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Palmsonntag

Impulse zu einem Hausgottesdienst am Palmsonntag, 05. April 2020

Vorbereitung:

Wir versammeln uns als „kleine Hauskirche“ in unserem Wohnraum.
Wir stellen ein Kreuz auf unseren Tisch und
zünden eine Kerze an. Sie erinnert uns an die Gemeinschaft mit Jesus Christus.
Wir legen – wenn es möglich ist – einen Palmzweig dazu.
Wer singen möchte – zwei Lieder aus dem Gotteslob (Anhang Bistum Münster):
GL 770: Sion, singe Jubelpsalmen… und 772: Jesus zieht in Jerusalem ein, Hosianna!

Dann beginnen wir mit dem Kreuzzeichen:

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ – „Amen!“

Einführung:

Am Palmsonntag feiern wir, dass Jesus in die Stadt Jerusalem einzog.
Wir stellen uns einmal folgendes vor: Wir – unsere Hausgemeinschaft –
Ja jeder einzelne ist diese Stadt Jerusalem.

Jerusalem heißt: „Stätte des Friedens“ – Sind wir – ist unser Herz eine „Stätte des Friedens?

Auch in der Stadt Jerusalem gab es damals viel Streit und Unfrieden.
Manchmal ist es ja auch so, dass in unserer Hausgemeinschaft – in unserem Herzen  Unfrieden herrscht.

Doch gerade auch in unsere Hausgemeinschaft, und in unser Herz
will Jesus jetzt einziehen.
Wir können für ihn unser Herz  öffnen mit einem Gebet:

Gebet:

Jesus, du bist der Heiland und Retter der Menschen.
Wir vertrauen dir.
Du bist damals in Jerusalem eingezogen, in eine Stadt voller Unfrieden und Angst.
Heute willst du bei uns einziehen – in unsere Hausgemeinschaft und in unser Herz.
Die Menschen damals riefen laut: „Hosanna, dem Sohne Davids, Hosanna in der Höhe!“
Das gleiche rufen auch wir heute: „Komm uns zu Hilfe! – Jesus, du bist wahrhaft ein guter Helfer.“ Jetzt und in Ewigkeit.

Amen.

(( Wir können nun auch einen Psalm beten, den schon die gläubigen Menschen des Volkes Israel gebetet haben lange bevor Jesus auf die Welt kam. In diesen Gebet zeigt sich ihre – und unsere – Hoffnung, dass Gottes Helfer und Retter zu uns kommt. (Der „HERR“ – mit großen Buchstaben geschrieben ist der gute Gott, der immer liebend bei uns ist.)

Psalm 118: Dankbares Bekenntnis zur Hilfe Gottes

Danket dem HERRN, denn er ist gütig. –
Ja, seine Huld währt ewig.

So soll Israel sagen: –
Ja, seine Huld währt ewig.

So soll das Haus Aaron sagen: –
Ja, seine Huld währt ewig.

So sollen alle sagen, die den HERRN fürchten und ehren: –
Ja, seine Huld währt ewig.

In der Bedrängnis rief ich zum HERRN; –
der HERR hat mich erhört und mich frei gemacht.

Der HERR ist bei mir, ich fürchte mich nicht.
– Was können Menschen mir antun?

Der HERR ist bei mir, er ist mein Helfer, –
ich aber schaue auf meine Hasser herab.

Besser, sich zu bergen beim HERRN, –
als auf Menschen zu bauen.

Besser, sich zu bergen beim HERRN; –
als auf Fürsten zu bauen.

Alle Völker umringen mich; –
ich wehre sie ab im Namen des HERRN.

Sie umringen, ja, sie umringen mich; –
ich wehre sie ab im Namen des HERRN.

Sie umschwirren mich wie Bienen,
wie ein Strohfeuer verlösen sie; –
ich wehre sie ab im Namen des HERRN.

Sie stießen mich hart, sie wollten mich strüzen;
– der HERR aber hat mir geholfen.

Meine Stärke und mein Lied ist der HERR; –
er ist für mich zum Retter geworden.

Frohlocken und Jubel erschallt in den Zelten der Gerechten:
– „Die Rechte des HERRN wirkt mit Macht!

Die Rechte des HERRN ist erhoben, –
die Rechte des HERRN wirkt mit Macht!“

Ich werde nicht sterben, sondern leben, –
um die Taten des HERRN zu verkünden.

Der HERR hat mich hart gezüchtigt, –
doch er hat mich nicht dem Tod übergeben.

Öffnet mir die Tore zur Gerechtigkeit, –
damit ich eintrete, um dem HERRN zu danken.

Das ist das Tor zum HERRN, –
nur Gerechte treten hier ein.

Ich danke dir, dass du mich erhört hast; –
du bist für mich zum Retter geworden.

Der Stein, den die Bauleute verwarfen, –
er ist zum Eckstein geworden.

Das hat der HERR vollbracht, –
vor unseren Augen geschah dieses Wunder.

Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat; –
wir wollen jubeln und uns an ihm freuen.

Ach, HERR, bring doch Hilfe! –
Ach, HERR, gib doch Gelingen!

Gesegnet sei er, – der kommt im Namen des HERRN. –
Wir segnen euch, vom Haus des HERRN her.
Gott, der HERR, erleuchte uns. –

Mit Zweigen in den Händen schließt euch zusammen zum Reigen, –
bis zu den Hörnern des Altars!

Du bist mein Gott, dir will ich danken; –
mein Gott, dich will ich rühmen.

Danket dem HERRN, ja er ist gütig; –
ja seine Huld währt ewig.

Wir hören nun aus dem Evangelium
– der frohmachenden Botschaft von Jesus Christus, so wie es uns der Evangelist Matthäus im 21. Kapitel in den Versen 1 bis 11 aufgeschrieben hat:

Als sich Jesus mit seinen Begleitern Jerusalem näherte und nach Betfage am Ölberg kam,  schickte er zwei Jünger voraus und sagte zu ihnen:
Geht in das Dorf, das vor euch liegt;
dort werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr.
Bindet sie los, und bringt sie zu mir!
Und wenn euch jemand zur Rede stellt,
dann sagt: Der Herr braucht sie, er lässt sie aber bald zurückbringen.

Das ist geschehen, damit sich erfüllte,
was durch den Propheten gesagt worden ist:
Sagt der Tochter Zion:
Siehe, dein König kommt zu dir.
Er ist friedfertig,
und er reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers.

Die Jünger gingen und taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte.
Sie brachten die Eselin und das Fohlen,
legten ihre Kleider auf sie,
und er setzte sich darauf.

Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf der Straße aus,
andere schnitten Zweige von den Bäumen
und streuten sie auf den Weg.
Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die ihm folgten,
riefen:

Hosanna dem Sohn Davids!
Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn.
Hosanna in der Höhe!

Als er in Jerusalem einzog,
geriet die ganze Stadt in Aufregung,
und man fragte:
Wer ist das?
Die Leute sagten:
Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa.

 

Bild und Meditation
(Wir können nun folgendes Bild zuerst in Stille anschauen
und dann einander mitteilen, was wir entdeckt haben)

Palmsonntag1a

Gedanken des „Palmesels“

Wenn der Palmesel sprechen könnte…
dann könnte er uns erzählen,
wie er zu einem ‚Christophorus‘ geworden ist

„Wer sagt denn, dass ich nicht sprechen kann??? –
Schon einer meiner Vorgänger konnte sprechen – so steht es in der Bibel geschrieben.
Ich meine Bileams Esel, der den warnenden Engel sah und vor ihm auf die Knie ging,
obwohl ihn der Seher Bileam dreimal schlug, weil er den Engel Gottes nicht sah… (vgl. Num 22,21ff)

Ja, mein Schicksal ist es, dass ich vom Menschen oft geschlagen werde wie ein Sklave…

„Futter, Stock und Last für den Esel,
Brot, Schläge und Arbeit für den Sklaven.“ –
sagt der Weisheitslehrer Jesus Sirach (Sir 33,25).

Doch Gott hat Erbarmen auch mit uns geplagten Eseln.
Er spricht zum Menschen von dessen Liebespflicht,
sogar dem Esel seines Gegners Gutes zu tun:

„Wenn du siehst, wie der Esel deines Gegners unter der Last zusammenbricht,
dann lass ihn nicht im Stich, sondern leiste ihm Hilfe.“ (Ex 23,5)

Gottes Wille ist es auch, dass das Gebot der Sabbatruhe auch für uns Esel gilt. (Ex 23,12)

Doch ich will ja von etwas ganz anderem erzählen:
Ich durfte nicht nur Abraham und andere menschliche Größen tragen,
sondern sogar den „König der Könige“ –
Auf dem Weg von Nazaret nach Betlehem, als Maria ihn unter ihrem Herzen trug.
Auch bei seiner Geburt durfte ich – zusammen mit dem Ochsen – dabei sein,
denn anders als viele dummen und störrischen Menschen hat der Prophet Jesaja richtig erkannt:

„Der Ochse kennt seinen Besitzer
und der Esel die Krippe seines Herrn.“ (Jes 1,3)

Und wie hätte die Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten und später zurück nach Nazaret gelingen können – ohne meinen demütigen Dienst.

Den „König des Friedens“ habe ich tragen dürfen bei seiner feierlichen Prozession zum Heiligtum in Jerusalem – kurz vor dem Pas-chafest, das in besonderer Weise in die Geschichte der Menschheit einging.
Mit Kleidern geschmückt, zog Jesus auf meinem Rücken thronend in Jerusalem ein,
genau so, wie es der Prophet Sacharja Jahrhunderte zuvor geweissagt hat:

„Juble laut, Tochter Zion!
Jauchze, Tochter Jerusalem!
Siehe, dein König kommt zu dir.
Er ist gerecht und hilft;
er ist demütig
und reitet auf einem Esel,
auf einem Fohlen,
dem Jungen einer Eselin.“ (Sach 9,9)

So bin ich demütiger Esel zu einem „Christo-phorus“ d.h. zu einem Christus-Träger geworden.“

Fürbitten:

Die Menschen, die damals Jesus auf dem Weg nach Jerusalem mit ihren Palmzweigen begleiteten, haben gerufen: Hosianna, dem Sohne David!
So rufen auch wir: Jesus, komm uns zu Hilfe!
(Jeder, der mag, kann nun ein Gebetsanliegen nennen. –
Nach jedem Anliegen rufen wir: Jesus, komm uns zu Hilfe!)

Vater unser

Wir beten gemeinsam, wie Jesus seine Freunde zu beten gelehrt hat:

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. – Amen.

Segensgebet

Guter Gott, mit dem heutigen Palmsonntag beginnt die Karwoche,
die Woche in der wir uns besonders an das Leiden Jesu bis zu seinem Tod am Kreuz erinnern.
Steh auch uns – und allen Menschen, an die wir nun denken – in dieser Zeit bei.
Und so segne und beschütze uns der gute Gott
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. – Amen.

Zum Abschluss

Wir können nun unseren Palmzweig an das Kreuz Jesu stecken…
und danach etwas Schönes miteinander tun (gemeinsam essen, spielen…)

Links:

  • zur Statio: Lk 19,28-40 Gesegnet sei der König, der kommt im Namen es Herrn!
    –> siehe: Lk 19.28-40
  • zur 1. Lesung: Jes 50,4-7 Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen, doch ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate.
    –> siehe: Drittes Lied vom Gottesknecht
  • zum Antwortpsalm: Ps 22 (21),8-9.17-20.23-24 Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
    –> siehe zu Psalm 22: Geschehen auf Golgatha
  • zur 2. Lesung: Phil 2,6-11 Christus Jesus erniedrigte sich; darum hat ihn Gott über alle erhöht.
    –> siehe zu Phil 2,5-11 Hymnus von Entäußerung u. Erhöhung des Sohnes Gottes
  • zur Passion nach Lukas:  Lk 22,14 – 23,56 Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus
    –> siehe zur Passion Christi:
    3. Synopse Passion

-> zu den Liturgischen Texten siehe auch Schott: Palmsonntag i.J. C

siehe auch:

–> Palmsonntag

–> Psalm 118: Der “Palmsonntagspsalm

–> zum Bitt- bzw. Huldigungsruf: Hosianna

–> Psalm 24: Einzug des “Königs der Herrlichkeit” in sein Eigentum

–> Der Palmesel

–> Die Heilige Woche (= Karwoche)

 

* * *

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

.

.Stand: 04. April 2020

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Hosianna – Palmsonntag A


zu Palmsonntag (Lesejahr A)

(= 09. April 2017)

Statio: FEIER DES EINZUGS CHRISTI IN JERUSALEM

Eröffnungsvers (Mt 21,9)
Hosanna* dem Sohne Davids!
Gepriesen, der kommt im Namen des HERRN,
der König von Israel.
Hosanna* in der Höhe!

* –> zur Bedeutung des Rufes: „Hos(i)anna!“

Segnung der Palmzweige:
Allmächtiger, ewiger Gott,
segne + diese (grünen) Zweige,
die Zeichen des Lebens und des Sieges,
mit denen wir Christus, unserem König, huldigen.
Mit Lobgesängen begleiten wir ihn in seine heilige Stadt;
gib, dass wir durch ihn zum himmlischen Jerusalem gelangen,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Mt 21,1-11
Gesegnet sei ER, der kommt im Namen es Herrn!
–> siehe: Mt 21,1-11 – Der kommende Friedenskönig – Einzug Jesu in Jerusalem

Palmsonntag1a

Einzug Jesu in Jerusalem – (c) G. M. Ehlert

Wenn der Palmesel sprechen könnte…
dann könnte er uns erzählen,
wie er zu einem ‚Christophorus‘ geworden ist

„Wer sagt denn, dass ich nicht sprechen kann??? –
Schon einer meiner Vorgänger konnte sprechen – so steht es in der Bibel geschrieben.
Ich meine Bileams Esel, der den warnenden Engel sah und vor ihm auf die Knie ging,
obwohl ihn der Seher Bileam dreimal schlug, weil er den Engel Gottes nicht sah… (vgl. Num 22,21ff)

Ja, mein Schicksal ist es, dass ich vom Menschen oft geschlagen werde wie ein Sklave…

„Futter, Stock und Last für den Esel,
Brot, Schläge und Arbeit für den Sklaven.“ –
sagt der Weisheitslehrer Jesus Sirach (Sir 33,25).

Doch Gott hat Erbarmen auch mit uns geplagten Eseln.
Er spricht zum Menschen von dessen Liebespflicht,
sogar dem Esel seines Gegners Gutes zu tun:

„Wenn du siehst, wie der Esel deines Gegners unter der Last zusammenbricht,
dann lass ihn nicht im Stich, sondern leiste ihm Hilfe.“ (Ex 23,5)

Gottes Wille ist es auch, dass das Gebot der Sabbatruhe auch für uns Esel gilt. (Ex 23,12)

Doch ich will ja von etwas ganz anderem erzählen:
Ich durfte nicht nur Abraham und andere menschliche Größen tragen,
sondern sogar den „König der Könige“ –
Auf dem Weg von Nazaret nach Betlehem, als Maria ihn unter ihrem Herzen trug.
Auch bei seiner Geburt durfte ich – zusammen mit dem Ochsen – dabei sein,
denn anders als viele dummen und störrischen Menschen hat der Prophet Jesaja richtig erkannt:

„Der Ochse kennt seinen Besitzer
und der Esel die Krippe seines Herrn.“ (Jes 1,3)

Und wie hätte die Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten und später zurück nach Nazaret gelingen können – ohne meinen demütigen Dienst.

Den „König des Friedens“ habe ich tragen dürfen bei seiner feierlichen Prozession zum Heiligtum in Jerusalem – kurz vor dem Pas-chafest, das in besonderer Weise in die Geschichte der Menschheit einging.
Mit Kleidern geschmückt, zog Jesus auf meinem Rücken thronend in Jerusalem ein,
genau so, wie es der Prophet Sacharja Jahrhunderte zuvor geweissagt hat:

„Juble laut, Tochter Zion!
Jauchze, Tochter Jerusalem!
Siehe, dein König kommt zu dir.
Er ist gerecht und hilft;
er ist demütig
und reitet auf einem Esel,
auf einem Fohlen,
dem Jungen einer Eselin.“ (Sach 9,9)

So bin ich demütiger Esel zu einem „Christo-phorus“ d.h. zu einem Christus-Träger geworden.“

Messfeier:

(Eröffnungsvers:
Sechs Tage vor dem Osterfest kam der HERR in die Stadt Jerusalem.
Da liefen ihm Kinder entgegen mit Palmzweigen in den Händen
und riefen:
Hosanna in der Höhe!
Sei gepriesen, der du kommst als Heiland der Welt.

(Ps 24,9-10)
Ihr Tore, hebt euch nach oben,
hebt euch, ihr uralten Pforten;
denn es kommt der König der Herrlichkeit.

Wer ist der König der Herrlichkeit?
Der HERR, der Heerscharen,
er ist der König der Herrlichkeit.

Hosanna in der Höhe!
Sei gepriesen, der du kommst als Heiland der Welt.)

Jes 50,4-7
Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen, doch ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate. –> siehe: Drittes Lied vom Gottesknecht

Ps 22 (21),8-9.17-20.23-24
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
–> siehe zu Psalm 22: Geschehen auf Golgatha

Phil 2,6-11
Christus Jesus erniedrigte sich; darum hat ihn Gott über alle erhöht.
–> siehe zu Phil 2,5-11 Hymnus von Entäußerung u. Erhöhung des Sohnes Gottes

Mt 26,14 – 27,66
Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus
–> siehe zur Passion Christi: 3. Synopse Passion


Hos(i)anna!

Hosianna bzw. Hosanna ist ein Fleh- oder Jubelruf an Gott oder König (hebr.: הוֹשִׁיעָה נָּא: Hoscha-na: „Hilf doch!“ bzw. „Du Zu-Hilfe-Kommender“) und besteht aus den beiden Wörtern „Hoschia“ u. „Na“.
Im Laufe der Zeit – schon in der jüdischen Liturgie – fand ein Bedeutungswechsel statt: vom Flehruf (hoschia) mit Verstärkung („na)“) hin zu einem Heilsruf (hoschia-Na), den Christen besonders am Palmsonntag singen.

Dieser Ruf findet sich auch im Sanctus in der katholischen, orthodoxen und evangelischen Eucharistiefeier bzw. Abendmahlsliturgie.

Heilig, heilig, heilig
ist Gott, der HERR, der Heerscharen.
Erfüllt sind Himmel und Erde
von deiner Herrlichkeit.“                             (= Zitat aus Jesaja 6,3)

Hosianna (= komm zu Hilfe, Gott) in der Höhe.
Hochgelobt sei,
der da kommt im Namen des HERRN.
Hosianna (= zu Hilfe kommt Gott) in der Höhe.“  (= Zitat aus Psalm 118,25)

Der aramäische Ausdruck ist hoscha’ na – davon die Form hosanna des griechischen Neuen Testaments und katholischer Liturgie; hebräisch hoschia’ na; – von dieser Form leitete Martin Luther sein hosianna ab –
ist mit „Jehoschua“ – Josua = „JHWH (= der HERR) ist Rettung“, der hebräischen Form des Namens „Jesus“ verwandt.

Ursprünglich stammt der Ausdruck aus Psalm 118,25. Dort wird er meist nicht stehengelassen, sondern übersetzt; deutsche Bibeln haben oft „Ach, Herr, hilf doch!“. Dieser Psalm ist im Judentum ein Höhepunkt der Pessach-Liturgie, die zur Zeit Jesu im großen Stil im Jerusalemer Tempel gefeiert wurde.
Da Jesus zum Pessachfest nach Jerusalem kam, bezog man diesen sehnlichen Gebetsruf auf ihn und erwartete durch ihn die Hilfe Gottes. Der Ausdruck erscheint in den Evangelien am Palmsonntag im Zusammenhang mit dem Einzug Jesu auf dem Esel nach Jerusalem. Die Menschen, die Jesus erwartungsvoll begleiten rufen: „Hos(i)anna dem Sohne Davids! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe!“ (so Mt 21,9; mit ähnlichen Formulierungen Mk 11,9f; Joh 12,13; außerdem Lk 19,28, hier wird aber auf den Ausdruck „Hosianna“ verzichtet).

„Du bist doch der „zu-Hilfe-kommende“ Gott! Jesus, bitte „hilf-uns-doch!“

zu Palmsonntag

–> siehe auch: Palmsonntag

–> siehe auch: Psalm 118: Der “Palmsonntagspsalm

–> siehe auch: Psalm 24: Einzug des “Königs der Herrlichkeit” in sein Eigentum

siehe auch: „DIE HEILIGE WOCHE“
und „Karwoche

In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“ –
Die Namen der Sonntage der Fastenzeit / Passionszeit:

1. Fastensonntag: Invocabit
2. Fastensonntag: Reminiscere
3. Fastensonntag: Oculi
4. Fastensonntag: Laetare
5. Fastensonntag: Iudica
Palmsonntag: Palmarum
Ostern: Resurrexi

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Gedanken – Meditationen – Einblicke

© Georg Michael Ehlert

(c) G. M. Ehlert

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Palmsonntag

zum Palmsonntag = 28. März 2010


zum Palmsonntag: Gesegnet sei, der da kommt im Namen des
HERRN! Hosanna in der Höhe!

Als Jesus an die Stelle kam,
wo der Weg vom Ölberg hinabführt,
begannen alle Jünger freudig
und mit lauter Stimme
Gott zu loben
wegen all der Wundertaten,
die sie erlebt hatten.

Sie riefen:
Gesegnet sei der König,
der kommt im Namen des Herrn.
Im Himmel Friede
und Herrlichkeit in der Höhe!

(aus dem Lukasevangelium 19,37f)

Psalm 118: Dankbares Bekenntnis zur Hilfe Gottes

Danket dem HERRN, denn er ist gütig. –
Ja, seine Huld währt ewig.

So soll Israel sagen: –
Ja, seine Huld währt ewig.

So soll das Haus Aaron sagen: –
Ja, seine Huld währt ewig.

So sollen alle sagen, die den HERRN fürchten und ehren: –
Ja, seine Huld währt ewig.

In der Bedrängnis rief ich zum HERRN; –
der HERR hat mich erhört und mich frei gemacht.

Der HERR ist bei mir, ich fürchte mich nicht.
– Was können Menschen mir antun?

Der HERR ist bei mir, er ist mein Helfer, –
ich aber schaue auf meine Hasser herab.

Besser, sich zu bergen beim HERRN, –
als auf Menschen zu bauen.

Besser, sich zu bergen beim HERRN; –
als auf Fürsten zu bauen.

Alle Völker umringen mich; –
ich wehre sie ab im Namen des HERRN.

Sie umringen, ja, sie umringen mich; –
ich wehre sie ab im Namen des HERRN.

Sie umschwirren mich wie Bienen,
wie ein Strohfeuer verlösen sie; –
ich wehre sie ab im Namen des HERRN.

Sie stießen mich hart, sie wollten mich strüzen;
– der HERR aber hat mir geholfen.

Meine Stärke und mein Lied ist der HERR; –
er ist für mich zum Retter geworden.

Frohlocken und Jubel erschallt in den Zelten der Gerechten:
– „Die Rechte des HERRN wirkt mit Macht!

Die Rechte des HERRN ist erhoben, –
die Rechte des HERRN wirkt mit Macht!“

Ich werde nicht sterben, sondern leben, –
um die Taten des HERRN zu verkünden.

Der HERR hat mich hart gezüchtigt, –
doch er hat mich nicht dem Tod übergeben.

Öffnet mir die Tore zur Gerechtigkeit, –
damit ich eintrete, um dem HERRN zu danken.

Das ist das Tor zum HERRN, –
nur Gerechte treten hier ein.

Ich danke dir, dass du mich erhört hast; –
du bist für mich zum Retter geworden.

Der Stein, den die Bauleute verwarfen, –
er ist zum Eckstein geworden.

Das hat der HERR vollbracht, –
vor unseren Augen geschah dieses Wunder.

Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat; –
wir wollen jubeln und uns an ihm freuen.

Ach, HERR, bring doch Hilfe! –
Ach, HERR, gib doch Gelingen!

Gesegnet sei er, – der kommt im Namen des HERRN. –
Wir segnen euch, vom Haus des HERRN her.
Gott, der HERR, erleuchte uns. –

Mit Zweigen in den Händen schließt euch zusammen zum Reigen, –
bis zu den Hörnern des Altars!

Du bist mein Gott, dir will ich danken; –
mein Gott, dich will ich rühmen.

Danket dem HERRN, ja er ist gütig; –
ja seine Huld währt ewig.

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Fastenzeit

 

Fastenzeit – Österliche Bußzeit – Passionszeit 2010

(Gedanken zu Matthäus 6,1-18
= Evangelium am Aschermittwoch als eine „Zielvorgabe“
für die Gestaltung der Heiligen 40 Tage)

Drei geistliche Übungen, die in vielen Religionen eingeübt werden.

Was können diese – heute für viele verstaubten – Worte für uns heute bedeuten?


  • Fasten – selbstdiszipliniert leben

Wer seinem Körper wirklich etwas Gutes tun will, der soll fasten,

d.h. bewusster Umgang mit all dem, was wir in uns aufnehmen
an: Nahrung, Getränken, Geräuschen; Lärm, Gerede… –

Angesagt ist hier: Verzicht auf Überflüssiges.

Dabei geht es darum, das wieder in Ordnung zu bringen,
was im Verhältnis zu uns selbst in Unordnung geraten ist.

Wenn wir falsche Abhängigkeiten an Irdisches aufgeben,
werden wir wahrhaft frei.

Fasten = Selbstdisziplin, die zur inneren Freiheit
führt. 


  • Beten – spirituell leben

Wer seinem Geist wirklich etwas Gutes tun will, der soll beten,

d.h. sein Leben, mit all dem, was einen innerlich bewegt,
in Verbindung zu Gott neu sehen lernen, all das Gute und Schöne, aber
auch Leid, Schuld und Tod…

Angesagt ist hier: Verzicht auf Zerstreuung und Ablenkung.

Dabei geht es darum, das wieder in Ordnung zu bringen,
was im Verhältnis zu Gott in Unordnung geraten ist.

Wenn wir den verführerischen Götzen unserer
Zeit eine klare Absage erteilen, dann können wir mehr und mehr aus
einem tiefen Gottvertrauen leben.

Beten = Spiritualität, ein Leben in der Kraft des Geistes Gottes. 


  • Almosen geben – solidarisch leben

Wer seinem Herzen wirklich etwas Gutes tun will, der soll „Almosen geben“,

d.h. der soll es lernen, in guter, versöhnter Beziehung
zu den Menschen zu leben, und bereit sein, die Lebensgüter mit anderen
zu teilen. „Geben ist seliger als nehmen!“

Angesagt ist hier: Verzicht auf Neid, Habgier und Geiz.

Dabei geht es darum, das wieder in Ordnung zu bringen,
was im Verhältnis zu Mitmenschen in Unordnung geraten ist.

Wenn wir „egoistisches Verhalten“ überwinden durch
die Haltung des „Mitgefühls“, dann werden wir mehr und mehr aus den
Beziehungen zu dem Menschen Kraft schöpfen können.

Almosen geben = Solidarität mit den Menschen,
durch das ein friedvolles Zusammenleben möglich wird.


Für Menschen, die nach einem tragfähigen Sinn
für ihr Leben suchen, sei folgendes gesagt:

„Ich suchte mich selbst – und ich fand mich nicht.
Ich suchte meinen Gott – und ich fand ihn nicht.
Ich suchte meinen Nächsten – und ich fand sie alle drei!“


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(c) Georg Michael Ehlert

Fastenzeit – Österliche Bußzeit
– Passionszeit
Fisch/Kreuz - Christus-Zeichen

Vierzig Tage

Vierzig Jahre zog das Volk Israel durch die Wüste.
Vierzig Tage fastete und betete Jesus in der Einsamkeit.
Vierzig Tage liegen jetzt vor uns.

Nach dem Wüstenzug kamen die Israeliten in das Gelobte Land.
Nach den vierzig Tagen in der Wüste begann Jesus sein öffentliches Wirken.

Wie werden wir sein nach diesen vierzig Tagen?
Wo werden wir sein?

Vierzig Tage können wir uns neu besinnen, auf das, was das Leben ausmacht, was christliches Leben ausmacht.

Sie sind eine Chance, diese vierzig Tage, in denen wir uns neu auf uns besinnen können.

Jede und jeder von uns ist berufen, jede und jeder hat seine Berufung, sein Charisma, sein Talent.

Doch all das, was wir haben, haben wir, damit wir den Anderen nützen.
Dem Nächsten.
Der Fernsten.
Dem Mühseligen.
Der Beladenen.
Dem Kranken.
Der Verfolgten.
Dem Einsamen.
Der …

Damit wir dem Leben nützen.

Denn vierzig Tage gehen wir auf Ostern zu, auf den Tag, an dem der Tod besiegt wurde und neues Leben für uns möglich wurde.

Vierzig Tage – diese vierzig Tage – liegen vor uns.

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Für jeden Tag der 1. Fastenwoche
ein Gedanke zum Thema: „Fasten“

1. Fastenwoche: Ein Gedanke
für den Tag:
1. Fastensonntag,
4. März
„Fasten
ist ein Weg, der uns in eine neue Solidarität mit den Armen und Leidenden
führt.“ 

(Anselm Grün, Benediktinerpater)
Montag, 5.
März
„Durch
Fasten, Enthaltsamkeit und Ruhe werden viele Krankheiten geheilt.“

(Hippokrates, griechischer Arzt 460-377 v.Chr.)
Dienstag,
6. März
„Wer keinen
Hunger kennt, vergisst schnell, dass viele Menschen nicht genug zum Leben
haben. Verzicht ist wertlos, wenn er nicht dazu führt, dass wir das
Leben miteinander teilen.“

(Misereor, Bischöfliches Hilfswerk)
Mittwoch,
7. März
„Das ist
ein Fasten, wie ich es liebe, die Fesseln des Unrechts zu lösen…
an die Hungernden dein Brot auszuteilen.“

(Jesaja, Prophet des Volkes Israel)
Donnerstag,
8. März
„Wir ermahnen,
dass man in diesen Tagen der vierzigtägigen Fasten in aller Reinheit
sein Leben bewahre und zugleich alle Nachlässigkeit der anderen Zeiten
tilge.“

(Benedikt von Nursia, Ordensgründer im 5. Jh.)
Freitag,
9. März
„Heile
durch weises Fasten zwei einander entgegengesetzte Zustände: deine
eigene Übersättigung und den Hunger des anderen.“

(Gregor von Nyssa, Kirchenlehrer im 4. Jh.)
Samstag,
10. März
„Im Fasten
verzichten wir auf etwas, das uns zusteht, um es den Armen zu geben. Fasten
ist eine konkrete Weise der Nächstenliebe.“

(Anselm Grün, Benediktinerpater)

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Für die 2. Fastenwoche: Verklärung
– Klärung – Klarheit

Verklärung Christi

Evangelium am 2. Fastensonntag (Lk 9,28-36)

Klärung, wer Jesus Christus ist

„Das ist mein auserwählter Sohn…“ (Lk 9,15)

Klarheit, worauf es in unserem Leben ankommt

„…auf IHN sollt ihr hören.“ (Lk 9,15)


Abraham schaute den Sternenhimmel und vertraute den Verheißungen Gottes…

Die Jünger schauten die Herrlichkeit Jesu und vertrauten dem Wort Gottes…

Gipfelerfahrungen des Glaubens:
A
ugenblicke der Ewigkeit
Einblicke in die göttliche Herrlichkeit.
Lichtsekunden als Orientierung für den Alltag, in dem wir leben:

Entdecken auch wir, was uns verheißen ist?!

Menschen, die aus der Hoffnung leben,
sehen weiter.

Menschen, die aus der Liebe leben,
sehen tiefer.

Menschen, die aus dem Glauben leben,
sehen alles
in einem anderen Licht.

(Lothar Zenetti)

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Für die 3. Fastenwoche:
Gott begegnen – in den Dornen der Not

aus den Dornen der Not

sprach

יהוה

 


Gott


mit Mose:

ICH bin
da,

  wo du bist.“ – 

          „Bist DU
da,


wo ich bin?“ – 

Wo du bist,

  bin ICH da!“ – 

           „DU
bist da,

wo bin ich?“ –

„Wo du bist,

  da bin ICH!

Gott begegnet Mose im brennenden Dornbusch in der Wüste - Batik von G.M. Ehlertיהוה = JHWH
= der Name Gottes

= „Ich bin, der ich bin da (für
euch)!“

In den Dornen der Not - Gott zeigt sich dem Mose im brennenden Dornbusch, - Zeichnung von G.M. Ehlert Was bedeutet es, dass Gott zu Mose
aus einem Dornbusch spricht?
Eine alte jüdische Auslegung sagt dazu:Gott hat den Berg verlassen und den dornbusch gewählt, aus
dem ER sprach: „Gesehen habe ich, gesehen das Elend meines Volkes.“ (Exodus
3,7) Der Dornbusch ist voller Stacheln und Dornen, dergestalt, dass kein
Vogel, der in ihm Zuflucht sucht, ohne Verletzung herauskommt: 
so will Gott selber aus der Bedrängnis der Bedrängnis
seines Volkes nahe sein! Er will gleichsam mit wundem Herzen und zerrissenen
Händen seinem Volk sein Erbarmen erweisen.

(gefunden in Johannes Bours, Wer es mit
Gott zu tun bekommt, Freiburg-Basel-Wien 1987, S. 27f)

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4. Fastenwoche: „Irrwege und Umwege“

Das Gleichnis vom barmherzigen Vater

und dem „wieder-nach-Hause-finden“ der beiden Söhne

(Lukasevangelium, Kapitel 15, Verse 11-32)

Gedankensplitter zum Evangelium zum Weiterdenken und sich einfühlen:Der jüngere Sohn:

  • „Mein Erbe…“
  • „und er verschleuderte sein Vermögen…“
  • „Irrwege“
  • „Ich will aufbrechen…“
  • „Vater, ich habe mich versündigt…“

Der ältere Sohn:

  • „Was soll das bedeuten…“
  • „Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen…“
  • „Vorhaltungen gegenüber dem Vater…“
  • „Geht er schließlich doch hinein?“

Der Vater:

  • „Er teilt sein Vermögen auf…“
  • „Er hält Ausschau nach dem verlorenen Sohn…“
  • „Er (!) eilt dem Sohn entgegen…
  • „Er schließt ihn in die Arme und drückt ihn an sein Herz…“
  • „Er kommt dem älteren Sohn entgegen, um ihm gut zuzureden…“
Der barmherzige Vater und das wieder-nach-Hause-finden der beiden Söhne - Bild von G.M. Ehlert, 1999

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zum Palmsonntag: Gesegnet sei, der da kommt im Namen des
HERRN! Hosanna in der Höhe!

Psalm 118: Dankbares Bekenntnis zur Hilfe Gottes

Danket dem HERRN, denn er ist gütig. – Ja, seine
Huld währt ewig.
So soll Israel sagen: – Ja, seine Huld währt ewig.So soll das Haus Aaron sagen: – Ja, seine Huld währt
ewig.
So sollen alle sagen, die den HERRN fürchten
und ehren: – Ja, seine Huld währt ewig.

In der Bedrängnis rief ich zum HERRN; – der HERR
hat mich erhört und mich frei gemacht.

Der HERR ist bei mir, ich fürchte mich nicht.
– Was können Menschen mir antun?

Der HERR ist bei mir, er ist mein Helfer, – ich aber
schaue auf meine Hasser herab.

Besser, sich zu bergen beim HERRN, – als auf Menschen
zu bauen.

Besser, sich zu bergen beim HERRN; – als auf Fürsten
zu bauen.

Alle Völker umringen mich; – ich wehre sie ab
im Namen des HERRN.

Sie umringen, ja, sie umringen mich; – ich wehre sie
ab im Namen des HERRN.

Sie umschwirren mich wie Bienen, wie ein Strohfeuer
verlösen sie; – ich wehre sie ab im Namen des HERRN.

Sie stießen mich hart, sie wollten mich strüzen;
– der HERR aber hat mir geholfen.

Meine Stärke und mein Lied ist der HERR; – er
ist für mich zum Retter geworden.

Frohlocken und Jubel erschallt in den Zelten der Gerechten:
– „Die Rechte des HERRN wirkt mit Macht!

Die Rechte des HERRN ist erhoben, – die Rechte des
HERRN wirkt mit Macht!“

Ich werde nicht sterben, sondern leben, – um die Taten
des HERRN zu verkünden.

Der HERR hat mich hart gezüchtigt, – doch er
hat mich nicht dem Tod übergeben.

Öffnet mir die Tore zur Gerechtigkeit, – damit
ich eintrete, um dem HERRN zu danken. 

Das ist das Tor zum HERRN, – nur Gerechte treten hier
ein. 

Ich danke dir, dass du mich erhört hast; –
du bist für mich zum Retter geworden. 

Der Stein, den die Bauleute verwarfen, – er ist zum
Eckstein geworden. 

Das hat der HERR vollbracht, – vor unseren Augen geschah
dieses Wunder.

Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat; – wir
wollen jubeln und uns an ihm freuen. 

Ach, HERR, bring doch Hilfe! – Ach, HERR, gib doch
Gelingen!

Gesegnet sei er, – der kommt im Namen des HERRN. – 

Wir segnen euch, vom Haus des HERRN her. Gott, der
HERR, erleuchte uns. – 

Mit Zweigen in den Händen schließt euch
zusammen zum Reigen, – bis zu den Hörnern des Altars!

Du bist mein Gott, dir will ich danken; – mein Gott,
dich will ich rühmen.

Danket dem HERRN, ja er ist gütig; – ja seine
Huld währt ewig.

Einzug Jesu in Jerusalem - Zeichnung von G.M. EhlertAls Jesus an die Stelle kam,wo der Weg vom Ölberg hinabführt, begannen alle Jünger freudig

und mit lauter Stimme

Gott zu loben

wegen all der Wundertaten,

die sie erlebt hatten. 

Sie riefen:

Gesegnet sei der König, 

der kommt im Namen des Herrn.

Im Himmel Friede

und Herrlichkeit in der Höhe!

(aus dem Lukasevangelium 19,37f)

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