Schlagwort-Archive: Gnade

2. Sonntag nach Weihnachten

2. Sonntag nach Weihnachten

Sonntag, 5. Januar 2020

1. Lesung: (Sir 24,1-2.8-12) Die Weisheit Gottes fasste Fuß im auserwählten Volk…
2. Lesung: (Eph 1,3-6.15-18) Gott hat uns vor der Erschaffung der Welt erwählt
Evangelium: (Joh 1,1-18) Im Anfang war der Logos…   

Weiterlesen

Gottes Mitarbeiterin

zum Evangelium des 4. Advents im Jahreskreis B:
Lukas 1,26-38:

„Freue dich – du Begnadete – der HERR ist mit dir!“

"Freue dich, du Begnadete, der HERR ist mit dir" - (c) G. M. Ehlert, 18. Dez. 2011

Lukasevangelium (Lk 1,26-38) 

In dem sechsten Monat aber
wurde abgesandt der Bote (Gottes) Gabriel
(= Kraft/Vermögen des Höchsten) von dem Gott
hinein in (die) Stadt des Galiläa
deren Name Nazareth (ist)

zu einer Jungfrau
eine Verlobtwordene einem Mann
dessen Name Joseph (ist)
aus dem Haus David
und der Name der Jungfrau (ist) Mariam.

Und hineingekommen zu ihr
sprach er:
„freue dich /sei gegrüßt Begnadetwordene
der HERR (ist) mit dir!“

Sie aber wurde auf(grund) des Wortes
durch (und durch) erregt
und durchdachte von welcher Art/Bedeutung
diese Begrüßung sei.

Und es sprach der Bote (Gottes) zu ihr:
„Nicht fürchte (dich) Mariam
du hast gefunden nämlich Gnade bei dem Gott.

Und siehe!
Du wirst empfangen im Bauch
und wirst gebären einen Sohn
und du wirst rufen seinen Namen: Jesus.

Dieser wird sein groß
und ‚Sohn des Höchsten‘ gerufen werden
Und es wird schenken ihm (der) HERR, der Gott
den Thron David, seines Vaters

und er wird König sein
über das Haus Jakob in die Ewigkeit hinein
und sein Königsein nicht wird sein Vollendigung.“

Es sprach aber Mariam zum Boten (Gottes) hin
„Wie wird dieses sein,
da ja einen Mann ich nicht erkenne?“

Und es antwortete der Bote (Gottes)
Er sprach zu ihr:
„Heiliger Geist wird herabkommen auf dich
und (das) „Vermögen des Höchsten“
wird dich überschatten (= schwängern)
deshalb auch das heilig Erwerdende/Gezeugte
gerufen werden „Sohn Gottes“

Und siehe!
Elisabet die dir Anverwandte
auch sie hat empfangen einen Sohn
in ihrem Greisenalter
und dies ist (der) sechste Monat (bei) ihr
die Gerufene: „Unfruchtbare“.

Fürwahr: nicht Unvermögen wird sein bei dem Gott
jedwede Rede.

Es sprach aber Mariam:
„Siehe (ich bin) die „Magd des Herrn“
Es möge mir geboren werden
gemäß deiner Rede.“

Und es ging weg von ihr der Bote (Gottes).

 
 
„Siehe! Ich bin eine „Magd des Herrn“ – mir geschehe nach deinem Wort.“
„Magd des Herrn“ – das klingt in meinen Ohren wie „armes Dienstmädchen“…
Doch wenn ich in die Bibel schaue, wer mit „Knecht des Herrn“ bezeichnet wird, dann sind es nur „große Glaubensgestalten“ wie Abraham, Israel, Mose, David, Jesaja, „der Gottesknecht“…
Maria wird also eingereiht in diese großartigen Glaubenszeugen.
Wie Christus, „der Gottesknecht“ hat auch Maria, die „Gottesmagd“ eine großartige Aufgabe: sie ist die „Tochter Gottes“, die Mutter des Gottessohnes und Tempel des Heiligen Geistes.
 
Auch wir dürfen in einem gesunden Selbstbewusstsein über unsere Berufung froh sein, wenn wir im Hochgebet der Eucharistiefeier bekennen:
 
Gott „Wir danken dir, dass du uns berufen hast, vor dir zu stehen (= wie Minister, die am Thron des Herrschers ihre Aufträge bekommen) und dir zu dienen.“ (2. Eucharistisches Hochgebet)
 
siehe auch Gedanken zum Angelus-gebet

zum Seitenanfang

___________________________________

Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert