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Pfingsten

Pfingstfest – Geburtstag der Sendung der Kirche

Zum Abschluss der Osterzeit feiern die Christen am 50. Tag nach dem Osterfest das Pfingstfest. –

  *Die Seiten 7 Sonntage der Osterzeit 
und re-qu-ie-m   c-r-e-s(cit)
geben einen Überblick über die 50 Tage der Osterzeit

Die Bezeichnung Pfingsten kommt vom griechischen Wort „pentecoste“ = „der Fünfzigste“. Gefeiert wird an diesem Fest die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Jünger und Jüngerinnen Jesu fünfzig Tage nach der Auferstehung Jesu.
Über dieses Ereignis berichtet die Apostelgeschichte.

 * zu Apg 2,1-13 siehe: Das Pfingstgeschehen

Mit diesem Ereignis beginnt die Sendung der Kirche, zu Menschen aus allen Völkern zu gehen und sie mit dem Geist der Liebe Gottes vertraut zu machen.

Die Juden feierten (und feiern es bis heute) an diesem Tag das Erntefest „Shawuot“. An diesem Festtag erinnern sie sich auch an die Gabe der Tora fünfzig Tage nach dem Auszug aus Ägypten am Gottesberg Horeb.

* Wurzeln und Früchte von Pfingsten
– Zusammenhang des jüdischen Festes Shawuot und dem christlichen Pfingstfest

Besondere Gottesdienste zur Einstimmung auf das Pfingstfest

Zur Einstimmung auf das Pfingstfest empfiehlt es sich, jeden Tag zwischen Christi Himmelfahrt und dem Pfingstsonntag in einem besonderen Gebet um die Kraft des Heiligen Geistes zu beten. d.h. eine Pfingstnovene zu beten – nach dem Vorbild der Apostel, die zusammen mit der Gottesmutter Maria in diesen 9 Tagen „einmütig im Gebet“ im Abendmahlssaal in Jerusalem versammelt waren.

* Hinweise zum 9-tägigen Gebet:
Pfingstnovene
(oder eine weitere Seite zu Meditationen zur Pfingstnovene)

Die katholische Kirche kennt in ihrer Gottesdiensttradition die Feier von Vigilien = Nachtwachen. Besonders vor den großen Festen Weihnachten, Ostern und Pfingsten wurden solche nächtlichen Gebets- und Meditationsgottesdienste gehalten. Daraus hat sich zum einen die Christmette in der Heiligen Nacht vor dem Weihnachtstag und die Osternachtfeier vor dem Ostersonntag entwickelt.
Die Vigil vor dem Pfingstfest ist jedoch weitgehend in Vergessenheit geraten.

* Aufbau und Texte für eine Pfingstvigil

Liturgische Texte zum Pfingstsonntag

Eröffnungsvers:

„Spiritus Domini replevit orbem terrarum, Alleluia,
et hoc quod continet omnia, scientiam habet vocis, Alleluia.“

„Der Geist des Herrn erfüllt den Erdkreis. Halleluja!
In ihm hat alles Bestand. Nichts bleibt verborgen vor ihm. Halleluja.“ (Weish. 1,7)

1. Lesung: Apostelgeschichte 2,1-11

2. Lesung: Galaterbrief 5,16-25

Evangelium: Joh 20,19-23*
Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch: Empfangt den Heiligen Geist!

oder Joh 15,26-27; 16,12-15

* siehe: Joh 20,19-23 (siehe Ostersonntag)

zu den liturgischen Texten von Pfingstfest siehe auch:
am Vorabend;
am Pfingstsonntag:
am Pfingstmontag

Gebete zum Heiligen Geist

Sammlung von Gebeten zum Heiligen Geist

Komm, du Heiliger Geist
und erneuere in uns
das göttliche Leben
dein Geschenk in der Taufe.

Komm, du Atem Gottes
und erfülle uns neu
mit deiner Frische
und Lebenskraft.

Komm, du frischer Wind
und bringe in Bewegung
jede und jeden von uns
und deine oft träge Kirche.

Komm, du Feuer der Liebe
und entflamme uns neu
den Armen Gerechtigkeit
und Freude zu bringen.

Komm, du Taube des Friedens
und beflüg’le unser Leben
als deine Friedensboten
in unserer Welt zu wirken.

(Georg Michael Ehlert)

Meditationen in Wort und Bild zum Pfingstfest

Dornbusch-Pfingsten-5a

Dynamik der Liebe Gottes – Pfingstikone (c) G. M. Ehlert, Mai 2017

Pfingsten –
Wenn die Liebe Gottes
das Herz des Menschen entflammt

Pfingsten heißt: „Der fünfzigste (Tag)“ –
eine Meditation in 50 Worten zum Pfingstfest:

Pfingsten

Wind entfacht
Feuersglut
Herz entbrennt

Maria sagt JA
und sie empfing
vom Heiligen Geist…

Jesu Passion –
im Tod am Kreuz
haucht er den Geist aus…

An Ostern
haucht der Auferstandene
den Jüngern den Geist ein…

Seit Pfingsten
entfachen sie das Feuer des Geistes
damit das Herz vor Liebe brennt.

Ein Impuls zum Pfingstfest:

Am Fest der Pfingsten
– sind die Geschenke am Geringsten?!?

• Weihnachten = ein „sehr großes Fest“:
viele Geschenke und 3 Wochen Schulferien…
• Ostern = ein „großes Fest“:
Ostereier und Osterhase und 2 Wochen Schulferien…
• Doch Pfingsten:
gerade mal 1-2 Tage Pfingstferien –

„Am Fest der Pfingsten –
da sind die Geschenke am geringsten.“

Was feiern wir Christen?
• Weihnachten:
Gott schenkt uns in Jesus seinen Sohn…
• Ostern:
Durch Tod und Auferstehung Jesu werden wir erlöst und bekommen Anteil am ewigen Leben
• Und Pfingsten?
Das jüdische Volk feiert am 50-sten Tag nach dem Pessachfest (= Erinnerung an die Befreiung aus Ägypten) Shawuot = den fünfzigsten Tag, an dem Gott auf dem Gottesberg Horeb dem Volk die Tora als die Gabe der Lebensweisungen Gottes schenkte;
und wir Christen feiern 50 Tage nach Ostern das Geschenk des Heiligen Geistes.

Das Feuer seiner Liebe befähigt uns, die Tora im Sinne Jesu zu verstehen, zu leben und liebend weiterzugeben.

„Sind am Fest der Pfingsten –
die Geschenke am geringsten?

Es liegt an uns!
Das Pfingstfest sagt:
Wir sind Gottes Geschenk für die Welt!

Wenn wir uns durch Gottes Geist entflammen lassen…
wenn wir aus dem Evangelium leben und davon Zeugnis geben…
wenn wir die empfangenen Gaben Gottes liebend weitergeben…
dann wird Pfingsten zu einem „großartigen Fest“ der Liebe Gottes für alle Menschen in dieser Welt.

Volksbrauchtum zum Pfingstfest:

Ein religiöses Brauchtum wie die Bescherung unterm Weihnachtsbaum oder das Ostereiersuchen hat sich rund um das Pfingstfest kaum entwickelt.

Schön wäre es z.B.

  • an Pfingsten Pfingstrosen zu verschenken

Pfingstrosen (eine Art der Hahnenfußgewächse) sind eine beliebte Zierpflanze, die nach dem Pfingstfest benannt ist – sie steht vor allem wegen ihrer Blütezeit mit diesem Fest in zeitlichem Zusammenhang.

Sie sind ausdauernde Pflanzen mit krautigen oder verholzenden Stengeln ohne Dornen, zusammengesetzten Blättern und großen weißen, gelben, rosafarbenen oder roten Blüten, denen heilende Wirkung zugeschrieben wird.

  • Pfingsttauben basteln…
    z.B. eine Pfingst-Taube aus Papier falten (Origamitechnik):
    Origami-taube-a

Die Taube galt im alten Orient eine (göttliche) Liebesbotin. Auch die Brieftauben brachten früher Botschaften zu den Menschen. Gottes Botschaft am Pfingstfest: Ich habe dir meine Liebeskraft zum weitergeben geschenkt.

Der Pfingstenkranz – ist ein besonderes Brauchtum zu Pfingsten in Oelde

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Pfingstnovene

9 Tage zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten

Pfingstnovene

Am Pfingstfest sandte der auferstandene und in den Himmel Gottes aufgefahrene Herr Jesus Christus seinen Jüngerinnen und Jüngern den Heiligen Geist.

Dieser Geist formte die Gemeinde Jesu zu seiner Kirche,
begleitete die Kirche durch die Zeit
und ließ sie zu einer weltweiten großen Gemeinschaft wachsen.

Dieser Geist Gottes stärkt auch heute unseren Glauben,
belebt unsere Hoffnung,
vertieft unsere Liebe,
als einzelne, vor allem aber als Gemeinschaft, als Kirche.

Die Jüngerinnen und Jünger Jesu hatten sich auf das Kommen des Heiligen Geistes vorbereitet:
gemeinsam mit Maria – im Gebet – im Abendmahlssaal in Jerusalem.

Von Christi Himmelfahrt bis Pfingsten haben sie
neun Tage lang
um den Geist gebetet
– die erste Pfingstnovene – das Neun-Tage-Gebet.

Chr-Himmelfahrt-4a

Heimkehr zum Vater – In Erwartung des Hl. Geistes – in der Kraft des Hl. Geistes; (c) G. M. Ehlert, 24.05.2017

Christi Himmelfahrt:
Christus kehrt heim zum Vater – zuvor hat er seinen Jüngern verheißen, dass sie in wenigen Tagen „eingetaucht“ werden in den Heiligen Geist – siehe Apg. 1,1-14.

In den 9 Tagen zwischen Christi Himmelfahrt und dem Pfingstfest
waren die Jünger zusammen mit Maria versammelt, um im Gebet den Heiligen Geist zu erwarten: den Geist der schenkenden Liebe Gottes, der sie befähigt, dass sie fortan mit „Augen des Herzens“ (vgl. Eph 1,18) erkennen, dass Christus in einem jeden von ihnen und durch sie in dieser Welt erfahrbar werden will.

Am Pfingstfest
befähigt der Heilige Geist die Jünger Jesu, dass sie sein Werk weiterführen, eine Gemeinschaft aufbauen (= die Kirche), so dass zwischen ihnen die herzliche Liebe Gottes erfahrbar werden kann.

 

–> zu Gebeten einer Pfingstnovene 

an Christi Himmelfahrt: *
Komm herab, o Heiliger Geist,
der die finstre Nacht zerreißt,
strahle Licht in diese Welt.

am Freitag (1.Tag):
Komm, der alle Armen liebt,
komm der gute Gaben gibt,
komm, der jedes Herz erhellt.

am Samstag (2.Tag):
Höchster Tröster in der Zeit,
Gast der Herz und Sinn erfreut,
köstlich Labsal in der Not.

am Sonntag (3.Tag): – 7. Sonntag der Osterzeit *
In der Unrast schenkst du Ruh,
hauchst in Hitze Kühlung zu,
spendest Trost in Leid und Tod.

am Montag (4.Tag):
Komm, o du glückselig Licht,
fülle Herz und Angesicht,
dring bis auf der Seele Grund.

am Dienstag (5.Tag):
Ohne dein lebendig Weh’n
kann im Menschen nichts besteh’n,
kann nichts heil sein noch gesund.

am Mittwoch (6.Tag):
Was befleckt ist, wasche rein,
Dürrem gieße Leben ein,
heile du wo Krankheit quält.

am Donnerstag (7.Tag):
Wärme du, was kalt und hart, l
öse, was in sich erstarrt,
lenke, was den Weg verfehlt.

am Freitag (8.Tag):Gib dem Volk, das dir vertraut,
das auf deine Hilfe baut,
deine Gaben zum Geleit.

am Samstag (9.Tag): *
Lass es in der Zeit besteh’n,
deines Heils Vollendung seh’n
und der Freuden Ewigkeit.

am Pfingstfest: *
Amen. Halleluja!

  • * zum 7. Sonntag der Osterzeit

Am 7. Sonntag der Osterzeit – d.h. zwischen Christi Himmelfahrt und dem Pfingstfest wird als Evangelium immer ein Abschnitt aus dem sogenannten “Hohepriesterlichen Gebet” Jesu – dem Abschiedsgebet des Herrn verkündet:
im Lesejahr A = Joh 17,1-11 (= 28. Mai 2017)
– im Lesejahr B = Joh 17,6a.11b-19 (= 17. Mai 2015)
– im Lesejahr C = Joh 17,20-26.

siehe dazu den Bibeltext: Joh 17,1-26 (in eigener Übersetzung);
siehe auch: “Ich will, dass alle eins sind wie wir

  • * die Nacht vor dem Pfingstfest – Texte für eine Pfingstvigil

  • *zum Pfingstfest  (= 50 Tage nach Ostern)

Pente-coste = “der Fünfzigste” – der Tag, an dem die Juden an die Gabe der Tora erinnen – der Tag, an dem die Christen die Ausgießung des Geistes Gottes feiern.

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

in Verbindung bleiben (6.O.A)


6. Sonntag der Osterzeit Rogate (Bittsonntag)
                                   (= 21. Mai 2017)

Vocem iucunditatis

O-6

Vocem iucunditatis annuntiate, et audiatur, alleluia,
nuntiate usque ad extremum terrae,
liberavit Dominus populum suum, alleluia.“

Eröffnungsvers:

„Verkündet es jauchzend, damit man es hört, Halleluja!
Ruft es hinaus bis ans Ende der Erde!
Der HERR hat sein Volk befreit. Halleluja.“
(vgl. Jes 48,20)

1. Lesung: Apg 8,5-8.14-17
Petrus und Johannes legten ihnen die Hände auf und sie empfingen den Heiligen Geist

Antwortpsalm: Ps 66,1-3.4-5.6-7
Jauchzt vor Gott, alle Länder der Erde! Halleluja.

2. Lesung: 1 Petr 3,15-18
Dem Fleisch nach wurde Christus getötet, dem Geist nach lebendig gemacht

Ruf vor dem Evangelium: Joh 14,2-3
Halleluja. Halleluja.
(So spricht der Herr:)
Wer mich liebt, hält fest an meinem Wort.
Mein Vater wird ihn lieben, und wir werden bei ihm wohnen.
Halleluja.

Evangelium: Joh 14,15-21
Ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben

Lesejahr A: (= 2017)
Apg 8,5-8.14-17;
1 Petr 3,15-18
Joh 14,15-21 Ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben

Lesejahr B:
Apg 10,25-26.34-35.44-48;
1 Joh 4,7-10
Joh 15,9-17 Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt siehe auch: „In Liebe verbunden

Lesejahr C (01.05.2016):
Apg 15,1-2.22.29; ((zu Apg 15,1-35 siehe: Konfliktlösung in der Kirche))
Offb 21,10-14.22-23
Joh 14,23-29 Der Heilige Geist wird euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe

siehe auch: Abschiedsrede Jesu – 1. Teil: „Damit der Vater verherrlicht werde in dem Sohn“ –  joh-13.31-14.31 (= Übersetzung, Gliederung und Erläuterung)

.

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.

–> zu den Liturgischen Texten vom 6. Sonntag der Osterzeit (A) siehe: „Schott

.

Gedanken zum Sonntagsevangelium vom 6. Sonntag der Osterzeit:
Johannes 14,15-21

Wenn ihr hochschätzt/ liebt mich,
die Weisungen – die meinen – ihr werdet sie bewahren.

Und ich – ich werde bitten/ fragen den Vater,
und einen anderen (zur Unterstützung)
Herbeigerufenen/ Beistand/ Anwalt
wird er euch schenken/ geben,
auf dass er sein wird mit/in/bei euch in die Ewigkeit hinein:
den Wind/ Atem/ Geist der Wahrhaftigkeit/ Zuverlässigkeit/ Wahrheit,
den die Welt nicht vermag aufzunehmen,
weil sie ihn nicht wahrnehmen/ schauen/ finden vermag von sich aus.

Ihr (er)kennt ihn, denn bleibend ist er bei/ in/ mit euch
und wird in/ bei/ mit euch sein.

Nicht will ich euch als Waisen (zurück)lassen:
ich komme zu euch.

Noch eine kleine (Weile),
und die Welt schaut mich nicht mehr;
ihr aber schaut mich,
weil ich lebe und ihr leben werdet.

An jenem Tag werdet ihr erkennen,
dass ich in/ mit/ bei meinem Vater bin,
und ihr in/ mit/ bei mir,
und ich in/ mit/ bei euch.

Wer meine Weisungen hat und sie wahrt:
der ist es, der mich hochschätzt/ liebt.

Wer aber mich hochschätzt/ liebt,
wird hochgeschätzt/ geliebt werden von meinem Vater.
Auch ich werde ihn hochschätzen/ lieben und mich ihm zeigen.

(Joh 14,15-21 – (Arbeits-)Übersetzung: G. M. Ehlert)

sich verabschieden – und verbunden bleiben

Verheißener Beistand - zu Joh 14,15-21; (c) G. M. Ehlert

Verheißener Beistand – Joh 14,15-21; (c) G. M. Ehlert, 14.05.2017

„Der Herbeigerufene – der Geist der Wahrheit“

1. Abschied nehmen – und verbunden bleiben

A-dieu! –> Abschied
Denk an das, was ich dir gesagt habe. –> Vermächtnis
Mach’s gut! –> Auftrag
Ich meld’ mich. –> Zusage
Bis bald. –> Verheißung

2. aus den Abschiedsreden Jesu

Abschied Jesu: A-dieu:
Ich gehe zum Vater – einen Platz für euch vorzubereiten

Vermächtnis Denkt an das, was ich getan habe.
„Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe“

Auftrag: „Macht es gut!“
„Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.“

Zusage: „Ich meld‘ mich!“
„Ich werde euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben wird: den Geist der Wahrheit“

Verheißung: „Bis bald“ –
„Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, sondern ich komme wieder zu euch“ –> Es ist der Geist der Wahrheit (Wahrhaftigkeit, Verlässlichkeit…)

Wenn die Jünger Jesus in Liebe und im Halten seiner Gebote verbunden bleiben, dann gelten ihnen die Verheißungen Jesu.

Entsprechend dem größeren Textzusammenhang von Joh 14 verheißt Jesus seinen Jüngern nach seinem Fortgang ein erneutes Kommen.

  • Eine erste Weise seiner kommenden Gegenwart besteht in der Gabe des Geistes, der für immer bei ihnen bleiben soll (V. 16f.).
  • Doch auch Jesus selbst wird seine Jünger nicht als Waisen zurücklassen, sondern (erneut) zu ihnen kommen (V. 18-20).
  • Am Schluss wird Jesus dann verheißen, dass er zusammen mit dem Vater zu den Seinen kommen und bei ihnen Wohnung nehmen wird (V. 23).

Wie wir hier sehen können, ergibt sich so bei den Verheißungen Jesu eine trinitarische Struktur, die vom Geist über Jesus zum Vater führt.

siehe auch: „Abschiedswort

 

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Osterzeit 2017

Die 8 Sonntage der 50-tägigen Osterzeit

Die Sonntage der Osterzeit haben jeweils einen Namen –
nach dem Anfangswort des lateinischen Eröffnungsverses der Hl. Messe –
–> Merkwort: „Re-qu-ie-m   c-r-e-s (-ce)“ = „in Ruhe wachse“

  1. Ostersonntag: – Resurrexi (= 16. April 2017)
  2. Sonntag der Osterzeit: – Quasimodogeniti (= 23. April 2017)
  3. Sonntag der Osterzeit: – Iubilate (= 30. April 2017)
  4. Sonntag der Osterzeit: – Misericordia (Guter-Hirte-Sonntag) (= 7. Mai 2017)
  5. Sonntag der Osterzeit: – Cantate (= 14. Mai 2017)
  6. Sonntag der Osterzeit: – Rogate (Bittsonntag) / Vocem iucunditatis (= 21. Mai 2017)
    Christi Himmelfahrt (= Donnerstag, 25. Mai 2017)
  7. Sonntag der Osterzeit: – Exaudi (= 28. Mai 2017)
  8. Pfingstsonntag: – Spiritus Domini (= 4. Juni 2017)


Ostersonntag (= 16. April 2017)
Resurrexi

O-1

Resurrexi, et adhuc tecum sum, alleluia:
posuisti super me manum tuam, alleluia:
mirabilis facta est scientia tua, alleluia, alleluia.“

Ich bin auferstanden und bin immer bei dir. Halleluja.
Du hast deine Hand auf mich gelegt. Halleluja.
Wie wunderbar ist für mich dieses Wissen. Halleluja.“ (Ps 139,5f)

A: Mt 28,1-10 Ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, wie er gesagt hat /          (16.04.2017)
B: Mk 16,1-7 Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten; er ist auferstanden /
C: Lk 24,1-12 Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? /

oder: A B C: Joh 20,1-18

siehe auch: „Osterglaube

Das Ostergeschehen im Zeugnis der vier Evangelien (eine Zusammenschau): Osterbilder

1. Ostersonntag – Evangelium vom Tag = Joh 20,1-18:

siehe: Joh 20,3-10: Wettlauf Petrus – Johannes zum Grab
und: Joh 20,11-18: Die Begegnung zwischen Maria von Magdala mit dem Auferstandenen

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2. Sonntag der Osterzeit (= 23. April 2017)
Quasimodo geniti

= SONNTAG DER GÖTTLICHEN BARMHERZIGKEIT – (Weißer Sonntag)

O-2

Quasimodo geniti infantes, alleluja,
rationabile sine dolo lac concupiscite, alleluja.“

Wie neugeborene Kinder, Halleluja,
verlangt nach der vernünftigen, unverfälschten Milch, Halleluja.“
(1 Petr 2,2a)

1. Lesung: Apostelgeschichte 5,12-16: „Immer mehr wurden im Glauben zum Herrn geführt“

2. Lesung: Offenbarung 1,9-11a.12-13.17-19: „Ich war tot, doch nun lebe ich in alle Ewigkeit“

A B C: Joh 20,19-31: Acht Tage darauf kam Jesus und trat in ihre Mitte

siehe auch: „Göttliche Barmherzigkeit

siehe auch:

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3. Sonntag der Osterzeit (= 30. April 2017)
Iubilate

O-3

Iubilate Deo, omnis terra, alleluia,
psalmum dicit e nomini eius, alleluia.
Date gloriam laudi eius, alleluia“

Jauchzt Gott zu, alle Lande, Halleluja,
spielt zum Ruhm seines Namens, Halleluja,
verherrlicht ihn mit Lobpreis. Halleluja.“
(Ps 66,1f)

Die Liturgischen Texte zum 3. Sonntag der Osterzeit

1. Lesung: Apg 2,14.22-33
Es war unmöglich, dass er vom Tod festgehalten wurde

Antwortpsalm (Ps 16,1-2.5.7-8.9-10)

–> zu Psalm 16: Vom wahren Lebensglück – und wie ich es erlange

2. Lesung: 1 Petr 1,17-21
Ihr wurdet losgekauft mit dem kostbaren Blut Christi, des Lammes ohne Fehl und Makel

Ruf vor dem Evangelium:
Halleluja, Halleluja!
Christus ist auferstanden.
Er, der Schöpfer des Alls, hat sich aller Menchen erbarmt.
Halleluja!

Evangelium: Lk 24,13-35
oder, wo Ostermontag als Feiertag begangen wird und das Emmausevangelium bereits an diesem Tag gelesen wurde:
Joh 21,1-14
Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch

Ostererscheinungen Jesu:
Lesejahr A: Lk 24,13-35 oder: Joh 21,1-14 (= 2017)
Lesejahr B: Lk 24,35-48
Lesejahr C: Joh 21,1-19

–> zu den Liturgischen Texten vom 3. Sonntag der Osterzeit siehe: Schott

siehe auch:

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4. Sonntag der Osterzeit (= 07. Mai 2017)
Misericordia

= „Gute-Hirte-Sonntag“ – Weltgebetstag für geistliche Berufe

O-4

Misericordia Domini plena est terra, alleluia,
verbo Dei coeli firmati sunt, alleluia.“

„Von der Huld des Herrn ist erfüllt die Erde, Halleluja.
Durch das Wort Gottes wurden die Himmel geschaffen, Halleluja!“
(Ps 33,5f)

1. Lesung: Apg 2, 14a.36-41
Gott hat den Gekreuzigten zum Herrn und Messias gemacht

Antwortpsalm: Ps 23,1-3.4.5.6
Der HERR ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen

2. Lesung: 1 Petr 2, 20b-25
Ihr seid heimgekehrt zum Hirten und Bischof eurer Seelen

Ruf vor dem Evangelium Vers: Joh 10, 14
Halleluja. Halleluja.
(So spricht der Herr:)
Ich bin der gute Hirt.
Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich.
Halleluja.

Evangelium: Joh 10, 1-10
Ich bin die Tür zu den Schafen

–> zu den Liturgischen Texten vom 4. Sonntag der Osterzeit (A) siehe: „Schott

A: Joh 10,1-10 Der gute Hirt als Gegenbild zu Dieben u. Räubern (= 2017)
B: Joh 10,11-18 Der gute Hirt als Gegenbild zum Tagelöhner
C: Joh 10,27-30 aus dem Streitgespräch beim Tempelweihfest

siehe auch:

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5. Sonntag der Osterzeit (= 14. Mai 2017)
Cantate

O-5

Cantate Domino canticum novum, alleluia,
quia mirabilia fecit Dominus, alleluia,
ante conspectum gentium revelavit iustitiam suam, alleluia.“

Singt dem Herrn ein neues Lied, Halleluja,
denn er hat wunderbare Taten vollbracht, Halleluja
und sein gerechtes Wirken enthüllt vor den Augen der Völker. Halleluja.“ (Ps 98,1f)

A: Joh 14,1-12 Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben (siehe auch Joh 14,1-31) (= 2017)
B: Joh 15,1-8 Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht
„Ich bin der Weinstock – ihr seid die Reben“
C: Joh 13,31-35 Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! (= 24.04.2016)

siehe auch: „Christus, der Weinstock

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6. Sonntag der Osterzeit Rogate (Bittsonntag) (= 21. Mai 2017)

Vocem iucunditatis

O-6

Vocem iucunditatis annuntiate, et audiatur, alleluia,
nuntiate usque ad extremum terrae,
liberavit Dominus populum suum, alleluia.“

„Verkündet es jauchzend, damit man es hört, Halleluja;
Ruft es hinaus bis ans Ende der Erde!
Der HERR hat sein Volk befreit. Halleluja.“
(vgl. Jes 48,20)

Lesejahr A: (= 2017)
Apg 8,5-8.14-17;
1 Petr 3,15-18
Joh 14,15-21 Ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben

Lesejahr B:
Apg 10,25-26.34-35.44-48;
1 Joh 4,7-10
Joh 15,9-17 Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt siehe auch: „In Liebe verbunden

Lesejahr C (01.05.2016):
Apg 15,1-2.22.29; ((zu Apg 15,1-35 siehe: Konfliktlösung in der Kirche))
Offb 21,10-14.22-23
Joh 14,23-29 Der Heilige Geist wird euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe

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7. Sonntag der Osterzeit (= 28. Mai 2017)
Exaudi

O-7a

Exaudi, Domine, vocem meam, qua clamavi ad te, alleluia.
Tibi dixit cor meum, quaesivi vultum tuum,
vultum tuum ‚Domine requiram,
ne avertas facies tuam a me, alleluia.“

Höre, o Herr, mein lautes Rufen; Halleluja!
Mein Herz denkt an dein Wort: „Sucht mein Angesicht“ –
Dein Angesicht, o Herr, will ich suchen.
Verbirg nicht dein Gesicht vor mir. Halleluja!“(Ps 27,7-9)

Am 7. Sonntag der Osterzeit – d.h. zwischen Christi Himmelfahrt und dem Pfingstfest wird als Evangelium immer ein Abschnitt aus dem sogenannten “Hohepriesterlichen Gebet” Jesu – dem Abschiedsgebet des Herrn verkündet:
– im Lesejahr A = Joh 17,1-11 (= 2017)
– im Lesejahr B = Joh 17,6a.11b-19 (= 17. Mai 2015)
– im Lesejahr C = Joh 17,20-26. (= 08. Mai 2016)

siehe dazu den Bibeltext: Joh 17,1-26 (in eigener Übersetzung).

siehe auch: “Ich will, dass alle eins sind wie wir

siehe auch: Christi Himmelfahrt u. 7. Sonntag der Osterzeit

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Pfingstsonntag (= 04. Juni 2017)
Spiritus Domini

O-8

Spiritus Domini replevit orbem terrarum, Alleluia,
et hoc quod continet omnia, scientiam habet vocis, Alleluia.“

„Der Geist des Herrn erfüllt den Erdkreis. Halleluja!
In ihm hat alles Bestand.
Nichts bleibt verborgen vor ihm. Halleluja.“
(Weish. 1,7)

1. Lesung: Apostelgeschichte 2,1-11

2. Lesung: Galaterbrief 5,16-25

Evangelium: Joh 20,19-23 (siehe Ostersonntag) oder Joh 15,26-27; 16,12-15

A B C: Joh 20,19-23 Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch: Empfangt den Heiligen Geist!

siehe auch:

die Tage zwischen Christi Himmelfahrt und dem Pfingstfest
eine Pfingstnovene
die Nacht vor dem Pfingstfest – Texte für eine Pfingstvigil 

u. Pfingstfest

siehe auch: re-qu-ie-m c-r-e-s(cit)

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Taufe des Herrn – (1. A)

 Fest der Taufe des Herrn

Am Sonntag nach dem Hochfest „Erscheinung des Herrn“ („Heilige Drei Könige“) feiert die Kirche das Fest der Taufe Jesu durch Johannes im Jordan.  – Mit der Taufe im Jordan tritt Jesus nach ca. 30 Jahren des verborgenen Lebens in Nazaret in die Öffentlichkeit.

Mit diesem Fest endet die Weihnachtszeit. Dieser Sonntag ist zugleich der 1. Sonntag im kirchlichen Jahreskreis. (Im Jahr 2017 ist dies der Jahreskreis A – in dem vor allem Abschnitte aus dem Matthäusevangelium in den Sonntagsgottesdiensten verkündet werden).

Die liturgischen Texte des Festes TAUFE DES HERRN (8. Januar 2017)

Eröffnungsvers (vgl. Mt 3,16-17)
„Als Jesus getauft war, öffnete sich der Himmel,
und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen.
Und die Stimme des Vaters aus den Himmel sprach:
Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen habe.“

1. Lesung: Jes 42,5a.1-4.6-7
Seht, dies ist mein Knecht, an ihm finde ich Gefallen
–> Jes 42,1-9 = 1. Gottesknechtslied

Antwortpsalm (Ps 29,1-2.3ac-4.3bn u. 9b-10)

2. Lesung: Apg 10,34-38
Gott hat Jesus gesalbt mit dem Heiligen Geist

Ruf vor dem Evangelium: (vgl. Mk 9,7)
Halleluja. Halleluja.
Der Himmel tat sich auf, und eine Stimme sprach:
Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören!
Halleluja

Evangelium: Mt  3,13-17
Als Jesus getauft war, sah er den Geist wie eine Taube auf sich herabkommen
–> Mt 3,13-17: Taufe Jesu und Gottes Zusage

Johannes tauft Jesus im Jordan
(= Fest Taufe des Herrn = 8. Januar 2017)
+
Er sagt: Seht, das Lamm Gottes,
das die Sünde der Welt hinwegnimmt.
(= 2. Sonntag im Jahreskreis A = 15. Januar 2017)
Gedanken zum Evangelium Johannes 1,29-34: siehe „Zeugnistag

Zwei Begegnungen zwischen Jesus mit Johannes in einem Bild:

Johannes tauft Jesus im Jordan  +  Seht, das Lamm Gottes,  das die Sünde der Welt hinwegnimmt. Bild von G.M. Ehlert 2002

zum Fest Taufe des Herrn (c) G. M. Ehlert, Januar 2002

1.
Johannes, der Täufer wirkt in der Wüste Juda am Unterlauf des Jordan
und verkündet Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden.
So kommt auch Jesus zu Beginn seines öffentlichen Wirkens zu ihm
und lässt sich von ihm im Jordan taufen.

Davon berichten Matthäus, Markus und Lukas in ihren Evangelien.

z.B. Mt 3,13-17: (Evangelium am Fest der Taufe des Herrn – Lesejahr A)

Zu dieser Zeit kam Jesus von Galiläa
an den Jordan zu Johannes,
um sich von ihm taufen zu lassen.

Johannes aber wollte es nicht zu lassen
und sagte zu ihm:

„Ich müsste von dir getauft werden,
und du kommst zu mir?“

Jesus antwortete ihm:

„Lass es nur zu!
Denn so können wir die Gerechtigkeit,
(die Gott fordert), ganz erfüllen.“

Da gab Johannes nach.

Als Jesus getauft war,
stieg er sogleich aus dem Wasser herauf.
Und siehe,
da öffnete sich der Himmel
und er sah den Geist Gottes wie eine Taube
auf sich herabkommen.

Und siehe,
eine Stimme aus dem Himmel sprach:

„Dieser ist mein geliebter Sohn,
an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.“

2.
Ein weiteres Mal begegnet Jesus Johannes wieder
als Johannes sich in Betanien, jenseits des Jordans
(in der Nähe vom See von Galiläa) aufhält.
Von dieser weiteren Begegnung berichtet der Evangelist Johannes in seinem Evangelium. Joh 1,29-34 (= Evangelium am 2. Sonntag im Jahreskreis A)

Am folgenden Tag sieht er Jesus auf sich zukommen und sagt:

„Seht, das Lamm Gottes,
das die Sünde der Welt hinwegnimmt.
Dieser ist es, von dem ich gesagt habe:
Nach mir kommt einer, der mir voraus ist,
weil er vor mir war.
Auch ich kannte ihn nicht.
Aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser,
um Israel mit ihm bekanntzumachen.“

Und Johannes bezeugte:

Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam
wie eine Taube
und auf ihm blieb.

Auch ich kannte ihn nicht;
aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen,
er hat mir gesagt:
Auf wen du den Geist herabkommen siehst
und auf wem er bleibt,
der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft.

Das habe ich gesehen,
und ich bezeuge:

Er ist der Sohn/der Erwählte Gottes.

3.
Am folgenden Tag stand Johannes wieder
da
und zwei von seinen Jüngern.

Indem er auf Jesus blickte,
der vorüberging,
sagte er:
„Seht, das Lamm Gottes.“

Und die beiden Jünger hörten ihn so reden
und folgten Jesus.

(Joh 1,35-37)

siehe auch:
Taufe des Herrn (2013)- „Mit Jesus über den Jordan gehen“
siehe zu Johannes, dem Täufer auch:

Dreifaltigkeitssonntag


Dreifaltigkeitssonntag – Hochfest am Sonntag nach Pfingsten (= 22. Mai 2016)

Eröffnungsvers:
Gepriesen sei der dreieinige Gott:
der Vater und sein eingeborener Sohn und der Heilige Geist;
denn er hat uns sein Erbarmen geschenkt.

1. Lesung: Spr 8,22-31

2. Lesung: Röm 5,1-5

Röm 5,1-5 (Übersetzung: G. M. Ehlert)
Gerechtfertigt nun aus Glauben
Frieden haben wir in Bezug auf den Gott
durch den Herrn von uns Jesus Christus,
durch den (wir) auch die Herzuführung gehabt haben zu dem Glauben
in die diese Gnade (hinein), in der wir Stand haben
und wir rühmen uns auf die Erwartung/ Hoffnung der Herrlichkeit des Gottes.
     Nicht allein aber (dies),
.    sondern auch rühmen wir uns in den Bedrängnissen,
.    wissend, dass die Bedrängnis Untenbleiben (= Geduld) bewirkt,
     das aber Untenbleiben (= Geduld) –  Bewährung,
.    aber die Bewährung  – Erwartung/ Hoffnung
.    die aber Erwartung/ Hoffnung herabbeschändet nicht, (= lässt nicht zugrunde gehen)
denn: die Liebe des Gottes ist ausgegossen worden
in die Herzen von uns
durch Heiligen Geist (der) uns gegeben (ist).

Evangelium: Joh 16,12-15

12 Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt noch nicht ertragen.
13 Wenn aber jeder kommt, der Geist der Wahrheit,
wird er euch Wegführer sein in der ganzen Wahrheit;

.         I       denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden,          Geist
sondern er wird sagen, was er hören wird,
und das, was kommen wird, wird er euch verkündigen.

14     II       Er wird mich verherrlichen,                                                  Jesus
denn er wird von dem Meinen nehmen
und euch verkündigen.

15    III      Alles, was der Vater hat, ist mein:                                       Vater
Darum habe ich gesagt, er nimmt von dem Meinen
und wird es euch verkündigen.

 

Zu Weihnachten preisen wir den schöpferischen Gott, der sich uns als Vater und Mutter – um unser Heil besorgt – zuwendet.

Zu Ostern preisen wir den erlösenden Gott, der in seinem menschgewordenen Sohn vom Tode aufersteht und damit für uns alle Vergänglichkeit und Tod auf immer besiegt.

Zu Pfingsten preisen wir den liebenden Gott, der als Heiliger Geist überall auf der Welt wirksam ist.

Am Dreifaltigkeitstag sind wir eingeladen, in Ehrfurcht vor jenem Gott zu verharren, der auf so wunderbare und vielfältige Weise Teil unserer Welt wird – zu unserem Heil.

drei-eins-4a
Wer versucht, die Dreieinheit zu verleugnen,
wird seine Seele verlieren,

wer aber versucht, die Dreieinheit zu verstehen,
wird seinen Verstand verlieren.

Nur, wer glaubend mit ihr lebt,
nähert sich dem Geheimnis.

 

Impuls zum Dreifaltigkeitssonntag

„Was ist das ein ‚Aquarium‘?“ – so fragte ein Fisch einen anderen, die beide in diesem Aquarium herum schwammen. „Das Aquarium ist unser Lebensraum“ – „Ich habe aber noch nie ein Aquarium gesehen“ – „Aber du kannst doch die drei Dimensionen unseres Lebensraumes ermessen: die Länge, die Breite und die Tiefe. Alle drei Dimensionen zusammen bilden unseren Lebensraum – das Aquarium.“…

Dieses Bild von den Fischen im Aquarium kam mir in den Sinn bei der Frage, wie uns heute etwas vom Geheimnis der Dreifaltigkeit des einen Gottes aufleuchten kann.

Wir leben in einer Wirklichkeit, die wir als Ganzes noch nie gesehen haben. Doch auch wir können im Blick auf glaubende Menschen erahnen, was unserem Leben Länge, Breite und Tiefe geben kann, wenn wir uns darauf einlassen.

Das Längenmaß gibt uns Jesus Christus vor. Die Art, wie er sein Leben und Sterben mit Liebe erfüllte, kann Maßstab unseres Lebens sein.

Unser Leben wird breiter, wenn wir uns in seinem Geist der Liebe und Versöhnung miteinander verbinden zu einer lebendigen Gemeinschaft, die Freude und Leid miteinander teilt.

Die Tiefendimension lässt uns den Ursprung und das Ziel allen Lebens erahnen, von dem Jesus als unserem Vater im Himmel gesprochen hat.

Der Glaube daran kann unserem Leben Tiefe und Halt geben.

Im Geheimnis dieser einen „dreidimensionalen“ Wirklichkeit – die wir GOTT nennen, dürfen wir leben:

im Namen des Vaters
und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.

Bildmeditation zum Dreifaltigkeitssonntag:
Daheim im Herzen des dreieinigen Gottes
siehe auch: “Barmherzige Dreifaltigkeit
und: “Der Mensch – Bild der Dreifaltigkeit
zu Röm 5,1-5: Gottes-Liebe-ausgegossen

 

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

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(c) G. M. Ehlert

Pfingstfest

Pfingsten = „Fünfzigster Tag“

„Spiritus Domini replevit orbem terrarum, Alleluia,
et hoc quod continet omnia, scientiam habet vocis, Alleluia.“

„Der Geist des Herrn erfüllt den Erdkreis. Halleluja!
In ihm hat alles Bestand. Nichts bleibt verborgen vor ihm. Halleluja.“ (Weish. 1,7)

O-8

  1. Lesung: Apostelgeschichte 2,1-11
  2. Lesung: Galaterbrief 5,16-25

Evangelium: Joh 20,19-23 (siehe Ostersonntag) oder Joh 15,26-27; 16,12-15

A B C: Joh 20,19-23
Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch: Empfangt den Heiligen Geist!

siehe auch: Pfingstfest

siehe auch: „Impuls zu Pfingsten

Volksbrauchtum zum Pfingstfest: Der Pfingstenkranz

 

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