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Weihnachten 2019

Weihnachten – 25. Dezember

–> zu den Liturgischen Texten zum Weihnachtsfest

„Ihr werdet den Himmel geöffnet
und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen
über dem Menschensohn“ (Joh 1,51)

Weihnachtsweg-9a

„Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen über dem Menschensohn.“ (Joh 1,51) – Grafik von G. M. Ehlert, Dez. 2019


Bildlegende:

„Ihr werdet den Himmel geöffnet
und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen
über dem Menschensohn.“ (Joh 1,51)

Auf dem Weihnachtsbild sehen wir vor dem sternenübersäten Himmel eine Raute – gebildet aus zwei gleichseitigen Dreiecken. Im oberen Dreieck eine hell leuchtende Stadt. In Serpentinen führt ein Weg bis zur Spitze, dem königlichen Palast. Im unteren Dreieck eine Landschaft. In Serpentinen führt ein Weg hinab. In der Mitte des Bildes das Stadttor. Drei Reisende sind auf ihren Reittieren am Stadttor Jerusalem, der Hauptstadt Israels angelangt.

„Stern über Betlehem, zeig uns den Weg…“

Ein leuchtender Stern hat sie bis hierher geführt. Doch „wo ist der neugeborene König der Juden?“ (Mt 2,2) – Hinein in die Stadt und hinauf bis zum Palast des Königs? – oder hinaus aus der Stadt und hinab bis nach Betlehem, der Stadt Davids?

„Wir ziehen vor die Tore der Stadt.
Der Herr ist nicht mehr fern…“

Ganz unten in dem nach unten weisenden Dreieck ist die Krippe Jesu – sie bildet ein „X“ (= griechisch Chi) – der Anfangsbuchstabe für Christus. In einem „ α “ = Alpha, Anfang, in der Futterkrippe das neugeborene Kind, umgeben von Maria und Josef. Aus dem „ α “ wird ein „ @ “ = At-Zeichen – das Adresszeichen bei E-Mails. Jesus ist Gottes „E-Mail“ – Gottes „Liebesbrief“ an die Menschen: Sein ewiges Wort ist in Jesus ein sterblicher Mensch geworden (vgl. Joh 1,14). Das „@“ ist in der Mitte von einem „#“ = Doppelkreuz. Wenn so ein Hashtag vor einem Wort steht, wird dies zum Schlagwort, das von Suchmaschinen im Internet leichter gefunden werden kann. Und Christus will gefunden werden nicht nur im Internet: „#Weihnachten – das #Fest der #Geburt_Christi.“

„Vom Himmel hoch, da komm ich her,
ich bring euch gute neue Mär…“

Mehrere „#“ übereinander bilden auf dem Bild eine Himmelsleiter. Auf ihr schweben neun Engel (= Hinweis auf die neun Engelchöre) auf und nieder. Weihnachten feiern wir: „Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“ (Joh 3,16) Jesus stellt die Verbindung zwischen Gott und Welt ein- für allemal wieder her.

„Heut schließt er wieder auf die Tür zum schönen Paradeis…“

Diese Himmelsleiter – im Rot der Liebe – verbindet – wie im Traum des Stammvaters Jakob (vgl. Gen 28,12) – den Himmel, den Ort, wo יהוה = JHWH, der ewig liebende Gott, wohnt mit der Erde, dem Lebensraum seiner Geschöpfe. Auf dieser Leiter wird Jesus, der Mensch gewordene Gottessohn, als erster wieder hinaufsteigen und uns das Tor des Himmels öffnen. (vgl. Joh 3,13) Das „ Ω “ (= Omega = Ziel) ist diese geöffnete Himmelstür. Doch um dahin zu gelangen, führt kein Weg am Kreuz (= in der Mitte der Leiter) vorbei.

„Tochter Zion, freue dich, jauchze laut, Jerusalem!“

Wir können 14 Sterne am nächtlichen Himmel und 14 Häuser in der Stadt Jerusalem zählen; 14 ist die Zahl Davids (D=4 W=6 D=4) und Jesus ist der wahre Sohn aus dem Geschlecht Davids. Auf dem Bild sind draußen vor der Stadt 7 Personen zu sehen und Jesus als die „8. Person“. Er ist der Erlöser der ganzen Fülle (= 7) der Menschen.

„Nun freut euch, ihr Christen, singet Jubellieder
und kommet, o kommet nach Betlehem.
Christus der Heiland stieg zu uns hernieder.
Kommt, lasset uns anbeten… den König, den Herrn!“

* * *

Am Heiligen Abend: (24. Dezember)

Eröffnungsvers: (vgl. Ex 16,6-7)
„Heute sollt ihr es erfahren:
Der HERR kommt, um uns zu erlösen,
und morgen werdet ihr seine Herrlichkeit schauen.“

1. Lesung: Jes 62,1-5
Der Herr hat an dir seine Freude

2. Lesung: Apg 13,16-17.22-25
Aus Davids Geschlecht hat Gott dem Volk Israel Jesus als Retter geschickt

Evangelium: Mt 1,1-25
Stammbaum Jesu und seine Geburt aus der Jungfrau

In der Heiligen Nacht
(Christmette oder Engelamt):

Eröffnungsvers: (Ps 2,7)
„Der HERR sprach zu mir:
Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt.“

1. Lesung: Jes 9,1-6
Ein Sohn ist uns geschenkt; man nennt ihn: Fürst des Friedens

2. Lesung: Tit 2,11-14
Die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten

Evangelium: Lk 2,1-14
Geburt Jesu in Betlehem u. Botschaft der Engel an die Hirten

Am Morgen (Hirtenamt)

Eröffnungsvers (vgl. Jes 9,1.5)
„Ein Licht strahlt heute über uns auf,
denn geboren ist uns der HERR.
Und man nennt ihn: Starker Gott, Friedensfürst,
Vater der kommenden Welt.
Seine Herrschaft wird kein Ende haben.“

1. Lesung: Jes 62,11-12
Sieh her, jetzt kommt deine Rettung

2. Lesung: Tit 3,4-7
Gott hat uns gerettet aufgrund seines Erbarmens

Evangelium: Lk 2,15-20
Die Hirten an der Krippe

Am Tag (Hochamt)

Eröffnungsvers (vgl. Jes 9,5)
„Ein Kind ist uns geboren,
ein Sohn ist uns geschenkt.
Auf seinen Schultern ruht die Herrschaft.“

1. Lesung: Jes 52,7-10
Alle Enden der Erde sehen das Heil unseres Gottes

2. Lesung: Hebr 1,1-6
Gott hat zu uns gesprochen durch den Sohn

Evangelium: Joh 1,1-18 (Wortgetreue Übersetzung)

Meditation zum Johannesprolog

Fest des Heiligen Märtyrers Stephanus
(26. Dezember):

siehe: „den Himmel offen sehen

 

Weitere Gedanken zum Weihnachtsfest:

„Gloria et Pax“ – ein Weihnachtsbild Power-Point-Präsentation (5,28 MB)

Woher erlangen Menschen ihr Heil?

Zwischen Ochs und Esel

Gottes schönstes Wort

Die geweihte Nacht der Christgeburt

Ein neuer Anfang

Ein Lied vom göttlichen Liebeswort (Der Johannesprolog)

Krippe + Kreuz + Krone

Christus kommt – kann er bei uns ankommen?

Zwölf Heilige Nächte – Die Zeit zwischen Weihnachten u. Epiphanie

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Stand 23. Dez. 2019

Advent-Ankunft


Vier adventliche Berufe
:

an der Rezeption –

im Straßenbau –

im Dienst der Wahrheitsfindung –

bei der Übermittlung einer Nachricht

1. Advent: Pförtner/in
„Dem Türhüter befahl er wachsam zu sein!“
(aus dem Tagesevangelium: Mk  13,34)
Pfortendienst =Wach sein –
– Anrufe entgegennehmen
– Warten – auf den Angemeldeten
– Wachsam sein – entscheiden, wer hereingelassen wird
2. Advent: Straßenbauarbeiter/in
„Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen!“
(aus dem Tagesevangelium: Mk 1,3)
Wie im Straßenbau = auf dem Weg zum Nächsten:
– Stolpersteine beseitigen
– Schlaglöcher ausbessern
– Wege ebnen
3. Advent: Zeuge/Zeugin
„Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen.“
(aus dem Tagesevangelium: Joh 1,7)
– Zeugnis geben, damit die Wahrheit ans Licht kommt
4. Advent: Postbote/Postbotin
„In jener Zeit wurde der „Postbote“ (Engel) Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt…“
(aus dem Tagesevangelium: Lk 1,26)
Botendienst = missionarischer Auftrag:
– damit die Botschaft von der Liebe Gottes den Empfänger erreichen kann  

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

Michael – 29. September

Mi-cha-el   = Wer (ist) wie Gott?

1 Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet;
der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt.
 2 Sie war schwanger und schrie vor Schmerz in ihren Geburtswehen.
3 Ein anderes Zeichen erschien am Himmel: ein Drache, groß und feuerrot,
mit sieben Köpfen und zehn Hörnern und mit sieben Diademen auf seinen Köpfen. 
4 Sein Schwanz fegte ein Drittel der Sterne vom Himmel und warf sie auf die Erde herab.
Der Drache stand vor der Frau, die gebären sollte; er wollte ihr Kind verschlingen, sobald es geboren war. 

 5 Und sie gebar ein Kind, einen Sohn, der über alle Völker mit eisernem Zepter herrschen wird.
Und ihr Kind wurde zu Gott und zu seinem Thron entrückt. 

6 Die Frau aber floh in die Wüste, wo Gott ihr einen Zufluchtsort geschaffen hatte;
dort wird man sie mit Nahrung versorgen, zwölfhundertsechzig Tage lang.

 7 Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel kämpften, 
8 aber sie konnten sich nicht halten, und sie verloren ihren Platz im Himmel. 

9 Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt, und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen.

 10 Da hörte ich eine laute Stimme im Himmel rufen: Jetzt ist er da, der rettende Sieg,
die Macht und die Herrschaft unseres Gottes und die Vollmacht seines Gesalbten;
denn gestürzt wurde der Ankläger unserer Brüder, der sie bei Tag und bei Nacht vor unserem Gott verklagte. 
11 Sie haben ihn besiegt durch das Blut des Lammes und durch ihr Wort und Zeugnis;
sie hielten ihr Leben nicht fest, bis hinein in den Tod. 
12 Darum jubelt, ihr Himmel und alle, die darin wohnen.

Weh aber euch, Land und Meer! Denn der Teufel ist zu euch hinabgekommen;
seine Wut ist groß, weil er weiß, dass ihm nur noch eine kurze Frist bleibt.

(Offenbarung des Johannes 12,1-12)

Kampf Michaels mit dem Drachen (c) G.M. Ehlert

Kampf Michaels mit dem Drachen (c) G.M. Ehlert

Giftgrün und Revolutionsrot
ein Ungetüm mit sieben Mäulern
ein Moloch, der alles Lebendige
verschlingen will
Rosarot und Himmelblau
in der Mitte die Sonne
die Auferstehung aus dem Kreuzestod
das Licht der Wahrheit wehrt die Todesbisse ab
In der Mitte
das Drama der Erlösung
die Befreiung des Menschen
Maul des Todesdrachens.
Jetzt ist er da – der rettende Sieg…

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert