Schlagwort-Archive: Freude

24. Sonntag C

24. Sonntag im Jahreskreis C

Sonntag, 15. September 2019

1. Lesung: (Ex 32,7-14) Auch Gott ist bereit zu Reue u. Umkehr
2. Lesung: (1 Tim 1,12-17) Christus ist gekommen, Sünder zu retten
Evangelium: (Lk 15,1-32) Im Himmel herrscht Freude über jeden der umkehrt

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In Liebe verbunden


6. Sonntag der Osterzeit (B) – (10. Mai 2015 – Muttertag)

2. Lesung: 1 Joh 4,7-10: „Gott ist die Liebe!“

Evangelium: Joh 15,9-17

„Ich habe euch Freunde genannt…“

In Christus bleiben bringt reiche Frucht

„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Rebzweige. Wer in mir bleibt, und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht.“ (Joh 15,5) Das war das Evangelium des letzten Sonntags.
Das heutige Evangelium schließt unmittelbar an Evangelium des letzten Sonntags an. Noch einmal geht es um das Stichwort „bleiben“.
„Bleibt in meiner Liebe!“ (Joh 15,9)  –
Das Bleiben in der Liebe Gottes bringt bei uns Christen reiche Frucht hervor.

„Firm“ bleiben in der Verbundenheit mit Christus

Seit unserer Taufe gehören wir als Rebzweige zu Christus, dem wahren Weinstock. – In der Firmung wird besiegelt, dass wir nun firm – d.h. fest, sicher, geübt und gestärkt genug sind, um selber Zeugnis geben zu können von der Botschaft unseres Glaubens.

Der Markenartikel unserer „Firma“ ist die Liebe Gottes. Von dieser Liebe sollen wir Zeugnis geben in unserem Leben. Das ist unser Auftrag als gefirmter Christ.

Worin sich in unserem Leben erweisen kann, dass wir in der Firmung besiegelt wurden mit der Gabe Gottes, dem Heiligen Geist – das zeigt sich an drei besonderen Früchten des Geistes Gottes:

Die erste Frucht: die Liebe

Die erste und grundlegende Frucht, die in uns wächst, wenn wir mit Jesus verbunden sind, ist die Liebe.

Aber Liebe nicht in erster Linie als Gebot: „Liebt einander!“ Nein, Liebe bedeutet zunächst einmal etwas ganz anderes, nämlich die Tatsache: Du bist von Gott geliebt!

„Bleibt in meiner Liebe“, sagt Jesus. Es geht nicht darum, dass wir uns Liebe irgendwie aus den Fingern saugen, sondern dass wir zunächst das Geschenk annehmen, dass Gott uns liebt.

Erst derjenige, der sich so richtig „eingehüllt“ weiß in die Liebe Gottes, der kann überhaupt richtig den Anderen lieben.

Diese Liebe ist auch nicht etwas, das wir produzieren müssten. Sie ist eine Frucht, die wächst. Ein Zweig am Baum produziert ja auch nicht Früchte, sondern er ‚trägt’ gleichsam diese Früchte.

Die grundlegende Frucht liegt in der Tatsache: Du bist von Gott geliebt, ohne Wenn und Aber. Und wenn nichts Liebenswertes mehr in dir ist, wenn du dich selber schon nicht mehr ausstehen kannst, wenn alle mit dem Finger auf dich zeigen, dann gilt das immer noch, dass Gott dich liebt.

Der Apostel Paulus schreibt einmal im Römerbrief mit einem jubelndem Unterton: „Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes.“ (vgl. Röm 8,39) Es kann mit uns passieren, was will. Gott wird nicht aufhören, uns zu lieben. Denn so sagt der erste Johannesbrief: „Gott ist die Liebe“ (1 Joh 4,8) schlechthin! Er kann gar nicht anders, als lieben.

Jesus schenkt uns sein Geheimnis – es ist ganz einfach:
„Bleibt in meiner Liebe“ und
„Liebt einander, wie ich euch geliebt habe.“

Die zweite Frucht: die Freude

Die zweite Frucht, die in unserem Evangelium genannt wird, die wächst, wenn wir mit Christus verbunden sind, ist die Freude.

Es ist der erklärte Wille Gottes, dass unser Leben geprägt ist von einer überströmenden Freude, dass wir randvoll frohe Menschen sind. Nicht umsonst heißt die Botschaft, die wir zu verkünden haben, nicht „Liebesbotschaft“, obwohl die Liebe ganz wichtig ist, sondern sie heißt „Frohe Botschaft“. Es ist eine Nachricht der Freude.

Unser Leben soll geprägt sein von einer ganz tiefen Freude.
Aber damit wir uns nicht missverstehen: Freude, die hier gemeint ist, ist etwas anderes als Lustigkeit. Manche Menschen sind nicht froh, sie sind nur lustig.

Die Freude, die Jesus meint, die Frucht, die aus der Verbundenheit mit Jesus wächst, sie existiert auch dann noch, wenn es – menschlich gesehen – nichts Frohes mehr gibt in unserem Leben. Wenn man vielleicht von Sorge niedergebeugt ist, wenn man Lasten zu tragen hat, dann gilt diese Freude Jesu immer noch.

Denn diese Freude hat ihre Wurzeln nicht in einer vergänglichen Glückserfahrung; diese Freude hat ihre Wurzeln in Jesus Christus.

Wenn ein Mensch in Christus ist, mit Christus verbunden ist, dann wächst diese Frucht der Freude. Und das Tiefste bei dieser Freude ist dies: Das ganz große Fragezeichen hinter jeder menschlichen Freude ist ja der Tod. Der Tod ist nur noch Schmerz, Mühsal und Trauer.

Aber die christliche Freude, die aus der Verbundenheit mit Jesus wächst, die bleibt auch dann noch, wenn Menschen dem Sterben in ins Auge sehen müssen. Ich habe das oft erlebt, wie Menschen, bei aller menschlichen Trauer einen tiefen Frieden hatten, ja sogar Freude.

Die dritte Frucht: die Freundschaft

Schließlich eine dritte Frucht die wächst, wenn man mit Christus verbunden ist. Diese Frucht ist die Freundschaft mit Jesus Christus.

Jesus sagt heute im Evangelium: „Ich nenne euch nicht mehr Knechte, ich nenne euch Freunde.“ (vgl. Joh 15,15)

In der Bibel wurden vor den Jüngern Jesu nur Abraham ( in Jak 2,23) und Mose ( in Ex 33,11) „Freunde Gottes“ genannt.
Und hier nennt Jesus, der Sohn Gottes seine Apostel erstmals „Freunde“.

Das typische Kennzeichen von Freunden ist, dass sie keine Geheimnisse vor einander haben. Jesus sagt: „Ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe.“ (Joh 15,15)  Jesus nimmt uns mit hinein in die ganz tiefe Beziehung, die zwischen ihm und seinem Vater besteht.

Und wenn jemand wirklich entdeckt: Mein Leben ist eine Freundschaft mit Christus, dann hat das Auswirkungen auf ganz viele praktische, christliche Lebensbereiche. Das hat Auswirkungen auf unser Beten. Dann ist Beten nicht mehr eine Pflichtübung, dann wird Beten eine Art „Freundschaftsverkehr mit Gott“, wie Theresa von Avila einmal sagt. Wie ein Freund mit seinem Freund redet.

Doch eine Freundschaft muss man pflegen.

Ein afrikanisches Sprichwort sagt es anschaulich:
„Auf dem Weg zu deinem Freund soll kein Gras wachsen.“

Jesus erwartet nicht, dass wir einen Katalog von religiösen Pflichten erfüllen. Nein, Jesus bietet uns seine Freundschaft an. Und er wirbt darum, dass wir uns auf seine Freundschaft einlassen.

Hingabe aus Liebe – ein Freundschaftsdienst

Im Evangelium sagt Jesus heute: „Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben hingibt für die Freunde.“ (Joh 15,13)  Jesus hat sein Leben in den Tod gegeben für uns, für seine Freunde. Sein Tod am Kreuz ist gleichsam das Siegel auf die Freundschaft, die er uns anbietet. Wenn wir in jeder Heiligen Messe den Leib Christi in unsere Hände gelegt bekommen, und wenn dann der Priester sagt: „Der Leib Christi“, und wenn wir unser „Amen“ dazu sagen, dann ist es gleichsam das Amen zur Freundschaft, die Jesus uns anbietet. Dieses Amen bedeutet dann: Ja Jesus, ich will auch dein Freund sein. Amen.

zu Joh 15,9-17 siehe auch: „Ziel: Liebe

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Heimkehr


Gedanken zum 24. Sonntag im Jahreskreis im Lesejahr C (= 12. September 2010)
Lukasevangelium 15,1-32

„Irrwege – Umwege – Heimwege“

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Gleichnis vom barmherzigen Vater
und dem „wieder-nach-Hause-finden“ der beiden Söhne
(Lukasevangelium, Kapitel 15, Verse 11-32) 

Bild von G. M. Ehlert, 1999

Gedankensplitter zum Evangelium 
zum Weiterdenken und sich einfühlen:

Der jüngere Sohn:

  • „Mein Erbe…“
  • „und er verschleuderte sein Vermögen…“
  • „Irrwege“
  • „Ich will aufbrechen…“
  • „Vater, ich habe mich versündigt…“

Der ältere Sohn: 

  • „Was soll das bedeuten…“
  • „Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen…“
  • „Vorhaltungen gegenüber dem Vater…“
  • „Geht er schließlich doch hinein?“

Der Vater: 

  • „Er teilt sein Vermögen auf…“
  • „Er hält Ausschau nach dem verlorenen Sohn…“
  • „Er (!) eilt dem Sohn entgegen…
  • „Er schließt ihn in die Arme und drückt ihn an sein Herz…“
  • „Er kommt dem älteren Sohn entgegen, um ihm gut zuzureden…“

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Gedanken – Meditationen – Einblicke 

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Damit Christus gegenwärtig bleibt


Gedanken zum 6. Sonntag der Osterzeit (C)

An den Sonntagen vor und nach Christi Himmelfahrt (6. und 7. Sonntag der Osterzeit) werden in der katholischen Sonntagsliturgie immer Abschnitte aus den sogenannten Abschiedsreden Jesu aus dem Johannesevangelium gelesen. – Jesus kehrt heim zum himmlischen Vater und will doch zugleich in und durch uns Christen auf Erden weiterhin wirksam sein.

Lesejahr C: Evangelium: Joh 14, 23-29:

Abschied feiern – Neuanfang wagen

– Gedanken zu Johannes 14,23-29:

1.      Wir alle kennen Abschiede…

– nicht nur beim Sterben, Tod und Trauer…

– auch bei längeren Abwesenheiten lieber Menschen (Auslandsdienst)

– oder bei einem Umzug / Schulwechsel / Pensionierung

Abschiede sind oft ein Gemisch aus Traurigkeit u. froher Erwartung…

– manchmal wird auch wie z.B. bei den „Schulkindern“ zum Abschluss der Kindergartenzeit ein Abschiedsfest gefeiert.

2.      Wie gestalten wir Abschiede…

– „Ich bin dann mal weg…“ – einfach so abhauen…

– oder eine große Abschiedsfete feiern?

– Jesus feierte bei seinem Abschied im Abendmahlssaal ein Fest mit seinen Jüngern (Fußwaschung, Letztes Abendmahl u. Abschiedsrede)

3.      Was oft beim Abschied gesagt wird…

– denkst du / denkt ihr auch an mich?

            „Wenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten (Joh 14,23)

– Haltet gut zusammen!

            „Liebt einander, wie ich euch geliebt habe“(Joh 13,34)

– erinnert euch an das, was ihr bei mir gelernt habt…

            „Der Beistand, der Hl. Geist wird euch an alles erinnern…“(Joh 14,26)

– auf (ein baldiges) Wiedersehen…

            „Ich gehe fort und komme wieder zu euch zurück.“ (Joh 14,28)

– seid doch nicht so traurig, mir wird es doch dort gut gehen…

            „Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht…“ (Joh 14,27)

            Wenn ihr mich lieb hättet, würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe…“ (Joh 14,28)

 

Fazit: ein guter Abschied – den anderen loslassen u. in Frieden gehen lassen

4.      Abschiedsworte sind oft kostbar wie ein Vermächtnis…

„Meinen Frieden (Schalom!) gebe ich euch…“
Wir leben in diesem Frieden, wenn wir in seiner Liebe bleiben.

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Ziel: Liebe

 

Gedanken zum 6. Sonntag der Osterzeit (B):Vocem iucunditatis“

Eröffnungsvers:

Verkündet es jauchzend, damit man es hört!
Ruft es hinaus bis ans Ende der Erde!
Ruft: Der HERR hat sein Volk befreit. Halleluja.

 

Die Neuformulierung des zentralen Doppelgebotes der Liebe
im Johannesevangelium Kapitel 15, Verse 9 – 17:

9 So wie mich (schon immer) geliebt hat der Vater,
so habe auch ich euch (schon immer) geliebt.
Bleibt in der Liebe von mir.

     10 Sooft die Innenziele von mir ihr hütet,  
     werdet ihr bleiben in der Liebe von mir  –
     so wie (auch) ich die Innenziele des Vaters von mir gehütet habe
     und in der Liebe von ihm bleibe. –

          11 Dieses habe ich zu euch gesagt,
          auf dass die Freude von mir in euch sei
          und die Freude von euch voll werde. –

               12 Das ist das Innenziel von mir:
               auf dass ihr einander liebt,
               so wie ich euch (schon immer) geliebt habe

                    13 Größere dieser Liebe hat nicht einer,
                    als dass irgendeiner das Leben/die Seele gebe
                    für die Freunde von ihm.

               14 Ihr (nämlich) meine Freunde seid ihr,
               sooft ihr tut, was ich euch als Innenziel gebe.

          15 Nicht mehr nenne ich euch Sklaven,
          da der Sklave nicht gewahrt,
          was der Herr von ihm tut.
          Euch aber habe ich genannt Freunde,
          denn alles, was ich gehört von meinem Vater her:
          euch habe ich es kundgetan.

     16 Nicht ihr auserwähltet mich,
     sondern ich auserwählte euch.
     Und ich habe euch bestellt,
     dass ihr hingeht und Frucht tragt
     und eure Frucht bleibt;
     auf dass, was ihr vom Vater erbittet,
     er euch gebe – in meinem Namen.

17 Dies Innenziel gebe ich euch:
auf dass ihr liebet einander!

 

„Bleibt in meiner Liebe“

= In der liebenden Annahme des göttlichen Geschenkes, dass in der Lebenshingabe Jesu bis zum Tod am Kreuz, Gott selbst uns seine Liebe erweist, vollzieht sich unsere Liebe zu Gott (= Du wirst den HERRN, deinen Gott lieben von ganzem Herzen…). –> Wer sich so von Gott geliebt weiß, dessen Freude ist bis an den Rand gefüllt!

Liebt einander, wie ich euch geliebt!“

= In dem freudigen Mitwirken am Schöpfungs-, Erlösungs- und Heiligungswerk Gottes im Geiste Jesu, d.h. im Geist seiner Liebe, vollzieht sich unsere Liebe zum Nächsten (= Du wirst deinem Nächsten Liebe erweisen dir gleich!) –> In der freundschaftlichen Liebe zueinander erweisen wir uns des Geschenkes der Freundschaft Jesu würdig.

Handeln aus Zwang, aus Berechnung oder aus Liebe:
zu Johannes 15,15

„Ich nenne euch nicht mehr Knechte
denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut;
vielmehr habe ich euch genannt Freunde,
denn ich habe euch alles mitgeteilt,
was ich von meinem Vater empfangen habe.“

Drei unterschiedliche Weisen menschlichen Handelns:

  • als Zwangsarbeiter

= Handeln gemäß dem Auftrag des Herrn, um Bestrafung zu vermeiden;

wer aus einer solchen Einstellung im Blick auf Gott lebt, der fürchtet ihn als strengen Tyrannen

  • als Knecht/Lohnarbeiter

= Handeln gemäß dem Auftrag des Herrn in Erwartung eines Lohnes;

wer aus einer solchen Glaubenshaltung lebt, der anerkennt Gott als einen gerechten Richter, der das Gute belohnt und das Böse bestraft

  • als Sohn/Tochter bzw. Freund

= Handeln aus einem inneren (An-)Erkennen des Notwendigen

wer sich so in der väterlich/mütterlichen Liebe Gottes geborgen weiß, der handelt voll Dankbarkeit aus dem Bewusstsein: „Was dein ist – ist genauso auch mein“ er ist bereit zu einem freudigen Mitwirken am Schöpfungs- Erlösungs- und Heiligungswerk Gottes im Geist der Liebe.
 

Jesu heilsame und froh machende Botschaft:

Jesus sagt allen zu, die mit ihm durch seine „Schule des Lebens aus der Liebe“ gegangen sind, dass sie wahrhaft seine Freunde geworden sind – d.h. Menschen, die aus dem gleichen Geist der Liebe ihr Handeln bestimmen lassen. In diesem Geist der Liebe mit Jesus verbunden werden auch sie einander lieben, wie Jesus sie geliebt hat.

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

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(c) G. M. Ehlert