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27. Sonntag C

27. Sonntag im Jahreskreis C

Sonntag, 6. Oktober 2019

1. Lesung: (Hab 1,2-3; 2,2-4) Schweigen Gottes – Prüfung der Glaubenskraft
2. Lesung: (2 Tim 1,6-8.13-14) Von dem Geist der Glaubenskraft
Evangelium: (Lk 17,5-6 u. 7-10) Unser Glaube – kraftvoll wie ein Senfkorn?  

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Dein Wille geschehe (26. A)

am 30. September 2017 ist der jüdische Versöhnungstag – Jom Kippur

 

Drei Weinberggleichnisse Jesu:
25. Sonntag im Jahreskreis A = 24. September 2017 (Mt 20,1-16) 
26. Sonntag im Jahreskreis A = 1. Oktober 2017 (Mt 21,28-32)
Gottes Willen tun
 27. Sonntag im Jahreskreis A = 8. Oktober 2017 (Mt 21,33-44)

Gedanken zum Erntedankfest: „Ernte-Dank-Fest„;
Einer von zehn geheilten sagt DANK„; „Gottes Gaben – unsere Aufgaben

  • Was ist der rechte Lohn für die Arbeit im Weinberg des Herrn?
    Für die Arbeit am Reich Gottes gilt: Jeder bekommt einen Denar d.h. soviel, dass er und seine Familie jeden Tag genug hat für das tägliche Brot.
    Mt 20,1-16
    = 25. Sonntag im Jahreskreis A:
    –> arbeiter-im-weinberg-des-herrn-mt-201-16/ und tageslohn/

Wer von den beiden hat den Willen des himmlischen Vaters erfüllt?Wer von den beiden hat den Willen des himmlischen Vaters erfüllt?

weinberg-arbeiter

Hast du nicht einen Denar mit mir vereinbart?“ (Mt 20,13) – (c) G. M. Ehlert

  • Wer erfüllt den Auftrag der Arbeit im Weinberg?
    Für die Arbeit am Reich Gottes gilt: Nicht fromme Absichtserklärung, sondern tatkräftiger Einsatz erfüllt den Willen des himmlischen Vaters.
    Mt 21,28-32
    = 26. Sonntag im Jahreskreis A:
    –> gottes-willen-tun/
    Wer von den beiden hat den Willen des himmlischen Vaters erfüllt?
mt 21,28-32

„Wer von den beiden hat den Willen seines Vaters getan?“ (Mt 21,31) – Grafik: „Ja-Sager u. Ja-Wirker“ (c) G.M. Ehlert, 24. Sept. 2008

  • Wer ist tauglich für die Arbeit „im Weinberg des Herrn“?
    Nur wer bereit ist, Gott den erwarteten Anteil der Früchte zu bringen, dem kann die Sorge um die Menschen im Reich Gottes anvertraut werden.
    Mt 21,33-44
    = 27. Sonntag im Jahreskreis A:
    –> Mt 21,33-46
böse-Winzer2

„Böse Winzer“ – Bild zu Mt 21,33-44; (c) G. M. Ehlert

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26. Sonntag im Jahreskreis A

Sonntag, 1. Oktober 2017

Eröffnungsvers (vgl. Dan 3,31.29.30.43.42)
Alles, was du uns getan hast, o HERR,
das hast du nach deiner gerechten Entscheidung getan,
denn wir haben gesündigt, wir haben dein Gesetz übertreten.
Verherrliche deinen Namen und rette uns
nach der Fülle deines Erbarmens.

Erste Lesung: Ez 18,25-28
Wenn sich der Schuldige von seinem Unrecht abwendet, wird er sein Leben bewahren.

Antwortpsalm Ps 25,4-5.6-7.8-9

–> siehe zu Psalm 25: Das ABC der Bitten an Gott

Zweite Lesung: Phil 2,1-11 (oder 2,1-5)
Seid so gesinnt wie Christus Jesus!

–> siehe zu Phil 2,5-11 Hymnus von Entäußerung u. Erhöhung des Sohnes Gottes

Ruf vor dem Evangelium (Joh 10,27)
Halleluja. Halleluja.
(So spricht der HERR:)
Meine Schafe hören auf meine Stimme;
ich kenne sie, und sie folgen mir.
Halleluja.

Evangelium: Matthäus 21,28-32
…Später reute es ihn, und er ging doch. –
Zöllner und Dirnen gelangen eher in das Reich Gottes als ihr

–> siehe zu Mt 21,28-32: Gleichnis vom willigen und unwilligen Sohn

Link: Messtexte zum 26. Sonntag im Jahreskreis A


Gedanken zum Evangelium (Mt 21,28-32)

nicht vollmundige Zustimmung,
sondern tatkräftige Verwirklichung des Willens Gottes
führt zum Leben.

Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!,
wird in das Himmelreich kommen,
sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt.

Wer den Willen des Vaters im Himmel erfüllt…

Auf die Frage der Hohenpriester und der Ältesten des Volkes
in wessen Vollmacht Jesus handelt, antwortet Jesus zunächst mit einer Gegenfrage:

In wessen Vollmacht Johannes der Täufer gehandelt hat.
Als sie ihm darauf keine Antwort geben wollten, schwieg auch Jesus. (Mt 21,23-27)

Doch dann sprach er:

28. Was/ wer aber scheint euch/ meint ihr?
Ein Mensch hat zwei Kinder:
und hinzukommend zu dem ersten sprach er:
„Kind, begib dich hinweg heute
arbeite in dem Weinberg!“

29. Der aber antwortend sprach:
„Nicht will ich“ –
später/ zuletzt aber mitsorgend/ bereuend

er ging (doch) weg/ (= hin).

30. Hinzukommend aber zu dem anderen sprach er dasselbe.
Der aber antwortend sprach:
„Ich (= ja), Herr!“ –
und/ aber nicht ging er weg (= hin).

31. Wer aus/ von den zweien hat getan den Willen des Vaters?
Sie sagen: „Der Erste.“

Sagt zu ihnen der Jesus:
„Amen/ gewiss/ wahrlich ich sage euch (folgendes):
Die Zöllner und die Dirnen gehen euch voraus in die Königsherrschaft des Gottes.

32. Es kam nämlich Johannes zu euch
in/ auf dem Weg (der) Gerechtigkeit/ Rechtschaffenheit;

die aber Zöllner und die Dirnen waren überzeugt/ haben geglaubt ihm;
ihr aber sehend/ verstehend

nicht aber habt ihr mitgesorgt/ bereut,
später/ zuletzt
zu glauben ihm.

(Mt 21,28-32 – Arbeitsübersetzung G. M. Ehlert)

Grafik zu Mt 21,28-32:
„Dein Wille geschehe…“

Wer von den beiden hat den Willen des himmlischen Vaters erfüllt?

Ja, Herr…

fromme Absichtserklärungen

ohne tatkräftige Konsequenzen

= nicht gut

Ich will nicht…

bekundeter Ungehorsam gegenüber den Eltern, jedoch mit tatkräftiger Umkehr zum Guten

= besser

„Ja, ich komme,

um deinen Willen, Gott, zu tun

Deinen Willen zu tun, mein Gott, macht mir Freude,
deine Weisung trag’ ich im Herzen.“ (Psalm 40,9)

= vorbildlich

© Georg Michael Ehlert, 24. Sept. 2008

Kleine Zugabe zu Mt 21,28-32

Zum Evangelium habe ich eine köstliche Geschichte gefunden:

„Ein Mann in besten Jahren hatte sich eine Hose gekauft. Sie gefiel ihm sehr gut, wenn auch die Hosenbeine um etwa drei Zentimeter zu lang waren. Er dachte sich: Ich habe in meinem Haushalt drei Frauen; eine von ihnen wird die Kürzung besorgen. Zu Hause hängte er die Hose an den Haken und trug seiner Frau sein Anliegen vor. Doch diese war gerade nicht in bester Stimmung und zeigte ihm die kalte Schulter. Auch bei seiner Schwiegermutter hatte er kein Glück. Sie war in eine Lektüre vertieft und wollte sich nicht stören lassen. Als er ihr Zimmer verließ, stieß er im Hausflur auf seine Tochter. Es sah so aus, als hätten sich die Damen abgesprochen, denn auch die Tochter erklärte, dass ihr die Sache sehr ungelegen komme, da sie gerade ausgehen wolle. Da packte den dreimal Abgewiesenen der Zorn. Lautstark erklärte er, dass mit ihm vor Mitternacht nicht zu rechnen sei, und schlug hinter sich die Haustüre zu.

Es dauerte nicht lange, bis die Ehefrau erkannte, dass jetzt etwas geschehen musste. Unauffällig griff sie nach der Hose, nahm die Kürzung vor und hängte sie an ihren Platz zurück. Aber auch in der Schwiegermutter wuchs die Reue. Geräuschlos schlich nun sie zur Hose und schnitt drei Zentimeter weg. Als die Tochter gegen 23 Uhr nach Hause kam und die Hose am Haken hängen sah, da war auch sie bereit, ihre Gesinnung zu ändern. ‘Jetzt wird er sich freuen’, dachte sie, als sie die Arbeit beendet hatte.

Und wie er sich bei seiner Rückkehr freute …“

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Ernte-Dank-Fest

zum Ernte-Dank-Fest (= Sonntag, 3. Oktober 2010 = Tag der Deutschen Einheit):

Danken und teilen – für mehr Menschlichkeit

I. Der Sinn des menschlichen Lebens…

Worin besteht der Sinn menschlichen Lebens?
Der reiche Landwirt in der Geschichte, die Jesus erzählt,
scheint den Sinn des Lebens darin zu sehen:
– Güter anzuhäufen,
– Sich abzusichern,
– Hauptsache ich komm nicht zu kurz.
Doch all das hat angesichts des bevorstehenden ewigen Lebens keinen Bestand. Solche Lebensziele sind am Ende sinn-los. Doch was macht den Sinn des Lebens aus?

II. Drei Kennzeichen eines sinnvollen Lebens

Mit einer kleinen Fabel möchte ich darauf antworten:
Als die Menschen sich mit den Tieren noch verstanden, da wurden sie einmal von den Tieren gefragt, was den Menschen zum Menschen mache. Sie gaben ganz unterschiedliche Antworten:
– Wir können aufrecht gehen, wir können sprechen und denken, das könnt ihr nicht;
– wir können planen und produzieren, das könnt ihr auch nicht;
– wir können die Natur manipulieren und mehr ernten, das könnt ihr schon gar nicht;
auf einmal kamen drei Kinder des Weges, sie hielten frische Früchte in den Händen und sangen voller Freude.
Die Tiere hielten sie an und fragten sie:
Warum singt ihr so fröhliche Lieder? – Weil wir uns freuen.
Warum haltet ihr die Früchte wie einen kostbaren Schatz in euren Händen? – Weil wir dankbar sind für dieses Geschenk.
Und warum seid ihr drei zusammen? – Weil wir uns lieben. Nun brauchten die Tiere nicht mehr weiter zu fragen. – Sie wussten, was den Menschen wirklich zum Menschen macht:
– sich zu freuen;
– dankbar zu sein;
– und einander zu lieben.

III. … eine Einladung, am heutigen Erntedankfest unsere Lebenshaltungen zu überprüfen

Diese drei Kennzeichen eines sinnvollen Lebens laden uns ein, am heutigen Erntedankfest einmal unsere eigenen bevorzugten Lebenshaltungen zu überprüfen.

Dazu drei Beispiele:
– Wenn wir einen Apfel in der Hand halten – denken wir angesichts seiner frischen Farbe eher mit Sorge daran, ob er gespritzt oder genmanipuliert ist; oder können wir uns wie ein Kind einfach über diese Frucht der Natur freuen und sie herzhaft genießen? –
– In einer Jugendgruppe habe ich einmal folgendes Experiment gemacht; zu Beginn der Gruppenstunde habe ich ohne etwas dazu zu sagen, jedem eine Banane gegeben:
Die Reaktionen waren: Was soll das?, Kann man die essen?, O, die hat aber schon braune Flecken …; ich will noch eine! …
Verschiedene Reaktionen, jedoch keiner hat sich für dieses unverhoffte Geschenk bedankt. –
– Ein weiteres Experiment, das eine Pfarrgemeinde einmal an einem Fastensonntag durchgeführt hat:
Die ganze Gemeinde war ins Pfarrheim zu einem gemeinsamen Mittagessen eingeladen. Am Eingang wurde jedem per Los ein Platz zugewiesen. Ungefähr 20 % hatten Glück und bekamen ihren Platz an einem übervoll gedeckten Tisch; die anderen 80 % mussten an Tischen Platz nehmen, wo es für jeden nur eine Handvoll Reis und Wasser gab. – So sieht es auch in unserer Welt aus. –

Als das Essen begann, dachten die am reich gedeckten Tisch nur an sich und langten kräftig zu; keiner kam auch nur auf die Idee mit den anderen zu teilen. … Im Gegenteil, sie verhöhnten die zu kurz gekommenen: Ihr habt halt das Pechlos gezogen.
Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten hätte. Ich hätte vermutlich genauso gedankenlos gegessen ohne an die anderen zu denken.
Und Sie? –

IV. Unterschiedliche Lebenshaltungen

An den Reaktionen lassen sich unterschiedliche Lebenshaltungen ablesen:
– Sich Sorgen machen – oder sich wie ein Kind freuen und genießen können;
– Das Gegebene horten – oder sich für das Geschenk bedanken;
– Nur daran denken, selber nicht zu kurz zu kommen – oder über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen, in der Bereitschaft, mit anderen zu teilen.

V. Ernte-Dank-Fest – sich freuen, danken und teilen

Das heutige Erntedankfest lädt uns ein
– sich über die Früchte der Erde, die wir in diesem Jahr wieder ernten konnten zu freuen und sie zu genießen;
Das heutige Erntedankfest ruft uns auf,
– darüber nachzudenken, wem wir dies verdanken und dann auch dem Geber aller Gaben zu danken;
Das heutige Erntedankfest fordert uns schließlich auf,
– die Gaben der Schöpfung gerecht miteinander und mit anderen zu teilen. – Denn:

Der schönste Dank für Gottes Gaben besteht darin,
dass man die Gaben Gottes voll Liebe weitergibt.

Dies charakterisiert ein sinnvolles Leben:
– sich über alltäglichen Gaben des Lebens zu freuen;
– dem Geber aller guten Gaben zu danken
– und aus Liebe miteinander zu teilen.

Wer so lebt, der erwirbt sich obendrein noch einen Schatz für’s ewige Leben. Amen.