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Dreifaltigkeit

 

Wo die Güte und die Liebe – da ist Gott

zum Dreifaltigkeitssonntag am 11. Juni 2017

„Eine Wandbatik, ein Kleid, zwei lebende Hühner und ein Kilo Süßkartoffeln halte ich in den Händen nach meinem Besuch in einer der ärmsten Gegenden der Welt.“ – So schreibt Hildegard Willer für die Kirchliche Nachrichtenagentur im Frühjahr 2017 über den afrikanischen Staat Burkina Faso und fährt fort:
„Ich verstehe, dass Armut etwas ganz anderes bedeutet als uns die Ökonomen weismachen wollten. Wirklich arm bist du erst, wenn du nichts mehr geben kannst oder willst.
Arm bist du, wenn du das gibst, was du sowieso übrig hast.
Und wirklich arm dran bist du, wenn niemand da ist, der das annimmt und wertschätzt, was du zu geben hast. – Burkina Faso mag ein armes Land sein. Aber es ist ein Land voller reicher Menschen.“

Das Geschenk dieser mitgeteilten Erfahrung aus Burkina Faso lässt mich etwas vom Geheimnis der Liebe Gottes erspüren.

„Gott ist die Liebe“ (1 Joh 4,8)

In diesem Bekenntnis ist die Erfahrung des christlichen Glaubens auf den Punkt gebracht. –
Im Laufe der Geschichte wird diese Erfahrung in Glaubensaussagen über die „Dreifaltigkeit“ des einen Gottes weiter entfaltet.

Gott ist der Ursprung („Vater“) des Schenkens.
Er ist stets bereit, das, was er hat – seine Liebe – seinen guten „Geist“ – zu verschenken.
Sein ewiges Gegenüber, sein „Sohn“, wird zum Empfänger dieser Liebe. Er nimmt wertschätzend dieses Geschenk an und gibt es dankbar weiter zur Freude Gottes und zum Heil der ganzen Welt.
So kommt es zu Schöpfung, Erlösung und Heiligung der Welt und des Menschen in ihr.
Und wir Menschen werden – vor aller Leistung und trotz aller Schuld – zum Nutznießer dieser Dynamik liebenden Schenkens.

Wenn wir uns – wie Jesus Christus – vom gleichen Geist der Liebe anstecken lassen und selber dankbar Weiterschenkende werden, haben wir schon jetzt Anteil an dieser ewigen dreifaltigen Liebesdynamik Gottes, in der Schenkender, Beschenkter und die Dynamik des Schenkens in der gleichen Liebe eine Einheit sind.

Was wir Gott direkt schenken können ist ein „reuevolles Herz“, d.h. die Bereitschaft, sich dieser Liebe zuzuwenden, denn die freiwillige wertschätzende Annahme seiner Liebe ist das, worüber Gott sich von Herzen freut. Das feiern wir Christen in jeder Eucharistiefeier.
Ebenso freut Gott sich über unsere Liebe, die wir – einfach so – an andere weiterschenken.

Die „reichen Menschen“ in Burkina Faso können hier ein Impulsgeber sein.

Liturgische Texte zum Dreifaltigkeitssonntag (A)

Eröffnungsvers:

Gepriesen sei der dreieinige Gott:
der Vater und sein eingeborener Sohn
und der Heilige Geist,
denn er hat uns sein Erbarmen geschenkt.

1. Lesung: Ex 34,4b.5-6.8-9
Der HERR ist ein barmherziger und gnädiger Gott

Antwortgesang: Dan 3,52.53.54.55.56

2. Lesung: 2. Korintherbrief 13,11-13
Die Gnade Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen

Evangelium: Joh 3,16-18
Gott hat seinen Sohn gesandt, damit die Welt durch ihn gerettet wird

 

zu den liturgischen Texten dieses Hochfestes siehe auch:
Dreifaltigkeitssonntag A

»Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus
und die Liebe Gottes
und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes
sei mit euch allen!« (2.Kor.13,13)

Wie der dreieinige Gott uns lebensverändernd an seine Hand nimmt:

(1.) Christen. die Paulus gnadenlos behandelt haben,
spricht er die Gnade von Jesus Christus zu.
(2.) Christen. die lieblos mit Paulus umgegangen sind,
spricht er die Liebe Gottes zu.
(3.) Christen, die ihn aus der Gemeinde hinausdrängen wollen,
spricht er die Gemeinschaft des Heiligen Geistes zu.

Gnade, Liebe, Gemeinschaft empfangen und weitergeben…

Die Gnade Christi ergreifen
die Liebe Gottes (des Vaters) erfahren
und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes erleben.

Links:
zur 1. Lesung: Ex 34,4b.5-6.8-9
– „Dreizehn Eigenschaften Gottes

zum Antwortgesang aus Dan 3:
Dan 2,1 – 3,90: Bild zu Dan 2 – 3 u. „Lobgesang der drei Männer im Feuerofen“

zum Evangelium Joh 3,16-18:
– Gesamtzusammenhang des nächtlichen Gespräches Jesu mit Nikodemus: Joh 3,1-21
– Lied: „So sehr hat Gott die Welt geliebt…“

siehe auch: Offenbarung der Liebe Gottes

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Gott liebt diese Welt – Schöpfung + Erlösung + Heiligung; (c) G. M. Ehlert

Dreifaltiger Gott
wir neigen uns vor deinem
väterlich-mütterlichen Geheimnis
vor dem Horizont
der sich uns immer wieder entzieht
vor dem Himmel
der oft schweigt. 

Dreifaltiger Gott
Wir neigen uns vor deinem
menschlich-barmherzigen Wort
vor Jesus
der mit uns geht
vor IHM
der uns immer nahe bleibt. 

Dreifaltiger Gott.
Wir neigen uns vor deinem
dynamisch-belebenden Geist
vor dem Geheimnis
das in uns lebt
vor IHM
der uns zur Liebe drängt.

(c) G. M. Ehlert

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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