajim werden Fischer am Ufer des Meeres stehen
und ihre Netze zum Trocknen ausbreiten.
Alle Arten von Fischen wird es geben,
so zahlreich wie die Fische im großen Meer.
Die Lachen und Tümpel aber sollen nicht gesund werden;
sie sind für die Salzgewinnung bestimmt.
An beiden Ufern des Flusses wachsen alle Arten von Obstbäumen.
Ihr Laub wird nicht welken, und sie werden nie ohne Frucht sein.
Jeden Monat tragen sie frische Früchte;
denn das Wasser des Flusses kommt aus dem Heiligtum.
Die Früchte werden als Speise und die Blätter als Heilmittel dienen.“ 

 „An jenem Tag wird für das Haus David und für die Einwohner Jerusalems eine Quelle fließen
zur Reinigung von Sünde und Unreinheit.“ (Sach 13,1) 

„An jenem Tag wird aus Jerusalem lebendiges Wasser fließen,
eine Hälfte zum Meer im Osten und eine Hälfte zum Meer im Westen;
im Sommer und im Winter wird es fließen.“ (Sach 14,8)

 

Damit meinte er den Geist,
den alle empfangen sollten, die an ihn glauben;
denn der Geist war noch nicht gegeben,
weil Jesus noch nicht verherrlicht war. 

"Du König auf dem Kreuzesthron, Herr Jesus Christus, Gottes Sohn: dein Herz, verwundet und betrübt, hat uns bis in den Tod geliebt." (Gotteslob 553)

„Du König auf dem Kreuzesthron…
dein Herz verwundet und betrübt,
hat uns bis in den Tod geliebt.“
(Gotteslob 553)

Tod Jesu am Kreuz 
= Verherrlichung der Liebe Gottes
(Joh 19,33-37) 

 

Als sie (die Soldaten) aber zu Jesus kamen
und sahen, dass er schon tot war,
zerschlugen sie ihm die Beine nicht,
sondern einer der Soldaten
stieß mit der Lanze in seine Seite,
und sogleich floss Blut und Wasser heraus.

 vgl. Ez 36,25-27:
Ich gieße reines Wasser über euch aus,
dann werdet ihr rein.
Ich reinige euch von aller Unreinheit
und von allen euren Götzen.
Ich schenke euch ein neues Herz
 und lege einen neuen Geist in euch.
Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust
und gebe euch ein Herz von Fleisch.
Ich lege meinen Geist in euch
und bewirke, dass ihr meinen Gesetzen folgt
und auf meine Gebote achtet und sie erfüllt.“

Und der, der es gesehen hat, hat es bezeugt,
und sein Zeugnis ist wahr.
Und er weiß, dass er Wahres berichtet,
damit auch ihr glaubt.

 Denn das ist geschehen,
damit sich das Schriftwort erfüllte: 

Man soll an ihm kein Gebein zerbrechen.

 vgl. Ex 12,46b: „Und ihr sollt keinen Knochen
des Paschalammes zerbrechen“

oder: Ps 34,21: „Er behütet all seine Glieder,
 nicht eines von ihnen wird zerbrochen.“

 Und ein anderes Schriftwort sagt:

 Sie werden auf den blicken,
den sie durchbohrt haben.

 vgl. Sach 12,10:
„Doch über das Haus David und über die Einwohner Jerusalems
werde ich den Geist des Mitleids
 und des Gebets ausgießen.
Und sie werden auf den blicken,
den sie durchbohrt haben.
Sie werden um ihn klagen,
wie man um den einzigen Sohn klagt;
sie werden bitter um ihn weinen,
wie man um den Erstgeborenen weint.“

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Quellen des Heils


„Ihr sollt fröhlich Wasser schöpfen aus den Quellen der Erlösung“ (Jesaja 12,3)

Direkt nach dem Pfingstfest (= dem Geburtsfest der Kirche) haben sich in der katholischen Tradition drei Feste entwickelt, die das Geheimnis der Liebe Gottes und seiner erlösenden Kraft beleuchten:

–         der Dreifaltigkeitssonntag (= Sonntag nach Pfingsten) zeigt, dass Gottes Geheimnis verströmende Liebe ist…

–         das Fronleichnamsfest (am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitsfest) offenbart, dass wir im Sakrament der Eucharistie von dieser Liebe des menschgewordenen Gottes uns immer wieder nähren können

–         das Herz-Jesu-Fest (= 8 Tage nach Fronleichnam) lässt uns blicken auf das im Kreuzestod geöffnete Herz Jesu – aus dem Blut und Wasser strömen = die Quellen des Heils, aus denen wir voll Freude schöpfen dürfen.

Das Fest des Wasserschöpfens…

Die Feier, die das Wasseropfer begleitete, wurde simchat beit ha scho’ewa genannt, „Feier des Ortes, an dem Wasser geschöpft wird“. Das Wasser für das Opfer auf dem Altar wurde den Quellen von Schiloach entnommen. Dieses Wasser nannte man „Wasser der Erlösung“ nach dem Vers Und ihr sollt fröhlich Wasser schöpfen aus den Quellen der Erlösung (Jeschajahu 12:3). Die Könige des Hauses David wurden an diesen Quellen gesalbt, und von ihnen kommt Israels Erlösung.

Aber es gehörte mehr zur Zeremonie als das Wasserschöpfen. Wer Zeuge der Freude war, die mit dem Ausgießen des Wassers einherging, war glücklich und entspannt. Der Talmud Jeruschalmi (Sukka 5:1) schreibt dazu: „Warum wird die Feier beit ha-scho’ewa (Ort des Schöpfens) genannt? Weil wir von dort den Geist der Heiligkeit schöpfen“…

http://www.chabadgermany.com/library/article_cdo/aid/5267/jewish/Das-Schpfen-des-Wassers.htm

 

… am 8. Tag des Laubhüttenfestes

„Am letzten Tag des Festes, dem großen Tag, stellte sich Jesus hin und rief:

„Wer Durst hat, komme zu mir, und trinke;
wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt:
Ströme von lebendigem Wasser
werden aus dessen Inneren fließen.
Damit meinte er den Geist,
den alle empfangen sollten,
die an ihn glauben;
denn der Geist war noch nicht gegeben,
weil Jesus noch nicht verherrlicht war.“

(Joh 7,37-39)

Die „Ströme von lebendigem Wasser“ (= die Sakramente) fließen aus dem am Kreuz durchbohrten Herzen Jesu. (vgl. Joh 19,33-37). Hier erfüllt sich nach christlicher Auffassung auch die Vision des Propheten Ezechiel von der Tempelquelle, die alles fruchtbar macht. (vgl. Ez 47,1-12)

Das Fest des Wasserschöpfens am letzten Tag des Laubhüttenfestes wird nach der Zerstörung des Jerusalemer Tempels (im Jahre 70 n. Chr.) im Laufe der Geschichte ersetzt:

a)      in der jüdischen Tradition von Simchat Tora = dem Fest der Torafreude; die Tora = das aufgeschriebene Herzensanliegen Gottes            als Geschenk seiner Barmherzigkeit.

Aus dieser Quelle des Heils sollen wir mit Freuden schöpfen…

b)      in der kath. Tradition von den Hochfesten Fronleichnam und Herz-Jesu = die Offenbarung der barmherzigen Liebe unseres Gottes in der Lebenshingabe seines menschgewordenen Sohnes im Sakrament der Eucharistie und im Tod am Kreuz.

Auch aus dieser Quelle des Heils sollen wir mit Freuden schöpfen…

Heilsquellen„Wasser schöpfen mit Freude aus den Quellen des Heils“
(Jes 12,3)
blau = Fest der Torafreude…
rot = Fronleichnam, wo in einer Prozession
die Eucharistie in einer Monstranz (u. unter einem Baldachin)
durch die Straßen getragen wird…
gelb = das Heilsgeschehen am Kreuz,
wo aus dem durchbohrten Herzen Jesu
die Quellen des Heils hervorquellen…

Bild: „aus den Quellen des Heils“,
© Georg Michael Ehlert, Herz-Jesu-Fest, 30. Mai 2008

 

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(c) G. M. Ehlert