Schlagwort-Archive: Heilige Familie

Weihnachtszeit

Die Weihnachtszeit

beginnt mit der 1. Vesper zum Weihnachtsfest am 24. Dezember.

(Für viele ist das Feiern am Heiligen Abend bzw. in der Heiligen Nacht schon der Höhepunkt)

Das Weihnachtsfest (=25. Dezember)

ist das Hochfest von der Geburt des Herrn Jesus Christus

Die katholische Liturgie kennt unterschiedliche Messtexte für die Eucharistiefeiern
– am Heiligen Abend,
– in der Heiligen Nacht (= Christmette)
– am Morgen (= Hirtenamt)
– am Tag (= Hochamt).

(siehe: Hochfest Geburt Christi)

Am Abend des 1. Weihnachtstages ist wie in den Geschäften für manch einen gefühlsmäßig Weihnachten schon vorbei. –

Doch im Stundengebet der katholischen Kirche wird eine ganze Woche lang „Weihnachten gefeiert“ – und zugleich der besonderen Heiligen und Feste in der Weihnachtsoktav gedacht:

Fest des Heiligen Stephanus (= 26. Dezember)

Nach dem ersten Feiertag folgt am 26. Dezember der Stephanustag.

Direkt nach der festlichen Besinnlichkeit geht es hier um den gewaltsamen Tod eines Diakons, des ersten Christen, der wegen seines Glaubens umgebracht wurde.

(siehe: Hl. Stephanus)

In Deutschland nahmen viele Christen den Tag zum Anlass, für die Märtyrer von heute zu beten. Seit 2012 begehen auch die Katholiken den Stephanustag als Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen. Die Nähe des Märtyrerfestes zum Weihnachtsfest zeigt, dass der christliche Glaube auch an Weihnachten das Kreuz nicht ausblendet. Weihnachten selbst ist nicht nur ein Fest der Geburt Jesu, sondern auch all dessen, für das Jesus steht: der Sohn Gottes, der den Tod erlitt und am dritten Tag auferstanden ist.

Fest des Heiligen Evangelisten Johannes (= 27. Dezember)

Am 27. Dezember gedenkt die Kirche des Evangelisten Johannes.

Fest der Unschuldigen Kinder (= 28. Dezember)

Am 28. Dezember begeht die Kirche das Fest der unschuldigen Kinder, das auf einen Bericht aus dem Matthäusevangelium (Mt 2,13-18) zurückgeht: Nachdem König Herodes von der Geburt Jesu gehört hatte, schickte er die Sterndeuter los, um nach ihm zu suchen. Als sie nicht zu ihm zurückkehrten, wurde der König zornig. Er ließ aus Angst um seinen Thron alle Jungen bis zum Alter von zwei Jahren in Bethlehem und Umgebung töten. Josef aber war nach der Warnung eines Engels mit Maria und Jesus nach Ägypten geflohen, um den Sohn Gottes in Sicherheit zu bringen.

Die alten Kirchenväter bezeichneten die Kinder später als erste Märtyrer, die an Jesu Stelle gestorben seien.

Seit den vergangenen Jahren wird an diesem Festtag auch besonders für den Schutz des ungeborenen Lebens gebetet.

Am Sonntag in der Weihnachtsoktav ist das
Fest der Heiligen Familie

Es handelt sich hierbei um ein jüngeres Fest. Im 19. Jahrhundert hatte die Verehrung der Heiligen Familie von Nazaret stark zugenommen. Von Kanada ging sie schließlich um die Welt, bis das Fest 1921 von Benedikt XV. für die Weltkirche verbindlich eingeführt wurde.

Da auch die Heilige Familie gesellschaftlichen Herausforderungen ausgesetzt war – ein Beispiel ist die Flucht nach Ägypten –, kann sie heute ein Vorbild für guten Umgang miteinander sein.

Wenn alle am 31. Dezember Silvester feiern, kommt nur wenigen in den Sinn, dass an dem Tag auch an einen heiligen Papst Silvester I. gedacht wird.

1. Januar

  • Die meisten feiern am 1. Januar den Beginn eines neuen Kalenderjahres.
  • Am „Oktavtag“ von Weihnachten feierte die katholische Kirche (bis 1960) den Tag der Beschneidung Jesu.  
    (siehe auch: Beschneidung-Jesu)
  • Seitdem feiert die katholische Kirche an diesem Tag das

    Hochfest der Gottesmutter Maria.

    (siehe auch: 1. Januar)

Der Festtag der Gottesmutter Maria war wohl das erste Marienfest der römischen Kirche und geht auf die Zeit vor dem Konzil von Ephesus (431) zurück. Im Laufe der Zeit geriet es aber wegen der zunehmenden Bedeutung der Marienfeste am 25. März und am 15. August wieder in den Hintergrund.

  • Seit 1968 ist der erste Tag des Jahres auch der Weltfriedenstag.

    Die Päpste veröffentlichen jeweils am 8. Dezember eine Botschaft für diesen Tag.

Am 1. Januar 2019 gibt es zum 52.sten Mal diese Friedensbotschaft.

Im Jahr 2019 steht die Botschaft von Papst Franziskus unter dem Thema:

„Gute Politik steht im Dienste des Friedens“

(hier die Botschaft des Papstes im Wortlaut)

Jahreslosung 2019:

Ein schöner Brauch ist in der evangelischen Herrnhuter Brüdergemeine vor vielen Jahren entstanden: das Jahr unter einen bestimmten biblischen Gedanken zu stellen, der jeweils ausgelost wird.

Die Jahreslosung für 2019 ist aus Psalm 35,14 entnommen und lautet:

„Suche FRIEDEN und jage ihm nach!“

Friede-auf-Erden-1

„Suche Frieden und jage ihm nach“ (Psalm 35,14) = Jahreslosung 2019, (c) G. M. Ehlert


Der heiligste Name Jesu ist seit 2002 ein nicht gebotener Gedenktag, der am 3. Januar gefeiert wird. (siehe: Namen Jesu)

Vor allem in der Ostkirche wird die Anrufung des Namens Jesu gepflegt; im Westen wird er seit dem 15. Jahrhundert verehrt – insbesondere von Franziskanern. Das 1721 eigeführte Fest wurde zunächst an unterschiedlichen Tagen begangen. In der Anrufung des Namens Jesu erbitten Christen die helfende Gegenwart Jesu in den Anliegen unserer Zeit.

Das Hochfest der Erscheinung des Herrn (= 6. Januar)

ist landläufig als „Dreikönigsfest“ bekannt. (siehe: Epiphanie)

Ein Fest, das vor allem deshalb bekannt ist, weil Kinder als Sternsinger verkleidet durch die Straßen gehen und die Häuser und deren Bewohner segnen. Früher sprach man auch von der „Epiphanie“. Es wird noch einmal an die menschliche Gegenwart Gottes in der Person Jesu Christi erinnert – und an den Besuch der drei Sterndeuter oder Könige, die das Jesuskind an der Krippe verehrten (Mt 2,1-11).

Kweg-a

„Der Königsweg“ – (c) G. M. Ehlert

Am Sonntag nach dem Hochfest der Erscheinung des Herrn feiert die Kirche

das Fest der „Taufe des Herrn“
(im Jahr 2019 = 13. Januar)

An diesem Fest erinnert die Kirche an die Taufe Jesu durch Johannes im Jordan. Damit beginnt Jesu öffentliches Wirken – nach ca. 30 Jahren verborgener Wirksamkeit in Nazaret.

Mit diesem Fest, das zwischen dem 7. und 13. Januar liegt, endet auch die Weihnachtszeit.

Während bis dahin die liturgische Farbe festliches Weiß ist, ziehen Geistliche tags darauf in Grün in die Kirche ein, der Farbe für gewöhnliche Sonn- und Werktage.

Zwei weitere Festtage, die außerhalb des weihnachtlichen Festkreises liegen, haben einen engen Zusammenhang zum Weihnachtfest:

Fest der Darstellung des Herrn 
(auch Mariä Lichtmess genannt)

am 2. Februar

und das

Hochfest der Verkündigung des Herrn 
(auch Mariä Verkündigung genannt)

am 25. März

– der „Tag der Menschwerdung des Sohnes Gottes“ mit dem Beginn der Schwangerschaft Mariens. Genau neun Monate später feiern wir wieder Christi Geburt.

Weitere Gedanken zum Weihnachtsfest:

„Gloria et Pax“ – ein Weihnachtsbild = Power-Point-Präsentation (5,28 MB)

Woher erlangen Menschen ihr Heil?

Zwischen Ochs und Esel

Gottes schönstes Wort

Die geweihte Nacht der Christgeburt

Ein neuer Anfang

Ein Lied vom göttlichen Liebeswort (Der Johannesprolog)

Krippe + Kreuz + Krone

Christus kommt – kann er bei uns ankommen?

Zwölf Heilige Nächte – Die Zeit zwischen Weihnachten u. Epiphanie

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Stand: 30. Dezember 2018

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weihnachtlicher Festkreis

Die Weihnachtszeit

beginnt mit der 1. Vesper zum Weihnachtsfest am 24. Dezember.
(Für viele ist das Feiern am Heiligen Abend bzw. in der Heiligen Nacht schon der Höhepunkt)

Das Weihnachtsfest (=25. Dezember)

ist das Hochfest von der Geburt des Herrn Jesus Christus
Die katholische Liturgie kennt unterschiedliche Messtexte für die Eucharistiefeiern
– am Heiligen Abend,
– in der Heiligen Nacht (= Christmette)
– am Morgen (= Hirtenamt)
– am Tag (= Hochamt).
(siehe: Hochfest Geburt Christi)

Am Abend des 1. Weihnachtstages ist wie in den Geschäften für manch einen gefühlsmäßig Weihnachten schon vorbei. –
Doch im Stundengebet der katholischen Kirche wird eine ganze Woche lang „Weihnachten gefeiert“ – und zugleich der besonderen Heiligen und Feste in der Weihnachtsoktav gedacht:

Fest des Heiligen Stephanus (= 26. Dezember)

Nach dem ersten Feiertag folgt am 26. Dezember der Stephanustag.
Direkt nach der festlichen Besinnlichkeit geht es hier um den gewaltsamen Tod eines Diakons, des ersten Christen, der wegen seines Glaubens umgebracht wurde.
(siehe: Hl. Stephanus)

In Deutschland nahmen viele Christen den Tag zum Anlass, für die Märtyrer von heute zu beten. Seit 2012 begehen auch die Katholiken den Stephanustag als Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen. Die Nähe des Märtyrerfestes zum Weihnachtsfest zeigt, dass der christliche Glaube auch an Weihnachten das Kreuz nicht ausblendet. Weihnachten selbst ist nicht nur ein Fest der Geburt Jesu, sondern auch all dessen, für das Jesus steht: der Sohn Gottes, der den Tod erlitt und am dritten Tag auferstanden ist.

Fest des Heiligen Evangelisten Johannes (= 27. Dezember)

Am 27. Dezember gedenkt die Kirche des Evangelisten Johannes.

Fest der Unschuldigen Kinder (= 28. Dezember)

Am 28. Dezember begeht die Kirche das Fest der unschuldigen Kinder, das auf einen Bericht aus dem Matthäusevangelium (Mt 2,13-18) zurückgeht: Nachdem König Herodes von der Geburt Jesu gehört hatte, schickte er die Sterndeuter los, um nach ihm zu suchen. Als sie nicht zu ihm zurückkehrten, wurde der König zornig. Er ließ aus Angst um seinen Thron alle Jungen bis zum Alter von zwei Jahren in Bethlehem und Umgebung töten. Josef aber war nach der Warnung eines Engels mit Maria und Jesus nach Ägypten geflohen, um den Sohn Gottes in Sicherheit zu bringen.
Die alten Kirchenväter bezeichneten die Kinder später als erste Märtyrer, die an Jesu Stelle gestorben seien.
Seit den vergangenen Jahren wird an diesem Festtag auch besonders für den Schutz des ungeborenen Lebens gebetet.

Am Sonntag in der Weihnachtsoktav ist das
Fest der Heiligen Familie

Es handelt sich hierbei um ein jüngeres Fest. Im 19. Jahrhundert hatte die Verehrung der Heiligen Familie von Nazaret stark zugenommen. Von Kanada ging sie schließlich um die Welt, bis das Fest 1921 von Benedikt XV. für die Weltkirche verbindlich eingeführt wurde.
Da auch die Heilige Familie gesellschaftlichen Herausforderungen ausgesetzt war – ein Beispiel ist die Flucht nach Ägypten –, kann sie heute ein Vorbild für guten Umgang miteinander sein.

Wenn alle am 31. Dezember Silvester feiern, kommt nur wenigen in den Sinn, dass an dem Tag auch an einen heiligen Papst Silvester I. gedacht wird.

1. Januar

  • Die meisten feiern am 1. Januar den Beginn eines neuen Kalenderjahres.
  • Am „Oktavtag“ von Weihnachten feierte die katholische Kirche (bis 1960) den Tag der Beschneidung Jesu.  (siehe auch: Beschneidung-Jesu)

  • Seitdem feiert die katholische Kirche an diesem Tag das Hochfest der Gottesmutter Maria. (siehe auch: 1. Januar)

Der Festtag der Gottesmutter Maria war wohl das erste Marienfest der römischen Kirche und geht auf die Zeit vor dem Konzil von Ephesus (431) zurück. Im Laufe der Zeit geriet es aber wegen der zunehmenden Bedeutung der Marienfeste am 25. März und am 15. August wieder in den Hintergrund.

  • Seit 1968 ist der erste Tag des Jahres auch der Weltfriedenstag.
    Die Päpste veröffentlichen jeweils am 8. Dezember eine Botschaft für diesen Tag.

Am 1. Januar 2018 gibt es zum 51.sten Mal diese Friedensbotschaft.
Im Jahr 2018 steht die Botschaft von Papst Franziskus unter dem Thema:

„Migranten und Flüchtlinge: Menschen auf der Suche nach Frieden“
(hier die Botschaft des Papstes im Wortlaut)

Jahreslosung 2018:

Ein schöner Brauch ist in der evangelischen Herrenhuter Brüdergemeinde
vor vielen Jahren entstanden:
das Jahr unter einen bestimmten biblischen Gedanken zu stellen,
der jeweils ausgelost wird.
Die Jahreslosung für 2018
ist dem Buch der Offenbarung des Johannes entnommen
und lautet:
Gott spricht:
Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Offenbarung 21,6 (Lutherübersetzung)

Jahreslosung-2018g

Jahreslosung 2018, (c) G. M. Ehlert

Der heiligste Name Jesu ist seit 2002 ein nicht gebotener Gedenktag, der am 3. Januar gefeiert wird. (siehe: Namen Jesu)

Vor allem in der Ostkirche wird die Anrufung des Namens Jesu gepflegt; im Westen wird er seit dem 15. Jahrhundert verehrt – insbesondere von Franziskanern. Das 1721 eigeführte Fest wurde zunächst an unterschiedlichen Tagen begangen. In der Anrufung des Namens Jesu erbitten Christen die helfende Gegenwart Jesu in den Anliegen unserer Zeit.

Das Hochfest der Erscheinung des Herrn (= 6. Januar)

ist landläufig als „Dreikönigsfest“ bekannt. (siehe: Epiphanie)
Ein Fest, das vor allem deshalb bekannt ist, weil Kinder als Sternsinger verkleidet durch die Straßen gehen und die Häuser und deren Bewohner segnen. Früher sprach man auch von der „Epiphanie“. Es wird noch einmal an die menschliche Gegenwart Gottes in der Person Jesu Christi erinnert – und an den Besuch der drei Sterndeuter oder Könige, die das Jesuskind an der Krippe verehrten (Mt 2).

Kweg-a

„Der Königsweg“ – (c) G. M. Ehlert

Am Sonntag nach dem Hochfest der Erscheinung des Herrn feiert die Kirche

das Fest der „Taufe des Herrn“ (im Jahr 2018 = 7. Januar).

An diesem Fest erinnert die Kirche an die Taufe Jesu durch Johannes im Jordan. Damit beginnt Jesu öffentliches Wirken – nach ca. 30 Jahren verborgener Wirksamkeit in Nazaret.
Mit diesem Fest, das zwischen dem 7. und 13. Januar liegt, endet auch die Weihnachtszeit.
Während bis dahin die liturgische Farbe festliches Weiß ist, ziehen Geistliche tags darauf in Grün in die Kirche ein, der Farbe für gewöhnliche Sonn- und Werktage.

Zwei weitere Festtage, die außerhalb des weihnachtlichen Festkreises liegen,
haben einen engen Zusammenhang zum Weihnachtfest:

Fest der Darstellung des Herrn (auch Mariä Lichtmess genannt)
am 2. Februar

und das

Hochfest der Verkündigung des Herrn (auch Mariä Verkündigung genannt)
am 25. März

– der „Tag der Menschwerdung des Sohnes Gottes“ mit dem Beginn der Schwangerschaft Mariens. Genau neun Monate später feiern wir wieder Christi Geburt.
Dann hat das Feiern wirklich ein Ende. Obwohl: Es gibt im Kirchenjahr auch dann noch Tage, die die Gläubigen noch einmal an das Weihnachtsereignis erinnern sollen:
Etwa die Darstellung des Herrn am 2. Februar oder
die Verkündigung des Herrn am 25. März.

.

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Weihnachtszeit

Die Weihnachtszeit

beginnt mit der 1. Vesper zum Weihnachtsfest am 24. Dezember.
(Für viele ist das Feiern am Heiligen Abend bzw. in der Heiligen Nacht schon der Höhepunkt.)

Das Weihnachtsfest (=25. Dezember)

ist das Hochfest von der Geburt des Herrn Jesus Christus
Die katholische Liturgie kennt unterschiedliche Messtexte für die Eucharistiefeiern
– am Heiligen Abend,
– in der Heiligen Nacht (= Christmette)
– am Morgen (= Hirtenamt)
– am Tag (= Hochamt).
(siehe: Hochfest Geburt Christi)

Am Abend des 1. Weihnachtstages ist wie in den Geschäften für manch einen gefühlsmäßig Weihnachten schon vorbei. –
Doch im Stundengebet der katholischen Kirche wird eine ganze Woche lang „Weihnachten gefeiert“ – und zugleich der besonderen Heiligen und Feste in der Weihnachtsoktav gedacht:

Fest des Heiligen Stephanus (= 26. Dezember)

Nach dem ersten Feiertag folgt am 26. Dezember der Stephanustag.
Direkt nach der festlichen Besinnlichkeit geht es hier um den gewaltsamen Tod eines Diakons, des ersten Christen, der wegen seines Glaubens umgebracht wurde.
(siehe: Hl. Stephanus)

In Deutschland nahmen viele Christen den Tag zum Anlass, für die Märtyrer von heute zu beten. Seit 2012 begehen auch die Katholiken den Stephanustag als Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen. Die Nähe des Märtyrerfestes zum Weihnachtsfest zeigt, dass der christliche Glaube auch an Weihnachten das Kreuz nicht ausblendet. Weihnachten selbst ist nicht nur ein Fest der Geburt Jesu, sondern auch all dessen, für das Jesus steht: der Sohn Gottes, der den Tod erlitt und am dritten Tag auferstanden ist.

Fest des Heiligen Evangelisten Johannes (= 27. Dezember)

Am 27. Dezember gedenkt die Kirche des Evangelisten Johannes.

Fest der Unschuldigen Kinder (= 28. Dezember)

Am 28. Dezember begeht die Kirche das Fest der unschuldigen Kinder, das auf einen Bericht aus dem Matthäusevangelium (Mt 2,13-18) zurückgeht: Nachdem König Herodes von der Geburt Jesu gehört hatte, schickte er die Sterndeuter los, um nach ihm zu suchen. Als sie nicht zu ihm zurückkehrten, wurde der König zornig. Er ließ aus Angst um seinen Thron alle Jungen bis zum Alter von zwei Jahren in Bethlehem und Umgebung töten. Josef aber war nach der Warnung eines Engels mit Maria und Jesus nach Ägypten geflohen, um den Sohn Gottes in Sicherheit zu bringen.
Die alten Kirchenväter bezeichneten die Kinder später als erste Märtyrer, die an Jesu Stelle gestorben seien.
Seit den vergangenen Jahren wird an diesem Festtag auch besonders für den Schutz des ungeborenen Lebens gebetet.

Am Sonntag in der Weihnachtsoktav ist das Fest der Heiligen Familie

(im Jahr 2016 fällt kein Sonntag in die Weihnachtsoktav. Dann wird dieses Fest am 30. Dezember gefeiert).
Es handelt sich hierbei um ein jüngeres Fest. Im 19. Jahrhundert hatte die Verehrung der Heiligen Familie von Nazaret stark zugenommen. Von Kanada ging sie schließlich um die Welt, bis das Fest 1921 von Benedikt XV. für die Weltkirche verbindlich eingeführt wurde.
Da auch die Heilige Familie gesellschaftlichen Herausforderungen ausgesetzt war – ein Beispiel ist die Flucht nach Ägypten –, kann sie heute ein Vorbild für guten Umgang miteinander sein.

Wenn alle am 31. Dezember Silvester feiern, kommt nur wenigen in den Sinn, dass an dem Tag auch an einen heiligen Papst Silvester I. gedacht wird.

Neujahr = 1. Januar

• Am „Oktavtag“ von Weihnachten feiert die Kirche den Tag der Beschneidung Jesu.
• Zugleich feiert die katholische Kirche an diesem Tag das Hochfest der Gottesmutter Maria. (siehe auch: 1. Januar)
Der Festtag der Gottesmutter Maria war wohl das erste Marienfest der römischen Kirche und geht auf die Zeit vor dem Konzil von Ephesus (431) zurück. Im Laufe der Zeit geriet es aber wegen der zunehmenden Bedeutung der Marienfeste am 25. März und am 15. August wieder in den Hintergrund.
• Seit 1968 ist der erste Tag des Jahres auch der Weltfriedenstag.
Die Päpste veröffentlichen am 8. Dezember eine Botschaft für diesen Tag.

Am 1. Januar 2017 gibt es zum 50.sten Mal diese Friedensbotschaft.
In diesem Jahr steht die Botschaft von Papst Franziskus unter dem Thema:
Gewaltfreiheit: Stil einer Politik für den Frieden

Ein schöner Brauch ist in der evangelischen Herrenhuter Brüdergemeinde
vor vielen Jahren entstanden:
das Jahr unter einen bestimmten biblischen Gedanken zu stellen,
der jeweils ausgelost wird.
Die Jahreslosung für 2017
ist dem alttestamentlichen Buch des Propheten Ezechiel entnommen
und lautet:
„Gott spricht:
Ich schenke euch ein neues Herz
und lege meinen Geist in euch“
(Ez 36,26)

jahreslosung--2017.jpg

Grafik zur Jahreslosung 2017 (c) G. M. Ehlert

 

Der heiligste Name Jesu ist seit 2002 ein nicht gebotener Gedenktag, der am 3. Januar gefeiert wird. (siehe: Namen Jesu)
Vor allem in der Ostkirche wird die Anrufung des Namens Jesu gepflegt; im Westen wird er seit dem 15. Jahrhundert verehrt – insbesondere von Franziskanern. Das 1721 eigeführte Fest wurde zunächst an unterschiedlichen Tagen begangen. In der Anrufung des Namens Jesu erbitten Christen die helfende Gegenwart Jesu in den Anliegen unserer Zeit.

Das Hochfest der Erscheinung des Herrn (= 6. Januar)

ist landläufig als „Dreikönigsfest“ bekannt. (siehe: Epiphanie)
Ein Fest, das vor allem deshalb bekannt ist, weil Kinder als Sternsinger verkleidet durch die Straßen gehen und die Häuser und deren Bewohner segnen. Früher sprach man auch von der „Epiphanie“. Es wird noch einmal an die menschliche Gegenwart Gottes in der Person Jesu Christi erinnert – und an den Besuch der drei Sterndeuter oder Könige, die das Jesuskind an der Krippe verehrten (Mt 2).

Kweg-a

„Der Königsweg“ – (c) G. M. Ehlert

Am Sonntag nach dem Hochfest der Erscheinung des Herrn feiert die Kirche

das Fest der „Taufe des Herrn“ (im Jahr 2017 = 8. Januar).

An diesem Fest erinnert die Kirche an die Taufe Jesu durch Johannes im Jordan. Damit beginnt Jesu öffentliches Wirken – nach ca. 30 Jahren verborgener Wirksamkeit in Nazaret.
Mit diesem Fest, das zwischen dem 7. und 13. Januar liegt, endet auch die Weihnachtszeit.
Während bis dahin die liturgische Farbe festliches Weiß ist, ziehen Geistliche tags darauf in Grün in die Kirche ein, der Farbe für gewöhnliche Sonn- und Werktage.

Zwei weitere Festtage, die außerhalb des weihnachtlichen Festkreises liegen,
haben einen engen Zusammenhang zum Weihnachtfest:

Fest der Darstellung des Herrn (auch Mariä Lichtmess genannt) am 2. Februar

und

das Hochfest der Verkündigung des Herrn (auch Mariä Verkündigung genannt) am 25. März

– der Tag der Menschwerdung des Sohnes Gottes mit dem Beginn der Schwangerschaft Mariens. Genau neun Monate später feiern wir wieder Christi Geburt.
Dann hat das Feiern wirklich ein Ende. Obwohl: Es gibt im Kirchenjahr auch dann noch Tage, die die Gläubigen noch einmal an das Weihnachtsereignis erinnern sollen:
Etwa die Darstellung des Herrn am 2. Februar oder
die Verkündigung des Herrn am 25. März.

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

 

Christus kommt – an

Christus kommt – kann er bei uns ankommen?

Christus kommt
in einer Welt
voller Terror
als wehrloses Kind
zur Welt.

Kommt Christus
auch in unsere Welt –
die nach 2000 Jahren Christentum
voller Terror
immer noch ist?

Geboren
aus der Jungfrau Maria,
der liebenden Obhut des Josef anvertraut,
der Traumbotschaften hört
und dann das Rechte tut.

Geboren
vielleicht in schwierigen Verhältnissen,
unserer liebenden Obhut anvertraut –
werden wir den Impulsen des Herzens trauen
und dann das Rechte tun?

Wegen des Terrors
in der Welt
erlebt Jesus
das Schicksal
von Familien auf der Flucht

Wegen des Terrors
in Syrien, Ägypten, ja weltweit –
müssen aus Angst um ihr Leben
weltweit Millionen
von Familien auf der Flucht sein!?

Zuflucht findet
die Heilige Familie
in Ägypten,
das schon einmal dem Volk Israel
zum Zufluchtsland geworden ist.

Finden Zuflucht –
die Flüchtlingsfamilien
auch bei uns,
wenn wir für sie
zum Zufluchtsland werden?

Zu einer Zeit, die Gott bestimmt
kehrt die heilige Familie zurück
und Christus wirkt
heilsam,
wo er aufgenommen wird.

ER kam in Sein Eigentum,
doch die Seinen
nahmen IHN nicht auf,
allen aber, die IHN aufnahmen,
gab ER Macht,
Kinder Gottes zu werden.(Joh 1,11f)

Christus kommt – auch in unsere Welt

Christus kommt... - zum Weihnachtsfest 2013 - (c) G. M. Ehlert, Dez. 2013

siehe auch:“ Die Geburt Jesu im Matthäusevangelium (Mt 1,1 – 2,15)

siehe auch: Power-Point-Präsentation: https://gmehlert.files.wordpress.com/2013/12/w-bild-2013-a.ppsx